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Seite: von 5

Acronicta
Neues Mitglied im Astrotreff


16 Beiträge

Erstellt am: 07.07.2019 :  18:17:44 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Als absoluter Laie möchte ich mir gerne ein Fernglas zulegen.
Ich hatte gelesen, dass das gute alte Zeiss 10x50 nach wie vor prima wäre und in meinem Budgetbeteits (ca. 200 Euro) durchaus zu bekommen.
Leider ist es nichts für Brillenträger und scheidet somit aus.

Ich würde gerne ab und zu Sterne / Planeten ansehen oder im Urlaub auf der Terrasse sitzen und in die Berge schauen.
Es soll nicht auf Wanderungen mitgenommen werden.

Macht da ein 10x50 Sinn, oder lieber ein kleineres?
Es wird kein Stativ verwendet werden - ist dafür 10x Vergrößerung vielleicht zu viel, weil ständig das Bild zittert?

Also vielleicht doch eher ein 7x50 oder noch kleiner / leichter?

In Auge gefallen sind mir die Nikon Action, die sind um 200,- zu bekommen und scheinen nicht schlecht zu sein.

Was denkt ihr?


Bearbeitet von: Acronicta am: 07.07.2019 18:49:46 Uhr

Grafzahl66
Meister im Astrotreff

Deutschland
590 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2019 :  18:39:05 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
10-fach und freihändig ist so ein Grenzwert, den jeder etwas anders sieht. Mir ist es für astronomische Beobachtungen ohne Stativ zu zittrig, andere kommen damit noch klar.

7x50 braucht einen sehr guten Himmel, die AP von gut 7mm ist da schon sehr hoch.

Ich selber gehe daher seit geraumer Zeit mit einem 8x42 schwanger; bisher kam mir immer was Anderes dazwischen. 8-fach und eine AP von gut 5mm sehe ich da als ziemlich optimal an...

Gruß Horst


16" Dobson Taurus T400 pp, TS 20x80 Triplett auf Martinimontierung, Omegon Porrostar 10x50, Revue 7x50, Kite birdwatcher 8x42, VisionKing 5x25, Lunt Sunoculars 8x32

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j.gardavsky
Senior im Astrotreff

Deutschland
119 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2019 :  18:40:07 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Acronicta,

eine Vergrößerung von 10x kann ich noch bequem in den Händen halten, und diese Vergrößerung zeigt am Nachthimmel schon ganz schön viel.
Als besser geeignet für die Astronomie halte ich die Ferngläser mit den Porro Prismen, auch wenn diese größer sind als die kompakten mit den Dachkantprismen.

Sonst, ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis haben die Nikon Action Porros,
https://www.amazon.de/s?k=nikon+10x50&adgrpid=72855502962&gclid=EAIaIQobChMI88v68J2j4wIVEKWaCh0DIg1HEAAYASAAEgK_WPD_BwE&hvadid=353029940808&hvdev=c&hvlocphy=9042727&hvnetw=g&hvpos=1t1&hvqmt=e&hvrand=8611996711302409682&hvtargid=kwd-83690728&hydadcr=20959_1721587&tag=googhydr08-21&ref=pd_sl_mrehxttxc_e

Wenn Du noch ein bischen mehr Geld drauf legst, dann kannst Du auch die 10,5x70 gebraucht finden,
https://www.amazon.de/Omegon-Fernglas-Brightsky-10-5x70/dp/B00F5NNFIG/ref=sr_1_4?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=10%2C5x70+Fernglas&qid=1562517202&s=gateway&sr=8-4
diese habe ich von Teleskop Service, und sie sind wirklich in ihrer Preisklasse für die Astronomie super geeignet.
Allerdings, wegen der individuellen Fokussierung sind sie weniger für die terrestrischen Beobachtung über kurze Entfernungen brauchbar.

Klaren Nachthimmel,

JG

JG
6" F/5 achro Sky-Watcher
Okulare: Baader, Docter, Leica, Pentax, Tele Vue, Zeiss, ...
Leica APO Televid 82mm
Ferngläser: Docter, Leica, Nikon Astroluxe, Swarovski,Zeiss, TS(BA8, FB)
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AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3467 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2019 :  19:16:23 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,
ob Porro oder Dachkant, ist für die Astronomie völlig egal. Bei Dachkantgläsern zahlt man aber für die kompaktere Bauform mehr.
10x50 sind grenzwertig beim Halten ohneStativ, aber gut möglich. Und man erkennt mehr Einzelheiten, als bei 7-8 fach.
Bei Porros hat man einen deutlich räumlicheren Eindruck bei terrestrischen Beobachtungen, wegen der weiter auseinanderliegenden Objektive.
Ein nicht zu unterschätzendes Plus!

Gruß Armin

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Acronicta
Neues Mitglied im Astrotreff


16 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2019 :  19:31:30 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Danke Euch schon mal für die Tipps.
Wie zu erwarten, gibts es wohl kein eindeutiges "DAS HIER" Ergebnis....
Meine Frau und ich sind beide Brillenträger, ohne Brille geht bei mir nix und Brille abnehmen fürs Fernglas möchte ich auch nicht - schon gar nicht den Dioptrinausgleich nutzen, dann wäre ein ständiges Verstellen nötig, da das Glas ja 2 Personen nutzen.

Wie gesagt, soll es ein "Allrounder" sein, für Astro UND terristische Beobachtungen.
Ich mußte mich erst mal kurz einlesen, was "AP" "Porro" usw. bedeuten. :)

Da wir beide die 50 schon überschritten haben, muß ein AP von 7 eher nicht mehr als Optimal angesehen werden (hab ich gelesen), da unsere Augen eher träge werden und so viel Licht kaum verarbeiten können. Demnach wäre 8x42 mit AP 5 wohl eher passend, oder?

Ich schwanke aktuell zwischen:

-Nikon Nikon Action EX 10x50 CF ( ca. 185,- Euro) - Vorteil: besserer räumicher Effekt (?) - mehr Licht bei Astro (?)
-Nikon Prostaff 7s 8X42 Fernglas ( ca. 205,- Euro) - Vorteil: Weniger Bildzittern - Leichter

Mal weiter informieren...

Bearbeitet von: Acronicta am: 07.07.2019 19:55:23 Uhr
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Grafzahl66
Meister im Astrotreff

Deutschland
590 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2019 :  20:23:29 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Wie gut ihr (bei astronomischer) Beobachtung mit 10x50 ohne Stativ klarkommt, könnt nur ihr selber beurteilen. Um einen Test am Nachthimmel kommt ihr nicht herum.(Eine gewisse Zittrigkeit bei der Tagbeobachtung gleicht das Auge/Gehirn deutlich besser aus als Nachts kleine Lichtpunkte)

Sollte die Zittrigkeit und das Gewicht kein K.O.-Kriterium sein,ist das 10-fach das empfehlenswertere Glas...

Gruß Horst

16" Dobson Taurus T400 pp, TS 20x80 Triplett auf Martinimontierung, Omegon Porrostar 10x50, Revue 7x50, Kite birdwatcher 8x42, VisionKing 5x25, Lunt Sunoculars 8x32

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j.gardavsky
Senior im Astrotreff

Deutschland
119 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2019 :  20:26:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Acronicta,

ich hab es empfholen von der Perspektive meiner 74 Jahre.
Das Nikon Prostaf ist technisch eher aus der billigeren Ecke der Dachkantgläser.
Die Ferngläser mit Porro Prismen bringen unter Dunkelheit und beim Gegenlicht auf terrestrischen Objekten einfach mehr Kontrast, und auch ein Docter Nobilem (Nachfolger von Carl Zeiss Jena) bringt mehr Kontrast als die Dachkantgläser von Leica und Swarovski, S. meine Unterschrift wo sie aufgelistet sind.
Ich habe über die Jahrzente insgesamt etwa 50 Ferngläser nacheinander gehabt, für terrestrisch (Hochgebirge) und Astro.
Und das Nikon Action hatte ich auch.

Solltest Du weitere Fragen haben, da bin ich gerne da,

JG

JG
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Mettling
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5776 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2019 :  20:26:55 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Rainer,

Wenn das Glas nicht nur für Astro sondern auch für terrestrisch genutzt werden soll und das nicht nur von Dir, sondern auch von Deiner besseren Hälfte, rate ich Euch dringend die Gläser vor dem Kauf auszuprobieren.

Der Grund: ein Fernglas ist wie eine Brille: es muss "passen".

Das Einblickverhalten (mit Brille!) muss für Euch beide angenehm sein. Wenn es auch für Spaziergänge und Exkursionen gedacht ist, sollten auch Größe und Gewicht angenehm sein. Was bringt Euch ein tolles Glas, wenn es Euch in der Praxis zu schwer ist um es mitzunehmen? Und es dann doch nur drei, vier mal im Jahre für Astro benutzt wird?

Ich nutze mein Hauptglas zu 90% terrestrisch und nur 10% für Astro. Dementsprechend habe ich Wert auf gute Ergonomie und angenehmes Trageverhalten am Gurt gelegt. Auch wenn ein 10x50 Porro vermutlich mehr Detail zeigen würde, habe ich mich für ein 8x42 Dachkantglas entschieden. Es ist leichter, kompakter, angenehmer zu führen. Es zeigt aber dennoch eine Menge und ist weniger anfällig für Verwacklung als ein Glas mit 10x.
Ursprünglich hatte ich ein Zeiss Terra ED 8x42, das ich dann aber durch ein DDoptics 8x42 Königstein ersetzt habe, weil mit beim Zeiss der Fokussiertrieb zu schwergängig und zu schnell übersetzt war.
Ja, auch scheinbare Banalitäten wie die Haptik des Mitteltriebes spielen eine Rolle, wenn ein Fernglas richtig "passen" soll.

Ich rate Euch deshalb zu einem gut sortierten Fachhändler zu gehen und die Gläser auszuprobieren und zu kaufen. Oder schreibt einen Händler an, der bereit ist Euch zu beraten und gegebenenfalls mehrere Gläser zur Auswahl zu schicken.
Aus welcher Ecke kommt Ihr denn? Vielleicht können wir Euch gute Händler in Eurer Nähe empfehlen.

Bis dann:
Marcus

16" f/3,7 Dobson, 6" Reisedobs, C8, ED 80/560, Sunlux (Skylux/PST-Mod)
Vixen SP-DX und Porta, Star Adventurer
Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle.

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vertigo
Altmeister im Astrotreff


2929 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2019 :  20:29:34 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: j.gardavsky


Als besser geeignet für die Astronomie halte ich die Ferngläser mit den Porro Prismen, auch wenn diese größer sind als die kompakten mit den Dachkantprismen.



Warum?

Andreas

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j.gardavsky
Senior im Astrotreff

Deutschland
119 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2019 :  21:16:07 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Vertigo,

zu Deiner Frage, es geht um den Kontrast und um die Lichttransmissivität.
Das Docter Nobilem 8x56 erreicht die maximale Transmissivität von über 99%, da hat auch Leica und Swarovski ein Nachsehen.
Das Andere ist der Kontrast, und am Nachthimmel testet man die Kontrastleistung der Optik an den Dunkelnebeln in der Milchstrasse. Unter den hellen Nebeln für die Tests der Kontrastleistung sind es zum Beispiel die schwierigeren Sharpless und Lynd Nebel, die nicht in den NGC und IC katalogen aufgeführt wurden. Und wenn die nicht reichen, dann hat man noch die DWB Nebel in der Cygnus X Region (die Umgebung von Sadr).

Gruß,

JG


JG
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j.gardavsky
Senior im Astrotreff

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119 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2019 :  21:21:45 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

und hier noch zu den Dachkantgläsern im unteren Preisbereich.
Das wenig bekannte Kowa bietet ein schönes Dachkantenglas,
https://www.optik-pro.de/geraete/kowa-fernglas-sv-8x42/p,23258?utm_medium=cpc&utm_term=23258&utm_campaign=1907&utm_source=froogle&gclid=EAIaIQobChMI-_jWyr6j4wIVSirTCh3drgecEAQYAiABEgJ5e_D_BwE&utm_content=#tab_bar_1_select
mit der Phasenkorrektur für einen besseren Kontrast und mit einer satten Farbwiedergabe so wie die teueren Gläser.
Allerdings habe ich dieses Fernglas nur ganz kurz beim Tageslicht getestet.

Gruß

JG

JG
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vertigo
Altmeister im Astrotreff


2929 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2019 :  21:35:18 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: j.gardavsky


Das Docter Nobilem 8x56 erreicht die maximale Transmissivität von über 99%, da hat auch Leica und Swarovski ein Nachsehen.



Hallo JG, wo hast du denn diese phantastischen Werte her?
Ich denke die Zeiss HT mit rund 95% Transmission dürften das Ende der Fahnenstange sein?!

Andreas

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Acronicta
Neues Mitglied im Astrotreff


16 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2019 :  22:06:14 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Keine Ahnung, wovon ihr hier gerade redet,
derzeit tendiere ich zum Nikon Action EX 10x50 CF.

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AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

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3467 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2019 :  22:12:42 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,
ich kenne die Nikons nicht. Aber grundsätzlich achte auf einen großen Abstand der Austrittspupille (AP) von mindestens 18, besser 20 mm. Dann ist das Glas wirklich brillenträgertauglich.

Gruß Armin

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Acronicta
Neues Mitglied im Astrotreff


16 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2019 :  22:26:10 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
17.2mm beträgt er beim Nikon

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AS-Fan
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3467 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2019 :  22:32:24 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Tja...geht eigentlich, aber am besten zum nächsten Teleskoptreffen fahren und viele Gläser vergleichen. Mein Fujinon 10x50 hat 20mm und das Fuji 10x70 eines Freundes sogar 23mm...das ist dann sehr bequem für die Brille.

Gruß Armin

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