Phasenkontrast Test

  • Hallo liebe Optikfans!
    Ich bin gerade dabei mir einen 300mm Referenzsphäre zu polieren. Mittlerweile kann ich die Oberfläche mittels des genialen Bath Interferometer und der ebenso fantastischen FFT Analyse von Openfringe sehr exakt auswerten:

    Um dieses Ergebniss zu erreichen habe ich allerdings zwei Minnipolierer mit Durchmesser 30mm und 40mm eingesetzt. Zwar sehr dezent, aber mich würde nun mal sehr interessieren, wie sich diese auf die Mikrostruktur der Oberfläche ausgewirkt haben.
    Ich würde also gern mal den Lyot Test aufbauen und dazu hätte mal eine Frage:
    Kann man solch einen Filter käuflich erwerben oder ist doch selbst machen angesagt?
    Die Sache mit dem Ruß auf einer Glasscheibe ist mir nicht ganz geheuer... [;)]


    Für Tipps wäre ich sehr dankbar!


    Beste Grüße, Henri

  • Hallo Henri,


    ergänzend zu den Links die Michael freundlicherweise hervorgekramt hat hab ich auch noch etwas. Vielleicht kennst du diese Berichte zum Thema:

    http://www.astrotreff.de/topic…CHIVE=true&TOPIC_ID=30583
    http://www.astrotreff.de/topic…CHIVE=true&TOPIC_ID=32994


    Das mit der Rußschicht auf Glas bring dir wie jedes andere Phasenkontrastfilter recht eindrucksvolle Strukturen, die du je nach Einstellung beliebig variieren kannst. In aller Regel ergeben sich daraus bei unserer Poliertechnik aber nur sehr geringe RMS- Werte des Wellenfrontfehlers für die dargestellte „Rauheit“. Das hab ich zusammen mit Kai “fraxinus“ versucht deutlich zu machen, siehe

    http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=146383


    Wenn du dennoch mit Phasenkontrast spielen möchtest dann such ich dir gerne die mit Wolfram beschicheten Glasfilter heraus die seinerzeit Michael Koch hergestellt hat.


    Mittlerweile könnte ich derartige Filter auch selber herstellen, aber nur gegen Gage, fünfstellig im Betrag versteht sich [}:)].


    Gruß Kurt

  • Hallo Henri,


    ohne Deinen Optimismus zu dämpfen:
    Ist Dir klar, dass man die Einzel-Interferogramme einer Sphäre in OpenFringe nicht einfach so mitteln kann?


    Man muss die Igramme immer "richtig herum" mitteln.
    Mit anderen Worten, man kann die Frage nach "invert wavefront?" nur schwierig beantworten und muss sich entweder den Fokus (intra/extra) aufschreiben oder ein hervorstechendes Merkmal der Sphäre finden (zB Randabfall)


    Viele Grüße
    Kai

  • Vielen Dank für die schnellen Antworten, ich sehe schon - da habe ich eine Menge zu studieren, die Treads sind ja teilweise 30 Steiten lang.


    Hallo Michael, habe vorhinn das PDI-Platte V2 auf Deiner Seite entdeckt. Das PDI benötige ich zwar nicht, aber da steht auch "Ein Fenster für den Phasenkontrast-Test". Mit dieser Platte im Foucault Tester sollte der Phasenkontrast Test doch schon funktionieren, oder?


    Hallo Kurt, ja ich will mit dem Test auch etwas rumspielen... ;) Vielen Dank für das Angebot, ich guck vielleicht doch mal was mit Ruß geht. Allerdings wäre eine etwas stabiler beschichtete Platte schon besser. Ich muß einfach noch ein bisschen darüber lesen.


    Hallo Kai, diese Hürde habe ich schon genommen - hat mich zwei Tage grübeln gekostet. Im Moment kann ich "invert or not invert wavefront" noch gut an der Topografie der Oberfläche erkennen. Im Moment sogar noch an "Best Conic", sobald da ein Minus vor der Zahl steht muss ich invertieren. Ich schau mir aber dennoch zur Kontrolle das 3D Zernike Bild mit an.



    Beste Grüße, Henri

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Henri</i>
    Hallo Michael, habe vorhinn das PDI-Platte V2 auf Deiner Seite entdeckt. Das PDI benötige ich zwar nicht, aber da steht auch "Ein Fenster für den Phasenkontrast-Test". Mit dieser Platte im Foucault Tester sollte der Phasenkontrast Test doch schon funktionieren, oder?
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Damals als wir diese Platte entworfen haben, war mir noch nicht genau klar wie der Phasenkontrast-Test funktioniert, und da habe ich einfach mal so ein Fenster mit hineindesignt weil der Platz vorhanden war. Aus jetziger Siche meine ich aber, dass das Fenster zu klein ist.

    Gruß
    Michael

  • Hallo Henri,<blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Hallo Kurt, ja ich will mit dem Test auch etwas rumspielen... ;) Vielen Dank für das Angebot, ich guck vielleicht doch mal was mit Ruß geht. Allerdings wäre eine etwas stabiler beschichtete Platte schon besser. Ich muß einfach noch ein bisschen darüber lesen.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    lesen ist immer gut[:D]. Schick mir bitte eine PM mit deiner Adresse. Dann bekommst du umgehend Michaels W- beschichtete Lyotfilter. Wie er schon geschrieben hat sind die im PDI eingelassenen Fenster weniger gut PDI- tauglich. Rußfilter geben dagegen schon einen erstaunlichen deutlichen Lyot-Effekt, nur eben nicht wischfest und weniger gut reproduzierbar.


    Gruß Kurt

  • Hallo, 2 Wochen später melde ich mich mal wieder zurück. [:)]
    Nach einigen Polituren und verschiedenen anderen Tests habe ich heute den Phasenkontrasttest aufgebaut und dabei festgestellt, dass ich wohl was falsch mache...
    Ich sehe im Tester Bilder, die wohl eher dem Foucaulttest zuzuordenen sind:

    Ich weiss, sieht brutal aus, aber jeder Kratzer hat seine Geschichte, Strehl Wavefront 0,998 [8D]


    Ich habe mir heute ein paar Mikroskop Objektträger bestellt, derweil aber noch einen alten zerbrochenen gefunden und berußt. So sieht der Tester aus, wenn man vom Prüfling aus darauf guckt:


    Das obere Bild habe ich gerade damit gemacht, nicht wundern, ich habe noch ein kleines Fernrohr aus einem alten 135mm Teleobjektiv (sieht man im Bild) und einem 32mm Superplössel zwischen der berußten Scheibe und dem Fotoaparat.


    Mache ich hier einen prinzipiellen Fehler beim Phasenkontrasttest oder könnte es noch an der Durchlässigheit (ND) der Rußschicht liegen?


    Beste Grüße, Henri

  • Hallo Henri


    Deine Aufnahme zeigt sehr schön die Auswirkung der Tools bei der Politur . Dies sind "Fehler" mit einer niedrigen Frequenz oder einer großen räumlichen Ausdehnung . Spezialfälle ausgenommen und ohne quantitative Auswertung ist dies der größte Nutzen den man vom Lyot-test hat .
    Im "Monsterthread" findest Du drei Größen die das Phasenkontrastbild bestimmen .
    1. Der Kantenabstand
    2. Die größe der Abschwächung
    3. Die Phasenverschiebung


    Der Kantenabstand bestimmt die minimale Ortsfrequenz , also die maximale Ausdehnung . Ein großer Kantenabstand führt dazu das nur Fehler mit kleiner Ausdehnung dargestellt werden . Wenn Du die Kante weiter vorschiebst werden die großen Struckturen zuerst verschwinden .


    Die Größe der Abschwächung bestimmt welche Fehlertiefe (Berg/Tal) optimal dargestellt wird .
    Das ungebeugte Licht sollte so abgeschwächt werden das es eine ähnliche Intensität hat wie das gebeugte Licht . Sonst leidet die Empfindlichkeit oder es tritt eine Hell/Dunkel Umkehr ein .
    Die kleineren Fehlertiefen benötigen (und vertragen) eine höhere Abschwächung .


    Der Phasenunterschied soll idealerweise 90° (Lambda/4) betragen .
    Solange man keine quantitative Messung macht , ist der Wert nicht so wichtig .


    Lyot/Foucault Ähnlichkeiten


    Man kann den Foucaulttest auch als eine Sonderform des Lyottest ansehen . Der Kantenabstand ist dabei sehr klein . Die ist Abschwächung unendlich und die Phasenverschiebung spielt deshalb keine Rolle .
    Anders herum kann man auch sagen , das ein Lyotbild Foucault Anteile enthält wenn Kantenabstand und Abschwächung dazu geeignet sind . Dies ist bei deinen Bild der Fall .
    Durch die Wahl der drei Größen selektierst Du was verstärkt dargestellt oder unterdrückt wird . Deinen Rußfilter finde ich so schon mal sehr gut gelungen . Auch wenn Kurt schon mal über die Herstellung geschrieben hat , beschreibe doch mal genau wie Du deinen Rußfilter hergestellt hast . Weitere Lyotbilder sind natürlich auch gerngesehen .


    Viele Grüße Rainer

  • Hallo Reiner und alle die mitlesen und schreiben.


    Heute ist es mir dann doch noch gelungen, den Lyot Testaufbau richtig umzusetzen. Hier ist das erste Bild:

    Da vor der Kamera noch ein kleines Fernrohr aus 135mm Tele und 32mm Superplössel Okular sitzt und Artefakte von Staubpartikeln in das Bild bringt, wurde das Bild mit Fitswork aus 5 Einzelbildern gestackt. Bei jedem Bild wurde das Fernrohr und damit die Artefakte gedreht.
    Vor den Aufnahmen hatte ich den Spiegel gereinigt und mit dest. Wasser abgespühlt und trocknen lassen. Dennoch sind viele kleine Pünktchen(mit bloßem Auge nicht zu erkennen) geblieben.


    Als erstes habe ich mich mal um den Lichtspalt gekümmert:
    Mein 11 Jahre alter Foucaulttester hat eine Reihe von 8mm Löchern in die man bequem Lichtquellen einsetzen kann. Also habe ich den Lichtspalt(wie auch meine Punktlichtquellen) in ein Stück 8mm Aluröhrchen eingebaut:


    Den Spalt habe ich aus 0,1mm Aluminiumfolie und Tesaband zum fixieren gebastelt. Dieser wurde dann ausgeschnitten, auf eine 5mm superhelle LED gesetzt, in das Röhrchen geschoben und mit Heißkleber fest eingebunden. Die LED hatte ich vorher noch plangeschliffen und bis 1000der Sandpapier feingeschliffen:


    Hier ist der Spalt mit meinem USB Mikroskop aufgenommen. Ich schätze die Maße passen schon, da die breite Seite des Bildes 1mm misst. Leider funktioniert seit einem Windows10 Update die Software nicht mehr, mit der man früher so eine Aufnahme photometrisch vermessen konnte. Aber da wird sich schon noch was finden... [}:)]


    Hier sieht man den Spalt eingebaut im Foucault Tester:


    Und da ich gerade so schön am fotografieren war, hier noch zwei Bilder vom Aufbau:



    Die Abschirmung vor Luftbewegungen hat sich bei mir als essentiell erwiesen. Um verwertbare Interferogramme und Foucaultaufnamen zu machen habe ich aus Styropur-Trittschalldämmung ein paar Rohre gemacht, die ich nach den Messorgien einfach inneinander schieben und so verstauen kann.



    Rainer --&gt; Danke für Deine Zusammenfasseung, ich hatte bisher nur so eine vage Vorstellung wie dieser Phasenkontrast Test überhaupt aufgebaut wird. Deinen Vergleich mit dem Foucault finde ich sehr passend. Ich hatte das so auch vermutet. Und der Begriff "Monsterthread" war bei den 38 Seiten ebenfalls treffend: anstrengend, informativ aber der rote Faden war manchmal schwer zu finden... [B)]


    Das Rußfilter hatte ich nach einer Beschreibung von Kurt hier im Forum gemacht. Auf einem 35 Jahre alten zerbrochenen Mikroskopobjektträger.
    Aber heute Abend wurden neue geliefert: ich werde berichten. [8D]

  • Hallo, gestern Abend habe ich ein paar Bilder zur Herstellung des Rußfilters gemacht. Ich nehme dazu eine klassische Rasierklinge, die etwas gekippt auf die Glasscheibe gehalten wird. Dann das Ganze mehrfach durch die Flamme ziehen.
    Mit etwas Übung bekommt man eine absolut saubere und gerade Kante hin.





    Ich hatte es dann auch noch mit verschiedenen Edding Stiften probiert, das funktionierte aber leider nicht besonders gut.


    Als nächstes habe ich dann den Spiege in 0° und um 90° gekippt fotografiert.




    90° (Bild wurde zurückgedreht)



    Diese beiden Bilder wurden dann in Gimp übereinandergelegt:
    360°


    Somit habe nun ein grobes Bild der Oberfläche meiner Referenzsphäre.


    Jetzt werde ich versuchen, die Oberfläche mit einem 100% Polierer zu glätten, bin ja mal gespannt was dabei rauskommt.
    Und vor Allem, ob ich die groben Schnitzer wegbekomme, ohne mir wieder größere Ringzonen einzuhandeln.


    Beste Grüße, Henri

  • Hallo Henri


    Vielen Dank für deine Bilder zur Herstellung eines Rußkantenfilters .


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Jetzt werde ich versuchen, die Oberfläche mit einem 100% Polierer zu glätten, bin ja mal gespannt was dabei rauskommt.
    Und vor Allem, ob ich die groben Schnitzer wegbekomme, ohne mir wieder größere Ringzonen einzuhandeln.


    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Prima , genau auf so einen Versuch habe ich gehofft , und bei Strehl 0,991 lohnt es auch noch .


    Viel Erfolg wünscht Rainer

  • Hallo Henri,


    in einem französischen Forum hätten wir jetzt mehrere Seiten tiefschürfender Interpretationen.[:D]


    Das einzige was ich jetzt aus den Bildern vermuten würde:
    Hast Du die Minitools tangential geführt?
    Nach kleinen, kreisenden Bewegungen sieht es irgendwie nicht aus.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Diese beiden Bilder wurden dann in Gimp übereinandergelegt:<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Wieso?


    Doch nicht um Asti zu separieren?
    Lyot kennt keinen Asti!


    Davon abgesehen, dass ich den Phasenkontrasttest sehr dekorativ finde, hört bei der Interpretation der Spaß auf.
    Der Test ist ein spezieller, sehr selektiver Filter. Es fehlt das Bindeglied zur optischen Wirkung. Eben weil die Höhenunterschiede nicht ermittelbar sind.


    Viele Grüße
    Kai

  • Hallo Kai


    Inhaltlich stimme ich Dir voll zu .


    Die "Vermutung" zuviel tangentiale Bewegung (bzw. zuwenig radiale) beim Polieren halte ich allerdings für einem bedeutenden Hinweis an Henri . Von daher bin ich schon gespannt wie eine geänderte Poliertechnik sich auf das Lyot-bild auswirkt . Wenn ich Henry richtig verstanden habe , hat Er bisher einen Drehteller verwendet . Da wird Er sicher noch etwas am Verhältnis Drehzahl / radialen Hub ändern können .
    Allein der Zusammenhang zwischen Poliertechnik und Lyot-bild ist doch schon sehr interresant , zumal wir davon im Forum noch nicht sehr "viel" gehabt haben .


    Viele Grüße Rainer

  • Hallo Kai, hallo Rainer.
    Immer im Fokus ist bei mir vor allem, dass der Spiegel eine Referezsphäre für mich wird. Einige der tiefenren Rillen und Krater habe ich schon im Foucault gesehen, das möchte ich da raus haben. Meine Poliertechnik ist mit Sicherheit nicht wirklich ausgereift, dafür mache ich das einfach zu selten. Die Sphäre eignet sich für mich aber besonders zum üben und zum kennenlernen der verschiedenen Prüftechniken.
    Die tangentialen Schleifspuren sind nicht zu übersehen.[:D] Damit konnte ich aber eine fiese unregelmäßige Zone kurz vor dem Rand einebnen, die mit dem Volltool einfach nicht weg gehen wollten. Gestern habe ich mit meinem 95% Tool den Strehl in 6min wieder auf 0,97 runtergebracht, aber die tiefen Krater haben sich abgeflacht. Mal sehen, was bei der heutigen 5min Poliersession rauskommt, ich habe versucht den Zonen entgegenzuwirken.
    Immerhinn zeigt mir der Lyot Test bei der ganzen wurstelei sehr gut wie aggressiev sich mein Vorgehen auf die Fläche im Deteil auswirkt.
    Wie schon richtig erkann, arbeite ich mit einem Drehteller und zwei Exzentern für größere Tools, leider musste ich feststellen, dass der Drehteller mit minimum 5 U/min wohl doch etwas zu schnell läuft.
    Aber ich schweife ab...


    Mit dem übereinanderlegen der um 0° und 90° Bilder wollte ich einfach nur auf einfache Weise ein 360° Phasenkontrast Bild erreichen, hat sich aber als nicht besonders hilfeich erwiesen. Die zwei einzelnen Bilder zeigen mehr.


    Zwischen den nächsten zwei Bildern liegt die oben genannte 6min Poliersession:


    Die geraden lang durchgezogenen Linien sind vermutlich beim neu Anpassen des Volltools entstanden.
    Aber man erkennt schön, wie sich die Oberfläche glättet und den Stehl biege ich schon wieder hin.
    Aus heutiger Sicht wäre ich bei der Gesamtheit der Polierarbeiten vermutlich anders vorgegangen, wenn ich den Lyottest eher gehabt hätte. Mal sehen, wie sich die Sache weiterentwickelt...


    Beste Grüße, Henri

  • Hallo Henri,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Wie schon richtig erkannt, arbeite ich mit einem Drehteller und zwei Exzentern für größere Tools...<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Aber die Spuren stammen von den Minitools, oder?


    Bei einer Sphäre funktioniert das nachträgliche "Glätten" mit Volltools im Prinzip schon.
    Allerdings liegen die Hürden da sehr hoch, insbesondere muss die Temperatur eingepegelt sein und wenigstens eine halbe Stunde am Stück poliert werden. Pech-Pflege ala Texereau ist absolut notwendig!
    Wenn dabei trotzdem der Rand "verloren" geht, ist's eben Pech. Man kann nicht alles haben.


    Anderseits kann man mit Minitools fast "spurlos" polieren. Dazu darf man aber niemals(!) tangential schieben.
    Immer in kleinen Kreisen, siehe die Beiträge von Alois.

    Meine größte Referenz ist im Moment nur 200mm.
    Die habe ich recht schnell mit einem Oversized-Tool und ausschließlich MOT hinbekommen.
    Allerdings sind nur die inneren 180mm nutzbar.
    Die Sache mit dem Volltool (oder sogar Oversized) funktioniert bei größeren Sphären vermutlich nur bei entsprechender Dicke.
    Ansonsten sind immer größere Minitools angesagt.


    Viele Grüße
    Kai

  • Hallo Leute!


    Kalle --&gt;
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Ohne diese "Lyots" hättest du jetzt einen fertig polierten Spiegel. Und weniger Sorgen<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Ich kann nachvollziehen, dass viele so denken... [8D]
    Aber keine Panik, habe keine Sorgen und bin tiefenentspannt.


    Kai --&gt;
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Aber die Spuren stammen von den Minitools, oder?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Ja natürlich und die tangentiale Strichführung ist nicht zu übersehen.
    Oversized-Tool wäre prima, ist aus Mangel einer entsprechenden Abdrückscheibe aber nicht drinn.
    Den Tipp mit den kreisenden Bewegungen werde ich mir merken, danke!
    Der Rohling hat übrigens 38mm Randdicke und ist damit auch etwas handlicher und robuster als die dünnen.


    Nun habe ich gestern mal zwei komplette Durchläufe(polieren, messen, auswerten) gemacht. Das geht natürlich nicht jeden Tag...
    Dabei wurde insgesamt 10min poliert, 4 Stunden gemessen und ausgewertet. FFT(je 6Bilder per 45° drehung des Prüflings), Foucault(rein visuell) und Lyot Phasenkontrast.
    Der Spiegel ist nun wieder bei Wavefront 1/60 angekommen und ich habe mal verglichen, wie das vor zwei Wochen aussah, als ich in etwa die selben Messwerte hatte:


    Links FFT vom 1.11. - rechts FFT vom 13.10.
    Dabei sieht man schön, wie mit den Minitools die astigmatischen Anteile der Oberfläche ausgebügelt wurden.
    Ich hatte das ja hier mit angerissen:
    http://www.astrotreff.de/topic…PIC_ID=202215&whichpage=1


    Nun noch der Phasenkontrast vom 1.11.:


    Der Verglich mit dem letzen Lyotbild zeigt logischerweise wieder eine beruigung der Oberfläche.


    Ich werde nun mal MOT Volltool weitermachen, COC liegt derzeit glücklicherweise auch bei +0.025, das passt. [:)]


    Beste Grüße, Henri

  • Hallo Henry


    Ich hoffe Du machst noch ein wenig weiter und machst aus deinem Referenzspiegel einen Super ..... Referenzspiegel .


    Wie stellst Du den Kantenabstand ein ?


    Ich vermute Du stellst die Kante zunächst so ein wie auf deinem allerersten Lyotbild , wo man den Foucaultanteil noch deutlich sehen kann , und schiebst die Kante
    dann soweit rein das der Foucaultanteil gerade verschwindet .


    Viel Erfolg wünscht Rainer

  • Hallo Rainer,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Wie stellst Du den Kantenabstand ein ?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Ja, im prinzip genau so wie du beschrieben hast.
    Ich fahre erst den Lichtkegel an der hellen Seite an, dann stelle ich die Höhe ein. Dann fahre ich die Projektion des Lichtspaltes in den Rußfilter.
    Ich hatte an meiner Canon immer manuell bestimmte Belichtungsparameter (immer die selben) eingestellt. Wenn dann das Phasenkontrasbild eine bestimmte Helligkeit erreichte, waren die Contouren immer gut zu sehen. (ich nutze Bildvorschau und Fernauslösung über den Computer)
    Leider klappte das gestern nicht und es war mir leider zu spät für eine Fehlersuche. Ich musste plötzlich die Belichtungszeit drastisch verlängern und dennoch bekam ich die Foucault Anteile nicht genügend weg. Das Bild begann dann bei ISO6400 und 2s Belichting auch schon stark an zu rauschen.
    Ob das jetzt daran liegt, dass die Rauigkeit sehr abgenommen hat kann man nur hoffen, glauben tue ich das noch nicht. [;)]


    Dennoch hier das Lyot (unter Vorbehalt) von gestern Abend(5 Bilder gestackt):
    Habe 6 min mit Volltool MOT poliert. 5 min wären besser gewesen...


    Und die FFT Analyse mit 1200x1200 Pixel Bildern ohne resize auf 640x640, LowPassFilter 0,06:

    Wie man am Loch in der Mitte sieht, es war wohl eine Minute zu viel. Huch...


    Heute werde ich mal mit Minitools in kreisenden Bewegungen und ohne Druck über die Berge fahren.


    Beste Grüße, Henri

  • Hallo Henri,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">...Ob das jetzt daran liegt, dass die Rauigkeit sehr abgenommen hat kann man nur hoffen, glauben tue ich das noch nicht. [;)]<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    wenn du tatsächlich deinen Handlungserfolg mittels Lyot kontrollieren willst dann gehören die Rußfilter in die Tonne. Die taugen zwar sehr gut zur Demonstration des Phasenkontrasteffektests, aber weniger gut wenn du gut wenn du reproduzierbare Lyotbilder im zeitlichen Abstand gewinnen willst. Daher mein Rat: Warte noch bis du die sehr wahrscheinlich besser geeigneten Metallfilter in den Händen hast. Sie befinden sich auf dem Postweg zu dir.


    Gruß Kurt

  • Hallo Kurt, die Filter sind angekommen. Vielen Dank!
    Gestern habe ich den auf dem Mikroskopträger aufgedampften Metallfilter probiert. Damit konnte ich aber leider nur sehr wenige Strukturen sichtbar machen. Sowohl visuell als auch fotografisch. Der Filter scheint bei mir zu viel Licht durchzulassen, denn sobalt man die ersten feineren Strukturen erkennt und dann den Lichtspalt weiter in die Metallschicht schiebt verblasst alles. Es geht im Streulicht unter. Mit dem Rußfilter ging es dann wieder, nur eben viel dunkler.
    Die anderen beiden Teile sind äußerst interessant! Mal sehen, ob ich mir über das WE eine geschickte Halterung bauen kann. So dass man ohne große frickelei damit experimentieren
    kann.
    Beste Grüße, Henri

  • Hallo, ein paar neue Bilder:



    Habe meinen Teststand mal neu gemacht. Hier kann ich nun auf die Schnelle alles reintun was ich möchte.
    Ob Rußfilter auf Mikroskopobjektträgern oder wie hier das HiTec Phasenkontrastfilter von Kurt.
    Das gelbe Ding ist nur die Halterung für das kleine Glasscheibchen.
    Das Cuttermesser natürlich obligatorisch für den Foucaulttest (dazu wird in das untere Loch eine abgeflachte LED gesteckt).



    Etwas näher erkennt man nun links den eingesteckten Lichtspalt und den Filter in der Mitte



    Dies ist eine Mikroskopaufnahme des Lyotfilters. Leider kann ich im Moment nur die zwei dicksten Streifen und das Rechteck als
    Kantenfilter nutzen: Der Lichtspalt ist mit 0,2mm für die anderen zu breit. Das ist aber so erst mal OK.



    Hier ist das beste Lyotbild mit dem neuen Filter und dem derzeitigen Stand des Spiegels im Phasenkontrast.



    Hier noch das letzte Ergebniss der FFT Auswertungen der letzten Minitool Retusche.


    Abschließend zeigt sich für mich zum Phasenkontrasttest folgendes:
    Ich hätte den Test von Anfang an mit nutzen sollen - dann wären eine Menge Fehler in der Strichführung der Minitools vermieden und
    die Oberfläche des Spiegels nicht von so vielen speziellen Strukturen übersäht wurden. Das ist eine gute Erfahrung.
    Der Test wird sicher immer Bestand einer Prüfung sein zumal er in 10 min abgehandelt ist.


    Nun ergibt sich allerdings ein ganz anders Thema für mich:
    Man kann so einen Spiegel nicht vertikal lagern, ohne ordentlich Astigmatismus, Tetrafoil, Trefoil u.s.w. in die Oberfläche zu bringen.
    Deswegen bin ich nun seit ein paar Tagen damit beschgäftigt, die beste Lagerung für das Teil herauszufinden.
    Schlinge oder die Wippen wie im derzeitigen Aufbau kommen nicht in Frage - zu viele Deformierungen.
    Jedoch habe ein paar Ideen und mein 3d Drucker wurstelt so vor sich hin - aber das ist sicher ein Thema für einen neuen Thread...


    Beste Grüße, Henri

  • Hallo Henri


    Deinen Thread habe ich sehr genossen .
    Sehr kompact , informativ und es ist "uns" gelungen dieses Thema
    sachlich und ohne Polemik zu behandeln .


    Viele Grüße Rainer

  • Hallo Henri,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">...Ob Rußfilter auf Mikroskopobjektträgern oder wie hier das HiTec Phasenkontrastfilter von Kurt...
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    freut mich dass es bei dir so gut funktioniert. Aber die Ehre gebührt Alois Ortner. Die Filterchen stammen nämlich aus seinen Fundus.[:)]
    Nach eigener Erfahrung hat es schon etwas wenn diese Filterchen nicht so berührungsempfindlich sind wie die Rußfilter.


    Ich bin gerade bei Versuchen mit eigenen metallbedampften Phasenkontrastfiltern verschiedener Form meiner HV- Anlage. Bilder kommen bald...


    Gruß Kurt

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