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Seite: von 7

Henri
Meister im Astrotreff

Deutschland
416 Beiträge

Erstellt  am: 31.10.2020 :  11:41:39 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Henri's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo, ich habe die Bilder vom Ende des Schleifens Februar 2016 gefunden. Genauer gesagt vom letzten Unfall, die 50cm Schleif-Granitplatte hatte sich brutal festgeferssen. Das muss bei 3µ Schleifkorn passiert sein:



Damals hatte ich einen Tag gebraucht um die Teile wieder auseinanderzubekommen, das ging am Ende nur noch mit brutaler Gewalt(Schraubzwingen), davor hatte ich viel Wasser in die geflexten Kanäle der Schleifplatte gedrückt.
Beim zweiten Bild sieht man schön, dass ich zwei Unterlagen unter dem Spiegel hatte. PVC Fußbodenbelag und darüber Knallfolie, das hatte bei kleineren Spiegel immer gut funktioniert.
Aber bei dem Großen eben wohl nicht ausgereicht.

Thomas -> sieht auch nicht schlecht aus! Gestern hatte ich den Spiegel mal für ein paar Minuten nur auf die PVC Unterlage gelegt. Das ist so dicht dass ich Mühe hatte ihn vom Teller wieder runter zu bekommen. Nur ein Hebel mit einer Dachlatte hat geholfen. Und wenn da noch Wasser dazwischen kommt - Oh je...

Kay -> Ja so zusagen schon fast fertig. Ich mache alles in einem Raum und bei den Fehlergrößen habe ich noch keinen Messfehler feststellen können. Die gemittelten 0° und 90° Interferogramme gleichen sich glücklicherweise noch recht genau.
Also die Buckel müssen wohl noch per Hand rausgeruppelt werden, wobei ich immernoch die 29cm Pechhaut nehme, aber ich nehme zwischendurch auch mal die Maschine und meinen Rücken mal ne Pause zu gönnen. Wenn die Sphäre dann so einigermaßen stimmt, werde ich sicher immer häufiger die Maschine machen lassen.

Habe auch schon bemerkt, dass die Pechhaut immer gleichmäßiger läuft, je weniger Berge im Glaß sind.

Beste Grüße, Henri

www.sternwarte-kletzen.de

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AH
Meister im Astrotreff

Deutschland
869 Beiträge

Erstellt  am: 31.10.2020 :  19:48:22 Uhr  Profil anzeigen  Besuche AH's Homepage  Antwort mit Zitat
Hi Henri,

ich habe vor 10 Jahren über ein Jahr lang mit Alois Ortner eng zusammen arbeiten dürfen. Da lernt man so viel. Er war ein Meister seines Fachs.

Ich habe mit den Temperaturen das gleiche durchgemacht, wie du jetzt in der Jahreszeit. das Pech war immer zu hart und hat das Polierergebnis immer stark beeinflusst.
Aber da kam Alois der Gedanke. Er meinte, ich solle ein Glas Wasser in den Polierraum stellen und ein paar Stunden warten, damit es sich an die Raumtemperatur anpassen kann.

Dann sollte ich das Pech nochmal einschmelzen und ein bisschen Speiseöl dazu mischen. Das macht die Pechhaut weicher. Gerade für kühlere Raumtemperaturen echt nützlich. Ich sollte nach der Zugabe von dem Öl alles gut durchrühren und dann einen Tropfen Pech auf ein Stück Papier geben. Diesen Taucht man ein paar Sekunden in das Glas mit Wasser. Danach drückt man mit dem Daumennagel in das Pech. Dann sollte sich bei mittleren Druck eine Rille ins Pech drücken lassen. Ist das nicht der Fall, wieder etwas Öl dazu geben.

Das hat super funktioniert.

Ich hatte bei meinem 21" mit 25mm Randdicke auch Asti drin. 2 mal sogar. Immer mit einem Laser vermessen und die Zonen behandelt, die noch runter mussten.

Viele Grüße

André

21" Selbstschliff
12" Newton mit Alccd 6c und Starlight AO als "Fotokanone"
5" Selbstschliff
www.sternwarte-loehne.de


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Henri
Meister im Astrotreff

Deutschland
416 Beiträge

Erstellt  am: 01.11.2020 :  11:40:07 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Henri's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo André, nun bin ich gleich mal runter gerannt und habe mal einen Fingernageltest( allerdings mit einer Spachtel) gemacht. Wenn ich mir eine Pechhaut mache, dann drehe ich mir aus Resten immer noch unter warmen(40-50°) Wasser ein paar Würste. Wenn ein paar der Blöcke der Pechhaut zu klein ausfallen oder zu tief sind, tropfel ich dann mit einem Feuerzeug etwas Pech von den Würsten nach. In so eine "Erstzwurst" habe ich die Spachtel mal etwa 10s gedrückt. Es ist eine kleine Ritze zu erkennen, die Spachtel dringt aber nicht sehr tief ein.
Nur mal prinzipiell, welches Öl ist dafür denn geeignet? Geht Oliven oder Rapsöl? Oder besser Kokosöl, das ist ja bei 18° auch schon fest.
Ich kannte den Alois Ortner nicht persönlich, aber auch hier im Forum hat er so viel Wissen hinterlassen dass man Tage lesen könnte.

Gestern konnte ich 5 Stunden am Stück polieren und bin plötzlich bei Strehl 0,91 - huch? Wäre schön wenn das sich bestätigt. Habe die Maschine immer mehr im Einsatz.
Nun bekomme ich tatsächlich langsam Probleme mit der Messgenauigkeit ohne Tunnel. Da muss ich was tun.
Vom Asti sind noch einige Artefakte zu erkennen, aber die werden werden immer geringer, derzeitig: X-Asti RMS 0,007, Y-Asti RMS 0,014
Heute Nachmittag wird nochmals möglichst lange poliert... Mal sehen, wann der Rand endlich kommt!

Beste grüße, Henri

www.sternwarte-kletzen.de

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ThomasH
Senior im Astrotreff


210 Beiträge

Erstellt  am: 01.11.2020 :  12:10:27 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Henri,

Öl kann das Pech schmierig und damit praktisch unbrauchbar machen. Da ist Bienenwachs besser geeignet. Dafür gab es extra bei einem Händler Bienenwachsperlen, die aussahen wie Speiselinsen. Damit konnte man die Wachsmenge sehr gut einstellen.
Aber Vorsicht. Hier hat man schnell zu viel rein gemacht.

MfG Thomas

MfG Thomas

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sigiscl
Senior im Astrotreff

Deutschland
138 Beiträge

Erstellt  am: 01.11.2020 :  23:19:27 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Henri,

vielleicht hilft dieser Link.
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=98035&whichpage=15

Weiter Viel Erfolg!

Siegfried S.

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Henri
Meister im Astrotreff

Deutschland
416 Beiträge

Erstellt  am: 02.11.2020 :  11:48:01 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Henri's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Thomas und Siegfrid - vielen Dank.

Habe mich mal mit der Pechhärte auseinandergesetzt. Meine Pechhaut ist definitiv viel² zu hart. Ich wollte sie ja für die Sphäre auch nicht zu weich haben, denn bei meinen zwei Parabolspiegeln(30cm 2005 und 40cm 2008) war die Kante immer das größte Problem. Den 40cm habe ich im Einsatz mit abgeblendetem Rand.
Aber ich werde es mal angehen, aus drei Möglichkeiten zu wählen:
1) Speiseöl
2) Bienenwachs, habe der Bucht mal Bienenwachs eingegebe, gibt es in allen Formen.
3) Einfach neues Polierpech besorgen

Vielleicht baue ich mir so eine Polierpech - Testeinrichtung wie wie im Texerau beschrieben. Das Anfertigen so einer Pechhaut macht ja so viel Arbeit, dass es Sinn macht das Pech vorher zu kontrollieren.

Beste Grüße, Henri

www.sternwarte-kletzen.de

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Henri
Meister im Astrotreff

Deutschland
416 Beiträge

Erstellt  am: 02.11.2020 :  23:42:55 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Henri's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo, also manchmal wird einem die Entscheidung eine neue Pechhaut zu gießen förmlich aus den Händen gerissen! Dabei war die Pechhaut noch so schön...
Ich wollte gerade anfangen den Spiegel zu glätten, da flutschte mir das Tool aus der Hand und quer über den Tisch. Die restlichen zwei Stunden hatte ich mit saubermachen zu tun.
Nundenn, neues Pech - neues Glück!



Zwischenstand: Der Astigmatismus hat sich schön verteilt und ist eigentlich nur noch durch eine gewisse Quadratur des Kreises zu erkennen. Die Polierzeit schätze ich bisher auf 10 - 15 Stunden. Insgesamt muss noch einiges runter, denn der Rand ist noch lang nicht auspoliert. Bin sehr glücklich, dass es bis jetzt so gut lief denn bisher hatte ich immer gedacht Asti ist unverschämt hartnäckig.
Die Auswertung erfolgte ohne Tunnel aber mit Mittelung von je 5 Interferogrammen in 000°/090°/180°/270°. Heikel wird das Messen meist erst nach den Glätten, aber das sollte heute nicht sein... ;)



Das Glätten sollte relativ schnell erledigt sein, es ist ja immer noch eine Sphäre.
Mal sehen, wie sich ein etwas weicheres Pech macht. Das Ziehl ist natürlich Rotationssymmetrie.

Beste Grüße, Henri

www.sternwarte-kletzen.de

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Henri
Meister im Astrotreff

Deutschland
416 Beiträge

Erstellt  am: 09.11.2020 :  12:38:26 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Henri's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo, ich habe mir gestern einen Pech Tester nach TexerauSE S.395 gabaut.



Die Spitze hat die beschriebenen 14° und ist auf Durchmesser 1mm abgeflacht.



Zwei Messungen ergaben folgendes:

Bei 18°C Raum- und Pechtemperatur:
Einsinken eines 1kg Gesamtgewichtes von 1,6mm (0,06 inch) in 5min.



Wenn ich nun im Diagramm nachsehe, findet sich das getestete Pech bei 18° am rechten Rand des eingegrauten Rechtecks wieder(rote Markierung).
Da auf der Tüte mit dem Pech 28° stand scheint dies auch noch zu stimmen(senkrechte Linie). Oder habe ich hier einen falschen Zusammenhang hergestellt?

Ich mache mir nun Gedanken wie tief die Spitze in 5min einsinken sollte um mit dem Pech bei 18°C gut polieren zu können.
Ich möchte nun die Standardhärte 23°(grüner Punkt) anvisieren.
Dann müsste ich doch theoretisch die 2,5 Diagonallienien nach links wandern, wieder auf die Pechtemperaturlienie 18°C runterwandern und die vertikale Achse ablesen. Aber da lese ich etwa 0,007 inch ab, das Pech wird noch härter.
Wenn ich den grünen Punkt nun aber mal 2,5 Diagonallienien nach oben verschiebe komme ich auf eine Einsinktiefe von 15mm (0,6 inch), das erscheint mir wiederum zu viel.

Was haltet Ihr davon: Empfohlen wird Bereich von 0,02 - 0,25 inch. Davon nehme ich die Mitte: 0,12 inch (3mm) Einsinktiefe in 5min. Bei meinen 18°C Raumtemperatur.
Oder ist das noch zu hart?


Beste Grüße, Henri

www.sternwarte-kletzen.de

Bearbeitet von: Henri am: 09.11.2020 12:43:28 Uhr
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Henri
Meister im Astrotreff

Deutschland
416 Beiträge

Erstellt  am: 24.11.2020 :  20:52:53 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Henri's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo, nach einigem hin und her habe ich bei mir noch zwei Stangen 23° Pech gefunden und diese verwendet. Der Unterschied war gewaltig!
Nun konnte ich mich ganz den Artefakten des Astigmatismus widmen und habe mich dabei vor Allem auf einen rotationssymmetrischen Rand konzentriert. Es geht immer noch um die Sphäre.
Nun ist der Asti Geschichte. Habe heute mal ganz genau gemessen: je 5 Interferogramme mit je 45° Drehung des Spiegels auf dem Teststand. Also insgesamt 40 Interferogramme. Nicht ganz einfach war es dafür einen über 5m langen Tunnel zu bauen, den man schnell zum Spiegeldrehen öffnen und schließen kann.
Hier ist nun das Ergebniss:



Ich freue mich dass die 16 Profile so dicht beieinander liegen.
Der rote Pickel rechts unten ist übrigens real. Da ist mir leider eine Stahlkugel auf den Spiegel gefallen, wobei ein kleiner Krater im Glas entstand:



Fühlen kann man den mit dem Finger nicht, aber die Spannung im Glas drückt einen kleinen Buckel aus der Oberfläche. Glücklicherweise wird der mit jeder Polieraktion kleiner und ich hoffe der verschwindet noch ganz.

Nun muss ich mir mal einen Plan machen wie es weiter geht.
Mir fallen drei Möglichkeiten ein:
1) 10cm Tool für die Ringzone machen und damit eventuel kleiere Zonen verursachen
2) mit dem 29cm Tool weiter direkt auf die Ringzone
3) Ab jetzt Richtung Parabel polieren und hoffen, dass die Ringzone am Ende irgendwie verschwunden ist...

Was würdet Ihr machen?


Beste Grüße, Henri

www.sternwarte-kletzen.de

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Henri
Meister im Astrotreff

Deutschland
416 Beiträge

Erstellt  am: 24.11.2020 :  21:07:54 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Henri's Homepage  Antwort mit Zitat
Ich habe noch was vergessen: Eine Frage.
Ich hatte mir eine neue Pechhaut mir dem 23° Pech gemacht. Die se lief von Anfang an sehr gut.
Mich wundern nur die seltsamen dunklen Flecken:



Also normalerweise würde ich jetzt denken, die dunklen Stellen sind tiefer gelegt. Aber als die Pechhaut neu war sah ich keine Unregelmäßigkeiten auf der Pechoberfläche. Alles glänzte wie die Spiegeloberfläche. Was könnte denn da passiert sein?

Beste Grüße, Henri

www.sternwarte-kletzen.de

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Stathis
Forenautor im Astrotreff

Greece
5053 Beiträge

Erstellt  am: 24.11.2020 :  21:56:30 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Stathis's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Henri,
beeindruckende Rotationssymmetrie, damit hast du sehr schön den Asti beseitigt.

Ich würde parabolisieren und deibei versuchen, möglichst die Zonenbildung gering zu halten. Der Weg zur Parabel ist ja lang. Da sehe ich keien Sinn darin, eine perfekte Späre zu polieren, die man anschließend ohnehin wieder verlassen muss.

Ich baue gerne Zwischenschritte ein, z.B CC=-0,3 eingeben und versuchen, diese Kurve möglichst zonenfrei zu erreichen, dann weiter auf Cc=- 0,6 usw... so fällt es mir leichter, die Strichführung zu finden, die alle Zonen gleichmäßig parabolisiert. Der Randbereich darf ruhig zunächst leicht unterkorrigiert bleiben.

Stathis
http://www.stathis-firstlight.de

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Henri
Meister im Astrotreff

Deutschland
416 Beiträge

Erstellt  am: 24.11.2020 :  22:51:55 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Henri's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Stathis, die Zwischenschritte sind eine super Idee. Habe gleich mal etwas mit DFTFringe gespielt.
Vielleicht fange ich mal einfach ganz klein mit CC -0.1 an, dann wird sich bald zeigen wie es sich mit den Zonen verhält. Und vor Allem kann man gut üben: wie lasse ich das Tool am besten laufen.

Beste Grüße, Henri

www.sternwarte-kletzen.de

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Gerhard_S
Anbieter im Astrotreff

Deutschland
322 Beiträge

Erstellt  am: 25.11.2020 :  11:02:39 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Gerhard_S's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Henri,

sagenhaft wie Du den Asti gemeistert hast. Insgesamt hat das etliche Stunden gedauert. In welchen Intervallen hast Du da gemessen?

Kannst Du noch was zur Strichführung sagen, um den Asti zu bezwingen? Ich denke der Drehteller beleibt da besser ausgeschaltet und läuft nur zum Zwischenglätten.

Viele Grüße
Gerhard

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BeatK
Senior im Astrotreff

Schweiz
194 Beiträge

Erstellt  am: 25.11.2020 :  11:24:13 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Henri

Spannende Arbeit, spannende Kommentare.

Verständnis-frage: Wie machst Du die interferometrischen Messungen? Mir fällt auf, dass bei Dir "Wave per Fringe" 0.5 beträgt. Bei meiner Anordnung muss ich eine 1 eingeben, 0.5 nur bei Messung in Autokollimation.

Gruss, Beat

BeatK: The Perfect Telescope is the Yolo Reflector

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Henri
Meister im Astrotreff

Deutschland
416 Beiträge

Erstellt  am: 25.11.2020 :  16:19:33 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Henri's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Leute, Asche auf mein Haupt! Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil.

Lieber Beat, vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich messe tastächlich mit einem ganz normalen Bath Interferometer. Waves Per Fringe muss wohl "1" sein. Ich hatte die 0,5 noch so in meinem Programm, da ich 2018 einen Planspiegel gemacht hatte und dabei gegen eine Sphäre quasi im Doppelpass gemessen hatte.
OK, dann kommen wir mal zur Warheit:



Ich habe Waves Per Fringe auf 1 gestellt und alle Interferogramme neu durchrechnen lassen.
Das Ergebniss spricht Bände und da frage ich mich gerade wie doll denn dann der Asti wirklich war...

Hallo Gerhard, ich habe von Anfang an immer recht genau gemessen. Also meistens 000, 090, 180 und 270°
Spiegeldrehung je 5 Interferogramme mit gedrehten Linien. Das Messen und vearbeiten geht mittlerweile sehr schnell von der Hand, es dauert insgesamt keine Stunde. Deshalb wusste ich immer recht genau wo ich mit dem Tool ein bisschen mehr polieren musste. Das habe ich dann immer am Anfang per Hand gemacht und dann die Maschiene das "Grobe" machen lassen. Am Ende waren es dann tatsächlich meist nur noch ein paar Striche im Verhältniss 1:10 Hand, Maschine. Schlimm waren die tief gelegen Stellen am Rand, deshalb habe ich am Anfang die Maschine teilweise 5-6 Stunden laufen lassen müssen mit verschiedenen Einstellungen und teilweise brutalen Zonen, die dann jeden Tag anders lagen. Aber dabei hat sich das hohe Niveau gut abgearbeitet.

Jetzt muss ich das erst mal setzen lassen und überlegen...

Beste Grüße, Henri

www.sternwarte-kletzen.de

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