Mehrfachbelichtung = Summenbild?

  • Hallo gemeinsam,
    habe eine Idee, die unter Umständen sehr viel Zeit bei Bildbearbeitung ersparren könnte[:)]. Wollte fragen, ob jemand von Euch es bereits ausprobiert hat, ein Objekt (z.B. Deep Skay oder auch Mond) im Modus Mehrfachbelichtung zu fotografieren. Dabei summiert doch die Kamerasoftware von alleine die einzelnen Fotos zu einem Summenbild. Wie sieht es da aus mit dem Dunkelabzug? Reicht da die Belichtungszeit von einer einzelnen Aufnahmme oder müssen hier auch Summenbilder gemacht werden[?]
    Schöne Grüße und dunkle und sternenklare Himmel
    Witold

  • Hallo Witold!


    Ich habe zwar keine Ahnung, ob das irgendeine Kamera kann, aber in jedem Fall ist eine Bildbearbeitung am PC überlegen, da der Rechner mehr Ressourcen zur verfügung hat als die Kamera.
    Ausserdem unterscheiden sich die Rechenalgorithmen der beiden.


    In jedem Fall würde ich den PC rechnen lasse [;)]


    LG, Robert

  • <i>"Ich habe zwar keine Ahnung, ob das irgendeine Kamera kann, aber in jedem Fall ist eine Bildbearbeitung am PC überlegen,..."</i>


    Hallo Robert,
    normalerweise kann das (Mehrfachbelichtung) jede semiprofessionelle Kamera[;)]. Voraussetzung ist eine gute Nachführung: sonst hat man Bildersalat. Was die Rechenfähigkeit des PC-Rechners und seine Vorzüge dabei anbetrifft, da muß ich passen. Letztendlich muß das bei dem internen Rechner einer Kamera nicht schlechter sein.
    Gruß und .
    CS
    Witold

  • Hallo Witold,


    die Idee wäre gar nicht so schlecht, aber dafür müßte die Kamera einen guten Prozessor haben. Ich selber fotografiere mit einer Nikon D40. Spaßes halber habe ich mal die interne Rauschunterdrückung eingeschaltet. Bei fünf Minuten Belichtung braucht die Kamera weitere fünf Minuten, um das Rauschen zu entfernen und das ist dann noch längst nicht so gut, wie selbstgemacht am PC.


    Wenn die Kamera nun ein Bild mehrfach belichten würde, dann auch noch Referenzsterne suchen müßte und diese dann entsprechend übereinanderrechnen soll...ich denke es würde beim heutigen Stand der Technik Ewigkeiten dauern, wenn es ginge.


    Wie Robert schon sagte: ein PC kann so was viel besser und viel schneller. Aber vielleicht geht die Technik ja mal in die Richtung?!?

  • Hallo,


    ich bin auch nicht so der Experte was das betrifft, aber ich frage mich gerade wie diese Kamera interne Mehrfachbelichtung funktioniert...


    Denn wenn die Kamera nicht die fertigen Bilder addiert, sondern nur mehrmals der Verschluss geöffnet wird, dann könnte es z.B. Probleme mit dem Dynamikumfang geben (Überbelichtung). Das Ergebnis entspräche dann dem einer einzelnen sehr langen Belichtung (und dann kann man ja gleich im Bulb-Modus entsprechend lange belichten).



    Gruß,
    Felix

  • Hi,


    nun auch noch mein Senf.
    Es gab schon diverse Diskussion u.a. in diesem Forum, ob eine lange Belichtung identisch mit vielen kurzen Belichtungen ist.
    Fazit war, das dem nicht so ist, aus diversen Gründen.
    Beispielsweise:
    1. Pro Belichtung kriegt man einen Auslesefehler dazu. Daher versucht man, möglichst selten auszulesen, d.h. möglichst lange zu belichten.
    2. bei langen Belichtungen kommen wieder andere Fehler dazu, z.B. den Nachführfehler. D.h man belichtet dann wieder gerne kürzer und dafür öfter.
    In der Praxis sucht man den optimalen Kompromiß, der je nach Objekt, Gerät und Arbeitsweise immer anders aussieht.
    Wie die Daten dann verarbeitet werden, entscheidet man dann erst am Rechner. Eine Mehrfachbelichtung direkt an der Kamera bringt gegenüber einer langen Belichtung keine Vorteile, außer vielleicht man belichtet eine Minute, korrigiert die Montierung, belichtet wieder, usw.


    Gruß
    Julian

  • Hallo zusammen
    Ich habe den Eindruck dass der Unterschied zwischen Mehrfachbelichtung und Belichtungsreihe, mehrere Bilder vom selben Sujet, mit unterschiedlichen Blenden oder Zeiteinstellungen nicht allen geläufig ist.Eine Mehrfachbelichtung bedeutet, dass mehrere Belichtungen auf immer dasselbe Bild gemacht werden.Die Schwärzung auf dem Film nimmt mit jeder weiteren Belichtung zu bis der Film oder Sensor irgendwann mal überbelichtet ist.
    Eine Belichtungsreihe vom selben Objekt liefert mehrere Bilder in unterschiedlichen Helligkeitswerten und dies ermöglicht,verarbeitet zu einem Bild, eine Steigerung des Dynamikumfangs,bezw.Kontrastumfangs.
    Es existiert im Moment auf dem Markt nur eine Kamera mit dem Future zwei Aunahmen gleichzeizig mit unterschiedlicher Empfindlichkeit zu erzeugen,und das ist die Fuji S5pro, eine hervorragende Kamera.
    http://www.teleskopeigenbau.ch
    Gruss

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: archytas</i>
    Voraussetzung ist eine gute Nachführung: sonst hat man Bildersalat<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Das war auch mein Gedanke. Angenommen, du willst eine Mehrfachbelichtung mit 10 Einheiten machen und die vorletzte hat einen Nachführfehler. Bei einzelnen Bildern kann man das aussortieren (sofern man nicht auf ein bewegtes Objekt nachgeführt hat und jedes Bild braucht). Rein aus diesem praktischen Gedanken heraus wäre ich eher für Einzelaufnahmen.


    Allerdings wäre das auch eine schöne Möglichkeit, dieses Feature der Kamera auszuprobieren. Das Beste wird sein: Einfach mal testen...

  • Hallo gemeinsam,
    ich mrke: die Meinungen gehen auseinander. Im letzten Beitrag ist eine Aufforderung gefallen: Testen[;)]
    Mit meiner Fujis S5pro sind tatsächlich bis zu 10 Aufnahmen als Summenbild möglich bei vollem 400% Dynamikumfang. Das ist schon eine enorme Herausforderung an den internen Rechner der Kamera. Aber es geht[8D]. Inwieweit diese Funktion bei Langzeitbelichtung für unserer Zwecke hilfreich ist:[?][?][?]. Also die Praxis zeigt es. Mache demnächst paar Aufnahmen: Einzelschüsse und vergleichbar Summenbilder. Mal schauen was das bringt! Für weitere Anregungen sage ich thank very much.
    Dunkle und sternenklare Himmel


    Witold


    PS: Jürg, wo hast Du die Information her, dass man nur bei Fuji S5pro bei Mehrfachbelichtung unteschiedliche ISO-Werte bei den einzelaufnahmen einstellen kann? Wie funktioniert das?

  • Hallo Stefan<blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: astroinfos.net</i>
    <br />die Idee wäre gar nicht so schlecht, aber dafür müßte die Kamera einen guten Prozessor haben. Ich selber fotografiere mit einer Nikon D40. Spaßes halber habe ich mal die interne Rauschunterdrückung eingeschaltet. Bei fünf Minuten Belichtung braucht die Kamera weitere fünf Minuten, um das Rauschen zu entfernen und das ist dann noch längst nicht so gut, wie selbstgemacht am PC.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Na also, die Rechenzeit ist also gar nicht festellbar! Glaubst du wirklich, die Kamera rechnet 5 Mintuen herum, um das Rauschen herauszurechnen? Und warum dauert der 'Rechenvorgang' bei einer Belichtungszeit von 1 Minute auch nur eine Minute? Ganz einfach, Rauschunterdrückung heisst bei den meisten DSLRs der Dunkelbildabzug und das, was du als Rechenzeit bezeichnest, ist in Wirklichkeit das Erstellen des Darkframes [;)]!


    CS Heinz

  • Hallo zusammen,
    für den Fall, dass ich die Frage überhaupt richtig verstanden habe, sehe ich keinen Vorteil bei einer kameraseitigen "Mehrfachbelichtung" oder internem Darkabzug.
    Bei einem internen Darkabzug korrigiert die Kamera das Quellbild mit einem Dunkelbild welches so lange belichtet wird wie die Quellaufnahme (Verhältnis 1:1). Wenn ich dagegen mehrere Einzelbilder aufnehme und sie später im Rechner bearbeite, kann ich jede Einzelaufnahme mit einem <u>gemittelten</u> Dunkelbild korrigieren.
    Müsste doch zu besseren Ergebnissen bei geringerem Zeitaufwand führen - oder?
    Außerdem kann ich bei nachträglicher Bearbeitung schlechte Einzelbilder aussortieren und so die Qualität des Endergebnisses zusätzlich positiv beeinflussen.
    Die Mehrfachbelichtung mit einem intern abgezogenen Dunkelbild ist doch nichts anderes als ein nachträglich gemitteltes Bild bei dem die Einzelbelichtungen mit nur einem Dark korrigiert wurden.
    Ich mach daher möglichst viele Einzelbelichtungen mit möglichst langer Belichtungszeit und dann ebenfalls möglichst viele Darks, die später zu einem Masterdark gemittelt werden. Selbiges gilt für Flatfieldaufnahmen.
    Gruß, Burkhard.

  • Hallo Heinz,


    stimmt, Du hast vollkommen recht. Die rechnet nicht so lange, sondern macht ein Dunkelbild mit der gleichen Belichtungszeit...habe mich geirrt. Dennoch bezweifel ich wie die meisten hier, dass das interne Mitteln oder auch Addieren der Bilder was bringt.

  • Dennoch bezweifel ich wie die meisten hier, dass das interne Mitteln oder auch Addieren der Bilder was bringt.
    [/quote]


    Hallo gemeinsam[:)]
    bei uns gibt es seit mehreren Wochen nachts nur Wolken[:(!]. Also ich muß mich gedulden mit den Testaufnahmen!
    Hat hier keiner guten Draht zum Petrus[:)][?]
    Gruß und viele CS
    Witold

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