Ikeya-Zhang, der schwer erwischbare...

  • Hallo zusammen im ObsBoard,


    Nachdem wir hier in Tirol (und wohl nicht nur hier) typisches Aprilwetter haben, hab ich mich nun endlich einmal darangemacht, meine Beobachtungsberichte und Astro-Aufnahmen auszuwerten, was mich so einige Nächte gekostet haben dürfte.


    In den Monaten März und April hatte ich einige Male die Gelegenheit den brandaktuellen Kometen Ikeya-Zhang abzulichten.
    Many Thanx übrigens an Roland, der mich Anfang März auf den kometen aufmerksam gemacht hat... [;)]
    Wobei aber zu bemerken ist, daß es bei uns gar nicht so einfach ist, einen Beobachtungsort zu finden, von wo aus man ein Objekt einigermaßen gut beobachten kann, das so nahe am Horizont steht.
    (so praktisch unsere Berge zum Rauffahren auch sind, so sehr stören sie beim Beobachten, wenn man gerade nicht mal die reinsten Gewalttouren unternimmt und aus Zeit- oder sonstigen Gründen von einem leichter erreichbaren Beobachtungsplatz aus spechteln will...)


    Mithin konnte ich bei meinem ersten Versuch am 4. März auch keinen Erfolg verzeichnen. Der einzige mir bis zu diesem Zeitpunkt bekannte Beobachtungsplatz mit einigermaßen guter Westsicht in meiner näheren Umgebung ist ein Sportplatz in der Ortschaft Patsch im Wipptal.
    Leider mußte ich feststellen, daß dieser Sportplatz neuerdings durch eine Flutlichtanlage so hell erleuchtet wird, daß ich an jenem 4. März gleich wieder kehrt und mich auf die Suche nach einem neuen Aufstellungsort machte.
    Als ich mich schließlich am anderen Ortsende von Patsch neben der Straße postiert hatte, war der Komet schon untergegangen. Tyisches Astronomenpech eben.


    Aber so schnell gab ich nicht auf. Am 13. März machte ich mich abermals auf, um den Kometen zusammen mit Bruno, und diesmal hatten wir Glück. In den folgenden Tagen war das Wetter einige Male schön genug, so daß ich mit meiner Ausrüstung ausrücken konnte, um ihn auf Zelluloid zu bannen.


    Leider stand der Komet von 47° Geographischer Breite aus gesehen bei Einbruch der Dunkelheit nie höher als 15° über dem Horizont, und so hatten wir jedesmal mit dicken Dunstschichten und Cirruswolken zu kämpfen. Dazu kam, daß der Komet von unserem Beobachtungsort direkt über Innsbruck stand - siehe unten, eine Aufnahme vom 15.03.02:



    Matthias hat daraus ein schönes Stimmungsbild gebastelt (Nur das Eselsohr verzeih ich Dir nie!! [:D])


    Das untenstehende Bild habe ich aus drei Aufnahmen in Photoshop aufaddiert, die am 18. März zwischen 19:49 und 20:00 entstanden sind.
    Belichtungszeit: 5, 6 und 10 Minuten. Fotografiert durch ein 200mm-Tele f/2,8 auf Fuji Superia 400.



    Irgendwo im Board hab ich mal was von der Software Giotto gelesen. Leider hat der beigefügte Link nicht funktioniert.
    Ich würde das Programm gerne mal ausprobieren - weiß irgendwer Näheres dazu? - Zeit zum Üben müßte ich bei dem Wetter ja im Überfluß haben... [:)]
    Bis denn...


    Freundlich tut grüßen


    Christian

  • Moin moin,


    also, das Giotto-Programm gibt es z.B. hier.


    Ansonsten Glückwunsch zu den gelungenen Aufnahmen !




    --
    Matthias, Besitzer von DICKMOPS


    <img src="http://www.sternkieker.de/rkn/images/CassLogo01.jpg" border=0>


    PS: Hab Dein Posting vom CCD- ins ObsBoard verlegt.

  • Hi Christian


    wer ist eigentlich Ikeya-Zhang? hab den seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen <img src=icon_smile_wink.gif border=0 align=middle>
    aber jetzt im Ernst, tolle Fotos hast du da geschossen wenn man bedenkt dass der Komet bei euch wesentlich tiefer steht, da waren die Nordlichter mal ausnahmsweise im Vorteil.
    Neben <a href="http://www.videoastronomy.org/">Giotto</a> kannst du dich auch einmal mit <a href="http://homepages.compuserve.de/Jdierks2/softw.htm">Fitswork</a> versuchen, das ich auch gerne einsetze


    Gruß


    --
    Roland
    http://www.videoastronomie.de/


    <img src="http://www.bunt.com./~rherrman/Divers/15er.gif" border=0>

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