Zusammenstellung ok? Bitte um Tip.

  • Was haltet ihr davon? Ich möchte hauptsächlich Planeten und Mond fotografieren aber ein bisschen Deepsky sollte auch machbar sein. Aus diesem Grund habe ich mich für den Leichtbaunewton entschieden der im Gegensatz zu dem normal Newton (8kg) nur 5kg wiegt.


    TS Newton 200/900mm f/4,5 auf GP-E Montierung mit AL 90 von Vixen


    Technische Daten
    Tubusgewicht 5 kg
    Länge 860 mm
    Sucher 6x30 Sucher
    Okularauszug 2" mit 1,25" Reduzierung
    D-Fangspiegel 63 mm kleine Achse
    Grenzgröße vis. 14 mag
    Auflösung 0,57"
    Zubehör Plössl 25mm / Plössl 9mm


    GP-E Montierung mit AL 90 von Vixen und 5kg Gegengewicht - umfangreiche Ausstattung:
    - Motoren mit Kupplung für man. Verstellung in beiden Achsen -
    - professionelle Schrittmotorsteuerung mit per. Fehlerkorrektur Powerflex SLP -
    - Polsucher POL-GP mit Beleuchtung


    Ein 200er deswegen weil ich das visuelle nicht vernachlässigen will.
    Und eine GP-DX nicht weil einfach zu teuer.


    mfg
    ebo

  • Mein erstes und ich habe nur mit der "normalen" Fotografie Erfahrung. Ich wollte mir nur direkt ein Teleskop kaufen was mir die o.g. Sachen auch ermöglichen. Mit den billigeren Geräten geht das ja nicht und die stehen dann in der Ecke herum oder man verliert die Lust.


    Und wenn man mit dieser Zusammenstellung schon einigermaßen zurechtkommt, "irgendwann nachdem ich die Objekte auch finde [:D] , dann bekommt man ja ev. Lust auf mehr und eine stabilere Montierung.


    Als Kamera werde ich zunächst eine EOS 350D ausprobieren wollen.

  • Hallo ebo,
    ich denke, da hast du schon mal ganz gut ausgesucht. Höchstens das Stativ sollte gegen ein stabileres ausgetauscht werden. Und mit der 350d steigst du auch gleich in die ganze Fülle der Möglichkeiten ein.


    Viel Erfolg bei deinen ersten astonomischen Schritten.
    Gruß...Gerald

  • Hallo Ebo.


    Ich kenne weder das Teleskop noch die Montierung genauer, kann also dazu nichts sagen.[:I]


    Mond & Planeten fotografieren (webcam) kann man eigentlich mit jedem equatoriell montierten Teleskop; das geht mit m'Bissel Übung auch mit'm Dobson.[:)]


    Deine Aussage "bisschen DeepSky" macht mich aber stutzig..[|)]
    Weil: dafür ist u.U. Langzeitbelichtung nötig, das erfordert eine präzise Montierung, welche auch mit Leitrohr und Kamera NICHT an ihrem Leistungslimit anstösst.


    Deshalb meine Tipps:


    1. Wenn Du wirklich DeepSky-Fotografie betreiben willst, dann solltest Du Dein Budget lieber in eine fototaugliche Montierung (EQ-6, GP-DX oder ähnlich) stecken als in eine möglichst grosse Optik.
    Grund: Nimm' eine taugliche Montierung und eine grottenschlechte Optik - Du wirst bessere Bilder knipsen und vielleicht sogar auch visuell mehr Spass haben als mit einer Super-Optik auf einem Wackelgerüst!


    2. Falls Du also diese Kombination aus Budgetgründen so zusammengestellt hast (schlecht finde ich sie nicht, soweit ich das beurteilen kann..), dann würd'ich auch bei eingeschränkter DeepSky-Fotografie eher 'ne Nummer kleiner (z.B. 150/750mm) greiffen.
    Grund 1: siehe oben: "zu stabil" gibt's nicht!
    Grund 2: vergiss' nicht das Zubehöhr! Okulare, Literatur, Filter, Sucher,.... , für Fotografie auch n'Leitrohr mit tauglicher Halterung, Kameraadapter, ggf. Brennweitenverkürzung (Focalreducer, Telekompressor) oder -verlängerung (Barlowlinse) undundund - das alles kostet n'Haufen Geld.[V]



    Tipp3: Eigenbau! Musst' natürlich nicht alles selber bauen, aber z.B. ein Stativ wie dieses

    spart einiges an Kohle, lässt sich mit einfachen Mitteln selber bauen und ist erst noch stabiler als ziemlich jedes Alustativ[8D]
    Mit dem Geld, was Du sparst, kannst Du ein Okular mehr (oder ein edleres 2" Weitwinkel anstelle eines normalen 32er Plössl) kauuuUUfen[:p]


    Am besten ist es sowieso immer, wenn man realen Kontakt in der Umgebung sucht. Dort kann man die Geräte live anschauen, Mitbeobachten und alles bequatschen. Jedes Teleskop und jedes Zubehöhrteil hat seine Vor- und Nachteile, damit kann man schon ettliche Stunden verbringen - und dann will man ja auch noch n'Bisserl gucken (Spechteln)...[;)]


    Ich weiss, es ist schwierig sich in Geduld zu üben, aber keine Sorge; die Sterne laufen Dir nicht davon. [;)]
    Die nächsten 1..2 Monate verpasst Du lediglich, dass es erst spät in der Nacht richtig schön dunkel wird, also Spechteln unter der Woche schwierig wird..[V]

  • Hallo ebo,


    Deine Zusammenstellung liest sich schon recht vernünftig,
    ABER: Für Deepsky fehlt Dir defnitiv noch ein Leitrohr, ansonsten wirst Du mit der Monti im DeepSky-Bereich keine Freude haben.


    Für Mond und Planeten ist die Ausstattung prinzipiell ok, mit f=900mm kannst Du mit der DSLR Mond schön formatfüllend aufnehmen. Für Monddetails oder gar Planeten brauchst Du dann aber dringend eine (bruachbare) 3x oder gar 5x Barlow. Mit f=900mm ist an Planeten zunächst mal nix zu holen. Außerdem empfehle ich Dir für Planeten oder Monddetails nicht mit der DSLR zu arbeiten, das dürfte zunächst eher Frust auslösen. Für diese Anwendung ist eine Webcam (ToUCam Pro) geradezu prädestiniert.


    Überhaupt scheint bei Dir bisher das Zubehör (Okulare, Adapter, etc.) noch zu fehlen. Da bist Du schnell auch noch etliche Euronen los.


    Vorteilhaft an Deiner Zusammenstellung ist, daß Du eigentlich alles langfristig benutzen kannst, alles was ich so geschrieben habe, was Dir noch fehlt, kannst Du eigentlich jederzeit nachrüsten.


    steffen

  • Hi Ebo,
    man mag mich steinigen, aber ich finde die Wahl des Newton mit f/4,5 für den hauptsächlichen Zweck, nämlich Planeten und Mond und ETWAS DEEP-SKY, als nicht richtig. Meiner Meinung nach würde ein f/8 Newton da die bessere Wahl, nicht nur in Betracht der dann für das f/4,5 Teleskop benötigte Okulare. Klar hat deine Wahl eine Brennweite von 900 mm, die als Grundlänge ja nicht schlecht ist, aber bezüglich Justageverhalten und Okularwahl, würde ich an deiner stelle vielleicht noch ein bisschen recherchieren.


    Schönen Gruß
    Robert

  • Hallo ebo,


    das f/4,5 ist schon O.K. Du wirst evtl. zwar ein paar Randschärfenprobleme bekommen, was man mit einem Comacorrector allerdings in den Griff bekommt. Ein "Schnelles Newton" ist zum Einstieg in die Astrofotografie m.E. besser geeignet, zumindest soabld es um DeepSky geht (habe den gleichen Weg gewählt - bei mir isses sogar ein f/4). Der Vorteil ist einfach das man nicht solange belichten muss und bereits mit einem kleinen Leitrohr vernünftige Ergebnisse erzielt. Robert hat zwar Recht damit das ein f/8 für Planeten die bessere Wahl ist, aber da du mit der EOS 350D ja gleich "upper-class" eingestiegen bist wirst du wohl sicherlich fotografisch einiges ausprobieren wollen.
    Ich finde deine Wahl für den fotografischen Einstieg auf jeden Fall O.K. Eine Einschränkung wird aber die Planetenfotografie sein. Hier kommst du nur durch Okularprojektion auf die erforderliche Vergrößerung!
    Noch ein Tip: Wenn du vorhast DeepSky-Bilder zu machen, dann lass dir vor dem Kauf vom Händler garantieren dass die Fokallage für Spiegelreflexkameras ausreicht, denn das ist bei weiten nicht bei allen Newtons der Fall.
    In dem Sinne: Viel Erfolg!



    Gruß,
    Jürgen

  • Hallo


    und die Monti ist mit Leitrohr und Kamera und Projektionsadapter noch ausreichend?
    bei dem Öffnungsverhältnis Planeten? na und, ich habe einen 150/715 mit 46er FS, der sieht richtig gut aus am Planeten.


    Gruß Frank

  • Habe nun mal nachgeschaut. Die GP-E trägt bis 8" oder auch 8kg. Die Astro5DXincl Goto trägt auch bis 8" aber bis 9kg. Die CamGoto ist auch für bis 8" ausgelegt trägt aber bis 10kg. Und die letzten beiden haben für den gleichen Preis der GP-E sogar schon Goto drin.
    Oder eine HEQ5 Montierung die mit Steuerung auch im Bereich der GP-E liegt und bis 14kg belastbar ist.


    Frage ist halt ob die GP-E in der Nachführung besser ist und noch für das Gewicht des leichten Newton ausreicht.


    Und das mit kauf dir lieber ne bessere Montierung und ne kleine Öffnung steht leider nicht so richtig im Verhältnis. Weil die nächst bessere Montierung kostet ca. 1000 Euro mehr und das spare ich ja nicht durch einen kleineren Newton.
    Ich meine klar ich haette lieber die GP-DX aber die ist für mich im Moment nicht bezahlbar. Da müsst ich dann noch bis Weihnachten warten und das ist schwer. [:D]

  • Hallo Ebo.


    Ich wollte Dich lediglich drauf aufmerksam machen, dass es wesentlich günstiger kommt, wenn Du gleich zu beginn eine "endgültige Montierung" anschaffst und dann gerätemässig aufrüstest, als wenn Du "einfach ein Gerät" kaufst und dann für Fotografie montierungsmässig aufrüsten musst.


    Ich habe die ganze Palette durchgespielt: Astro1, dann Astro3 mit Nachführmotor, jetzt eine SkyView2 (entspricht knapp der GP) und wirklich zufrieden bin ich noch immer nicht![V]


    Am letzten TT habe ich einen gesehen, der hat sich gleich eine stabile Montierung (es war eine EQ-6) gekauft und da vorerst mal einen 150/750 Newton (gibt's z.B. beim Wolfi für 140.- Euros) draufgesetzt.
    Später, so hat er mir erzählt, soll da mal ein 8" f/5 oder ein 10" Leichtbau drauf. Das ist m.E. der wesentlich bessere Weg!


    Aber, entscheiden was DU kaufst, das musst/kannst Du sowieso selber..[;)]

  • Das weiß ich ja. Ich bin im Moment noch in der Findungsphase und bei den ganzen Sachen ist das sehr schwer. Insbesondere wenn man sich preislich auch noch einen Rahmen setzt.
    Schaun wir mal was am Ende dabei herauskommt.[:p]

  • Hi Ebo,
    noch eine Meinung:
    Mit einem TS Newton 200/900mm f/4,5 auf GP-E Montierung mit AL 90 von Vixen liegst du erst einmal gut im Rennen. Du kannst damit viel Erfahrung sammeln, ganz ordentliche Astrofotos machen... um dann festzustellen, dass alles größer und stabiler sein muss. Und dass Gutes natürlich auch viel teurer ist.
    Aber bekanntlich kommt der Geschmack mit beim Essen.
    Der vergleichsweise preiswerte TS Newton mit GP-E macht als Einsteigegerät bestimmt Spass!
    CS
    Timm
    (manchmal frage ich mich, warum ich nur ein Spechtler bin)

  • Hallo Ebo,


    ich bin Besitzer einer GP-E Montierung. Allerdings sitzt bei mir ein C8 drauf. Ich habe visuell keine Probleme mit der Montierung. Wenn ich mir aber ein gleich dickes Rohr (8“) das doppelt so lang ist plus noch ein weiteres Leitrohr, das wahrscheinlich auch nicht viel kürzer als 1m sein wird vorstelle, das dazu noch fotografisch tauglich sein soll, dann kommen mir Zweifel an der Stabilität der GP-E. Nicht falsch verstehen, die GP-E ist eine gute Montierung, aber für derart große Lasten scheint sie mir dann doch unterdimensioniert zu sein. Visuell dürfte so eine Kombination auch schon ein Grenzfall sein.


    Gruß Heiko

  • Den Sucher würde ich auf 8x50 ansetzen. Hast Du deutlich mehr von.
    Und überleg Dir das gut, wenn Du noch keine Erfahrung in Sachen Astrofotografie hast!
    Vielleicht ist es ja doch nicht so leicht wie es aussieht. Aber wenn Du es wissen willst:
    Spar nicht an der Monti.bei einem 8'' würde ich eine Montierung nehmen, die gleich 10kg und mehr trägt.
    Bei einem Newton brauchst Du ein gutes Leitrohr. Am besten 80/900. Und das wiegt.
    Je stabiler, desto besser.

  • Hallo


    vieleicht mal eine gebrauchte Monti suchen? da gibt es bestimmt die EQ6 zum HEQ5 Preis, und das Ding kann man optimieren mit allem möglichem und größer, tragfähiger geht kaum.


    Gruß Frank

  • Ich werde suchen. Die GP-E ist für mich gestorben. Ich werde weiter suchen bzw. noch etwas warten und mir dann eine GP-DX kaufen.
    Ich glaube auch das Astrofotografie nicht einfach ist aber je schlechter die Geräte desto schwerer.


    mfg
    ebo

  • Hi Ebo,
    für mich paßt die Geräteauswahl und die Anforderung nicht zu sammen.
    Der Orion ist ein DS Gerät und Richfielder - Du gibst aber Planeten als Ziel an.


    Für DS paßt der Newton und die 350D sicher auch. Du bräuchtest:
    eine stabilere Monti, einen KomaKorrektor und ein Leitrohr


    Für Planeten ist der Newton m.E. nicht optimal. Auch die Knipse nicht zwingend (das geht einfacher und besser mit ner Webcam). Du bräuchtest dann ne Barlow, ne Webcam, und als Gerät ein MC oder MN.
    Die Monti (GPE) könntest Du dann ggf. nehmen, je nach Gerät.


    Visuell bist DU mit f/4,5 im Bereich von HighEndOkus, die entsprechend kosten. Da sind schnell 1000,- € verballert. nur mal als Hinweis.
    CS

  • Hallo,


    Antares hat 100% Recht; ein schlechteres Planetentelekop wird man wohl kaum finden (vom Prinzip her, nicht was den Hersteller angeht).


    Wenn du wirklich Planeten fotografieren willst dann schaum mal, womit solche Aufnahmen gemacht werden. Eine günstigste Alternative düfte ein C8 sein in der Größenklasse. Ich behaupte aber mal, 8" braucht man nicht dafür. Ein 5" Mak guter Qualität dürfte viel besser passen.


    Andreas

  • So.
    Ich habe mir bei Ebay folgendes ersteigert:


    -Vixen R135S Newton-Reflektor 135/720mm f/5.3, ohne Okulare
    -Vixen Great Polaris E Montierung, mit original Vixen Polsucher, -Polsucherbeleuchtung und Teilkreisen erweitert, also identisch mit GP -Montierung, Gegengewicht 2800g
    -Vixen Holzstativ höhenverstellbar 65 bis 86cm
    -Vixen Sucherfernrohr 6x30


    Dazu noch ein Vixen LV 25mm, ein 11mm Nagler und eine Powermate 2,5 und Adapter für meine EOS.
    Damit werde ich dann, ich hoffe ab morgen wenn die Post das schafft weil heute abgeschickt, in den Himmel schauen.


    Danke an euch alle für die Meinungen und Erfahrungen, die sicherlich zu meiner Entscheidung beigetragen haben.
    Aufrüsten kann ich später immer noch.


    mfg


    Markus
    ( ebo im Chat [:D] )

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