Totale Mondfinsternis am 16. Mai 2022

  • Totale Mondfinsternis am 16. Mai 2022


    Hallo,

    Heute in einer Woche ist es soweit, es findet eine totale Mondfinsternis statt, die bei uns zumindest in ihrer partiellen Phase zu sehen ist. Die Totalität findet leider erst bei Monduntergang statt.


    Um 330 Uhr tritt der Mond in den Halbschatten der Erde ein.

    Um 427 Uhr beginnt mit dem Eintritt in den Kernschatten der Erde die Partielle Phase.

    Bevor der Mond gegen 530 Uhr unter geht, beginnt um 528 Uhr die Totalität.


    Ich beobachte diese Finsternis vom Mittelfranken aus. Die Endphase der Finsternis könnte wie der Anfang der Finsternis aus dem Jahr 2011 aussehen:





    Viele Grüße

    Gerd

  • Hmja, war meine erste "bewusste" Mondfinsternis. Hier in Zürich war die bis hin zu ganzer Bedeckung mit Kernschatten sichtbar, kurz danach noch immer mit vollem Kernschatten ging er unter den Horizont.


    Leider Wolkenbänder dazwischen. Der Halbschatten hatte ich bei Bestsicht nur mit dem Fernglas beobachtet, und ;) , es war nichts auszumachen ... Der Kernschatten dann im Refraktor in der Signatur. Gab für mich den Eindruck, als würde sich eine Nebelbank über den Mond schieben, dahinter war nichts mehr zu erkennen. Konnte es so bis zu ca. 40% Deckung beobachten in voller Pracht. Danach Wolken, dann noch eine kurze Lücke, die die ca. 80% Deckung zeigte. Da nun einen leichten orange Touch auf der noch beleuchteten Seite zu sehen, vielleicht auch wegen der geringen Höhe, der bedeckte Teil war praktisch nicht zu sehen. Würde ja vermuten wegen der fortgeschrittenen Dämmerung. Schade, der Anblick/Eindruck bei voller Kernschatten Deckung hätte ich gerne gesehen.


    Als kleiner Trostpreis gabs noch einen ordentlichen Saturn.


    Hmja, hatte irgendwie mehr erwartet. Hoffe das bei optimalen Bedingungen sowas "mehr" hergibt.


    Gruss

    Der auf Anderer Zehen tanzt

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    WO Megrez 88/498 APO, Televue Nagler 20, 3.5mm, Delos 10, 6mm, Rigel Quikfinder, Tecnosky 8x50 Sucher, auf aokswiss VAMO Traveler und Manfrotto 028, FG Leitz Trinovid 7x42

  • Hier im südlichen Schleswig-Holstein herrschte bestes Wetter. Der Eintritt in den Halbschatten war nicht wahrnembar. Der Eintritt in den Kernschatten war dann allerdings deutlich sichtbar. Der Mond stand da bereits nur noch knapp unter 5° über dem Horizont. Der Erdschatten knabberte den Mond stetig immer kleiner. Leider ging der Mond bei mir bereits 5:16Uhr unter, also noch vor beginn der Totlität. Zudem war er bereits etwa 10min vor seinem Untergang im Dunst nicht mehr sichtbar.


    Ich bin eher der visuelle Beobachter, aber ich habe einige Fotos gemacht. Diese sind jedoch nur auf "auf die Schnelle" geknippste Erinnerungsstützen.


    Hier gegen 4:53Uhr


    Und hier das Letzte was ich sehen konnte:



    Einen schönen Start in den Tag euch allen!

  • Guten Morgen,


    hier im Südwesten war es so lala. Es zogen ständig dichte Wolken durch, die den Mond nur kurz durchließen, wobei dann auch noch Schleierwolken die Details schluckten. Ich habe visuell mit dem Canon 15x50 IS beobachtet und mit Nikon Z6 bei 300 mm fotografiert. Leider habe ich den Fokus nicht gut getroffen, also bitte nicht zu stark hineinzoomen :whistling:



    Aber besser als nix :saint:


    Viele Grüße

    Andreas

  • Hallo zusammen,


    hier bestes Wetter > Mondfinsternis trotzdem nicht gesehen, da ich mal ausgeschlafen habe :sleeping_face:

    Mein östlicher Standort und die sehr frühe Uhrzeit an einem Montag haben mich "überzeugt",

    die Familie mal nicht mit einem zeitigen Weckerklingeln zu ärgern.

    Deshalb vielen Dank an alle, die ihre Bilder hier schon gezeigt haben und evtl. auch noch zeigen werden!



    Schöne Grüße!


    Stefan

  • Guten Morgen zusammen,


    trotz schlechter Prognose hier in 78126 Königsfeld (im Schwarzwald) hatte ich mich aufgemacht.

    Der Mond war schon von Wolken umgeben, trotzdem hatte ich gegen 4.56 Uhr und zum Schluß um 5.15 Uhr etwas Glück.


    Eine halbe Std. später etwa begann der Sonnenaufgang.

    Ich glaube, dass ich die Sonnenfleckengruppe AR3007 (ohne Baaderfolie) ablichten konnte.

    Bin mir aber nicht sicher.


    Euch noch eine schöne Woche.


    Daten:

    Samyang 2.0/135mm

    Canon 750Da


    Viele Grüße

    Andreas

  • Hallo,


    hir noch ein kleiner Beitrag zur Mondfinsternis.


    Beginn war c.a. 04:20 Uhr Ortszeit, das erste Bild entstand 04:24.



    und 04:38Uhr


    04:49 Uhr

    ein paar Schleierwölkchen zogen durch, haben aber nicht wirklich gestört.


    05:01 Uhr


    Um 05:05 Uhr war er dann hinter den Bäumen verschwunden.


    Alle Zeitangaben sind in Mitteleuropäischer Sommerzeit, die Aufnahmen entstanden mit einer Lumix DC FZ 83 , der Ort ist Mügeln nahe Leipzig.


    Viele Grüße und CS,

    Bianka

    "Die Wahrheit befindet sich irgendwo dort draußen, doch die Lügen kleben in unserem Kopf."

                                                             Terry Pratchett



    VMC 260L auf EQ-6R

  • Vielen Dank für eure tollen Bilder! Der Mond war hier bis ca. 3 Uhr durch Schleierwolken zu sehen. Dann ist von Westen her ein Schauergebiet aufgezogen und hat den Mond komplett verdeckt.


    CS Thomas

    Klare Nächte!


    Meine Ausrüstung


    :star: Skywatcher 150/750PDS | TS Optics Guidescope 50mm | :telescope: Skywatcher EQ 5 Pro SynScan | :camera_with_flash: Canon EOS 77Da | ZWO ASI 120MM-S

    :laptop: AWOW PC-Stick Windows 10 Pro | Xiaomi Pad 5 | :dvd: N.I.N.A., SharpCap, FireCapture, PixInsight, Adobe Photoshop, Adobe Lightroom

    :high_voltage: selbstbau Batteriebox 80Ah


    :round_pushpin: Eifel-Mosel-Hunsrück


    Astrotreff Discord

  • Hallo in die Runde,


    hab erst mal noch etwas Schlaf nachgeholt nach dieser morgendlichen Aktion.


    Vom Finsternisverlauf her war mein östlicher Standort ein Nachteil, in Sachen Wetter eher ein Vorteil. Bis ca. 4.50 MESZ, als der Mond nur noch 2,5° Höhe hatte, gab es relativ wenig Beeinträchtigung durch Cirruswolken, aber danach – bei gleichzeitig immer heller werdenden Himmel – tauchte er ein in den Zirrensumpf und es ging dramatisch abwärts mit der Sichtbarkeit. Um 5.07 MESZ sah ich ihn zum letzten Mal als wolkenverschleierten Umriss. Da stand er rechnerisch noch 0,3° hoch, war aber extinktionsbedingt noch ein kleines Stück über der Horizontlinie.


    Sieben Minuten später ging die Sonne auf. Was für mich auch ein Erlebnis war, denn bei mir kommt gefühlt nur ein gesehener Sonnenaufgang auf 500 gesehene Sonnenuntergänge.


    Natürlich hab ich fleißig fotografiert. Bearbeitung dauert allerdings ein bisschen…



    CS, Jörg

  • Hallo Beisammen,


    Ich bin im Moment ein paar Längengrade weiter westlich und konnte leider nur die zweite Hälfte der MoFi sehen. Nach Aufgang gab es noch eine sportliche Phase, wo von meinem Balkon der Mond nur durch 'Lücken' in einem Baum zu sehen war.


    Im ersten Bild ist der Mond auf dem Schirm der Camera eine Anzeige von Testaufnahmen vom Vortag.



    Aufnahmen im Primärfokus mit Canon 700D APS-C ohne Barlow.

    Die Aufnahmen sind mit 10cm F8 APO und Canon 700D, ISO 200-800, Belichtung 1/200sec ... 4sec.












    Clear Skies,

    Gert

  • Hallo allerseits,


    so unterschiedliche Aufnahmenvon dem Ereignis sind hier eingestellt, und manche ähneln sich doch sehr. So dachte ich auf den ersten Blick mein eigenes zu sehen, als das Foto von Andreas auf den Bildschirm kam. Der zwischen den Bäumen hängende Mond konnte hier um 05:00 Uhr MESZ so gesehen werden:









    Auch die gelbliche Färbung kurz vor dem Untergang findet sich hier auf einigen Fotos wieder. Und dass ein total verfinsterter Mond dabei ist - das ist eine tolle Zugabe.


    Beste Grüße

    Manfred

  • Hallo

    Bei mir sah das Ganze so aus:

    Bin um 3.45 aufgestanden. Rausgeschaut. Glasklarer Himmel. Dann Fotoausrüstung ( 300 Tamron Tele, also 0815) rausgestellt. Dann rein, Kaffee kochen, raus wieder mit einem halben Liter Kaffee und HÄÄÄ?? Alles dicht. Mond nur schemenhaft erkennbar. Nicht geflucht oder auf meiner Brille rumgesprungen. Im Alter wird man weise. Einfach in den Gartenstuhl gesetzt und den Kaffee getrunken. Der Mond war weg. Wolkenbank. Bei der Gelegenheit gleich den Garten gegossen, hell genug wurde es ja inzwischen. Und dann: Auf einmal: kurzes Wolkenloch. Ich sofort die Gießkannen fallen lassen und zackig zum Tamron. Anbei das Ergebnis. Unter fotografischen Qualitätsmaßstäben was für die Tonne. Aber für mich nicht. Ungewöhnlicher Morgen, Hatte was magisches und ich mag das Bild. VG Klarinetto

  • Hallo,


    Inzwischen habe ich meine Bilder von der Kamera geholt und auf meine Website geladen.





    Die Mondfinsternis konnte ich nahezu in ihrer kompletten Länge beobachten. Mal war der Mond gut zu sehen, mal verschwand er hinter Wolken. Kurz vor Monduntergang wurde der Mond dann endgültig von Wolken bedeckt.


    Auf meiner Website habe ich noch mehr Bilder veröffentlicht und ein wenig Text dazu geschrieben:

    Die Totale Mondfinsternis vom 16. Mai.


    Viele Grüße

    Gerd

  • Respekt an alle, die sich zu frührt Stunde aufgemacht haben, um die MoFi zu beobachten. Ich habe den Wecker nicht gestellt, um ausgeschlafen für eine geplante Wanderungung mit meiner Frau zu sein. So wie es morgens nach dem Aufstehen ausgesehen hat, habe ich nichts versäumt.


    Viele Grüße


    Oskar

  • Hallo,


    Super thread mit tollen Fotos von Phasen, die hier im fernen Südosten nicht sichtbar waren. Ein paar Eindrücke aus NZ füge ich bei, von der hier sichbaren 2. partiellen Phase. Interessant fand ich die Anticrepuscularstrahlen, die den der Sonne gegenüberliegenden Punkt schon markierten, bevor der Mond überhaupt aufging.


    CS&GS


    Mirko


  • Hallo,


    zum ersten Bericht von gestern Vormittag kommt jetzt der fotografische Nachschlag. Vor der Finsternis hatte ich mir genau überlegt, wie ich sie fotografieren wollte. Ein Teleskop schied wegen dem in Horizontnähe zu erwartenden Seeing aus. Also ein Übersichtsbild: Phasen der Finsternis über der Horizontlinie. Von früheren Mondfinsternissen wusste ich, dass bei 180mm Brennweite und Vollformat 50 Minuten des Weges am Himmel diagonal ins Bild passen, ohne dass die Kamera bewegt werden muss. Das war bei dem kläglich kurzen Finsternisstück hier im Osten mehr als ausreichend. 7° Anfangshöhe genügten außerdem, um das Horizontpanorama unten mit ins Bild zu nehmen.


    Um 4 Uhr MESZ war die Kamera aufgebaut und ausgerichtet. Nun musste ich nur noch warten, dass der Mond links oben ins Bild wanderte, und dann konnte es losgehen. Ich hätte den Timer programmieren und die Technik völlig automatisch werkeln lassen können. Doch das war mir in Sachen Belichtung zu unsicher; wegen der nicht kalkulierbaren Unsicherheit durch Zirren und der Morgendämmerung. Wegen der manuellen Auslösung der Kamera weichen die Intervalle zwischen den Aufnahmen ein wenig von den geplanten fünf Minuten ab.


    Abgesehen vom Wolkensiff auf den letzten 2,5° Höhe klappte alles wie geplant. Als der Mond unsichtbar wurde, war er in der rechten unteren Bildecke angekommen. Zu Hause musste ich nur die Bilder mit passender Belichtung auswählen, sie übereinander legen und links für einen Dämmerungsgradienten sorgen.



    Der Mond zeigt natürlich auf dem originalen 36-Megapixel-Bild wesentlich mehr Detail, als bei der foreninternen Verkleinerung übrig bleibt. Deshalb habe ich die Mondscheibchen im einer zweiten Variante der Fotomontage auf 150% vergrößert:



    Während bei der ersten Variante noch alles völlig lagerichtig ist, stimmen nun der Abstand der Mondbilder und ihre Höhe über dem Horizont nicht mehr mit der Realität überein. Ich überlasse es jedem selbst, das zu mögen oder abzulehnen.


    CS, Jörg

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