SkyWatcher Dobson Tradicional 8" 203/1200

  • Hallo zusammen,

    Ich habe mir vor kurzem ein Teleskop bestellt,

    Skywatcher Dobson 8" 203/1200.

    Ich muss dazu sagen, ich bin vollkommen neu auf dem Gebiet und habe bisher ausschließlich theoretische Erfahrung gesammelt (Foren, Bücher, Videos)

    Ich habe mich für das Dobson entschieden weil es für Anfänger leicht zu bedienen sein soll und auch preislich (450€) noch im Rahmen bleibt um erste Erfahrungen zu sammeln.

    Zusätzlich habe ich mir noch einen Mondfilter dazu bestellt. Lieferung erfolgt in den nächsten Tagen.

    Kurz zu mir, ich wohne auf Mallorca und bin fasziniert wie klar der Himmel hier ist, ich wohne am Rande einer Stadt, habe eine riesige Dachterrasse also 360° Blick und zum Glück nur wenig störende Lichter.

    Meine Frage an die Allgemeinheit, ist das Teleskop für den Anfang wirklich ausreichend und gibt es Dinge die ich schon von Anfang an dazubestellen muss (Okulare, Filter...)

    Da ich wie gesagt neu in der Materie bin, beschränke ich mir fürs Erste auf unser Sonnensystem.

    Meine zweite Frage ist, kann mir einen beliebigen Sonnenfilter, Marke egal dazubestellen oder gibt es da was zu beachten?!

    Danke im Voraus für Antworten und Ratschläge.

    Liebe Grüße von der Insel

  • Hallo Alex,


    ich würde sagen, der 8 Zoll Dobson passt schon sehr gut zum Standort und kann Dir viel zeigen.

    Falls nicht schon am Teleskop vorhanden (meistes sind die Teile mit einem optischen Sucher 8x50) bestückt, würde ich auf jeden fall (auch zusätzlich) zu einem, günstigen Peilsucher (red Dot) raten, der Dir die Aufsuche sehr erleichtet, denn nur was Du findest kannst Du auch beobachten.

    Daher tendiere ich auch dazu, Einsteigern von Begin an zu einem langbrennweitigen Übersichtsokular mit 2" Steckmaß, großer Austrittspupille und großer Feldblende zu raten, spätestzens wenn Du nach den ersten Beobachtungen bemerkst, dass Dir das Hobby passt, ist so etwas dran.

    Wenig Vergrößerung aber eben viel Feld für Übersicht und Aufsuche. Das ist erst mal wichtiger als die ganz hohen Vergrößerungen.

    Daztu gehört dan auch ein ordentliches Programm wie z.B. Stellarium auf dem Computer und am Teleskop gutes, Einsteigerfreundliches Kartenmaterial, wie z.B. der Deepsky Reiseatlas oder ein Karkoschka. Schon ohne Teleskop kann eine drehbare Sternenkarte sehr hilfreich dabei sein, die Orientierung am Himmel zu erlernen. Das ist m.E. wichtig, nicht nur, wenn man auf elektronische Helferlein wie Teilkreise, GoTo und Apps für Handysteuerung verzichtet, was und einigermaßen gutem Himmel durchaus machbar ist, auch wenn es wohl immer mehr aus der Mode kommt.


    Vorsicht, ich bin Vollblutdobsonaut und entsprechenden Lesestoff gibt es auf meiner HP,

    hier mal eine kleine Auswahl:


    ZUbehör zum 8 Zoll Dobson


    Suchen und Finden


    Justage


    Lass Dich von der Justage nicht ins Bockshorn jagen und geh es erst an, wenn es wirklich nötig ist.

    Da gibt es noch mehr, z.B. auch zu Nebelfiltern, die nach en ersten Monaten für Deepsky auf Nebel interressant werden können aber für den Start reicht das erst mal locker.

    Wichtig ist noch, dass Skywatcher zwei Wechseladapter hat, also jeweils einen für 2 Zoll Zubehör und einen für 1 1/4 Zoll Zubehör. Wenn Du die weglässt, oder doppelt, also hintereinander nimmst, kommst Du visuell nicht in den Fokus.

    Du wirst 1 1/4 Zoll Zubehär haben, also kommt nur dieser Aufsatz in den Okularauszug und dfa hinein die Okulare.


    Gruß

    Günther

    Jeder macht sich die Probleme die er haben möchte,

    sei es um sie zu lösen oder um sie zu pflegen.

  • Hallo zurück,


    Erst einmal Danke für die Rückmeldung und die verlinkten Texte.


    Ich habe bereits heute mein Teleskop geliefert bekommen.

    Ganz schöner Brocken das Dobson mit 25kg, zum Glück muss es nur auf die Dachterrasse.

    Aufbau war relativ einfach, konnte ich während meiner Arbeit nebenbei machen.


    Das Teleskop wurde einem ersten kurzen Test unterzogen, Justierung des Suchers war sehr einfach.

    Jedoch habe ich den Mond angepeilt, doch konnte ich egal mit welchem Okular nur ne helle Mattscheibe sehen. Auch mit dem Fokus hat nix geklappt.

    Ich habe jetzt im Nachhinein nochmals drüber nachgedacht und habe tatsächlich zwei Wechseladapter hintereinander gesteckt.

    Laut beiliegender Anleitung sollte das auch so sein...

    Werde morgen nochmal in Ruhe testen und Feedback geben.

    Bin guter Hoffnung daß es daran liegt.

  • HZallo alex,


    hier steckt das 2 Zoll Teil drauf (der schwarze Aufsatz)


    hpim3016.jpg


    Das kannst Du durch lösen der beiden Schrauben in dem gerändelten Ring abnehmen, dafür muss das 1 1/4 Zoll Teil rein.

    Keinesfalls darf das 1 1/4 Zoll Adaperstück noch vor das 2 Zoll Teil.


    Gruß

    Günther

    Jeder macht sich die Probleme die er haben möchte,

    sei es um sie zu lösen oder um sie zu pflegen.

  • Hallo Günther, vielen Dank. Hat prima funktioniert. Konnte erste detailreiche Beobachtungen machen.

    Hab mir schonmal einen 6mm UWA Okular von Omegon bestellt.

    Werde mir die Tage noch zusätzlich eine Barlow Linse und ggf ein 2,3mm Okular von Celestron kaufen, bin mir da aber noch unsicher mit dem Okular.

    Desweiteren habe ich nach Sonnenfilter gesucht,

    ASTF: AstroSolar Teleskop Filter 200mm OD 5.0 von Baader,

    die kosten überall 146€ außer auf einer Internetseite für 114€, siehe Link:

    ASTF: AstroSolar Teleskop Filter 200mm - Teleskop Shop Ost

    Bin am überlegen ob ich diesen kaufen soll.

  • Hi Alex,


    ist super, dass du Spaß bei den ersten Beobachtungen hattest. Beschränke Dich nicht nur auf das Sonnensystem und wage Dich ruhig in den tiefen Kosmos vor. Das hat nichts mit Anfänger oder Fortgeschritten zu tun. Natürlich sind der Mond und die hellen Planeten besonders leicht zu finden. Aber es gibt auch viele Deepsky-Objekte, die für Anfänger lohnenswert sind. Gerade wenn Du wenig Lichtverschmutzung um Dich herum hast.


    Zu Deinen o.g. Fragen:

    114 Euro ist für einen fertigen Filter in der Größe wahrscheinlich ein gängiger Preis. Alternativ besteht die Möglichkeit die Filterfolie z.B. in DIN A4 zu kaufen und sich einen Filter selbst zu basteln. Ist nicht schwierig. Zum anderen benötigst Du für erste Beobachtungen der Sonne keine 8 Zoll Öffnung. Hat die Verschlusskappe Deines Teleskops vielleicht eine kleine Zusatzöffnung? Dann könntest Du die Öffnung entsprechend reduzieren und bräuchtest nur einen kleinen Filter, der deutlich günstiger ist. WICHTIG: Finger weg von Okularsonnenfiltern!


    Ich rate Dir dringend ab, Dir jetzt ein sehr kurzbrennweitiges Okular zu kaufen. Erstens hast Du bei 2,3mm Okular und 1200 mm Brennweite eine Vergrößerung von 520 fach was über dem theoretischen Auflösungsvermögen Deines Teleskops von 400fach liegt. Außerdem gibt es kaum Nächte, die im Seeing so gut sind, dass man so hoch vergrößern kann. Mit dem 6mm und 200facher Vergrößerung bist Du da für den Anfang schon gut aufgestellt.


    Eine Barlow würde ich auch erstmal zurückstellen es gibt wichtigeres. Welche Okulare hast Du?


    Kommst Du mit dem Sucher zurecht? Bequemer Einblick und Orientierung am Himmel? Wenn Du mehr suchen musst, ist vielleicht ein Telrad eine gute Investition.


    Und wenn es jetzt auf den Sommer zugeht und du Nebel beobachten möchtest, würde ich Dir einen ordentlichen O3 Filter empfehlen. Die Dinger sind schweineteuer, aber steigern den Beobachtungsgenuss für diese Objekte sehr.


    Zum Schluss am allerwichtigsten:


    Besorge Dir einen guten Sternenatlas und lerne damit umzugehen. Daneben vielleicht Literatur für Einsteiger (s.o. die Tipps von Günther) , kann man aber auch hier im Forum oder allgemein im Netz viele Anregungen finden. Aber ein guter Sternatlas ist ein Muss!! Gibts auch zum Selberdrucken: https://www.uv.es/jrtorres/triatlas.html


    Vielleicht gibts auch in Deiner Nähe ein paar Sternfreunde, die Dir das ein oder andere zeigen können, oder es machen mal welche Urlaub auf Malle.


    Ansonsten wirst Du mit dem 8 Zoll Dobs sicher viel Spaß haben.

    Axel

  • Hallo Alex,


    sehr schön, dass es mit den ersten Beobachtungen nun geklappt hat.

    Axel hat schon sehr viel RICHTIGES geschrieben, daher kann ich mich kurz halten.

    Ich empfehle allerdings eine sonnenfilter für möglichst viel Öffnung, hier hat Telerskop Austria recht gute, preiswerte, fertige Fiilter die für Skywatcher Teleskope optimal passen, da sie inTubusabschlussdeckeln gefasst sind:

    NF200n | Sonnenfolie in Fassung für 200mm Newton Teleskope
    Sonnenfolie in Fassung für 200mm Newton Teleskope
    teleskop-austria.at

    Da loht der Selbstbau kaum noch und Du hast fast volle Öffnung.


    Eine zusätzliche Barlow wäre nur nützlich, wenn Du sie vor einfachen Okularen einsetzen willst, z.B. solche WA und/oder Erfle Okularen wie diesen


    SWA10 | 10mm Erfle Okular, 70° Sehfeld
    10mm Erfle Okular, 70° Sehfeld
    teleskop-austria.at

    gibt es in einigen Brennweiten (im Link etwas runter scrollen).

    Die sind für den Anfang günstig und funktionieren an f/6 ganz ordentlich, mit einer Barlow davor sogar sehr gut.

    Das Thema hab ich unter Barlow wann wo warum mal aufgearbeitet.


    Dein 6 mm Omegon UWA ist für zusätzliche Barlows eher ungeeignet (es hat schon so ein Element in der Steckhülse) und dann wird auch die Vergrößerung schon mit Faktor 2 viel zu hoch.

    4-5 mm Brennweite funktioniert noch bei Deinem Dobson, aber das Seeing ist meistens zu schlevht, um deutlich unter 5 mm zu gehen. Von daher ist Dein 6 mm Okular schon eine ganz gute Wahl, nutze ich oft am 8 Zoll f/6.

    Eine ganz günstige Lösung, um irgendwann do mal was für die seltenen Gelegenheiten für die absolute Höchstvergrößerung zu haben habe ich hier im Forum mit dem Planetary-Minizoom kürzlich vorgerstellt.

    Ist aber eine kleine Bastelei.


    Gruß

    Günther

    Jeder macht sich die Probleme die er haben möchte,

    sei es um sie zu lösen oder um sie zu pflegen.

  • Hallo Alex,

    Meine zweite Frage ist, kann mir einen beliebigen Sonnenfilter, Marke egal dazubestellen oder gibt es da was zu beachten?!

    auch wenn ich kein Spezialist für Sonnenbeobachtung bin:

    Auf keinen Fall einen Okularsonnenfilter verwenden, da diese sich aufheizen und platzen können. Also der beste Weg zu massiven Augenschäden!


    Gab vor einiger Zeit mal einen Thread dazu


    Viel Spaß mit dem Dobson und CS,

    Klaus

  • Guten Abend und vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

    Ich werde mir erst mal kein weiteres Okular zulegen. Habe ein 25mm, 10mm und bald ein 6mm. Das sollte für den Anfang reichen. Auch nehme ich den Rat an und kaufe noch keine Barlow, wird aber mit Sicherheit in einiger Zeit dazukommen.

    Mit dem Sucher (9x50) komme ich soweit ganz gut zurecht. Einzige was mich etwas stört, das man sich manchmal ziemlich verenken muss, da der Sucher oben drauf platziert ist.

    Ich habe mir die Solarfolie direkt über die österreichische Seite bestellt, vielen Dank dir Günther, so günstig (45€) kommt man da sonst nicht ran.

    Jetzt warte ich erst mal auf besseres Wetter.

    Seit 2 Tagen ist es ziemlich windig und bewölkt hier über der Insel.

    Deepsky denke ich wird schwierig sein, da man die genauen Koordinaten benötigt, sonst schau ich wie vor 2 Tagen irgendwo ins Schwarze.

    Meine nächste Investition wird ein Sternatlas sein, gibt es da auch etwas zu beachten? Ich denke da wird es keine Unterschiede geben.


    Nochmals vielen Dank an alle für die Unterstützung.

  • Hallo Alex,


    mit den Okularen kommst du tatsächlich an dem so gut aus, dass Du weitere Okularkäufe erst nach selbst bei der Beobachtung erkannten eigenen Bedürfnissen tätigen kannst.

    Für den möglichen Fall, dass Du dazu noch was von mir lesen willst, verlinke ich mal meinen Artikel über Zubehör zum 8 Zoll f/6 Dobson.


    Ich nehme an, dass Du mit dem "normalen" 8x50 Geradsichtsucher ausgestattet bist.

    Für mich sind diese Teile auch recht ungeeignet, weil ich als alter Mann schon länger "Rücken habe".

    Ich empfahl schin mal eine zusätzlichen Red Dot, also einen Leuchtpunktsucher, weil das grobe Peilen darüber Dich schon ins Zielgebiet für das gesuchte Objekt führen kann und die Einblick-/Suchzeit im optischen Sucher deutlich verkürzen kann.

    Im Duett mit einem 2" Übersichtsokular ist an so einem Dobson bei der Aufsuche leichterer Objekte sogar der optische Sucher überflüssig und doch ist er wenn es knifflig wird, wieder sehr nützlich, was mich dann irgendwann davon überzeugt hat, einen Sucher mit Winkeleinblich und aufrechten, seitenrichtigen Bild anzuschaffen.

    Ist für Dich werst mal Zukunftsmusik, aber auch hi9er ein Link zum Thema Suchen und Finden.


    Gruß

    Günther

    Jeder macht sich die Probleme die er haben möchte,

    sei es um sie zu lösen oder um sie zu pflegen.

  • Hi Alex,


    zu dem Kurs hätte ich die Folie an deiner Stelle auch genommen ;) Ich beobachte die Sonne eher mit kleineren Instrumenten, aber das hat rein pragmatische Gründe.


    Die Abstufung der Okularbrennweiten sieht doch schon mal ganz gut aus. Irgendwann wird wahrscheinlich der Wunsch nach besseren Okularen aufkommen, aber gar nicht mal so sehr auf die Brennweite bezogen sondern mehr Gesichtsfeld, Einblickverhalten, Verzeichnugsfreiheit. Leider kommen wir auch wieder schnell in preisliche Regionen, wo ein Okular so viel kostet wie Dein Teleskop. Für den Anfang bist Du schon mal ganz gut ausgestattet.


    DeepSky ohne Kartenmaterial ist Fischen im Trüben, da hast Du vollkommen recht. Also zum Kartenmaterial:


    1. Orientierung am Himmel


    Old Schiool: Wenn Du Dich noch nicht so gut am Himmel auskennst und die Sternbilder noch lernen musst, ist für den Einstieg eine gute drehbare Sternkarte zu empfehlen. Ich mag diese Besonders: https://www.oculum-verlag.de/detailview?no=540 . Hier sind auch schon viele Deep-Sky Objekte eingezeichnet, so dass man auch hierfür eine erste Orientierung hat.


    Hast Du ein Fernglas? Falls nicht, besorg Dir eins in den Größenordnungen ca. 8 x 40 - 10 x 50 (Ich empfehle keine Vergrößerung mehr als 10 fach, da man mehr nicht freihändig halten kann und ab 10x50 wird es auch schon gewichtsmäßig schwer.


    Modern (aber nicht unbedingt besser): Handy Apps, die Dir den Sternenhimmel des aktuell anvisierten Himmelareals aufs Display zaubern. Man, kann dagegen einwenden, dass das Display Dir die Dunkeladaption der Augen zerstört, aber zum Lernen der Sternbilder finde ich das vertretbar.


    2. Mittlere Detailtiefe


    Der Klassiker schlechthin ist der Atlas für Himmelbeobachter von Karkoschka. Damit haben schon ganze Generationen von Amamteurastronomen angefangen.


    Inzwischen auch ein Klassiker ist der Deepsky Reiseatlas (https://www.oculum-verlag.de/detailview?no=608). Der ist immer an mir vorbeigegangen (wahrscheinlich weil ich, als er rauskam, schon Zugriff auf detailreichere Atlanten hatte).


    Mit 8 Zoll nutze ich total gerne den Pocket Skyataltas, wahrscheinlich auch weil er handlich ist und ich mein 8 Zoll am ehsten als Reiseteleskop nutze, Leider scheint der aktuell nur noch antiquarisch zu Mondpreisen zu bekommen sein.


    3. Hohe Detailtiefe:


    Der Goldstandard ist interstellarum Deep Sky Atlas. Hiermit wirst Du Jahrzehntelange beobachten können, ohne dass Dir die Objekte ausgehen.



    zu 2. und 3. gibt es auch noch den oben schon angesprochenen Tri Atlas zum selbst ausdrucken in verschiedenen Detailstufen https://www.uv.es/jrtorres/triatlas.html


    Viele Grüße

    Axel

  • Hallo zurück und erneute vielen Dank für die Antworten.

    Ich habe tatsächlich ein 9x50 Geradsichtsucher auf dem Teleskop. So steht's in der Bedienungsanleitung und auch auf der Internetseite.

    Ich werde mit den Leuchtpunktsucher mal genauer angucken, hört sich interessant an.

    Zu dem Kartenmaterial, drehbare Sternenkarte liegt bei mir schon im Einkaufswagen und Karkoschka sowie Deepsky Reiseatlas bin ich mir auch schon am anschauen, auf Apps verzichte ich vorerst, da ich "old school" anfangen möchte und mich auch ohne Technik am Himmel orientieren möchte.

    Nochmal kurz zu Deepsky, gibt es da einen Allrounder Filter, bzw. Okular was ich definitiv benötige und nicht fehlen darf oder reicht meine Ausstattung für den Anfang?


    Einen schönen Abend noch

    (Leider hier immer noch sehr windig und bewölkt)

  • Okay Alex,


    "old school" liest sich für mich recht hoffnungsvoll, denn so wie Du rangehst hab ich es auch gemacht, wird aber immer seltener.

    Dir hilft da eventuell auch der recht dunkle Himmel von dem Du schreibst und da wäre es mal interesant, die Sterngrenzgröße in mondlosen Nächten zu erfahren. Das m.E. wichtigste Okular für Dich ist ein 2 Zoll Übersichts- und Aufsuchokular mit großem Feld bei geringer Vergrößerung.

    Nur was du an Deepsky-Objekten findest. kannst Du auch beobachten.


    In meinem schon mal verlinkten verlinkten Artikel zum Zubehör findest Du eine Grenzgrößenkarte von kleinen Wagen mit dem Polarstern.

    Solche Karten gibt es auch von anderen Sternbildern. Das passende Übersichtsokular muss in etwa die Austrittspupille bringen, die dem Wert der erreichten Sterngrenzgröße mit bloßem Auge entspricht.

    Wie das alles zusammen hängt steht auch in dem Artikel.


    Da gibt es sehr gute Okulare für sehr viel Geld zu kaufen, Du hast allerdings mit dem 8 Zoll f/6 Newton das Glück, dass auch etwas günstigere Okulare, z.B. Erfle Designs, noch recht gut funktionieren, die an f/5 oder f/4 schon deutlich enttäuschender abschneiden. Ich habe z.B. mein 38er TSWA nie ausgemustert, es ist immer noch im Okularkoffer und kommt oft genug zum Einsatz.


    DEN Universalfilter für Deepsky gibt es nicht, aber wenn Dein Himmel wirklich gut ist, also etwa 6Mag oder auch mal mehr, geht jeder Ordentliche O III odert auch ein enger UHC.


    Gruß

    Günther

    Jeder macht sich die Probleme die er haben möchte,

    sei es um sie zu lösen oder um sie zu pflegen.

  • Hallo Alex,

    Zu dem Kartenmaterial, drehbare Sternenkarte liegt bei mir schon im Einkaufswagen und Karkoschka sowie Deepsky Reiseatlas bin ich mir auch schon am anschauen, auf Apps verzichte ich vorerst, da ich "old school" anfangen möchte und mich auch ohne Technik am Himmel orientieren möchte.

    ich bevorzuge mittlerweile die Kombination Deepsky Reiseatlas UND Deepsky Reiseführer. Die beiden Werke sind aufeinander abgestimmt und ergänzen sich gegenseitig. Im Reiseführer werden die Objekte sowie ihre Sichtbarkeit in Optiken unterschiedlicher Größe ausführlich besprochen. Die Zeichnungen dort vermitteln ausserdem einen guten Eindruck, was visuell mit verschiedenen Optiken möglich ist. Und der Theorieteil am Anfang des Buches ist sehr gut!


    Ich nutze den Reiseführer gerne auch bei schlechtem Wetter, um ein wenig darin zu stöbern und mir Gedanken über die nächsten Beobachtungsziele zu machen.


    Viele Grüße und CS,

    Klaus

  • Hallo zurück,

    Danke für die Tipps.

    Zu dem 2 Zoll Übersichts- und Aufsuchokular habe ich nochmal recherchiert da ich es in Betracht ziehe zu kaufen, um mir einen guten Überblick zu verschaffen, jedoch habe ich in meiner Preisklasse nichts passendes gefunden.

    Ich suche meist auf den üblichen Seiten wie astroshop.de oder hier auf der spanischen Seite telescopiamania.com. Gibt es hier weitere Seiten wo man auch Schnäppchen machen kann oder ist es ratsam aus zweiter Hand zu kaufen?


    Zu dem Kartenmaterial Deepsky Atlas, Reiseführer werde ich mir mit Sicherheit später zulegen.

    Ich habe nochmals nach der Drehbaren Himmelskarte geguckt und festgestellt das diese nur für den Breitengrad 50 ausgelegt ist.

    Hier auf Mallorca sitze ich auf dem 39°. Kann ich trotzdem die Sternenkarte nutzen?

    Ich habe keine passende mit dem Breitengrad gefunden, auch nicht auf den spanischen Seiten.


    Viele Grüße

  • Hallo Alex,


    Ich kenne für Deinen 8 Zoll f/6 als günstigste brauchbare Okulare mit großer Feldblende und damit auch großer AP zwei Möglichkeiten.


    Zum Einen ist es das GSO Erfle mit 42 mm Brennweite und 47 mm Feldblende. Es liefert 7 mm Austrittspupille und das Eigengesichtfeld wird mit 60° angegeben und ist für ca. 90 Euro in einschlägigen Shops zu finden.

    Dann gibt es noch ein 38 mm Erfle unter verschiedenen Lables (TS. Lacerta pp) mit 46 mm Feldblende. Es liefert 6,3 mm Austrittspupille bei 70° Eigengesichtsfeld. Der günstigste Preis liegt bei etwa 150 euro.


    Diese beiden Okulare zeigen in etwa das gleiche tatsächliche Gesichtfeld am Himmel, auch die Vergrößerungen unterscheiden sich mit 32 bzw 29fach kaum.

    Der wesentliche und merkliche Unterschied liegt darin, dass das 38 mm Okular mit 6,3 mm AP unter einem ~6 Mag Himmel besser geeignet ist und dass es (zumindest mein Exemplar) die etwas bessere Sternabbildung zum Rand des Gesichtsfeldes zeigt. Ich habe das Teil schon sehr lange und hoffe mal, dass sich da an der Bauart und Qualität nichts geändert hat.




    Gruß

    Günther

    Jeder macht sich die Probleme die er haben möchte,

    sei es um sie zu lösen oder um sie zu pflegen.

  • Hallo Alex,


    ich finde bei dem 38er PanaVue leider nirgernds Angaben zur Feldblende ubnd ich kenne das Okular auch nicht, habe nie durch so ein Teil beobachtet.

    Es kann zwar sein, dass die Feldblende ähnlich groß ist wie bei dem TS WA 38, dort ist 46 mm angegeben, aber sicher ist das nicht.


    Wenn Du z.B. bei Tante Google den Suchbegriff "Skywatcher panaview 38mm review" eingibst kommen ein paar englischsprachige Ergebnisse, die Du Dir mal ansehen kannst.


    Gruß

    Günther

    Jeder macht sich die Probleme die er haben möchte,

    sei es um sie zu lösen oder um sie zu pflegen.

  • Hallo Alex,


    ich will noch nachtragen, dass Sven Wienstein auf seiner Seite im Artikel zum 8 Zoll f/6 Dobson das 38er PanaViev zu den empfehlenswerten Einsteigerokularen unter gutem Himmel zählt.

    Ich verlasse mich selten auf fremde Aussagen bei Empfehlungen die ich ausspreche, aber hier weiß ich sicher, dass die Aussage fundiert ist und denke daher, dann passt das.


    Gruß

    Günther

    Jeder macht sich die Probleme die er haben möchte,

    sei es um sie zu lösen oder um sie zu pflegen.

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