Uraltes Brechzahl-Messgerät für optische Gläser

  • Mir ist dieses uralte Brechzahl-Messgerät für optische Gläser zugelaufen. Ich habe bislang noch nicht viel über das Gerät und das Funktionsprinzip herausfinden können. Bekannt ist nur, dass es von Schott hergestellt wurde (das steht drauf) und dass es früher auch bei Schott im Mainz eingesetzt wurde. Irgendwie kann man damit den Brechungsindex von keilförmigen Glasproben messen. Aber wie das genau funktioniert, das ist mir noch nicht klar. Teile des Geräts waren mit Styropor isoliert. Es gibt auch noch Abdeckungen die mit Styropor isoliert sind, die sind auf den Fotos nicht zu sehen. In der Mitte ist eine Kombination aus einer Plan-Konvex Linse und einer Plan-Konkav Linse, die gegeneinander verdreht werden können, so dass sie effektiv einen verstellbaren Glaskeil bilden. Diese Kombination ist zweimal vorhanden. Rechts davon scheinen zwei Planfenster unter 45° angeordnet zu sein, von denn das rechte mit einer Mikrometerschraube verdreht werden kann. Am Ende des Tubus ganz rechts ist wahrscheinlich ein Spiegel eingebaut. Den kann man nur von der Rückseite sehen.

    Hat irgendwer eine Idee wie dieses Gerät heisst und wo man eventuell weitere Infos über das Funktionsprinzip oder eine Bedienungsanleitung finden könnte?




    Gruß

    Michael

    Edited once, last by mkoch ().

  • Hi Michael,

    frag doch einfach mal bei Schott nach. Man muß da etwas Glück haben, aber wenn Du an den richtigen gerätst...

    Oder Du wohnst in der Umgebung (sehe gerade: Herzberg) und kommst mal zum Tag der offenen Tür nach Mainz, wenn es da sowas gibt.


    Schott macht ja Glas und die müssen für jede Schmelze die Daten exakt ermitteln. Das wir üblicherweise durch die Ermittlung des Grenzwinkels gemacht. Das ist der, wo die (plane) Probe eben noch den einfallenden Strahl reflektiert. Stellt man den einfallenden Strahl steiler auf die Fläche, wird er in das Glas gebrochen. Dieser Grenzwinkel hängt von den beteiligten Medien ab.

    Da muß es also eine Aufnahme für die Probe geben und irgendwie muß man einen Winkel präzise einstellen und ablesen können.


    Wenn Du das Gerät dann beherrschst, kommen wir zum Testen unbekannter Gläser. (Habe ich da nicht einen weiteren Thread in Erinnerung?)


    Grüße

    Axel

  • Das wir üblicherweise durch die Ermittlung des Grenzwinkels gemacht. Das ist der, wo die (plane) Probe eben noch den einfallenden Strahl reflektiert. Stellt man den einfallenden Strahl steiler auf die Fläche, wird er in das Glas gebrochen.

    Ich glaube nicht dass der Grenzwinkel gemessen wurde. Die Proben haben nur einen relativ kleinen Keilwinkel von ungefähr 17°.


    vielleicht ist hier eine ähnliche Anordung beschrieben:

    https://labor.beuth-hochschule…bbesche_Zahl_von_Glas.pdf

    Da wird ein normales Prismen-Spektrometer beschrieben. Wie das funktioniert ist mir bekannt. Das Gerät das ich bekommen habe muss aber ein völlig anderes Funktionsprinzip haben. Wie gesagt, es enthält zwei verstellbare plan-konvex / plan-konkav Kombinationen, die effektiv zwei verstellbare Keile darstellen.

    Ich habe nur wenig Hoffnung dass sich noch was über das Funktionsprinzip rausfinden lässt, und daher habe ich keine Verwendung für dieses Gerät. Wenn ich Brechzahlen messen will, dann mache ich das mit einem Prismen-Spektrometer. Hat jemand Interesse an dem Gerät?


    Gruß

    Michael

  • Michael, bei Deinem Messgerät fehlt ja die ganze linke Hälfte. Ich vermute, dass es dich im Prinzip wie ein Prismenspektrometer funktioniert. Links eine Lichtquelle (mit Spalt) und Kollimator und rechts ein Fernrohr. Hier als Spiegeliptik ausgeführt.

    Die schräggestellten Halter vielleicht für Strahlteiler. Irgendwo muss noch die Glasprobe rein, die gemessen werden soll. eventuell der vordere Halter. Und dann wird wohl die Verschiebung des Linienspektrums durch das unbekannte Glas gemessen. Vielleicht dass die Winkel durch übereinanderlegen einer Linie abgeglichen wird…..

    Natürlich rate ich nur….

    Aber es fehlt ja auch was in der Anordnung…

    CS

  • Michael, bei Deinem Messgerät fehlt ja die ganze linke Hälfte. Ich vermute, dass es dich im Prinzip wie ein Prismenspektrometer funktioniert. Links eine Lichtquelle (mit Spalt) und Kollimator und rechts ein Fernrohr. Hier als Spiegeliptik ausgeführt.

    Die schräggestellten Halter vielleicht für Strahlteiler. Irgendwo muss noch die Glasprobe rein, die gemessen werden soll. eventuell der vordere Halter. Und dann wird wohl die Verschiebung des Linienspektrums durch das unbekannte Glas gemessen. Vielleicht dass die Winkel durch übereinanderlegen einer Linie abgeglichen wird…..

    Natürlich rate ich nur….

    Aber es fehlt ja auch was in der Anordnung…

    CS

    ja, dass da einiges fehlt ist ziemlich sicher.

    Wie bereits gesagt, ich würde das Ding günstig abgeben.


    Gruß

    Michael

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