Aurora-Hunt am Polarkreis bei -35°C

  • Hallo Forum,


    gerade sind wir zurück aus der Kälte des Polarkreises und ich wollte dazu nochmal einen kleinen Bericht zum besten geben.

    Spoileralert: wir konnten kein Polarlicht sichten - aber der Reihe nach.


    In den letzten Jahren hatten wir hier im Norden Deutschlands so einige Polarlicht-Sichtungen - hier ein Bild von meiner Allsky-Kamera:


    8034-polarlichter-am-15-16-03-2023-ausschnitt-v-d-allsky-kamera


    Ich musste meine Frau nicht lange überreden in den ganz hohen Norden zu reisen um das "Real Thing" zu bestaunen.

    Was liegt da näher, als ein Jahr mit erhöhter Sonnenaktivität zu nutzen. Wir haben uns also für einen Trip nach Finnisch-Lappland an den Polarkreis entschieden.

    Wir haben uns für ein paar Tage eine Glasdach-Hütte in der Nähe von Rovaniemi gemietet, das war alles ganz toll - man konnte direkt vom Bett aus den Sternenhimmel bewundern.


    Nur einen Tag vor unserer Abreise hat die Webcam unserer Unterkunft eine richtig schöne Himmeldisko gezeigt:


    apukka.jpg

    (Quelle: Screenshot YouTube, Apukka Resort Rovaniemi Webcam)


    Leider verhieß das Wolkenradar nichts Gutes - es sollte während der ganzen 4 Nächte unseres Aufenthaltes bewölkt sein. Außerdem näherten sich bereits bei unserer

    Abreise die Temperaturen der -30°C Marke. Naja, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.


    06.02.2024


    Schon ganz früh um 4:30Uhr klingelt unser Wecker. Die Winterklamotten sind eingepackt, Kameras und Stative sind verstaut und alle Akkus sind geladen. Wir machen uns auf den

    Weg zum Flughafen nach Hamburg. Es stürmt ziemlich und dementsprechend wackelig ist der Start der kleinen Embraer-Maschine der Finnair. Nach knapp zwei Stunden landen wir in Helsinki.

    Dort erwartet uns bereits eine komplett andere Welt - alles ist tief verschneit. Als wir in die Maschine unseres Anschlussfluges nach Rovaniemi einsteigen, bemerken wir eine dicke Eisschicht auf den

    Tragflächen. Zum Glück hat die auch der Pilot bemerkt und bevor es auf die Startbahn geht, rollt die Maschine zur Enteisung. ;)


    ll022024019.jpg


    Ein erster Vorgeschmack auf das, was uns erwartet. Während des Fluges offenbart der Blick aus dem Fenster die einsame, tief verschneite und faszinierende Landschaft Lapplands.


    ll022024020.jpg


    Nach weiteren 1h20 landen wir in Rovaniemi. Als wir das Flughafengebäude verlassen, ist es bereits deutlich unter -20°C kalt, das beißt schon ein bisschen an der Nase.

    Unsere Glasdach-Hütte steht direkt an einem zugefrorenem See - das Eis ist so dick, das es problemlos ein Auto tragen würde.

    Die Unterkunft ist "auf Polarlichter" spezialisiert, es gibt die schon erwähnte Webcam, eine Allsky-Kamera und eine eigene Warn-App. Die App sagt "Level 2, gering" und es ist

    ziemlich bewölkt. Trotzdem zieht es uns Nachts auf den See um ein paar Probeaufnahmen zu machen. Boa, ist das kalt - mal eben die Handschuhe ausziehen um die Kamera zu bedienen ist

    schon übel. Schnell merken wir, dass unsere mitgebrachten Klamotten nicht so wirklich für diese extrem niedrigen Temperaturen gemacht sind. Ich trage mittlerweile 3 Pullover unter der dicken

    Winterjacke und es ist immer noch kalt.


    Leider ist die Umgebung unserer Unterkunft ziemlich "lichtverschmutzt", dazu tragen auch die Glasdach-Hütten bei.


    Hier ein Blick vom See - kein Polarlicht, nur Lichtverschmutzung...


    ll022024001.jpg


    07.02.2024


    Wir nutzen den Tag für ein paar Spaziergänge durch die verschneite Landschaft und fahren mit dem Taxi ins benachbarte Rovaniemi - überwiegend, weil meine Frau Ihre Lesebrille vergessen hat.

    In Rovaniemi gibt es das Arktikum, dort wird einem alles über das Leben am Polarkreis, die heimische Flora und Fauna, das Klima und die Entstehung von Polarlichtern erklärt.


    Der Lordi-Platz in Rovaniemi, ein Tribut an die finnische Hard-Rock und Heavy-Metal-Band:


    ll022024023.jpg


    Zurück in der Unterkunft besorgen wir uns die kostenlos bereitgestellten Kälteschutzanzüge - Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

    Am Abend nutzen wir den "Snowtrain" - eine der vielen in der Unterkunft angebotenen "Aktivitäten" zur Aurora-Sichtung.

    Der "Snowtrain" besteht aus einer Pistenraupe mit 3 Anhängern auf Kufen - das etwas seltsame Gefährt fährt uns tief in die Wälder abseits der Lichtverschmutzung.

    Wir stoppen an einer Lichtung, dort sind in zwei Kottas (die traditionellen Zelte der Samen) aufgebaut in denen ein wärmendes Feuer lodert. Es gibt einen heißen Tee, eine Grill-Wurst und Marshmallows.

    Sporadisch reißt die Wolkendecke etwas auf... leider gibt es kein Polarlicht. Der Schnee ist so tief, dass man aufpassen muss, wo man hintritt:


    ll022024014.jpg


    Nach Rückkehr klart der Himmel tatsächlich etwas auf, wieder gehen wir hinaus auf den zugefrorenen See und wieder gibt es keine Aurora zu sehen.

    Ich stelle mir stündlich den Wecker, blinzele kurz aus der Glaskuppel in den Sternenhimmel... und stelle den Wecker eine Stunde weiter. :rolleyes:


    08.02.2024


    Den Tag verbringen wir mit einem Besuch des nahen "Weihnachtsmann-Dorfes". Keine Ahnung, warum wir das gemacht haben - wir waren schon einmal hier, allerdings im Sommer (da waren wir mit dem Auto auf dem Weg zum Nordkap) und

    es hat uns schon damals nicht gefallen. Ziemlich viel Kommerz, der Fokus liegt hier eindeutig auf dem Verkauf von allerhand Weihnachts-Nippes. Naja, es hat uns auch diesmal nicht umgehauen.


    Für den Abend haben wir eine "Huskey-Aurora-Hunt" gebucht. Hier tragen alle "Aktivitäten" die "Aurora" im Namen, das vermarktet sich einfach besser. ^^

    Immer zwei Mann bekommen einen Hundeschlitten und nach kurzer Einweisung ("hier ist die Bremse") geht es los.

    Tierschutzrechtliche Bedenken kann man hier getrost über Bord werfen - man merkt den Hunden an, dass sie richtig "Bock" auf das Laufen haben - als das Geschirr angelegt wird, sind sie außer Rand und Band und wollen einfach nur noch rennen.


    ll022024007.jpg


    Wir sind das erste von insgesamt 5 Gespannen und unsere Hunde preschen los. Leider hat das Gespann hinter uns Startprobleme - die Hundegruppe hat sich nicht vertragen und der Leit-Rüde weigert sich

    loszulaufen. Der Streithammel in der Mitte des Gespanns muss ausgewechselt werden und wir stehen mutterseelenallein mit 5 Huskys auf Adrenalin mitten in der Pampa und warten:


    ll022024005.jpg


    Leider hat das Thermometer die -30°C mittlerweile unterschritten und entgegen der Prognose des Wetterberichtes sank die Temperatur sogar noch bis auf -35°C ab.


    llTemp.jpg

    (Quelle: screenshot wetteronline.de)


    Irgendwie waren wir froh, als die Tour vorbei war. Trotz der Kälteschutz-Kleidung spüren wir weder Finger noch Füße...


    ll022024006.jpg



    Und "Aurora-Hunt" mit dem Hundeschlitten - naja. Ob das schlau ist, vom Schlitten zu steigen und ein Stativ aufzubauen, wenn man die Hunde nicht abkoppelt und irgendwo anbindet sei mal dahingestellt. Ich würde vermuten, dass die einfach weiter laufen... 8|


    Die Nacht war weitgehend sternenklar... aber wieder kein Polarlicht. Zurück in der Unterkunft haben wir uns wieder stündlich den Wecker gestellt...


    Polarlicht? Nein, nur der Lichtsmog der Umgebung aus der Glaskuppel unserer Unterkunft heraus fotografiert:


    ll022024011.jpg


    09.02.2024


    Letzte Chance auf Polarlichter, der Warnindex der unterkunfts-eigenen App ist auf "Level 5" angestiegen und das Wolkenradar verspricht größere Lücken.

    Den Tag beginnen wir auf dem Rentier-Schlitten - wir geniessen eine Fahrt durch die verschneiten Wälder.


    ll022024008.jpg


    ll022024009.jpg


    ll022024010.jpg


    Wieder ist es schweinekalt - auf die für den Abend gebuchte Snowmobil-Tour ...ähh, sorry "Aurora-Hunt"... verzichten wir. Stornieren können wir die so kurzfristig leider nicht mehr,

    wir haben die Tour also einfach an ein junges Pärchen verschenkt und hoffen, dass die beiden nicht erfroren sind. 8|


    Am Abend ist es wieder sternenklar, der Aurora-Warnlevel steht immer noch bei "5". Jetzt oder nie! Wir verbringen den Abend damit, den Himmel mit Argusaugen zu beobachten.


    Der Sonnenuntergang auf "unserem" See:


    ll022024017_2.jpg


    Polarlicht? Nein... Lichtverschmutzung... :rolleyes:


    ll022024013.jpg


    Polarlicht? Nein, Wolke... :rolleyes:


    ll022024003.jpg


    Eine weitere Nacht, in der stündlich der Wecker klingelt. Es hat einfach nicht sein sollen. Laut Aussage mehrerer Einheimischer gibt es hier zur Zeit jeden 3. bis 4. Tag Polarlichter zu sehen.

    Leider nicht für uns. Ist halt ein Naturphänomen - da machs'te nix!


    10.02.2024


    Zeit für den Heimflug. Als kleine Entschädigung verwöhnt uns der Himmel mit einem prächtigen Farbenspektakel:


    ll022024027.jpg


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    Tja... schade - da haben wir wohl den falschen Zeitpunkt erwischt. Aber schön war's trotzdem!


    CS, Jochen

  • Schade, Jochen,


    ich fühle mit Dir. Da macht Ihr Euch auf den Weg in die Kälte, und dann ist so gut wie nix mit Polarlicht! – In Rovaniemi war ich vor 24 Jahren im Sommer. Da konnte man wegen der Mücken kaum aus dem Womo, und außer der Sonne wäre am Himmel nichts zu beobachten gewesen. Aber davon abgesehen, ist der hohe Norden an sich schon ein Erlebnis. Und arktische Kälte auch. Im Extremwinter 1978/79 war ich im heutigen Sankt Petersburg, da hatten wir am Stadtrand -44 °C. Damals hab ich begriffen, warum der Alkoholismus bei den Russen so verbreitet ist. Bei dieser Temperatur ist Wasser steinhart gefroren, nur der Wodka ist noch flüssig, brennt nicht mehr beim Trinken und geht runter wie Wasser.😉


    CS

    Jörg

  • Hallo Jochen

    Sehr schöner Reisebericht, wow. Schade das es nicht mit dem Polarlicht geklappt hat. War aber bestimmt trotzdem eine beeindruckende Erfahrung. Im Moment soll die Aktivität ja nochmal ansteigen, eventuell gelingt es ja zu Hause nochmal Polarlichter zu sehen.

    Gruß Alex

  • Minus 35°C, da friert es einem schon beim Lesen deines schönen Reiseberichtes, Jochen :cold_face:

    Vielen Dank für die Schilderung eurer Erlebnisse, auch wenn das eigentliche Ziel der Reise nicht erreicht wurde.

    Dass die Finnen voll auf Lordi abfahren, wusste ich. Aber dass sie einen eigenen Platz bekommen haben - nicht zu glauben :guitar:



    Schöne Grüße!


    Stefan

  • Moin Zusammen,


    ja, schade das es nicht geklappt hat. Aber nach den Polarlicht ist vor dem Polarlicht - schaun wir mal, was 2024 hierzulande noch so bereit hält! ;)

    Damals hab ich begriffen, warum der Alkoholismus bei den Russen so verbreitet ist. Bei dieser Temperatur ist Wasser steinhart gefroren, nur der Wodka ist noch flüssig, brennt nicht mehr beim Trinken und geht runter wie Wasser.😉

    Hihi, das ergibt wirklich Sinn. So richtig harte Schnäpse hatten wir nicht, aber jeden Abend ein kühles (!) Lapin Kulta an der Bar! :)


    Viele Grüße, Jochen

  • Hallo Jochen,


    toller Bericht, vielen Dank, dass du uns mitgenommen hast.


    Da "quält" man sich bei solchen Temperaturen und dann kein Polarlicht - sehr, sehr schade ;( .

    Aber dafür ein guter Grund, das ganze nochmal zu wiederholen ;) .


    Landschaftlich finde ich deine gezeigten Bilder sehr ansprechend und die Rentier-Tour wäre wohl mein Highlight gewesen.


    Viele Grüße

    Sabine

    Meine Ausrüstung
    Montierung: ioptron CEM40, Skywatcher Star Adventurer Pro

    Kamera: Altair Hypercam 26C, Canon EOS700Da

    Teleskop: TS Photoline 80 mm f6 (380/480 mm)

    Objektive: Canon 200 mm, Samyang 135 mm, Sigma 18-35 mm, Canon 60 mm

    Guiding: MGEN3

  • Ich glaube wir können Dir alle mit dem Wetterfrust nachvollziehen

    Leider hat die unterkunft-eigene Warnapp noch einen draufgesetzt... :cursing:

    Ich hatte vergessen, die App zu deinstallierten und gestern Nacht hat mein Handy verrückt gespielt: *pling* "ACHTUNG -POLARLICHT JETZT" *pling* :D


    Da ging wohl gestern die Aurora-Post ab...


    Gruß, Jochen

  • Hi Jochen,


    ich habe das letzte viertel Jahr mit Sorgenfalten auf der Stirn routinemäßig die webcams in Nordskandinavien verfolgt - gefühlt durchgehend Steamwetter. Das habe ich so noch nie gesehen.

    Vielleicht hängt das sogar mit El Nino zusammen.


    Für Euch gibt‘s eigentlich nur eins: Nächsten Winter wieder hinfliegen. Das Maximum steht ja noch aus.


    Ich hoffe mal auf allmähliche Besserung. Ich fliege in drei Wochen nach Tromsö und packe mich auf Kvalöja hin…..


    VG Wolfram


    Ein kleiner Trostspender 😊:


  • Hallo Wolfram,


    super schön, das Bild - sowas hatte ich mir erhofft. :star_struck:

    Tatsächlich haben wir schon darüber gesprochen, das Ganze im Winter nochmal zu versuchen.

    An Tromsø haben wir auch schon gedacht - mal schaun was Zeit und die Reisekasse zum Ende des Jahres noch hergeben. ;)


    Gruß, Jochen

  • PS:

    Ich fliege in drei Wochen nach Tromsö und packe mich auf Kvalöja hin…..

    ich hoffe Du hast viele "Sichtungen" und würde mich freuen, wenn Du die mit uns teilst! ;)

  • Hi!


    Wenn es dir ein Trost ist: Ich mache die Nordlichtjagd seit 2014 auch beruflich auf der Hurtigrute, und dieses sogenannte Aktivitätsmaximum war meine bislang schlechteste Saison.

    • Hurtigrute im letzten September: Nur bedeckter Himmel im Nordlichtoval, das erste Mal, dass auf einer meiner Touren Hurtigruten die Polarlichtgarantie einlösen musste.
    • Mitte November 1,5 Wochen Urlaub auf Island: Tagsüber bestes Wetter, abends entweder bedeckt oder kein vernünftiges Nordlicht. Am ersten Abend gab es Polarlichtsichtungen aus Deutschland – in Borgarnes hatte es durch die Wolken geschimmert. Ansonsten ein Abend der berühmte "schöne grüne Bogen" (für die Kamera), ein Abend zumindest brauchbar, aber auch nicht die große Show.
    • Anfang Januar Hurtigrute: Ein stürmischer Abend in der Barentssee, der in Ordnung war – aber auch das erste Mal, dass ich Wasser im Battteriefach meiner Kamera hatte. Und in Tromsø Sturzbäche aus Tauwasser in den Straßen...

    Ende September kriegen die Lofoten eine Chance, und die Hurtigrute steht wieder im Dezember an. Meine Reiseberichte gibt's auf meinem Blog im Menüpunkt Nordlicht & Hurtigruten.


    Aber die Zeiten mit dem wirklich wechselhaften Wetter in Norwegen scheinen auch vorbei zu sein. Dafür gab es ein paar richtig heftige Stürme.


    Beste Grüße,

    Alex

  • Wenn es dir ein Trost ist: Ich mache die Nordlichtjagd seit 2014 auch beruflich auf der Hurtigrute, und dieses sogenannte Aktivitätsmaximum war meine bislang schlechteste Saison.

    Moin Alex,

    trösten tut es mich nicht so sehr, denn dann aufgrund der miesen Wetterlage ist ja vielen anderen hoffnungsvollen Aurora-Jägern auch der "Fang" entgangen - da trauere ich eher mit! ;)

    Vor und nach unserem Besuch gab' es ja eine Mega-Lightshow... nur leider nicht für uns...

    Aber unabhängig von der Polarlicht-Sichtung hatten wir eine schöne Zeit und würde ich meckern wäre das auf sehr, sehr hohem Niveau! ^^


    Es gibt scheinbar immer mehr lange und persistente Wetterlagen (Verlangsamung des Jetstreams?). Bei uns regnet es seit Wochen und die Böden können die Feuchtigkeit längst nicht mehr aufnehmen.

    Unsere Esel-Wiese hinter dem Haus ist zu Sumpfland geworden, das habe ich so noch nie erlebt.


    Einen tollen Blog hast Du, den werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen. Um Deinen Beruf beneide ich Dich etwas - vor allem, wenn ich mich gleich im Nieselregen auf die Autobahn begebe... ;)


    Viele Grüße, Jochen


    PS: hab' mir gerade mal neugierdehalber Dein Buch "Nordlicht und Sterne mit Hurtigruten" beim großen Fluss bestellt - bin gespannt.

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