Reality-Check: Messier Galaxien mit kleinster Opitk

  • Es ist ja Galaxienzeit und da ich mich kürzlich unter einem Bortle 2 Himmel wiedergefunden habe, habe ich mal versucht, mit meinem 100/400 Dob auch eine Blick auf die eine oder andere Galaxie zu werfen. Leider so ziemlich erfolglos. Deswegen wäre meine Frage direkt am Anfang auf den Punkt gebracht, ob ich mit so kleiner Optik unter dunklem Himmel Galaxien überhaupt sehen kann, oder ob das völlig aussichtslos ist - mit Ausnahme der Andromedagalaxie vielleicht.


    Um das gleich deutlich zu machen: Alles, was ich mir erhofft hatte, waren kleine neblig verwischte Punkte, nicht mehr. Vielleicht noch mit leicht erahnbaren Helligkeitsunterschieden innerhalb der Verwischung. Ich hatte wirklich keine großen Erwartungen, schon gar keine klaren Strukturen oder Arme von Spiralgalaxien etc. Farben natürlich sowieso nicht bei der rein visuellen Beobachtung.

    Aber in diesem Hobby ist es ja oft so, dass man sich schon für kleine Punkte begeistern kann, die vorher nicht da waren, oder für verwischte Flecken, einfach, weil man weiß, was es ist, was man da mit eigenen Augen sieht.


    Zum Hintergrund: Ich hatte gelesen, dass Messier selbst nur einen Vierzöller hatte, wenn auch eine Refraktor. Deshalb war ich ausgegangen, dass ich doch auch die eine odere andere Galaxie zu Gesicht bekommen müsste, zumindest von den helleren Messier Objekten.

    Stellarium ist mir hier leider keine Hilfe. Dort habe ich mein Teleskop und meine Okulare eingegeben und was es mir beim "Blick durchs Okular" aussspuckt, scheint völlig utopisch überzogen zu sein, in Bezug auf die dargestellte Größe und natürlich auch in Bezug auf Farben, aber das ist ja klar.


    Vielleicht kann mir ja jemand bei meinem Reality Check helfen und mir sagen, ob bzw. was ich sehen kann mit meiner Optik?

    Teleskope & Ferngläser: Skywatcher Heritage 100/400; Acuter Maksy 60/750; Coronado P.S.T.; Nikon Action Ex 8x40; OmegonPro 2x54

    Okulare: Svbony Goldline 6mm 66° FoV; Baader Hyperion 13mm 68° FoV; Baader Hyperion 24mm 68° FoV; Omegon Super Plössl Zoom Okular
    (Montierung: Skywatcher AZ-Gti; Kamera: ZWO Asi120MC)


    Beobachtung visuell, v.a. im Urlaub wegen schlechter Bedingungen zu Hause (Großstadt; verbauter Balkon; kein Auto).

    Desw. kleines Setup, das sich leicht auch per ÖPNV transportieren lässt.


  • Hallo Yorick

    Ja auch mit einem 100/400 Dob kann man Galaxien erkennen.

    Das ist halt etwas kniffliger, und das Auge muß auch noch lernen auf was es achten soll.

    Es sind natürlich nur graue Wattebällchen in Miniformat.

    Am besten versuchen sich mit Starshopping dem Zielgebiet nähern und dann dem Auge etwas Zeit geben.

    Wenn du sicher bist im Zielgebiet zu sein hilft manchmal minimales schwenken der Optik.

    Dann löst sich der graue Punkt vom Hintergrund.

    Mit Bortel 2 sollte das aber nicht so schwierig werden.

    Viel Erfolg beim Suchen und finden

    Gruß

    Andreas

  • Aber in diesem Hobby ist es ja oft so, dass man sich schon für kleine Punkte begeistern kann, die vorher nicht da waren, oder für verwischte Flecken, einfach, weil man weiß, was es ist, was man da mit eigenen Augen sieht.

    Hallo Yorick,

    ja, genauso sehe ich das auch, sehr sympathische Herangehensweise :thumbup:. Vor allem in Zeiten wo sich subjektiv der Eindruck einstellt, dass (gefühlt) jeder Astrointeressierte 1-3 seestar S50 parallel laufen hat.


    Im Ernst: Messiers mit 100mm Öffnung ist machbar. Schau mal hier: http://www.deepsky.vdsastro.de…noculars.php?list=messier

    Hier sind Fernglasbeobachtungen der Messierobjekte aufgelistet. Fang mal mit den offenen Sternhaufen und den Kugelhaufen an. Die sind am einfachsten zu finden, da sie ausgedehnter als stellare Objekte sind sind oder - im Fall der Kugelhaufen - der eine Stern im GF sind, der nicht ganz zu fokussieren ist. Bei anderen Objekten, wie z.B. M1 als PN hilft dann, wie von Andreas beschireben, das sog. field-sweeping.

    Gut, beim binokularen Sehen, ist man ein wenig im Vorteil. Aber ich hänge mal Skizzen von mir an, um zu illustrieren was mit einem 10x42 Glas geht

    .   


    Es gibt auch einige NGC's, die mit 4" machbar sein sollten. Als Orientierungsliste nimm Dir doch mal die handlichen Sternatlanten von "Karkoschka" oder "Vizi" zur Hand.


    Das wird, ich bin sicher.

    Uwe

    "Hängst hier die ganze Zeit rum und wartest auf uns"

    Fünfhundertsechundsiebzig Milliarden Dreitausendfünfhundertneunundsiebzig Jahr", sagte Marvin. "Ich hab sie gezählt."...

    Die ersten zehn Millionen Jahr waren die schlimmsten...und die zweiten zehn Millionen Jahre waren auch die schlimmsten.

    Die dritten zehn Millionen Jahre haben mir überhaupt keinen Spaß gemacht. Danach habe ich ein bisschen die Lust verloren"

    (D. Adams)

  • Hallo Yorick,


    um das Problem ein wenig einzugrenzen: Du hast leider ja nicht dazu geschrieben, welche Objekte genau Du probiert hast. Auch bei Galaxien und Messier Objekten gibt es ja Abstufungen in der Helligkeit. "Kürzlich" - hmm, ich hoffe, Du hattest mondfreien Himmel und die Dunkelanpassung war ok?


    Das Leo Triplet habe ich mit meinem 81 mm Bino unter einem halbwegs dunklen Himmel schon sehen können (21.21 mag nach lightpollutionmap). M51 und M81/82 auch schon im 8x56 Fernglas.


    Was die Sichtbarkeit und den visuellen Eindruck angeht, empfehle ich gerne den Deep Sky Reiseführer und Reiseatlas im Oculum Verlag; die Zeichnungen und Einschätzungen dort sind einfach nur gut.


    Als Programm für PC oder Laptop zur Planung Eye&Telescope.


    Es ist wirklich auch Übungssache, diese schwachen Wattebällchen zu finden. Wenn man sie mal hat, ist es danach oft easy. Lass Dich also auf keinen Fall entmutigen!


    Ich würde von der Helligkeit her mit M81/82, M51 anfangen.


    Viele Erfolg und CS,

    Klaus

  • Servus,


    ja die Idee mit dem Messier-Vergelich ist gut ! :thumbup:


    Das alles entscheidende bei Galaxien ist die Dunkelheit des Himmels. Das musst Du zuallererst optimieren. Schaumal in

    Light pollution map

    und such Dir für Deinen Beobachtungsort die SQM Werte raus. Schlechter = unter 21.0 solltest Du besser nicht haben. 21.4 wäre schon sehr gut...


    Musst natürlich Starhoppen können, Galaxien springen einen nicht an, man muss genau die Position finden - anhand der Umgebungssterne - wo sie steht !

    Am Anfang M51 natürlich, z.Zt. im Zenit in UMa, noch relativ einfach zu finden. M81/82 etwas hakliger zu finden, aber geht auch...

    MACH NICHT: M101 ! sie ist sehr heikel und empfindlich auch optimal dunklen Himmel.


    Im Virgo-Galaxienhaufen kannst Du auf jeden Fall probieren die Ellipsen M87, M86, M49.

    Karte dafür gibt's neuerdings hier:

    https://eyes4skies.de/v2/proj/virgo_project/VirgoByStarhop_e4s_w2.jpg


    Leo Galaxien: M65 et al. und M95 et al.


    Versuch irgendwann auch: NGC4565 in Coma, eine schöne 'Galaxien-Nadel'.


    Good luck,

    Peter

  • Ich habe mich nach M31 mit kleiner Optik als nächstes an M81/M82 im Großen Bären versucht und das ging,


    Dann vielleicht noch M66 und M65 im Löwe. Und dann noch M95 oder M96...


    Ich habe auch mit einem 10'' Dobson mit 1200 bei mir im Garten eines Vororts von Köln M33 oder M51 versucht zu beobachten. Null Chance! Mein Zwo Seestar zeigt mir jetzt diese Objekte locker von meinem Standort aus... aber sonst Null! Finger weg davon.... no way... zu großflächig! Visuell noch nicht mal mit dem Orion XT10i oder dem LX200 10''!


    Der Tipp mit mit zunächst Konzentration auf offene und Kugel-Sternhaufen ist gut, Ich habe diese auch zuerst mal angeschaut. Aktuell sind die Haufen im Fuhrmann M36, M37 und auch M35 in den Zwillingen sehr gute Objekte für erste Deep Sky Versuche.... Ich habe die bereits mit 60/800 oder auch 70/900 Refraktoren beobachtet.


    Guido

  • Hallo Yorick,


    Hattest du wirklich Bortle 2, oder nur laut Light Pollution Map, und in Wirklichkeit durch Mond, Zirren oder Dunst vielleicht viel schlechter?

    Welches Okular (Gesichtsfeld) hast du beim Aufsuchen verwendet?

    Welche Galaxien hast du versucht?

    Welche anderen Deep Sky Objekte hast du bereits geschafft zu sehen?

    Beherrscht du das Indirekte Sehen?

    Mit welchem Kartenmaterial bzw. Apps hast du gesucht?

    Hast du die Objekte wirklich nicht gesehen oder lediglich nicht gefunden? Bei Anfängern ist meistens letzeres der Fall. Wie Peter schon geschrieben hat, musst du die Stelle mittels Starhoping und Vergleich mit der Karte genau am Himmel festnageln, nicht einfach nur ziellos in der Gegend rumstochern und hoffen, dass dich das Objekt zufällig anspringt.


    Schau mal auch in Freunde der Nacht, Messier mit dem Fernglas. Alle diese Objekte gehen ab Bortle 4 Himmel auch im 100 mm Dobson, man muss sie nur finden. Probiere erst mal die helleren, wie oben bereits empfohlen.


    Klugscheissmodus an:

    Uwe65: M1 ist kein PN, sondern ein Supernovaüberrest.

    PeterSurma: M51 ist im Canes Venatici - ok, ist im Hinterhof von UMa

  • Hallo Yorick,


    ein Bortle 2 Himmel ist für Mitteleuropa ganz hervorragend, und wenn die Messier-Objekte nicht zu tief stehen gehen sie in klarer Nacht mit einem 4-Zoll Dobson dann alle - ohne größere Probleme. Aber wie die Kollegen schreiben, sie müssen natürlich erst gefunden werden.


    Es gibt ja sogar Spezialisten unter den Beobachtern, die alle Messiers mit einem 8x30 Feldstecher zumindest indirekt blickweise ausmachen konnten. Der obige Link von Stathis führt zu Uwe Glahn, der das geschafft hat. Ein anderer ist Tom Polakis aus Arizona, ich war dabei als er (fast) das Gleiche beim Messier Marathon 2015 erreicht hat -

    ihm fehlte schließlich nur der Kugelhaufen M30, der für einen kleinen Feldstecher in der schnell zunehmenden Morgendämmerung viel zu tief stand.


    Aber das sind Extrembeobachter, ich würde das nicht schaffen. Aber im 4-Zoll Dobson ist das ja ungleich einfacher.


    Servus

    Ben

  • Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen und Tipps. Da war in jedem Fall viel Hilfreiches dabei.


    Ich gehe mal auf die einzelnen Punkte und Fragen ein wenig sortiert ein, da sich ja doch vieles überschneidet und ich immer Posts mit vielen Zitaten etwas unübersichtlich finde.


    Bedingungen bei meiner Beobachtung

    Ich hatte meinen Galaxienversuch in der Neumondnacht im April (8.4.) auf der Nordseeinsel Pellworm versucht. Die Insel bezeichnet sich als "Sterneninsel" und wirbt damit, durch ihre Lage im Wattenmeer und aufgrund aktiver Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung einer der dunkelsten Orte Deutschlands zu sein.

    Dort war ich schon öfters mal, und obwohl ich an diesem Abend keine Wolken erkennen konnte, konnte man nicht so viele Sterne sehen wie ich schon in anderen Nächten sehen konnte, auch keine Milchstraße, also waren die Bedingungen sicherlich nicht perfekt. Ich hatte Reste des Saharastaubs vermutet, es können aber natürlich auch Zirren gewesen sein, die ich nicht als solche erkannt habe.


    Beobachtungsversuche / Starhopping

    Ich habe mich an der Whirlpool-Galaxie (M51), dem Leo Triplet (M66-Gruppe) und and der Markjanschen Kette (v.a. M84/M86) versucht. Als Übersichtsokular zum Auffinden hatte ich das 24mm Baader Hyperion und wenn ich dachte, ich müsste in der richtigen Gegend sein, habe ich zum 13mm Baader Hyperion gewechselt.

    Starhopping (- oder das, was ich dafür gehalten habe -) habe ich versucht. Dazu habe ich mich bei Stellarium in Verbindung mit dem mit dem Buch "Die Messier Objekte" aus dem Kosmos Verlag. versucht, mich zu orientieren

    Ich glaube, ich bin beim "Starhopping" noch viel zu großschrittig. Als Beispiel: Ich sehe mir auf Stellarium die Lage von M51 an. Dann suche mir die nächsten leicht erkennbaren Sterne, in diesem Fall Alkaid im Großen Bären, und teste in Stellarium bei der Okularanzeige aus, ob ich M51 ins Gesichtsfeld des 24mm bekomme, wenn ich das Teleskop nur langsam auf der Azimut-Ebene bewege. Ich nehme an, ich muss mich noch viel genauer mit dem Sternenumfeld der Objekte beschäftigen und da wirklich von Stern zu Stern hüpfen. Ich empfinde aber die Orientierung beim Blick durchs Okular nach wie vor als recht schwieirg und verliere dann nach einer Bewegung des Teleskops schnell den Überblick, wo ich jetzt bin.

    Ich habe auch den Eindruck, dass die Darstellung der Objekte im Okularmodus bei Stellarium nicht die korrekte Größe zeigt (Details und Farben ja sowieso nicht), wodurch ich vielleicht ein wenig in die Irre geführt wurde.

    Vom indirekten Sehen habe ich natürlich gehört, ich habe damit auch bspw. bei öffentlichen Beobachtungen in Sternwarten schon kleine Verbesserungen in der Wahrnehmung erzielen können. Aber nach meinem Verständnis muss ich dafür das Objekt ja schon erkennbar im Okular haben; zum Auffinden ist das eher keine Hilfe, oder?


    Vorerfahrungen

    Durch mein Teleskop habe ich eigenständig - mit Ausnahme von M31 und M42 - bisher "nur" offene Sternenhaufen gefunden: M2, M44 (Praesepe), M45 (Plejaden), M72, M73; Melotte 111, NCG869/NCG884 (h&chi Persei), NCG1981 (Kohlewagen), NCG2264 (Weihnachtsbaum).

    Schon an Kugelsternhaufen bin ich eigentlich ehrlicherweise gescheitert, sogar am Herkuleshaufen.



    Was mir in jedem Fall sehr weiterhilft, ist die Bestätigung, dass man grundsätzlich mit meiner Ausrüstung Kugelsternhaufen und Galaxien erkennen kann, wenn die Bedingungen stimmen, und dass meine Erwartungen (verwischter nebliger Fleck) im Großen und Ganzen auch zutreffen. Ich werde also das Starhopping noch mehr üben, vielleicht erstmal bei hellen/großen Kugelsternhaufen. Ich habe inzwischen auch eine Skywatcher AZ-Gti Montierung. Ich habe zwar den Ehrgeiz, mich auch ohne Goto am Nachthimmel zurechtzufinden, aber vielleicht ist es eine ganz gute Übung, ein Objekt ersmtal mit Goto anzufahren, damit ich weiß, wie es durch mein Okular aussieht, und dann das gleiche Objekt nochmal ohne Goto und nur mit Starhopping wiederzufinden.


    Und die Links und Literaturtipps werde ich mir auf jeden Fall genauer ansehen. Vielleicht ist die Eye&Telescope besser für mich als Stellarium. Und die Karten auf eyes4skies.de zeigen mir eigentlich recht deutlich, dass das, was ich gemacht habe, mit echtem Starhopping nicht viel zu tun hat.


    Dazu noch eine Frage: Wie genau geht ihr denn mit diesen Karten um? Druckt ihr die aus? Oder habt ihr einen Laptop offen mit möglichst dunkel gestelltem Bildschirm?


    Nochmal vielen Dank für die vielen Tipps und Rückmeldungen!

    CS

    Christian

    Teleskope & Ferngläser: Skywatcher Heritage 100/400; Acuter Maksy 60/750; Coronado P.S.T.; Nikon Action Ex 8x40; OmegonPro 2x54

    Okulare: Svbony Goldline 6mm 66° FoV; Baader Hyperion 13mm 68° FoV; Baader Hyperion 24mm 68° FoV; Omegon Super Plössl Zoom Okular
    (Montierung: Skywatcher AZ-Gti; Kamera: ZWO Asi120MC)


    Beobachtung visuell, v.a. im Urlaub wegen schlechter Bedingungen zu Hause (Großstadt; verbauter Balkon; kein Auto).

    Desw. kleines Setup, das sich leicht auch per ÖPNV transportieren lässt.


  • Hallo Christian,


    am Teleskop nutze ich keine Karten, sondern die App skysafari und zwar auf einem alten handy, das nur noch als Sternkarte dient. Dieses kann ich weit genug im Rotlichtmodus anpassen und ohne Weißlicht zwischendurch wieder einschalten. Mein neues macht all das nicht (zu hell im Rotlicht, geht das display aus, ist immer irgendwo Weißlicht).

    in skysafarie kann man die Ansicht horizontal und vertikal spiegeln, so dass man die Okularansicht bekommt. Außerdem kann man die Helligkeit der Stern anpassen, so dass man exakt die in der App sieht, die auch der Okularblick zeigt. Es gibt sicher noch andere software dafür, da fehlt mir aber die persönliche Erfahrung.


    Viele Grüße

    Uwe

    "Hängst hier die ganze Zeit rum und wartest auf uns"

    Fünfhundertsechundsiebzig Milliarden Dreitausendfünfhundertneunundsiebzig Jahr", sagte Marvin. "Ich hab sie gezählt."...

    Die ersten zehn Millionen Jahr waren die schlimmsten...und die zweiten zehn Millionen Jahre waren auch die schlimmsten.

    Die dritten zehn Millionen Jahre haben mir überhaupt keinen Spaß gemacht. Danach habe ich ein bisschen die Lust verloren"

    (D. Adams)

  • Hi Yorick,


    Du musst erst Starhopping perfekt können, bevor Du Gx suchst. Gx sind (mit) die schwersten Objekte, also fang nicht damit an.


    Rechne dir als erstes das Bildfeld deines langbrennweitigsten Okulars an Deinem Teleskop aus. Das brauchst Du, weil du damit auf der Karte weisst was Du sehen solltest in Deinem Bildfeld.

    Und auch die Längenskala um die du dich auf der Karte bewegst, wenn du ein Gesichtsfeld im Okular weiter gehst in irgendeine Richtung.


    Starte bei einem bekannten oder eindeutig identifizierten Objekt/Stern. Verwende das langbrennweitigste Okular, d.h grösstes Bildfeld. Denk dran dass das Teleskop das Bild auf den Kopf dreht und ggf. Noch weiter verdreht.


    Nicht notwendig aber oft hilfreich um Fehler zu vermeiden: mach Dir klar wo am Himmel N, S, O, W ist. Schau Dir im Teleskop an, wo das ist (verdreht, und wechselt am Dob auch mit der Himmelsrichtung und mit der Horizonthöhe). Du solltest auch das äquatoriale Koordinatensystem alpha, delta am Himmel genau begreifen. Und den Vergleich mit der Karte diesbezüglich.


    Die Position (!) der Sterne (relativ zueinander) auf Deiner Karte muss exakt dem Anblick im Teleskop entsprechen. Damit meine ich: bereits am Startpunkt.


    Während Du von Stern zu Stern Richtung Objekt hupfst, musst Du immer GENAU auf der Karte identifiziert haben, wo Du gerade bist. Immer wieder die Sternkonstellationen Okular versus Karte überprüfen.


    Du solltest nicht weiter hoppen als wenige Grad, sonst ist das zu anstrengend.


    Erste Aufgabe: finde M13 im Herkules von dem oberen rechten Trapezstern des Herkules ausgehend Und zwar sicher und immer wieder. (das ist eine leichte Aufgabe)


    Dann kommste wieder... ;)

    Good luck,

    Peter


    PS: Kein Goto benutzen, das hilft dir nicht. Durchkämpfen ! ;) :) :thumbup:

  • Uwe65

    Das mit dem eignen "AstroHandy" ist eigentlich eine super Idee. Ich muss mal sehen, ob ich noch ein ausgemustertes Smartphone herumliegen habe, das sich dafür eignet.

    Gerade das Problem, dass das Display sich ausschaltet und dann nach Aktivierung wieder im Weißlicht ist, hatte ich nämlich auch schon.

    Skysafari muss ich mal ausprobieren, bisher habe ich nur mit Stellarium gearbeitet, in der Desktop Vollversion und in der Android Gratisversion.


    PeterSurma

    Danke für die ausführliche Erklärung, das ist sehr hilfreich. Und die "Hausaufgabe" nehme ich gerne an. Ich muss mal überlegen, wann und wie ich an einen geeigneten Ort dafür komme.

    Eine kurze Rückfrage: Auf deiner Hompage habe ich die Erklärung für das Starhopping gefunden. Dort gehst du von Arcturus aus, weiter über die Nördliche Krone bis hin zum Trapez in Herkules. Gibt es dort für den "Umweg" einen Grund, warum du also nicht gleich das Trapez als Ausgangspunkt empfiehlst, so wie hier in deiner Antwort auf meinen Post?

    Teleskope & Ferngläser: Skywatcher Heritage 100/400; Acuter Maksy 60/750; Coronado P.S.T.; Nikon Action Ex 8x40; OmegonPro 2x54

    Okulare: Svbony Goldline 6mm 66° FoV; Baader Hyperion 13mm 68° FoV; Baader Hyperion 24mm 68° FoV; Omegon Super Plössl Zoom Okular
    (Montierung: Skywatcher AZ-Gti; Kamera: ZWO Asi120MC)


    Beobachtung visuell, v.a. im Urlaub wegen schlechter Bedingungen zu Hause (Großstadt; verbauter Balkon; kein Auto).

    Desw. kleines Setup, das sich leicht auch per ÖPNV transportieren lässt.


  • Ja, das ist vielleicht etwas missverständlich und verkürzt. Ich schrieb das so, weil nicht wusste ob ein Spezi (für den das geschrieben wurde) den Herkules als Sternbild kennt. Natürlich geht man gleich von Her aus, wenn man das Sternbild kennt / mit blossem Auge findet.


    Als Starhopping bezeichnet man im engeren Sinn eigentlich nur das Entlanghangeln an Sternenmustern mit vergleichendem Blick auf die Karte IM TELESKOP-OKULAR.


    Ausgangspunkt ist meist ein Sternbild-Stern (Stern alpha, beta,... eines Sternbilds), von dem man annimt, dass die Leute diese kennen/finden. Der Sinn ist, bei etwas zu beginnen, das man sicher indentifizieren kann, und dann mit Karte weiterhangeln bis man am Objekt ist.


    Ein wirklich komplexer Starhop ist M13 natürlich nicht. Auf der gleichen Seite sind noch Hops zu M27 oder M51 (eine Galaxie ! - z.Zt. im Zenit gegen Mitternacht), die wären 'etwas' anspruchsvoller, als nächste Ziele. Die Sternmuster musst Du Dir dann mit Karte später selber on-the-fly zurechtlegen...


    Good luck,

    Peter

  • Servus Christian,


    nur nochmal kurz zur Sichtbarkeit im 4-Zöller... M 13, der ja angesprochen wurde, geht bei gutem Himmel mit bloßem Auge. Im Vierzöller also sehr hell und deutlich zu sehen. Ich kann insgesamt Peter nur zustimmen: Übe das Starhopping. Vorehr aber: übe das Beobachten anhand von Objekten, die in der direkten Nähe von gut mit bloßem Auge sichtbaren Sternen liegen und daher leicht gefunden werden können. Damit meine ich vor allem Techniken wie indirektes Sehen und "Fiels Sweeping" ("Herumrühren"). Ersteres kannst du ohne Teleskop mit bloßem Auge bei Abendspaziergängen üben. Geh mal im Dunklen raus und schau dir einen dunklen Baum vor dunklem Hintergrund an, den du gerade noch als Form erkennen kannst. Dann schau knapp am Baum vorbei. Du wirst feststellen, dass sich dann der Baum deutlicher vom Hintergrund abhebt. Das ist das indirekte Sehen.

    Auf der Sehachse, also in der Mitte der Netzhaut, haben wir vor allem Farbrezeptoren, die lichtunempfindlicher als unsere hell-dunkel-Rezeptoren sind. Wir sehen hier sehr scharf und gut die Farben, aber dafür sind wir hier (als tagaktive Tiere) nicht sehr lichtempfindlich. Mehr an der Peripherie haben wir vor allem hell-dunkel-Rezeptoren. Man ist hier viel lichtempfindlicher, dafür sieht man nicht so scharf. Das Hauptproblem ist, dass wir an etwas "vorbeischauen", uns dabei aber darauf konzentrieren. Das ist ungewohnt.


    Ich hatte einen Beobachtungsabend mit meiner Schul-Astronomie-AG. Ich hatte NGC 2024 eingestellt, den Flammenden Baum, im 22-Zöller. Der Himmel war mau, aber der Nebel war groß zu sehen inklusive dem dunklen Stamm. Schüler(innen)antwort war "ich seh da keinen Nebel". Ich schaue wieder ins Teleskop und groß und deutlich war er da... Aber er sprang wegen schlechtem Himmel nur indirekt deutlich hervor, direkt war er für mich auch erkennbar, aber nicht sehr deutlich. Es ist einfach Übungssache. Später klappte es dann auch schülerseits...


    Field Sweeping (ist aber eher was für später), das Herumrühren... Wenn man meint, eine sehr schwache Aufhellung indirekt sehen zu können, dann lohnt es sich, das Teleskop etwas zu bewegen – hin und her, rauf und runter (deshalb "Rühren"). Bewegt sich die Aufhellung mit, dann ist die Sichtung klar. Man kann sich nämlich auch viel einbilden.


    Um das Ganze am Teleskop zu üben, musst du aber erstmal die Objekte ins Gesichtsfeld bekommen. Also Objekte nehmen, die man auch direkt, mit bloßem Auge einstellen kann. M 35 ist so ein Beispiel. Offener Sternhaufen im Zwilling (o.k., jetzt etwas zu spät, aber vielleicht noch machbar). Der ist gut mit bloßem Auge sichtbar, kann also direkt eingestellt werden (und wenn nicht, leicht durch das auffällige Sternmuster des Zwillings zu lokalisieren). Hast du den im Vierzöller, dann siehst du natürlich schon die Einzelsterne. Aber da ist noch NGC 2158, ein Offener Sternhaufen in 16.000 Lichtjahren Entfernung (!). Da er ein Monster ist, der sehr viele Sterne beinhaltet (übewr 10.000), ist er gut zu sehen, aber eben nur ein schwaches Nebelchen im 4-Zöller, ohne Einzelsterne. Er hat 8m6, also so wie helle Galaxien des Messierkatalogs. Hier kannst du das Finden von solchen Nebelchen üben, auch das indirekte Sehen. Das Gehirn ist lernfähig. Wenn klar ist, wie dezent die Kontrastwerte oft sind, fallen einem Nebelchen deutlicher auf.

    Dann kannst du versuchen, die Form des Nebelflecks zu "sehen". Indirekt gesehen nicht so einfach, da man ja vorbeischaut, es nicht so scharf sieht. Mit Konzentration geht es aber. Ich empfinde ihn als irgendwie dreieckig. So kann man erst an einfachen Objekten üben.


    M81/82 sind sehr hell, aber schwerer direkt und schnell einzustellen. M 51 ist sehr hell (aber nichz ganz so hell) - hier braucht man aber etwas Starhopping-Grunderfahrung (geht aber auch recht einfach). M 13 ist, wie gesagt, auch im 4-Zöller ein Scheinwerfer. Kannst du nicht übersehen, es sei denn, du hast ihn nicht gefunden.


    Ich weiß jetzt auch nicht, wie du dich am Himmel mit dem Teleskop orientierst. Hast du ein Sucherfernrohr oder einen Telrad oder einen Leuchtpunktsucher? Ich bevorzuge letzteren, wenn der Himmel dunkel genug ist, denn da kann ich schnell und problemlos Sterne, die ich mit bloßem Auge noch erkennen kann, aufsuchen (oder M 13 direkt, da ich ihn ja mit bloßem Auge sehen kann). Hätte dein Himmel Bortle 2 gehabt (also ohne Staub oder zu hohe Luftfeuchtigkeit an dem Tag, was die Transparenz verhaut), dann hättest du ihn auch mit bloßem Auge klar sehen können.


    Fun Fact: das Buch "Hidden ´Treasures" von O'Meara beinhaltget nur Beobachtungen und Zeichnungen mit einem 4-Zöller (aber bei Bortle 1-Himmel und von einem Adlerauge). Nichtsdestotrotz kann man mit 100 mm sehr viel sehen. Ich drücke dir die Daumen, dass das Finden und Stern-Hoppeln klappt und du viel Freude mit dem Vierzöller hast.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Mein Verein: Astronomische Gesellschaft Buchloe e.V.

    Meine Ausrüstung:

    Teleskope: 22" (560 mm)  f/3.5 Dobson (Martini / Oldham Optical)  –  Omegon Ritchey-Chretien Pro RC 203/1624; Montierung: iOptron CEM40G  –  Ferngläser (8 x 42, 20 x 60)

    Kamera: Canon EOS 6D Mark II (Vollformat, unmodifiziert); Kameraobjektiv: meist Canon EF-200 mm f/2.8 Teleobjektiv

  • Hallo Christian,


    ich hab mir mal bei kachelmannwetter (Satellit/Wasserdampfgehalt und Messwerte der Bodenstationen) und auf der Webcam Husum (Archiv) das Wetter am 8 .April Abends angeschaut. Auch ohne Saharastaub wären das wahrscheinlich keine Bedingungen, unter denen ich bevorzugt auf Galaxienjagd gehen würde. Der Himmel sah mir doch recht "suppig" aus. Die Wetterdaten zeigten in jedem Fall in der unteren Atmosphäre eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit an. Und Du sagtest ja selber: die Transparenz war nicht gut. Genau das brauchst Du aber für Deep Sky im Allgemeinen und für Galaxien ganz besonders. Besonders ohne viel Praxiserfahrung, später kann man das vielleicht als sportliche Herausforderung sehen (wer's mag ;)  ). Helle Sternhaufen z.B. gehen auch unter eher schlechten Bedingungen. 


    Eye & telescope ist weniger zum Aufsuchen, sondern gibt eine (m.E. gute) Einschätzung dazu, wie gut Himmelsobjekte mit gegebener Optik und Himmelsaufhellung sichtbar sind. Wetter ist da aber nicht drin, diese Transferleistung muss man noch selber bringen ;)


    Das wichtigste ist m.E. erstmal die Orientierung am Nachthimmel. Also Sternbilder und Konstellationen einprägen, mit einfachen und hellen Objekten üben (da bist Du schon auf einem guten Weg). Ich gebe Peter recht: M13 sollte Dein nächstes Ziel sein. Die Lage im Herkulesrechteck und die Helligkeit des Kugelsternhaufens sind eigentlich prädestiniert zum üben!  Ebenso wie am Sommerhimmel M57 (Ringnebel in der Leier).


    Was nutzt Du eigentlich als Sucher und um das Teleskop zum Startpunkt für Starhopping zu bringen?


    Um das Gesichtsfeld des Teleskopes zu bestimmen, ist der Okularrechner ein schönes Tool, damit komme ich bei Dir auf 4° mit dem 24 mm Hyperion, was schon ordentlich ist. 


    https://www.sternfreunde-muenster.de/orechner.php


    Mein neues Teleskop hat zwar GoTo, aber mein Deep Sky Reiseatlas geht immer noch mit nach draussen. Alleine schon für Fernglas und meinen kleinen Reiserefraktor, aber auch bei GoTo ist es m.E. sinnvoll zu wissen, wohin das Teleskop  sich bewegen muss. Sobald ich meine Sachen aufgebaut habe, bleibt das Smartphone generell aus, ebenso wie andere künstliche Lichtquellen mit Weisslicht. Für den Atlas habe ich eine dimmbare Rotlichtlampe. Ein wenig lästig für mich: ich brauche mittlerweile eine Lesebrille :)


    Bei meinem alten 6" Newton bin ich meistens folgende Strategie gefahren: ich habe zunächst im Atlas und (zu Hause!) mit Stellarium  angeschaut, welchen Weg ich per Starhopping nehme. Den habe mir dann am Nachthimmel zunächst mit einem Fernglas eingeprägt, mir also mit dem großen Gesichtsfeld einen Überblick verschafft. Also gewissermaßen Trockenübungen vor der eigentlichen Suche am Teleskop  ;)  Aber auch mit Steuergerät schaue ich mir vorher immer nochmal an, wo das gewünschte Himmelsobjekt liegt. 


    Viele Grüße und CS,

    Klaus


    P.S. ein nette Zitat dazu: "Galaxies are delicate objects to observe" :)

    https://www.skyatnightmagazine.com/astrophotography/galaxies/markarians-chain

  • Lucifugus  Sagittarius70  casati

    Vielen Dank für eure Rückmeldungen und Ermutigungen.


    Wie gesagt, das mit dem indirekten Sehen habe ich vor allem bei öffentlichen Beobachtungen in der örtlichen Sternwarte schon vereinzelt ausprobiert. Der Tipp, dass man das aber auch ganz grundsätzlich sozusagen in "freier Wildbahn" erstmal ohne Teleskop üben kann, ist aber natürlich Gold wert.

    Das mit dem "field sweeping" kannte ich hingegen noch nicht. Ich hatte den Begriff schon öfter mal gelesen, konnte damit aber nichts anfangen, bis woddy und Uwe65 das hier im Thread schon erklärt hatten. Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren, denn dass man sich beim Blick durchs Okular schnell etwas einbildet, habe ich selbst schon erlebt. Bis heute habe ich eine sehr klare Erinnerung an leicht bläulich schimmernd neblig verschwischten Hintergrund hinter den Sternen der Plejaden beim Blick durch das 8x40 Fernglas aus dem Fenster meiner Stadtwohnung - was natürlich überhaupt nicht möglich ist. ;)

    M35 im Zwilling habe ich bei einem früheren Besuch auf Pellworm mal durch das gleiche Fernglas gesehen, bei der nächsten passenden Gelegenheit ist das sicher eine gute Möglichkeit, um Starhopping zu üben und dann auch NGC2158 zu suchen, und indirektes Sehen und field sweeping zu probieren. Danke für den Tipp!


    Ich verwende übrigens einen Rotpunktsucher, der mit dem Teleskop kam. Für den Moment funktioniert er auch gut genug, auf der Liste meiner Anschaffungen steht aber mittel- bis langfristig auch einer, der vielleicht ein wenig stabiler die Abstimmung auf das Teleskop hält. Mein bisheriges Vorgehen war, dass ich mithilfe des Kosmos "Messier Guide" und Stellarium geeignete Objekte heraussuche, mir einen Weg von einem einfach zu findenden Stern heraussuche, also eben star hopping, und mir diesen handschriftlich skizziere, damit ich beim Beobachten auch ohne Laptop auskomme. Die Illustrationen im Buch sind bei Rotlicht auch inzwischen zu klein und das ständige Auf- und Absetzen der Lesebrille, dich ich auch inzwischen brauche, nervt da eher. Das scheint mir, nach allem, was ich von euch gelesen habe, auch kein grundsätzlich unsinniges Vorgehen, aber ich glaube ich muss die einzelnen "Sprünge" deutlich kleiner planen.


    Vielen Dank auch nochmal für die weiteren Links und Buchempfehlungen, da ist viel Interessantes dabei. Die "Hidden Treasures" werde ich mir geanuer ansehen, das klingt auf jeden Fall hilfreich. Das Buch von Sue French auch, das klingt aber in der online Beschreibung eher nach einem schönen Bildband als nach einem Beobachtungskatalog, oder?

    Als erstes werde ich mir aber wohl den Deep Sky Reiseatlas und den dazugehörigen Guide anschaffen. Ich dachte bisher, das wäre unnötig, da ich neben dem Kosmos "Messier Guide" auch den "Herschel Guide" aus dem Occulum Verlag habe, aber wenn alle so davon schwärmen, lass ich mich gerne überzeugen.


    Vielen Dank für die vielen Tipps und Ermutigungen, das ist wirklich toll.

    Ich hatte es übrigens ursprünglich gar nicht so verbissen auf Galaxien abgesehen, aber als dann so Leo und Virgo so groß über mir im Himmel standen, bin ich ein wenig übermütig geworden. Von daher gesehen sehe ich den Schritt zurück erstmal zu weiteren offenen Sternenhaufen und Kugelsternhaufen gar nicht schlimm.

    CS Christian

    Teleskope & Ferngläser: Skywatcher Heritage 100/400; Acuter Maksy 60/750; Coronado P.S.T.; Nikon Action Ex 8x40; OmegonPro 2x54

    Okulare: Svbony Goldline 6mm 66° FoV; Baader Hyperion 13mm 68° FoV; Baader Hyperion 24mm 68° FoV; Omegon Super Plössl Zoom Okular
    (Montierung: Skywatcher AZ-Gti; Kamera: ZWO Asi120MC)


    Beobachtung visuell, v.a. im Urlaub wegen schlechter Bedingungen zu Hause (Großstadt; verbauter Balkon; kein Auto).

    Desw. kleines Setup, das sich leicht auch per ÖPNV transportieren lässt.


  • Zu FS guxtu


    Gruss, Peter

  • Hallo zusammen,

    nachdem ihr mir hier so ausführlich und geduldig Tipps gegeben habt, wollte ich mich gerne mal zurückmelden.

    Nach diesem Thread hatte ich recht lange keine Gelegenheit, unter ordentlichen Bedingungen zu beobachten. Das vergangene Wochenende (mit Brückentag) habe ich aber an der Mecklenburgischen Seenplatte verbracht und natürlich mein Teleskop etc. in der Bahn mitgeschleppt. Auch den Deep Sky Reiseatlas (+ Reiseführer), den ihr mir hier so ans Herz gelegt habt, hatte ich zum ersten Mal dabei. Kleine Nebenbemerkung: Inzwischen ist sogar dieses sehr minimalistisch gehaltene Setup für lange Bahnreisen mit vielen Zugwechseln und dem dazugehörigen Bahnchaos recht unhandlich, was mich aber darin bestärkt hat, dass an eine Vergrößerung nicht wirklich zu denken ist.


    Gestern Abend hatte ich dann tatsächlich brauchbare Beobachtungsbedingungen, wenn auch aufgrund der sommerlich kurzen Dunkelheitsphase nicht so lange. Der Himmel war auch nicht so dunkel, wie ich es mir erhofft hatte, vor allem natürlich je tiefer über den Horizont ich beobachten wollte. M31 war weder mit bloße Auge noch mit dem 8x40 Feldstecher zu sehen. Aber zumindest in den höheren Lagen konnte man gut sehen.

    Ich habe mich direkt an der "Hausaufgabe" aus diesem Thread mit M13 versucht und ich auch zum ersten Mal gefunden. Mit bloßem Auge habe ich ihn nicht erkannt, aber in meinem kleinen 100/400 Newton mit dem 13mm Baader Hyperion hab ich ihn gefunden. Er hat er sich natürlich nicht aufgelöst, vor allem vor dem nicht wirklich perfekt dunklen Himmel, aber man konnte durchaus Helligkeitsunterschiede zwischen dem Kern und den äußeren Bereichen erkennen. Das indirekte Sehen hat dabei schon deutliche Unterschiede ergeben, daran werde ich auf jeden Fall weiterarbeiten.

    Ich muss allerdings auch zugegeben, dass sogar bei dieser sehr einfachen Aufgabe das mit dem Starhopping noch nicht so richtig gut geklappt hat. Am Ende war vermutlich schon ein wenig Zufall und Glück im Spiel, aber ich habe gelernt, dass ich noch viel mehr auf die Details, also auf schwächere Sterne, achten muss, um mich beim Starhopping zurecht zu finden. Bei längeren "Hoppings" hätte ich mich gnadenlos am Himmel verloren. Der Deep Sky Reiseatlas ist dabei auf jeden Fall ein deutlich bessere Hilfe als der Kosmos Messier-Katalog, mit dem ich vorher gearbeitet habe. Ich habe für mich aber noch nicht so recht geklärt, wie ich nachts mit zunehmender Alterskurzsichtigkeit unter Rotlicht die Details auf den Karten gut erkennen kann. Aber mehr Übung wird in jedem Fall helfen.


    Weil ich mit Freunden unterwegs war, die auch "was sehen" wollten und nicht stundenlang warten wollten, bis ich dsa nächste Objekt gefunden habe, habe ich danach erstmal Albiero mit dem 6mm Svbony Goldkante gesucht. Das war natürlich jetzt nicht die große Herausforderung, hat mich aber daran erinnert, dass mit kleinen Optiken Doppelsterne wirklich lohnenswerte Ziele sein können. Ich muss dies bei meinen Planungen in Zukunft mehr berücksichtigen, um auch Beobachtungserfolge verbuchen zu können.

    Danach habe ich in den "Cheat Modus" gestellt, um meinen Freunden etwas bieten zu können. Ich habe also die Skywatcher AZ-GTi ausgerichtet und M81/M82 eingestellt (mit dem 13mm Hyperion). Ich nutze das GoTo so gut wie nie, eigentlich benutze ich die Montierung meist zur Nachführung bei Sonnenbeobachtung, aber es schien mir einfach aus "sozialen Gründen" sinnvoll. Und ich dachte mir, ich könnte mal sehen, was ich so erwarten kann, wenn ich mich das nächste Mal freihändig an Galaxien versuchen kann. Die Nebelfleckchen waren schon nochmal deutlich schwächer als ich erwartet hatte. Ich vermute, hätte ich sie selbst gesucht, hätte ich sie glatt übersehen, was mir zeigt, dass ich hier auch noch deutlich mehr Übung brauche. Hier hat mir das von euch beschriebene Field Sweeping geholfen, sicherzustellen, dass ich sie mir nicht nur einbilde. Aber zumindest die eher längliche Form der Zigarrengalaxie und die eher runde Form der Bode Galaxie konnte man schon gut unterscheiden.

    Danach habe ich mit GoTo noch M57 angefahren, aber da war gar nichts zu erkennen.


    Abschließend habe ich mir noch die Nördliche Krone mit dem 2x54 Omegon Sternfeldglas vorgenommen und mir die Umgebung eingeprägt und einfach skizziert, in der Hoffnung, eine Referenz zu haben, wenn die Nova irgendwann auftaucht. Das Sternfeldglas hatte ich mir in der Hoffnung gekauft, damit vielleicht auch am Stadthimmel mehr zu sehen, was nicht so richtig funktioniert, aber für diesen Zweck war es perfekt. Ich habe die ganze Nördliche Krone ins Gesichtsfeld bekommen, den "rechten Rand" vom Herkules und den "Kopf der Schlange" vom Schlangenträger. Wenn also jetzt T Coronae Borealis irgendwann hell aufleuchtet, sollte ich einen guten Vergleich haben.


    Soweit mein kleiner Bericht. Ich wollte euch nur gerne rückmelden, dass eure Mühen und eure Geduld nicht verpufft sind, sondern dass ich viele Tipps und Empfehlungen aus diesem Thread mitgenommen habe.
    Viele Grüße

    Christian

    Teleskope & Ferngläser: Skywatcher Heritage 100/400; Acuter Maksy 60/750; Coronado P.S.T.; Nikon Action Ex 8x40; OmegonPro 2x54

    Okulare: Svbony Goldline 6mm 66° FoV; Baader Hyperion 13mm 68° FoV; Baader Hyperion 24mm 68° FoV; Omegon Super Plössl Zoom Okular
    (Montierung: Skywatcher AZ-Gti; Kamera: ZWO Asi120MC)


    Beobachtung visuell, v.a. im Urlaub wegen schlechter Bedingungen zu Hause (Großstadt; verbauter Balkon; kein Auto).

    Desw. kleines Setup, das sich leicht auch per ÖPNV transportieren lässt.


  • Ciao,


    Na, das hört sich doch alles ganz gut an. Und Gx hast du auch mal gesehen, prima. Feedback ist auch gut, für beide Seiten ! :thumbup: :)


    Als nächstes, etwas härteres Starhop-Ziel versuch mal M27, ein relativ heller planetarischer Nebel (PN), viel besser zu sehen als M57 !

    Kannst von Albireo aus starten (etwas länger und vllt. Schwieriger) oder auch von der Spitze des kl. Sternbilds Pfeil aus. Auf meiner Seite (oben verlinkt) ist es grob beschrieben. Am besten zur Übung beide Wege versuchen...


    Übrigens: Objektsuche und Starhop immer mit möglichst geringer Vergrösserung = möglichst grosser wahrem Gesichtsfeld/Feldgrösse am Himmel (wGF), damit man sich besser orientieren kann. Bei f/4 wie bei Dir wäre rechnerisch 28mm ok, 30mm geht aber auch (aber dann nicht mehr höher in der Okularbrennweite).


    Bedenk, dass Du ein relativ kleines Teleskop hast, daher sieht man nicht so ultra viel damit. Ein 8" wäre deutlich besser (immer mindestens Faktor 2x im Durchmesser beim Upgrade !).


    Mach Dir die Mühe, mal die Sterne die im Okular sichtbar sind auch auf der App-Karte zu finden (ich finde Notebook mit Sternkartenprogramm besser). Orientierung (Verdrehen) ist das erste was man dabei machen muss, bis es passt. Und Grösse des Gesichtsfeldes ausrechnen und auf die Karte übertragen ! Du musst immer GENAU wissen wo Du bist beim Starhop (natürlich KANN man auch hin und wieder einmal auf Glück hoffen, d.h. nur ganz grob peilen, aber das erzeugt natürlich kein systematisches KnowHow, das man bei komplexen Starhops dann später notwendig braucht !!!)


    Evtl. Kannst Du Dir noch einen UHC Filter anschaffen, der bringt durchaus was bei den meisten Gasnebeln, insbesondere bei aufgehelltem Himmel. Damit kannst dann alle möglichen PNs noch zum Ziel machen, bzw. etwas besser sehen. Er wird den Kontrast verbessern, aber erwart keine Wunder ! Bei Gx hilft das aber nicht, da hilft nur dunkler Himmel und grosses Teleskop (in dieser Reihenfolge ;) ).


    Es ist gut, Beobachtungsberichte (wie Deinen oben) zu schreiben. Man bekommt Anregungen, Tipps und eventuelle Fehler korrigiert. Man lernt dazu... Also alles richtig gemacht !!! :thumbup:


    Good luck und weiterhin viel Spass unter dem visuellen Himmel,

    Peter


    PS: Du schriebst M31 (gx) !? - ist zur Zeit nicht wirklich zu sehen. Meintest wahrscheinlich M13 (gc).

  • Servus Christian,


    das klingt doch schon richtig gut. Peter hat ja schon kommentiert (z.B. zum Aufsuchen ein möglichst langbrennweitiges Okular nutzen, bei dir ca. 30 mm).


    Unabhängig davon noch ein paar Tipps meinerseits:

    Wenn die Augen richtig gut dunkeladaptiert sind, dann versuche mal, mit bloßem Auge festzustellen, bis zu welcher Helligkeit du Sterne im Zenit sehen kannst. Dafür gibt es eigene Sternkarten, z.B. auch von der VdS: https://deepsky.vdsastro.de/de/project-deep-sky-list.php – dort auf "Grenzgrößenkarten" klicken.

    Man kann sie sich auch selber erstellen, z.B. mit dem Sternplotter dar aavso.


    Du wirst sicherlich mehrfach M 13 oder M 81/82 beobachten. Manchmal wundert man sich, wie viel man in einer richtig guten Nacht erkennt und manchmal ist man auch überrascht, wie wenig man in einer schlechten Nacht sieht. In einer richtig dunklen und transparenten Nacht wirst du überrascht sein, wie hell M 81/82 sind, denke ich. Natürlich relativ, bezogen auf deine Teleskopgröße. Ich schaue sie mir gerne auch in meinem Fernglas (Öffnung 50 mm) an und empfinde sie in einer klaren Nacht als deutlich und sofort erkennbar.


    Solltest du ohne Freunde beobachten, die mal was schönes sehen wollen, hast du vielleicht auch Zeit, eine Skizze zu machen, Fang "klein" an. Z.B. bei M 81 und M 82 die Sterne in direkter Nähe der Galaxien skizzieren und dann grob die beiden Galaxien mit der für dich erkennbaren Ausdehnung. Es muss kein Kunstwerk sein.


    Die Vorteile:

    1.) Du kannst am Folgetag oder irgendwann später mal die Skizze mit Fotos vergleichen. Du siehst dann, welche Teile du von dem Objekt sehen konntest, welche nicht.

    2.) Du kannst hier z.B. per Wikisky die Sternhelligkeiten dazu schreiben. Dann siehst du, welche Grenzgröße du im Teleskop an dem Abend wahrnehmen konntest und kannst so das Gesehene besser einordnen.

    3.) Du musst beim Zeichnen genauer hinsehen, da du ja ständig entscheiden musst, wie weit denn nun der Nebelbereich geht (als Beispiel). Du siehst so mehr vom Objekt und nimmst es bewusster wahr.

    4.) Wenn du später die Zeichung anschaust, erinnerst du dich wieder an die Nacht. Ich finde das sehr praktisch.


    Schwierigkeit dabei:

    Ohne Licht keine Zeichung. Mit Licht keine Dunkeladaption. Deshalb mit einer möglichst stark gedimmten Rotlichtlampe zeichnen und auch hier den Blick nicht auf zu erhellte Bereiche konzentrieren.


    Es hilft übrigens auch ein dunkles Tuch über dem Kopf, damit du (wenn du nicht zeichnest) dunkeladaptiert bleibst und dich auf das Objekt konzentrieren kannst.


    Du wirst (vermute ich) überrascht sein, was du alles sehen wirst, wenn du das Beobachten oft genug praktiziert hast. "Beobachtungserfahrung".


    Weiterhin viel Freude mit deinem 4-Zöller und viel Erfolg,

    Christoph

    Mein Verein: Astronomische Gesellschaft Buchloe e.V.

    Meine Ausrüstung:

    Teleskope: 22" (560 mm)  f/3.5 Dobson (Martini / Oldham Optical)  –  Omegon Ritchey-Chretien Pro RC 203/1624; Montierung: iOptron CEM40G  –  Ferngläser (8 x 42, 20 x 60)

    Kamera: Canon EOS 6D Mark II (Vollformat, unmodifiziert); Kameraobjektiv: meist Canon EF-200 mm f/2.8 Teleobjektiv

  • Vielen Dank für die Rückmeldungen und Ermutigungen, PeterSurma und Lucifugus

    Ich freue mich ja über jeden kleinen Fortschritt und über alle Tipps, die zu solchen Fortschritten führen.


    Als nächstes, etwas härteres Starhop-Ziel versuch mal M27, ein relativ heller planetarischer Nebel (PN), viel besser zu sehen als M57 !

    Evtl. Kannst Du Dir noch einen UHC Filter anschaffen, der bringt durchaus was bei den meisten Gasnebeln, insbesondere bei aufgehelltem Himmel. Damit kannst dann alle möglichen PNs noch zum Ziel machen, bzw. etwas besser sehen. Er wird den Kontrast verbessern, aber erwart keine Wunder !

    Das mit M27 ist ein guter Tipp. Das werde ich mal ausprobieren, wenn ich wieder halbwegs gute Beobachtungsbedingungen habe. Allerdings weiß ich noch nicht, ob das in diesem Sommer noch klappt.

    Übrigens: Objektsuche und Starhop immer mit möglichst geringer Vergrösserung = möglichst grosser wahrem Gesichtsfeld/Feldgrösse am Himmel (wGF), damit man sich besser orientieren kann. Bei f/4 wie bei Dir wäre rechnerisch 28mm ok, 30mm geht aber auch (aber dann nicht mehr höher in der Okularbrennweite).

    Ich bin natürlich auch manchmal ein Idiot. Ich habe ein Baader Hyperion 24mm und hatte das auch dabei, aber hab natürlich nicht daran gedacht, es zum Starhopping einzusetzen. Absoluter Anfängerfehler. Na ja, aus Fehlern lernt man!


    Mach Dir die Mühe, mal die Sterne die im Okular sichtbar sind auch auf der App-Karte zu finden (ich finde Notebook mit Sternkartenprogramm besser). Orientierung (Verdrehen) ist das erste was man dabei machen muss, bis es passt.

    Und Grösse des Gesichtsfeldes ausrechnen und auf die Karte übertragen !

    Wenn die Augen richtig gut dunkeladaptiert sind, dann versuche mal, mit bloßem Auge festzustellen, bis zu welcher Helligkeit du Sterne im Zenit sehen kannst. Dafür gibt es eigene Sternkarten, z.B. auch von der VdS: https://deepsky.vdsastro.de/de/project-deep-sky-list.php – dort auf "Grenzgrößenkarten" klicken.

    Man kann sie sich auch selber erstellen, z.B. mit dem Sternplotter dar aavso.

    Ja, absolut. Die mentale "Übertragung" dessen, was ich auf den Karten sehe und was ich im Okular sehen kann, muss noch viel besser klappen. Ich bin in der Vergangenheit vermutlich viel zu wenig systematisch vorgegangen. Ich habe zwar immer mal bei Stellarium in der Okularansicht versucht, abzugleichen, wie ich von Objekt X zu Objekt Y komme, aber die Ansicht erscheint mir nicht authentisch genug. Es wird Zeit, "mathematischer" an die Sache heranzugehen, in Form von tieferem Verständnis vom Gesichtsfeld und von Magnituden. Grundsätzlich kann ich mit den Begriffen natürlich etwas anfangen, aber ich habe sie eben nie systematisch und gezielt auf mein Teleskop und auf meine Sternenkarten angewandt. Das ist ein gutes Projekt bis zur nächsten Beobachtungsnacht unter guten Bedingungen, danke für den Tipp!

    Solltest du ohne Freunde beobachten, die mal was schönes sehen wollen, hast du vielleicht auch Zeit, eine Skizze zu machen

    Das ist etwas, was ich vor kurzem angefangen habe. Ich habe zwar keinerlei künsterlische Fähigkeiten, aber mir geht es auch mehr darum, mir mehr Zeit bei der Beobachtung zu nehmen und meinen Blick für Details zu schärfen, so wie du es ja auch beschreibst. Erstaunlich, wie schwierig es sein kann, auch nur Punkte im richtigen Maßstab zueinander anzuordnen. Ich habe das bei der Nördlichen Krone mit Umfeld durch mein 2x54 Sternfeldglas versucht, um eine Referenz für die Nova zu haben und es als überraschend herausfordernd gefunden. Aber die Herausforderungen sind ja Teil des Hobbys.

    Du schriebst M31 (gx) !? - ist zur Zeit nicht wirklich zu sehen. Meintest wahrscheinlich M13 (gc).

    Ich habe tatsächlich die Andromedagalaxie gemeint. Laut Stellarium sollte sie recht tief zu sehen sein und ich habe mir auch eingebildet, das markante Quadrat vom Pegasus erkennen zu können. Aber entweder habe ich mich getäuscht oder die Lichtglocke über dem Horizont war einfach zu hell. M13 habe ich dann ja eben gefunden, wie gesagt, mit einer gehörigen Portion Glück zusätzlich zum kurzen Starhopping, aber ich konnte ihn klar erkennen, wenn auch nicht aufgelöst.


    Ich bleibe auf jeden Fall dran ;)

    Vielen Dank,
    Christian

    Teleskope & Ferngläser: Skywatcher Heritage 100/400; Acuter Maksy 60/750; Coronado P.S.T.; Nikon Action Ex 8x40; OmegonPro 2x54

    Okulare: Svbony Goldline 6mm 66° FoV; Baader Hyperion 13mm 68° FoV; Baader Hyperion 24mm 68° FoV; Omegon Super Plössl Zoom Okular
    (Montierung: Skywatcher AZ-Gti; Kamera: ZWO Asi120MC)


    Beobachtung visuell, v.a. im Urlaub wegen schlechter Bedingungen zu Hause (Großstadt; verbauter Balkon; kein Auto).

    Desw. kleines Setup, das sich leicht auch per ÖPNV transportieren lässt.


  • Ciao,


    Falls Du Bedarf hast, findest Du auf meiner Website hier noch eine Art (sehr gerafften) 'Lehrgang' über alle möglichen Themen, die ich (hauptsächlich für einen Freund, den ich etwas coache) hin und wieder erweitere. Ist sicher nicht immer einfach, aber viel drin, was man brauchen kann, hoffe ich ;) .


    eyes4skies - edu


    Gruss, Peter

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