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 Das Teleskop-Selbstbau Optikforum
 316mm Spiegel
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konatsu
Neues Mitglied


4 Beiträge

Erstellt am: 24.07.2011 :  21:13:39 Uhr  Profil anzeigen
Hallo bin neu hier , und am verzweifeln . Ich bastle gerade an meinen ersten grösseren Projekt.
Mir ist vor einiger zeit ein 316mm Hauptspiegel eines Spex 1800 Spektrographen in die Hände gefallen. Das Gerät stammt aus den 60ger Jahren und die Datenlage ist sehr dürftig darüber. Ich konnte höchstens ergoogln das der Spiegel 1000mm Brennweite bei f8,4 macht.So oder so die beschichtung ist definitiv unbrauchbar über die Jahre geworden und so versuche ich gerade das ganze zu entschichten....Alubeschichtungen sollen ja mit Ätznatron entfernbar sein...Silberbeschichtungen mit Salpetersäure....fehlanzeige....Jetzt bin ich am überlegen ob ich mit Polierrot dem ganzen nachhelfen soll.
Ich bin noch blutiger Anfänger in diesem Bereich und fürchte mich vor grösseren Fehlern.
Ich bin Elektroniker und besitze etwas Erfahrung im CFK Bereich so sollte das Gehäuse , die Nachführung und das übrige etwas weniger probleme bereiten.(hoffe ich)

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mintaka
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
14778 Beiträge

Erstellt  am: 24.07.2011 :  21:35:26 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Stefan,

was hast du mit dem Spiegel vor? Bevor du weiter machst, solltest du erst mal klären, ob der Spiegel überhaupt für dein Vorhaben geeignet ist.
Ist der Spiegel parabolisch, sphärisch oder anders geformt?
Ist der Spiegel dick genug?
Hat der Spiegel ausreichende Genauigkeit?
Wie sind die Daten? F/8,4 bei 1000 mm Brennweite und 316 mm Durchmesser kann nicht sein.

Gruss Heinz

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konatsu
Neues Mitglied


4 Beiträge

Erstellt  am: 24.07.2011 :  21:58:00 Uhr  Profil anzeigen
Vielen Dank Heinz für die schnelle Antwort
Nun das versuche ich gerade mehr oder weniger erfolgreich herauszufinden, es scheint aber das eine Chanche besteht relativ einfach zu einem Teleskop zu kommen. Das Glas ist recht dick geraten (5cm)und ca 8 kg schwer. Villeicht ist ein foto aussagekräftiger.
https://dl-web.dropbox.com/get/Public/315mmSpiegel.JPG?w=5bfadce9
nunja testen : wenn ich mit einer LED Taschenlampe aus einem Meter draufleuchte dann bekomm ich eine recht scharfe Projektion des ganzen an meine 2,20m hohen Zimmerdecke...
Die vorhin genannten Angaben ausser die Breite ,die ich relativ einfach nachmessen konnte ,sind noch unsicher . Ich arbeite mich da langsam ran...

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konatsu
Neues Mitglied


4 Beiträge

Erstellt  am: 24.07.2011 :  22:54:34 Uhr  Profil anzeigen
wow dieses forum ist eine Goldgrube..und noch so viel zu lernen für mich.
Hab gerade die Pfeiltiefe meines Spiegels bestimmt s=7,53mm was mit der Formel R = D2 / 8s + s/2 bei mir eine Brennweite von 1560 ergab?.Hmmmm
ich werde ihm aber noch mehr Geheimnisse entlocken müssen. Ich kann durch die Beschichtung inzwischen durchschauen.Scheint ich muss sie vollständig runterpolieren und dann versilbern. Immerhin habe ich dafür alle Zutaten.

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Mr_beteigeuze
Meister im Astrotreff

Deutschland
760 Beiträge

Erstellt  am: 24.07.2011 :  23:26:45 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Mr_beteigeuze's Homepage
Hallo Stefan,
ob die Formel für die Brennweite stimmt hab ich jetzt nicht überprüft. Du würdest dann aber auf F5 kommen was ein gängiges F/D Verhältniss wäre. Eine weitere Möglichkeit für die Bestimmung der Brennweite ist der Taschenlampentest. Der geht ohne Formeln und ist auch recht genau.
http://www.stathis-firstlight.de/spiegelschleifen/pfeiltiefe.htm
Zitat:
Scheint ich muss sie vollständig runterpolieren

STOP! runterpolieren ist nicht. Du musst das Zeugs schon ohne mechanische Einwirkung vom Glas wegbekommen. Mit Polierrot (kenne übrigens niemanden der das noch zum Polieren benutzt) ruinierst du dir den Spiegel da das abgehobelte Alu/Silber dir das Glas verkratzt. Zudem änderst du dann zwangsläufig die Form deiner Parabel/Sphäre und eventuell kannst du den Spiegel hinterher nicht mehr gebrauchen.
Bei den chemischen Verfahren fürs ablaugen oder abätzen kenne ich mich nicht genug aus um dir weiterhelfen zu können. Bloß, wie gesagt, nicht runterkratzen
Grüße, Matze

www.sternenpark-schwaebische-alb.de

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Marty
Altmeister im Astrotreff

Germany
2112 Beiträge

Erstellt  am: 25.07.2011 :  00:12:52 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Marty's Homepage  Sende Marty eine AOL Message  Sende Marty eine ICQ Message  Sende Marty eine Yahoo! Message
Hallo,
Die Beschichtung loest du besser mit NaOH (Natronlauge) ab, den Spiegel kannst du versilbern, das haelt aber nicht sehr lange und wird braun.
Besser du laesst ihn von einer optischen Firma verspiegeln. Adressen gibts hier zu erfragen. (Befort Wetzlar z.B.)
Uebrigens jeder Spiegel der nicht zu dick beschichtet ist, ist von hinten gegens Licht durchsichtig. Das ist voellig normal, dafuer brauchst du keine neue Beschichtung. Nur wenn die Beschichtung beschaedigt ist.
Gruesse marty

Homepage www.marty-atm.de
mailto:martin<at>marty-atm.de
AG Spiegelschleifen in der Wilhelm Foerster Sternwarte NUR NOCH NACH VEREINBARUNG
Info zum AG Spiegelschleifen: http://www.wfs.be.schule.de/pages/AGSpiegel/

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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10268 Beiträge

Erstellt  am: 25.07.2011 :  00:45:02 Uhr  Profil anzeigen
Hi,
wenn Du die Brennweite genau bestimmen willst, dann baue Dir provisorisch eine optische Bank.
Durchleuchte Dir mit einer Lampe ein Stück beschriftete Klarsichtfolie wie bein Diaprojektor und stelle es einfach in die Nähe der doppelten Brennweite auf. Und suche mit einer weißen Projektionsfläche die Stelle (auch in der Nähe), wo das Abbild am schärfsten ist, man die Folie also lesen kann. Höhe möglichst auf Spiegelmitte einstellen (Bücher etc. zum Ausgleich nehmen)

Es gilt 1/f = 1/b + 1/g

mit
f = Brennweite
b = Bildweite
g = Gegenstandsweite (Abstand Dia/Spiegel, nicht der Lampe)

Also steht das Dia näher als die 2-fache Brennweite zum Spiegel, muss die Fläche weiter weg.

Mit der Sonne oder Mond als Diaquelle (Sonderfall undendliche Entfernung) ist das schärfste Abbild genau die Brennweite. (Sonne kann aber Verbrennungen verursachen.) Allerdings kann man das schlechter auf dem Boden aufstellen und ausmessen.

Das geht praktisch millimetergenau. Vor allem, wenn man mehrere Messungen macht und das Ergebnis mittelt.

Die Brennweite misst man aus der Spiegelmitte. Man kann auch den Spiegelrand nehmen und die Pfeiltiefe addieren. Bei doppelter Brennweitenentfernung eines f/5-Spiegels (~10-facher Spiegeldurchmesser) wird der Winkelfehler klein genug.

Gruß

PS: Hilfreich könnte auch sein, wenn man sich mit einem der Selbstbauer hier einfach mal trifft. Der könnte per Foucaulttest/Interferometer Dir recht zügig sagen, ob sich der Spiegel "lohnt". (Wovon ich mal ausgehe, solange niemand dran rumkratzt. )

Kalle - Alles wird gut !
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fraxinus
Altmeister im Astrotreff


2895 Beiträge

Erstellt  am: 25.07.2011 :  07:36:46 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Stefan,
Zitat:
Hab gerade die Pfeiltiefe meines Spiegels bestimmt s=7,53mm
Dann hat der Spiegel mit D=316mm eine Brennweite f=829mm und damit ein Öffnungsverhältnis von f/2.6

Ob und was man daraus bauen kann hängt davon ab, was es für eine Art Spiegel ist und welche Qualität er hat.
cs Kai

Bearbeitet von: fraxinus am: 25.07.2011 07:37:19 Uhr
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