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 Ein Meade 2080 aus den fruehen 1980ern
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Seite: von 4

JSchmoll
Altmeister im Astrotreff

United Kingdom
4090 Beiträge

Erstellt am: 13.11.2016 :  21:31:27 Uhr  Profil anzeigen
Sodann mal mein Einstand auf dem neuen Klassikerforum.

Unser Astroverein CaDAS (=Cleveland and Darlington Astronomical Society) "wohnt" im Wynyard Planetarium im Nordosten Englands. Hierbei handelt es sich um ein Kleinplanetarium mit 7m-Kuppel, das beinahe dem Rotstift zum Opfer fiel. Derzeit wird es von einer Bande Freiwilliger (der ich angehoere) am Laufen gehalten. Als Ergaenzung unserer Shows bieten wir bei klarem Wetter Beobachtungen an. Diese finden in einer 4m-Ashdome-Kuppel an einem 14"-Meade-SCT statt, das gerade erfolgreich entgabelt und auf eine EQ8 gesetzt wurde.

Allerdings ist die Kuppel fuer groessere Gruppen immer noch recht klein, und wir haben mehrere transportable Geraete, die sich teils durch jahrelange Nichtnutzung in suboptimalen Zustaenden befinden.

So schleppte ich neulich eines meiner Lieblingsteleskope, ein klassisches Meade 2080, nach draussen. Es erinnert mich an den Kosmos-Astrogeraetekatalog von um 1985, als Kosmos anfing, Meade zu importieren. Klassischer Jugendtraum, damals unerschwinglich. Es handelt sich um die Antwort von MEADE auf das bereits ca. 10 Jahre vorher aufgetauchte Celestron 8, ein 203/2000mm Schmidt-Cassegrain auf leichter Gabelmontierung. Das ganze Instrument kann von einem gesunden Erwachsenen noch in einem Stueck getragen werden, was natuerlich auch seine Schattenseiten hat - Schwingungen der Gabel und des Stativs, die gerade bei hoher Vergroesserung beim Fokussieren nerven.

Ich hatte Schwierigkeiten, Objekte zu finden, da das Sucher kaputt war (Okular mit Klebeband und Pappe fixiert). Auch sah die Schmidtplatte sehr matt aus, und die Stativbeine hatten trotz rostfreiem Stahl irgendwie doch Flugrost angesetzt. Die Sterne waren schoen dreieckig, da das Teleskop wohl schon seit Ewigkeiten nicht justiert wurde. Es wurde im Jahr 2008 an den Verein vererbt (siehe Bild von der Plakette unten).

So habe ich das Instrument konfisziert und in meiner Werkstatt runderneuert. Die Gewerke waren:

-Sucherfernrohr: Drehen einer neuen Okularaufnahme aus Edelstahl mit 0.8mm Steigung, sodass es in das vorhandene Tubusrohr eingeschraubt werden kann. Lackieren des Suchers, das sich nach Entfernen des Klebebandes als weiss entpuppte, in eine passendere Farbe. Der Sucher ist zwar ein Meade, aber nicht der originale Sucher von diesem 2080, was sich an der Halterung erkennen laesst.

-Stativ: Entfernen des Flugrostes und Aufpolieren.

-Tubus, Montierung: Ueberlackieren von Lacktickern mit mattschwarzer Farbe.

-Optik: Reinigung(!) und Justage. Ich brauchte mehrere Anlaeufe, und auf der Innenseite der Schmidtplatte sind im grellen Weisslicht immer noch Punkte zu sehen, die sich nicht durch Essig/Alkohol/Azeton/Spueliwasser entfernen lassen. Hier wurde das Glas wohl laengerfristig angegriffen. Auf die Abbildung wirkt sich das aber nicht signifikant aus. Die Verguetung ist definitiv nicht angegriffen, denn es gibt sie nicht! Damals wurde das Geraet nur gegen Aufpreis verguetet und das Instrument hier war ein unverguetetes. Also Schmidtplatte ausgebaut und nach mehreren Reinigungsiterationen wieder zusammengesetzt. Die Spiegel wurden auch einer vorsichtigen Reinigung unterzogen, da sie ein paar Wischer zeigten.

Am Stern erfolgte die Justage, wobei es vorteilhaft war, dass der 220v 50Hz-Synchronmotor noch tadellos funktionierte. Bei einer Uebervergroesserung von 570-fach zeigte sich nach der Justage im LVW 3.5mm eine ansatzweise Beugungsfigur, die von einem leicht dreieckigen Halo ueberlagert wurde. Weder ein Entspannen der Schmidtplatte (Lockerung der sechs Frontringschrauben) noch ein geringeres "Anknallen" der Fangspiegeljustierschrauben aenderte etwas an dem Befund. Ich vermute, dass es sich um ein Geisterbild von der unvergueteten Schmidtplatte handelt, da in zweifacher Reflexion an den zwei Glasluftflaechen ja deutlich mehr Abbildungsfehler zutage treten als in Transmission.

[EDIT: Weiter unten tritt der wahre Grund zutage: Schlieren im Substrat der Schmidtplatte!]

Am Himmel zeigte sich ein scharfer Fast-Vollmond, deren Krater am Terminator in ihrer Schaerfe eher durchs Seeing begrenzt waren als durch die oben beschriebenen Aberrationen. Ich beobachtete hier mit realistischeren 8mm mit dem Speers-Waler von Antares. M57 erschien als gut definierter Ring, wobei der Mond nicht half. Epsilon Lyrae wurde getrennt, wobei die Trennung im LVW13mm kontrastreicher war als bei hoeheren Vergroesserungen.

Nun zu den Bildern!




Das 2080 auf dem "Operationstisch" in der Kueche. Hier wurde es mehrmals zerlegt, um die Optik zu reinigen und die Fokussierung wieder weich und spielfrei einzustellen.



Das Geraet in "freier Wildbahn" in meinem Garten, von dem aus die oben beschriebenen Beobachtungen gemacht wurden.



Frontseitig schimmert die unverguetete Schmidtplatte sehr hell, da ca. 8% des reflektierten Himmelslichts dazu beitragen.



Direkteinblick in die nunmehr gereinigte Optik. Ich haette das eigentlich mal vorher fotografieren sollen - die Optik war von innen wie von aussen matt. Der Schmand konnte entfernt werden - bis auf ein paar Sprenkel, die aber nur in sehr hellem Weisslicht zutage treten und hier nicht erkennbar sind.



Der 6x30-Sucher nach Anfertigung einer neuen Okularaufnahme aus rostfreiem Stahl (sauhartes Zeugs, hat mir einige Drehstaehle ramponiert!). Die Aufnahme dann schwarz, und das Rohr dunkelblau lackiert. Leider kein richtiges "MEADE-Blau", sondern etwas heller. Das war das Einzige, was ich auf die Schnelle finden konnte. Aber eine deutliche Steigerung der Aesthetik, wenn ich es mit dem vorherigen Klebstreifengelumpe vergleiche. Eine der sechs Justierschrauben fehlte und wurde durch eine M3-Raendelschraube ersetzt.



"Er hat die Sterne zu sehr geliebt, um die Nacht zu fuerchten" ... die Widmung des verstorbenen Besitzers, von dem unser Verein das Instrument erbte.



Ein letztes Bild des schoenen Klassikers.



Best wishes aus Nordostengland,
Jurgen
Wenn Du als Sterngucker keine Freunde hast, besorge Dir eine Drehbank und die Dinge aendern sich.

Bearbeitet von: JSchmoll am: 11.01.2021 00:36:44 Uhr

jaramillo
Meister im Astrotreff

Deutschland
619 Beiträge

Erstellt  am: 14.11.2016 :  14:45:18 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Jürgen,

vielen Dank für diesen Bericht, der mich um mindestens 20 Jahre in die ganz persönliche Vergangenheit zurückversetzt hat.

Exakt dieses 2080 SC von Meade war es, in das ich mich Anfang / Mitte der Neunziger verguckt hatte, und das ursprünglich mal als das erste eigene echte Teleskop auserchoren war. Erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich damals Abend für Abend lechzend vor dem Meade-Katalog saß und üerlegte, wie ich dieses Teleskop wohl finanzieren könnte - zu dieser Zeit noch als Schüler kurz vor dem Abitur stehend . Der Preis für das 2080 lag, so meine ich mich erinnern zu können, bei etwa 4500.- DM; wohlgemerkt ohne Polhöhenwiege. Sogar bei einem bekannten Teleskop-Händler aus dem süddeutschen Raum hatte ich seinerzeit angerufen um zu erfragen, ob ein Kauf über Ratenzahlung möglich wäre - die Antwort war prinzpiell positiv, für einen Schüler ohne finanzielle Sicherheiten war allerdings leider nichts zu machen...

Letztendlich sollte es noch ein paar weitere Jahre dauern bis zum ersten eigenen Teleskop - geworden ist es dann doch kein SC, sondern ein Skywatcher 200/1200 Dobson Anfang 2003, mehr gab die Studentenkasse nicht her. Zumal die 2080er Serie Mitte der 90er Jahre von der (nochmals teureren) LX-Serie abgelöst wurde. Bis heute blieb es mir leider vergönnt, durch ein Meade 2080 zu beobachten...

Ich wünsche Dir viel Freude und fantastische Beobachtungen mit Deinem Klassiker!

Gruß und CS,

Mathias
------------------------
„Das Positive am Skeptiker ist, dass er alles für möglich hält “ (Thomas Mann)

Bearbeitet von: jaramillo am: 14.11.2016 14:49:44 Uhr
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JSchmoll
Altmeister im Astrotreff

United Kingdom
4090 Beiträge

Erstellt  am: 14.11.2016 :  15:11:48 Uhr  Profil anzeigen
Hi Matthias,

danke fuer Dein Feedback! Mein Teleskop ist es (leider) nicht. Es geht nach der Renovierung zurueck zum Verein, wo es dann wieder fuer oeffentliche Beobachtungen genutzt werden wird.

Von der Abbildungsqualitaet her hast Du wahrscheinlich mit dem Newton die bessere Wahl getroffen. Auch sind Dir groessere Gesichtsfelder vergoennt, da Du 2"-Okulare verwenden kannst und eine kuerzere Brennweite hast. Das Bestechende beim SCT ist dagegen die Kompaktheit.

Es gab uebrigens schon in den 1980ern das "LX-Getriebe". Hierbei wurde in Rektaszension ein Schneckenrad verwendet statt des billigen Zahnrades, wodurch die Laufruhe der Nachfuehrung verbessert wurde. Spaeter gab es dann "LX3" und "LX5" mit 12V-Schrittmotortechnik statt des veralteten Synchronmotors. Dann, um 1994, gab es auf einmal die (fuer den Achtzoeller) wirklich stabile Gabel als LX50, LX100 und LX200.


Best wishes aus Nordostengland,
Jurgen
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Luebke82
Senior im Astrotreff

Deutschland
137 Beiträge

Erstellt  am: 14.11.2016 :  15:47:11 Uhr  Profil anzeigen
Wirklich schöner Bericht. Ich bin seit ein paar Wochen auch Besitzer eines 8" SC Mod.2080 von Meade. Hab es gebraucht auf Ebay ergattert und ich bin sehr zufrieden bis jetzt. Der Zustand ist noch eine ganze Ecke besser als bei dem gezeigten hier...mit Ausnahme der Schmidtplatte vllt.

Letztes Wochenende hab ich meine ersten Mondvideos damit aufgenommen und die Bildschärfe ist auch nochmals etwas besser als an meinem 8" F/4 Newton, grade was das Koma betrifft. Also an alle die auf Goto und Computersteuerung verzichten können: schaut euch das Ding mal näher an, die Gebrauchtpreise sind schon sehr oft entgegenkommend.

Gruß und SC

14"Meade ACF LX600 F/8

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ThomasSturm
Mitglied im Astrotreff


26 Beiträge

Erstellt  am: 14.11.2016 :  18:06:25 Uhr  Profil anzeigen
Ich habe auch so eines, bin Erstbesitzer




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JSchmoll
Altmeister im Astrotreff

United Kingdom
4090 Beiträge

Erstellt  am: 15.11.2016 :  23:12:03 Uhr  Profil anzeigen
Danke fuer Euer Feedback, Stefan und Thomas. Die "Dunkelziffer" dieser Geraete wird wohl noch groesser sein, waren sie doch damals die Konkurrenz zum aeusserst erfolgreichen C8.

Ich habe mein Geraet heute abend fertig justiert und morgen geht es zurueck zum Verein (hier wuerde jetzt ein trauriges Smiley stehen).

Eine Sache ist mir aber aufgefallen: Im defokussierten Sternscheibchen befinden sich gerade Streifen, die wie mit dem Lineal gezogen durch die Pupille wandern. Ich sah das schon vor der letzten Reinigung und das Bild hat sich nicht geaendert. Es ist invariant unter Okulardrehung und tritt auch ohne Diagonal auf, muss also vom Teleskop daselbst kommen.

Ich habe mal ein Bild gemacht (6400 ISO machts moeglich, 1s auf Capella ohne Nachfuehrung) und ich werde es nach Freischaltung hier einstellen. Ich wundere mich, ob das Glasmaterial der Schmidtplatte Schlieren haben koennte. In Reflexion jedenfalls laesst sich auf keiner der vier Oberflaechen (2 Schmidtplattenseiten, Hauptspiegel, Fangspiegel) etwas darart Gerades erkennen. Putzspuren scheinen es also nicht zu sein, zumal diese nicht so gerade sein wuerden, weil man ja naturgemaess kreisfoermig wischt, um die Fangspiegelzelle bzw. das Blendrohr zu "umschiffen".

Auf etwa 1 Uhr sind Luftschlieren zu erkennen, was dem parallaktischen Winkel entspricht, denn dort war in etwa "oben", als ich Capella einstellte. Die Strukturen sind unbeweglich und in verschiedenen Okularen sichtbar, und auch in der Kamera. Zeitabhaengige Luftschichtungen kann ich also ausschliessen. Da bleiben fuer mich nur Brechzahlanisotropien in der Schmidtplatte uebrig, denn fuer Fehler in der Spiegelpolitur fehlt mir wieder die erforderliche Rotationssymmetrie. Da wuerde man eher eine "Schuetzenscheibe" erwarten.

Und hier nun, Dank an den "Freischalter", das Bild:



Ich habe das auch mal im Technikforum Spiegelteleskope verlinkt. Hat das schon mal jemand beobachtet ?

Best wishes aus Nordostengland,
Jurgen
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Bearbeitet von: JSchmoll am: 15.11.2016 23:52:09 Uhr
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Luebke82
Senior im Astrotreff

Deutschland
137 Beiträge

Erstellt  am: 16.11.2016 :  17:08:18 Uhr  Profil anzeigen
Ich bin da leider kein Experte was Bildfehler und Optikqualität angeht. Hast du die Schmidtplatte auch wieder 100%ig ausgerichtet?

14"Meade ACF LX600 F/8

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JSchmoll
Altmeister im Astrotreff

United Kingdom
4090 Beiträge

Erstellt  am: 16.11.2016 :  17:51:15 Uhr  Profil anzeigen
Definitiv - genau so wieder eingebaut wie markiert. Auch wuerde eine Schmidtplattenverdrehung nicht solche Schlieren verursachen.

Aber die Theorie die Schlieren im Material wurde hier untermauert:

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=203401&whichpage=1#759970

Die haben damals Floatglas genommen! Das wird auf einem Zinkbad aufgeschwemmt und entlang einer Kuehlungsstrecke (genannt "Lehr") heruntergekuehlt. Die Unterseite des Glases, die auf dem Zink schwimmt, ist dabei sehr plan und sie braucht nicht mehr poliert zu werden. Allerdings koennen sich dabei Brechzahlvariationen einstellen, die eine solch lineare Natur haben.


Best wishes aus Nordostengland,
Jurgen
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hasebergen
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3437 Beiträge

Erstellt  am: 17.11.2016 :  08:08:28 Uhr  Profil anzeigen  Besuche hasebergen's Homepage
Moin Jürgen,

sehr schöner Bericht, danke!

Na, wie sich das so liesst, lohnt es sich ja durchaus mal, nach einem solchen wirklich alten "made in USA"-2080er Ausschau zu halten. Bin ja eigentlich nicht soooo der "Fan" von SC-Systemen, nun, Du hast mich gerade neugierig gemacht ... ;-) Aber, irgendwie sieht es so aus, als ob die Sucherhalterung verkehrt herum angebracht ist ;-)

Viel Freude Euch im Verein mit dem nun wieder "frischen" 2080er

Grüße Hannes

Diverses klassisches Zeugs - Klassikerseite: http://amateurastronomie.com/index.htm - Bereich Klassiker

--> 07-2019: Erstellung eines Einsteigerbüchleins: Was ist zu bedenken beim Einstieg - welches Teleskop ist wirklich ein "Einstiegsgerät" etc.

Facebook - Gruppe Klassische Teleskope https://www.facebook.com/groups/1101191130018058/

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Winni
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1318 Beiträge

Erstellt  am: 20.11.2016 :  15:34:45 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Winni's Homepage
Servus Jürgen!

Danke für die Bilder.
Ich hab ja auch was altes hier ausm Schuppen gezogen:

Jahrzehnte lang ungenutzt hab mich dein thread dazu bewogen die Kiste wieder aufzumachen:

Leider hat sich gezeigt, der FS ist etwas in Mitleidenschaft gezogen.
Dieser Belag glänzte in einer hellroten, kupfernen Färbung.

Nach einer ersten Reinigung mit Lösungsmittel und Wattestäbchen verschwand diese, zurück blieb etwas wie abgelöste oder matt gewordene Aluminiumbeschichtung.

Wenn jemand einen Tipp oder eine Lösung für dieses Problem hat, immer her damit!

Viele Grüße
Winni

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Astronomie vom Ende der Welt:
www.outer-rim.eu
-Projekt Tschuri wirft seine Schatten voraus-
https://www.youtube.com/user/1969Winni

Und noch ein
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Dsky-Tom
Meister im Astrotreff

Deutschland
534 Beiträge

Erstellt  am: 01.12.2016 :  01:20:56 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Klassiker-Gemeinde !

Ja da fällt man in die gute alte Zeit der Anfänglichen Astronomie zurück.
Ich bin auch im Besitz eines Originalimport´s des alten 8" SC 2080.
Leider sitzt es heute nicht mehr in seiner klassischen Gabel.
Diese Optik nutze ich heute noch visuell und gelegentlich fotographisch.
http://www.astronomiefotos.de/albums/userpics/10014/SC_mod_G11.jpg

Der Klassiker wirkt zwar nicht mehr wie er eigentlich aussehen soll.
Aber es macht mir heute wie auch früher immer wieder Spaß damit zu arbeiten.
Beim Aufbauen kommen da immer wieder alte Erinnerungen auf.
In meinen Augen sind es schöne kompakte vielseitige Optiken.

In diesem Sinne...CS

M.f.G.
Thomas

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Gert
Altmeister im Astrotreff


2807 Beiträge

Erstellt  am: 01.12.2016 :  06:41:09 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Gert's Homepage
Hallo Jürgen,

Bzgl. Streifen in der Schmidt-Platte. Ja das sind Schlieren im Glas (Variationen im Brechungsindex durch den Herstellungsprozess) In der damaligen Zeit hat Meade (und auch Celestron?) die Schmidtplatten noch nicht aus optischem BK7 hergestellt, sondern relativ 'einfaches' Glas genommen. Schau mal von der Seite die Platte an, die Glasfarbe dürfte da schon grünlich sein. Ich kann mich noch erinnern als M. oder C. (?) groß in der Werbung angaben, dass sie nun BK7 für die Schmidtplatten nehmen. Man fragt sich dann, was sie wohl vorher genommen haben! Heute würde man so ein Gerät dem Händler/Hersteller unter lautem Fluchen zurückschicken und optisch perfektes Glas für die Platte verlangen. Früher ging sowas.

Clear Skies,
Gert

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JSchmoll
Altmeister im Astrotreff

United Kingdom
4090 Beiträge

Erstellt  am: 19.12.2016 :  13:29:31 Uhr  Profil anzeigen
An Winni - ich sah die letzten Antworten erst jetzt: Das sieht nach Neuverspiegelung aus, zumindest was den Fangspiegel betrifft. Ich habe das vor Jahren mal mit einem orangen C8 gemacht. Der Hauptspiegel musste dazu vom Flansch geschnitten werden, auf dem er mit Silikon angeklebt ist. Spaeter musste ich den Spiegel wieder mit Silikon ankleben, was ein bisschen eklig ist und am Besten mit Gummihandschuhen bewerkstelligt werden kann.

Schoene Halley-Aufkleber auf der Kiste! Nach der langen Zeit kein Wunder, dass die Spiegel mal eine Neubeschichtung brauchen.


Best wishes aus Nordostengland,
Jurgen
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Winni
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1318 Beiträge

Erstellt  am: 21.12.2016 :  18:12:52 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Winni's Homepage
Grüß dich Jürgen

Klar, das werd ich dem Spiegel mal gönnen, aber eilt ja nicht.
Im Fundus ist auch ein uralt Zenitspiegel in 2", Celestron damals, der hats auch nötig.
Ich war nur erstaunt, ist doch das System geschlossen und dem HS fehlt gar nix.

Die erste Polhöhenwiege hatte ich damals aus Holz selbstgebaut (original war viel zu teuer für mich damals), das Dreibein aus Stahlrohren und Stahlteilen selber zusammengeschweißt... gleich im ersten Lehrjahr.

Letzteres hab ich übrigens heute noch hier (Baujahr 1986), steht im Garten weil ich es nach all den Jahren nicht fertiggebracht habe es wegzuschmeissen.

Gar mannigfaltig ist die Anzahl der Projekte die auf einem warten.

lg
Winni

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Wambo
Altmeister im Astrotreff


3945 Beiträge

Erstellt  am: 10.01.2017 :  12:01:52 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Klassik-Freunde,

einen weiteren, schönen Bericht zu diesem Klassiker inklusive einer optischen Einschätzung findet man auch hier :

http://astro.nightsky.at/Art/Meade_2080/

MfG Michael

Bearbeitet von: am:
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quilty
Mitglied im Astrotreff


87 Beiträge

Erstellt  am: 01.01.2021 :  13:51:59 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Jürgen,

ein frohes neues Jahr, eins geb ich uns noch, man kann nur noch auf Sicht fahren.

"Eines meiner Lieblingsteleskope" weil es ein Jugendtraum war, oder auch heute noch im normalen Gebrauch? Ich frage, weil es so aussieht, dass ich bald auch eins kriege. Obwohl ich bis jetzt noch von keinem SCT begeistert war, aber der Preis war gut. Epsilonlyrae zu tennen ist jetzt nicht son Kriterium aber ich hoffe da geht Einiges mehr, zunächst mal visuell. Auch wenn in den letzten Wochen kaum was ging, das ersehnte Stelldichein von Jupi und Saturn fiel auch aus. Das kann in England nicht viel schlechter sein. A propos, dürft ihr noch kommunizieren, oder müsst ihr jetzt erst von der Leyen um Erlaubnis fragen?

Gruß
Stephan



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