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Seite: von 3

AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3344 Beiträge

Erstellt  am: 08.06.2019 :  05:09:15 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Amateurastronom

Zitat:
Original erstellt von: Mettling


Wir reden hier von Hand-Geschirrspülmittel für den Haushalt und nicht von Pulver für den Geschirrspüler oder Sanitär-Scheuerpulver für den gewerblichen Bereich. Natürlich nimmt der Spiegel Schaden, wenn Du ihm mit ATA, Urinsteinlöser oder Rohrreiniger zuleibe rückst. Aber das ist doch gar nicht das Thema hier. Aluminiumschichten s7ind durch den Luftsauerstoff mit einer dünnen Oxidschicht versehen (Passivierung), die bei einem pH-Wert von 4-9 wirksam



Nun es muss jeder selbst wissen, wie er das macht.
Ich würde eine trockene Reinigung aus den genannten Gründen bevorzugen, denn schon etwas Soda kann den pH derart vergrössern, dass das Aluminium angelöst wird. Die oft für Privatverbraucher unvollständige Deklaration und Kennzeichnung von Haushaltspeodukten schaffen ein gewisses Risiko etwa im Fall einer Rezepturänderung.



Hallo,
die von Marcus gestellte Frage, wie man festklebende Pollen trocken entfernen soll, steht aber immer noch! Wendet man nicht die Nassmethode an, bleiben doch eigentlich nur zwei Optionen.
1. Mit dreckigem Spiegel weiterspechteln bis er eines Tages ganz zugesottet und blind ist.
2. Einen neuen kaufen


Oder?

Bearbeitet von: am:
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Dysnomia
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1020 Beiträge

Erstellt  am: 08.06.2019 :  05:51:50 Uhr  Profil anzeigen  Sende Dysnomia eine ICQ Message  Antwort mit Zitat
Ich habe meinen Spiegel vor 4 Jahren gereinigt und zwar mit dem grünen Fit Geschirrspülmittel, entmineralisiertem Wasser, Isopropanol und Watte.

Mein Fazit: Die China-Spiegel kannst du ohne Probleme so reinigen!

https://blog.aschnabel.bplaced.net/2015/09/spiegelreinigung-meines-newton-teleskops/


Gruß und cs
Andreas

https://astrofan80.de

Meade LXD55 10" f/4
GSO Dobson 8" f/6
Bresser Skylux 70/700mm
Canon EOS 600D / 100D / 1000Da

---
Das Weltall ist ein Kreis, dessen Mittelpunkt überall, dessen Umfang nirgends ist. - Blaise Pascal

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HABERDASHER
Meister im Astrotreff


352 Beiträge

Erstellt  am: 08.06.2019 :  07:58:53 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Nun es muss jeder selbst wissen, wie er das macht.
Ich würde eine trockene Reinigung aus den genannten Gründen bevorzugen, denn schon etwas Soda kann den pH derart vergrößern, dass das Aluminium angelöst wird. Die oft für Privatverbraucher unvollständige Deklaration und Kennzeichnung von Haushaltspeodukten schaffen ein gewisses Risiko etwa im Fall einer Rezepturänderung.


....und jetzt kommt noch der Freak der seine Spiegel seit 10 Jahren mindestens einmal pro Saison reinigt. Wenn besagte Spiegel Pollen und/oder Staub eingefangen haben muss dieser runter. Mit Wasser. Mit Seife. Mit ***sanftem*** reiben der "beseiften" Finger. Mein Spülmittel gibt´s bei Penny: https://www.penny.de/unsere-marken/today/produkte/produkt/detail/Fluessigseife-Aqua-82411/

Wichtig ist, das wurde schon ausgeführt, dass man keine "Cremeseife" oder sonstigen fettenden und "pflegenden" Krams verwendet. -> Erfahrung, nicht Behauptung.

Seitenlang wird in den diversen Foren über Dinge wie 3%igen Transmissionsabfall bei Okularen oder Oberflächenrauheit bei Spiegeln diskutiert (Edit: fraglos wichtige und berechtigte Dinge! Aber: ), die wichtigsten Teile des Teleskops aber zu pflegen und mindestens jährlich zu reinigen....davon hält niemand was. Wir "brauchen" 98% Reflektivität beim belegen der Optik...dann zieht man sich nach und nach selbst die Gardinen zu weil man die Scherbe jahrelang zusiffen lässt. Die Mär vom unberührbaren Spiegel und "absolut ätzenden Wasser" scheint unausrottbar.
Menschen wie Stathis, die klar nicht als Schwachköpfe bekannt sind und deren (astronomisches) täglich Brot darin besteht ihren Spiegel nun....sagen wir.....zumindest nicht kaputt zu machen werden nicht erhört und die ungläubigen Blicke der Umstehenden bei Treffen auf meinen "neuen Spiegel" - der einfach nur sauber ist - sind immer wieder befremdlich.

Ich schreibe es für die Begriffsstutzigen gerne nochmal hin: Wasser, Seife, einmal im Jahr, seit zehn (nein, 11) Jahren, bei allen meinen NewTonnen.

Gruß und CDS

Der Jan

Sagen Sie jetzt nichts, Hildegard!

Bearbeitet von: HABERDASHER am: 08.06.2019 08:01:06 Uhr
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CorCaroli
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
4091 Beiträge

Erstellt  am: 08.06.2019 :  08:35:54 Uhr  Profil anzeigen  Besuche CorCaroli's Homepage  Antwort mit Zitat
Servus,

Ich reinige meine Spiegel wenn sie mir zu verstaubt/verschmutzt erscheinen.
Das kann einmal im Jahr sein, es kann aber auch öfters im Jahr sein, oder auch mal ganz spontan vor einer Beobachtungsnacht.

Ich nehme Spülmittel, welche ich gerade zu Hause habe. Fest getrockneten Schmutz, klebende Pollen oder ähnliches gibt es bei mir erst gar nicht. Wenn welche auf dem Spiegel sind, dann spüle ich die mal zwischendurch herunter.
Ich muss deshalb auch nicht auf dem Spiegel herumreiben, denn wenn der Schmutz immer wieder herunterkommt, kann da erst gar nichts ankleben.

Meine Prozedur:
  • Spiegel ausbauen.

  • Mit warmen Wasser abspülen - der meiste Schmutz ist dann schon weg.

  • Spiegel flach hinlegen, Wasser ins Waschbecken, Spülmittel rein und mit leichten Druck und sauberen Fingern (!) noch eventuell vorhanden Schmutz abwaschen.

  • Spiegel mit Wasser abspülen

  • Mit Destillierten Wasser abspülen

  • Spiegel einbauen


Dauer des Ganzen: 15 bis 20 Minuten.
Das mache und machte ich bisher mit allen meinem Spiegeln, von 4 bis 12".

Viele Grüße
Gerd

corcaroli.de - Deep Sky und Sonne.

Bearbeitet von: am:
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HABERDASHER
Meister im Astrotreff


352 Beiträge

Erstellt  am: 08.06.2019 :  09:32:53 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Ich reinige meine Spiegel wenn sie mir zu verstaubt/verschmutzt erscheinen.
Das kann einmal im Jahr sein, es kann aber auch öfters im Jahr sein, oder auch mal ganz spontan vor einer Beobachtungsnacht.


Zitat:
Dauer des Ganzen: 15 bis 20 Minuten.


An meine Brust, Bruder!


Gruß und frohen Samstag

Der Jan

Sagen Sie jetzt nichts, Hildegard!

Bearbeitet von: am:
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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10009 Beiträge

Erstellt  am: 08.06.2019 :  13:26:47 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Leute,
wie oft man einen Spiegel reinigt, ist doch vom Einzelfall abhängig.

Wenn man einen Gitterrohrdobson hat, wo er lose drin liegt, dann kann das schon mal jährlich sein. Bei einem 8-Zoll-GSO/Galaxy reicht m.E. auch alle 2 bis 3 Jahre. Da schützt erstens der Tubus etwas, zweitens ist die Spiegelzelle nicht gerade ausbau-freundlich gestaltet. Bei meinem muss ich immer die Zelle mit einem Holz raus- bzw. in den Tubus reinklopfen.

Ein Bekannter reinigte seinen 24er einfach bei einem Teleskoptreffen in der Wiese im aufgebauten Zustand mit Spüli und Gießkanne (Methode Stathis/Mettling s.o) und schüttete abschließend demineralisiertes Wasser (Supermarkt Bügelwasser) drüber. Danach wurde zum Horizont geschwenkt und fertig.

Eines sollte man nicht vergessen: Jeder Aus- und Einbau des Hauptspiegels birgt immer ein zusätzliches Risiko der Beschädigung. Im Haus kann man z.B. Fließen mit einer Fußmatte, Badezimmermatte abdecken oder gleich ein Zimmer mit Teppichboden nehmen. Wenn man nicht gerade die ganze Plastikwanne umschwirft, schaden ein paar Tropfen Wasser dem Teppich nicht. Aber dieser verhindert jeglichen Muschelbruch.

Eine blanke Aluschicht verträgt weniger Spülzyklen als ein Spiegel mit Quarzschutzschicht. Letzterer kann praktisch mit allem gereinigt werden, was der Markt so hergibt; das Quarz verträgt so einiges. Im Grunde mehr als eine Brille. Ich behaupte mal, eine blanke Alusschicht dürfte nach ca. drei und mehr Jahren eher reif für eine Neubeschichtung sein.

Alles in allem: Wer öfters beobachtet, dessen Spiegel taut des öfteren auch mal zu. Insoweit kommt es auf eine pH-neutrale Nassreinigung mehr oder weniger auch nicht an.

Kalle - Alles wird gut !
Meine Okulardatenbank im Astrotreff: hier
Termine Teleskoptreffen gibt es hier

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Amateurastronom
Altmeister im Astrotreff


1330 Beiträge

Erstellt  am: 10.06.2019 :  03:54:43 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: AS-Fan

[quote]
die von Marcus gestellte Frage, wie man festklebende Pollen trocken entfernen soll, steht aber immer noch! Wendet man nicht die Nassmethode an, bleiben doch eigentlich nur zwei Optionen.
1. Mit dreckigem Spiegel weiterspechteln bis er eines Tages ganz zugesottet und blind ist.
2. Einen neuen kaufen



Ein paar Pollen, die noch auf dem Spiegel liegen und die man nicht wegpusten bzw. Abstauben kann, stören doch gar nicht. Selbst im Profibereich greift man nicht zu Wasser und Tensid. Völlig blind wird der Spiegel so nicht und mich haben die wenigen Pollen noch nie gestört, die in den paar Beobachtungsminuten darauf landen könnten.
Man muss deshalb gar nichts machen. Man erinnere sich an den passenden Spruch von J. Von Fraunhofer, wonach Fernrohte zum Durchschauen und nicht zum Beschauen bestimmt sind.
Manchmal kann Reinigen schädlicher sein. Erst gestern erfuhr ich von einem Fall der Reinigung einer Motorhaube mit Stahlwoöle und Scheuerpulver, womit die Dame ganze Arbeit geleistet hatte.

Bearbeitet von: am:
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Stathis
Forenautor im Astrotreff

Greece
4690 Beiträge

Erstellt  am: 10.06.2019 :  09:43:26 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Stathis's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Amateurastronom,

ich sehe Feuchtigkeit ebenfalls als den größten Feind der Spiegelschicht, aber nur bei langer Einwirkzeit UND in Verbindung mit reaktivem Schmutz. Daher vermeide ich lieber auch das lange Einweichen.

Je nach Region und Jahreszeit kann Pollenflug ziemlich massiv sein und bereits bei wenigen Beobachtungsnächten den Spiegel "belegen". Kommt jetzt noch Feuchtigkeit hinzu, wie es z.B. beim beschlagen des Spiegels beim wieder in die Wohnung bringen passiert, wird der Schmutz angelöst und es bildet sich eine chemisch aktive Schicht auf der Aluschicht. Dieses klebrige Gemisch aus Umwelt und Naturschmutz greift auf die Dauer die Spiegelschicht an, vor allem wenn sie immer wieder feucht wird. Ich habe schon etliche zerstörte Spiegelschichten gesehen. Meine häufige Diagnose: Zu oft nass geworden und zu selten gereinigt.

Diese Schmutzschicht beppt so fest, dass sie mit reinem Wasser nicht mehr runter geht, schon gar nicht trocken mit dem Pinsel. Da braucht es Seifenlauge und die Fingerkuppen bzw. Watte. In meinem oben geschilderten Fall ging sie restlos sogar erst mit Aceton runter.

Hier die Reinigungsprozedur von Galaxy Optics mit Wasser, Seife und viel Baumwollwatte / Tücher statt der Fingerkuppen, sowie das "Super Cleaning" mit Aceton:
http://www.galaxyoptics.com/images/TelescopeMirrorCleaningProcedure.pdf

Hier von Sky and Telescope mit viel Wasser, Seife und Baumwolltüchern
https://www.skyandtelescope.com/astronomy-resources/caring-for-your-optics/

Und hier sehr differenziert vom von mir geschätzten Mike Lockwood, der das lange Einweichen inzwischen ablehnt:
http://www.loptics.com/articles/mirrorcare/mirrorcare.html

p.s.
Die Profis waschen übrigens eher selten ihre Spiegel, weil in der Regel eine Menge empfindlicher Mechanik und Elektronik in der Spiegelzelle ist und sie daher den Spiegel dazu ausbauen müssen. Dies ist bei den großen Scherben jedoch so aufwändig, dass sie gleich waschen, ablaugen und neu verspiegeln.

p.p.s.
Am 8 m Gemini North auf dem Mauna Kea verwenden sie zum Waschen Naturschwamm und Pferdeshampoo:
https://www.gemini.edu/node/60

Stathis
http://www.stathis-firstlight.de

Bearbeitet von: Stathis am: 10.06.2019 10:24:06 Uhr
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Amateurastronom
Altmeister im Astrotreff


1330 Beiträge

Erstellt  am: 11.06.2019 :  02:48:26 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo!

Zitat:
Original erstellt von: Stathis


Je nach Region und Jahreszeit kann Pollenflug ziemlich massiv sein und bereits bei wenigen Beobachtungsnächten den Spiegel "belegen". Kommt jetzt noch Feuchtigkeit hinzu, wie es z.B. beim beschlagen des Spiegels beim wieder in die Wohnung bringen passiert, wird der Schmutz angelöst und es bildet sich eine chemisch aktive Schicht auf der Aluschicht. Dieses klebrige Gemisch aus Umwelt und Naturschmutz greift auf die Dauer die Spiegelschicht an, vor allem wenn sie immer wieder feucht wird. Ich habe schon etliche zerstörte Spiegelschichten gesehen. Meine häufige Diagnose: Zu oft nass geworden und zu selten gereinigt.

Diese Schmutzschicht beppt so fest, dass sie mit reinem Wasser nicht mehr runter geht, schon gar nicht trocken mit dem Pinsel. Da braucht es Seifenlauge und die Fingerkuppen bzw. Watte. In meinem oben geschilderten Fall ging sie restlos sogar erst mit Aceton runter.



Das habe ich so noch nicht so schlimm erlebt, da bei mir die Spiegel vielleicht nicht so freiliegend sind und ich im Frühjahr weniger mache . Ich wollte nur darauf hinaus, dass man keinen nagelneu aussehenden völlig sauberen Spiegel ohne jedes Staubkorn braucht und ggf. Schaden anrichten kann.
Statt Watte habe ich schon mal Kimwipes benutzt. Es gab auch schon mal diese Collodion-Reinigungslösung, aber das habe ich noch nie probiert.

Bearbeitet von: Amateurastronom am: 11.06.2019 02:52:38 Uhr
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