Aufnahme-PC

  • Es gibt hier schon einige Threads zu empfohlenen PC Lösungen. Es werden hierbei sehr unterschiedliche Ansätze gefahren, abhänging vom Anwendungsfall, dem IT Know-How des Anwenders und des Betriebskonzeptes (remote / lokal). Die Vielfalt bringt mich dazu hier auch einmal spezifisch für "meine " Anwendungssituation nach Rat zu fragen.


    Ich möchte einfach nur "Aufnehmen", d.h. Guiding (MGEN II) & Aufnahmekamera (ASI ZWO) steuern, incl. Filterrad (ASI ZWO) & elektrischer Fokussierer (ASI ZWO).


    Angedachte Aufnamesoftware:l N.I.N.A.. Dazu Stellarium.


    Der Rechner würde für nichts anderes genutzt.


    Die eingefangenen Bilder würde ich lokal auf dem Gerät speichern und dann auf einen anderen, vorhandenen Rechner zur Bildbearbeitung ziehen.


    230V und Netzwerkanschluß (LAN) ist vorhanden. Dennoch würde ich damit auch gerne mobil sein können.


    Erst dachte ich an einen i5 Laptop (ein bisschen Power für's Platesolving), mit 16GB RAM und einer 500er SSD (Platz für die Sessions). Mit möglichst 3 USB 3 Anschlüssen. Dann habe ich was zu PC Sticks gelesen (interessant aber zu IT lastig) und dann mir Mini-PCs angeschaut (braucht einen Monitor -> 230V oder hochspannen ab Akku). Aus dem Linux Alter bin ich raus (das braucht mehr Zeit) und nutze Windows Mainstream.


    Letztendlich möchte ich was anwenderfreundliches, ohne dass ich mit übermäßig mit der IT auseinandersetzen muss. Es soll einfach "laufen".


    Habt Ihr einen Ratschlag für mich?

    Gruß

    Dirk

  • Hallo Dirk,


    mir ging es genau so... seid über einem Jahr werkelt nun ein gebrauchtes Thinkpad X260 mit 500GB SSD und i5 Prozessor. Dazu ein stärkerer Akku und konsequent den Bildschirm ausschalten beim Aufnehmen. Das hält dann schon für 5-6 Stunden.

    Ich habe diesen Laptop auch nur zum Aufnehmen und nutze da SharpCap, APT und AltairCapture. Dazu Stellarium, Platesolving Astap und das ASCOM "Gerödel". Bislang bin damit zufrieden, obgleich die ganzen Anschlüsse und Einrichtungen mit Montierung, Filterrad und Fokusser mich auch Nerven gekostet haben.

    Aber wenn es dann läuft, ist das Einnorden mit SharpCap und das Platesolving schon eine feine Sache.


    VG und Erfolg

    Thomas

  • Hi!

    Naja, du hast dich ja schon recht weit festgelegt. Letzlich ist es eine Philosophiefrage was man mag und was man erreichen möchte
    Ich habe zwei ähnliche Setups, aber wollte kein empfindliches Notebook oder Rechner draussen haben.
    weiter hatte ich keine Lust auf grossartiges Installations-Voodoo mit Ascom oder nativem Treiber oder doch was ganz anderes. Ich wollte quasi Plug and Play,

    also anschliessen, dem System sagen was es steuern soll und wie und dann ab dafür.
    So bin ich beim Astroberry gelandet. Das System läuft auf einer 128GB SSD und war bei -18°C genauso im Einsatz wie bei +30°C. Mein Schwerpunkt ist DeepSky
    und ich habe mit KStars/Ekos eine(!) integrierte Software zum Einnorden, Anfahren der Objekte, Platesolving, Ausrichten der Kamera, Aufnehmen der Sequenzen und Mosaike, Steuerung
    der gesamten Hardware etc.. Guiding macht PHD2, das habe ich einmal eingerichtet, seitdem wird es nahtlos aus Ekos (die Steuerung von KStars) bedient.
    Die Bilder speichere ich auf einem USB3-Stick, den ich beim Abbauen abziehe und dann weitere Bearbeitung in PixInsight starte. PI ist meine neue Spielwiese, da
    arbeite ich mich gerade ein.
    Ganz hart ausgedrückt: sei ich den Window-Spielkram los bin läuft es rund.


    CS ;)

    Andreas


    Setup 1 mit ASI183MM, ASI EFW, EAF, EQMod und einer 120MM als Guider


    Setup1: Netzteile für die 183MM und die EQ. Und der Pi mit seiner SSD.
    Unter dem hinteren Netzteil liegt ein USB3-Hub, an den alle Geräte angeschlossen sind.

    Kabelwirrwar wie ich es vorher mit dem Notbook hatte gibt es nicht mehr. Alles terminiert
    am RasPi und zur Monti läuft nur das Stromkabel, sonst nichts. Vermeidet nächtens Stolperfallen.



    Setup 2: Ne 178MC zum Guiden, eine 294 für die Bilder, die EQ6 (die darf wählen, sie ist fast 20J alt)

    wird auch via EQMod im Ekos angesteuert. Fokussiert wird auch hier mit einem EAF


    Wie gesagt, ich brauchte nicht einen Treiber installieren, beide Setups funktionierten out-of-the-box.

    Unterwegs holt sich der Pi Ort und genaue Zeit eigenständig via GPS, umständlich rausklamüsern wo ich
    gerade bin um die Sternkarten anzupassen brauche ich nirgends (weltweit).

  • Hallo


    Ich würde auf einen moderneren Prozessor setzen, die können die Leistungsaufnahme viel besser anpassen, wird ja bei Deepsky fast einschlafen und der Akku so lange halten, an Planeten kann er dann alles geben, hält der Akku eben nur zwei Stunden, das macht in der Bildrate ganz schön was aus.


    Gruß Frank

  • Danke für Eure Rückmeldungen!


    Thomas: Nach dem Thinkpad habe ich gerade gebraucht geschaut. Prizipiell ist da sgut ausgestattet. Garantiert werden dabei nur noch kurze Akkulaufzeiten. Da der Preisunterscheid zu Aldi Laptop gering ist, würde ich zu Neuware tendieren.


    Andreas: Deine Setups gefallen mir sehr gut. Minimalismus & funzt. Der astroberry unterstützt leider nicht NINA. Schade.


    Frank: interessanter Askept. Darüber hatte ich noch nicht nachgedacht. Gerade wenn man mobil ist, ist das ein wichtiger Punkt. Habe diese Woche für meine Frau einen Aldi i7 besorgt. Akkulaufzei tist na ja. Leistung soweit gut. Für die Astrofotografie wirds wohl auch ein Laptop in dieser Kategorie.


    Vielen Dank

    Dirk

  • Moin!


    Die Frage ist wie du den Rechner einsetzen willst. Wenn du die Büchse wirklich nur zur Bildgewinnung einsetzen willst wäre ein Rechner der Celeron-Klasse absolut ausreichend. Wenn du auch auf einen Bildschirm verzichten kannst, gibt es da reichlich an kleinen Mini-PCs so ab 100€ und die Stromversorgung ist häufig auch 12V. Windows drauf, Ascom, NINA und fertig.

    DerZugriff erfolgt dann per VNC oder RDP oder Teamviewer whatever. Dann schaltest du dich anfangs, zum Ende und mittendrin mit deinem normalen Notebook zur Kontrolle mal drauf und gut ist.

    Verbraucht auch wenig Strom, du kannst ihn auch zentral aus dem Batteriepack versorgen und ist billig.


    CS

    Andreas

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