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 Maksutov MAK1000 "Russentonne" - Bild auf dem Kopf

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Ü B E R S I C H T    
Kermit00 Erstellt am: 13.06.2019 : 21:34:21 Uhr
Hallo,

ich habe gebraucht ein "Noname"(=ohne jegliche Aufschrift) MAK1000 Objektiv angeblich von ts optics erworben mit Canon EOS Adapter. Jetzt wollte ich es auch als Spektiv einsetzen, um im kommenden Sommerurlaub damit Schiffe zu beobachten. Also habe ich mir ein 1.25" Plössl-Okular bestellt, sowie ein Adapter M42x0.75 -> 1.25".
Das Okular ist schon da und wenn ich es provisorisch davor halte, bekomme ich das Bild nur auf dem Kopf dargestellt. Bei meiner Canon Kamera ist es dagegen richtig herum: Ist das richtig so? Bin ein wenig erstaunt, dass ich das in keinem Bericht über die "Russentonne" mit Okularen bisher davon gelesen habe. Was benötige ich, um es richtig herum zu bekommen? Einfach eine "Umkehrlinse"? BEi Umkehrlinsen steht i.d.R. dabei, dass sie für Reflektoren nicht geeignet seien.
D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
stefan-h Erstellt am: 29.06.2019 : 12:38:59 Uhr
Hi Dominik,

ich geh mal nur auf das hier ein, zum Rest kann ich dir nix sagen.
Zitat:
Nebenbei: Angeblich würde ein 40mm Plössl auch nicht mehr bringen, da man damit angeblich auch nicht mehr im Sehfeld draufbekommen soll als mit einem 32mm. Mehr gehe physikalisch wohl erst wieder bei 2" Okularen bei 40mm. Verstehe dann allerdings nicht, warum es 40mm überhaupt für 1.25" gibt?

Begrenzend wirkt hier die Größe der Feldblende und die liegt bei 1,25" nun einmal bei max so um 28mm. Daher zeigt ein 23mm Plössl ein gleich großes Feld wie das 40mm Plössl oder wie auch das 24mm Panoptic. Bei 2" Okularen ist die Steckhpülse vom Durchmesser größer und die Feldblende kann so bis 46mm Größe haben und so sind größere Eigengesichtsfeld und damit ein größeres tatsächliches Feld möglich.

Das wird auch aus dem jeweilig angegebenen Eigengesichtsfeld erklärbar, das 40mm wird mit 43° eGF, das 32mm mit 50° eGF und das 24mm Pano mit 68° eGF angegeben.

Weshalb gibt es dann ein 40mm Plössl? Der Unterschied liegt in der Vergrößerung und der sich ergebenen Austrittspupille. bei deinem 100/1000 läge die mit dem 40mm bei 4mm, mit dem 32mm nur bei 3,2mm, damit ist das Abbild bei dem 40mm entsprechend heller.

Gruß
Stefan
Kermit00 Erstellt am: 29.06.2019 : 12:22:21 Uhr
Noch mal ein Update: Das 45Grad Prisma von svbony ist angekommen. Es funktioniert im Grunde auch. Doch ihr hattet recht: Vermutlich muss ich den unendlich Anschlag versetzen, wenn ich mein Equipment an der Russentonne oder besser Asiatentonne (um nicht Asi-Tonne zu sagen) weiternutzen möchte. Diese Tonne hat auch zuerst ein M42x1 Anschluss auf den drehbaren Ring, wo ich ständig die 3 Madenschrauben nachziehen muss, da sie sich lösen und alles locker wird, dass die Kamera vom Eigengewicht verdreht. Auf diesen Anschluss saß ein Adapter M42->T2(M42x0,75) und darauf der Adapter für Canon EOS Kameraanschluss.

Ich habe zum besseren Scharfstellen noch ein Helicoid 17-32mm M42->M42 dazwischen geschraubt https://www.aliexpress.com/item/1552455732.html. Ist nicht sehr empfehlenswert, da er Spiel hat, wenn er nicht auf Anschlag ist.
An den 1.25"-T2 Adapter für das Objektiv habe ich noch einen M42-EOS Adapter https://www.aliexpress.com/item/32827920510.html (Gewinde passt nur 1Gewindegang da wieder M42<->T2 => Adapter ist bestellt). So kann/konnte ich bisher dank Bajonett schnell zwischen Kamera und Objektivadapter wechseln.
Tja, wenn das alles dran ist, bekomme ich mit dem 45Grad-Prisma da Bild nun nicht mehr fokusiert. Ohne war der Focus problemlos. Ich habe nun die beiden Canon-Bajonettadapter und den Helicoid runtergeschraubt und direkt den 1.25"-M42 Objektivadapter draufgesetzt. So bekomme ich terrestische Objekte jetzt gerade so eben scharfgestellt.

Das Bild ist jetzt zwar richtig herum, allerdings ist die Vergrößerung leider auch deutlich größer als ohne Prisma. Das ist etwas unschön für Landbeobachtungen. Ich habe ein 32mm Plössl für die kleinste Vergrößerung.
Nebenbei: Angeblich würde ein 40mm Plössl auch nicht mehr bringen, da man damit angeblich auch nicht mehr im Sehfeld draufbekommen soll als mit einem 32mm. Mehr gehe physikalisch wohl erst wieder bei 2" Okularen bei 40mm. Verstehe dann allerdings nicht, warum es 40mm überhaupt für 1.25" gibt?


Vielen Dank noch mal für die Tipps und Erklärungen,
Dominik
Niklo Erstellt am: 22.06.2019 : 11:32:37 Uhr
Hallo Dietrich,
ich hab bei Wolfi (TS) nachgefragt und bei LZOS angerufen, hingeschrieben. Das Problem bei LZOS ist, dass man selten jemand englischsprachigen erwischt und mit meinem Grundkurs Russisch hat es leider auch nicht gereicht um da alle Informationen zu bekommen.
Die E-Mails sind irgendwo im dortigen Spamordner hängengeblieben und eine russische Freundin hat dann den Kontakt hergestellt.
Man kann dort tatsächlich noch Russentonnen bestellen, die aber gebraucht und gewartet sind. (Vermutlich könnte man auch eine Kleinserue mit 100 Stück? dort nachbauen lassen. Dank der Handlsschwierigkeiten macht man den Aufwad aber offenbar nur bei den sehr teuren Optiken von LZOS, also den APOs.)
Ich habe auch bei Wolfi nachgefragt. Der hat gesagt, dass er die auch nicht mehr herkriegt und ein detailgetreuen Nachfolger aus Asien bekommt.
Es gibt aber auch von TS entspannte Optiken.
Einerseits schade, aber die Asiatischen Optiken aus China oder Taiwan sind heute oft auch relativ gut. Einzig die Silikonversiegelung ist halt nervig und meines Erachtens unnötig.
Dieser Teil der neuen "Russentonnen" ist tatsächlich bei den alten Teilen aus der CCCP eleganter und vor allem wartungsfreundlicher gelöst.
Das ist bei meiner 4" f/10 LZOS MC MTO-11CA genau wie im Video (dort die MC MTO 11, also ohne dem Anhang CA):
https://youtu.be/ndoLG4p87As
Servus,
Roland
halbetzen Erstellt am: 22.06.2019 : 08:50:58 Uhr
Hallo Roland,

woher hast du die Information, daß die Mak 1000's aus nicht-russischer (asiatischer) Produktion stammen?
Als ich letztens die Lytkarino-Seiten besuchte, stand dort, daß die MTO's noch, aber nur auf Anfrage, hergestellt werden.
Ich halte es daher für möglicher, das diese Mak 1000's aus solch einer Nachproduktion stammen, nur eben mit "neuzeitlicheren"
Produktionsmethoden.

Gruß
Dietrich
optikus64 Erstellt am: 21.06.2019 : 05:47:19 Uhr
Hi Roland,

dann ist das klar. Das Tonnenproblem ist ja an sich nicht neu mit dem Entspannen, und die Rumaks sind auch nicht ohne ("Rubinar"), ich fand es schön, dass es den Klassiker wieder gibt. Das Verkleben ist in Asien eine Unsitte, das findet sich an allen Ecken und Enden im Optikbau, was das soll dürfte niemand ernstlich wissen, ob man nun einen federnden Spannring einsetzt oder einen festen, den man zusätzlich verklebt - nun denn.

Was man TS vielleicht mitgeben sollte wäre der Hinweis, dass eine ordentliche Metergravur schon hilfreich wäre, gerade wenn man das Teil auch am Tag benutzt.

CS
Jörg
Niklo Erstellt am: 20.06.2019 : 07:35:26 Uhr
Hallo Jörg,
früher waren die bei TS verkauften Teile tatsächlich aus der Sowjetunion oder Russland. Da die MTOs nicht mehr hergestellt werden, wurden Nachbauten in Asieb in Auftrag gegegben, die aber relativ detailgetreu nachgebaut sind. Bei diesen neuen Nachbauten fehlt die Meterskala auf den Fokusierring, der Lack ist mattiert und den Entfernungsnschlag für's visuelle Beobachten muss man nicht mehr herausschrauben (ein Vorteil der neuen Mak100)... siehe Mak1000 auf
http://www.strickling.net/russentonne.htm
Es gibt aber leider auch einen Nachteil. Der "Spannring"/Haltering ist mit Silikon versiegelt und ist kein federnder Ring. Mich stören solche Versiegelungen, da sie ein leichtes Entspannen der Optik verhindern.
Es soll auch eine Astroversion des Mak1000 geben, aber eben zu einem teureren Preis. Diese sollen schon von TS entspannt sein. Von der Idee find ich die Nachbauten gut. Einzig die Spann/Halterringsilikongeschichte hätte nicht sein müssen. Vielleicht kann man da TS anschreiben, dass zukünftig ein normaler federnder Spannring ohne Silikon- oder Lackversiegelung gebaut werden.
Heutige asiatische Optik ist oft erstaunlich gut und die Mak1000 sehen sonst genauso solide gebaut aus und wären ein schöner Nachfolger.
Servus,
Roland
optikus64 Erstellt am: 19.06.2019 : 22:37:15 Uhr
Moin,

sind denn die Tonnen die TS verkauft nicht von MTO? Ich kenne die Teile und kann technisch keine Unterschiede zu den russischen Tonnen feststellen, nur dass der Anschluß mal auf T2 geändert wurde.

CS
Jörg
Niklo Erstellt am: 18.06.2019 : 20:22:39 Uhr
Hallo ?,
ja, das ist bei den originalen "Russentonnen" besser wie beim Nachbau. Bei Deinem Modell wurde offenbar kein normaler Spannring benutzt (der etwas federt), sondern eher ein "Schraubring", der mit Silikon versiegelt war. So etwas ähnliches hab ich bei einem chinesische Teleobjektiv gesehen, allerdings mit Lack statt Silikon.
Glückwunsch, dass Du den Spiegel trotzdem entspannen konntest.
Wenn intrafokal und extrafocal runde konzentrische Ringe beim Sterntest zu sehen sind, dann ist es schon mal gut. Wichtig ist auch, dass im Fokus das Beugungsscheibchen rund und der erste Beugungsring auch konzentrisch ist. Das kannst Du dann am einfachsten mit dem Okular bei 100x oder besser 150x testen.
Vermutlich passt es schon. Bei TS gibt es übrigens die Astroversion für 100 Euro mehr, die die Optik schon entspannt haben sollte. Das hast Du jetzt aber auch so geschafft.
Ich verwende an meiner Russentonne entweder ein Zenitprisma oder einen Zenitspiegel. Dazu braucht es bei mir noch ein paar Adapter. Bei den originalen Russentonnen braucht es dann noch einen M42 auf T2 Adapter ...
Servus,
Roland
FrG Erstellt am: 18.06.2019 : 18:36:32 Uhr
Hallo grünes Froschmännchen,

normalerweise benutzen wir hier den "normalen" Vornamen als Anrede.

Zitat:
Original erstellt von: Kermit00

Wenn ich einen höheren Stern in Richtig Zenit nehme (Arktur), hatte ich einen schönen, runden Ring auf dem Foto. Sterne näher am Horizont (Antaras, Spica) dagegen waren immer verzerrt. Vielleicht liegt das aber auch an meinem billigen Alu Teleskop-Fotostativ.



Horizontnah kriegst Du Verzerrungen durch die Erdatmosphäre, da muss das Licht durch viel dickere Luftschichten als zenitnah.


Zitat:
Original erstellt von: Kermit00


Das Vorschaubild (Spiegel bereits weggeklappt) schwingt immer noch wenige Sekunden nach, wenn ich die Kamera anfasse (nutze Fernauslöser). Ich vermute, dass allein der Shutter meiner EOS100D noch zu viel Schwingung erzeugt. Mal schauen, wie es mit dem Holzstativ wird.




Zu Zeiten der analogen Fotografie gab es den sogenannten Huttrick:
Bild scharfstellen, einen Pappdeckel oder Ähnliches berührungslos(!) vor das Objektiv halten und Kamera auslösen. Ein paar Sekunden warten, bis das Ausschwingen aufgehört hat, dann den Deckel wegziehen.

Gruß & CS Franjo
Kermit00 Erstellt am: 18.06.2019 : 16:47:25 Uhr
Ich habe mein Hauptspiegel und die Platte mit dem vorderen Spiegel schon entspannt. Vorher war das MAK1000 nahezu unbrauchbar (Unterschied wie Tag und Nacht). Zum Entspannen des Hauptspiegels habe ich mehrere Anläufe/Werkzeuge und Tipps vom Autor dieser Seite gebraucht: http://www.strickling.net/russentonne.htm

Der Spannring des Hauptspiegels hat nur zwei Bohrungen mit 1mm Durchmesser, wo man ihn fassen kann (oder man baut sich passende Klemmsteine). Nachdem mir 2mal die 1mm Stahlstifte (auf 1mm heruntergedrehte Schrauben) meines selbstgebauten Werkzeugs abgerissen sind und ich mir die Oberfläche des Ringes/Tubus damit zerkratzt habe, war ich es Leid: Ich habe die Bohrungen einfach auf 2mm aufgebohrt. Das hat dann gehalten! Es war aber eine irre Torsionskraft nötig, die ich zum Öffnen gebraucht habt. Ohne Schraubstock ging da nichts.
Grund: Der Hauptspiegel ist mit Silikon auf dem Spannring verklebt. Zusätzlich ist auch das ganze Gewinde mit den Silikonkleber versaut. Ich habe dann erst mal stundenlang das Silikon aus den Gewindegängen gekratzt mit einer Cutterklinge. Den Spiegel habe ich einfach auf dem Spannring kleben gelassen, ihn aber nur leicht wieder per Hand reingedreht bis der Widerstand kam.
Ich weiß nicht, ob das MAK1000 so verspannt von TS ausgeliefert wird? Soll laut Verkäufer zumindest dorther stammen. Ich bereue ein wenig, dass ich mir nicht ein richtiges, russisches bestellt habe (MTO oder Rubinar).





Was ich noch nicht entspannt habe, ist die Korrekturlinse (Bildfeldebnung). Man soll die Verspannung ja prüfen können, wenn man einen Stern ein wenig aus dem Fokus betrachtet. Das konnte ich vor ein paar Tagen endlich am Südhimmel ausprobieren: Wenn ich einen höheren Stern in Richtig Zenit nehme (Arktur), hatte ich einen schönen, runden Ring auf dem Foto. Sterne näher am Horizont (Antaras, Spica) dagegen waren immer verzerrt. Vielleicht liegt das aber auch an meinem billigen Alu Teleskop-Fotostativ. Das Vorschaubild (Spiegel bereits weggeklappt) schwingt immer noch wenige Sekunden nach, wenn ich die Kamera anfasse (nutze Fernauslöser). Ich vermute, dass allein der Shutter meiner EOS100D noch zu viel Schwingung erzeugt. Mal schauen, wie es mit dem Holzstativ wird.



optikus64 Erstellt am: 18.06.2019 : 07:33:40 Uhr
Moin,

man muss nur noch eines hinzusetzen:

Normalerweise reicht die Fokussierung nicht für den Einsatz als Spektiv, da das Teleskop kein Teleskop im eigentlichen Sinne sondern ein Teleobjektiv für die Tageslichtfotografie mit Spiegelreflexkameras ist und das Bild ca. 45mm hinter dem Ende des Anschlußgewindes entsteht.

Man muss den Fokus weiter zurücklegen um ein Amici-Prisma + Okular in den Fokus zu bekommen. Auch das wurde früher mal bei TS gemacht, das hatte was mit der Adaption zu tun. Die alten Tonnen hatten keinen T2-Anschluß sondern M42x1 Pentax-Gewinde. T2 hat 55mm Backfokus, M42 45,46mm, EF 44mm. (https://de.wikipedia.org/wiki/M42_(Objektivanschluss)).

Mit vielen Kameras gab es Probleme wegen des Durchmessers der "Tonne", weswegen spezielle Adapter existierten (Russenadapter). TS legte dann den Fokus weiter raus, damit man eine längere Adaption machen konnte, die mit den DSLR mit integiertem Blitz nicht mehr in Konflikt geriet. Das bringt dann auch den Weg für einen Zenitspiegel resp. ein Umkehrprisma.

Ansonsten ist nur eine geradsichtige Adaption ohne Bildumkehr möglich.

Beim Entfernen des Unendlich-Anschlags empfiehlt es sich, diesen zu versetzen, also an passender Stelle neu zu bohren, da ansonsten, wenn man die Fokussierung zu weit dreht, das Objektiv auseinanderfällt und der vordere Tubus samt Korrekturplatte auf dem Boden aufschlägt. Bei TS wurde daher, wenn ich es richtig weiß der Spiegel beim Entspannen etwas versetzt. Auch dazu gab oder gibt es Anleitungen im Netz.

All das bezieht sich auf dieses Objektiv -> https://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php?products_id=10155#cs

Vom Hersteller sieht es so aus wie in dem Bericht gezeigt mit einer Beschriftung am Fokusring -> https://www.its-network.de/content/sonderthemen/ausruestung/mto1000/maksutov1.php

Wenn die Skala des Fokusrings fehlt wird das Thema mit dem Auseinanderfallen relevant, da man nicht weiß, wo exakt man gerade im Gewinde steht!

CS
Jörg
Mettling Erstellt am: 18.06.2019 : 07:11:40 Uhr
Hallo Kermit,

Dein Maksutov ist ein katadioptisches Teleskop, deshalb sollte das Prisma passen. Aber ich denke Du wirst um den Umbau des Maks nicht herumkommen. Bei der Gelegenheit kannst Du dann auch gleich den Hauptspiegel und die Meniskuslinse entspannen. Die werden im Gehäuse durch große Gewinderinge hehalten. Diese sind meist viel zu fest angezogen und verspannen dadurch die Optik, was das Bild sichtbar verschlechtert. Wenn Du die Ringe löst (ggf. musst Du Dir dafür ein Werkzeug bauen) und nur ganz leicht festdrehst, stiegt die Abbildungsqualität der Russentonnen vor allem bei hohen Vergrößerungen beträchtlich.

Wenn der Mak allerdings wirklich von TS stammt, könnte es sein dass diese Optimierungen schon gemacht wurden. Das würde ich also erst mal ausprobieren. Vielleicht hast Du Glück.

Bis dann:
Marcus
Kermit00 Erstellt am: 18.06.2019 : 06:28:40 Uhr
Soviel wollte ich ehrlich gesagt nicht ausgeben, zumal erstes Teil mehr kostet, als ich für die gebrauchte Russentonne bezahlt habe. Außerdem habe ich nun schon 2 Plössl Okulare bestellt (10mm+32mm), wovon ich eines hier schon habe.
Auf einen T2-1.25" Adapter warte ich noch: https://www.ebay.de/itm//283251442683

Einen EOS-T2 Adapterring habe ich für 8.80$ auch noch bestellt: https://www.aliexpress.com/item//32827920510.html
Ist zum schnellen Wechsel eventuell besser, kann aber auch den EOS-Anschluss von der MAK1000 runterschrauben und habe direkt ein T2-Gewinde.

Als Prisma wollte ich eigentlich das hier bestellen: https://www.aliexpress.com/item//32864198958.html
Nur der Hinweis "Work with Refractor and catadioptric telescopes,not for reflector" macht mich stutzig. Bei diesem Händler habe ich auch die Okulare bestellt und vor 1-2Jahren mal ein günstiges Kinderfernglas für meinen Sohn. Mit der Qualität zum Fabrikpreis von denen, war ich bisher sehr zufrieden.

Die meiste Investition habe ich jetzt in ein Holzstativ gesetzt: Ein Baustativ Hedue 1062. Hoffe das damit jetzt das Nachschwingen aufhört. Als Montierung ist schon lange eine Baader BP60 vorhanden, die ich nicht mehr missen möchte.
optikus64 Erstellt am: 17.06.2019 : 23:43:02 Uhr
Hallo,

am einfachsten: Adaption der Russentonne auf EF-Bajonett,

dazu dieses Teil: https://www.optik-pro.de/sonstiges/lens2scope-fuer-canon-eos-schwarz-winkeleinsicht/p,21797
oder dieses (ohne Bildaufrichtung): https://www.amazon.de/Kipon-Spektiv-Fernrohr-Adapter-Canon-Objektive/dp/B006K1X01E

(Händler und Produkte nur als Beispiel)

CS
Jörg
Kermit00 Erstellt am: 17.06.2019 : 21:39:02 Uhr
Danke für die schnelle, plausible Antwort. Ich habe mich schon gewundert, warum die fertigen Spektive immer den 45Grad Winkel am Ende haben. Die chinesischen Händler schreiben zu den 45Grad Prismen auch ausnahmslos: "Work with Refractor and catadioptric telescopes,not for reflector telescope". Zählt ein Maksutov nicht zu den Reflektoren? Irgendwo habe ich gelesen, dass damit nur Newton-Teleskope gemeint seien.

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