Problem: Wasser im Säulenfundament-Loch

  • Hallo,


    ich bin gerade dabei, eine kleine Schutzhütte für meine EQ6 und meinen 8" zu bauen. Die Hütte steht soweit und ist auf U-Profilen mit Rollen angebracht, zu sehen hier:


    http://laiqua.com/div/roll-huette2.jpg


    Nun bin ich bei dem Säulenfundament angekommen und kämpfe dort mit einem für mich, da ich bautechnisch völlig unerfahren bin, schwierigem Problem. Gleich mal zu Beginn nochmals dank an meinen Freund und Helfer Ullrich, der mir sehr geholfen hat bei der ganzen Sache :) Ohne ihn wär ich so weit gar nicht gekommen...


    Als wir tiefer gegraben haben, ist plötzlich von der Seite her Wasser eingebrochen. Wir glauben, dass das Wasser von einer ehemaligen Jauchengrube kommt, die hier irgendwo in der Nähe mal gewesen ist und quasi zugeschüttet wurde. (Soweit zumindest die Informationen die wir bekommen haben)
    Das Loch misst momentan ca 45x45cm in der Breite und ca 90cm in der Tiefe. Ich habe mir daraufhin eine Pumpe besorgt und habe versucht, das Wasser abzupumpen, was mir beim ersten Versuch auch gut gelungen ist, denn das Loch war dann zumindest temporär trocken. Ich habe ca 2. Stunden pumpen müssen, bis kein Wasser mehr nachkam und nur noch leichter Matsch vorhanden war. Hier ein kurzes Video von meinem ersten Abpumpversuch:


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    und noch ein Bild dazu (in möglichst hoher Auflösung)


    http://laiqua.com/div/loch-fullres.jpg


    Als ich am nächsten Tag wieder zu meiner Baustelle kam, war jedoch leider wieder das Ganze Wasser nachgeflossen und der Wasserstand war wieder gleich wie vor dem Abpumpen. Ich wollte dann gleich nochmals versuchen, das Wasser abzupumpen, scheiterte aber leider daran, dass mir der Schnorchel ständig durch Schlamm und Matsch verstopfte. Leider besitze ich nur eine relativ normale "Wasserpumpe", die ich ausgeliehen habe - die wird mit Schlamm, usw. nicht wirklich fertig. Die Wasseroberfläche befindet sich im Moment in ca. 75cm Tiefe.


    Am liebsten würd ich nun einfach nur noch hinschreiben: Hilfe, was soll ich nur machen? Ich bin echt permanent am überlegen wie ich das am Besten hinbekomme, habe auch schon mehrere Meinungen eingeholt, aber irgendwie war kein Lösungsvorschlag wirklich so zufriedenstellend für mich, dass ich mir sicher war, das dass passt. Ich möchte nochmals betonen, dass ich von dieser Materie wirklich so gut wie keine Ahnung habe - deswegen auch meine große Unsicherheit. Ich möchte einfach, dass das Hand und Fuß hat, wie man so schön sagt, ich will keine "vielleicht klappt das so oder so am Besten" Lösung, sondern etwas, das wirklich passt und worauf ich mich verlassen kann...


    Ich möchte ein stabiles Säulenfundament für ein 200mm KG-Rohr haben, worauf ein Betonsäulenadapter für meine EQ6 steht. Da mein Onkel einen Baumarkt besitzt, komme ich hier kostenlos an B300 Fertigbeton von Quarzolith und alle weiteren Gerätschaften die nötig sind.


    Hier der Link zum techn. Datenblatt, falls für jemanden interessant/relevant: http://www.quarzolith.at/filea…_TM_B300_Trockenbeton.pdf


    Einige der vielen vielen Fragen, die sich in meinem Kopf befinden: Was mache ich, wenn das Wasser immer wieder nachfließt? Soll ich aufschütten mit Kies/Sand/Schotter oder sonst irgendwas, falls ich es schaffe, das Wasser temporär wegzubringen? Die Wasseroberfläche befindet sich nun in 75cm Tiefe - soll ich vielleicht einfach wieder Erde/irgendwas reingeben und mich mit weniger Tiefe zufriedengeben aber das Loch dafür verbreitern?


    Ich bin da wirklich völlig verunsichert und schlicht überfragt.


    Ich hoffe inständig, jemand kann mir bei diesem Problem helfen, da ich eigentlich unbedingt nächste Woche am Wochenende (so fern das Wetter es zulässt) betonieren wollte...


    Ich danke schonmal artig im voraus :) und hoffe auf viele Antworten, Tipps und Ratschläge.


    Pascal

  • Hallo Pascal,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Pascal1984</i>
    Ich wollte dann gleich nochmals versuchen, das Wasser abzupumpen, scheiterte aber leider daran, dass mir der Schnorchel ständig durch Schlamm und Matsch verstopfte.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Du könntest einen Plastikbecher an einer Dachlatte befestigen und damit den Matsch von Hand rausschöpfen. Jedenfalls muss so viel wie möglich von dem Matsch raus aus dem Loch. Dann sofort den Beton rein, bevor wieder Wasser nachfliessen kann.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Pascal1984</i>
    Was mache ich, wenn das Wasser immer wieder nachfließt?
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Wenn Beton drin ist, dann wird nichts mehr nachfliessen.


    Gruß
    Michael

  • Hallo Pascal,


    ich wuerde es damit versuchen, ein paar Steine reinzuwerfen und dann trockenes Betonpulver mit dem Wasser zu vermengen. Es gibt auch speziellen Beton, der im Wasser aushaertet (z.B. fuer Brueckenbau), der sollte keine Probleme bereiten. Offenbar bleibt das Wasser ja da unten, Du bist also unter dem lokalen Grundwasserspiegel.


    Generell wird gesagt, dass ein Fundament bei 0.8m Tiefe frostsicher ist. Von daher bist Du mit 0.9m schon ueber dem Plansoll.


    Bei meinen Fundamenten bin ich nie so tief gekommen - typischerweise stiess ich nach 0.5m auf Klippfelsen, und mangels Bagger oder Dynamitstangen habe ich es dabei belassen. Liegt vielleicht an den Orten, wo ich betoniert habe (Norddeutschland, Nordostengland), bei anderer Geologie mag das Problem nicht auftreten.


    Okay, abgeschwiffen. [:I]


    Also mein Plan waere:


    - Ein paar dicke Steine ins Wasser werfen, und dann bis zur Oberkante des Wasserspiegels mit trockenen Beton auffuellen. Falls erhaeltlich, Beton verwenden, der im Wasser aushaerten kann. Naturgemaess wird der Wasserspiegel etwas steigen, da sich ja durch die Festkoerperzugabe das Volumen erhoeht.


    - Ist der Beton dann nach ein paar Tagen abgehaertet, bis zur Planhoehe aufbetonieren. Du koenntest auch im ersten Fundament ein paar Stangen mit einbetonieren, die die Verbindung zwischen den beiden Betonlagen verbessern.


    Caveat: Ich bin selbst kein Baufachmann, und ich schreibe nur, wie ich es machen wuerde. Es wird auf diesem Forum sicher kompetentere Mitleser geben. Wenn Du auf Nummer Sicher gehen willst, kannst Du es auch im "Bauforum24" versuchen.


    http://forum.bauforum24.biz/index.php


    Die Leute dort sind vom Fach und hilfsbereit. Im Forum gibt es die Rubrik "Hausbau", in dem oefters solche Fragen gestellt werden.

  • Hallo Pascal,


    nicht beachten- einfach mit Beton auffüllen. Wenn du den einbringst verdrängt er erst mal das Wasser, nimmt dabei auch etwas auf. Aber das macht nichts, der härtet trotzdem aus, dauert nur etwas länger.


    Einzig den Matsch würde ich versuchen soweit wie möglich herauszuschaufeln- Blechdose an Dachlatte befestigen und damit schöpfen/schaufeln. Ein paar Steine unten drin (flache Lage Schotter oder Kies) sind auch nicht verkehrt, aber nicht zu dick da sonst der Beton nicht zwischen die Steine kommt und dann immer Wasser unter dem Fundament steht.


    Gruß
    Stefan

  • Super! Genau das wollt ich hören :)
    Vielen Dank für all eure Antworten, jetzt hab ich meine Zuversicht wieder gefunden :)


    Mir persönlich gefällt die Idee: "Betonpulver" ins Loch schütten und erstmal quasi bis zur Wasseroberfläche zu betonieren am Besten. Das hat für mich auch den Vorteil, dass ich dann endlich mal genau weiß, wie lange ich das KG Rohr abschneiden muss, damit es im Endeffekt die richtige Höhe hat. Also nur um nochmal sicher zu gehen (wie gesagt: Ich bin da Mister Null-Ahnung) Wenn ich das Fundament auf 2 mal betoniere, also erst die unteren 15-20cm und dann das KG-Rohr draufstelle, auf die schon betonierte Fläche um nach dem Aushärten weiter zu betonieren, ist das kein Problem, ja?


    Ich stelle mir das jetzt so vor:


    1.) Versuche erstmal noch ein wenig den Schlamm zu entfernen und das Fundament-Loch unten ein wenig zu verbreitern (hörte, dass soll gut so sein wenns unten ein bisschen breiter ist)


    2.) Ich besorge mir passenden Beton, falls der B300, dessen techn. Datenblatt ich verlinkte habe, für diese Aktion "einfach ins Wasser schütten" nicht geeignet ist. Ich werfe ein paar Steine rein (oder doch gleich irgendein Baustahlgitter? Wäre ja alles verfügbar) betoniere bis zur Wasser Oberfläche quasi, und lasse das erstmal aushärten.


    3.) Im nächsten Schritt stelle ich dann das KG Rohr mit den Armiereisen/Eisenstangern/Gittern whatever - das hab ich mir schon ein bisi angeschaut, aber wie ichs genau mach, weiß ich noch nicht 100%ig - auf die schon betonierte Fläche und betoniere dann alles inklusive dem Betonsäulenadapter ein (Wasserwaagen-Ausrichtung, Azimutzapfen Nordausrichtung mittels Kompass berücksichtigt) und verdichte den Beton mit einem Flaschenrüttler.


    Ich habe eh schon ein paar Bauberichte gelesen, wo die letzten Schritte, die ich grad aufzählte, super beschrieben werden. Damit komme ich klar, denke ich. :)


    Kann man meine Aufzählung ungefähr so stehen lassen? Habt ihr noch Tipps oder Verbesserungsvorschläge?


    Mit bestem Dank
    Pascal


    (Der sich schon sehr freut bald nicht mehr alles rumschleppen zu müssen um Astrofotos zu machen)

  • Hi, <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">..und dann das KG-Rohr draufstelle, auf die schon betonierte Fläche um nach dem Aushärten weiter zu betonieren, ist das kein Problem, ja?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Doch, das ist ein Problem. Dann bekommst du keine Verbindung vom unteren zu dem oberen Teil des Fundamentes.


    Also entweder auf einmal oder genügend Armierung in die untere Lage stecken die dann nach oben rausguckt und von der zweiten Lage Beton umfasst wird. Aber ich würde das Ganze auf einmal machen, also keine zwei Lagen. Vergiss das Wasser, weshalb mit Betonpulver rummachen um das zu binden? Einfach reinschütten hilft auch nix, du müsstest ja zur vorhandenen Menge Wasser die richtige Menge Beton aus dem Sack zufügen und dann das auch mischen. Sonst bleibt dein Pulver oben trocken und unten ist es zu nass.


    Also Beton anmischen und reinschütten. Etwas Armierung kannst du trotzdem einstecken, ist nie verkehrt. Bring eine erste Schüttung ein, setz dann dein KG-Rohr drauf und füll dieses weiter auf. Innen im Rohr die Armierungsstäbe einstecken.


    Auch unten kannst du um das Rohr noch etwas Beton anfüllen. Dann senkrecht ausrichten und mit Latten oder Kanthölzern fixieren damit es in der Lage bleibt.


    Und pass auf das dabei das Rohr nicht vom Beton hochgedrückt wird. Den Beton rütteln oder stampfen mit einem Dachlatte nicht vergessen.


    Gruß
    Stefan

  • Hallo Pascal und Stefan,


    die drei Bilder hatte ich eigentlich nicht zu Werbezwecke für Fertigbeton hochgeladen, sondern die Fotos zeigen eigentlich die Vorgehensweise.


    Da mit Betonpulver aufzufüllen ist natürlich quatsch, Beton fertig anmischen, auffüllen, Wasser versickern lassen, fertig. Wenn in zwei Schritten, natürlich ausreichend Armierung vorsehen (siehe Foto), nach Möglichkeit in einem Schritt arbeiten.


    Gruß und cs,


    René

  • Hallo,


    war gestern noch den ganzen Nachmittag auf der Baustelle und habe das Loch verbreitert (wird nun sicher ein Statik-Overkill - aber was solls :) )


    Zuerst habe ich noch - da schon überfällig - die Hütte nochmals gekippt und die Unterseite sowie den inneren Boden mit Holzimprägniergrund gestrichen und angefangen das Loch auf ca 55x55 zu verbreitern:


    Es war eine menge arbeit, die ganze lehmige, wässrige Pampe dort rauszuholen. Ich besorgte dann noch einen Mörtelkasten voll Split (Kies), 5 Stück 40cm lange 12er Eisen für die Armierung, die seitlich aus dem Rohr rausstehen sollen und das 200er KG-Rohr.


    Ich grub also auf ca 95cm Tiefe und pumpte mehrmals das Wasser völlig ab (floss aber immer wieder nach) um zumindest den Boden mal begutachten zu können. Auf folgendem Bild kann man auch einen Holzpfahl links oben sehen - anscheinend habe ich hier wirklich das Loch genau an der Grenze der ehemaligen Jauchegrube gegraben. Rechts oben und rechts unten befinden sich noch 2 massive Steine, die ins Loch reinragen - diese wollte ich so belassen. Ich nahm dann den Kies und schüttete ca. 10cm auf:


    Am Samstag/Sonntag ist dann der endgültige betonier-Termin - ich werde alles auf einmal betonieren und genügend Armierung (auch innerhalb des Rohres) anbringen. Da ich ja einen Betonsäulenadapter mit 3 Gewindestangen oben drauf setzen werde, frage ich mich noch, ob die Gewindestagen bzw. das Kreuz, welches die Gewindestangen am unteren Ende verbindet irgendwie mit der inneren Armierung des Rohres verbunden werden sollen - oder nicht. (ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt)
    Ob ich ausserhalb des Rohres noch eine Art "Käfig" aus Baustahlgitter mache, weiß ich noch nicht. Ich denke jedenfalls, dass das nicht unbedingt notwendig sein wird...


    Danke abermals, für eure Hilfestellung!


    Beste Grüße
    Pascal

  • Kalle,


    das Wasser stand gestern, als ich auf die Baustelle kam, ca. 45cm im Loch :) Bei dem letzten Bild hatte ich ausserdem frisch abgepumpt. Bin schon gespannt wieviel dann drin steht wenn ich diese Woche mal rein schaue. Ich versuchs eh es zu ignorieren - man macht sich halt aus "Bau-Noob" so seine Gedanken :)


    Beste Grüße
    Pascal

  • Hi Pascal,


    kurze Meinung eines Bauingenieurs: hau den Beton rein, es passt alles [:D] Der Beton verdrängt grundsätzlich jegliches Wasser in einem "Bohrloch". Hau soviel Matsch wie du kannst unsten raus, KEIN Pulver unten reinschütten, ist kontraproduktiv! Viel wichtiger ist, den Beton vorher GUT zu durchmischen, die Fundamentunterkante auf ner Tiefe von 1m zu haben, und das hast du mit deinen 95cm. Also Eisen bzw. Korb rein, Beton hinterher und du wirst sehen, das hält wie *** [:D]


    cs,


    Alfredo [:)]

  • Hallo Alfredo,


    na dann hab ich ja jetzt noch den "Segen" eines Bauingenieurs [:D] da kann ja nicht mehr viel schief gehen.


    Ich werde einen kleinen Baustahlkäfig bauen, mit ca 35x35x10cm (LxBxH) -&gt; da mir ja 2 große Steine unten seitlich ins Loch reinstehen, muss ich den Käfig etwas kleiner antragen, da ich ihn ja sonst nicht richtig und gerade auf den Boden stellen kann. Ich werde dann noch 3 10er Eisenstangen mit der richtigen Länge als vertikale Armierung mit dem Baustahlkäfig (stangen reichen auch noch ein paar cm in den Käfig hinen) verdrillen und auch miteinander verdrillen. diese "Konstruktion" stelle ich dann in mein Loch und darauf das KG Rohr und schiebe die vertikalen 40cm Eisenstangen durch die Löcher als horizontale Armierung.


    Hier soweit mein Plan, den ich grad eingescannt habe. Da ich bis dato die genaue Rohrhöhe noch nicht kenne (muss noch ein paar Faktoren berücksichtigen) sind dazu die Maße noch nicht eingetragen... (mit Klick wirds groß)



    Für Verbesserungsvorschläge / Anregungen bin ich wie immer offen.


    Beste Grüße
    Pascal

  • Hallo Pascal,


    fast alles richtig, doch wie Du gezeichnet hast ist die Bruchstelle vorprogrammiert: Dein Korb und die Gewindestäbe <font size="4">müssen</font id="size4"> sich ca. 25...30 cm überlappen!
    Edit: Und das KG-Rohr nur ab OK Boden, außerdem Leerrohr für Elt. nicht vergessen!


    Gruß und CS!


    Volker

  • Hallo Volker,


    jetzt bin ich bisi verwirrt. Du meinst, die Gewindestangen vom Betonsäulenadapter MÜSSEN sich mit den vertikalen Eisenstangen IM ROHR überlappen? Das wär ja auch kein Problem soweit - wissen muss mans halt (hab eh schon drüber nachgedacht)


    Leerohr für Elektrik brauche ich keines - verwende eine Kabeltrommel.


    was du mit "Und das KG-Rohr nur ab OK Boden" meinst, ist mir auch grad schleierhaft - bitte um Aufklärung, mein Hirn ist nicht mehr ganz so frisch nach dem heutigen Arbeitstag...


    Grüße
    Pascal

  • Hallo Pascal,


    ja, müssen sie! Du bekommst sonst sicher im Bewehrungsfreien Stück Probleme. Der Beton bekommt genau dort Risse! Mach es wie auf den Fotos von Rene', Fundamentblock mit großem Korb mit mindestens 5 cm Betonüberdeckung (Abstand der Bewehrung zum umgebenden Erdreich), innen den Korb für's Rohr, beide ab und zu verbinden. Oben die Gewindestäbe an den Korb anrödeln mit ca. 25...30 cm Überdeckung. Oben schon die Kontaktplatte aufschrauben, ev. etwas weiter unten eine provisorische Platte mit gleicher Bohrung, damit die Gewindestangen schön parallel stehen.
    Beim Betonieren möglichst schnell das Loch füllen, im Bereich, wo das Rohr hinsoll aufgeschwommenen Modder+ Wasser sorgfältig entfernen, dann das Rohr ca. 10 cm in den Beton eindrücken, damit Dir die Suppe beim Rohrfüllen nicht davonläuft. Das Rohr in Schritten von ca. 10...15 cm schrittweise füllen und zwischendurch zum Entlüften und Verdichten des Beton immer wieder mit einen Gummihammer abklopfen, so Du keine Rüttelflasche hast.


    Wird schon schiefgehen!


    Gruß Volker


    Edit: gerade noch Deine letzte Frage gesehen: Rohr bis unten ist kontraproduktiv, da hast Du immer Kunststoff zwischen 2 Betonteilen, das ganze sollte schon ein Block sein! Und den "Bodenkäfig" kannst Du sparen, wichtiger ein Außenkäfig für den Block.

  • Pascel,
    soll ich das Thema jetzt abändern in


    "Jetzt kein Wasser mehr im Betonsäulenfundament? [:D]


    Viel Erfolg beim Bau Deiner Sternwarte. M.E. betreibst Du betonmäßigen Overkill, wenn Du das ganze Loch bis zum Rand mit dem Zeugs ausgefüllt hast. Unten 30cm anfüllen, Säule rein, die Säule ausfüllen, und drumherum einfach das Erdreich ... das hätte doch reichen müssen. Jetzt hast Du da einen Klotz von geschätzten 600 Kilo Beton im Boden (50x50x100cm)(und dazu noch armiert). Den kriegst Du nie wieder raus, ohne maschinelle Hilfe.


    Gruß

  • Hi Kalle,


    thehehe :)


    Ich weiß, dass ich absoluten Overkill betreibe - es sind sogar ein bisschen mehr als 600 Kilo Beton - ich will den auch nie wieder rauskriegen -&gt; meine "Sternwarte" befindet sich nun grade mal in "Ausbaustufe-1". Später wird da hoffentlich ganz was Anderes stehen, als nur so ein "Schutzhütterl" - aber das steht, wie man so schön sagt, in den Sternen.


    Nun erstmal schön aushärten lassen und dann endlich mal die Montierung drauf... da ich die nächsten 2 Wochenenden völlig verplant bin, hoffe ich auf gutes Wetter in 16 Tagen.


    Beste Grüße
    Pascal

  • Nett geworden. Aber sicherstellen, dass der Fussboden spaeter nirgendwo das Fundament beruehrt, wegen der Trittschwingungen.


    Hast Du das Fundament in einem Guss erledigt ? Gab es kein Problem mit dem hydrostatischen Druck des Betons im Rohr ?


    Ich habe noch nie eine Betonsaeule gegossen, aber ich stelle mir vor, dass der Beton durch den Druck unten herauskommt, weil der Fluessigkeitsspiegel des Fundamentes ausserhalb des Rohrs ja niedriger ist als innerhalb.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Kalle66</i>
    <br />
    Jetzt hast Du da einen Klotz von geschätzten 600 Kilo Beton im Boden (50x50x100cm)(und dazu noch armiert). Den kriegst Du nie wieder raus, ohne maschinelle Hilfe.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Stimmt, hab ich auch. [;)]

    Ei,ei,ei.... was hatte ich denn in meiner alten Signatur stehen?


    sternengedönsige clear sky Grüsse,

    Robert aus dem Allgäu

  • Hallo Juergen,


    Das Fundament wurde in einem Guss erledigt, als überall Beton drin war, wurde mittels Flaschenrüttler gerüttelt und dann nochmals nachgegossen. Wegen deiner anderen Fragen empfehle ich dir, meinen Plan auf Seite 1 anzusehen -&gt; Dort habe ich aufgezeichnet, dass das Rohr auf einem 10cm (12cm warens dann in Wirklichkeit) hohen Baustahlkäfig steht, auf dem dann das KG-Rohr platziert wurde - in dem Fall kam natürlich Beton unten raus :) Die vertikalen 4-Armierungsstangen gingen dann durchs Rohr nach oben bis knapp 5cm unter die Abschlussplatte und überlappten sich so mindestens 30cm mit den M16 Gewindestangen des Adapters.


    Hier noch ein Bild zur veranschaulichung:



    In absehbarer Zeit werde ich auch einen vollständigen Baubericht schreiben und hier veröffentlichen.


    Beste Grüße
    Pascal

  • Juergen,
    dem Überdruck im KG-Rohr durch die über dem Boden hinausragende Betonmenge steht in gewissen Grenzen die innere Reibung des Betons entgegen. Die ist auch abhängig von der Konsistenz. Aber grundsätzlich hast Du Recht, man muss darauf achten, dass der Beton nicht durchs Rohr unten nach draußen drückt. Abhilfe schafft ein Betonieren in zwei Schritten, erst unten ein Fuß, in dem ~10 cm das KG-Rohr hineinreicht und später die Säule im KG-Rohr. Gleichzeitig kann man mittels Erdreich ums KG-Rohr, dass auch in aller Ruhe 'ausrichten' und stabilisieren.


    Pascal hat insoweit nicht das Problem, weil die Säule nicht sehr hoch ist und das KG-Rohr tief fast bis zum Boden reicht, da also eine gehörige innere Reibung im Beton vorhanden ist. Allerdings musste er sicher beim Rütteln aufpassen.


    (==&gt;)Pascal: Hast Du im KG-Rohr noch mal eine Schippe Beton nachfüllen müssen ... so beim Rütteln?


    Gruß

  • Hallo Pascal und Kalle,


    danke fuer die Klarstellungen. Erstaunlich, dass die Reibung im Beton gross genug ist. Ich empfehle normalerweise die Methode in zwei Schritten, und um so mehr hat mich der einschrittige "Instant-Guss" gewundert.

  • Hallo Kalle,


    da mein Vater den Beruf des Maurers erlent hatte, hatte ich einen guten "Mentor", der mir genau sagte, dass ich nicht zu lang rütteln soll und auch wo genau ich am besten die Rüttelflasche reinhänge. Aber ja, du hast recht, nach dem Rütteln musste ich noch mal eine Schippe Beton nachfüllen.


    Hi Juergen,
    kein Problem - you're welcome :)


    Viele Grüße und noch nen schönen Abend
    Pascal

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