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 AVI oder SER?

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Ü B E R S I C H T    
JSchmoll Erstellt am: 24.11.2020 : 13:30:48 Uhr
Hallo,

ich habe seit Neuestem eine ZWO ASI 120MC und in diesem Zusammenhang steige ich gerade von der (immer abstuerzenden) Celestron-Kamerasoftware meiner alten NEXimage5 auf Firecapture um.

Zunaechst hatte ich Firecapture unter "program files" installiert, aber dann geht die Software bei Win10 in den Alzheimermodus, da die Einstellungen nicht gespeichert werden, wenn man die Software nicht als Administrator startet. So liegt das Programm jetzt in meinem Nutzerverzeichnis.

Bevor ich das korrigierte, hatte ich einen Run auf Mars und Mond in meiner Sternwarte. Zu meinem Schrecken musste ich feststellen, dass die Software meine Formatwahl "AVI" rueckgaengig gemacht hatte. Nun war alles unter "SER" abgespeichert. Was zum Geier ist "SER"? Okay, Autostakkert liest es, und ich konnte die Daten wie gewohnt auswerten. Auch weiss ich inzwischen, dass SER fuer Planetenkameras entwickelt wurde.

Nur bleibt eine Frage - was ist besser? Aufnehmen in AVI oder in SER?

D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
Jan_Fremerey Erstellt am: 01.12.2020 : 18:27:11 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: JSchmoll
Welche Bit-Tiefe ich habe und wie ich das einstellen kann, weiss ich noch nicht - Firecapture ist noch neu fuer mich. Ich weiss nur, dass die Kamera nativ 12 Bit hat.
Hallo Jürgen,

danke für den vielversprechenden Zwischenbericht! Bei FireCapture kannst Du ganz oben links auf 16 bit umstellen. Das halte ich allerdings nicht für erforderlich, weil es den Datentransfer unnötig belastet, und Du beim Stacken die Datentiefe ohnehin um das Zigtausendfache erweiterst.

Zitat:
Also die Methode mit dem Nicht-Debayern lohnt sich.
Klar, die Programme wissen ja, welche Pixel mit welcher Farbe belegt sind.

Zitat:
Jetzt freu ich mich schon auf das naechste gute Seeing.
Ja, hoffentlich kommt das nochmal, bevor der Mars zu klein wird ...

Gruß Jan
JSchmoll Erstellt am: 01.12.2020 : 16:00:08 Uhr
Hi Jan,

ich habe Dich nicht vergessen. Ich warte nur noch auf gutes Seeing. Ich war gestern draussen, Barlow raus, 3.5m und mit ca. 2 ms und Gain 50 konnte ich beim Schreiben von monochromem SER (also nicht debayert) in 90s ueber 10000 Einzelbilder gewinnen. Welche Bit-Tiefe ich habe und wie ich das einstellen kann, weiss ich noch nicht - Firecapture ist noch neu fuer mich. Ich weiss nur, dass die Kamera nativ 12 Bit hat. Ich bekam zwei Sets, zusammen (!) nur um die 500MB und nicht wie sonst ca. 2GB pro Video. Und dabei mehr Bilder. Also die Methode mit dem Nicht-Debayern lohnt sich. Autostakkert merkt das und debayert dann fuer mich automatisch.

Jetzt freu ich mich schon auf das naechste gute Seeing. Das gestern war nuescht.
Jan_Fremerey Erstellt am: 28.11.2020 : 13:31:05 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: JSchmoll
ich habe leider keine Webseite ...
Hallo Jürgen,

Du könntest Deine Daten auch ohne Website in einem frei zugänglichen Webspace ablegen und hier im Forum einen entsprechenden Link setzen.

Zitat:
Die ZWO ASI 120MC, die ich verwende, hat Pixel von 3.75 Mikrometern.
Ja, die hatte ich auch gemeint. Mit der monochromen ASI120MM habe ich hier viele Jahre bei f/11 gearbeitet und bin vor knapp zwei Jahren auf die ASI178MM umgestiegen, die ich mit 2,4 µm Pixelraster unmittelbar im f/5-Fokus meines 10" Spiegels betreibe.

Bei der Brennweitenanpassung richte ich mich gewöhnlich nach der Formel* 2 < f/D/p < 3, worin f/D das inverse Öffnungsverhältnis, d.h. die "Blendenzahl" der Optik und p den Pixelabstand auf dem Kamerachip in µm bedeuten. Du liegst mit 14" f/10 und p = 3,75 µm bei f/D/p = 2,7 und damit komfortabel im "grünen" Bereich. Mit meinem 10" f/5 Spiegel und p = 2,4 µm komme ich immer noch auf f/D/p = 2,1 und erreiche auch in der Praxis das volle Auflösungsvermögen der Optik.

Gruß Jan

* Nachtrag: Referenzen hierzu auf meiner Website unter "Videokameras".
JSchmoll Erstellt am: 27.11.2020 : 01:23:00 Uhr
Hi Jan,

ich habe leider keine Webseite ... irgendwann mal (sage ich schon seit 20 Jahren). Zum Sampling: Ich habe ein Meade 14" SCT mit f/10. 35cm machen 0.4" Aufloesung, was in der Fokalebene 6.8 Mikrometern entspricht. Die ZWO ASI 120MC, die ich verwende, hat Pixel von 3.75 Mikrometern. So habe ich etwa zwei Pixel pro Airyscheibchen, was Nyquistsampling entspricht. Soweit die Theorie, unter der Annahme eines beugungsbegrenzten Bildes zumindest in ruhigen Momenten.

Immerhin ist mir gerade klar geworden, dass ich mit dieser Rechnung 7m ad Absurdum gefuehrt habe. Die Barlowlinse fliegt also raus.

Jan_Fremerey Erstellt am: 26.11.2020 : 22:16:52 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: JSchmoll
Ich weiss allerdings nicht, wie man hier auf dem Astrotreff Videos einbinden kann.
Hallo Jürgen,

Astrovideos lege ich auf meine Website und setze hier nur einen entsprechenden Link.

Zitat:
Die Brennweite ist durch das Teleskop vorgegebenerweise so hoch, zumindest die 3.5m.
Ok, dann filmst Du also mit einem 14" SC oder MC. Bei f/10 erreichst Du mit der ASI240MM bereits das volle Auflösungsvermögen der Optik, kein Grund also optisch zu verlängern. Bei gutem Videomaterial kann man ohne Verluste datentechnisch beliebig nachvergrößern.

Gruß Jan
JSchmoll Erstellt am: 26.11.2020 : 20:04:12 Uhr
Hi Jan,


koennte ich versuchen. Ich weiss allerdings nicht, wie man hier auf dem Astrotreff Videos einbinden kann.

Die Brennweite ist durch das Teleskop vorgegebenerweise so hoch, zumindest die 3.5m. In Naechten guten Seeings meine ich, dass sich 7m noch lohnen. Ich komme allerdings eher aus dem Deepskyfotobereich, Planetenfotografie mit der Videomethode ist relativ neu fuer mich.

Jan_Fremerey Erstellt am: 26.11.2020 : 18:28:33 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: JSchmoll
Hier mal zwei Bilder von letzter Nacht, mit 3.5 und 7m Brennweite.
Hallo Jürgen,

braucht man denn für solche Bilder derart lange Brennweiten? Im Hinblick auf die weiter oben schon angesprochene Qualität des Seeings wäre vielleicht ein kurzer Videoausschnitt sehr hilfreich in der Art, wie ich ihn vor ein paar Tagen in Verbindung mit meinem bei 1,27 m Brennweite gefilmten Mars gezeigt habe. Wäre das denkbar für Dich bei Deiner hauptberuflichen Arbeitsbelastung?

Gruß Jan
JSchmoll Erstellt am: 26.11.2020 : 13:04:49 Uhr
Danke, Guntram.

Vielleicht arbeite ich mal eine Vergleichstabelle aus, SER vs. AVI.

Guntram Erstellt am: 26.11.2020 : 11:42:48 Uhr
Hallo Juergen et al.,

mangels eigenen Wissens kann ich zu der Fragestellung des Threads nicht viel sagen. Ich habe eine Seite gefunden, auf der einige Eigenschaften von .SER vorgestellt werden, mit Links zur Vertiefung. Vielleicht hilft das weiter.

http://www.grischa-hahn.homepage.t-online.de/astro/ser/


Viele Gruesse,

Guntram
JSchmoll Erstellt am: 26.11.2020 : 11:36:58 Uhr
Hi Gerd,

das muss ich nachschauen. Ich weiss nicht, was Firecapture als Default benutzt.

Hier mal zwei Bilder von letzter Nacht, mit 3.5 und 7m Brennweite. Alle Versuche brachten gleichartige Resultate. Das Seeing war nicht besonders, spaeter zogen Wolken auf.

Edit: Bilder verkleinert.



Reverend_Coyote Erstellt am: 26.11.2020 : 11:18:20 Uhr
Hallo Jürgen,

hast Du die Kamera bei den SER auch im 8 Bit Modus betrieben? Das SER bietet die Möglichkeit RAW16 (je nach Kamera 12/14/16 echte Bittiefe) aufzunehmen.

Dann solltest Du beim Stretchen von Einzelbildern einen Unterschied sehen (Posterizing).

Gruß, Gerd
JSchmoll Erstellt am: 26.11.2020 : 00:18:42 Uhr
Okay. In der Auswertung kann ich keinen Unterschied zwischen ASI und SEr feststellen. Auch bei den FPS gibt es keinen Unterschied. Die Dateigroesse ... hier scheint AVI kleiner zu sein, aber es ist nicht so klar, da die Groesse warum auch immer von Datei zu Datei variiert.

Den einzigen deutlichen Unterschied, den ich sehe, ist die ca. 4x kleinere Dateigroesse bei Verzicht auf Debayerung. Und Autostakkert frisst das ohne zu murren. Da werde ich wohl in Zukunft den Modus waehlen, wo in der Aufnahme Farbe angezeigt, jedoch das Bild undebayert abgespeichert wird.

Aber ob nun AVI oder SER ... irgendwie bin ich da noch nicht weiter.

JSchmoll Erstellt am: 25.11.2020 : 23:00:43 Uhr
Update: Heute abend war es klar und ich habe einige AVI und SER geschossen. Die Auswertung steht noch an.

Geschwindigkeit: Ich habe immer auf die FPS auf dem Display geschaut, und die gehen wohl bei jeder Bildaufnahme auf 15 FPS zurueck. Bei AVI und SER passierte auf jeden Fall das Selbe. Ich fand dann im Menue links eine kleine Anzeige der aktuellen FPS, und hier waren es um 100! Allerdings der gleiche Wert unabhaengig vom Format.

Debayerung: Ich habe ein undebayertes AVI erstellt, und die Geschwindigkeit war ebenfalls um 100FPS, keine Aenderung. Aber das File war etwa viermal kleiner als das debayerte: 500MB statt 2GB. Das lohnt sich also doch, gerade fuer die Archivierung. Ich werde nachher herausfinden, wie Autostakkert damit umgeht.

JSchmoll Erstellt am: 25.11.2020 : 20:05:34 Uhr
Ich denke, das ist eine Optimierungsaufgabe, die vom Friedparameter (Turbulenzzellengroesse) und der Veraenderungsfrequenz abhaengt.

Bei kuerzerer Belichtungszeit ist irgendwann die Bewegungsunschaerfe deutlich geringer als die durch bereits im statischen Bild vorhandene Unschaerfe durch die Turbulenzzellen. Dann ist laengere Belichtung besser, um durch geringeren Gain das Rauschen zu unterdruecken.

Wenn man schlechteres Seeing mit einer schnelleren Bewegung der Turbulenzzellen gleichsetzt, dann gewinnt man in dieser Situation durch kuerzere Belichtung.

Wird das schlechtere Seeing hingegen durch kleinere Luftpakete verursacht, dann bringt die kuerzere Belichtung nichts, da die Orts- ueber die Zeitfrequenz dominiert.

Soweit zumindest meine Theorie. Das mit dem hohen Gain hat mich auch gewundert, wurde aber neulich in der "Astronomy Now" als Tip mitgegeben.



Jan_Fremerey Erstellt am: 25.11.2020 : 18:33:33 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: 30sec
Da helfen dann auch die kürzesten Zeiten nichts.
Hallo Ralf,

das kann ich nur bestätigen. Dann ist das Seeing entweder noch hochfrequenter als die Bildrate, und/oder man hat es mit der Überlagerung von Bildern aus nebeneinanderliegenden Zellen zu tun, siehe hier.

Gruß Jan

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