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Seite: von 2

JSchmoll
Altmeister im Astrotreff

United Kingdom
3372 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2019 :  13:22:48 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ich finde es schade, wie durch dieses virtuelle Computergefrickel die Realitaet kaputtgemacht wird.

Als ich vor ein paar Tagen vom Ableben von Gustav Tammann (Schweizer Kosmologe) erfuhr, musste ich wieder an eine Dokumentation von 1987 denken. "Meine Heimat sind die Sterne". Da hatten sie Gustav Tammann auf einem Beobachtungstrip nach La Silla begleitet und interviewt. Dazwischen richtig lange Szenen, wie sie mit Bildverstaerkertechnik die Milchstrasse filmen, unterlegt mit Holsts's "Planet's Suite". Das war aesthetisch, das Interview hatte Tiefgang und diese Doku hat mich darin bestaerkt, auch Astronom werden zu wollen. Aehnlich gut war "Querschnitte" mit Volker Arzt.

Dann in den 1990ern wurden meiner Meinung nach die Wissenschaftssendungen auf Menschen mit einer Aufmerksamkeitsspanne von 30 Sekunden zurechtgestutzt. Mit der Exaktheit nahm man es nicht mehr so genau. Flippige Computersimulationen aneinandergereiht, zapplige Kamerafuehrung ... vielleicht bin ich ja einfach mit Ende 40 zu alt dafuer, aber irgendwie machen mir solche Sendungen ueberhaupt keinen Spass.

Wenn jetzt schon Teleskope virtuell reinkopiert werden, "entworfen" von Leuten, die noch nie ein Teleskop gesehen zu haben scheinen, dann ist das nur noch bedenklich. Das hat irgendwie kein Niveau, schon gar nicht im oeffentlich-rechtlichen Fernsehen.

Hier in England hatte ich 13 Jahre lang kein Fernsehen, und ich habe nicht das Gefuehl, was verpasst zu haben. Dank Heirat haben wir wieder so eine Hirnsaege an der Wand, und was da manchmal als "Dokumentation" aus dem Breitbandnetz quillt, ist hanebuechen. 10% gut, 50% mit einzelnen Fehlern, 40% Schrott. Gerade auf dem amerikanischen Discovery-Channel mischen sich "Dokus" mit Verschwoerungstheorien unter serioese Dokus, ohne dass der Laie eine Grenze ziehen kann. Wahrscheinlich kommt Astrologie als Naechstes.

Best wishes,

Juergen

Wenn Du als Sterngucker keine Freunde hast, besorge Dir eine Drehbank und die Dinge aendern sich.

Bearbeitet von: JSchmoll am: 11.01.2019 13:23:28 Uhr
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Doc HighCo
Meister im Astrotreff

Deutschland
399 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2019 :  13:26:12 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:

Eines der der fünf Beurteilungskriterien: Spannweite, je mehr desto besser. Komisch dass jeder Ingenieur immer, bei ansonsten gleichen Eigenschaften, die kleinere Spannweite bevorzugen würde.
Bei den Schiffen war entsprechend ein besonders grosser Tiefgang ein zum Sieg führendes Kriterium.



Die Redakteure legen da wohl die Regeln der allseits beliebten Quartettkartenspiele aus ihrer Kindheit zugrunde. Da siegte dann bei z.B. Rennautos schon mal der Radabstand über die Höchstgeschwindigkeit oder die Motorstärke ...

Gruß

Heiko

Bilder bei Astrobin: https://www.astrobin.com/users/Doc_HighCo/

Bearbeitet von: am:
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hanswerner
Meister im Astrotreff

Deutschland
655 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2019 :  13:28:29 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Leider werden auch diese "Wissenschaftssendungen" immer trauriger. Aber es spiegelt entsetzlichweise den Trend des Homo Sapiens wider - je reißerischer umso besser (für´s Kohle scheffeln). Viel heiße Luft gut verpackt - jedem gefällt es, das nenn ich Sensationsgier.
Wo wird das noch hinführen...?

Viele Grüße

Hanswerner

Bearbeitet von: am:
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Arne
Meister im Astrotreff

Deutschland
270 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2019 :  13:58:13 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Ich finde es schade, wie durch dieses virtuelle Computergefrickel..

Dann ist wenigstens die Ehre des Prof. Lesch gerettet, weil er ja gar nicht wissen konnte, wodurch ihn die Moderatoren virtuell schauen lassen

Und mit dem Gerät dahinter wird vermutlich die Montierung remote gesteuert. Das geht dann virtuell ganz ohne Rumgefummel mit den Kabeln.

clear skies
Arne

Galaxy Dobson D8, SkyWatcher 150/750, NEQ6-R, MGEN II,Zwo ASI 1600 color

https://www.astrobin.com/users/Arne/

Bearbeitet von: Arne am: 11.01.2019 14:02:39 Uhr
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