Mars 09.11.2020 mit 14"

  • Hallo Planetenfreunde,
    mit dem besser hergerichteten Rot- und Grünkanal aus jeweils bestem Film kann man ein optimiertes RGB erzeugen. Ganz so einfach war es nicht, da sich rostbraune Bereiche unterhalb der Südpolkappe eingeschlichen haben, die im Ansatz auch in Torstens Aufnahme vom selben Tag (http://www.astrotreff.de/objektdetail.asp?file_id=137454) zu sehen sind. Bin mir nicht sicher, ob die Farbe real ist und hab sie im Bild unterdrückt. Der rechte Terminator ist nicht perfekt, da Fase schon relativ groß ist und in jedem Kanal etwas anders aussieht. Das ganze kann man sicher noch etwas verhübschen. Vielleicht liegt ja Weihnachten doch Photoshop unter dem Christbaum?



    Mars 2020-11-09 UT 21:42 L(R610&UVIRcut)-RGB
    Planetengröße 18,4" Fase 96%
    Rohbildgröße 152 Pixel
    Brennweite 5000 mm
    mit Winjupos derotiert über 10 min


    Als Vergleich dazu Aufnahme aus Sommer 2020 bei ähnlicher Planetengröße, von La Palma aus mit identischem Equipment von Torsten und mir aufgenommen:



    Mars 2020-09-02 UT 04:33 L(RG)RGB
    Planetengröße 19" Fase 92%
    Rohbildgröße 172 Pixel
    Brennweite mit 5400 mm etwas länger gewählt siehe La Palma Bericht


    Man sieht den Vorteil von La Palma bzw. dem Beobachtungsort Mirador de los Andenes auf 2276m gegenüber dem heimischen Trattberg (Ausichtsplattform auf 1540 m). Planet steht auf La Palma etliches höher, man selbst beobachtet von einem nochmal höheren Gipfelbereich aus. Gipfelbereich von La Palma wird die meiste Zeit laminar angeströmt (auch wenn die Winde am Gipfel schnell mal die Richtung wechseln und das ganze eher böig rüberkommt). An der Bildbearbeitung der La Palma Aufnahme war Torsten beteiligt - auch das sieht man [8D].


    Wenn man mit der Übersichtskarte von Anfang November mit dem T1M (Pic du Midi) vergleicht, sieht man Übereinstimmung in etlichen Kleindetails, aber durchaus Änderungen. Über den Aufnahmen im Winter nochmal länger zu grübeln, wird sich lohnen.[:)]


    LG
    Robert

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: RobertR</i>
    Als Vergleich dazu Aufnahme aus Sommer 2020 bei ähnlicher Planetengröße, von La Palma aus mit identischem Equipment von Torsten und mir aufgenommen<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Hallo Robert,


    was mich insbesondere im Vergleich mit der Aufnahme von La Palma immer noch ein wenig irritiert, ist die "strähnenartige" Überstruktur, die mir bislang in keiner anderen Marsaufnahme aufgefallen ist. Habe mal versucht, diese Überstruktur durch Kontrastbearbeitung ein wenig hervorzuheben:



    Es sieht für mich andeutungsweise so aus, als hätte der Planet eine "Frisur", die bestimmte, in Richtung der Strähnen verlaufende Oberflächendeteils bevorzugt hervortreten lässt. Die Ursache für die Überstruktur liegt vermutlich eher im Bearbeitungs-Workflow als am Videomaterial. Gibt es denn zwischen den Bearbeitungsschritten bei der aktuellen und der La-Palma-Aufnahme irgendwelche prizipiellen Unterschiede?


    Gruß Jan

  • Hallo Jan,
    ja, das Bildmaterial hat wohl eine Frisur. Hab anstelle der PIPP-Filme für den letzten Versuch wieder das Originalmaterial verwendet.


    Hier der Effekt auffälliger als in deinem Versuch, es zu zeigen:



    Mars 2020-11-09 UT20:53 R Film 27 & 28 mit Bild-Struktur "Frisur"
    50% Bilder gestackt, 2 Filmen mit winjupos zusammenrotiert
    Glättung lapl4
    33 Multi Scale Kästchen ap33


    Du meinst doch diesen Effekt? Der Effekt läuft in etwa parallel zur Planetenachse.


    Effekt wird stärker mit:
    - viele kleine AS3! Kästchen (hier 33 - ist zuviel)
    - Einsatz Resampling
    - hoher Anzahl gestackter Bilder
    - frühere R-Filme besonders betroffen
    - Addition mehrerer solcher Filme verschlechtert Effekt massiv


    Meine Überlegung dazu:
    - Effekt ist nicht parallel zu den Nachführachsen
    - Effekt ist nicht parallel zur Achse der AS3! Kästchen
    - Effekt ist nicht parallel zum Shutter und Zeilenmatrix der ASI290MM
    - seeing verlief in Wallungen, zwischen guten Momenten waren immer wieder schlechte, siehe Aufnahmediagramm in AS3! Bild unten
    =&gt; Effekt kommt nicht aus Nachführung, Shutter oder Schärfung
    =&gt; Effekt muss aus Planetendrehung kommen, da parallel zu Drehachse
    =&gt; Effekt kommt hoffentlich nicht aus der Bildnachführung auf Chip durch FireCapture, die ich das erste Mal bewußt eingestzt habe?





    Mars 2020-11-09 UT20:52 R Film 27
    Reihe oben 64% gestackt, links Resampling, rechts ohne
    Reihe unten 8% gestackt, links Resampling, rechts ohne
    Die beste Detailauflösung für dunkle Objekte sehe ich links unten


    Wie kriegt man das am besten los? Mein erster Versuch war, mit PIPP nur die besten Momente zu verwenden, wobei ich die PIPP Qualitätalgorithmen nicht ganz verstehe, aber erfolgreich anwenden kann.
    Ein noch besserer Versuch könnte sein, den Film in seine besten Bestandteile aufzulösen und nur diese Anteile dann gesondert zusammenzurotieren. Ich glaube nicht, das im Rest der Bearbeitung Problem steckt. Das qualitativ viel gleichmäßigere Material aus La Palme zeigt den Effekt überhaupt nicht und wurde ähnlich bearbeitet, allerdings mit viel höheren Verwendungsraten.


    Für Tipps bin ich dankbar!


    LG
    Robert

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: RobertR</i>
    Hier der Effekt auffälliger als in deinem Versuch, es zu zeigen: --- Du meinst doch diesen Effekt? Der Effekt läuft in etwa parallel zur Planetenachse.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Hallo Robert,


    ja, so sieht man es viel besser!


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">33 Multi Scale Kästchen ap33<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Ich hatte die besten Ergebnisse am Mars auch früher meistens mit nur einem handeditierten Kasten, der den ganzen Planeten großzügig umschließt. Dann dient anscheinend überwiegend der Planetenrand zur Orientierung beim Stacken. Erfahrungsgemäß sind ja die seeingbedingten Verschiebungen tatsächlich in erster Näherung großflächig, d.h. Mars tanzt im wesentlichen zusammenhängend umher, wie insbesondere auch der Echtzeit-Videoausschnitt von meiner aktuellen Marsaufnahme zeigt.


    Gruß Jan

  • Mit dem 14" sind bei unserem lokalem seeing und Planetendurchmesser 20" so 16...20 Kästchen am Besten. Ich probiere das für jede Aufnahmeserie aus.


    Grundsätzlich gibt es bei unserem eher schlechten seeing verschiedene nicht aufhebbare Komponenten:
    - völlig unscharfe Momente =&gt; mit PIPP entfernbar
    - Planetenscheibe hüpft hin und her =&gt; mit PIPP zentrierbar
    - Pumpen des Planeten (Scheibe ändert Durchmesser)
    - Wabbeln (Scheibe verzerrt sich)
    - variabler Farbverzug (Scheibe verzieht sich unterschiedlich je nach Farbe) =&gt; ADC oder enger Passfilter hilft
    - fehlender Kontrast
    - hochfrequentes Oszilieren


    Für diese Erscheinungen sind kleine Kästchen nicht sehr hilfreich. Da wäre ein Prestacking sinnvoll und wird von den Kollegen mit den 1 m Spiegeln standardmäßig verwendet. Damit wirft man alles unbrauchbare heraus.


    Auf La Palma sieht das meist besser aus, aber auch da steht das Bild bei gutem seeing nicht:
    - Planetenrand steht, auf der Panetenscheibe gibt es teilweise lokale Unschärfe


    Bei dem La Palma seeing sollte man Kästchen möglichst nicht auf den Rand setzten, sonst gibt es beim Schärfen den Beugungsrand. Alle Kästchen müssen auf Details im Bild gesetzt werden. Das klappt händisch ganz gut.


    Zur Störung im Bild: bei 14" macht sich Rotation deutlich bemerkbar. Muss mal schauen, ob ich durch Zerlegen der Filme Effekt weg bringe. Die Auflösung ist in manchen Bilder wirklich gut, aber leider verteilen sich die ruhigen Moment. Handverlesen bei 35.000 Bildern je Film und bei 64 Filmen wäre mühsam.


    LG
    Robert

  • Hier der Versuch, die "Frisur" aus späterem Filmmaterial zu entfernen:



    Mars 09.11.2020 Stackversuche mit 30 sec Abstand
    Reihe oben UT 21:41:17 links 25% von 12.000 Bildern, rechts 50%
    Reihe unten UT 21:41:47 links 25% von 12.000 Bildern, rechts 50%


    Film 64 wurde in zwei Teile a 30 sec zerlegt. Aus jedem der Teile wurde mit PIPP 6000 schlechte Bilder entfernt. Die verbleibenden Bilder wurden mit 25% und 50% gestackt.
    Die zweite Hälfte des Filmes ist besser als die erste. Im Bild links unten konnte ein kleinerer Giotto MexHat Filter (21 anstelle 23 - Bearbeitung in 4x)eingesetzt werden, so dass eine Menge sehr kleiner Details zusätzlich zum Vorschein kommt, die man erst in Ausschnittsvergrößerungen und mit lokal angezogenem Histogramm sieht.


    Im letzten Film ist die Frisur nicht mehr so dominant, meine ich. Die Details im Tiefrot sind für einen 14" er o.k. Auf La Palma war mal zumindest auch der Grünkanal gleichwertig und der Blaukanal besser. Zudem lag die Verwendungsrate höher, selten unter 50%. Hier liegt Verwendungsrate deutlich unter 20%, wenn man auf Kleindetails hin entwickelt. Macht die Sache deutlich kniffliger. Hier mal Versuch, das ganze mit wenig "Frisur" darzustellen:



    Mars 2020-11-09 UT 21:42 L(R610&UVIRcut)-RGB
    verbesserte Sequenzen zum originalen Bild addiert
    Gesamteindruck "soft"
    Terminator "schön" hergerichtet


    In dem Material steckt jedenfalls noch mehr Potential als schon gezeigt. Muss jetzt noch einen Kompromis finden zwischen Ästhetik und maximaler Detailierung.


    LG
    Robert

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: RobertR</i>
    In dem Material steckt jedenfalls noch mehr Potential als schon gezeigt.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Hallo Robert,


    Deine alternativen Bildbearbeitungsmaßnahmen verfolge ich mit Interesse. Die "Frisur" tritt nun in der Tat weniger deutlich in Erscheinung, wenn auch, so scheint mir, auf Kosten des Kontrasts.


    An Deiner Bildschirmkopie zur AS!3-Prozedur fallen mir zwei Dinge auf:
    (1) Die Anordnung der Subareas scheint mit der Richtung der "Strähnen" zu korrelieren.
    (2) Als Bildausgabeformat ist "PNG" eingetragen. Heißt das, dass Du die weitere Bildbarbeitung im 8bit-Format durchgeführt hast?


    Gruß Jan

  • Hallo Robert,
    mir gefallt die letzte Variante sehr gut.
    Zur Zeit kann ich selber nur wenig beitragen.
    Gestern Abend war zwar klar und ich war auch draußen, aber das Seeing war abenteuerlich. Im 6" Newton war nur immer wieder kurzzeitig die Polkappe sichtbar und das auch nicht so eindeutig. Ein hochfrequentes Seeing hat gute Beobachtung und Filmen verhindert.
    Servus,
    Roland

  • Hallo Jan,
    Deine Anregungen helfen mir immer weiter. Ja, der Kontrast ist etwas gesoftet. Den nächsten Durchgang widme ich den Kleindetails.


    Was gibt es überhaupt zu sehen?


    Für Details Auschnitt aus der Mars Karte mit dem T1M
    http://www.astrosurf.com/topic…ns-et-du-tr%C3%A8s-lourd/:



    Mars Karte mit dem T1M (Pic du Midi) aufgenommen zwischen 8. Oktober bis 01.November.2020
    Marsdurchmesser 22...20"
    1m Cassegrain
    Copyright: F. Colas / J.L. Dauvergne / G. Dovillaire / T. Legault / G. Blanchard / B. Gaillard / D. Baratoux / A, Klotz / S2P / IMCCE / OMP / Imagine Optic


    Die Pfeile zeigen auf Regionen, die ich auch auf den 14" Aufnahmen sichtbar machen möchte (u.a. Elysium Mons).


    Das gilt sowohl für Aufnahme von La Palma als auch für die vom heimischen Trattberg.


    So der bisherige Stand:




    Oben vom Mirador de los Adenes 02. September 2020 Planetendurchmesser 19"
    Unten vom Trattberg 09.November 2020 Planetendurchmesser 18,4"
    14" Newton Rotkanal
    Autoren R. Reitsam / T. Hansen (La Palma)


    Beide Bilder haben Potential und sind noch nicht überbearbeitet.
    Bei der La Palma Aufnahme sind die hellen Zonen totgeglättet, bei den Trattbergbildern muss ich für maximale Auflösung wohl noch besser stacken, um das variablere Seeing auszugleichen.


    Was hilft? Für besseren flächigen Kontrast braucht man mehr Bilder, also Verwendung mehrerer Filme. Für kleinere Details braucht man bessere Bilder und kleineren Filter. Man muss also strenger selektieren und mehrere Filme mit guten Bilder addieren. Bilder hab ich ja genügend.


    1. Versuch vom 22.11.2020:



    links aus zwei Filmen, rechts wie schon gezeigt
    Mars 2020-11-09 UT 21:43 bzw UT 21:42 L(R610&UVIRcut)-RGB


    Der Unterschied ist in dieser Größe nicht sehr auffällig. Der blaue Saum wird weniger, vermutlich, da rotlastiger. Der Blaukanal selbst ist ja derselbe. Auf meinem Schirm sieht das so auch noch gut aus:



    Mars 2020-11-09 UT 21:43 L(2x R610&UVIRcut)-RGB


    So kann man besser zwischen Artefakten (vorhanden) und "echten" Details unterscheiden. Bearbeitet hab ich sowieso erheblich größer. Addieren in winjupos hat diesmal nicht gut funktioniert, da durch das seeing die Bilder unterschiedlich aussehen (lokale Verschiebungen der Kleindetails durch Seeing). Hab also zuerst zwei Filme a 1 min mit AS3! addiert und dann mit PIPP die besten Bilder selektiert (40.000 von 76.000 Bilder) und von diesen dann 8% gestackt. Beim La Palma Material 2018 führte das zu Verschmierung, vermutlich, da Brennweite länger und Planet größer war. Hier hat es geholfen.


    N8: etwas kleiner scheint mir gefälliger:



    wie oben, verhübscht


    LG
    Robert

  • Hallo Robert


    Ihr seid da ofenbar auf einem guten Weg, schon recht erstaunlich, was mit 14" auch hierzulande geht. Noch eine Frage: Ist diese Granulatstruktur in den Marsebenen realistisch? So etwas ist ja auch auf meiner oben gezeigten Aufnahme von 2012 zu sehen, aber nicht auf dem Bildausschnitt vom 1m-Spiegel.


    Gruß, Jan

  • Hallo Jan,
    .png Frage war ja noch offen. Ich hole mir die Bilder aus AS3! mit 16 bit .png. Alternative wäre .tif, ist aber auch nur 16 bit. Fit läuft bei mir nicht, .tif-Format aus AS3! mag giotto nicht (gibt Sofortabsturz).


    Wegen Rauschen: meinst Du das?



    Die gleichmäßige Struktur kommt aus dem Schärfungsfilter. Abweichungen davon sind die Antwort des Bildmaterials. Wenn man Schärfungsvorgang mehrfach über Bild laufen läßt, besteht erhöhtes Risiko Artefacte. z.B. beim iterativen Gauss oder Decon Schärfen.


    Prinzip der Schärferei ist bei den von mir verwendeten Filtern ähnlich:
    - helles Material wird heller
    - dunkles Material wird dunkler
    Dazwischen bilden sich die typischen "Strandzonen" aus.


    Typischerweise folgt auf Schärfungsdurchgang ein Glättungsdurchgang, um das erzeugte Rauschen möglichst weg zu glätten. Die Kunst dabei ist, sich hart an der Rauschgrenze zu bewegen. Bin eigentlich kein Fan des "Rauschen Stehenlassens". Im Bild oben ist es noch vorhanden. Sollte es mir gelingen, aus den Filmen vor oder nach dem gezeigten noch mehr gute Bilder zu erzeugen, kann ich das Rauschen durch Derotation weiter bekämpfen, ohne Details wegglätten zu müssen. Am La Palma Bild hab ich die Glätterei wohl übertrieben und einiges an Details in den Ebenen weggeglättet. Die Ästhetik des jetzigen Bildes überzeugt mich noch nicht, auch wenn detailreich. Ist derzeit noch unscharfer Meisenknödel. Werde ich im Winter noch verbessern.


    Die französischen Kollegen haben das Rauschen weitgehend aus Ihrer tollen Karte entfernt. Undefinierte Strukturmuster sieht man oben im Ausschnitt noch. Strandzonen sind an harten Kanten zu erkennen. Sind natürlich viel kleiner als bei mir, da Auflösung und seeing erheblich besser war.


    Seeing und mein 14" in unseren Breiten:
    - 14" konnte ich bisher nur im Rotkanal ausnutzen
    - manchmal klappt auch ein passabler Grünkanal
    - noch nie hatte ich einen hochwertigen Blaukanal (14" nutze ich seit 2007)


    La Palma, Gipfelbereich, selbes Teleskop:
    - 14" konnte im Rotkanal häufig ausgenutzt werden
    - an manchen Tagen war Blaukanal das schärfste und detailreichste Bild


    In unseren Breiten läßt sich 10" wohl häufiger nutzen als etwas größeres. Bei Planetenstand &gt; 60° konnte ich mit 12" einige Male richtig gute Blaukanäle aufnehmen. Das scheint für Blaukanal eine magische Grenze zu sein.


    Mars ist auf sehr gute Blaukanäle nicht unbedingt angewiesen, wenn es um die Oberflächendetails geht. Mars ist klein und im Roten sehr hell. Da lassen sich größere Teleskope sinnvoll einsetzen. Dasselbe gilt noch drastischer für Mond. Da erwarte ich mir von Harald mit seinem 16" noch das eine oder andere tolle Mondbild - Mond steht ja jedes Jahr im Frühjahr und Herbst schön hoch.


    LG
    Robert

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: RobertR</i>
    Wegen Rauschen: meinst Du das?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Hallo Robert,


    ja, genau das meine ich. Vielen Dank für Deine ausführlichen Erläuterungen zu den Möglichkeiten der Bildbearbeitung, nicht nur im Zusammenhang mit dieser Erscheinung. Damit gibst Du mir Anlass zu eigenen Experimenten. Mir ist allerdings klar, dass man mit suboptimalem Ausgangsmaterial auch unter Einsatz der ausgefeiltesten Bearbeitungstechniken keine Wunder erwarten darf. Allerdings habe ich den Verdacht, dass wir das Potential, welches uns die modernen Kameras mit ihren hohen Bildraten bieten, noch nicht hinreichend nutzen. In dieser Richtung will ich nun versuchen weiterführende Erkenntnisse zu gewinnen.


    Dank&Gruß Jan

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