APM 150mm 90° SD Bino

  • Hallo Holger,


    klar werde ich berichten, Ende nächster Woche soll es hier endlich aufklaren.
    Wobei mein kürzestes Okular 6mm hat, ich werde die Grenzen des Binos also ganz sicher nicht ausloten können.
    Aber bis zur nächsten Planetensaison habe ich ja noch etwas Zeit um aufzurüsten :)


    Grüße Jochen

    Questar 3.5" - Leica Ultravid 8x20 - Canon 15x50 IS - APM 150mm SD

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: portaball</i>
    <br />
    Das Gesetz der Haftreibung scheint für den Kopf nicht zu existieren, der Kraftaufwand ist immer gleich, egal ob man es aus einer ruhenden Position bewegt oder kontinuierlich schwenkt.
    Es gibt keinerlei Ruckeln und das Verhalten ist zwischen 0 und 90° überall absolut identisch.
    Dieser Kopf ist die Voraussetzung die hohen Vergrößerungen, die dieses Glas ermöglicht, überhaupt nachführen zu können.


    https://www.youtube.com/watch?v=IomgqbvDEZA



    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hallo Jochen,


    das Video ist schon sehr eindrucksvoll. Sicherlich ist es wichtig, dass das Bino gut ausgewogen ist, und nicht ruckelt. In der Praxis habe ich festgestellt, dass man die Klemmung doch recht fest anzieht, sonst verstellt sich das Bino beim Okularwechsel und beim Scharfstellen. Übrigens, nach unserer Diskussion vor einigen Monaten habe ich das verschiebare Gegengewicht an meinem Bino umgebaut, ich kann es parallel und auch senkrecht zu optischen Achse verschieben. Das Bino läuft jetzt so wie oben im Video, doch in der Praxis bringt es aus den genannten Gründen gar nicht so viel.


    Schließlich, mir scheint die Diskussionkultur hier ganz anders als im Astronomie-Forum zu sein, dort sind sehr viel mehr an Binos interesseiert und der Stil der Diskussion ist direkter, auch etwas agresiver, oder nehme ich das nur falsch wahr?


    Ich bin auf deine Berichte, wie sich die Kombination Bino/Fluidhead auch bei hohen Vergrößerungen macht sehr gespannt.


    beste Grüße


    Thomas

  • Hallo Thomas,


    Deinen Eindruck der unterschiedlichen Diskussionskultur der beiden Foren teile ich :)


    Die obere Platte des Fluidheads lässt sich ja per Feingewindeschraube (links vorne und hinten an der Platte) verschieben und mit 2 seitlichen Klemmschrauben arretieren.


    Dadurch ist es sehr einfach, das Bino genau ins Gleichgewicht zu bringen, hier mal 2 Bilder davon:




    Ich habe diese Grundeinstellung mit mittelschweren Okularen gemacht.
    Die Anpassung an leichtere oder schwere Okularpaare macht man dann mit der Federvorspannung.


    Für den Okularwechsel kann man die Bremse für die vertikale Achse betätigen.
    Die ist unabhängig von der Einstellung der Hemmung und klemmt das Bino in jeder Lage bombenfest.


    Aktuell habe ich nur 6mm Okulare, mehr als 140x sind also erstmal nicht drin, was weder für das Bino noch für den Kopf eine Herausforderung sein wird :)


    Grüße Jochen

    Questar 3.5" - Leica Ultravid 8x20 - Canon 15x50 IS - APM 150mm SD

  • Hallo zusammen...


    ... die Zurückhaltung hier in Sachen Diskussionskultur hängt ursächlich damit zusammen das alle mit den Füßen scharren und auf einen Beobachtungsbericht von dir warten Jochen![:D][:D][:D]


    Vor allem wäre ja ein Vergleich mit dem bis dato Platzhirschen von Fujinon höchst interessant, vielleicht kann sich ja zur gegebenen Zeit ein Besitzer desselbigen miteinklinken.


    Auf alle Fälle auch von mir herzlichsten Glückwunsch zu deiner Erwerbung, ich hab die Story ja auch immer bei den amerikanischen Kollegen im Forum verfolgt.


    lg
    Winni

  • Hallo Thomas,


    bezüglich des anderen Forums und des Interesses an Binos: die Resonanz auf die Vorstellung des 12"-Binos von Noctutec war dort doch sehr verhalten. Außer mir wollte keiner kritische Fragen stellen [:)].


    Aber wenn ihr's gern etwas direkter wollt hier: Jochen, mir wäre das Ding zu schwer und zu teuer. Da bleib ich lieber bei meinem 10"-Bino. Spiegel statt Linse![:D][:D][:D]
    (aber ein Bino aus zwei Borg 107FL wäre schon nett[;)])


    Viele Grüße, Holger

  • Hallo Holger,


    ich bin eher selten im anderen Forum, ich werde mal die Vorstellung des Noctutec 12" Binos nachlesen.


    Den Stil dort finde ich oft zu direkt, insofern fühle ich mich hier im Astrotreff ganz wohl.... [:)][;)]Der Sinn eines Forums besteht natürlich im Austausch, auch darin sich über unterschiedliche Sichtweise zu 'streiten' und dabei etwas zu lernen. Wenn jemand etwas neu vorstellt dann hängt er auch daran, vielleicht nicht der günstigste Moment für klare Wort.


    Konkret, das APM 150 SD Bino ist von der Papierform schon ein Super-Gerät, wenn man einen guten Himmel vor Ort hat, sonst würde ich eher zum 120iger greifen. Linse oder Spiegel? Oft habe ich auch über ein Spiegelbino nachgedacht, vor vielen Jahren waren ein lichtstarker Yolo mein Favorit. Doch erst ab 10 Zoll lohnt sich ein Spiegel-Bino richtig (wenn man sich alternativ ein großes Linsen-Bino leisten kann), so ein Bino bedeutet schon recht großen Aufwand. Ein 6" Linsen-Bino zeigt schon sehr viel, selbst bei Galaxien, insofern kann ich Jochen gut verstehe, vor ein paar Jahren hatte ich beim HTT durch ein 230 mm Bino Newton geschaut, leider nicht im direkten 1:1 Vergleich neben meinen Bino, doch ohne diesen Vergleich hatte ich nicht das Gefühl das wäre ein nennenswerter oder gar lohnender Sprung. In anderer Richtung gilt das ebenso, zwischen 4 und 6 Zoll liegen auch keine Welten, doch es kommt etwas auf die Objekte an, und zwischen 4 und 10 besteht natürlich ein großer Unterschied. Für eindeutige Spiralstruktur in Galaxien benötigt man (ich zumindest) 6 Zoll und einen guten Himmel, 4 sind zu wenig, 6 Zoll scheint mir schon eine sehr gute Größe.

    So, das ist jetzt länger geworden als eigentlich gedacht, zum Thema Gabel/Fluidhead mehr später.


    beste Grüße


    Thomas


    p.s. dein Newton-Bino mit der Ayo in der Mitte finde ich sehr atraktiv, da bin ich schon mal wieder ins Grübeln gekommen. Ich weiß aber nicht ob ich mich daran gewöhnen würde, dass die Objekte hinter meinen Rücken stehen, beim Binoptic hat mich immer gestört dass der Blick seitenverkehrt ist.

  • Hallo Thomas,


    ich hab ja auch dreimal dick gegrinst, als ich das geschrieben habe - ich wollte beileibe keine Spiegel-Linse-Diskussion lostreten... zumal hier das gleiche gilt wie monokular: so ein 6"-Apo ist schon saugeil, und irgendwo um 6" rum liegt die Grenze des (finanziell) Erträglichen. Und man muss darüber hinaus schon einen Sprung machen, damit der Spiegel wirklich im Vorteil ist.


    Interessant sind dann die bino-spezifischen Unterschiede beim Einblick, und je nach Konstruktion bei Modularität, Aufwand fürs Aufbauen und Justagestabilität.


    Jochen, in dem Zusammenhang würde mich bei Deinem Bino interessieren, wie stabil die Bilder stehen, wenn man an den Okularen wackelt - da war ich erstaunt, wieviel das beim 100er Fujinon doch war.


    Viele Grüße, Holger

  • Tja, was soll ich sagen?
    Ich denke jeder, den das Bino Fieber gepackt hat denkt irgend wann auch über ein Doppel Spiegel Bino nach, bei mir war das nicht anders.
    Ich hatte sogar schon mal eine recht weit fortgeschrittene Planung für ein Doppel 14" Dobson mit Zambuto Spiegeln.
    Aber dann kam doch alles ganz anders.


    Ursprünglich war ich ein überzeugter Spiegelfan und belächelte die APO Freaks.
    Bis mir dann ein Sternfreund seinen 5" Bog ausgeliehen hat und ich ob der Ästhetik der Bilder komplett begeistert war.
    Schon vorher haderte ich mit Kontrastverlust durch Obstruktion, Spikes und andauernder Justage auf der Suche nach der Perfektion :)
    Aber ab dem Moment war es um mich geschehen, ich suchte mir zwei 125er Borg und baute mein ED Bino.


    Obwohl es alle Erwartungen erfüllte wollte ich mehr, vor allem noch mehr Öffnung.
    Bei Linsen war mir klar, dass das Limit bei 150mm liegen würde - die 160mm Optiken, die Thomas verwendete, waren damals leider schon nicht mehr verfügbar.
    Aber bei einem Zurück zum Spiegel würde natürlich mehr gehen.


    Das Ende vom Lied war, dass ich ein C8 und ein C11 Bino gebaut habe um es intensiv mit dem 125mm Borg zu vergleichen.
    Das Borg war ziemlich gleichauf mit dem C8, aber bei wesentlich "schöneren" Bildern und natürlich deutlich weiteren Feldern.
    Das C11 zeigte natürlich mehr, insbesondere M13 war damit der absolute Hammer, aber das enge Feld war für mich ein absolutes No Go.
    Mein Gefühl nach diesen Tests sagt mir, dass 6" APO Bino in der Leistung nicht sehr weit weg von 10" Spiegel Bino sein sollte.


    Mit einem Doppel Dobson wäre zwar eine kürzere Brennweite möglich gewesen, dafür hat man ein noch unhandlicheres Instrument, Blickrichtung nach Hinten, doppelte Kollimation etc.
    Und um wirklich einen Benefit gegenüber einem 6" APO Bino zu haben wären mindestens 14" Spiegel nötig gewesen.
    Da ich ein fauler Mensch bin war mir klar, so ein Instrument würde bei mir in der Ecke verstauben, ich wollte etwas, das ich jederzeit schnell und unkompliziert einsetzen kann, und für mich lautet dieser Kompromiss 150mm Linse


    Dass es nun ein SD mit wohl wirklich tollen Optiken wurde ist natürlich toll, so habe ich durch 840mm Brennweite meine geliebten weiten Felder und kann dennoch am Planeten recht hoch vergrößern.
    Ich denke das Limit wird eher in der manuellen Nachführung zu suchen sein.


    Das sind also meine Beweggründe für die Entscheidung.


    Grüße Jochen

    Questar 3.5" - Leica Ultravid 8x20 - Canon 15x50 IS - APM 150mm SD

  • Hallo Jochen,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Tja, was soll ich sagen?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Genau das [:)]. Die Geschichte hinter einem Teleskop zu kennen (selbst wenn es "nur" gekauft ist - es ist ja toll, dass man sowas mittlerweile von der Stange kaufen kann!) finde ich immer spannend. Der Weg, den Du dabei zurückgelegt hast, ist ja durchaus interessant und da sieht man auch die Unterschiede in den persönlichen Erfahrungen und Vorlieben.


    Viele Grüße, Holger

  • Hallo Holger,


    meine Geschichte ist halt nur bedingt übertragbar, weil jeder andere Vorlieben hat.
    Für mich ist primär die Ästhetik der Bilder im Okular entscheidend, andere freuen sich wenn sie mit indirektem Sehen einen faint fuzzi erahnen können :)


    Ich hätte auch gerne wieder selbst gebaut, insbesondere weil ich dadurch deutlich leichter geworden wäre und wieder 2 getrennte Tuben mit Einarmgabel bekommen hätte.
    Das Problem ist einfach die Nichtverfügbarkeit von kurzbrennweitigen APOs mit Öffnung 150-160mm


    Ich hätte sogar gerne was eigenes aus den 150mm APM SD Objektiven gebaut, aber Markus hat das getestet, die funktionieren nur mit dem Glasweg der Prismen.
    Letzten Endes hat das ja aber auch wieder Vorteile, denn nur die Kombination aus Objektiven mit Prismen ermöglicht in dem Fall diese optische Leistung.


    Und noch was zum Fluidhead.
    Ich habe am Wochenende über den Vinten Vision 20 nachgedacht.
    Mit 21 Kilo Last und dem kleinen Hebelarm müsste der eigentlich auch funktionieren, er wäre halt selbst 2 Kilo leichter und günstiger.


    Leider ist er aber in Sachen Ausstattung nicht ganz auf dem Niveau des 30ers.
    Die Hemmung und Bremsen der Achsen sind deutlich einfacher ausgelegt und auch die Schnellwechselpatte mit Verschiebung des Schwerpunktes per Mikrometerschraube sind nicht auf dem Niveau des 30ers.


    Grüße Jochen

    Questar 3.5" - Leica Ultravid 8x20 - Canon 15x50 IS - APM 150mm SD

  • Hallo Jochen,


    Ja, ich glaube, wie jeder irgendwo Pläne für Dobson-Binos rumliegen hat, hat jeder auch eine Liste mit kurzbrennweitigen Apos.. Aber bei mir hört die auch bei 120mm oder so auf. Hab schon länger nicht mehr draufgeschaut...


    Klar ist Deine Geschichte nicht übertragbar, aber das macht es ja gerade interessant. Ich hätte nie ein SCT-Bino gebaut, bei Dir klingt das aber absolut schlüssig, inklusive der Gedanken zu den Schiefspieglern. Zu dem Thema schreib ich Dir auch nochmal separat.


    Viele Grüße, Holger

  • Hallo Holger,


    das mit den SCT Binos war sehr speziell.
    Ich war nie ein Freund von SCTs, zu lange Brennweite, zu hohe Obstruktion.
    Für die Binos waren sie aber prädestiniert, weil man auch hinten reinschaut wie bei einem Refraktor und ohne viel Aufwand einfach EMS dran bauen kann.
    Dazu kam, dass mir 4 so Teile in die Hände gafallen sind und ich (insbesondere mir selbst) beweisen wollte, dass es machbar ist.
    Hätte ich nicht eh hier schon EMS liegen gehabt hätte ich die Dinger niemals gebaut.


    Das C8 Bino war sogar sehr schnuckelig und handlich, nur hatte es halt keinen Vorteil gegenüber dem 125er Borg.


    Grüße Jochen

    Questar 3.5" - Leica Ultravid 8x20 - Canon 15x50 IS - APM 150mm SD

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: portaball</i>
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    Ich hätte sogar gerne was eigenes aus den 150mm APM SD Objektiven gebaut, aber Markus hat das getestet, die funktionieren nur mit dem Glasweg der Prismen.
    Letzten Endes hat das ja aber auch wieder Vorteile, denn nur die Kombination aus Objektiven mit Prismen ermöglicht in dem Fall diese optische Leistung.



    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hallo Jochen, hallo Holger


    diesen Punkt finde ich sehr interessant, bin gespannt wie gut die Farbwiedergabe ist. Dass Prismen in die Korrektur mit einbezogen werden müssen ist zwar seit langem bekannt, doch dass mit Prismen die Korrektur gegenüber einem Objektiv ohne Prismen <b>deutlich</b> besser werden kann war für mich neu, mir ist auch nicht klar, in wieweit dies die verschiedenen Fehler, wie Farblängsfehler, Gauss-Fehler und sphärische Abberation betrifft. Die Idee kurz vor dem Fokus die Korrektur zu verbessern ist schon alt ( z.b. Aries Chromacor), doch so etwas hat sich nicht durchgesetz, hier ging es wohl auch darum die erheblichen Fehler eines Achromaten zu korrigieren.


    Wenn man nun durch eine recht dicke planparalle Platte/Zylinder kurz vor dem Okular die Korrektur so stark verbessern kann, dass man mit einem lichtstarken Zweilinser bei dem diese Platte/Zylinder in die Korrektur mit einbezogen ist die eines Triplets erreicht, finde ich das spannend. Die Platte/bzw. der Zylinder müsste viellicht gar nicht mal so groß sein, denn die Fehler treten erst bei hoher Vergrößerung auf. Vielleicht reicht es, so einen Glaszylinder als Vorsatz bei kurzbrennweitigen Okularen in den Okularauszug zu schieben? Kannst du da was zu sagen, Holger, ist das realistisch?



    beste Grüße


    Thomas <b></b>

  • Hallo Thomas,


    mit solchen optischen Details kenne ich mich leider gar nicht aus.
    Ich habe das immer so verstanden, dass das gesamte System bestehend aus Objektiv und Prismen gemeinsam gerechnet wird um als Komplettsystem so wenig wie möglich Farbe zu zeigen.
    Wie das im Detail funktioniert weiss ich nicht, ich habe es mir naiv immer so vorgestellt wie ein Apo aus mehreren Linsen, welche unterschiedliche Lichtbrechungen haben und am Ende das gesamte Licht in einem Brennpunkt vereinen.
    Nur ist hier ein Teil des Systems eben keine Linse sondern ein Prisma.
    Ich vermute, dass hier die Glassorte des Prismas eine entscheidende Rolle spielt, aber das ist reine Spekulation :)


    Hier hat Markus Sterntests meiner Objektive veröffentlicht und man sieht da eigentlich keine Farbe:


    https://www.cloudynights.com/topic/754197-apm-150-mm-90-°-sd-fcd100-apo-bino/


    Grüße Jochen

    Questar 3.5" - Leica Ultravid 8x20 - Canon 15x50 IS - APM 150mm SD

  • ...also nochmal:


    Ein Prisma (oder eine dicke Glasplatte) macht vor allem Farbfehler niedrigster Ordnung. Deshalb muss ab einer gewissen Dicke und Öffnungsverhältnis das Objektiv dafür gerechnet sein und die Platte muss auch immer im Steahlengang sein.


    Inwieweit das System aus Platte und Objektiv besser korrigiert sein kann als ein ohne Platte optimiertes Objektiv, vermag ich so nicht zu sagen - schrecklich groß kann der Effekt eigentlich nicht sein, denn das, was die Platte macht, ist sehr wenig im Vergleich zur Farbwirkung der Linsen. Um eine Einzellinse zu korrigieren, müsste die Dicke der Platte ein Vielfaches der Brennweite sein. Von daher kann ein Prisma aus einem dritten Material nicht schrecklich viel bewirken.


    ...behaupte ich mal, bis ich es selbst gerechnet habe, oder sich jemand findet, der die Antwort weiß...


    Viele Grüße, Holger

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Cleo</i>
    <br />


    Inwieweit das System aus Platte und Objektiv besser korrigiert sein kann als ein ohne Platte optimiertes Objektiv, vermag ich so nicht zu sagen - schrecklich groß kann der Effekt eigentlich nicht sein, denn das, was die Platte macht, ist sehr wenig im Vergleich zur Farbwirkung der Linsen. Um eine Einzellinse zu korrigieren, müsste die Dicke der Platte ein Vielfaches der Brennweite sein. Von daher kann ein Prisma aus einem dritten Material nicht schrecklich viel bewirken.


    ...


    Viele Grüße, Holger
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hallo Holger,



    so ähnlich hätte ich es bisher auch gesehen, doch beim APM bino soll es einen großen Effekt haben, daher meine Frage.


    "<i>This kind of perfection in CA ( colorcorrection ) is not possible with the worldbest doublet only..we talk here about a 6" F/5.6 doublet SD. This kind of perfect colorcorrection was possible only by a super optical design which combines the maximum of the SD doublet with high quality glas-prism's. Thats just impossible with any worldbest 6" F/6 doublet Apo, but possible with this fantastic new APM Product." </i>


    https://www.cloudynights.com/t…C2%B0-sd-fcd100-apo-bino/


    beste Grüße


    Thomas

  • Hallo Thomas,


    die Tendenz ist klar, besser als ohne Prisma wird es schon, die Frage ist halt, wie groß der Effekt prinzipiell sein kann, und wieviel davon realisiert wurde. Für eine markige Werbeaussage wird's aber schon reichen [:)]


    Das möchte ich wirklich mal im Vergleich gerechnet sehen.


    Viele Grüße, Holger

  • Hallo Holger,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Cleo</i>. schrecklich groß kann der Effekt eigentlich nicht sein
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Das würde bedeuten, dass das SD Doublet alleine schon so gut korrigiert ist, dass das Prisma nur noch einen kleinen Rest ausgleichen muss.


    Das passt dann aber nicht zu der Aussage von Markus, dass das Objektiv ohne Prisma unbrauchbar ist.


    Da Markus vorhatte das Objektiv separat zum Bau von Kometensuchern etc. zu vermarkten denke ich aber schon, dass er es ausprobiert und für nicht tauglich befunden hat.


    Das 150ED wird ja auch nur als 45° angeboten, das 150SD nur als 90°
    Zuerst dachte ich, man muss doch eigentlich nur die Objektive ins andere Gehäuse packen, aber vermutlich passen die Prismen nur zu den jeweiligen Objektiven.


    Andererseits hat Tatsuro ja ein EMS Bino aus dem alten 150mm Achromat APM Bino gebaut.
    Auch er dachte es würde nicht gut funktionieren, weil die Prismen fehlen, aber das war nicht der Fall.


    Grüße Jochen


    Grüße Jochen

    Questar 3.5" - Leica Ultravid 8x20 - Canon 15x50 IS - APM 150mm SD

  • Hallo Jochen,


    das passt schon - ein SD-Doublet ohne Prisma kann fast genauso gut sein wie eins mit, wenn es jeweils dafür gerechnet ist. Man muss es dann aber auch anpassen, dem Bino-Objektiv einfach das Prisma wegzunehmen, wird zu ordentlich Farbfehler führen. Etwa genauso viel, wie wenn man einem perfekt korrigierten Objektiv eine dicke Glasplatte hinzufügt, nur mit dem anderen Vorzeichen.


    Beim Achromaten liegt der Fall etwas anders, weil hier das sekundäre Spektrum dominiert und dieses sich durch das Weglassen des Prismas nicht nennenswert ändert.


    Viele Grüße, Holger

  • Wie gesagt, Tatsuro hat genau das mit dem uralten APM 150mm Achromat Fernglas gemacht.
    Prismen weg, EMS dran.
    Er wollte den Auftrag zuerst ablehnen, weil er auch vermutet hat das Ergebnis würde furchtbar viel Farbe zeigen.
    Der Kunde wollte es aber unbedingt haben und das Ergebnis soll überraschend gut gewesen sein, kein sichtbarer Unterschied zu vorher mit Prismen.


    Grüße Jochen

    Questar 3.5" - Leica Ultravid 8x20 - Canon 15x50 IS - APM 150mm SD

  • Ah, glatt überlesen :)

    Questar 3.5" - Leica Ultravid 8x20 - Canon 15x50 IS - APM 150mm SD

  • Nein, wir haben parallel rumgeändert...


    Beim Achromaten verschiebt der zusätzliche Farbfehler nur ein bisschen die Lage der Nullstellen, und während z.B. rot besser zu grün fokussiert ist, wird blau schlechter. Das gleicht sich sozusagen erst mal aus.


    Beim Apochromatem hingegen geraten ohne Prisma rot und blau beide aus dem Fokus.


    Gruß, Holger

  • Hallo zusammen,


    ich hab mal ein bisschen rumprobiert. Für ein Doublet 150mm f/5.6 aus FPL53 und NZK7 lässt sich der Gaussfehler mit einem zusätzlichen Glasweg aus 150 mm NSF6 um ca. 40% reduzieren. Das ist eine ganze Menge! Der Trick scheint zu sein, in die Prismen wirklich ein höherdispersives Flintglas reinzupacken.


    Der Gaussfehler ist trotzdem noch ganz ordentlich, so richtig beugungsbegrenzt mag es bei diesem kurzem Öffnungsverhältnis natürlich nicht werden. Aber der Unterschied ist sehr deutlich.


    Viele Grüße


    Holger

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