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 Ist Astronomie am boomen?
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Seite: von 3

Welkin
Senior im Astrotreff


153 Beiträge

Erstellt am: 23.05.2007 :  21:45:18 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Leute

Da ich erst seit 5 Jahren dabei bin, möchte mal gerne wissen ob das Hobby Astronomie am boomen ist, bzw am wachsen?

Gibt es heute mehr Astonomie interessiert als vor 10 oder 20 Jahren?

Ich meine auch Leute die mal ein Scope kaufen etc.

Wenn ja, wieso ist das so?

Wohlmöglich hat das Inet, Webcam CCD Chips und die günstigen China Röhren einen grossen Teil dazu beitragen.

Was meint ihr dazu?

Bearbeitet von: am:

Astrohardy
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
7540 Beiträge

Erstellt  am: 23.05.2007 :  22:25:50 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Astrohardy's Homepage
Denke ja. Mein Gefühl ist, dass es immer ein Auf- und Ab gibt, wobei das nicht nur an den Scope-Preisen liegt. Booms wurden in den Jahren, in denen ich das verfolge, auch durch Großereignisse ausgelöst (Z.B. Mondlandung, Komet Halley, Hale-Bopp, Sofi 99 usw). Und dann ist sicher auch ein Faktor, welche Herausforderungen in dem Hobby gerade aktuell sind. Astrofotografie boomte in den frühen 80ern, als man lernte, durchs Scope nachgeführte Deepsky-Aufnahmen zu machen. Jeder neue Film (103aE, t.p2415 hyp, E200, um nur 3 zu nennen) wurde bejubelt. Dann schlief es wieder etwas ein. Wirklich toll waren da nur noch Bilder mit großen Geräten, und Ungesehenes kam vor allem von namibischen Astrofarmen. Momentan leben wir wieder in einer geilen Zeit, denn was gibt es nicht alles an neuen Möglichkeiten: Man denke nurWebcams, Digitalkameras und die neuen Techniken der Bildverarbeitung. Jeden Tag was Neues! Ich genieße es jeden Tag! Was ist nicht alles möglich, auch in Richtung auf semiwissenschaftliche Amateurastronomie?! Die Verfügbarkeit billiger Scopes trägt natürlich auch zu einer gewissen Astrodurchseuchung der Gesellschaft bei, genau wie die Möglichkeit des schnellen Gedankenaustauschs. Und dadurch boomt die Szene gerade nach meinem Empfinden ziemlich doll. Hoffentlich noch ein Weilchen!

Hartwig


Bearbeitet von: am:
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Marc
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3389 Beiträge

Erstellt  am: 23.05.2007 :  22:36:29 Uhr  Profil anzeigen
Hallo,
weiss nur , das die Zahl der VdS-Mitglieder(Vereinigung der Sternfreunde Deutschlands) stetig wächst,aber eben nicht boomt.
an den billigen China-Röhren liegt es sicherlich nicht-der stetige Qualitätsanspruch wächst mit dem "Wirtschaftsboom"
zu verschieden sind die Anlässe,warum man ausgerechnet zur Astronomie als Hobby kommt
bei mir wars ein simples Taschenbuch-da gabs Internet noch garnicht

ein Hindernis könnt allerdings der zunehmende Energiepreis für Verkehrsmittel sein, denn sehr viele Sterngucker sind auf mobilität angewiesen(immer mehr menschen wohnen in großstädten-globale tendenz),um dunklen Himmel zu erreichen
mit dem Fahrrad oder zu fuß kommt man nicht weit genug raus von der lichtglocke
und nur sonne u. planeten reicht den wenigsten

1990: Vixen 4"f10 mit GP Montierung 7 Jahre !
2001:D&G FH D 125 f 2250 mm

2018:
APM APO 140 f7 SD
2019:Istar FH 204 f8,8 ATM projekt
Hyperion 8-24 Zoom Oku. MarkIV,ES f6,7 82° Oku.

Bearbeitet von: Marc am: 23.05.2007 22:38:47 Uhr
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jfhp
Meister im Astrotreff


397 Beiträge

Erstellt  am: 23.05.2007 :  22:56:14 Uhr  Profil anzeigen  Besuche jfhp's Homepage
Hi!

Also ich glaube ja, dass das Internet einen großen Teil zum "Boom" beiträgt. Jedoch beobachte ich das nicht nur hier, sondern auch in vielen anderen Hobby-Bereichen.

Bei meinen Streifzügen durchs Internet, um mich mal wieder über irgendwas schlau zu machen bezüglich meiner zahlreichen Selbstbauprojekte, stieß ich meist auf gut florierende Foren und Hobbyseiten. Egal ob Elektronik (robotertreff.de und viele andere), Glasfaserbau (googelt mal, puhh), Physik, Chemie und was ihr euch noch so alles vorstellen könnt. Es gibt wirklich fast zu allem Infos, Hilfe und Anregungen. Und alles boomt!!

Noch ein Beispiel: Casemodding. War/Ist ja ein absoluter Renner. Vor 10 bis 15 Jahren hätte wahrscheinlich noch kein 14jähriger seine Grafikkarte aus dem Stehgreif übertaktet oder den "heiligen" Prozessor angerührt. OK, evtl einige Freaks schon, aber der Rest der Welt hätte nie oder nur langsam davon erfahren.

Genau so sehe ich das derzeit bei der Astronomie. Hätte mir einer vor 20 Jahren gesagt schleif jetzt einen Spiegel, bau einen Dobson, versiber ihn dann mal schön und entwerfe eine Schrittmotorgetriebene EQ-Plattform dann hätt ich wohl nur Bahnhof verstanden und keine Möglichkeit gesehen dies umzusetzten. Mit Büchern vielleicht, aber das Internet ermöglicht einen ganz anderen Gedankenaustausch.

Weiter gehts bei der Materialbeschaffung. Wo hätte ich wohl vor 20 Jahren in einem 1000 Seelendorf Schrittmotoren, Elektronikartikel für die Steuerung, Vorderflächenspiegel, Glasscheiben usw.herbekommen sollen?? Bestimmt nicht beim Bauern hinterm Haus. Den Conradkatalog gabs zwar schon aber was da drin stand war ohne Nachschlagewerk Internet zum Großteil Fachchinesisch für mich. Heute gibts alles frei Haus mit ein paar Clicks. Ebay, Reichelt, Conrad, Sathis, Martin, und die viiiieeeelllen anderen machens möglich :-)

Also: Internet rules!!

MfG jf





http://www.jfhp.de

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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10110 Beiträge

Erstellt  am: 24.05.2007 :  02:57:47 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Welkin,
mangels entsprechender Statistiken kann man Deine Frage nicht beantworten.

Was wohl wahr ist, ist, dass mit dem Internet die Informationsverbreitung schneller und umfänglicher erfolgt. Früher musste man schon mindestens Physikstudent sein, um z.B. über die aktuellen Forschungsergebnisse informiert zu sein. Heute reicht ein DSL-Anschluss.

Ganz zu schweigen davon, dass mit den aktuellen Großteleskopen Erkenntnisse gewonnen wurden, die noch vor wenigen Jahrzehnten von "seriösen" Fachleuten ins Reich der Phantasie abgeschoben wurden.

Kurzum, die Amateure sind besser informiert und organisiert als je zuvor. Best Practice ist für jeden ohne Zeitverlust - dank Netzt - zugänglich.

Wie war denn das früher: Bilder einer Sofi, gabs erst mit Veröffentlichung in einer - auch damals unverschämt teuren - Fachzeitschrift.

Das die Qualität der Ausstattung stetig zugenommen hat, braucht nicht extra erwähnt werden. Was heute Hobbyastronomen auf der Terrasse stehen haben, hätte vor 50 Jahren jeder Uni als Aushängeschild gedient.

Gruß

PS: Nimm's nicht unbedingt wörtlich. Der Tenor stimmt allerdings.

Kalle - Alles wird gut !
Meine Okulardatenbank im Astrotreff: hier
Termine Teleskoptreffen gibt es hier

Bearbeitet von: am:
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slyv
Altmeister im Astrotreff

Schweiz
5161 Beiträge

Erstellt  am: 24.05.2007 :  06:58:16 Uhr  Profil anzeigen
Hallo!

Ich bin erst seit Januar 2003 dabei, aber ich denke auch, dass die "Amateurastronomie" vielleicht nicht gerade boomt, aber sicher nich stagniert.

Zitat:
Kalle:
Das die Qualität der Ausstattung stetig zugenommen hat, braucht nicht extra erwähnt werden. Was heute Hobbyastronomen auf der Terrasse stehen haben, hätte vor 50 Jahren jeder Uni als Aushängeschild gedient.



Und die hochauflösenden und hochempfindlichen Kamerachips, welche noch vor ein paar Jahren den "Profis" vorbehalten waren, finden sich baldschon in jedem Handy.

Rechen- und Speicherkapazität der früheren "Grossrechner" kann man heute in Form eines PDA oder "besseren Handys" ebenfalls in die Tasche stecken!

Das hat sicher auch dazu beigetragen... Ich finde's gut. Soviel Teleskop bekam man früher nicht für sein Geld.

Orangeblau grüsst Silvio von der MACH1 (Member of Albireo) und wünscht allen klare Sicht

Bearbeitet von: am:
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Maverik83
Meister im Astrotreff

Österreich
308 Beiträge

Erstellt  am: 24.05.2007 :  07:35:13 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Maverik83's Homepage
Hallo!

Ich bin auch erst seit Jänner 2005 dabei, also noch nicht wirklich lange.
Aber ich denke, dass gerade der Einstieg in die Astronomie einfacher geworden ist. Ich habe dank Internet und eines netten Kollegen einen flotten Einstieg gehabt. Hätte ich beide nicht gehabt, wäre ich wahrscheinlich nach einiger Zeit frustriert gewesen und hätte evtl. alles wieder aufgegeben.
So bin ich jetzt nach 1 1/2 Jahren Astrofotograf und konnte vor einer Woche meine erste Aufnahme machen, mit der ich selbst zufrieden bin. Es war ein harter Weg, aber eben dank Internet kein Problem!
Probleme bei der Aufnahmetechnik? --> Forum
Probleme beim Bildbearbeiten? --> Forum!
Teleskopbau? (Bau grad einen 12" Astrografen!) --> Forum!!

Und erst die Bezugsquellen! (Wurde oben schon oft erwähnt) Stathis hätte ich wohl per Telefonbuch nicht als Rohlinglieferant gefunden...

Auch habe ich übers Internet einen netten Hobbyastronomen kennen gelernt, mit dem ich seit dem gemeinsam beobachten gehe.

Viel Spaß noch bei dem besten Hobby, das ich mir vorstellen kann
Grüße, Robert

http://astro.noctis.at

Bearbeitet von: Maverik83 am: 24.05.2007 07:36:46 Uhr
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erakis
Mitglied im Astrotreff


51 Beiträge

Erstellt  am: 24.05.2007 :  09:51:44 Uhr  Profil anzeigen

Ich denke auch, dass das Netz einen Großteil dazu beiträgt. Man sieht, dass es noch mehr Bekloppte ;-) gibt oder Leute, die noch viel bekloppter sind als man selbst. Man findet Information, Gleichgesinnte, Literatur und seine Wunschausrüstung.

"Mein" erstes Telskop hat meine Mama damals zur SoFi 99 gekauft, und ich konnte sogar ein paar Protuberanzen durch die Wolken erhaschen. Also bei mir ganz klar das Großereignis als Auslöser - Hale Bopp hatte ich damals schon per Videokamera "erschossen" und die ganze Verwandschaft war grün vor Neid.

Inzwischen ist die Ausrüstung beachtlich gewachsen (Auch dank diesem Forum) und ich denke, dass ich das den Rest meines Lebens weitermachen werde. Vor allem gilt hier der Dank mal den Leuten, die in ellenlangen Posts kluge UND dumme Fragen geduldig und kenntnisreich beantworten und so bei Fragenden und Mitlesern dafür sorgen, dass sie nicht gleich ihre Ausrüstung frustiert im Keller verstauben lassen.

Also bei mir boomts ;-)

Gruß,
Anke


Bearbeitet von: am:
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Luzista
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1057 Beiträge

Erstellt  am: 24.05.2007 :  09:54:47 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Welkin,

Zuwachs beim Hobby Astronomie und steigendes Interessa an der A. sind ja zwei Gebiete. Und beide sind alters- und landschaftsbedingt so ungleich verteilt, dass man m. E. kaum eine allgemeingültige Tendenz ableiten kann.
Schon vor 60 (!) Jahren wurde man in ländlichen Gegenden als "Sternkieker" belächelt, weil dort nur Hobbies anerkannt werden, die Geld einbringen. Einmal Gucken wollte max. einer von 100. Daran hat sich (in meinem Umfeld) nichts geändert!
Anders wird wohl in größeren Städten sein, wo ein Planetarium, eine Sternwarte und ein Optiker mit Teleskopen im Schaufenster das Interesse an der A. mehr anregen.
An einen wirklichen allgemeinen Boom ala Computer glaube ich nicht bzw. ich bemerke ihn hier nicht.

es grüßt Lutz

Bearbeitet von: am:
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Joe_Malik
Meister im Astrotreff

Österreich
969 Beiträge

Erstellt  am: 24.05.2007 :  10:02:58 Uhr  Profil anzeigen
Grüß euch!

Ich habe bemerkt, dass in meiner Altersgruppe (bin 19) das Interesse an der Astronomie stetig wächst. Auslöser dafür sind nach eigenen Erfahrungen zB Kinofilme ("Sunshine") oder aber auch die Musik. Als "Sunshine" in die Kinos kam, erhielt ich kurz darauf etliche Anrufe von Freunden, die sich die Sonne mal durch mein Teleskop ansehen wollten.

Aber auch in der (vor allem Indie- und Alternative-) Musik wird zunehmends die Astronomie verwendet. Sei es auf CD-Covers, in Songtexten, oder gleich in einem ganzen Konzeptalbum (zB die Band Muse mit dem Album "Black Holes & Revelations" und Songtiteln wie "Supermassive Black Hole", "Knights of Cydonia", "Starlight", etc.).

All diese Faktoren tragen dazu bei, dass das Image der Sternderlgucker in letzter Zeit wesentlich aufpoliert wurde. Waren jugendliche Amateur-Astronomen vor ein paar Jahren noch als "Nerds" verschrien, so hat sich das bis zum heutigen Tag stark verändert.

Also zumindest bei den Menschen in meinem Alter erfreut sich (nach meinen Erfahrungen) die Astronomie zunehmender Beliebtheit.

Everything's in order in a black hole. (Arctic Monkeys)

Mein Astro-Blog: http://under-favour-of-night.blogworld.at

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Caro
Astrophysikerin

Deutschland
6067 Beiträge

Erstellt  am: 24.05.2007 :  10:26:44 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Caro's Homepage
Hey Leuts,

also ich muß sagen, ich hab in den letzten Jahren eigentlich eher das Gefühl des Gegenteils eines Booms, zumindest was ernsthaftes Interesse an Astronomie als Hobby angeht. Auch wenn das Equipment in den letzten Jahren doch teilweise drastisch günstiger geworden ist, hab ich das Gefühl, daß die Leute aufgrund der allgemeinen Kunjunkturlage und so weniger Geld in Astronomie investieren, und viele sind gleich von vornherein abgeschreckt. Auch unser Verein ist in den letzten Jahren ein wenig zusammengeschrumpft. Viele, die vorher nicht wirklich ernsthaft dabei waren, haben das Hobby aufgegeben.

Caro

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Astrohardy
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
7540 Beiträge

Erstellt  am: 24.05.2007 :  12:47:20 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Astrohardy's Homepage
> viele sind gleich von vornherein abgeschreckt. Auch unser Verein ist in den letzten Jahren ein wenig zusammengeschrumpft

Da ist was Wahres dran. Obwohl es viiiiel bessere Möglichkeiten gibt als vor 20 Jahren (das meinte ich mit "Boom"), nimmt die Zahl der Vereinsmitglieder auch in der GvA ab. Das ist aber ein genereller Trend auch auf anderen Gebieten, nicht nur Astro. Ich denke, es ist nicht nur ein Geldproblem, sondern viele berufstätige Leute haben immer weniger Freizeit. Und ja, wir müssen sicher aufpassen, dem Eindruck entgegenzuwirken, dass man für den Einstieg in Astronomie immens komplexe und tierisch teure Geräte braucht.

Auch gibt es einen Trend zu anderen Organisationsformen als dem klassischen Astroverein. Man beachte z.B. dieses Forum - die Zahl der Teilnehmer hier steigt und steigt und steigt. In den Astrovereinen kann man nur versuchen, den Mitgliedern echt was zu bieten, und zwar auch Veranstaltungen für Greenhorns.

Hartwig

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silbi
Meister im Astrotreff

Deutschland
767 Beiträge

Erstellt  am: 24.05.2007 :  13:31:31 Uhr  Profil anzeigen
ich tendiere eher zu der Aussage: das Interesse an der Astronomie nimmt ab,
das an der Astrologie nimmt zu

so manch einer, der durch Filme oder Neuigkeiten über extrasolare Planeten animiert war und bei mir mal durchgucken wollte,
war sehr enttäuscht.

Die stellen sich alle vor, ich sehe durch mein Rohr die Planeten so groß wie Kürbisse

Man sollte ein Pflichtfach Astronomie in der Schule einführen,
(in der DDR gab es das)

Grüße von Silbi* * ** * * * * * * * * the sky is my heaven ! * * * * * * * * * * * * * * * * *

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Imageshare
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1039 Beiträge

Erstellt  am: 24.05.2007 :  13:40:49 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Imageshare's Homepage
Hi Leute,

einer der wesentlichsten Faktoren für ein wachsendes Interesse an einem Hobby ist die Verfügbarkeit des Hobbies.
Unter Verfügbarkeit verstehe ich, daß das Hobby aktiv zu Preisen ausgeführt werden kann, die weite Teile der Bevölkerung bezahlen kann. Zudem kommt die Verfügbarkeit der natürlichen Resourcen und die Verfügbarkeit von zwischenmenschlicher Kommunikation.

Alle drei Punkte erfüllt das Hobby, zumindest zeitweise. Es kann also boomen. Das es das eventuell nicht tut, liegt an der Struktur der Gesellschaft in der wir leben. Die Bereitschaft, Mühen und Arbeit auf sich zu nehmen um einem Hobby nachzugehen ist allgemein stark geschrumpft. Wenn der Erwerb von möglichst viel Geld zu einem Lebensinhalt wird, kann ein Hobby nur dann greifen, wenn es eben diesem Lebensinhalt unterstützt. Anders gesagt: Wer schon immer auf Geld gesch.. hat, meistens deswegen keines hat, und immer schon an allem und jedem interessiert war, der wird auch für JEDES Hobby begeisterbar sein. Es muss dazu aber ausführbar sein, also bezahlbar und aktiv machbar.

In der Astronomie haben wir diese glücklichen Umstände vorliegen. Man kann von einem Boom sprechen, wenn ich mir anschaue, wer heute mit einem Teleskop auf dem Acker steht. All die, die mit China angefangen haben, hätten dies in den 80ern nicht tun können, da der Einstieg ein vielfaches dessen gekostet hat, was heute dafür notwendig ist. Gleichzeitig hat die starke Verbreitung von Internet und Foren dazu beigetragen, die Isolation des Einzelnen aufzuheben. Nur so kann der notwendige Impuls "dranzubleiben" immer wieder aufgefrischt werden.

Viele von uns haben mit preiswertem Einsteigerequipment angefangen, richtig Feuer gefangen und bewegen sich jetzt im fortgeschrittenen Segment. Das hat z.B. ein W.Ransburg erkannt, getreu nach dem Motto: Erst ein preiswertes aber leistungsfähiges Einsteigerequipment verkaufen. Dann kommt der Kunde wieder und kauft was besseres und schliesslich was richtig gutes...und teures! Das preiswerte leistugsfähige Equipment zeigt dem Beginner aber wo der Hase herläuft, und er bleibt dabei.

Früher musste das gleiche Geld in ein Mickerteleskop auf WucherteuerMonti eingesetzt werden. 1 Jahr matschige Flecken und jeder hat die Schnauze voll, garantiert!

So gesehen, kann man wirklich von einem Boom sprechen.

Übrigens, die Leute die den Vereinen weglaufen, laufen nicht ohne Grund weg. Aber daraus zu schliessen, Astronomie wäre rückläufig zeugt von einem ganz schwachen Standpunkt. Im Gegenteil, die Leute tauchen in den Foren auf und sind dort aktiv.

CS
Ulrich

Ulrich Wagner
1.KDCO /www.wagnerul.de
Kein Stern ist so rund, daß ich ihn nicht eirig kriege..und übrigens: schmutzig ist putzig!

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Joe_Malik
Meister im Astrotreff

Österreich
969 Beiträge

Erstellt  am: 24.05.2007 :  13:43:11 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: silbi


Man sollte ein Pflichtfach Astronomie in der Schule einführen,
(in der DDR gab es das)




Da soll noch mal einer schlecht über die DDR sprechen! Bring back the DDR!

*Ironie off*

Würde gerne die Gründe kennen, warum Astronomie ein Pflichtfach (!) war. Kennt die zufällig jemand?

Everything's in order in a black hole. (Arctic Monkeys)

Mein Astro-Blog: http://under-favour-of-night.blogworld.at

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Imageshare
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1039 Beiträge

Erstellt  am: 24.05.2007 :  13:56:19 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Imageshare's Homepage
Zitat:
Original erstellt von: silbi

ich tendiere eher zu der Aussage: das Interesse an der Astronomie nimmt ab,
das an der Astrologie nimmt zu




Hallo Silbi,

auch hier ist es der Standpunkt aus dem man die Sache betrachtet. In einem gewissen bereich der Bevölkerung ist ein gutes Hobby ein wichtiger Lebensinhalt. In diesem Bereich der Bevölkerung nimmt das Interesse an der Astronomie zu. Für den rest habe ich eher das Gefühl, daß der Mainstream ALLES ist und man ihm folgen muss. Du wirst feststellen, das Astronomen oder andere Hobbiisten ein ganz spezieller Menschenschlag sind, gut gebildet, vielseitig interessiert und mit einer gehörigen Portion Menschenverstand ausgezeichnet. Träge, faule, dumme oder phlegmatische Menschen, oder Menschen denen Ihr Body das heiligste ist, oder die den neuen Daimler für eine Gottesgabe halte oder..oder..oder, unter solchen Menschen wirst Du niemanden finden, der aktiv, interessiert, zielstrebig und aufopfernd einem Hobby nachgeht.

Man kann also nicht erwarten, daß ein Zuschauer versteht was wir da tun. Würde er es verstehen, würde er dich ganz anders in eine Diskussion verwickeln. Mich hat z.B. mal ein Vogelkundler solange malträtiert, bis ich ihm erlaubte mit dem Ding mal in der Horizontalen zu gucken. Er sah promt ein reh und war hin und weg...auf gut 1500m Distanz okularfüllend. Zwar dunkel, aber da. Ich bin sicher, der rennt nun mit nem ED und ner AJO durch die Alpen.

Ich lasse Fremde gerne durch mein Teleskop gucken, denn dann bin ich die für immer los. Und wenn die länger bleiben, habe ich vermutlich jemanden für das Hobby angeworben.


CS
Ulrich

Ulrich Wagner
1.KDCO /www.wagnerul.de
Kein Stern ist so rund, daß ich ihn nicht eirig kriege..und übrigens: schmutzig ist putzig!

Bearbeitet von: Imageshare am: 24.05.2007 13:56:55 Uhr
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