DIY-Rockerbox für Celestron C14 - Kennt jemand einen guten Schreiner?

  • Guten Tag allerseits,


    ich bin absoluter Neueinsteiger in der Astronomie und habe mir auf Empfehlung eines Bekannten (welcher ein sehr guter Astrofotograf ist) eine EQ6-R Montierung geholt und werde mir bald auch ein passendes Skywatcher 200PDS dazu kaufen.


    Jetzt ist es allerdings so, dass ich von einem sehr guten Freund zusätzlich ein ziemlich extravagantes Schätzchen als unbeschränkte Leihgabe erhalten werde (er braucht es in seinem Startup-Unternehmen nur 1-2 mal im Jahr für Referenzmessungen, den Rest des Jahres darf ich es haben/nutzen). Ein Celestron C14-AF XLF (356/3910).


    Naiv und unerfahren wie ich bin habe dort, wo ich das EQ6-R gekauft hatte, angerufen und gefragt, ob ich dieses 14-Zoller auch auf die Montierung schnallen kann, da die Zulast ja mit 20Kg deklariert ist. Er hat mir dann erst mal erklärt warum es großer Schwachsinn wäre. Nicht nur, dass ich das Celestron alleine vermutlich nicht drauf bekommen würde, es wäre einfach vorne und hinten nicht empfehlenswert. Die dazu notwendige EQ8 Montierung ist mir definitiv zu teuer. Der Shopbetreiber hat mir aber einen sehr guten Tipp gegeben. Er meinte so ein 14er Celestron auf einer selbstgemachten Rockerbox wäre was richtig feines. Ich will das auch tatsächlich nur als zusätzliche Augenweide nutzen und mir damit aus dem Wohnzimmerfenster den Mond und vielleicht hier und da nen Planeten angucken - also kein Deepsky, oder Fotografie betreiben.


    Lange Rede kurzer Sinn: Was wäre eure Empfehlung? Ich bin handwerklich sehr geschickt und würde es mir zutrauen die Rockerbox selber zu bauen. Wenn ihr nen guten Schreiner kennt, der sowas für ein paar 100€ macht, würde ich natürlich auch dazu nicht nein sagen. Sollte halt nicht zu teuer sein. Die EQ6-R mit dem 200PDS hat schon budgettechnisch ganz schön reingehauen. Gibt es evtl schon Leute, welche eine entspechende DIY-Anleitung für meinen Anwendungsfall parat haben?


    Gruß Peter

  • peterschneider

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  • Wo willst Du denn da reingucken, wenn das C14 in einer Rockerbox hängt? Da musst Du Dich ja hinknien wenn Du 70 Grad nach oben beobachtest...
    Guido

  • hallo Peter,

    klar geht das ! Habe sowas schon mal irgendwo gesehen, finde es nicht mehr …

    aber hier mal ein Bild von meinem alten 6“er in Rockerbox , so ähnlich kann man auch was für ein C14 bauen.

    Ich konnte leicht bei 240x nachführen, zur not könnte man sogar eine EQ Plattform drunter bauen …

    Guido , auch am C14 kann man einen Zenitspiegel befestigen.

    CS Alex

  • Hallo,


    Neben dem C14 kommen noch stabile Rohrschellen und Höhenräder welcher Art auch immer dazu. Zu dem Gewicht vom Tubus kommen noch 2 ≈ 4 kg dazu, dann sind wir bei circa 25kg Gesamtgewicht.

    Das ist ein großer Brocken und ganz anders Hand zu haben wie z.B. ein 6" Refraktor mit 10kg Gewicht und schlanker Bauform.


    Eine Rockerbox muss hoch genug sein, um auch bei hoch stehenden Objekten mit einem Zenitspiegel bequem Einblicken zu können. Da musst du an die 25kg erst mal hoch wuchten und einheben...


    Das C14 hat an die 4 Meter Brennweite.

    Selbst mit einem 40mm Okular und 68 Grad Eigengesichtsfeld kommst du auf eine Vergrößerung von rund 98x bei einem Feld von 0,7°. Viel Spaß so einen Brocken nach zuführen...


    Das solltest du alles bedenken.


    Viele Grüße

    Gerd

  • Hallo allerseits,


    so wie ich es sehe kostet mich die Rockerbox bei diesem Schreiner ja stolze 1000€ fürt das C14. Da neige ich nun fast schon wieder zur Marke Eigenbau (dann natürlich qualitätiv minderwertiger), oder einen anderen Lösung.


    Das Problem mit dem zu tief hängenden Okular hätte ich einfach gelöst, indem ich die Rockerbox auf einen knietiefen Tisch gesetzt hätte. Ursprünglich (und für manche gar lachhaft), hätte ich mit dem Celestron nicht viel mehr gemacht, als es im Wohnzimmer auf besagtem Tisch+Rockerbox aus dem Fenster zu richten und mir die Mondkrater und evtl noch ab und wann mal nen Planeten anzuschauen. Aber stimmt schon; selbst bei Planeten wäre die Nachführung schon ein Problem.


    Hauptaugenmerk liegt halt darin, dass ich dieses im Prinzip geschenkte Teleskop nicht einfach ungenutzt lassen möchte.


    Ich hätte da nun eine Alternativlösung gefunden und würde mal in die Runde fragen, ob da jemand Bedenken sieht.


    Ich habe ja das Stativ der EQ6-R, welches ich mit diesem Adapter an diese Montierung hier adaptieren könnte. Um sicher zu gehen, dass ich keine Probleme mit dem Schwerpunkt bekomme weil ich ein Monster 14-zoller seitlich am Stativ habe, könnte ich mit dieser Stange und 3 dieser Gegengewichte gegenlenken. Damit könnt ich dann das Celestron manuell führen und dann sogar auch für Naturbeobachtungen nutzen. Sieht da jemand ein Problem, was ich Anfänger evtl. noch nicht richtig beachtet haben könnte? Wenn das so klappen würde, hätt ich mein Budget optimal genutzt, und diese ca. 1000€ wären es mir wert, da ich gleichzeitig eine Möglichkeit schaffen würde mein Stativ doppelt zu nutzen und auch mal richtig dicke Teleskope dran machen kann.


    Von einem Webshop wurde mir dieser Adapter hier empfohlen. Habe danach aber den von Berlebach entdeckt und der ist nicht nur billiger, sondern sieht auch noch hochwertiger aus. Auch wurde mir diese Schiene hier empfohlen, um das Celestron an die Montierung zu bekommen, da muss ich aber noch schauen, ob das überhaupt passt. Wenn jemand noch Optimierungsvorschläge hat was Teile angeht, wäre ich auch dankbar über ein Paar Tipps. Evtl gibts ja hochwertigere Teile, welche nicht viel mehr kosten oder deutlich günstigere mit denen ich auch zum Ziel komme. Was ich realisieren will ist ja bekannt. Rockerbox ist eigentlich schon fast aus dem Rennen - wenn das mit Stativadaption klappt, könnte ich es halt auch mal mit auf Tour nehmen, was mit der Rockerbox ja schon umständlicher ist.


    LG Peter

  • Ich habe gerade mal meinem 10" Cassegrain mit 18kg hoch gehoben.


    Ein solches Kunstrukt wie du es vorhast würde ich mir nicht antun und halte ich für völlig praxisfremd...


    Mit knapp 4 Metern Brennweite den Mond und die Planeten aus dem Wohnzimmerfenster heraus beobachten zu wollen...


    Ich sag dazu besser nichts...

  • Hallo Peter,


    Dein Astrohändler sagt, dass du das C14 nicht allein auf die EQ-6 heben kannst. Bei einer EQ-8 bestünde das selbe Problem....bei einer Rockerbox auch.


    Wenn auf dem C14 ein Griff montiert ist, bekommst du meiner Meinung nach das Instrument auch hoch gehievt. Mit der zweiten Hand kannst du ja am Okularstutzen unterstützen.


    Am Fenster ist aber ein C14 Perlen vor die Säue geworfen. Durch den Luftaustausch zwischen Innenraum und Außem bekommst du ein grottenschlechte Seeing. Dann wirst du mit dem C14 nicht mehr sehen als mit einem 60mm ED Refraktor.


    Viele Grüße,

    Stefan


  • Ich hatte ja schon gesagt, dass es ne lachhafte/bescheuerte Idee ist, und habe ja sogar schon von abgesehen. Aber das Stativ wie beschrieben umzubauen für Draußeneinsätze und Naturbeobachtungen, müsste doch gehen oder? Mir ist ja bewusst, dass man dann besser zu zweit hantieren sollte bei dem Monster. Aber gerade die extreme Brennweite finde ich ja interessant eben für Naturbeobachtungen, weil ich extrem nah dran kommen würde.

  • Hallo Peter,


    Die Brennweite ist egal, das bestimmt nur, welche Okularbrennweite Du für welche Vergrößerung brauchst. Das ist kein Argument.


    Wie gut Naturbeobachtungen mit dieser Öffnung und Obstruktion möglich sind, weiß ich nicht - Du müsstest ja schon relativ hoch vergrößern, damit die tagsüber kleine Augenpupille nicht in der Obstruktion des Teleskops verschwindet. Andererseits muss das Tagsüberseeing solche Vergrößerungen erst mal erlauben. Kann jemand etwas dazu sagen?


    Du könntest übrigens auch eine "Rockermontierung" auf Dein Stativ bauen. Also sozusagen die übliche Gabelmontierung in Holz nachgebaut. Ich könnte mir vorstellen, dass das funktioniert.


    Viele Grüße, Holger


  • Grüß Dich Holger,


    Ok, mal andersrum gefragt: Dieses Teleskop kostet ja stolze 8.000€. Irgendwo muss sich der Preis ja in der Qualität niederschlagen. Es geht mir im Prinzip nur darum, dass ich das irgendwie auskosten möchte, da es für mich absolutes Glück darstellt solch ein Schätzchen kostenfrei zur Verfügung gestellt zu bekommen. Welcher Anwedungszweck wäre denn sinnvoll? Ich würde gerne Planeten, oder den Mond betrachten. Hätte auch kein Problem das alles gemeinsam mit einem Freund ins Auto zu laden, aufs Land zu fahren, wo die Lichtverschmutzung nicht so stark ist - natürlich dann an Tagen, wo das Seeing gut ist. Es geht mir nun im Prinzip nur darum, dass ich das gerne mal nutzen möchte. Ich mag einfach gute Optik und was man damit machen kann. Aus gleichem Grunde habe ich mir auch ein Mikroskop zugelegt. Im Idealfall möchte ich halt auf das Stativ zurückgreifen, was ich mir schon gekauft habe (was bald sehr sinnvoll mit einem Skywatcher 200PDS genutzt werden wird). Ich möchte nun aber nicht viel mehr als 1000€ ausgeben, damit ich mit dem Celestron etwas Spaß haben kann. Was wären denn da so die Empfehlungen, sowohl was konkrete Anwendungsfälle, als auch zu beschaffendes Equipment angeht?


    LG Peter

  • Welcher Anwedungszweck wäre denn sinnvoll?


    Es ist ein astronomisches Teleskop, dafür wurde es konzipiert. Ein langbrennweitiges Teleskop ist gut für die Beobachtung und Fotografie vom Mond und den Planeten sowie Objekten kleiner Ausdehnung.

    Es ist sicher nicht dazu konzipiert, um es auf einer Rockerbox mal eben zur Tagesbeobachtung der Natur einzusetzen.



    Ich möchte nun aber nicht viel mehr als 1000€ ausgeben, damit ich mit dem Celestron etwas Spaß haben kann.


    Ein so großes und schweres Teleskop mit dieser Brennweite muss vernünftig montiert werden, sonst gibt es nicht mal ansatzweise einen Spaß damit. Wenn der Unterbau zu schwach ist und bei der Beobachtung alles wackelt und bei jeder Berührung zittert, dann bleibt ganz schnell der Spaß auf der Strecke und es setzt viel Frust ein.

    Montierungen und Stative die so ein Teleskop sicher tragen können gibt es nun mal nicht für 1.000€.


    Die AYOmaster kann das packen, die ist aber mit Stativ nicht für 1.000€ zu haben.


    Viele Grüße

    Gerd

  • Hallo Peter,


    das C14 ist schon ein riesiges Teil und schwer. Ich habe ein C11 restauriert und mühe mich ab dieses auf eine AZ-EQ6 zu heben. Schon da sollte man fast zu zweit sein.


    Bei der Restaurierung habe ich auch öfters tagssüber in die Landschaft gespechtelt. Gefallen hat mir das nicht, das Gerät hat soviel eingeschlossene Luft die sich nach einem Temperaturwechsel beruhigen muss. Selbst bei niederer Vergrößerung flimmerte es ständig. Und durch die Obstruktion (Fangspiegel) gibt es immer wieder Abschattungen im Bild.


    Von den Vorschlägen, die bisher kamen, finde ich die Idee von Holger am überlegenswertesten (Nachbau einer Gabel).


    Wenn Du doch etwas mehr Geld ausgeben möchtest: Schau dir mal die AYO Master (ohne Encoder) an (http://www.aokswiss.ch/d/mont/…uebersicht_ayomaster.html). Klar, 1.000 Euro reichen nicht, aber das Teil ist wertstabil und auch wieder verkaufbar.


    Glaube den Kollegen hier: Die Montierung ist mindestens so wichtig für den Sehgenuß, wie das Teleskop selbst!


    VG und CS

    Thomas


  • Hm, die AYOmaster könnte ich doch bestimmt an das Stativ der EQ6-R adaptieren, oder? Dann wäre ich sogar noch im Rahmen, was ich dafür ausgeben würde.....


    LG Peter

  • Hallo Miteinander,


    Ich hab ein C14 auf einer EQ8 Montierung, das Baue ich auf und ab, natürlich muss man hier mit etwas Muckis ran gehen ;-)), ist nicht`s für Softis das hat schon seine Qualität es zu stemmen!

    Aber es ist zu Händeln, Daß habe ich noch vor ein paar Jahren in der Prärie Auf und Abgebaut, sprich ich war mit dem Teil Mobil.

    Mittlerweile bin ich aber auf 1o" Newton F/4 Umgestiegen und fröhne der Fotografie, was das Celestron 14 Zoll mit all seinen Zubehör angeht? das steht jetzt zum Verkauf hier im Forum (ohne Montierung falls gewünscht kann ich eine CGE Montierung mit Anbieten) vielleicht findet es ein Neues Zuhause??

    CS Toni

  • Ohh, ich hätte mich besser informieren sollen, so ein Misst! Wenn ich mir diese tolle AYOmaster anschaue bekomme ich immer mehr Lust von meinem (noch vorhandenen) Rückgaberecht bei der EQ6-R gebrauch zu machen :(


    Ich weiß die EQ6-R ist ein super Teil, aber ich hätte da noch einen Einwand:


    Ich hab einen Freund, der total in Astrofotografie drin ist und all das liebt. Er hat mir zu der Kombination EQ6-R + Skywatcher 200PDS geraten. Ich glaube aber, dass er mich fehlberaten hat, weil er das ganze durch die Augen eines Astrofotografen beurteilt. Ich bin aber überhaupt nicht interessiert an Fotos, so rein garnicht. Ich möchte einfach nur bei sternenklaren Nächten raus aufs Land fahren und staunen/beobachten. Ja, ich gebe hier sicher viel Misst von mir, eben weil ich ein blutiger Anfänger bin....aber genau aus diesem Grund bin ich ja jetzt hier, weil ich guten Rat brauche :-)


    Also jetzt nochmal bitte, damit ich es richtig einsortieren kann:


    Ich würde mir tatsächlich ein 200PDS kaufen, weil es ein extrem gutes Preisleistungsverhältnis hat und sehr handlich ist. Quasi als Alltagswerkzeug zum Sterne gucken. Aber da ich dem Celestron als geschenkten Gaul, nicht ins Maul schauen möchte, möchte ich das gerne in mein Equipment mit einbeziehen.


    Denkt ihr es wäre ne gute Idee das EQ6-R einfach zurückzugeben, dafür ein AYOmaster mit Stativ, ohne Encoder zu holen? Dann könnt ich das Celestron darauf schnallen für klare Nächte auf dem Land. Aber das 200PDS geht ja sicher auch da rauf, oder?


    LG Peter

  • Hallo Peter,


    die EQ6 wirst Du sicherlich wieder los...


    Da Du neu in der Astronomie bist, ist meine Meinung: hole Dir einen günstigen 200er Dobson. Und probiere damit. Wenn Du gelernt hast mit diesem umzugehen, wage dich an die nächsten Schritte. Lass solange das C14 in der Ecke stehen. Das wird nicht verderben!


    VG und CS

    Thomas

  • Hallo Peter,


    Jeder empfiehlt gern das, was er kennt und mag... von daher rate ich Dir auch zu einer AYO, wenn es rein visuell und kein Dobson sein soll 😉


    Im Ernst: Mit einem Dobson bist Du für den Anfang sehr gut bedient und hast ein Allroundgerät mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis. Da kann ich Thomas nur zustimmen.


    Klar kann man auch anders anfangen und auch ein C14 ist ein schönes Gerät, aber mit der langen Brennweite doch etwas weniger universal. Einige schönen großen Anfängerobjekte passen da nicht ins Gesichtsfeld, und Du scheinst zwar sehr motiviert, aber die Schlepperei solltest Du nicht unterschätzen.


    Viele Grüße, Holger

  • Nabend Thomas,


    die EQ6-R wurde ja erst vor kurzem geliefert, sie befindet sich noch innerhalb des 14-Tage Rückgaberechts. Wenn ich die zurückgebe, hätte ich ja 1800€ Budget zurückgewonnen. Da ich für Montierung+Stativ noch mal bereit wäre 1000€ mehr drauf zu legen, könnte ich mir dann ja für 2800€ was leisten. Dann hätt ich doch genug zusammen für die AYOmaster + Stativ :-)


    Ich würde mir dann für den Anfang ein 200er Newton draufschnallen, aber die Montierung quasi gleich so auslegen, dass ich es irgendwann mit dem C14 nutzen könnte. Ansonsten hätt ich dann ja wieder das Problem, dass ich erneut viel investieren müsste in den Unterbau. Ich werd nur nicht so richtig schlaub aus der Preisliste von aokswiss.ch


    Das AYOmaster II gibts ohne Encoder für 1397CHF. Welches Stativ bräuchte ich dann, damit das C14 sicher darauf steht? Und kann man den Encoder dann nachrüsten oder wie? Was bringt mir dieser Encoder überhaupt? Ich sollte da glaube morgen mal anrufen :)


    Diese stabilen Holzstative sehen auf jeden Fall so aus, als wären die deutlich praktischer für mein Vorhaben, weil einfacher zu transportieren/aufzubauen....


    LG Peter

  • Im Ernst: Mit einem Dobson bist Du für den Anfang sehr gut bedient und hast ein Allroundgerät mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis. Da kann ich Thomas nur zustimmen.


    Ich bin halt auch scharf auf ein anständiges Stativ, wollte ich schon immer haben. So ein Dobson ist schon ein ziemlich spezielles Ding. Außerdem will ich das tatsächlich auch mal schnell im Wohnzimmer aufstellen und mir mit dem 200er den Mond anschauen, da hab ich viel mehr Möglichkeiten nen anständigen Winkel zu finden als mit einem Dobson.


    LG Peter


    EDIT: Stativ auch, weil ich modular damit arbeiten kann. Somit hätt ich was, was eine Reihe an Teleskopen bedienen könnte. Was ich nämlich noch nicht dazugesagt habe: Ich habe einen Freund, der ziemlich viele sehr gute Teleskope (in erster Linie für messtechnische Anwendungen) "herumfliegen" hat, und ich diese potentiell in Zukunft frei nutzen darf, weil wir wirklich sehr gut befreundet sind und er mir da vertraut. Insofern wollte ich quasi in eine gute Montierung+Stativ bis max. 3000€ investieren und dann gleich eine Art Universalwerkzeug dafür haben. Hätte ich gewusst, dass das Celestron C14 so hohe Ansprüche an den Unterbau hat, hätte ich gleich in diese Richtung gedacht. Hätte ja auch klar sein müssen, dass bei 20kg es nicht ausreicht, wenn man danach geht was als max. Traglast beim EQ6-R angegeben ist. Übrigens hat mein Kumpel mir auch schon ein monströs großes Dobson ageboten - sogar geschenkt - was ich abgelehnt habe, weil es sich um dieses Modell hier gehandelt hat und das nicht praktikabel ist für was ich vor habe. Es ist schon praktisch, dass man die Kombination aus Stativ und Teleskop (selbst bei dem großen C14) mal schnell eben ins Auto laden und zu zweit aufs Land fahren kann, das ist mir wichtig.

  • Hallo Peter,


    Danke für den Nachtrag, dann bist Du mit der AYOmaster wohl richtig. Die macht ja auch richtig Spaß.


    Beachten musst Du, dass Du wohl Teleskope mit Einblick vorne und hinten haben wirst und das Stativ den entsprechenden Höhenbereich abdecken muss.


    Encoder (+ Koordinatenrechner oder vielleicht eher Tablet) sind eine von vielen Möglichkeiten, sich das Aufsuchen von Objekten einfach zu machen, aber nicht zwingend. Ich mag sie.


    Viele Grüße, Holger


    P.S.: Vergiss die Wohnzimmerbeobachtung. Allenfalls Balkon.

  • Ok, Balkon, oder Garten, sehe ich ein.


    Aber noch mal kurz zu deinem Punkt mit dem Höhenbreich: Da hat ich tatsächlich noch nicht dran gedacht, dass sich das ja bei AYOmaster ganz anders verhält als bei der EQ6-R. Wenn ich dort ein Skywatcher 200PDS dran mache, kann ich mir das ja einfach so zurecht drehen, dass ich ganz leicht ins Okular schauen kann. Bei der Ayomaster würde das ja quasi oben sein, dadurch dürfte das Stativ nicht zu hoch sein.


    Wenn ich also beispielsweise beide Teleskope in einer Nacht am AYOmaster benutzen wollte, würde ich beim 200PDS ein recht niedriges Stativ bauchen,.....wenn ich dann das C14 dranschnalle, könnte man sich auf einen geeigneten Stuhl setzen und von unten durchschauen. Für das C14 hatte ich übrigens ein paar Reducer gefunden, welche die Brennweite ca halbieren und nur etwa 150€ gekostet haben. Finde die leider grad nicht mehr, nur welche, die extrem teuer sind....


    LG Peter

  • Hi!


    Vergiss Reducer für visuell – die reduzieren auch das Bildfeld, damit hast du zwar ein helleres Bild und weniger Vergrößerung, siehst aber keinen größeren Bildausschnitt. Die Begrenzung ist immer noch die 2" Steckhülse. Das lohnt sich nur, wenn du 1,25"-Okulare verwenden wolltest, oder eine Kamera mit kleinem Sensor. Wenn du ein kleines Okular-Gesichtsfeld und ein helleres Bild willst, nimm lieber ein langbrennweitiges 2"-Okular wie das 56mm Omni, das 56mm Omegon. Der günstige Reducer war wohl der Universal Alan Gee – der ist aber für Binokulare mit 1,25"-Okularen gedacht.


    Zum Handling vom C14: Das setze ich auch nicht mehr freiwillig alleine auf eine Montierung. Aber ich empfehle immer wieder gerne dieses Video:

    c14 is a small scope (Part II - Smart Easy Way for Girly Men). Das Teleskop auf einen Stuhl stellen und die Montierung ranfahren.


    Wohnzimmerbeobachtung macht keinen Sinn, solange du nicht Dach und Wände entfernst :) Balkon kann mit dem C14 klappen, muss aber stabil sein. Knapp 4m BRennweite und rund 100x Minimalvergrößerung, wenn du keine Okular mit Tunnelblick willst, sind halt schon ein Wort.


    Beste GRüße,

    Alex

  • Hallo Peter,


    das mit der Einblickhöhe bei Newton vs. C14 (oder Refraktor) hast Du nun richtig erfasst, das macht aber keinen wirklichen Unterschied, welche Art von Montierung drunter ist. Vorne ist vorne und hinten ist hinten...


    Auf einer azimutalen Montierung wie der AYO (oder beim Dobson) ist der Newton für visuelle Beobachtung aber besser aufgehoben als auf eine EQ-Montierung. Bei der azimutalen Montierung bleibt der Einblick immer gleich, während auf der äquatorialen der Einblick in ungünstige Positionen wandern kann, so dass Du den Tubus in den Rohrschellen drehen musst. Üblicherweise schaut der Einblick azimutal montiert schräg nach oben (wie bei Deinem verlinkten Flextube), dann kann man für Objekte in allen Höhen vernünftig reinschauen.


    Viele Grüße


    Holger

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