Posts from astrophin in thread „ZWO SEESTAR S50 SMART-Teleskop“

    Nabend

    Das halte ich für einen guten Vorschlag. Ich poste meine Bilder des Seestar seit kurzem nur noch in der Galerie, damit dieser Thread nicht noch mehr überquillt.

    Genau wie ich , nur noch in Ausnahmen bei konkreten Fragen

    CS Ceule

    Das finde ich gut. Möchte euch aber auch dazu ermutigen Threads in den Beobachtungsforen zu starten (klar nicht bei jedem Bild), aber warum nicht ein kleiner Bericht einer Seestar Sightseeing tour? Solche Threads machen spass, andere melden sich mit eigenen Bildern, visuellen Eindrücken oder mit Infos zu den Objekten die man noch nicht kannte. So bleiben wir Seestarler auch nicht nur untereinander und der Austausch wird um einige Ebenen tiefer. Ich fänds cool!


    CS, Seraphin

    Hi Ceule


    Ich fühlte mich nicht auf den Schlips getreten und wollte auch nichts zerlegen 😉 Nur darauf hinweisen, dass das Seestar rein technologisch gesehen nichts revolutionäres oder gar neues tut. Es ist einfach chique umgesetzt.


    Dass Ki Teilbereiche der Astrofotografie vereinfachen könn, ist klar. Aktuell ist die schwäche der KI immer dort, wo es kein richtig oder falsch gibt oder bei "Dosierungsfragen". Das sieht man auch sehr gut bei NoiseX und BlurX, falsch eingesetzt machen auch die jedes Bild kaputt 😉


    @Alle: Ich fänds auch schön, wenn dieser Thread sich Richtung Technik bezogen auf das Seestars entwickeln würde, Bilder aber gerne den Weg in die entsprechenden Beobachterforen finden würden. Da kann man dann auch gut und gerne Bilder vergleichen und sich über die Objekte austauschen. So entstehen interessante Diskussionen um die Objekte, die auch gerne mal von visuellen Beobachtern ergänzt werden. Wie wäre das?


    CS, Seraphin

    Ich ziehe mit 😂

    klassisches Setup:

    -Koffer, Scope und Montierung raustragen

    -PC hochfahren und Mount einschalten

    -Gegengewichte montieren

    -Newton auf die Mount setzen

    -USB und Speisung anschliessen

    -einnorden mit iPolar

    -Nina "alles verbinden"

    -Sequenz öffnen

    -Start drücken


    CS, Seraphin

    Hi Jochen

    Das wiederum kann ich kaum glauben... :P

    Ok, Deine Darks hast Du auf der Festplatte (die hast Du aber auch irgendwann erstellt). Außerdem machst Du die Flats hinterher, das musst Du faireweise dazuzählen.

    Plus Rechner hochfahren. Plus Einnorden (Einnorden = min. 3 Minuten?). Plus Platesolving & Goto.

    Klar, der vergleich hinkt. Mein PC ist an der Mount, die trage ich als erstes raus. Während ich den Newton raustragen startet der PC auf. Wenn der Newton samt kamera auf der Mount ist und die vier Kabel eingesteckt sind, isg der bereit. Die Position meiner Montierung ist am Boden markiert, stimmt also schonmal einigermassen. In Ipolar brauche ich dann weniger als eine Minute für die feinjustage. Vom raustragen bis zum ersten light, dauert das 15min und der grösste Teil besteht aus raustragen.

    Wenn wir die flats einrechnen wollen, müssten wir das ab dem Seestar kopieren auch einrechnen 😂 Beide aktivitäten sind ja vollautomatisch und jeweils nur bei einem System nötig 😉

    Ja, all in one. Das geht aber eben auch nur weil klein und leicht 😉

    Beim klassischen Setup muss ich tatsächlich fünf Kabel einstecken. Das ist jetzt nicht wirklich ein Kriterium. Das dreimal in den Garten tragen schon eher 😉

    Abgesehen vom raustragen, ist der Newton trotzdem schneller am Objekt als der Seestar. Während der Seestar zum Objekt schwenkt, Horizont kalibriert, Darkframes aufnimmt usw. Habe ich meine Newton eingenordet und die Sequenz gestartet. Die ersten Lights treffen dann fast zeitgleich ein.


    CS, Seraphin

    Ich glaube auch nicht, das Platesolving dumm macht. Wer nur "pretty pictures" konsumieren/vorzeigen will, der stellt das Teil sowieso irgendwann in die Ecke.

    Im Gegenteil - ich glaube, das Seestar (und generell die fortschreitende Automatisierung, auch beim "klassischen" Setup) hat ein unglaubliches Potential, beim Nutzer wirkliches Interesse an der Astronomie zu wecken.

    Das sehe ich auch so. Astronomie besteht ja nicht nur aus der Navigation am Himmel. Durch das suchen eines Objektes alleine hat man sich auch nicht "astronomisch" betätigt. Viel lieber beschäftige ich mich mit den Objekten die ich fotografiere.


    CS, Seraphin

    Hi Ceule


    Ich weiss was du meinst, aber das Seestar ist ja keine innovative neue technologie. In der Fotografie setzt man schon seit ewigkeiten platesolving und autofokus ein. Der Seestar kann nichts was mein klassisches Setup auch kann, es ist nur leichter, kleiner und langsamer. Wenn das Seestar dann drei Nummern grösser sein sollte, ist es nicht mehr kleiner und wohl auch nicht mehr leichter. Für mich persönlich dann auch nicht mehr interessant, sind solche konstrukte doch auch immer mit kompromissen verbunden. Die All In One Geräte machen nur bis zu einer gewissen grösse Sinn, danach werden sie zu gross, zu schwer und wären preislich auch eher unattraktiv.


    Nicht falsch verstehen, ich mag mein Seestar weil eben klein und leicht, dafür nehme ich die Rotation, die schlechte Nachführung, die eingeschränkten Funktionen und die unflexibilität gern in Kauf. Gerade für den Preis den ich bezahlt habe.


    Bildbearbeitung ist auch limitiert durch das Rohmaterial. Es ist am schluss eine Bearbeitung, die Informationen müssen im Rohbild sein. Wenn wir also Details aus Galaxien rauskitzeln wollen, brauchen wir Öffnung und zwar mehr als 50mm. Das wird auch in 10 Jahren so sein.


    Wer weiss, vielleicht kommt mal wirklich etwas innovatives auf den Markt, den Seestar würde ich da aber keinesfalls dazu zählen, macht er doch nichts anderes als jedes klassische Setup 😉


    CS, Seraphin

    Hi Wombat

    Im Prinzip gebe ich dir da recht. Aber weshalb sollte ich die Zeit investieren? Plate Solve funktioniert ja wunderbar. Der Algorithmus um den Mond selbst zu finden ist halt noch nicht so weit. Sonne ist da deutlich einfacher und daher besser.

    Das Seestar ist für mich schnell. Heisst, vom Aufbau bis zum finalen Bild will ich minimalen Aufwand, vor allem zeitlich gesehen. Weshalb sollte ich eine ewigkeit warten bis er selbst zwischendurch mal den Mond findet, wenn ich das manuell schneller kann.


    Ich bin da vielleicht auch einfach zu sehr verwöhnt vom klassischen setup, da funktioniert immer alles und das super schnell 😉


    CS, Seraphin

    Hi Ceule

    Der SeeStar findet auch mit der neuen FW den Mond nicht , habt ihr da ähnliche Erfahrungen oder Abhilfe

    ich habe es schon länger nicht mehr versucht, ich geh immer per stargazing in die nähe und korrigiere dann manuell. Das geht ganz gut und dauert nicht länger.


    CS, Seraphin

    Hi Olaf


    Die beiden Galaxien habe ich in APP gestackt und dann durch mein automatisches bearbeitungsskript in Pi gejagt (Graxpert, Blurx, SPCC, NoiseX und StarX per Knopfdruck). Die vier Bilder habe ich dann mit GHS gestreckt, und in PS die Sterne wieder drücbergelegt. Alles in allen rund 5min pro Bild.


    Ja beim Mond ist das alles entscheidende ja das Seeing und das war gestern ziemlich mies.


    CS, Seraphin


    Edit:

    Zum Vergleich hier noch die Seestar stacks:


    Hallo gleich nochmal


    Ich konnte gestern auch noch etwas Deepsky aufnehmen, das Wetter blieb länger als prognostiziert stabil. Leider habe ich mich zu sehr auf die Prognose verlassen und deshalb den Newton nicht aufgebaut...


    Aber immerhin, etwas Seestar macht ja auch spass. Da ich nicht mit sonderlich viel Belichtungszeit gerechnet habe, konzentrierte ich mich auf zwei einfache und helle Objekte.


    M81


    M82


    Ich hoffe die Bilder gefallen.


    CS, Seraphin

    Hallo Zusammen


    Heute morgen gabs etwas Sonne, die Gelegenheit habe ich natürlich genutzt. Jetzt ist leider wieder alles zu...


    Hier mein Bild Nr. 400 aus der Galerie:


    Sonne_24-02-24


    Ich finde an Mond und Sonne schlägt sich die kleine Optik ganz gut!


    CS, Seraphin

    Hi Günther


    Sieht doch schon sehr gut aus! Womit bearbeitest du die Bilder? Ich kann mir vorstellen, dass die Galaxie durch eine grössenreduzierung der Sterne deutlich in den Vordergrund stellen könnte.


    CS, Seraphin

    Wo nimmst Du den klaren Himmel her , pustet bei Dir einer die Wolken weg :D ;) oder schickt Die Hubble die Bilder direkt 8| :D ^^ ;)

    Schön wärs 😉 So klar ist der Himmel hier in den letzten Wochen auch wieder nicht.

    Aber den Seestar stelle ich auch bei dunst raus. Mein Newton kam in den letzten Wochen auch bloss ein paar mal zum einsatz.. Der Dobson seit Oktober nicht mehr...


    CS, Seraphin

    Guten Abend

    Wow. Tolle Bilder. Aber gibt zu. Ihr schummelt (Spaß). So viel Clear Sky kann man doch nicht haben? Ich bin neidisch.

    Danke dir! Ja, ich weiss, ich darf mich nicht beklagen ;) Ich konnte ab mitte Januar doch recht oft etwas machen, auch wenn so richtig klar eher selten war. Wenn ich mir die Prognose so ansehe, ändert sich das aber bald wieder... Dann bist vielleicht du an der Reihe!

    Nabend


    Nun konnte ich meine gestrige Aufnahme fertig bearbeiten (das zweite Bild ist noch am stacken)...


    IC 447 im Monoceros ist ein heller Reflexionsnebel in unmittelbarer nähe zum Konusnebel:


    IC447


    CS, Seraphin

    Hi Ceule

    Sicher gibt es Vorgehensweisen kostenlose Software die dann auch zu super Ergebnissen führen wenn man damit umgehen kann , ich wüsste nicht wie ich eine 21h Aufnahme zu Stande bringen könnte .

    Du siehst da fehlt einfach das Fachwissen so wie es auch vielen anderen Einsteiger geht die dann wie ich aus dem Staunen den Mund nicht mehr zu kriegen.

    Wir müssen das hier nicht ausweiten , ich wollte das nur mal erwähnt haben habe ja meine Schlüsse gezogen und weiß jetzt wo die Reise hingeht und bin zufrieden mit meinen Bildern auch wenn ich weiß das es besser geht ob ich das umsetzen kann steht auf einem anderen Blatt .

    Wird alles nicht so heiß gegessen und wir freuen uns alle weiter über jedes Bild aus dem All oder jede klare Nacht.

    Eins möchte ich noch erwähnen: Ich selbst befinde mich ja auch irgendwo in meiner Lernkurve, die ja zum Glück auch nie aufhört ;) Die 21h zusammenkriegen braucht eigentlich nur Geduld ;)

    Es ging mir nur darum, dass eben Belichtungszeit eine Komponente ist. Und glaub mir, die Bearbeitung einer langebelichteten Aufnahme ist deutlich einfacher als bei kurzer Belichtung!


    CS, Seraphin

    Noch ein kleiner Nachtrag: das 21h Bild ist bearbeitet mir hauptsächlich freier Software 😉 Siril, Starnet und zum Schluss etwas Photoshop (um die Layer zu überlagern wäre allerdings Gimp genauso gut).


    CS, Seraphin

    Hi Ceule


    Im grossen und ganzen gebe ich dir recht. In der Astrofotografie ist das eigentliche fotografieren das einfachste, in der Bearbeitung steckt die Herausforderung. Die richtige Toolchain und vorallem die Skills sind da definitiv match entscheidend. Nur in einem Punkt muss ich dir Wiedersprechen:

    da braucht man nicht 2h belichten sondern nur richtig bearbeiten .

    Dies lässt sich nicht pauschalisieren. Wenn du ein helles Objekt fotografierst, mag das stimmen. Fotografierst du ein lichtschwaches Objekt, dann hast du in 2h einfach kaum Signal gesammelt. Wo nichts ist, kannst du auch nichts bearbeiten.

    Zum Beispiel hier:


    VDB152 / B175 / DeHt-5 und SNR G110.3+11-3 mein schwerstes Objekt und längste Belichtungszeit


    Da stecken über 8h Ha Aufnahmen drin, weil das signal des Supernovaüberrests einfach so schwach ist und mit weniger Belichtungszeit einfach nicht über das Rauschen hebt.

    Mehr Belichtungszeit wird immer mehr Tiefe und mehr Details bringen, egal wie gut die Bearbeitung ist.

    Das Bild Oben ist insgesamt 21h belichtet und das hat seinen Grund. Bearbeiten kann man nur, was vorhanden ist 😉


    Meiner Meinung nach sind die wichtigsten Faktoren für gute Astrofotos: die zum Objekt passende Belichtungszeit, Ordentliche Kalibrierung (darks/flats), Gradientenentfernung, Bildbearbeitung. Und zwar in dieser Reihenfolge.


    CS, Seraphin