Astrofotografie Equipment Frage

  • Hallo an alle.


    Ich bin Hobbyfotograf und werde ab Mitte des Jahres viel zeit für neue Hobbys haben. Letztes Jahr hatte ich mit meiner Sony A7R2 und meinem 70-200mm Objektiv schon einige Fotos vom Nachthimmel geschossen und hatte festgestellt, dass mich das Thema Astrofotografie schon sehr reizt. Daher überlege ich mir ein entsprechendes Teleskop + Nachführung und Kamera / Kamera Adapter zu kaufen. Ich möchte mit diesem Beitrag um Rat fragen, ob meine Annahmen passen oder ob ich falsch liege.


    Was will ich fotografieren bzw. was sind meine Erwartungen?

    Beginnen möchte ich mit der Fotografie des Mondes. Klar das ist einfach daher möchte ich auch damit beginnen. Aber dann schon Detailaufnahmen des Monds. Danach dann die anderen Planeten Mars, Jupiter und Saturn.

    Im Optimalfall möchte ich das Teleskop in den Garten stellen und vom Wohnzimmer aus Konfigurieren / Fotografieren.

    Danach, falls das alles gut klappt und ich mich besser auskenne, habe ich vor Deep Sky Objekte wie Galaxien und Nebel zu fotografieren.


    Welches Equipment habe ich ins Auge gefasst?


    Planeten

    Teleskop + Nachführung: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop SC 235/2350 EdgeHD 925 CGX-L GoTo + Taukappe, Netzteil, T Adapter, E-Mount Adapter, ADC, Celestron Fokusmotor

    Kamera: ZWO ASI 120 MC-S Color oder ASI 178

    Okulare - welche weiss ich noch nicht. Hier wäre Rat super (welche eignen sich zum Fotografieren am besten)


    Deep Sky (zusätzlich)

    Filter: UHC2 + IDAS

    Autoguiding: Off Axis Adapter und die ASI 120 nutzen oder Guidscope - bin mir über die Nachteile des Off Axis nicht ganz im Klaren. Licht geht auf jeden Fall verloren aber wie viel Prozent?

    Kamera: ZWO ASI 2600 MC Pro Color

    Okulare.


    Damit erhoffe ich mir Deep Sky Objekte fotografieren zu können. Passt die Brennweite von 2350mm (f/10) für Deep Sky Objekte? Ich gehe davon aus, mit Stellarium hatte ich das Setup konfiguriert (Celestron C9.25 mit APS-C) und etwas getestet und gehe davon aus, dass es passen sollte. Wobei Stellarium natürlich nicht die resultierende Bildqualität zeigt sondern "nur" den Ausschnitt. Vergrößert man diesen sehen alle Bilder gut aus.


    Ich hoffe auf eine Info, ob meine Gedanken so passen oder ob ich daneben liege.


    Danke

    Marco

  • Hallo Marco,


    erst mal willkommen im Forum.


    Vorweg, alles was ich schreibe ist meine persönliche Meinung in klaren Worten.

    Drumherum reden nutzt nichts ;) .


    Das was Du da vor hast, speziell mit dem von Dir ausgesuchten Equipment, ist schon sehr ambitioniert.

    Ich bin jetzt nicht der Astrofotograf, aber das ein oder andere Grundlagenwissen habe ich mir angeeignet, auch wenn es nur theoretischer Natur ist.


    Deinen Worten entnehme ich, dass Du noch keinerlei Erfahrung mit Stativ, Montierung, Teleskop, Okularen usw. usw. dem Beobachten in irgendeiner Form usw. usw. hast.

    Auch wenn Dein von Dir vorgezeichneter Weg über Mond, Planeten hin zu DeepSky vernünftig ist, bin ich der Meinung, meine ganz persönliche, gehe zwei, drei Schritte zurück und fange mit der rein visuellen Beobachtung an.

    Lies Dich in die Thematik ein.

    Welche Montierungsformen gibt es?

    Welche Bauformen an Teleskopen gibt es?

    Eigne Dir wissen über den Nachthimmel an.

    usw. usw.

    Grundlagenwissen eben.


    Du machst Dir mehrere Baustellen gleichzeitig auf.

    Wie Norde ich sauber ein?

    Wie bring ich das GoTo dazu das es das macht was ich will, Alignment?

    Wie ist exaktes Guiding möglich?

    Software zum stakken, zur Bildbearbeitung etc. usw


    Die Edge Serie von Celestron ist Astrofotografisch optimiert, das ist richtig, auch die Montierung hat einen guten Ruf.

    Was ich von Schmidt-Cassegrains (SC) weiß, ich besitze selbst einen "normalen" C8, ist, dass sie recht gut mit einer Astro-/Plantenkamera funktionieren.

    DSLR wird aber sehr ambitioniert. Auf Grund der hohen Brennweite, wird ein sehr exaktes Einnorden und auch ein sehr exaktes Guiden zur Pflichtübung.


    Okulare - welche weiss ich noch nicht. Hier wäre Rat super (welche eignen sich zum Fotografieren am besten)

    In aller Regel werden Astro-/Planetenkamera, wie die ZWOs, und auch DSLRs direkt am Okularauszug adaptiert, Fokalprojektion.

    Das was Du beschreibst ist die afokale Projektion.

    Fokalprojektion


    So meine bescheidene Meinung.

    Man mag und kann mich gerne korrigieren :) .

    Gruß und CS

    Mathias

    :alien: .


    | Refraktor FH 120/600 | Refraktor FH 120/1000 | Celestron C8 SC XLT 203/2000 | iOptron AZ Pro GoTo | EQ-6 R | ZWO ASI224 |

    Edited once, last by mbba ().

  • Moin, Marco


    Die von dir ins Auge gefaste Ausrüstung ist gut und teuer und sicher

    geeignet die gesteckten Ziele zu erreichen. Bist du es denn auch?

    Gerade bei so großen Brennweiten braucht es viel Erfahrung.

    Deine Sony ist doch eine gute Kamera und dein 70 - 200 dürfte in einer

    ähnlichen Liga spielen. Als Hobbyfotograph hast du sicher ein gutes Stativ.

    Besorg dir doch so etwas wie einen Skytracker oder eine ähnliche einfache

    Nachführung und probierst einfach mal wie weit du kommst. Jedes Teleskop (Objektiv) hat seinen

    Himmel. Wenn dir das dann später zu wenig ist kannst du ja immer noch richtig Geld ausgeben.


    CS

    Jens

    Optimismus ist ein Informationsdefizit !

  • Hallo zusammen. Vielen Dank für eure Meinungen.


    In der Tat habe ich so gut wie keine Erfahrungen mit Teleskopen und Montierungen. Daher bin ich aktuell dabei theoretisches Basiswissen anzueignen in dem ich ein Buch (Fernrohr Führerschein) lese.

    Was ich allerdings schon gemacht hatte ist die Milchtraße zu fotografieren (mit einem anderen Objektiv natürlich) und auch mit Autostakkert Bilder gestacked.

    Eine Skywatcher Mini Montierung für DSLR hab ich mir schon besorgt und will damit die kommenden Tage starten.


    skywatcher.jpg

    Mein aktuelles Equipment mit dem ich starten werde. Ein UHC-E Clip Filter steckt noch vor dem Sensor.


    Aber ja ein Teleskop habe ich noch keines bedient und auch keine GoTo Steuerung. Zuerst mit der visuellen Beobachtung zu starten würde bedeuten zuerst ein günstigeres Teleskop mit kleinerer Brennweite für die Visuelle Beobachtung anzuschaffen oder meinst du ich soll mit dem Celestron zuerst visuell beobachten bevor ich mit der Fotografie beginne?


    Weshalb ich aktuell schon das große Celestron ins Auge fasse hat unter anderem auch damit zu tun, dass die Lieferzeiten aktuell 2-4 Monate betragen. Daher würde ich mich schon recht früh entscheiden wollen und bestellen, so dass ich noch die Möglichkeit habe dieses Jahr damit anzufangen und nicht erst im Dezember dann mit Winterjacke im Schnee stehe :). Die Corona Zeit ist wohl optimal dafür geeignet (sicher sehe nicht nur ich das so, daher vermute ich die lange Lieferzeiten).


    Grundsätzlich stimme ich voll zu und will erst klein beginnen. Aber dann auch schnell wissen was ich benötige um das ganze etwas umfangreicher zu betreiben.


    Gruß,

    Marco






  • Hallo Marco,


    das mit den Lieferzeiten liegt wohl auch daran das mehr Leute als sonst mit dem Beobachten anfangen, liegt aber hauptsächlich an den größtenteils in Fernost liegenden Produktionsstätten, die in den dortigen lockdowns still lagen. Eben so die Produktionsstätten in den USA.

    Bis da dann wieder produziert wurde... ... der ganze Kram muss ja auch noch hier her geschippert werden.

    Dadurch kommen auch die im Moment recht Hohen Preise zu Stande.


    Grundsätzlich kannst Du mMn. mit jedem Teleskop im visuellen Bereich starten.

    Wie Jens schon schreibt, jedes hat seinen Himmel.

    Das Schmidt-Cassegrain (SC oder SCT) ist gut an Planeten und DeepSky im Detail.

    Maksutow-Cassegrain (MC) ebenso, DeepSky halt helle, kompakte Objekte.

    Der Newton kommt einem "Allrounder" nahe.

    usw. usw.


    Man beobachtet dann eben die Objekte, die das jeweilige Teleskop "am besten" kann.

    Da oben gibt es genügend Objekte ;) .


    Eine Skywatcher Mini Montierung für DSLR hab ich mir schon besorgt und will damit die kommenden Tage starten.

    Ich nehme an das das die StarAdventure ist.

    Da lese ich immer wieder, dass da mit Erfolg in die Astrofotografie eingestiegen wird.


    günstigeres Teleskop mit kleinerer Brennweite für die Visuelle Beobachtung anzuschaffen oder meinst du ich soll mit dem Celestron zuerst visuell beobachten bevor ich mit der Fotografie beginne?

    Ich weiß jetzt nicht wie die Edge im visuellen Bereich sind, da sie Fotografisch optimiert sind.

    Viele nutzen halt zwei Setups. Eines visuell und eines fotografisch.

    M.E. ist es ein gangbarer Weg mit dem Teil erst visuell zu beobachten, auch wenn er evtl. im visuellen Bereich nicht das Potential erreicht, welches er in der Fotografie liefern kann, halt das Equipment kennen lernen. Umgang mit dem GoTo. Einnorden, Alignment... ... ...

    Auch kommt da Dein Gedanke zum Tragen, dass Du schon für die Fotografie gerüstet bist.


    Ich will Dir die Astrofotografie und den direkten Start des Beobachtens in Form der Fotografie nicht vermiesen, um Gottes willen.

    Letztendlich kannst nur Du entscheiden.

    Wie Jens auch schon geschrieben hat, die gewählte Ausrüstung ist gut und für Dein Vorhaben gut geeignet.

    Ich habe bei diesem Einstieg aber immer die Befürchtung das sich "übernommen" wird.

    Es kommen doch reichlich Dinge auf einen zu, die beherrscht werden wollen.

    Die Lernkurve ist enorm steil und das Frustpotential recht hoch. Der ein oder andere Thread in den Foren beweist, das reichlich Fallstricke auf einen warten.

    Deshalb plädiere ich immer für den "langsamen" Weg. Das erlernen der Grundlagen und des Grundwissens.

    Das geht mMn. gut über das visuelle Beobachten.


    habe dieses Jahr damit anzufangen und nicht erst im Dezember dann mit Winterjacke im Schnee stehe :)

    Nun um die Winterjacke wirst Du wohl nicht herum kommen :winking_face: .

    Bedenke, dass das Beobachtungsfenster im Sommer immer kürzer wird.

    Bis es richtig dunkel wird, steht schon fast der Tageswechsel an. Und der Sonnenaufgang ist dann auch schnell da.

    Der Vollmond ist auch nicht Dein Freund. Ich habe gestern, wieder besseren Wissens :face_with_tears_of_joy: , mit meinem C8 visuell versucht an M95 und M96 zu kommen.

    Kein tun, das säuft einfach ab.


    So meine rein persönliche Meinung.

    Jemand anderes wird das sicherlich anders sehen.

    Und wie gesagt, ich bin jetzt nicht der Astrofotograf. Ich taste mich da langsam heran.

    Gruß und CS

    Mathias

    :alien: .


    | Refraktor FH 120/600 | Refraktor FH 120/1000 | Celestron C8 SC XLT 203/2000 | iOptron AZ Pro GoTo | EQ-6 R | ZWO ASI224 |

    Edited once, last by mbba ().

  • Hallo Marco,


    ich habe in meinem Leben auch schon sehr viel Geld an Equipment unsinnig versenkt , und möchte mich den Vorrednern anschließen. Tolle Ausrüstung, die du dir ausgesucht hast , aber die benötigt zur Bedingung eine ziemliche lernkurve. Die CGX-L kann ich uneingeschränkt empfehlen. Ich haber seit einiger Zeit die CGX und bin damit super zufrieden. Ich würde aber vielleicht mit etwas weniger Brennweite anfangen.

  • Hallo,


    sehr viel Geld an Equipment unsinnig versenkt

    ich buche das dann als "again what learnd" ab ;) .

    Gruß und CS

    Mathias

    :alien: .


    | Refraktor FH 120/600 | Refraktor FH 120/1000 | Celestron C8 SC XLT 203/2000 | iOptron AZ Pro GoTo | EQ-6 R | ZWO ASI224 |

  • Servus Marco,


    und noch willkommen hier auf Astrotreff.

    Damit erhoffe ich mir Deep Sky Objekte fotografieren zu können. Passt die Brennweite von 2350mm (f/10) für Deep Sky Objekte?

    Ja, aber eher nur für kleine Objekte und alle größeren Objekte fallen damit raus. Mit der angedachten Kombination ist das Sichtfeld nur 0.6° x 0.4° groß. Das SC ist mit f/10 lichtschwach, zwingt also zu langen Belichtungszeiten und entsprechend genau muss die Einnordung und Nachführung ausfallen.


    Für Planeten würde es passen, aber da empfinde ich die Kombination als Overkill. Mit dem C9.25 und der ASI178 würde Jupiter auf ca. 200x200 Pixel abgelichtet. Das erreichst du auch mit z.B. einem 100/750 und dazu einer 3x Barlow. Einziger Unterschied- mit dem C9.25 bei f/10, im anderen Fall bei f/22, aber das wirkt sich bei Planetenvideos nicht so nachteilig aus.

    bin mir über die Nachteile des Off Axis nicht ganz im Klaren. Licht geht auf jeden Fall verloren aber wie viel Prozent?

    Guiden hilft natürlich etwas. Ein Nachteil bezüglich Lichtverlust entsteht beim OAG normalerweise nicht, das "dafür genutzte Licht" wird am Rand ausgelenkt, das kleine Prisma ragt also nicht in den Strahlengang rein, der Richtung Chip geht. Ein Problem kann es aber bei manchen Objekten geben, bei denen nur sehr wenige hellere Sterne in der direkten Umgebung sind und man damit nur schwer einen Leitstern findet.

    Eine Skywatcher Mini Montierung für DSLR hab ich mir schon besorgt und will damit die kommenden Tage starten.

    Dann beschäftige dich mal eingehend damit, bevor du so viel Geld für die angedachte Kombination ausgibst. Vielleicht verstehst du dann, dass es eigentlich nicht soviel Sinn macht, mit 2235mm Brennweite bei f/10 auf Deepsky loszugehen. Ein guter halbwegs farbreiner ED-APO mit 80-100mm Öffnung würde mit einer kleineren Montierung auskommen und wäre für Deepskyfotografie der viel leichtere Einstieg.


    Gruß

    Stefan

  • Danke für alle Tips. Ich beginne zuerst mit dem kleinen Setup das ich schon habe und sehe dann weiter in welche Richtung es gehen soll. Stimmt schon ist vielleicht besser klein anzufangen als für fast 10.000 Euro Equipment zu kaufen um ggf. dann festzustellen, dass es vielleicht doch kein Spaß macht oder dass es dann nach 2-3 mal Benutzen in der Ecke steht.

    Sprich ich teste das ganze mal mit der Skywatcher (ja genau es ist die "Star Adventurer") mit meiner Sony A7R2. Dazu habe ich ja noch das Sony G-Master 70-200 f/2.8 und ein Telekonverter 1.4 (sprich dann bis 300mm). Denke für große Deepsky Objekte zu gebrauchen. Allerdings Planeten wird man da nicht erkennen können denke ich (oder nur als Punkt).

    Habe noch zwei Grundsätzliche Fragen:

    1) Wie unterscheidet sich die SLR mit Objektiv (wie mein Setup - also sagen wir 250mm Brennweite und Blende 4 {2,8 multipliziert mit Telekonverter x1.4}) von einem ED-APO im gleichen Brennweitenbereich (wie zum Beispiel im Verglich zu dem RedCat 51/250)?

    2) Gibt es für die Visuelle Planetenbeobachtung ein Beginner Setup, das man später mit einer kleinen Kamera versehen könnte um gute Planeten Fotos zu erstellen oder beginnt man da dann besser gleich schon mit einem großen Celestron z.B, C9?


    Gruß,

    Marco

  • Hallo Marco,

    zur Planetenbeobachtung brauchst Du mindestens 150/750 Tuben (OTAs). Preiswerter Einstieg über Newton. Während in dieser Grundkonfiguration eine AZ4 oder Rockerbox oder eine EQ3-2 auch die Länge des Tubus noch bewältigen können, beginnt ab 2x Barlow und/oder OTAs größer 750mm Brennweite das große Zittern - auch noch auf einer EQ5 Montierung.

    Dazu kommt, dass Mars bis 2035 nicht mehr so attraktiv ist wie letztes Jahr und die anderen äußeren Planeten noch immer sehr tief stehen. Bleibt der Mond - und da hast Du bereits mit der Einstiegskonfiguration viel Spaß.

    Bonus: Es lassen sich mit 150/750 auch schon eine Menge DeepSky Objekte nicht nur finden, sondern auch beobachten.

    Der spätere Einsatz gängiger Astrokameras (z.B. basierend auf SONY IMX-120, -290 etc.) ist problemlos. Bei DSLR Einsatz am Newton kann es allerding zu Backfokus Problemen kommen, wenn der nicht auch für diesen Einsatz vorbereitet ist.

    Vom oft empfohlenen 127/1500 Maksutov rate ich nach ersten eigenen Erfahrungen mit DeepSky Objektsuche (w/ kleinem FOV) ab. Das macht selbst mit GOTO nur wenig Spaß und braucht immer einen guten Finder ab 50mm (besser 80mm) Öffnung.

    Gruß,

    Peter

    Vixen M80S/400 | Polaris 102/460 | SV503 80/560ED | Orion ST120/600 | Quelle(J) 60/700 | SV503 102/712ED | SW N150/750 | StarTravel 150/750 | Evostar 120/1000 | MC 127/1500 | C8 203/2030 - nach Bedarf auf SP-DX, AZ-4, Star Discovery WIFI, EQ3, EQ5, AZ-EQ5, AZ-EQ6, und/oder mit FR (Focal Reducer)

    CMOS SVBONY SV305 | Omegon veLOX 178C

    SQM: 21,13 Bortle: 4 Elevation: 371m

    Edited 2 times, last by casati ().

  • Hi Marco,

    1) Wie unterscheidet sich die SLR mit Objektiv (wie mein Setup - also sagen wir 250mm Brennweite und Blende 4 {2,8 multipliziert mit Telekonverter x1.4}) von einem ED-APO im gleichen Brennweitenbereich (wie zum Beispiel im Verglich zu dem RedCat 51/250)?

    Es gibt kaum Objektive, die für Astrofotos gut ausgelegt sind und die Abbildungsqualtität eines (halbwegs vernpüftigen) Refraktors erreichen. Der Grund ist simpel, Objektive sind für Tageslichtaufnahmen gedacht und das, was bei Astrofotos zur punktförmigen Abbildung von Sternen gefordert ist spielt im normalen Fotobereich keine Rolle.


    Zu 2) der schon vorgeschlagene 150/750 Newton verlangt noch nicht zu einer besonders großen Montierung und mit den 150mm Öffnung erlaubt er auch visuell bereits die nötigen Vergrößerungen. Bei Planeten sind Vergrößerungen so ab 150x aufwärts nötig, in Nächten mit gutem Seeing kann man dann auch mal deutlich höher vergrößern, mit 150mm sinnvoll nutzbar bis zu 300x.


    Für Planetenvideos mit dem 150/750 ist dann nur eine zur Kamera (Pixelgröße) passende Barlow nötig, um das Setup an die optimale Auflösgung anzupassen.


    Gruß

    Stefan

  • Vom oft empfohlenen 127/1500 Maksutov rate ich nach ersten eigenen Erfahrungen mit DeepSky Objektsuche (w/ kleinem FOV) ab. Das macht selbst mit GOTO nur wenig Spaß und braucht immer einen guten Finder ab 50mm (besser 80mm) Öffnung.

    Hallo Marco,


    zum Maksutov 127/1500 noch ergänzend (da ich selbst einen besitze): für Planeten, Mond, Sonne, Doppelsterne, Sternhaufen und hellere DS-Objekte ist der Mak visuell gut geeignet. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass er in der Praxis oft besser ist, als von vielen beschrieben. Für Galaxien und schwache DS-Objekte sammelt er - wie auch Peter oben schon festgestellt hat - zu wenig Licht.


    Für Fotografie brauchst du eine stabile Montierung. Ich habe meinen auf einer zappeligen AZ Star Discovery GoTo Montierung. Das Auffinden gelingt der Objekte gelingt damit zwar einfach, gute Aufnahmen damit zu machen, ist eine Glücksache. Ich verwende eine ZWO ASI178MC, damit sind mir vom Mond ein paar gute Aufnahmen gelungen.


    Liebe Grüße,


    Christian

  • Hallo Marco,


    ich hab seit ca. 1,5 Jahren die kleine SA und nutze sie mit einer Canon 700da und diversen Objektiven bis max. 200 mm. Dazu hatte ich bisher nur ein Rollei-Stativ.

    Bei 200 mm kann ich max. 30 Sekunden belichten, da sonst die Sterne schon leicht zu Strichen werden.

    Wenn du länger belichten und mit mehr Brennweite ran möchtest, dann kommst du wohl ums Guiding nicht herum.

    Einen kleinen APO, wie z. B. RedCat, würde ich mich jetzt nicht trauen, drauf zu setzen. Wäre mir alles zu wackelig und unsicher. Manch einer ist da wohl mutiger, wie man in diversen Berichten lesen kann.


    Was die Qualität der Objektive angeht, da bin ich mit dem Samyang 135 mm und dem Canon 200 mm sehr zufrieden. Vielleicht sind die auch für deine Kamera (ggf. mit entsprechendem Adapter) nutzbar.


    Seit ein paar Tagen habe ich eine feste Gartensäule für meine CEM40-Montierung. Darauf habe ich auch die SA schon gesetzt. Und das war schon ein himmelweiter Unterschied, was die Stabilität anbelangt.


    Wenn du dich noch was in die Material einlesen möchtest, kann ich dir dieses Buch sehr empfehlen

    Astrofotografie: Spektakuläre Bilder ohne Spezialausrüstung – 2. Auflage: Amazon.de: Seidel, Katja: Bücher


    Viele Grüße und viel Erfolg

    Sabine

    Meine Ausrüstung
    Montierung: ioptron CEM40, Skywatcher Star Adventurer Pro

    Kamera: Altair Hypercam 26C, Canon EOS700Da

    Teleskop: TS Photoline 80 mm f6 (380/480 mm)

    Objektive: Canon 200 mm, Samyang 135 mm, Sigma 18-35 mm, Canon 60 mm

    Guiding: MGEN3

  • Hey Marco,

    Du planst da ja sehr sehr viel.

    Geht's auch einfacher?

    Ich persönlich koche meine Astrofotografie auf kleinerer Flamme.

    Es gibt viele ganz verschiedene Möglichkeiten sein Geld auszugeben.

    Ein Ansatz (simple minded) ist: Go with the flow - also mache das was viele andere auch machen.

    Das würde heissen:

    1) Viel herumhören, was andere machen z.B. auf Astrobin - einordnen, was eher exotisch ist, was eher Main Stream ist

    2) Nicht Sony, sondern Canon

    3) Windows Computer (nicht Apple, nicht Linux)

    4) Nur Geräte mit ASCOM-Treiber (kein INDI, kein ALPACA)

    Clear Skies

    Dietrich

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