Anfängerin / Einsteigerin / 1000 Fragen

  • Hallo!
    Ich hoffe, Sie/ihr können/könnt mir weiterhelfen.
    Ich suche Tipps zum leichten Einstieg in die Astronomie. Jedoch nicht in die wissenschaftliche Schiene. Mir genügt es für den Anfang, schlichtweg in den nächtlichen Himmel zu schauen (mit dem "richtigen" Equipment).
    Vorgeschichte:
    Letzen November habe ich meinen Urlaub in Süd Afrika verbracht und hatte die Gelegenheit, jede Nacht durch ein selbstgebautes Teleskop eines Bekannten in den Himmel zu schauen und zu staunen! Ich kenne mich mit den Bezeichnungen nicht aus, er sagte mir, er hätte einen 300mm Spiegel eingebaut. Was auch immer das heißt. Ich konnte fantastisch die verschiedenen Planeten, Sternhaufen, Nebel, den Mond etc. betrachten. Faszinieren war der Mondschatten auf dem Jupiter von einem seiner Monde; auch die wundervolle Ansicht des Mondes mit seinen vielen Kratern und Seen stimmten mich fast schon sehnsüchtig.


    Seit dem hat es mir keine Ruhe gelassen!!!
    Ich vermisse das richtig, den Jupiter und seine Monde, den Saturn, die Magellan'schen Wolken, die Plejaden und noch so vieles mehr am Himmel zu finden und zu genießen.
    Ich möchte jetzt nicht zu viel über meine Beweggründe erzählen, warum ich mich für Astronomie interessiere. Sie sind womöglich ähnlich der Ihren / euren.


    Lange Rede kurzer Sinn:
    Ich brauche ein Teleskop. Kenne mich allerdings in keinster Weise aus.
    Kaufen oder bauen?
    Gibt es Bauanleitungen? Ist ein Selbstbau überhaupt machbar.
    In welchem Verhältnis (Aufwand:Zeit:Kosten) steht der Bau eines T. zum Kauf eines T.
    Über jeden Tip und jede interessante Seiten freue ich mich.


    Vielen Dank im voraus und schönen Gruß aus Berlin.
    Gabi

  • Hallo Gabi,


    ohne jetzt direkt zum Selbstbau eines Teleskops Stellung zu nehmen (ich habe noch keins gebaut) wenigstens <u>eine</u> Antwort.


    Ich entnehme Deinem posting, daß Dich die <b>Beobachtung</b> fasziniert hat. Du brauchst also schnell ein Telekop, die Winternächte kommen, mit einem Selbstbau wärst Du als (Entschuldigung) Anfängerin lange beschäftigt.


    Also kaufen. Wieviel willst Du ausgeben? Es gibt Telekope in Preisbereichen von DM 200,- bis DM 20.000,- und weit darüber hinaus.


    Fragen über Fragen ...


    Gruß und ...


    <font color=black>__</font id=black><img src="http://www.animiertegif.de/Feuer/3.gif" border=0>
    <font size=1><font color=orange><b>Zur Hölle mit den Wolken!</b></font id=orange></font id=size1>
    <font size=2><b>Rainer</b></font id=size2>

  • Hallo Rainer,
    danke für das schnelle Feedback. Wow, das ging ja wirklich schnell.


    Tja, zwischen 200 und 20.000 DM - das dachte ich mir schon, dass das eine so große Preisspanne ist.
    Ich brauche kein elektronisches T., das mitgeht.
    Es macht mir mehr Spaß, das T. nachzujustieren.


    Hoher Preis bedeutet ja nicht immer gutes Produkt. Es soll auch ein gutes T. sein. Ich möchte die Planeten und den Mond gut sehen können.
    Leider kenne ich mich nicht aus, was für einen Spiegel ich brauche. Ich fand den 300mm Spiegel von diesem Bekannten schon recht gut. Aber es kommt ja auch auf die Okulare an - oder? Wie gesagt, ich hab mal noch überhaupt keine Ahnung.


    Im großen und ganzen dachte ich an eine Preislage bis max. 3000 DM.
    Auch fänd ich es schön, von jemanden zu erfahren, welches Fabrikat ein qualitativ gutes ist. Oder welcher Hersteller z.b. für viel Geld "wenig" T. anbietet.


    Muchas Saludas


    Gabi

  • Hall Gabi,


    Planeten und Mond ...
    Das riecht nach Refraktor, nicht nach Spiegel.
    Ein 300mm Spiegelteleskop ist schon recht schwer und schwierig zu transportieren.
    Es kommt also auch darauf an, wo Du wohnst.
    Mit 300mm hast Du für den Mond schon fast zu viel Licht.
    Das Teil manuell nachzuführen macht m.E. bei Mond und Planeten keinen richtigen Spaß. Hier sind höhere Vergrößerungen gefragt, so daß Du ständig mit dem Rohr den Objekten hinterherjagen muß. Entspannt und mit Genuß kannst Du dann nicht mehr beobachten.


    Alsoooo ....
    Für DM 3000,- wurde ich mir bei Wolfgang Rohr in München (http://www.teleskopservice.de/) einen guten Refraktor (so ca 100mm) auf einer in Rektaszension motorisierten deutschen Montierung bestellen. Der Mann ist richtig gut. In der Preiskategorie würde ich mir das Teil allerdings abholen und vorher durchschauen.


    Wie gesagt, meine Meinung


    Gruß, Rainer


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    <font size=2><b>Rainer</b></font id=size2>


    nail here -&gt;[x] for new monitor


    Edited by - Rainer on 05/11/2001 14:08:17

  • Hallo Gabi,


    erstmal Glückwunsch zum neuen Hobby <img src=icon_smile.gif border=0 align=middle>
    bevor du dich jetzt aber für einen Teleskoptyp entscheidest musst du dir wirklich im Klaren darüber sein was das Teil können soll, für 3000.- bekommt man schon was vernünftiges, aber die Auswahl ist riesig.
    Wenn du wirklich nur Mond & Planeten gucken willst ist ein 6" parallaktisch montierter Fraunhofer Refraktor (Linsenteleskop) eine gute Wahl, mit der standardmässigen Motorisierung in RA kannst du später auch Bilder machen. Aber 6" sind relativ wenig Öffnung fürs Geld, die Hälfte geht für die Montierung drauf - hier bietet ein Dobsonmontierter Newton (Spiegelteleskop) das meiste Seherlebnis fürs Geld und das Teleskop ist mit 10-12" Öffnung dem Refraktor in der Lichtsammelleistung um das 3-4fache überlegen. Man erreicht damit auch gut ferne und schwache Objekte ausserhalb des Sonnensystems, allerdings sind Fotos nur mit erhöhtem Aufwand möglich.
    Auch die örtlichen Bedingungen sind zu berücksichtigen: aus der Großstadt heraus macht ein dicker lichtstarker Dobson keine Freude weil alle schwächeren Objekte in der Milchsuppe "ersaufen", d.h alle Objekte schwächer als der aufgehellte Himmel sind schlicht unbeobachtbar. Hier sollte man sich wirklich auf Mond, Planeten und Doppelsternbeobachtungen beschränken, und dazu ist der obstuktionslose Refraktor besser geeignet.
    Im übrigen schließe ich mich Rainer's Rat an mal bei Telekopservice vorbeizuschauen, der gute Wolfgang ist nämlich nicht an eine Marke gebunden und wird dich sicher gut beraten, ich hab dort auch meinen 15er und etliches Zubehör gekauft und kann ihn nur weiterempfehlen


    Gruß


    --
    Roland
    http://www.bunt.com/~rherrman/


    <img src="http://www.bunt.com/~rherrman/Divers/15er.gif" border=0>


    Edited by - Roland on 05/11/2001 15:20:56

  • Hallo Rainer, hallo Roland,
    vielen Dank nochmal. Puh, das sind ja viele Informationen für den Anfang.
    Rainer, du sagst ein Refraktor reicht...und ein Spiegel wäre nicht notwendig, wenn ich nur Planeten und Mond und Nebel sehen möchte.
    Das macht mich neugierig: Was kann ich denn mit einem Spiegelteleskop alles sehen??? Und ja, du hast recht, denn das Teleskop von dem Bekannten aus SA war ca. 1,80 m lang und super schwer. Zwar war es auf Rollen aber wir mussten es über den Rasen zerren und das war sehr anstrengend. Beim Blick auf die kleine und große Magellan'schen Wolken musste ich mich sogar auf einen Hocker stellen, um noch durchs Okular schauen zu können :-)))
    Aber ich wurde allemal für diese Anstrengungen entschädigt.
    Beim Betrachten des Mondes, hat er auch einen Filter eingesetzt, sonst wäre das nicht gesund für die Augen gewesen. Und Nachstellen musste ich das T. auch, weil der Mond fast die gesamt Linse ausfüllte und immer schnell wieder verschwand. Stimmt! Hier wäre das Nachstellen mit der Zeit schon unbequem.


    Roland, danke für deine Glückwünsche. Bislang träume ich ja noch davon. Als ich kürzlich einen Bericht über die Keck-Teleskope auf Hawaii las, kamen mir schon fast die Tränen.
    Wusstest du, dass eins dieser Teleskope die Wärmestrahlung eines frisch getoasteten Toast auf dem Mond registrieren kann. Ein anderes kann 2 Pfennige noch in 600 km Entfernung erkennen (und zwar als ZWEI Pfennige). Und wenn man Keck 1 + 2 zusammenschließt, können sie 3 Menschen, die auf dem Mond stehen als 3 separate Einheiten erkennen. Aber das wisst ihr wahrscheinlich schon alles, gell?


    Leider wohne ich in Berlin. Naja, um den in Nachthimmel zu sehen ist sie wohl nicht so gut geeignet. Da muss ich dann immer an SA denken, als wir in den Zederbergen waren - in 1000 m Höhe. Es war a....kalt aber ich habe noch NIE so viele Sterne am Himmel gesehen. Das Glück werde ich hier wohl net haben.


    Ihr merkt schon, bei mir ist viel Begeisterung aber noch ziemlich wenig Wissen über die Materie.
    Aber interessieren tut es mich schon, was ich mit einem Spiegelteleskop im Gegensatz zu einem Refraktorteleskop sehen kann. Auch muss ich mich erstmal mit diesen Fachbegriffen - Refraktor-, Reflektor-, Spiegelteleskop... anfreunden.
    My goodness, das sind ja noch Böhmische Dörfer für mich.


    Seid gegrüßt


    Gabi


    hey, und zum <img src=icon_smile_evil.gif border=0 align=middle> mit den Wolken

  • Moin moin Gabi und alle anderen,


    etwas Info kann ich der Diskussion auch beisteuern ... ich hatte bis vor kurzem nämlich einen 6" FH-Refraktor (mit Stativ, Montierung, Motoren in beiden Achsen - DM 2.750 bei M. Ludes gekauft 11/2000)


    Feines Teil, superscharf, Transportabel auf'm Rücksitz - wenn Du magst, kannst Du <b>HIER</b> mal einen Blick auf eine kleine Zusammenstellung von Astrofotos mit diesem Gerät werfen.


    Viel Spass bei der Qual der Wahl ... <img src=icon_smile_big.gif border=0 align=middle>


    --
    Matthias, Besitzer von DICKMOPS


    <img src="http://www.sternkieker.de/rkn/images/CassLogo01.jpg" border=0>

  • Gabi, wenn weitere Fragen auftauchen, do not hesitate to contact this forum ...


    Sch...wetter -


    <font color=black>__</font id=black><img src="http://www.animiertegif.de/Feuer/3.gif" border=0>
    <font size=1><font color=orange><b>Zur Hölle mit den Wolken!</b></font id=orange></font id=size1>
    <font size=2><b>Rainer</b></font id=size2>

  • Guten Morgen an alle!


    @ Matthias, schönen Dank für deine Mail.
    Ich weiß, dass du diesen Refraktor hattest. Ich habe nämlich dein Verkaufsposting schon gefunden. Leider bereits verkauft - ja!
    Habe mir die Daten schon rausgeschrieben und guck, ob ich einen gebrauchten Refraktor irgendwo günstig abstauben kann.
    Auch habe ich gelesen, dass der Cosmostar GPE R135S ganz gut sein soll. Im großen und ganzen habe ich überall ein paar Fragmente aufgeschnappt.
    Leider weiß ich noch immer nicht, welche Unterschiede es gibt zwischen: Reflektor, Refraktor, Spiegelteleskop.
    Wenn ich später Fotos machen möchte, reicht da dann auch ein Refraktor? Über das Fotoeauipment mache im mir jetzt noch keine Gedanken. Es wäre allerdings sinnvoll, wenn ich für später schon jetzt die richtige Ausgangstechnik kaufe.


    Gibt es eigentlich einen Test oder Bericht, in dem die Teleskope, Refraktoren oder Reflektoren verschiedener Hersteller verglichen wurden?


    Ich seh schon, da wird noch einiges auf mich zukommen. Ich hoffe, ich finde noch Gleichgesinnte in Berlin.


    Auf jeden Fall finde ich es klasse, dass ich hier so schnell Feedback bekommen habe.
    @ Matthias, Rainer und Roland - von euch habe ich hier schon oft gelesen. Und - wenn ich Rainer nochmal antworten darf - ich werde bestimmt nicht zögern, dieses Forum zu kontaktieren, wenn ich noch Fragen habe. Einige Fragen kenne ich noch gar nicht - aber das kommt noch. ;)


    Viel Spaß und schönen Gruß aus Berlin
    Gabi


    Gabi


    hey, und zum <img src=icon_smile_evil.gif border=0 align=middle> mit den Wolken

  • Hi Gabi -
    um die ganze Diskussion mal etwas abzukürzen - bzw. einen konkreten Tipp abzugeben - auf der Seite von Grab Astro-Tech (http://www.teleskope.de) unter 'Dobson-Teleskope' ist der 20cm Dobson von Discovery angeboten für 1850 DM. Diese Teleskope (Optik!!) sind sehr gut bei einem unschlagbarem Preis-Leistungsverhältnis. Wenn Du damit später fotografieren willst - kein Problem. Das einzige was Du Dir nachher anschaffen mußt ist eine parallaktische Montierung, zum bsp. Vixen GP DX oder Synta EQ6 mit elektronischer Steuerung, vielleicht noch ein Leitrohr. Aber visuell kannst Du damit mehr sehen, als mit dem 6" Refraktor. Das einzige, was evtl erforderlich ist (wegen der Lage der Schärfenebene) ist eine Veränderung der Hauptspiegelposition etwas weiter zum Fangspiegel hin. Das ist aber noch eine Weile hin bis das soweit ist <img src=icon_smile_big.gif border=0 align=middle>


    So - genug geschwafelt. Ran ans Werk <img src=icon_smile_wink.gif border=0 align=middle> und viel Erfolg dabei.


    - - - -
    Ullrich
    Clear Skies opens Your mind...

  • Hallo Gabi,


    also das Teleskop, durch das Du in S.A. sehen konntest ist schon ein ziemlicher "Brummer" (hätte auch gern so eines). Bei der Entscheidung, wieviel Öffnung (Durchmesser) das Teil haben sollte, hat Roland auch schon eigentlich alles gesagt. Es kommt drauf an, wo du in Berlin wohnst. Ist es in der Innenstadt, wirst Du die ganze "Lichtverschmutzung" mit reinkriegen und müßtest, fürs richtige Seeing erst mal aufs Land fahren, um auch schwache Objekte außer Planeten (z.B. Galaxien, von dem Virus wirst auch noch befallen) beobachten zu können. Am Stadtrand mag das möglicherweise schon ganz anders sein. Dann evtl. noch die Frage: habe ich einen eigenen Garten zum Spechteln oder wohne ich im 4. Stock. Im letzteren Fall müßte das Gerät gut transportabel, also nicht so schwer sein; sonst wird aus Lust sehr schnell Frust und das teuerste Teleskop ist das, welches nur in der Ecke steht.
    Mein Tip: da Du Dich in der Materie -die ja auch noch enorm viele Einzelbereiche umfaßt- noch nicht so gut auskennst, und bevor du richtig "losschlägst", vielleicht vordem mal ein kleines Büchlein. Mir ging's vor zwei Jahren genauso, in der Qual der Wahl. Habe mir damals das Buch "Das Astro-Teleskop für Einsteiger" von Heinz-Joachim Klötzler (ISBN 3-440-07822-7) zugelegt. Ein kleines Ding mit 64 Seiten, aber man gewinnt dadurch schon enorm Grundwissen. Ferner auch noch empfehlenswert: "Sterne und Planeten, erkennen und beobachten" von Günter D. Roth (ISBN 3-405-15306-9).
    Hoffe, ich konnte ein klein wenig zu Deinen Fragen beitragen (ich weiß, je mehr Antworten, desto mehr Fragen, aber das ist zu Anfang immer so).
    Bei der Entscheidung , viel Erfolg, und wenn noch Unklarheiten sind: keine Bange, nur posten.


    Bis dahin u. beste Grüße, Kalle.



    http://kasta.bei.t-online.de/home.htm



    PS.: Ich wette, jeder beneidet Dich (im positiven Sinne natürlich) um Dein Erlebnis in 1000 mtr. Höhe in den Zederbergen; muß ein gigantischer Himmelsanblick gewesen sein.

  • Hi Gabi,
    wirklich schön an der Astronomie ist das es viele Meinungen gibt, alle aber recht haben – irgendwie.
    Wie mein Vorschreiber, denke auch ich, dass die Dir angeratenen Teleskop alle herzallerliebst sind - aber doch etwas groß.


    Ein guter 4“ Refraktor ist zwar auch noch groß, steht aber für den nicht unüblichen Kompromiss zwischen Masse und optischer Leistung.


    Dies wäre mein Tip (Tip im Sinne von: Raten/Abschätzen Deiner Bedürfnisse).


    Das es kein Ausschließliches richtig und falsch gibt und das keiner Dir die Entscheidung abnehmen kann, ist ja schon gesagt und trifft ja auch auf andere Bereiche zu.


    Auch zeige man mir den, der auf Anhieb das endgültig passende Teleskop erstan (oder hätte ich das nun nicht sagen sollen?)


    Also nu mann/frau mal ran da- wa (oder wie sagt man in Berlin?)
    Gruß,
    Guido
    http://www.sternkieker.de/guido




    XXX

  • Hallo an alle!
    Ihr habt lange nichts gehört von mir. Der Grund war, dass ich mir etliche Informationen verschiedener Teleskope und Erfahrungsberichte aus dem Internet gefischt habe und die letzten Tage mich ein wenig in die Materie versucht habe zu lesen.


    Am Freitag war ich in einem Laden. Der Verkäufer - ein Profi aus dem Gebiet der Astronomie, so die Werbung - zeigte mir ein Celestron 200/1000. Leider kenn ich die genaue Typbezeichnung nicht. Es hat einen schwarzen Tubus mit schwarzer parallaktischer Halterung. Er sagte, das wäre ganz neu und würde normalerweise 3x soviel kosten. Er bot es für 1.600 DM an. Einen Tag später sagte mir ein anderer Verkäufer - ich gehe natürlich zu verschiedenen Läden - dass die Halterungen dieses Jahr grünlich wären und auch die Tubusfarbe des Celestron ist nicht akutell. Vielleicht ein Gerät aus dem letzten Jahr?


    Will der erste Verkäufer mir einen Bären aufbinden oder gibt es dieses neue Teleskop nun in schwarz oder nicht. Das macht mich ehrlich gesagt stutzig, da 1.600,-- ja auch nicht gerade wenig ist.


    Danke fürs Feedback.


    Gabi


    Gabi


    hey, und zum <img src=icon_smile_evil.gif border=0 align=middle> mit den Wolken

  • Ach so, noch ein Nachtrag:
    Es ist nicht der G8, der hat auch einen schwarzen Tubus.


    Der, den ich meine, ist ein Newton. Er hat das Okular also am oberen Teil und man schaut von der Seite rein.


    So hört sich das also an, wenn ein Neuling etwas beschreibt.




    Gabi


    hey, und zum <img src=icon_smile_evil.gif border=0 align=middle> mit den Wolken

  • Hallo Gabi,


    VORSICHT!!!!


    Das Celestron 200/1000 ist ein sog. kat. Newton, d.h. die kurze Baulänge wird durch ein zusätzliches Linsensystem erreicht.
    Das macht das Gerät m. E. für manche Zwecke weniger tauglich.


    Wenn es so: http://www.astrooptik-meier.de/art_list.php3?artnum=G8GPE
    aussieht, dann ist es mit DM 1.600 allerdings ein Schnäppchen, Montierung und Stativ kosten allein schon über DM 1.000


    Da Du von einer schwarzen Montierung sprichst, nehme ich aber an, daß dieses Gerät auf einer sogenannten Billigmontierung steht - an so etwas wirst Du keine Freude haben.
    Um mal von der Farbe wegzukommen - die Monti auf der Abb. trägt deutlich sichtbar das "VIXEN" - Logo.


    Laß Dich nicht über's Ohr hauen (auch nicht drauf)


    Gruß und ...


    <font color=black>__</font id=black><img src="http://www.animiertegif.de/Feuer/3.gif" border=0>
    <font size=1><font color=orange><b>Zur Hölle mit den Wolken!</b></font id=orange></font id=size1>
    <font size=2><b>Rainer</b></font id=size2>

  • Hallo Gabi,


    kann mich Rainer einfach nur anschließen. Wenn es denn so ein sog. "kurzbauender Newton" ist, also der Tubus ist ca. 1/2 mtr. lang, würde ich persönlich nicht zuraten. Er würde, optisch wahrscheinlich schwieriger einzustellen sein, da in einem Newton-Reflektor die Spiegel hin u. wieder 'kollimiert' werden müßten. Ein Reflektortubus ohne optische Systeme drinnen hat dann zwar auch mindestens die Länge der entspr. Brennweite (also in diesem Falle wenigstens 1 mtr.), ist aber doch "einfacher gestrickt". Man mag mich korrigieren (ich habe noch nicht durch so ein Teil durchgeschaut), aber ich vermute, daß die optische Leistung auch entpr. geringer sein mag. In puncto Montierung: Rainer, dto.
    Wie gesagt, Deinen Worten nach zu urteilen, wäre ich da eher skeptisch, sei da vorsichtig, und frag' vorher lieber noch einmal. Ich fänd's schade, wenn jemand gleich beim ersten Mal evtl. auf die Nase fällt. Dann lieber vorerst eine kleinere Öffnung zum kleineren Preis, aber gut, als eine Größere, rel. preiswert und dafür vielleicht nur Ärger (oder kompletter Mist).


    Gruß, Kalle.

  • Jepp Gabi, nun gebe ich meinen Sermon auch nochmals ab ...
    zunächst wäre es mal sinnig ( :) ), so ein wenig in Ruhe "anzupeilen", worauf Du Dich denn man stürzen möchtest...
    Sofort forward to the Galaxies oder stay home in the solar system....?
    Was natürlich auch noch nicht gaaaaanz unwesentlich eine Rolle spielt: Von WO aus beobachtest Du denn? Die City von z.B. Berlin gibt natürlich einen ganz anderen Himmel ab als die entlegene Alm in den Alpen.
    Habe da mal ein paar Sachen zu ins Netz gestellt, unter
    http://www.amateurastronomie.com unter "Der Einstieg" .


    Denn nichts wäre ärgerlicher als eine NeueinsteigerIn, die aus lauter Frust über "vergeblich" ausgegebenes Geld dieses schöne Hobby an den Nagel hängt (bevor es so richtig "losgegangen ist")...!


    Gruss Hannes

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