Eure Klassiker-Fernrohre ?

  • Hallo liebe Klassik-Freunde !


    In diesem Beitrag http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=71741
    hatte ich schon mal den Anstoss gebracht, ob vielleicht einige unter Euch, die Klassiker Teleskope besitzen, diese hier gern einmal in Wort und Bild präsentieren möchten. Vielleicht wird ja für die Klassik-Freunde eine hübsche Gallerie daraus ?


    Hier also der Beitrag noch mal entkoppelt. Ich mache mal den bescheidenen Anfang und bin gespannt, was für "Schätze" hier noch auftauchen !


    Im Bild zu sehen mein alter 80/1200 mm Refraktor. Das Gerät wurde 1969 von einem holländischen Werkzeugmacher gebaut. Das Objektiv ist ein ungefasster 80/1200 Lichtenknecker Achromat, die Fassung hat der Mann damals selbst gedreht. Der Tubus besteht aus einem Stahlrohr mit 105 mm Aussendurchmesser. Als OAZ fungiert ein alter Unitron/Polarex Standard-Fokussierer 0.96". Leit/Suchrohr ist ein 40 mm Tasci 4VTE. Die schwere Montierung stammt von Mizar aus dem Jahre 1975. Das Stativ schliesslich ist ein bescheidener Selbstbau von mir. Die Restauration des Ganzen hat mich ca. 80 Stunden Arbeit gekostet.




    CS Michi

  • Hallo Leute,


    sehr schöne "Sahnestücke" habt ihr da! Das erinnert mich noch an meine Anfänge vor 30 Jahren, als ich noch sabbernd vor dem UNITRON-Prospekt saß und von dem 100/1500 träumte! DER würde mich auch heute noch interessieren!![:p] Aber wo bekommt man sowas noch?[V]


    Viel Freude mit euren Klassikern


    Jörg

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: TheCCDAstronomer</i>
    <br />Da isch gerade was los ...


    http://www.ricardo.ch[...]538385480
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Weg für 760 CHF! [:)]


    DAS nenn' ich ein Schnäppchen!

  • Hallo, wenns wirklich ein Unitron war, dann wars wirklich ein Schnäppchen. Hier noch ein Bild meines 1965ers Royal Astro 76/1200 - leider nicht mehr in meinem Besitz.


    CS Michi


  • Heute war ein leicht sonniger Tag, und so habe ich mal meine Klassiker zwecks Fototermin in den Garten verfrachtet:




    Es handelt sich um ein japanisches 40x40-Fernroehrchen, drei 60mm-Refraktoren, einem 80er Refraktor sowie einem 114/900er Newton und einem Heidenhain 6" f/6.


    Interessant sind auch schon die Verpackungen ...





    Ich werde in den Folgepostings jedes Geraet vorstellen - ausserdem noch ein paar mehr, die nicht auf dem "Gruppenfoto" sind.

  • Tasco 9T im Originalzustand


    Solcherlei Teleskope wurden von Tasco, Bresser, Doerr, Eschenbach etc angeboten. Sie fanden sich nicht nur in vielen Optikerlaeden der 1980er Jahre, sondern auch im Angebot von Warenhaeusern wie Quelle oder Neckermann, um nur ein paar zu nennen. Meist war es das kleinste Fernrohr von dreien: Es wurde zusammen mit dem parallaktischen 60/900er und dem 114/900er Newton angeboten. Preis um die 300 DM.


    Dieses Geraet stellt den Originalzustand dar, lediglich das Sucher fehlt. Ich konnte es bei Ebay guenstig ersteigern.





    Grund, weswegen ich auf das 9T scharf war, war dass ich als 14-jaehriger bereits ein 9T hatte. Dieses hat ueber die Zeiten viele Modifikationen erfahren, und heute sieht es so aus:



    Ich benutzte es von Anfang an auf der Montierung vom Tasco 10K (80/1200mm Refraktor), die Kombination war relativ stabil und erlaubte Astrofotografie mit Handnachfuehrung (also wirklich Hand, nix Motor) durch ein aufgesatteltes 500er Tele f/8.



    Um 1988 war es in meinem Freundeskreis in Mode, das Rohr mit selbstklebender Alkorfolie farblich zu veraendern. So wurde der einst weisse Tubus blau, dann weiss, und schliesslich wurde die Folie abgeknibbelt und das Rohr grau lackiert. Nach einigen Jahren der Nichtnutzung habe ich es vor einiger Zeit nochmals umgebaut. Der Tubus wurde eingekuerzt, um einen modernen 1 1/4" Metallokularauszug zu installieren. Mit guten Okularen ist das Teil richtig toll, und in der optischen Leistung einem durchschnittlichen LIDLscope ueberlegen.


    Es war auch zu dieser Zeit, dass ich den Tubus "vergoldete". Grund war, dass beim Leitrohreinsatz durch die Stellschrauben unschoene Dellen im Tubus entstanden waren, und durch die vielen Farbgebungen der Tubus recht rauh war, was einer Lackierung im Wege stand. So denn nun das "Trompetenblech-Design", das den Status meines dienstaeltesten Teleskops untermauert.

  • Back to the roots ... mein erstes Fernrohr (abgesehen vom YPS-Gimmick) war ein 40x40 mit terrestrischem Bild. Ich konnte vor einigen Wochen wieder so eins ergattern - sieht ein bisschen anders aus, ist aber Vergleichbares drin: Glas-Einzellinse mit Blende dahinter (ca 20mm!), sodass ein dunkles Bild garantiert ist.




    Mond durch dieses Fernrohr zeigt "griesige" Krater - soll heissen, man sieht die Krater, aber nicht besonders plastisch. Wohl eine Kombination aus 20mm-Aufloesevermoegen und 40-facher Vergroesserung. Saturn ist eine Ellipse (letztens ueberprueft) - jetzt weiss ich auch, warum ich mit meinem Teil Saturn nie gesehen habe.



    Von dem Teil daneben haette ich wohl zu 40x40-Zeiten getraeumt: Ein echter Achromat, 60mm Oeffnung und 15, 30, 45, 60 und 90x Vergrosserung durch Klickrastung am Okualarauszug. Auch ein terrestrisches Fernrohr, das nicht nur wegen des fehlendes Zenitspiegels in der Amateurastronomieszene ein Schattendasein fuehrte, obwohl es mit Stativ schon fuer unter 200 Mark erhaeltlich war. Das Sucher ist ein 4x15 - Einlinser. Das Geraet habe ich fuer 8 Euro bei Ebay ersteigert, rein aus Neugier wegen des merkwuerdigen Suchers.

  • Die Marke "Prinz" ist in England eine Marke wie in Deutschland "Revue", "Weltblick" etc gewesen. Es gab z.B. die "Prinzflex"-SLR-Kamera, wie es in Deutschland die Revueflex gab.


    Diesen Refraktor erwarb ich fuer wenig Geld in einem erbaermlichen Zustand vor etwa fuenf Jahren. Ich wollte es restaurieren und einer Schule spenden ... Restauration ja, Schule nein: Kein Interesse. So ists meins.



    Es ist ein ausserordentlich langer Tubus, nicht wie beim Tasco-10K ein kuerzerer Tubus mit "Posaunen"-OAZ. Auch hat der Refraktor eine unueblich hohe Brennweite, es ist ein 76/1250mm.



    Na gut, 76.2mm - Praezision ist hier wichtig, die 0.2mm machens bestimmt. Uebrigens hat dieser OAZ eine 36.4mm-Einschraubhuelse, wie man sie von Vixen kennt. Sehr praktisch, da man die 24.5mm-Steckhuelse einfach durch eine 31.8er substituieren kann (man versuche das mal beim 10K ohne den Tubus verlaengern zu muessen - nicht wahr, Michi ?). Warum die Japaner diese praktische Loesung zugunsten der Schmalspurbahnloesung "reiner 24.5mm-OAZ" aufgegeben haben ?


    Die Montierung ist auch einen Blick wert.



    Sie sieht irgendwie "wertig" aus, aber man sollte sich nicht taeuschen lassen. Sie ist (noch) wackliger als die Tasco-10K-Montierung, und sie hat auch schon die "Billig-Klemmungen", sprich Schraube drueckt auf Welle anstatt saubere Rundum-Schlitzblockklemmloesungen a la Unitron.


    Der Sucher ist ein achromatischer 6x30 mit Schwalbenschwanz, ein Design das heute wieder ueblich ist.

  • Hier das sicherlich bekannteste Teleskop, mit dem wahrscheinlich jeder Zweite unter uns im Verlauf seiner astronomischen "Karriere" in Beruehrung gekommen ist: Der 114-er Newton !



    Dieses Tasco 11T ersteigerte ich bei Ebay fuer umgerechnet 75 Euro. Ich war sehr erstaunt, als ich es aufbaute. Es ist laut Manual 1980 oder spaeter, aber aufgrund der Karton-Optik nicht spaeter als 1985 ausgeliefert worden. Und es ist WIE NEU !! Einzig das Sucherfernrohr hat kein Fadenkreuz mehr, ansonsten scheint das Geraet nie benutzt worden zu sein. Okay, der charakteristische Geruch im Tubus hat sich in dem Vierteljahrhundert ebenfalls verfluechtigt.




    Das 11T ist ein bisschen anders gewesen als die anderen 114er. Die Montierung hat eine Raendelschraube mehr an der RA-Schnecke, und sie ist auf einem kurzen Zylinder montiert, der in den Stativadapter muendet. Das hatte meines Wissens nur Tasco so.



    Auch das Stativ ist eher wie beim 10K, es hat runde Ausziehbeine und wirkt massiver als die Standardstativbeine anderer 114er.



    Hier noch ein Gesamtbild von dem guten Stueck:



    Lustig auch das Typenschild, "Reflection telescope" ...



    Ein Blick von vorne hinein zeigt die charakteristische 3-fach-Gewindestangenspinne, die so tolle Sechsfachstrahlen macht.


  • Zur Abwechslung mal ein deutscher Klassiker. Es stammt aus dem Nachlass eines in Newcastle verstorbenen Sternfreunds und sollte weggeworfen werden ! Stattdessen wurde es der Sunderland Astronomical Society gegeben, die mit dem stark renovierungsbeduerftigen Instrument nichts anzufangen wusste.


    Als ich gefragt wurde, ob ich ein vierzig Jahre altes deutsches Sechszollteleskop auf Gabel haben wolle, haette ich fast die Gegenfrage gestellt, ob der Pabst katholisch sei !



    Die Bilder zeigen das Instrument nach Komplettzerlegung und Neulackierung, da die Farbe abblaetterte.


    Interessanterweise hat der OAZ ein 36mm-Schraubgewinde (nicht 36.4mm!), ueber das die 23.5mm-Mikroskopokulare eingesteckt werden. Zwei Okulare waren dabei, Huygens 40mm und 50mm, Tunnelblick inklusive. Inzwischen habe ich einen Adapter fuer 31.8mm gedreht. Interessant auch der Sucher, dessen Strahlengang durch den Haupttubus gelegt wurde. Reichlich Aufwand fuer 20mm Oeffnung !



    Nach ueber 40 Jahren ist die Aluschicht wohl kein Garantiefall mehr. Sodenn erwartet die Optik eine Neuverspiegelung, danach kann ich dann berichten wie gut sie ist.


  • Hier nun ein sehr ungewoehnliches Teleskop, das der Cleveland&Darlington Astronomical Society gehoert und derzeit zur Rekonstruktion "Patient" bei mir ist. Als ich das Fernrohr das erste Mal sah, dachte ich: Nanu, ein frueher Katadiopt ? 114/1200mm in so einem kurzen Tubus ?




    Doch es ist anders - der Tubus ist fuer die Transportstellung zusammengeschoben. Fuenf Ueberwurfmuttern muessen geloest werden, bevor die Stangen mit dem Spiegel nach hinten herausgezogen werden koennen.



    Dann wird der untere Tubusteil um eine Zehntelumdrehung rotiert und die Stangen in Aufnahmen geschoben, die auf der anderen Seite wieder die Raendelmuttern aufgeschraubt bekommen. Sehr komplizierte Sache, nicht wirklich justierstabil und fricklig, die fuenf Stangen gleichzeitig in die Loecher zu bekommen, vor allem beim Wechsel in die Transportstellung !



    Also ein halber Gittertubus .... jahrelang herumgestanden (mit fehlenden Teilen an der Montierung), dementsprechend Staub und Fingerabdruecke auf dem Hauptspiegel.



    Frontseitig hat das Instrument eine gebogene Spinne aus einem Stueck Blech - dieser auf Dimitri Maksutov zurueckgehende Trick wurde hier erfolgreich umgesetzt. Vor allem die Plantenbeobachter werden sich darueber gefreut haben.



    Die Montierung ist mit der des Prinz 76/1250ers nahezu baugleich. Jedoch fehlt eine Klemmung in RA - die Grobbewegung erfolgt per Rutschkupplung.


  • Ein letztes Bild zeigt drei Teleskope Cassegrainscher Bauart:




    Das weisse Zeiss 150/2250mm ist ein echter Cassegrain und fast noch neu (inklusive Neugeruch im Tubus). Ich verwende dieses Geraet hauptsaechlich fuer Fotografie, wenn lange Brennweite angesagt ist, z.B. bei Bedeckungen von Planeten durch den Mond. Die Optik ist sehr gut, trotz 40% Abschattung und das bei f/15 ! Der Tubus ist aus Stahl, das Geraet deshalb extrem schwer.


    Das C8 daneben ist ja mittlerweile auch ein Klassiker. Es ist nicht meins, sondern nur auf der Durchreise zwecks Kollimation.


    Das C5 gehoert mir auch (noch) nicht, ist zur Reinigung hier - auch eines der alten orangen Serie.



    Und morgen bekomme ich einen "Prinz 500" rein, 60/900 auf EQ2-Typ. Restaurierungsbeduerftig, ohne Gegengewichtsachse und Gegengewicht - dank einer hilfreichen englischen Sternfreundin ist aber schon Ersatz unterwegs. Ich werde das Teil dann auch hier vorstellen ...

  • Hallo Jürgen ! Danke für deine göttliche "Ahnen-Gallerie" ! Einfach toll !


    Übrigens kann man noch heute bei der Firma Heidenhain nachfragen und mit etwas Glück bekommt man dort noch per mail eine Bedienanleitung für den 150/1000er als PDF ! Hatte letztes Jahr das Glück, dann aber die Datei durch einen HDD-Crash verloren !


    CS Michi

  • Mein 1. Klassiker, noch im Einsatz:

    C8 (orange, ca. 1985) auf Witte und Nehls Regulus Monti (alte Bauart, 70er Jahre, mit Synchronmotor)


    Und hier mein 2. Klassiker, auch noch oft im Einsatz:

    C8 auf Original-Gabel, allerdings mit dem "Topf" des C11


    Hartwig

  • Moinsen,


    hier mein Senf dazu [;)] Mit diesem Gerätetyp - allerdings von "Tasco" (Modell 66-T) hatte ich meine ersten Schritte am Himmel gemacht .. unvergesslich wars!







    War wohl 1979 oder so ...


    Grüsse Hannes

  • Hi Hannes,


    das koennte meiner sein ! Gekauft 1983 (gebraucht), spaeter verkauft um den 60er Tasco zu finanzieren. Ja, so einen suche ich auch noch ... genau den: Helles Holzstativ, Tubus und Taukappe weiss, Stellraeder silbern und H20, H12, H5 nebst 1.5x-Umkehrlinse, so waren dann auch 180x bei Venus drin - allerdings ohne Zenitspiegel.



    Ein Update zum Prinz 500, das ich heute abholte. Baugleich mit dem Bresser 60/900er. Leider ein ziemlicher Griff ins Klo: Offenbar hat jemand damit versucht, Einbrecher in die Flucht zu schlagen - so siehts jedenfalls aus. Die Objektivlinse sah irgendwie dreckig aus - ich schraubte sie ab und erhielt einen Sonnenfokus in ca. 35cm Entfernung - das Flintelement fehlt ! Naja, immerhin tuts der 6x30 Sucher und Stativ/Montierung sind auch zu retten ... irgendwo habe ich auch noch einen 60/900er Linsenstapel, den gilts jetzt zu finden ...
    okay, waren ja nur 20 Pfund, trotzdem aergerlich wenn der Typ nicht schreibt, dass das Rohr nicht funktioniert !

  • Hallo, hier ist noch ein Mini-Klassiker : der Tasco 4VTE Refraktor mit 40 mm Öffnung und Zoom-Optik in den Stufen 25x 30x 35x 40x 45x und 50x. Eignet sich auch gut als Such-/Leitrohr, nur ist er mir dafür schon fast zu gross.
    Ich suche eher so einen klassischen 10x40 Sucher ( kurz ) oder 8x30 mm. Wer so etwas hat und tauschen möchte, kann sich gerne melden. Der 4VTE ist übrigens tatsächlich ein vergüteter Achromat ( gekittet ).



    CS Michi

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: JSchmoll</i>
    <br />Die Marke "Prinz" ist in England eine Marke wie in Deutschland "Revue", "Weltblick" etc gewesen. Es gab z.B. die "Prinzflex"-SLR-Kamera, wie es in Deutschland die Revueflex gab.


    Diesen Refraktor erwarb ich fuer wenig Geld in einem erbaermlichen Zustand vor etwa fuenf Jahren. Ich wollte es restaurieren und einer Schule spenden ... Restauration ja, Schule nein: Kein Interesse. So ists meins.



    Es ist ein ausserordentlich langer Tubus, nicht wie beim Tasco-10K ein kuerzerer Tubus mit "Posaunen"-OAZ. Auch hat der Refraktor eine unueblich hohe Brennweite, es ist ein 76/1250mm.



    Na gut, 76.2mm - Praezision ist hier wichtig, die 0.2mm machens bestimmt. Uebrigens hat dieser OAZ eine 36.4mm-Einschraubhuelse, wie man sie von Vixen kennt. Sehr praktisch, da man die 24.5mm-Steckhuelse einfach durch eine 31.8er substituieren kann (man versuche das mal beim 10K ohne den Tubus verlaengern zu muessen - nicht wahr, Michi ?). Warum die Japaner diese praktische Loesung zugunsten der Schmalspurbahnloesung "reiner 24.5mm-OAZ" aufgegeben haben ?


    Die Montierung ist auch einen Blick wert.



    Sie sieht irgendwie "wertig" aus, aber man sollte sich nicht taeuschen lassen. Sie ist (noch) wackliger als die Tasco-10K-Montierung, und sie hat auch schon die "Billig-Klemmungen", sprich Schraube drueckt auf Welle anstatt saubere Rundum-Schlitzblockklemmloesungen a la Unitron.


    Der Sucher ist ein achromatischer 6x30 mit Schwalbenschwanz, ein Design das heute wieder ueblich ist.




    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    <font size="3">Hallo Jürgen,


    sollte Dir dieser Refraktor jemals zu sperrig werden[8D] - denk' bitte an mich *sabber*. Er würde bestimmt hübsch zu meiner Mizar-Montierung passen.Dass ich kürzlich meinen Royal Astro 76/1200 verkaufen muste, tut mir heute noch weh und gerne würde ich wieder so ein Teil mal haben.</font id="size3">
    CS Michi

  • Hallo allerseits,


    hier nun endlich der "neue" bereits angekuendigte Greenkat 60/900 (nicht "Prinz", das war die Schrottgurke vor einigen Wochen - fehlendes Flintelement, Tubus offenbar als Hammer benutzt ...).


    Fuer um die 60 Pfund (inklusive Versand) bekam ich einen GREENKAT 60/900mm Refraktor in Originalverpackung. Das Geraet wurde haeufiger benutzt, aber gut gepflegt. Ein Fotoadapter wurde nachtraeglich hinzugeholt, mehr siehe unten.


    Erstmal ein paar Totalbilder von dem guten Stueck, das in seiner Ausfuehrung mit Reflexsucher an die REVUE-Version (Foto Quelle) erinnert.




    Neben dem Sonnenfilter liegt fuer den, ders weniger abenteuerlich mag, ein Sonnenprojektionsschirm bei.



    Allerdings gibt es zwei Konstruktionsfehler: Erstens ist das Grobauszugsrohr des Okularauszuges nicht klemmbar, es verrutscht leicht. Dann wird der Schirm am dickeren Teil des Auszugs befestigt - das Rohr, das sich ueber Zahn und Trieb feinverstellen laesst. Leider muss man das duenne Rohr so weit herausziehen, dass das Sonnenbild das Zentrum des Schirms deutlich verfehlt ...


    Interessant der Reflexsucher. Ich kannte bislang lediglich den des 114/1000er Katadiopts: Eine Edelvariante des verrufenen 5x24-Einlinsers mit Blende, das aus dem planparallelen Frontfenster des Catadiopts herauspeilt, unbenutzbar. Hier jedoch nutzt der Sucher das komplette 60mm-Objektiv, und das Bild ist hell und klar. Man kann das Sucher uebrigens auch an einem Nahobjekt justieren, da jegliche Parallaxe fortfaellt.



    Hier nochmal der OAZ mit dem leicht durchrutschenden Grobauszugsrohr. Inzwischen habe ich es zerlegt und mit etwas Klebeband die Friktion erhoeht.



    Nun der Kameraadapter - standesgemaess habe ich eine alte (zeitgenoessische ?) Kamera angehaengt. Da ein gaengiger Fokal- oder Projektionsadapter das Auszugsrohr herunterreissen wuerde, da dieses ja nicht klemmbar ist, wurde diese komplizierte Loesung gewaehlt. Die Halterung ist mit der SLR bereits ueberlastet - wahrscheinlich eher fuer Nicht-SLR gedacht: Mond scharfstellen, Kamera auf unendlich dranflanschen und abdruecken ...





    Soweit hierzu. Weitere Klassiker erwuenscht ...


    PS: Der 6"-Heidenhainspiegel ist gerade beim Aluminisieren.

  • Hi Michael,


    ja, das ist die Exakta 1000. Habe gerade auch noch eine 100%ige Exakta Varex 2b geschenkt bekommen. [:p] Habe schon so einige Klassikerkameras - die will halt keiner mehr, so sammeln sie sich nun an ...

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