Old School Spiegelschleifen auf Russisch

  • Schaut mal dieses abgefahrene historische Video:

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    Ab 2:45 wird es spannend.
    Mangels Schleifmittel wird mal eben eine Siliciumcarbid Scheibe zerkloppt und gesiebt.
    Mangels rundem Rohling wird per - natürlich russischer - Konservendose rundiert.
    Der Foucault Tester (7:05 min) sieht fast so high tec aus, wie mein aller erster


    Von wann wird das wohl sein? So um die 1970-er?
    Wer kann russisch?

  • Servus Stathis,
    danke für das Video. Ich werde es mir später anschauen. Ein bisserl Russisch kann ich, ob es ausreicht weiß ich nicht. Ich kenne aber Freunde, die sehr gut Russisch können oder sogar muttersprachlich Russisch sprechen. Ich bin auf jeden Fall gespannt. [:)]
    Servus,
    Roland

  • Dank´ Dir, Stathis!


    Schöner Ausflug ins händische Werkeln!
    By the way, moderner Astro-Krempel ist auch nicht immer das gelbe vom weissen Ei...[:D][:D][:D]


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    Beste Grüße
    Markus

  • Hallo Stathis,<blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Stathis</i>
    <br />Von wann wird das wohl sein? So um die 1970-er?
    Wer kann russisch?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">das geht unter Windows mittlerweile erschreckend gut ganz ohne menschliche Hilfe.
    Einfach auf Einstellungen (Das Zahnrad), dann Untertitel, dort automatisch übersetzen und dann deutsch. Das geht sogar per Spracherkennung nur mit dem Tonkanal.
    Den Universalübersetzer der Enterprise gibt es mittlerweile in der Realtität [:0].


    Gruss Heinz

  • Hallo Stathis.


    Danke für dieses Fundstück! Als der Junge zu arbeiten begann, wurde mir richtig warm ums Herz. Allerdings zittere ich immer mit, wenn ein Foucault-tester mit frei stehender Rasierklinge gezeigt wird. Hoffentlich hat sich noch nie jemand an diesen gefährlichen Teilen verletzt.




    Viele Grüße,


    Guntram

  • Hallo, vielen Dank für den Link zu diesem tollen Video. Spiegelschleifen kann so einfach sein[;)]
    Die anderen Videos der Serie sind ebenfalls sehenswert, auch für Astrofotografen.
    Durch das Video bin ich nach langer Zeit mal wieder auf das Selentschuk-Observatorium aufmerksam geworden, dass ich bisher nur aus früheren Listen der größten Teleskope kannte.

    Für Spiegelschleifer auch interessant ist die Geschichte der Renovierung dieses 6m-Teleskops:
    https://www.sao.ru/Doc-en/Even…irrorChronicle/index.html


    Gruß
    Stefan

  • Hallo Stathis,


    da ist dir ja ein netter Ausflug in die Vergangenheit zugeflogen. Das scheint tatsächlich aus den 70gern zu stammen. Die Folgevideos datieren ebenfalls aus mitte-ende der 70ger.
    Das ist auch ungefähr die Zeit wo ich selber meine ersten Teleskope gebaut hab. Mein allererstes bestand aus einem Vergrößerungsglas (extra zu Karstadt gefahren und gekauft), einem abgeschraubtem Okular eines alten Feldstechers und selbst geklebten, ineinander verschiebbaren Pappröhren. Ich kann den Pragmatismus dieser Videos daher gut nachvollziehen und erinnere mich gerne an meinen Enthusiasmus der damaligen Zeit.


    Danke fürs einstellen.
    Kay

  • Hallo Stathis,


    wunderbar! Ein russischer Gospodin Dobson!. Tolles Lehrvideo (ich verstehe es). Ich mag die unaufgeregte Art eines geduldigen Lehrers. So herrlich anders als National Geographic und Konsorten. Aber ähnlich in der Atmosphäre wie das von John Dobson. Danke dafür :-).
    Meine Lieblingsstelle: 4:45 ("yippie, der Spiegel funktioniert, der Spiegel funktioniert").


    CS,
    Walter

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Cleo</i>
    <br />
    Wie um alles in der Welt bist Du denn auf dieses Video gestoßen?
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Das hat einer im griechischen Astroforum "Astrovox" verlinkt (seit der Kriese sind solche Videos populär).


    Heinz, das mit den Deutschen Untertiteln funktioniert ja wirklich gut, herrlich! Nur beim tanzenden Jungen verstehe ich nur "Robotie", danke Walter für die Aufklärung.


    Die mixen sogar Teer und Kolophonium für das optische Pech zusammen (5:15 min)- genau so wie heute!


    Hätte ich in meiner Jugend so einen Lehrer gehabt, wäre ich sicher schon viel früher zum Spiegelschleifen gekommen. vielleicht hätte sogar so ein Video gereicht?[:p]
    Was aus diesem Jungen wohl heute geworden ist?

  • Grüß´ Dich, Stathis!


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">
    Hätte ich in meiner Jugend so einen Lehrer gehabt, wäre ich sicher schon viel früher zum Spiegelschleifen gekommen. vielleicht hätte sogar so ein Video gereicht?[:p]
    Was aus diesem Jungen wohl heute geworden ist?
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Wie mir scheint, ist ein wenig Philosophie da im Spiel...[:)]
    Nun denn, wie mir mein alter Mathe-Pauker (ehemaliger U-Boot Kommandant im WK2) in der Quinta des hiesigen Arnoldinums dereinst so roundabout 1970 nach Christus angedeihen ließ, äusserte sich eine weltweit anerkannte Koryphähe ein wenig nach Beendigung des Spätmittelalters wie folgt: Ein Kind, welches von Herzen geliebt wird, und welchem man alles Wissen und alles erdenklich Gute angedeihen lässt, wird seinen Weg finden. Ein Kind, welchem daran entbehrt, wird dagegen verwahrlosen...
    Think about...
    But, By the way... Ich denke mal, er hat sich zu einem ausgesprochen liebenswerten kopfgesteuerten Homo sapiens sapiens entwickelt, welchen ich auch in meiner Genenis auch genauso geplant hatte!!
    viele Grü0e
    Markus aka Gott, der Allmächtige [:D]

  • Hallo Stathis,


    da hast du wirklich ein Kleinod ausgegraben - wie Walter schon sagt, unaufgeregt und angenehm entschleunigt.

    (==&gt;) Walter:


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"> Meine Lieblingsstelle: 4:45 ("yippie, der Spiegel funktioniert, der Spiegel funktioniert").<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Danke für die Übersetzung. Aber auch wenn man nichts versteht, wird doch wieder deutlich, dass sich die Amateurastronomen überall irgendwo ähnlich sind [:D]


    Servus
    Ben

  • Hallo Stathis + Astrofreunde,


    genau so habe wir damals den Wulst beim Schleifkurs im deutschen Museum München, bei Hans Oberndorfer mit dem Finger bearbeitet und nachher die angewärmte Pechhaut, eine Nacht auf dem Spiegel sinken lassen um dann fertig zu polieren!


    Auch die beiden anderen Videos der Serie sind interessant, zeigen Sie doch, verschieden Geräte und deren einfache Umsetzung in Amateur Größe.
    Manches ist auch heute noch zu verwenden, z.B. den mit Brandoor nachgeführten Halter für 2 - 4 Kameras, die bei einer Sitzung gleich verschieden Himmelsareale aufnehmen können!
    Oder den einfachen gesteuerten Heliostatspiegel mit festem Sonnen - Teleskop auf den Polarstern ausgerichtet durchs Hausdach usw.


    Video 1 &gt;

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    Video 3 &gt;

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    Scheint auch so, als wurde dort in den Schulen frühzeitig praktische Mathematikanwendung praktiziert, was den Unterricht sicher kurzweiliger gestaltet, als nur nach Pisa - Kriterien!

    Gruß Günter


    GSO 12"+ 8" Skywatcher Dobson, Celestron 8" Scmidtkamera; C8 Orange + 5,5" Comet-Catcher; MAK 100/1000 + 127/1500; ED 80 PRO,

  • Der “Erklärer“ in dem Video ist L.L. Sikoruk, so was wie der russischer Ranga Yogeshvar der 70/80er Jahre. Hier ist er in einem Beitrag erwähnt.
    https://forum-stellarum.de/sho…ighlight=Sikoruk#pid43661
    L.L.Sikoruk lebt aktuell als 81jähriger in Novosibirsk - um ihn ist es in den letzten Jahren ruhig geworden.
    Er war die Kultfigur der russischen Teleskopszene, er war verantwortlich, dass Novosibirsker Instrumentenbaufirma mit dem Teleskopbau begann und die Marke TAL erschuf. Um ihn herum bildete sich um 1973 eine ATM‘ler Gruppe von Spiegelschleifern, die rund 100 Intrumente bis (den Gerüchten nach) 315mm Öffnung bauten. Als Autor und Medienschaffender und Regisseur gehörten seine Filme „Physik für Kinder“ zum Bildungsfernsehen der UdSSR. Sein Film „Telescopes dedicated to amateur stronomy“ ging (wie man heute schreibe würde) „viral“ ;) . Sein Buch "Telescopes for astronomy lovers" war DAS letzte russische Standardwerk zur Amateurastronomie. Es wurde so etwas wie das Referenzwerk der russischen Amateurastronomie.
    Von L. L. Sikoruk ging auch der Anstoß zum Bau des Planetariums in Novosibrisk aus, das mit einem 8“ Refraktor, das größte Teleskp, das TAL herstellte, bestückt wurde.
    http://asknovosibirsk.com/answ…ot-only-watching-the-sky/
    oder hier
    https://nebo-nsk.ru
    Im Zuge eines Bestechungsskandals zog er sich dann aus der Öffentlichkeit zurück.


    Über den Jungen im Film ist nichts bekannt ... ;)


    Andreas-TAL

  • Hallo Andreas,


    das ist ja toll, Du hast wirklich einen tiefen Bezug zur Russischen Astro Szene. Jetzt hat mein TAL100 einen dicken "ideellen Wertepunkt" mehr.


    Das Übersetzungstool, wenn auch nicht perfekt, ist fast beängstigend gut, es ist wirklich bald soweit mit Simultanübersetzung per künstlicher Stimme. Das noch mit den Sprachfähigkeiten von HAL...


    Eine nette Stelle wo sich die Übersetzung noch verheddert ist bei 3:47 mit den 30 Jahren und 40 Kilometern. Sikoruk sagt: "Ich hätte es früher selbst nicht geglaubt [ Teleskopspiegelschleifen mit einfachen Mitteln auf diese Art], wenn ich nicht vor 30 Jahren selbst 40 Kilometer um dieses Faß gelaufen wäre und so eine perfekte Optik für mein erstes Teleskop gemacht hätte. ..." Hmm, 1977 minus 30, muss so 1947 gewesen sein, kurz nach dem Krieg. Bemerkenswert.


    Jetzt schaue ich mir auch Teil 1 (von 2) an (grad entdeckt):

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    CS,
    Walter

  • Hallo,
    der Film erinnert mich ein wenig an meine optischen Anfänge.
    Wie ich versucht habe, mit den Optikkenntnissen aus der 6. Klasse als Schüler ein Fernrohr zu bauen, getreu den Worten meines Vaters: „Wenn du was Besonderes haben willst, baue es dir!“ Zuerst aus kleinen, irgendwo gefundenen Linsen. Da ich gelesen hatte, dass der Durchmesser entscheidend sei, habe ich versucht, eine Linse selber zu fertigen. Allein die Glasbeschaffung ist eine Geschichte für sich. Mein erstes Läppmittel was Sand, der aber völlig ungeeignet war. Bis mir dann mein Vater aus der Autowerkstatt „Einschleifmittel für Autoventile“ besorgt hatte, von dem ich aber noch das Öl auswaschen musste, was beim ersten Versuch zu einer Abflussrohrverstopfung mit dem entsprechenden häuslichen Ärger führte.
    Auch das Pech habe ich aus Kolophonium (dazu habe ich mal den Kolophoniumvorrat der örtlichen Musikalienhandlung aufgekauft), Bitumen, Teer und Terpentin auf dem Gasherd zusammengeschmolzen, mit den entsprechenden Folgen für die Küche meiner Mutter. Als Poliermittel habe ich Eisenoxid aus dem Chemiekabinett der Schule verwendet, was aber mehr schlecht als recht funktionierte. Na jedenfalls war die Linse dann irgendwann „fertig“ und wurde eingebaut. Wie ich heute weiß, war die wohl grottschlecht und ich sah noch weniger…….
    Diese Linse spielte dann noch mal eine Rolle bei einem Vorstellungsgespräch bei einer großen opt. Firma. Leider habe ich diesen beruflichen Weg dann nicht weiter verfolgt.


    MfG Thomas (VdS Mat.zentr.)

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