Mondmosaik aus 6 Teilbildern mit 0,39"/px

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  • Ein auf 0,26"/px vergrößertes Teilbild aus der Mondsession vom 11. April war bereits kürzlich Gegenstand einer Diskussion in diesem Forum. Dabei ging es primär um die Frage der mit einem Kameraraster von 2,4 µm bei f/5 erzielbaren <i>Bildauflösung</i>. Hier nun zur Demonstration des bei f/5 erfassbaren großen <i>Gesichtsfelds</i> ein Beispiel aus derselben Beobachtungsnacht in der Vorschau:



    In voller Auflösung ist das aus nur 6 innerhalb von 6 Minuten aufgenommenen Teilbildern zusammengesetzte Mosaik über diesen Link zu erreichen.


    Gruß, Jan

  • Hallo Jan,
    wo ist die Landefähre?
    Prima geworden. Die Auflösung gefällt mir persönlich sehr gut. Aber mehr Schärfe wäre überzogen gewesen.
    Man sieht dem Bild an das es hart an der Grenze ist. Hab auch seit kurzen eine ASI 183MM. Ich werde, wenn es denn mal vom Wetter und Seeing her geht
    dein Bild gerne als Referenzaufnahme gebrauchen. Mal schauen ob ich da herankomme.


    Danke fürs zeigen und Gruß,
    Armin

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: arminius</i>
    Aber mehr Schärfe wäre überzogen gewesen.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Hallo Armin,


    danke für Deine freundliche Rückmeldung. Mit Deiner Bemerkung zur Schärfe bin ich sehr einverstanden, das betrifft vor allem die dicht am Terminator gelegenen Bildpartien. Andererseits verlieren bei weniger Schärfung die steiler beleuchteten Bildpartien relativ schnell an Durchzeichnung. Da muss man einen vernünftigen Kompromiss finden, wenn man nicht zonal bearbeiten möchte bzw. kann.


    Gruß, Jan

  • Hallo Jan,


    wirklich ein sehr sehr vorzeigbares Ergebnis!


    Ich habe mal dein Bild in AstraImage bearbeitet. Mann kann da schon noch etwas herausholen, was die hellen Gebiete am Mondrand betrifft.
    Ich selbst nutze AstraImage, um eben bei Mondbildern den Feinschliff zu machen - ich kann es nur empfehlen (leider keine Freeware, aber absolut lohnenswert insbesondere die Deconvolution).


    Wenn du magst, sende ich dir meine etwas überarbeitete Version gern zu.


    Herzliche Grüße
    Mario

  • Hallo Mario,


    stell doch die überarbeitete Version hier ein. Der Jan wird schon nichts dagegen haben, denke ich. Und uns interessiert es auch.


    Gruß,
    Armin

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: suntilliana</i>
    Wenn du magst, sende ich dir meine etwas überarbeitete Version gern zu.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Hallo Mario,


    Dank Dir für Dein Interesse und die Überarbeitung, die ich natürlich gerne sehen würde, vielleicht aber auch interessant für andere Leser hier. Könntest Du denn einen Link posten?


    Gruß, Jan

  • Hallo Zusammen,


    okay, Armin [:)]


    also der Unterschied ist jetzt nicht total krass, aber ich finde doch, dass es merklich etwas gebracht hat.
    Nun ist es ja auch eine jpg-Datei. Mehr Kontrast bedeutet in der Regel ja auch mehr Rauschen - aber, ich denke, es ist nur minimal angewachsen.


    https://www.dropbox.com/s/nkvd…rotreff_jan_test.jpg?dl=0


    UPDATE --&gt; sorry, Jan - hat sich zeitlich überschnitten


    LG
    Mario

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: suntilliana</i>
    also der Unterschied ist jetzt nicht total krass, aber ich finde doch, dass es merklich etwas gebracht hat.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Hallo Mario,


    vielen Dank für Deine sehr gelungene Ausarbeitung, der Unterschied ist deutlich, wie der Blinkvergleich in Fitswork überzeugend bestätigt. AstraImage war mir auch schon von anderer Seite empfohlen worden, war selbst früher mit Picture Publisher ganz zufrieden, das geht jetzt aber nur noch über XP-Simulation in VirtualBox, wollte ich mit dem aktuellen Bild auch noch versuchen. Vielleicht lohnt sich aber für mich jetzt wirklich mal der Umstieg auf AstraImage, der Preis hält sich ja in Grenzen. Welche Tools hast Du denn bei Deiner jetztigen Ausarbeitung hauptsächlich angewendet?


    Gruß, Jan

  • Hallo Jan,


    für Deatilaufnahmen von Mondregionen wähle ich mit der ASI 178MM einen Ausschnitt so um ca. 1000px Höhe, um die Framerate auf über 100fps zu erhöhen.
    Dann nehme ich (nur bei gutem/sehr gutem Seeing) 20.000 Bilder auf. Verwendungsrate ist bei mir 2%, ich stacke in AS3! aber auch 4%, 6% und 8%.
    Schärfen tue ich unterschiedlich. Mal nur in Photoshop mit unscharf maskieren, mal eine Kombination aus Registax Wavelets ohne linked Layers und Deconvolution in AstraImage.


    Mosaike mache ich immer nur manuell on Photoshop, weil mir die manuelle Erstellung ein besseres Ergebnis liefert.
    Ich habe bisher aber noch nicht das "perfekte" Mosaik hinbekommen. Entweder war das Seeing nicht konstant oder ich habe nicht vor jeder Aufnahme den optimalen Schärfepunkt getroffen.


    Herzliche Grüße
    Mario

  • Hallo Mario,


    danke für die Übermittlung Deiner Rezepte. Bei dem hier diskutierten Bild hatte ich auch die ASI178MM im Einsatz mit ROI 2000x2000 px - im Hinblick auf ein großflächiges Mosaik mit möglichst wenigen Teilbildern! - bei einer Framerate von 36 fps, aber nur jeweils 10 s lang aufgenommen, also nur etwa 630 Frames je Video. Zwischen den Aufnahmen habe ich nicht nachfokussiert, die ganze Serie hat nur 6 min in Anspruch genommen. Dann AutoStakkert!3 mit 80% Verwendungsrate, Schärfung in Fitswork nur mit iterativem und einfachem Gaußfiltern. Mosaik ging auch sehr schön mit Fitswork. Den Umgang mit Deconvolution hatte ich bislang noch nicht verstanden, will ich aber gerne nochmal versuchen, jetzt dann vielleicht auch mit AstraImage, und schauen, wie weit ich an Dein Ergebnis herankomme.


    Gruß, Jan

  • Hallo Jan,


    bei der Framerate ist es so, dass du diese nur mit dem ROI erhöhen kannst, wenn du die Pixelzahl in der Höhe (die 2080px) verringerst.
    Man kann also ruhig mit der vollen Breite von 3096px aufnehmen, diese hat keinen Einfluss auf die fps.


    Für die geringe Framezahl ist das Mosaik wirklich sehr beeindrucklend, nee unglaublich!
    In 6 min ein Mosaik aufzunehmen ist natürlich sportlich. Vielleicht habe ich bisher einfach zu hoch gepokert und das Seeing hat sich in der Zwischenzeit zu stark geändert (5000 frames bei 60fps).


    Probiere ruhig einmal die 20.000 frames aus - bei mir hat es einen deutlichen Schärfeschub gebracht.
    Mit dem Schärfen in Fitswork komme ich nicht ganz so klar.
    Das iterative Gauss-Schärfen wird aber gern bei DeepSky-Bildern angewendet. Mit DeepSky bin ich gerade erst angefangen.


    LG
    Mario

  • Hallo,


    warum suggeriert ihr, daß eine hohe Framerate zwangsläufig nötig ist für gute Mondaufnahmen? Eine hohe Framerate zu haben, ist zwar schön, aber wenn man dem Seeing ein Schnippchen schlagen will, kommt es doch eher auf die Belichtungszeit eines Einzelframes an. Ich kann doch durchaus 1ms Belichtungszeit bei 15 FPS realisieren. Dann mache ich zwar nur 15 ms Gesamtbelichtung pro Sekunde, aber das Einzelframe ist immer noch kurz belichtet. Darauf kommt es beim Stacken und Entzerren ja an.
    Tausend 1ms Frames bei 15 FPS in etwas über einer Minute sind doch besser als 15 ms Einzelbelichtung bei 60 FPS in ca. 15 Sekunden - es sei denn das Seeing ändert sich dramatisch in einer Minute. Aber dann könnte man ja auch Pech haben und bei 60FPS die schlechten 15 Sekunden erwischen.
    Oder verstehe ich hier etwas nicht?


    Gruß


    Heiko

  • Hallo Heiko,


    ehrlich gesagt ist mir dieses ganze fps-Gerede in der Theorie zu mühselig.
    Ich kann nur sagen, dass zwischen meinen Aufnahmen mit 5000 Bildern bei 60fps und meinen Aufnahmen mit 20.000 Bildern bei gute 120 fps Welten liegen.
    Warum das so ist, das ist mir wirklich egal. Ich glaube auch, dass man das in der Praxis nicht immer bestätigen kann.
    Nur habe ich damit gute Erfahrungen gemacht. Genau so, wie bei Monaufnahmen mit einem Luminanzfilter aus meinem Filtersatz - was mir auch nicht gleich einleuchtet...


    LG
    Mario

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Doc HighCo</i>
    warum suggeriert ihr, daß eine hohe Framerate zwangsläufig nötig ist für gute Mondaufnahmen?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Hallo Heiko,


    es war mir gar nicht bewusst, dass wir hier so etwas "suggerieren". Mir ist auch klar, dass es vorrangig auf kurze Belichtungszeiten ankommt, die 6 Teilaufnahmen für das Mosaik habe ich hier mit 2,5 ms bei relativ geringem Gain bzw. Rauschpegel aufgenommen. Wenn das Seeing sich zwischen den Teilaufnahmen ändert, kann man natürlich Pech haben, aber es gibt auch Kriterien, die für eine möglichst schnelle Aufnahmefolge sprechen, und das sind insbesondere bei RGB Aufnahmen von Planeten die Verschiebungen der Oberflächenstrukturen aufgrund der Rotation, sowie die bei Temperaturdriften möglichen Verschiebungen der Fokusebene.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Oder verstehe ich hier etwas nicht?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Ich sehe keine Anlass zu einer solchen Vermutung.


    Gruß, Jan

  • Hallo Mario,


    na das wäre ja nicht schwer zu erklären, warum 20000 Aufnahmen bei höchstens 8ms für die Qualität der gestackten Aufnahme besser sind als "nur" 5000 bei vielleicht 16ms. Und der Luminanzfilter schneidet die IR und UV-Bereiche ab, die mit einem Refraktor (und dem C8?) schlecht korrigiert sind. Die ASI178mm hat nämlich keinen UV/IR-Sperrfilter. Der Luminanzfilter ist aber einer.
    Es gibt im Leben immer eine Erklärung - auch wenn man sie nicht gleich erkennt und einem dann nicht gefällt.


    Gruß


    Heiko

  • Hallo Heiko,


    klar, rein rechnerisch sehe ich das genau so. Aber viele sagen auch, dass eine höhere Framezahl nichts bringt - warum habe ich bis heute nicht ganz verstanden...
    Das der L-Filter ein IR/UV-Block ist - das weiß ich schon. Nur ist mir trotzdem nicht klar, warum dieser mal/immer? besser am Mond mit einem C8 funktioiert, als z.B. ein IR-Pass wie dem ProPlanet 642 nm.
    Ich muss das aber noch genauer testen, sofern ich es überhaupt testen will. In der Praxis lässt man halt mal das motorisierte Filterrad rotieren und "schaut durch" - ist ja auch ein Test... [:)]


    Mir gefallen alle richtigen Erklärungen [:)]


    Erstmal


    LG
    Mario

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: suntilliana</i>
    Nur ist mir trotzdem nicht klar, warum dieser mal/immer? besser am Mond mit einem C8 funktioiert, als z.B. ein IR-Pass wie dem ProPlanet 642 nm.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Hallo Mario,


    vermutlich, weil das 642 die schärfer zeichnenden Farben Grün und Blau nicht passieren lässt.


    Gruß, Jan

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: suntilliana</i>
    für die Schärfe wichtiger als der "Schlechtes-Seeing-Unterdrückungs-Effekt" des ProPlanet.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Hallo Mario,


    kann mir vorstellen, dass das ProPlanet seine Stärke ausspielt bei niedrigem Stand eines Planeten, um den Effekt der atmosphärischen Dispersion zu unterdrücken.


    Gruß, Jan

  • Hallo jan,


    kann ich bestätigen - an tief stehenden Planeten ist er für mich quasi unverzichtbar (habe keinen ADC).


    Jetzt sind wir aber von deinem eigentlichen Thema abgekommen.
    Dein Mosaik kommt fast an ein C8 bei f10 und 2,4 µm ran. Hast du es schon meit einer Barlow ausprobiert?


    LG
    Mario

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: suntilliana</i>
    Dein Mosaik kommt fast an ein C8 bei f10 und 2,4 µm ran. Hast du es schon meit einer Barlow ausprobiert?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Hallo Mario,


    über das Thema Auflösung mit 2,4 µm bei f/5 hatten wir schon in dem anderen Thread diskutiert, da waren das Seeing und/oder die Einstellung deutlich besser, so dass ich auf 0,26"/px vergrößern konnte, siehe dort. Ich hatte zuvor einige Vergleichsversuche mit 1,5x Barlöow bei f/7,5 unternommen, die überraschenderweise alle schlechter ausgefallen waren als im Direktfokus bei f/5. Möglicherweise hatte auch die Barlow nicht die für die guten Bedingungen ausreichende Qualität.


    In der hiesigen Diskussion geht es mir weniger um die erreichbare Grenzauflösung als um das weite Gesichtsfeld bei f/5, welches mir die Zusammenstellung des Mosaiks aus nur sechs Teilbildern ermöglichte.


    Gruß, Jan

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Jan_Fremerey</i>
    Welche Tools hast Du denn bei Deiner jetztigen Ausarbeitung hauptsächlich angewendet?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Anlässlich dieser Frage habe ich meinen eigenen Workflow nochmal angeschaut und geprüft, ob es richtig war, bei dem hier verwendeten kleineren Abbildungsmaßstab von 0,39"/px bei der Kontrastbearbeitung auch mit entsprechend kleineren Schärfungsradien in den Gauß-Tools zu arbeiten. Das war wohl keine gute Idee, wie sich jetzt bei der Nachbearbeitung mit denselben Schärfungsradien herausstellt, die ich zuvor beim Maßstab 0,26"/px angewendet hatte. Hier ist dasselbe Mosaik also nochmal mit den zuvor angewendeten Schärfungsradien und sichtbar besserer Durchzeichnung in den hellen Bildpartien.


    Möglicherweise kommt es eher auf eine gute Abstimmung der Schärfungsradien mit dem Wiedergaberaster des Bildschirms an als mit dem Maßstab des zu bearbeitenden Materials.


    Gruß, Jan

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