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Ü B E R S I C H T    
Mikelectric Erstellt am: 06.03.2019 : 15:44:40 Uhr
Hallo liebe Forianer,

das ist mein erster Beitrag hier, nachdem ich schon eine ganze Weile registriert bin und nur gelesen habe. Im "Gesichts-Buch" habe ich zwar die selbe Diskussion schon gestartet, komme da jetzt aber aus "unerfindlichen Gründen" 3 Tage nicht mehr ran
Aber ich denke das Thema ist in einem richtigen Forum sowieso viel besser aufgehoben als in einer schnelllebigen FB-Gruppe.

Allmählich möchte ich in den Selbstbau einer ordentlichen Montierung einsteigen. Sie soll zunächst meinen 10" Newton mit Zubehör tragen.
Ich bin günstig an die abgebildeten Teile gekommen: 4 Kegelrollenlager 80/125/30 und 2 Mädler Schneckengetriebe 80mm Achsabstand und 90 Zähne jeweils mit Schneckenwellen und Lagern.

Frage: Was kann ich damit sinnvoll anfangen? Die erforderlichen 80mm-Achsen kommen mir riesig vor im Vergleich zu den Schneckenrädern (145mm Durchm.) Beim Vorbesitzer lag alles ewig rum. Er hat das Hobby aufgegeben und erinnert sich nicht mehr an seine Pläne.

Eine kleine Drehmaschine und Fräsmaschine habe ich mir schon zugelegt. Da hatte ich aber noch nicht so mächtige Lager im Blick.

Gruß Michael

D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
Luzista Erstellt am: 16.03.2019 : 16:50:14 Uhr
Mein Gott, Richard,

das ist ja wie wenn neben einem Opel Corsa ein Rolls-Royce hält! Wie gut, dass ich (80) davon nicht mehr träumen muss.

Da passt wirklich die frühere Abschiedsformel
HOCHACHTUNGSVOLL Lutz
gierlinger Erstellt am: 16.03.2019 : 14:35:55 Uhr
Hallo Lutz,
das war eh noch eine der kompakteren Gabelmontierung. Ich habe auch größere gebaut;-)







Gruß
Richard
Luzista Erstellt am: 16.03.2019 : 12:42:40 Uhr
Hallo Richard,

Für's Steigern der Bewunderung (nicht ironisch!): Im Vergleich mit den Hämmern, ist die untere "Dicke" etwa 250 und die Gabellänge etwa 600mm?

es grüßt Lutz
gierlinger Erstellt am: 16.03.2019 : 11:41:46 Uhr
Hallo,
wie angekündigt ein paar Bilder vom Innenleben meiner Gabeln:






gierlinger Erstellt am: 16.03.2019 : 10:22:01 Uhr
Hallo,

Gabelmontierungen sind ab einer bestimmten Größe die einzige technisch gute Lösung. Es gibt zwar Ausnahmen bei Großteleskopen, aber die haben sich nicht durchgesetzt. Aber eine Gabelmontierung ist auch eine technische Herausforderung. Eine Gabel sind nicht nur ein paar Blechplatten die verschweißt werden, sondern das ist ein komplexes Fachwerk. Ich werde mal ein Bild des Innenlebens einer meiner Gabeln hochladen.

Gruß
Richard
Birki Erstellt am: 15.03.2019 : 17:34:56 Uhr
Hi! Naja ... ich wuerde aber schon sagen, dass geschweisste gabeln unterbewertet sind. Ich wuerde nix anderes fuer eine gewisse groessenklasse bauen. Lg wolfi
Mikelectric Erstellt am: 15.03.2019 : 12:34:28 Uhr
Dieser Artikel ist schon sehr blumig formuliert. Als Einsteiger könnte ich meinen, dass der Bau einer solchen Montierung kaum schwieriger ist als ein Papierschiffchen zu basteln. Sollte man irgendwo gerade nicht die passende Maschine zur Hand haben oder irgendwie die eigenen Fähigkeiten nicht ausreichen, so kann man ja alles "mit wenig Geld" von diversen Fachkräften herstellen lassen. Wenn das mal nur so "einfach und billig" wäre.

Da kann ich mir sowieso schwer vorstellen, dass das aus der Feder des Konstrukteurs (Hr. Pressberger) stammen kann. Ich denke, es war ein steiniger Weg bis diese Montierung so gebaut werden konnte. Dieser emsige Nachbauer und vermutlich Verfasser des obigen Artikels hat wohl nur seinen eigenen Erfahrungshorizont und Vermögensbestand im Blick. Hoffentlich lässt sich da kein unbedarfter Hobbyastronom ins Bockshorn jagen.

Gruß Michael
gierlinger Erstellt am: 15.03.2019 : 06:55:05 Uhr
Hallo,

ich habe den Rudolf Pressberger persönlich gekannt, und habe von ihm viele Pläne bekommen. Nicht nur die der besagten Gabelmontierungen und Reibradantriebe. Aber eins weiss ich sicher (so gut kannte ich den Hr.Pressberger), dieser überhebliche Spruch ist nicht von Ihm!

Nachdem ich praktisch alle Konstruktionen von Hr. Pressberger zumindest konstruktiv kannte, kann ich sagen, er war seiner Zeit in vielen Dingen voraus. Aber es gibt auch Fehler und Schwachstellen in seinen Konzepten. Wenn jetzt jemand diese Konstruktionen als "Die heilige Schrift" verbreitet, so halte ich das sehr bedenklich. Das war übrigens eine Eigenschaft, die der Rudolf Pressberger nicht hatte. Er war ein sehr bescheidener und mitteilungfreudiger Mensch, der jeden Hinweis zur Verbesserung seiner Konstruktionen gerne annahm.

Ich habe auch für mein 700mm Teleskop in Gabelmontierung einen Reibradantrieb konstruiert der perfekt funktioniert hat. Aber mein Reibradantrieb hat zu dem von Pressberger so viel Ähnlichkeit wie ein Apfel mit einer Birne. Meine Konstruktion kommt zb. nur mit rostfreien Materialien aus, und da muß keine Lauffläche gehärtet werden (was langfristig Probleme mit Korrosion verursacht). Das habe alleine durch die exakte Berechnung der Herzchen Pressung erreicht, daß man mit rostfreien Material auskommt.

Gruß
Richard

Gelegenheitsgucker Erstellt am: 14.03.2019 : 19:06:11 Uhr
Also ich habe soeben einen Blick in das verlinkte PDF geworfen.

Zitat:
http://www.harpoint-observatory.com/deutsch/eigenbau/bau_rc50_1.pdf


Toll finde ich die Aussage
Zitat:
Jeder der sich das ultimative Teleskop für die eigene Sternwarte selbst bauen will und die unten angeführten Voraussetzungen erfüllen kann, ist selber schuld wenn er sich etwas anderes baut.


Ich kann ja verstehen wenn jemand eine Sache (Idee, Bauweise, Ansicht, Lieblingsfarbe...) favorisiert und diese hervorheben möchte. Und möglicherweise reagiere ich auch etwas empfindlich, keine Frage, geb ich zu.
Aber wenn ich irgendwo höre oder lese, dass ich selbst schuld bin wenn ich etwas nicht so mache wie ein anderer Mitmensch meint es wäre richtig, dann ist es für mich schon Anlass aufzuschreien und es ggf. auch nicht zu tun (je nachdem ob es in meinen Augen sinnvoll ist oder nicht).

Nun sind der viel gelobte Ingenieuer der Montierung und der Autor dieses Zitats zwei verschiedene Personen, glücklicherweise. Daher kann ich ruhigen Gewissens seine Konstruktion studieren und übernehmen wenn mir etwas gefällt.

Georg
Mikelectric Erstellt am: 13.03.2019 : 17:06:09 Uhr
So - nach einigem Ringen mit mir, meinem Terminkalender und meinem Geldbeutel habe ich einen vorläufigen Entschluss getroffen:
Im Moment werde ich mir doch noch keine schwere fototaugliche Montierung bauen. Ich sollte vielleicht zunächst noch mehr Erfahrung sammeln. Meine Maschinen sind noch neu und ich muss erst lernen, vernünftig damit umzugehen und erarbeiten, wie ich damit Teile mit der erforderlichen Präzision anfertigen kann und wie groß die tatsächlich sein können. Ebenso fehlt mir ja noch ausreichend Erfahrung in der Astrofotografie um genau zu wissen, worauf es bei meiner Montierung wirklich ankommen wird. Also:

1. Ich habe mir jetzt eine fertige Montierung bestellt. Es wird eine Skywatcher EQ6-R Pro. Diese sollte ja prinzipiell meinen derzeitigen 10" tragen und wo damit fotografisch die Grenzen und die Unzulänglichkeiten liegen, werde ich am besten selbst ausprobieren. Dann kann ich mit den gewonnenen Erkenntnissen immer noch meine eigene Montierung bauen und die EQ6 lässt sich vermutlich mit überschaubarem Verlust wieder veräußern.

2. Aus den oben abgebildeten Teilen baue ich mir jetzt eine azimutale Montierung. Ich habe vom Schrottplatz noch wunderhübsche Kurbelräder aus Alu, vermutlich Fehlproduktionen für einen Hersteller von Dreh-/Fräsmaschinen. Zum Verstellen meiner Achsen bestimmt ein Traum. Die haben genug Schwungmasse um die großen Kegelrollenlager mit den 80 mm Achsen seidenweich dahingleiten zu lassen. :-)

3. Für die azimutale Montierung mit den 80 mm Achsen baue ich mir einen langen Lulatsch der sich gewaschen hat. Einen 300 mm f/18 Fraunhofer. Falls jemand eine Linse günstig abzugeben hat....
... naja - kleiner Scherz am Rande. Aber ich hätte schon was für so eine Montierung für den Anfang.


Auf diese Weise kann ich jetzt erstmal an weniger heiklen Objekten Erfahrung sammeln.
Also vielen Dank euch für die bisherigen Beiträge.
Jetzt brauche ich also Tipps zum Bau einer azimutalen Montierung mit Gartentorantrieben!
Birki Erstellt am: 09.03.2019 : 11:29:39 Uhr
hi! gabel und reibradandtrieb sind kein muss - ich hab 2 schnecken. und dem kollegen gierlinger sekundiere ich in seiner schroffen verurteilung der kegelrollenlager :D lg wolfi
gierlinger Erstellt am: 09.03.2019 : 08:15:22 Uhr
Hallo Michael,

Schrägkugellager gibt es zb. von der Firma SKF ( https://www.skf.com/at/products/bearings-units-housings/ball-bearings/angular-contact-ball-bearings/single-row-angular-contact-ball-bearings/index.html ). Wegen Lieferanten must dann einfach im Internet suchen. Preise habe ich jetzt nicht im Kopf. Aber die sind bezahlbar.

Schau Dir auf der SKF Seite mal die Schnittzeichnungen der Schrägkugellager an. Bei denen ist aufgrund des Aufbaus auch der Rundlauf OK, wenn die nicht sehr stark vorgespannt sind. Die Kugeln haben eine längere Fläche, wo sie sich Radial abstützen. Darum geht das. Ein Kegelrollenlager braucht immer eine starke Vorspannung. Sonst ist der Rundlauf im Eimer. Woher der Mythos mit den Kegelrollenlager kommt, ist mir ein Rätsel. Wahrscheinlich hat mal einer den Mist geschrieben, und dann haben alle nachfolgenden ohne zu denken abgeschrieben.

Es gäbe auch noch andere Alternativen. Zb Kreuzrollenlager. Die sind aus der Robotertechnik, und benötigen nur eine Lagerstelle. Habe auch schon Montierungen damit gebaut. Aber die sind erstens sehr teuer, und benötigen zweitens ein sehr aufwändiges und genaues Lagergehäuse.

In Dek reicht es, wenn Du auf 45mm Achsdurchmesser gehst. Auch für einen 12"er. Die Idee mit dem 16mm Achsstummel um das Dek Schneckenrad da drauf zu lagern ist nicht möglich. Du brauchst ja auch eine Gegengewichtsstange. Also muß zwangsläufig das Rad aufgebohrt werden. Um das genau machen zu können, ist etwas mehr Aufwand nötig. Am besten geht es, wenn Du vorher dem Rad einen Lochkreis verpasst, mit dem Du das Rad auf einen Bearbeitungsflansch schraubst in der Drehmaschine. Dann muss Du mit einem Messtaster in der Verzahnung den Rundlauf messen, und durch feinfühliges klopfen mit einem Plastikhammer den Rundlauf einstellen. Wenn der paßt, kannst die Bohrung dann ausdrehen.

Viele Grüße
Richard
Mikelectric Erstellt am: 09.03.2019 : 01:31:48 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: schmorbraten

Hier ein ganz anderes Konzept. Wurde auch schon kleiner gebaut für einen Zehnzöller.

http://www.harpoint-observatory.com/deutsch/eigenbau/bau_rc50_1.pdf


Danke für den Hinweis. Das ganze ist schon eine sehr interessante Konstruktion. Ich habe auch schon Etliches über Reibradantriebe gelesen und ziehe den Hut vor jedem, der das zuverlässig zum Laufen gebracht hat. Aber ich fühle mich nicht befähigt, das so ohne weiteres hinzubekommen. Es sieht sicher wesentlich leichter aus, als es in Wirklichkeit ist. Schon bei der Materialauswahl und der exakten Umsetzung der Erfordernisse würde ich wohl Schiffbruch erleiden.
Da komme ich mit den fertigen Schnecken wahrscheinlich eher zum Erfolg, wenn wohl auch teurer.
Mikelectric Erstellt am: 09.03.2019 : 01:19:06 Uhr
Hallo Richard,
Zitat:
Original erstellt von: gierlinger

von den vorhandenen Schneckenrädern kannst Du im besten Fall eines für die DEK Achse verwenden. Für REK ist das ungeeignet. Mit dem Modul und Zähnezahl, sowie einer Bohrung die erst "aufgebohrt" werden muß, absolut Inakzeptabel. Bestenfalls als Gartentorantrieb geeignet.

Besten Dank für die ehrliche Expertenmeinung. Ich dachte mir ja schon fast, dass meine Teile wohl nicht das Non plus Ultra sind.

Wenn ich eines dieser Schneckenräder für die DEK-Achse verwende, müsste ich es dann zwingend aufbohren? Ich könnte mir vorstellen, einfach die Achswelle am Ende auf die gegebenen 16mm runterzudrehen. Das wäre sicher präziser und müsste doch für das an der Stelle auftretende Drehmoment völlig reichen.

Was mich etwas verwundert ist, dass man überall liest, dass Kegelrollenlager das Ideale für die Achslager einer Montierung wären. Aber wenn ich sowieso neue Lager besorge, kann ich natürlich genauso Schrägkugellager verwenden. Hättest Du mir einen Tipp, welcher Typ von welchem Hersteller besonders geeignet und noch bezahlbar ist? Ich würde dann wohl auf die 60 mm Achsdurchmesser gehen.

Zitat:
Die REK Achse würde ich ebenso mit 60mm ausführen. Du willst ja nur einen 10" drauf machen. Dafür (auch mit Zubehör) ist das mehr als ausreichend.

Vielleicht noch irgendwann einen 12" f/5 Newton, ansonsten wird es in meiner Gartensternwarte wohl etwas eng. ;-)
Aber ich schätze, das dürfte mit den 60mm Achsen auch noch vereinbar sein - oder?

Zitat:
Und wie schon gesagt, die Zeichnungen für die 218er Lagerung kannst von mir haben.

Auf das freundliche Angebot werde ich natürlich gern zurückkommen, wenn ich mich dann endgültig für diesen Weg entschieden habe. Im Moment sammle ich mal noch Ideen.

Gruß
Michael
celobsonaut Erstellt am: 08.03.2019 : 22:50:18 Uhr
n`Abend, Michael,
ich hätte da eine seeehr schwere Selbstbau - Gabelmontierung für einen 10 Zöller f6 übrig, mit Gitterrohrtubus, ohne Optik. Kann man für kürzere Brennweiten passend machen.
War mal transpotabel im Einsatz, ist mir aber zu schwer geworden. Für stationäre Verwendung in einer Sternwarte wohl besser geeignet.
Bei Interesse gerne Details unter schneirol[usw)web.de
m.fr.Gr.
Roland Schneider

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