Neue APOs?

  • Hallo zusammen,


    im amerikanischen Forum Cloudy Nights verspricht eine wohl recht neue Firma (Istar Optical) 'revolutionäre' apochromatische Astrografen und Refraktoren für den visuellen Gebrauch, z.T. mit exotischen Daten wie 180 f/5 und bei Verzicht auf ED Gläser.


    http://www.cloudynights.com/ub…sb/5/o/all/fpart/all/vc/1


    Viele Details werden noch nicht verraten, doch die Spotdiagramm scheinen überzeugend (die Wellenlängen sind nicht so klar).



    Was halten die Spezies hier im Forum, die mit Oslo und anderen Programm APOs durchrechenen, davon?



    beste Grüße



    Thomas

  • Hallo Thomas,
    die Interferomerterexperten kommen noch; da aber Linsen mein Hobby sind, möchte ich auch was dazu sagen:
    Ich habe für meinen letzten Refraktor für die asphärische Umarbeitung 200 Stunden benötigt und drei Flächen bearbeiten müssen. Es gibt momentan außer bei Presslinsen keine industrielle Möglichkeit der Massenfertigung echter asphärischer Linsen.
    Es wird aber jede Retusche fehlerhafter Linsen als Asphäre verkauft (z.B. die Objektive, die wegen fehlerhaftem Radius eine solche UK haben, die über den Linsenabstand nicht mehr zu korrigieren ist)
    Eine echte Asphäre ist vom Kunden nicht nachzuprüfen, weil der Begriff "Asphäre" lediglich "Abweichung von der Kugelform" bedeutet; jede Retusche ist also asphärisch.
    Ich schreibe das deswegen so hart, weil mir keiner erzählen kann, daß ein asphärisches Refraktorobjektiv 150x1500 lächerliche 495 Dollar kostet (lt. Internetseite)
    Der nächste Punkt :
    Ohne Gläser mit entsprechendem Brechungsindex kommst du meiner Meinung nach nicht ohne anderweitigen Aufwand in die Apochromasiebedingung. So einfach. Im Moment wird aber viel mit Apo geworben, wo kein Apo drin ist. Oder mit anderen Begriffen, z,B, dem Petzval-System. Das kam aus der Fotografie, weil damals mit langen Brennweiten gearbeitet werden mußte, um die Bildfeldwölbung zu verringern. Herr Petzval hat die nachgeschaltete Korrekturlinse zur Bildfeldebnung erfunden, damit auch kürzere Brennweiten, also kürzere Belichtungszeiten verwendet werden können. Selbst ein deutscher Händler hat dieses Provisorium in einem China.Refraktor letztens als "Superachromat" angeboten. Über diese Frechheit zu schweigen fällt schwer, weil lt. Def. ein Superachromat besser korrigiert ist als ein APO, weil er dessen Eigenschaften über ein viel größeres Feld aufrechterhält. Aber etliche Käufer sind bestimmt drauf reingefallen und haben den Farbwerfer gekauft.
    Ich schreibe es nur, weil auch hier dem Petzval-System wieder magische Eigenschaften zugesprochen werden ("180mm F/8 APO Petzval Astrograph/Visual Refractor")- "visual", dann siehst den Farbsaum nicht so doll, außerdem hat er ja nicht umsonst F8 (als Astrograph).
    Ich bin der festen Überzeugung, daß die Prüfexperten zu anderen Werten kommen und die Teile als normale Achros laufen. Die vermeindlich echten Apos gibts da wohl auch, Preise werden da aber nicht umsonst nicht angeboten. So, und wer Taukappen mit großen Löchern baut, bei dem würde ich eh vorsichtig sein.
    Viele Grüße
    Daniel
    Ich habe einen kleinen Fehler korrigiert

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Daniel-Nord</i>
    <br />Ich schreibe es nur, weil auch hier dem Petzval-System wieder magische Eigenschaften zugesprochen werden<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Das kommt wohl daher, dass sowohl Televue NP als auch Takahashi FSQ als Petzval-Systeme gelten ...


    Trotzdem habe ich (als nicht-Experte) mal einen Blick auf die Spots des 160mm f/5 geworfen. Von den Eckdaten könnte es ja wirklich ein Interessantes System sein. Die Spots gehen aber leider nur bis 10mm off Axis. 21mm wären aber für viele Astrofotografen auch interessant.


    Abgesehen davon sind schöne Spots das eine, die mechanische Fertigung das andere. Da gibt es für den Hersteller sicher noch viele Probleme zu lösen. So große Linsen wollen sauber und intelligent gefasst werden usw. usf.

  • Hallo Daniel,<blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Daniel-Nord</i>
    <br />Es gibt momentan außer bei Presslinsen keine industrielle Möglichkeit der Massenfertigung echter asphärischer Linsen.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">das ist nach meinen Informationen nicht richtig. Minolta hat in den 80'er Jahren ein Verfahren entwickelt, bei dem, so weit ich weiss, auf die rotierende sphärische Linse ein Kunstharz aufgetragen wurde, welches dann für eine entsprechende asphärische Linsenkrümmung sorgte (Hybrid- bzw. Verbund-Asphäre). Tamron verwendet ein ähnliches Verfahren.
    In Fotoobjektiven werden oft asphärische Linsen verbaut und ich kann mir nicht vorstellen, dass dies alles missglückte Sphären oder Presslinsen sind.


    Gruss Heinz

  • Hallo Heinz,


    ja, da stimme ich dir zu. Auch den Trick mit der Dickschichtvergütung usw.
    Aber wir sprechen von asphärischen Optiken mit 150mm Durchmesser für 495 Dollar. Ich glaube kaum, daß du bei Minolta da fündig wirst.
    Du kannst auch eine Schwabbelscheibe auf die 70-ger Zone der hinteren Flintlinse aufsetzen, den Bereich im Radius größer machen, also die Strahlen weiter nach hinten verlegen und die grundsätzliche Unterkorrektur beseitigen. Auch das ist eine "Asphäre".
    Es ist ja auch nicht verboten, so zu werben und viele Leute werden auch begeistert sein.
    Es gibt doch sowieso bald nur noch "Asphärische Refraktoren", "Superachromaten", "Superapos", "Super-ED-Apochromaten", "handkorrigierter Vollapo",
    "Fraunhofer mit besonderer Farbkorrektur" ....


    Viele Grüße
    Daniel

  • Hallo zusammen,


    laut ISTAR ist das Designe der APOs neuartig, revolutunär, was auch immer dies heißen mag, und seit kurzem durch Patenten geschützt. Von Aspähren habe ich nichts gelesen, wo steht dies? Vielmehr wird auf eine russische Arbeit verwiesen, in der es mit konventionelle Gläsern gelang, allerdings 5 Linsen, einen echten lichstarken APO zu bauen.


    Istar hat bereits große Linsen, allerdings nur Achromate gebaut, es scheint so als wenn die Fertigung in der Tschechisen Republik liegt. Sie schreiben selbst, dass sie ihren Ruf ruinieren würden, wenn sie jetzt etwas versprechen was nicht haltbar ist. Andererseits, gibt es bei drei Linsen nicht so viele neuartige Varianten, und es würde schon wundern, wenn in hundert Jahren Optik Desgine etwas wichtiges übersehen wurde.


    Unter dem Strich finde ich die Ankündigung spannend, bin aber eher auch etwas skeptisch.



    Thomas

  • Hallo Thomas,
    ich habe es auf der Internetseite von denen gelesen, da stehen auch die Preise, allerdings nicht für die Apos
    istar-optical.com und www davor
    Viele Grüße
    Daniel

  • Hallo Thomas,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Sie schreiben selbst, dass sie ihren Ruf ruinieren würden, wenn sie jetzt etwas versprechen was nicht haltbar ist.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Was für einen Ruf? Die Internetseite ist noch im Aufbau, relevante Infos zur Technik "coming soon", Bilder "coming soon", usw....die Beiträge in dem Forum sind natürlich reine Marktanalyse, die Fragen der User werden ja fast nicht beantwortet.
    Einen Ruf muss man sich erst erarbeiten, manche schaffen es auch nie. Es macht aber Spaß, die Beiträge zu lesen, und so richtig glaubt der Chef ja wohl auch selber nicht an sein Vorhaben, habe ich den Eindruck.
    Viele Grüße
    Daniel

  • Die Einstiegsseite finde ich schon etwas merkwurdig. Da soll man sich seinen eigenen Traum-Super-Apo-Refraktor aus einem achromatischen Dublett bauen. So weit die Beta-Seite.
    Ehrlich gesagt habe ich schon Zweifel am Sinn der revolutionären Löcher in der Taukappe.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: mintaka</i>
    <br />Die Einstiegsseite finde ich schon etwas merkwurdig. Da soll man sich seinen eigenen Traum-Super-Apo-Refraktor aus einem achromatischen Dublett bauen. So weit die Beta-Seite.
    Ehrlich gesagt habe ich schon Zweifel am Sinn der revolutionären Löcher in der Taukappe.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Keine Frage, die Webseite macht einen sehr marktschreiersichen Eindruck. Doch das Spot Diagramm für einen 180 mm F/5 System ( wenn ich es recht interpretiere ohne ED Gläser!) ist bemerkenswert:


    http://www.cloudynights.com/ub…-sx%20180%20f5%20Spot.jpg


    oder auch 160mm f/8


    http://www.cloudynights.com/ub…-sx%20160%20f8%20Spot.jpg





    Gruß


    Thomas

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: TGM</i>Doch das Spot Diagramm für einen 180 mm F/5 System ( wenn ich es recht interpretiere ohne ED Gläser!) ist bemerkenswert:


    http://www.cloudynights.com/ub…-sx%20180%20f5%20Spot.jpg <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Wie oben erwähnt, wäre das von den reinen Eckdaten her ein interessantes Foto-System. Allerdings hätten die Astrofotografen hier sicher gerne nicht nur 11mm außerhalb der Achse schöne Spots. 22mm (=Kleinbild) wäre hier interessant.


    Referenzgerät wäre evtl der Tak TOA 150 mit Reducer:
    http://www.takahashijapan.com/…A-150_645RD-35RD_SPOT.pdf

  • Hallo,


    mal so nebenbei: Wer soll visuell eigentlich den Unterschied sehen? Sind das nicht Werbesprüche? - "Superapo?"
    Apo ist Apo und sollte ansich nicht überboten werden können. Können das Astrokameras oder gar das Auge rüberbringen?
    Ich bin skeptisch, daß das nur ein neuer Werbegag ist.


    CS
    Winfried

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Winfried Berberich</i>
    <br />Sind das nicht Werbesprüche? - "Superapo?"
    Apo ist Apo und sollte ansich nicht überboten werden können.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Heißt nicht Taks Abkürzung TSA "Triplet Super Apochromat"? Eventuell gibt's dafür also eine Definition.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: notoxp</i>
    <br /><blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: TGM</i>Doch das Spot Diagramm für einen 180 mm F/5 System ( wenn ich es recht interpretiere ohne ED Gläser!) ist bemerkenswert:


    http://www.cloudynights.com/ub…-sx%20180%20f5%20Spot.jpg <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Wie oben erwähnt, wäre das von den reinen Eckdaten her ein interessantes Foto-System. Allerdings hätten die Astrofotografen hier sicher gerne nicht nur 11mm außerhalb der Achse schöne Spots. 22mm (=Kleinbild) wäre hier interessant.


    Referenzgerät wäre evtl der Tak TOA 150 mit Reducer:
    http://www.takahashijapan.com/…A-150_645RD-35RD_SPOT.pdf
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Ist der Takahasik TOA 150 mit Reducer wirklich deutlich besser? In der Mitte wohl kaum, denn besser als alle relevante Wellenlängen innerhalb der Airy-Schiebe geht nicht. Am Rand, da muss man die Spotdiagramm mit entsprechender Skala genau vergleichen.


    Vor allem, der Vergleich hinkt ziemlich, hier wird ein ein 150 mm Triplet Apo mit Reducer ( Kosten 12 000 Euro ?) mit einem 180 mm f/5 System ohne (!) ED Gläser verglichen. Das ist doch gerade das besondere, dass ISTAR meint ohne die teuren ED-Gläser, die gerade bei großen Öffnungen kaum hergestellt werden (Ausnahme LZOS, bei großen Optiken allerding zu wahrhaft astronomischen Preisen), sehr gute APOs fertigen zu können.


    Beste Grüße


    Thomas


    p.s Hallo Winfried,


    ich denke, der Begriff Superapo hat schon eine gewissen Bedeutung, nicht alles orientiert sich nur an dem visuellen Spektrum. Im weitern Sinn sind damit Optiken gemeint, die bei mindestens drei Farben exakt die gleiche Brennweite besitzen oder in Praxis vom IR bis zum UV perfekt (d.h. beugungsbrenzt) farbrein sind. Zeiss hatte mal um 1980 einen Superapochromaten mit nur 250 mm Brennweite für die Hasselblad im Programm, Lichtenknecker vierlinsige APOs mit 150 mm Durchmesser, die ebenfalls in diese Kategorie fielen.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: TGM</i>
    <br /><blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Am Rand, da muss man die Spotdiagramm mit entsprechender Skala genau vergleichen. <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">für 11mm könnte man das vielleicht - wäre aber eine Fleißarbeit ;)<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Ich komme bei 11mm Off Axis etwa auf:
    TOA 150 + Reducer für 645 --&gt; 17my
    180 f/5 --&gt; 6my


    Wobei beim neuen 180er nicht klar ist, welche Wellenlängen hier überhaupt dargestellt sind. Bei Tak sind es 422 - 677


    Auf der Achse wären es beim 180 f/5 sogar ca. 3my. Das legt den Verdacht nahe, dass nach außerhalb von 11mm der Spot sehr schnell größer wird. Mal sehen, vielleicht ist es ja wirklich die "Revolution". Ganz glauben will ich es noch nicht.


    BTW: Ein guter 180er f/5 wäre zwar eine tolle Foto-Kanone, aber vermutlich auch ein richter schwerer Tubus...

  • Hallo ihr beiden,


    ich erlaube mit trotzdem noch einmal die Frage, die ich bestimmt nicht sarkastisch oder ironisch meine (!):
    Was habe ich visuell davon, kann man solche Unterschiede visuell überhaupt noch wahrnehmen und wenn nicht, kann eine Kamera das?


    Ich bin mit meinem Takahashi FS-2 absolut zufrieden. Daher drängt sich mir die Frage auf, ob ein Mehreinsatz von Technik (und natürlich dann auch von Geld) überhaupt noch einen Sinn machen würde oder ob das nur noch unter Laborbedingungen "besser" ist ?


    Liebe Grüße
    Winfried

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Winfried Berberich</i>
    <br />überhaupt noch wahrnehmen und wenn nicht, kann eine Kamera das?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Naja, eine CCD-Kamera nimmt natürlich besser Blau und Rot war, im Prinzip sogar Infrarot...


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">überhaupt noch einen Sinn machen würde oder ob das nur noch unter Laborbedingungen "besser" ist ?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Es stimmt: In der (fotografischen) Praxis spielt es kaum eine Rolle ob ein Spotdiagramm 10 oder 15my zeigt. Eine größere Rolle spielt nach meiner Meinung: Die Mechanik, die gute Verarbeitung, ein ordentlicher Okularauszug usw. usf.

  • Gut,


    die Verarbeitung etc. habe ich bei meinen Geräten ja. Übrigens verbaut Takahashi ja immernoch R&P Auszüge, was mir sagt, es muß nicht immer Crayford oder ähnliches sein. Habe gerade einen alten 12" GSO hier, der hat tatsächlich im R&P OAZ an drei Stellen Teflonstreifen eingebaut. Und wie ich den Eigentümer so kenne, hat er das sicherlich nicht selbst gemacht. Mich wundere nur, wie gut und sauber der läuft, fast so wie beim Tak!


    Ich denke auch, daß viele Refraktoren einfach nur deswegen schlecht sind, weil deren mechanische Komponenten aus Preiswürdigkeit beim Verkauf einfach schlecht und wackelig sind. Früher war ich von meinem alten Lichtenknecker AK-127 absolut begeistert, der zeigte kaum oder (für mich damals) keine Farbe. Aber die Verarbeitung lag weit über dem, was einem heute so im Midrangebereich geboten wird. Mein 120/600 Farbwerfer von Skywatcher (gut, ich weiß ja wieviel man den vergrößern kann und höher gehe ich auch nicht) hat einen OAZ, den würde Nikon oder Canon doch glatt als Shift & Tilt-Objektiv verkaufen...


    Von daher denke ich, daß ein (guter) und relativ langer FH in einem entsprechnd gutem Gehäuse weit mehr zu leisten im Stande wäre als das, was uns heute angeboten wird. - Hab`s ja am Lichtenknecker erlebt.


    CS
    Winfried

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Winfried Berberich</i>
    <br />Hallo ihr beiden,


    ich erlaube mit trotzdem noch einmal die Frage, die ich bestimmt nicht sarkastisch oder ironisch meine (!):
    Was habe ich visuell davon, kann man solche Unterschiede visuell überhaupt noch wahrnehmen und wenn nicht, kann eine Kamera das?


    Ich bin mit meinem Takahashi FS-2 absolut zufrieden. Daher drängt sich mir die Frage auf, ob ein Mehreinsatz von Technik (und natürlich dann auch von Geld) überhaupt noch einen Sinn machen würde oder ob das nur noch unter Laborbedingungen "besser" ist ?


    Liebe Grüße
    Winfried
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hallo Winfried,


    dein Takashi ( FS 102?) ist sicherlich ein sehr schönes Gerät, doch hier geht es überhaupt nicht darum, ob der eine odere andere APO noch minimal besser ist.


    Der zentrale Punkt, die Firma ISTAR (siehe oben) hat angekündigt, dass sie APOs, die so gut oder sogar noch besser wie dein Takahashi sein sollen, dank eines neuen Konzepts mit konventionellen Gläsern herstellen kann. Dies erlaubt ihnen sowohl sehr große APOs ( z.B. 180 mm) als auch sehr viel preiswerter anbieten zu können.


    Die bermerkenswerten Spotdiagramme (siehe weiter oben) sind so gesehen ein Hinweis, dass hier ernstfacht versucht wird die vielleicht nicht ganz unbegründete Skpesis der potentiellen Kunden auszuräumen.



    beste Grüße


    Thomas

  • Hi zusammen,


    die Ankündigung kommt mir ähnlich spanisch vor wie letzthin die Ankündigung dieser "absolut neuen Technik" für eine 4-fach bessere Ausnutzung des auf einen CCD Chip fallenden Lichtes durch ominöse Oberflächenbeschichtung.


    Beides sind für mich ungelegte Eier- also warum so eifrig darüber diskutieren? Einfach abwarten und schauen, ob da tatsächlich was rauskommt- oder ob jemand nur mit einem Start-Up versucht, Geld für eine Idee aufzutreiben. [:D]


    Gruß
    Stefan

  • Aries kündigt bereits wie lange seine neuen revolutionieren supergünstigen Apo's an ? Ich glaube es sind bereits 4 jahre , ein 8" zu unter 10.000 $ ist auch dabei.
    Mit fehlen die Berichte zu Istar Achromaten die bereits auf dem Markt sein sollen, hat wer schon welche gefunden ?


    Wir bauen ja 2 solcher neuen Super Apo Astrographen, gerechnet von Riccardi und wir nutzen im Paar vorne sowie auch hinten das russiche OK-4 , dennoch wegen der Toleranzen überlassen wir es LZOS uns den kompletten Tubus zu liefern, denn nicht nur die Verkippung, sondern auch die Abstände sind extrem empfindlich.


    Was Glas aus Russland, von Ohara und Schott kostet wissen wir, damit kann Istar bei diesen Preisen nicht arbeiten, also bleibt Chinaglas übrig , welche Probleme diese mit konstanter Qualität bei großen Linsen haben, kenne ich auch. Da Istar seine Achromate günstiger verkauft, als wir diese in China einkaufen , sagt mir dies er muss die günstigsten Quellen in China nutzen , und denen habe ich schon lange abgeschworen


    Also weiter beobachten und berichte lesen, falls je solche Optiken kommen.


    Der Chromacorr zum Spotpreis von istar ist wohl auch schon wieder eingeschlafen, nichts mehr zu lesen , nirgentwo :-).


    Erinnert mich alles sehr an Burgess Optical in USA , was der schon alles angeboten hat und gar Aufträge mit Anzahlungen angenommen hat, müßte mittlerweile die Astroscene revolutioniert haben. Mittlerweile wenden sich aber selbst seine besten Verteitiger von Ihm ab

  • Hallo,


    zwar ist es möglich, auch ohne Sondergläser mit anomaler Teildispersion Apochromate herzustellen. Ob eine obskure Firma außer Ankündigungen etwas Vorzeigbares zustande bringt, ist für mich mehr als fraglich.


    Ich schließe mich der Skepsis von Markus Ludes an.


    Viele Grüße,


    Guntram

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: apmtelescopes</i>
    <br />


    Also weiter beobachten und berichte lesen, falls je solche Optiken kommen.



    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Ich teile die Skepsis, doch geht es in diesem Forum auch um Design-Fragen. Istar bezieht sich u.A. auf eine russische Arbeit die in Applied Optics veröffentlicht ist,


    http://bossanova9.org/astro/op…ss%20apo%20-%20duplov.pdf


    und in der ein Design gezeigt wird, das -wenn auch mit 5 Linsen- aus konveniellen Gläser selbst bei 100 mm f/4,5 eine sehr gute Farbkorrektur erreicht wird. Das erste optische Element ist zerstreuend, ob dies eine wesentlicher Punkt ist? Dieses Design ist jedoch kaum praxistauglich, da extrem lang. Die von Istar als Beispiel vorgeschlagene 180 f/5 Apo-Optik (vier Linsen?) soll dagegen nur 1m lang sein.


    Auch wenn sich die Optik am Ende nicht, oder nicht zu den angekündigten niedrigen Preisen realisiern lässt, so sind in dem Konzept vielleicht doch einige interessante optische Ideen enthalten, die hier vielleicht jemand Lust hat aufzugreifen.


    beste Grüße


    Thomas

  • Hallo Thomas,
    ja, neue optische Ideen, genau das ist ja so interessant. Ich experimentiere ja selber mit solchen Sachen und bin deshalb auch besonders neugierig.
    Ich bin fest davon überzeugt, wenn keine übertriebenen Erwartungen geweckt werden bei gleichzeitigem Informationsdefizit hätte soetwas vielmehr Perspektive.
    Die Leute dort (im Forum) fragen ja auch sehr interessiert, aber es gibt keine Antworten. Ein programmgeneriertes Spotdiagramm -das war es, wo ist denn ein Sterntest, ein Interferogramm, ein kleines Ronchigrammchen oder wenigstens eine Feldaufnahme mit ner Galaxie´drin usw. Machen doch alle so. Ich bin ja selber neugierig und wünsche dem Mann ja auch Erfolg, damit eine Weiterentwicklung zustandekommt, aber nur Vertrösten steht im Gegensatz zur Kernaussage der rev. Optik. Das hat auch nichts mit den Patenten zu tun, er hat doch schon Prototypen gefertigt oder nicht?, die können doch getestet werden - statt "coming soon, coming soon"
    Wenn noch nicht mal die qualitativen Daten der eigenen Produktion bekannt sind und nur die Daten der weltweit vertriebenen Chinaobjektive angeben werden (wobei ich keinen 152 F8 Apochromaten mit 760mm Brennweite kenne), kann aber leider an der Revolution nur gezweifelt werden.
    Viele Grüße
    Daniel

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