• Hallo alle zusammen,


    Am gestrigen Abend habe ich zum zweiten mal mein neues Teleskop rausgestellt, das Wetter war aus Anfänger-sicht hervorragend :D .


    Zu Beginn beobachtete ich einen Stern der mir auch schon während des ersten Abends als erster ins Auge viel , er ist sehr hell und "funkelt" laut Stellarium könnte es sich um "Alphard" handeln .


    Nachdem ich mit dem bestaunen dieses wirklich schönen "Sterns" fertig war , richtete sich meine Aufmerksamkeit den 3 Sternen welche sich schön in einer Reihe befanden . (Mir war zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst das dies das von mir vergeblich gesuchte Sternbild "Orion" war.


    Ein kurzer Check in der Stellarium App lieferte mir dann Klarheit und ich war ganz aus dem Häuschen 😁, es war ca 22 Uhr und ich versuchte mit Hilfe der App und Sucher den "Orion Nebel" ins Visier zu nehmen . Als ich dann das erste mal mit meinen 25mm Okular = 31x einen Blick wagte konnte ich meinen Augen nicht trauen " Da ist er booooooaaaaaah" nun um ehrlich zu sein erkannte ich einen Nebligen Haufen der leicht Licht von sich zu geben schien.


    Ich versuchte es nun mit meinem 10mm Okular = 91x und konnte nun schon deutlich mehr erkennen, (ich weiß nicht zu 100% ob er es wirklich war) aber es war das einzig der artige Objekt was ich in dieser Region des Sternbildes ausfindig machen konnte .


    Beschreibung:


    -Meines Empfinden nach hatte das Objekt einen Grau-Grünlichen Farbton.


    -Das Objekt sah nach einer Nebelschwade/Sicht aus.


    - Es lag im Radius der von Stellarium berechneten Umgebung.


    - Relativ mittig des "Nebels" schien mir ein Objekt entgegen das ein ganz "schwacher" <-----Licht...(Distanz) Stern zusein schien.


    Würde mich freuen wenn jemand von euch mir Klarheit bringen könnte.


    Viele Grüße


    Maximilian

  • Hallo Maximilian,


    schön, dass du ein tolles Beobachtungserlebnis hattest. Ich welcher Himmelsrichtung hast du denn den hellen Stern gesehen? Helle Sterne zur Zeit am Nachthimmel sind Arcturus (Rinderhirte), Procyon (Kleiner Hund), Capella (Fuhrmann).


    Die 3 Sterne in einer Reihe sind der Oriongürtel. Im Orionnebel kann man ein helles "Licht" sehen, das ist das sogenannte Trapez - es besteht aus 2 Doppelsternen. Dafür brauchst du aber wohl eine höhere Vergrößerung, um es gut auflösen zu können. Die Farben des Nebels passen.


    LG Christian

  • Hallo Christian,


    mit dem 10mm Okular und ca. 75x sollte er das Trapez in 4 Sterne auflösen können.

    Gruß,

    Peter

    Quelle(J) 60/700 | Vixen M80S/400 | SV503 80/560ED | SV503 102/712ED| Polaris 102/460 | Evostar 120/1000 (FR .5) | SW N150/750 | StarTravel 150/750 | MC 127/1500 | C8 203/2030 (FR .63) - nach Bedarf auf SP-DX, AZ-4, Star Discovery WIFI, EQ3, EQ5, AZ-EQ5, AZ-EQ6, und/oder mit FR (Focal Reducer), CMOS SVBONY SV305
    SQM: 21,13 Bortle: 4 Elevation: 371m

  • Hallo Christian,


    Bezgl. des Sterns , diesen habe ich in richtung SW gesehen mit stärkerer Tendenz nach Süden.


    Ich habe die Möglichkeit mit Hilfe meiner Barlow-Linse auf 180x zu Vergrößern damit probiere ich es das nächste mal. (Ich weiß das Barlow-Linse nicht besonders beliebt sind , aber für einen Einsteiger als mitgeliefertes Equipment ein super Anfang )


    Viele grüße


    Maximilian

  • Post by Maximilian02hr ().

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  • Hallo Maximilian,


    da ist ja dein erster Beobachtungsbericht. Toll.


    Der helle funkelnde Stern war vermutlich Sirius, der Hauptstern des Großen Hundes, der hellste Stern überhaupt am Himmel. Stand der ziemlich tief am Horizont und links vom Orion?


    Im Orionnebel sollten mit deinem Teleskop 4 Sterne in Form eines Trapezes sichtbar sein. Falls du nochmal Gelegenheit hast, dann achte mal darauf, ob die die vier Sterne einzeln sehen kannst. Die Sterne sind aus dem Nebel entstanden, der sie umgibt. Leider verschwindet Orion bald vom Abendhimmel und die Frühlingssternbilder übernehmen den Platz.


    Wichtig ist, dass du dich gut am Himmel zurechtfindest. Du solltest daher zunächst die wichtigsten Sternbilder kennen und identifizieren können. Dabei hilft Stellarium und der folgende Link. Mit Hilfe des "Großen Wagens" oder "Cassiopeia", die eigentlich immer am Himmel zu sehen sind, kann man leicht die wichtigsten Sternbilder finden.


    http://www.astrofotografie.org/orientierung_himmel.htm


    Gruß

    Robert

  • Hallo Maximilian,


    180x ist für den Orion-Nebel zu viel, denn der hat 40' Durchmesser. Zur Auflösung des Trapezes würde ich eine V zwischen 50-100x empfehlen. Für den Orion-Nebel insgesamt eine kleine V (30-50x) wählen und idealerweise ein Okular mit großem Gesichtsfeld verwenden.


    Richtung SW könnte es natürlich Alphard gewesen sein, auch Sirius oder Procyon. Das kannst du ja in Stellarium überprüfen.


    Liebe Grüße,


    Christian

  • Hallo Robert,


    Deine Beschreibung des Standortes trifft ziemlich genau überein.


    Danke für den Tipp.


    Viele Grüße


    Maximilian

  • Hallo Christian,


    Ich habe auch die Möglichkeit zur 70x V, das liegt ja zwischen 50-100 dann wird das ausprobiert.


    Grüße


    Maximilian

  • Ich habe auch die Möglichkeit zur 70x V, das liegt ja zwischen 50-100 dann wird das ausprobiert.


    Hallo,


    Meinem Glückwunsch zur Beobachtung vom Orionnebel.

    Im Grunde genommen ist jetzt schon wieder die beste Zeit vorbei um diesem Nebel zu beobachten. Um 22 Uhr steht dieser Nebel schon wieder recht tief am Südwest Horizont. Für die nächste Wintersaison ist dieser Nebel gerade richtig.

    Eventuell kannst du dir bis dort hin einen Nebelfilter wie einen [OIII] oder UHC kaufen (oder zum Geburtstag schenken lassen), dieser hilft sehr um diesem und auch andere Nebel besser sichtbar zu machen.


    Wenn ich mich nicht irre hast du ein 130mm Teleskop.

    Versuche damit bei geringer Vergrößerung die Außenbereiche und eventuell auch den südlichen Bogen von diesem Nebel zu erfassen, eventuell erst im nächsten Winter und auch eventuell mit einem Filter. Bei mittlerer bis höherer Vergrößerung kommen auch die Strukturen im inneren der Huygens Region in Reichweite. Einfach mal ausprobieren.


    Viele Grüße

    Gerd

  • Hallo Maximilian

    Der Orionnebel ist ein tolles Objekt für den Anfang.

    Achte beim beobachten auf deine Augenadaption.

    Nimm dir auch Zeit das Objekt zu erkunden.

    Mit einer kleinen Vergrößerung geht das am Besten.

    Die Augen werden mit der Zeit auch lernen die Objekte deutlicher zu sehen, auch die Beobachtungserfahrung lässt einen immer wieder neue Details erkennen.

    Das wichtigste ,finde ich, ist das man einen Bezug von der angegebene Objekthelligkeit zu dem was man durchs Okular sieht bekommt.

    Das hilft auch schwächere Objekte im Okular zu erkennen.

    Also weiterhin viel Spass beim suchen ...finden und Beobachten

    Grüße Andreas

  • Hallo Gerd,


    Ja ich habe ein 130mm Newton.


    Grüße


    Maximilian

  • Hallo Andreas,


    Vielen dank für deine Tipps.


    Bezgl. der Augenadaption ich gehe extra immer etwas früher nach draußen und das Handy bleibt in der Hosentasche (außer ich nutze die Stellarium App) .


    Eine frage :


    Mein Garten liegt zusammen mit anderen Gärten in einem (man könnte sagen es ist ein Innenhof aus Gärten) und von außerhalb laufe ich beim beobachten manchmal für 1-2sek durch den Lichstrahl einer Straßenlaterne.


    Reicht ein so kurzer Zeitraum um die Augenadaption zu beeinflussen?


    Grüße


    Maximilian

  • Hallo Gerd,


    Du hast angesprochen das die Zeit für die Beobachtung des Orion-Nebels abläuft, reden wir von einem Zeitraum von 1-2 Wochen oder kürzer? Ich habe nämlich laut Wettervorhersage heute evt nochmal die Chance zu Beobachten und würde diese dafür Nutzen.


    Grüße


    Maximilian

  • Hallo Maximilian,


    Natürlich kannst du auch noch heute Abend und in den nächsten Wochen den Orionnebel beobachten. Du wirst aber sicher bemerken das sich dieser Nebel Abends immer mehr den Horizont annäherd bzw. von Tag zu Tag früher untergeht bis es keinen Sinn mehr macht diesen Nebel zu beobachten.

    Dafür werden wieder andere Objekte besser beobachtbar.


    Viele Grüße

    Gerd

  • Hallo Maximilian

    Ja leider reicht ein so kurzer Zeitraum von 1-2s schon aus um die Adaption zu ruinieren.

    Die Augen sind sehr Reaktionsschnell . Gerade wenn es von dunkel zu hell geht zieht sich die Pupille in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Von hell nach dunkel wiederum dauert es bis zur vollständigen Anpassung wieder fast 30 min.

    Hört sich jetzt komisch an, aber vielleicht hilft dir eine Sonnenbrille bei der Straßenbeleuchtung.

    ungewöhnliche Ereignisse verlangen manchmal ungewöhnliche Maßnahmen.

    Grüße Andreas

  • Hallo Maximilian,


    Ich gratuliere auch zur spontanen Auffindung des großen Orion Nemels M42!

    Und spiele mich ein wenig als Spielverderber auf zur "Einnordung". Das ist schon der eindrucksvollste Nebel den du zu Gesicht bekommen wirst! ;-).


    Meine Meinung zu Verrößerung ist: Es geht fast Alles was das Teleskop hergibt. Einfach alles an Okularen und Barlows durchprobieren.

    Wichtig ist tatsächlich die Dunkeladaption. Halte Dich mindestens 20min im Dunkeln auf. Licht ist tabu (außer "Rot") und am Besten auch ein dunkles Tuch über dne Kopf beim Beobachten. Hast Du eine Fasching, Piratenaugenklappe? Die kannst Du über das Beobachtungsauge ziehen wann immer Du ins Licht musst. Auch das kannst Du probieren. Mal so wie wir hier raten. Dann spazier mal ins Licht, geh zurück und blick nochmal ins Okular. Siehst Du?! (und jetzt musst Du wieder 20min warten ;-)...


    Viel Freude weiterhin und CS heute abend,

    Walter

  • Hallo Maximilian,

    welcher 130ger Newton ist es denn jetzt geworden?

    Servus,

    Roland

    Ich habe mich für ein relativ günstiges Einsteiger Modell von Sky-Watcher entschieden.


    130/900 auf einer EQ2.


    Bin aber tatsächlich sehr positiv überrascht was ich für mein Geld erhalten habe also Qualitativ absolut klasse.


    Dazu mitgeliefert wurde :


    1× 25mm Okular

    1× 10mm Okular

    1× Barlow Linse 2x


    Die genaue Bezeichnung des Teleskops ist :


    BK 1309 EQ2


    Grüße


    Maximilian

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