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Seite: von 11

StefanSLS
Meister im Astrotreff

Germany
961 Beiträge

Erstellt  am: 03.12.2016 :  12:11:38 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Pst- eigentlich wird das ein Quintokular- Binokulare sind ja langweilig

Na ja, unser Rucksack sieht doch eher klassisch aus Sollte bei 6kg reichen...bei 30kg sieht die Welt bestimmt anders aus.

Viele Grüße,
Stefan

Bearbeitet von: am:
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rainer-l
Meister im Astrotreff


515 Beiträge

Erstellt  am: 05.12.2016 :  18:37:29 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Martin

F = Sigma * WB / (Hutradius *sin 45°)

WB Rechteck : WB = B * H^2 / 6 : WB(Rohr) = WB(außen) - WB(innen)

Bei mittleren Hutringdurchmesser 300 mm und
ALMG 4.5 MN Sigma(Dehngrenze Rp0,2) = 115 N/mm^2
darfst Du mit max.165 N Zugkraft spannen .
Das finde ich etwas knapp .

Viele Grüße Rainer

Ergänzung : Die Formel geht davon aus , das zuerst nur ein Paar Spinnenarme gespannt wird , also den ungünstigsten Fall . Werden die Arme in mehreren Schritten abwechselnd gespannt ist der Therm sin 45° durch 0,56 zu ersetzen . Dadurch erhöht sich im Beispiel die zulässige Spannkraft auf 208 N .


Bearbeitet von: rainer-l am: 06.12.2016 09:15:06 Uhr
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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3514 Beiträge

Erstellt  am: 06.12.2016 :  16:37:59 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo allerseits,

Ganz so zügig wie gewünscht geht das Ganze leider nicht voran.
Nicht immer kann so einem Bauprojekt die höchste Priorität eingeräumt werden, es kommt immer mal wieder was aus dem "richtigen Leben" dazwischen.
Noch ist unser Ziel, zur Galaxienzeit im nächsten Frühjahr First Light zu haben, realistisch.

Bisher war ich es gewohnt, nach grober Vorplanung einfach drauflos zu bauen. Kleinere Anpassungen wurden dabei "on the fly" erledigt.

So geht das hier nicht. Gemeinsame Planung ist uns wichtig. Jede Einzelheit wird vor dem Bau besprochen, auch wenn die Detailkonstruktion weitgehend von mir gemacht wird. Einige Teile werden wir wahrscheinlich von Profis fertigen lassen, da braucht's sogar eine präzise Bemaßung, nach Möglichkeit mit Toleranzangaben.

Gute Fangspiegel von Antares Optics haben wir bereits beschafft.
Die Drehteile für die Okularauszüge sind bereits bis aufs Eloxieren fertig, nun werden die übrigen Teile für die Hüte angefertigt.
Für die Hutringe und Höhenräder haben wir nun eine Biegemaschine zur Verfügung.

(==>)Rainer:
Danke für die Berechnung! Ich glaub dir die einfach mal - auf den ersten Blick seh ich keine groben Fehler, aber meine 3 Semester Machinenbau sind schon über 30 Jahre her.
Bei unserer Spinne sollten 50N Zugkraft schon reichen (entspricht ca. der Gesamtmaasse des Teleskops), da ist also noch Luft! Zwei gegenüberliegende Spinnenstreben lassen sich bei unserer Konstruktion gar nicht separat spannen, sondern nur alle vier gemeinsam.

Demnächst gibt's auch wieder Bilder!

Gruß,
Martin

Bearbeitet von: am:
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StefanSLS
Meister im Astrotreff

Germany
961 Beiträge

Erstellt  am: 15.01.2017 :  19:32:53 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Gemeinde,

auch hier ein kleines Update...

Der Martin hat die Okularauszüge gedreht...und die FS-Streben sin auch fertig. So sieht das Kunstwerk aus:





In der Werkstatt tummeln sich bereits etliche Aluprofile und Rohre, die noch gescheit bearbeitet werden wollen

Viele Grüße,
Stefan

Bearbeitet von: am:
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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3514 Beiträge

Erstellt  am: 04.02.2017 :  15:21:44 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
So,es geht weiter:

Momentan schätzen wir die Massen der Teleskopkomponenten etwas genauer ab. Einige sind schon ziemlich genau bekannt:

Fangspiegel: 100g
Okularauszug komplett: 65g
Sucher Sky Surfer III: 70g
Hut ohne OAZ, FS, Sucher: 350g

Hut komplett ohne Okular: ca 585g


Hauptspiegel dünn (14,6mm): 1270g
alternativ:
Hauptspiegel dick (17,6mm): ca. 1570g

Holzbox FZ-Sph. Birke 12fach 6mm: 370g
HS-Zelle 6-Punkt: 160g

Spiegelbox komplett: ca. 1800g/2100g


Höhenräder: 2x 180g
6 Rohre, Querstrebe, Kleinteile: 810g

Gitterwerk komplett: ca. 1170g


Rockerbox: ca. 800g (grob geschätzt)
Basis: ca. 200g (geschätzt)

Untersatz komplett: ca. 1000g


Wenn ich alles zusammen zähle, werden wir mit dem dünnen Spiegel bei ca. 4,6 kg und mit dem dickeren bei 4,9 kg landen.
Das ursprüngliche Ziel "Mit dem dünnen Spiegel unter 5 kg" war also offenbar realistisch.

Die Hebel und Momente werden im nächsten Schritt betrachtet. Wir wollen ja wissen, wie unser Teleskop ausbalanciert ist.

Gruß,
Martin

Bearbeitet von: am:
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Nachtschwalbe
Senior im Astrotreff

Deutschland
238 Beiträge

Erstellt  am: 06.02.2017 :  16:36:22 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Martin,
Unter 5kg ist mal ne Hausnummer , nicht schlecht und das noch konventionell ohne Carbon !
Gibts schon Bilder von der Spiegelzelle ?
Grüße Alex

Bearbeitet von: am:
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StefanSLS
Meister im Astrotreff

Germany
961 Beiträge

Erstellt  am: 06.02.2017 :  18:43:29 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Alex,

Ja, das Gewicht wird ne neue Messlatte#128522;

Bilder von der Spiegelzelle gibt es noch keine- die existiert bislang nur in Martins Rechner.

Grüße,
Stefan

Bearbeitet von: am:
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StefanSLS
Meister im Astrotreff

Germany
961 Beiträge

Erstellt  am: 06.03.2017 :  22:47:55 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
So, hier ein kleines Update....

Wie bereits im Optikforum geschrieben, hatten wir am Samstag einen Bastel- und Messmarathon hingelegt. Bei der Mechanik wollten wir das Biegen der Hutringe angehen.



Gar nicht so einfach....also mal Jemanden ran lassen, der sich auskennt





Den Sollinnendurchmesser von 265mm hatten wir mit 266-268mm recht gut getroffen. Der Rest wird dann Feintuning.

Und am Ende vom Tag (und 6 Ringe später) haben die Hände so viel Alu abgekriegt, wie später auf den Spiegel gedampft wird



Fortsetzung folgt...

Viele Grüße,
Stefan

Bearbeitet von: am:
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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10109 Beiträge

Erstellt  am: 06.03.2017 :  23:29:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Stefan,
immerhin habt ihr ja eine Biegemaschine vor Ort. Welches Alumaterial habt ihr genommen. Nervend ist das Einwölben der Außen- und Innenwand bei Vierkantrohren.

Kalle - Alles wird gut !
Meine Okulardatenbank im Astrotreff: hier
Termine Teleskoptreffen gibt es hier

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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3514 Beiträge

Erstellt  am: 07.03.2017 :  01:26:09 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Rinke,

Wir haben 20x10x1,5mm Rechteckrohr genommen. Besser wäre 15x10x1,5 gewesen oder 20x10x1, aber das haben wir leider nicht bekommen.

Die Profile verformen sich noch etwas trotz Sandfüllung, und der Anpressdruck der Rollen macht Abrollspuren und scharfe Kanten - da muss ein weing nachbearbeitet werden.

Jetzt müssen "nur noch" die Höhenräder gebogen werden - außer wir machen die Rockerboxen doch nicht aus Holz, sondern ebenfalls mit Aluringen.

Gruß,
Martin

Bearbeitet von: am:
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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10109 Beiträge

Erstellt  am: 07.03.2017 :  01:58:26 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Martin,
manche Legierungen kann man "lösungsglühen" und "kalt auslagern"; sprich einfach erhitzen, abschrecken/runterkühlen, biegen und dann ein paar Tage abwarten, bis sie wieder hart werden. So oder so ähnlich las ich das mal bei Alu, wenn es um enge Beigeradien geht.

ah, hier zwei Quellen:
http://www.bodycote.com/de-DE/services/heat-treatment/solution-and-age/aluminium-alloys.aspx
http://www.metalle.uni-bayreuth.de/de/download/teaching_downloads/Prakt_Werkstofft_Halbz/Waermebehandlung-und-Rekristallisation-von-Aluminium.pdf

Eigentlich recht unkritisch, denn das Biegen erfolgt im kalten Zustand (Zeitfenster mehrere Stunden) nach dem Lösungsglühen. Voraussetzung ist eine passende Legierung.

Gruß

Kalle - Alles wird gut !
Meine Okulardatenbank im Astrotreff: hier
Termine Teleskoptreffen gibt es hier

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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3514 Beiträge

Erstellt  am: 07.03.2017 :  10:41:50 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Rinke,
Zitat:
einfach erhitzen
Sehr guter Vorschlag! Nur mit der nötigen Temperatur wirds etwas schwierig. Es müssen ja komplette Rohrabschnitte kontrolliert auf ca. 450-500°C erwärmt werden.
Ein Backofen schafft die Temperatur nicht, und ist außerdem zu klein.
Alu leitet auch die Wärme einfach zu gut, um ein Rohr nur abschnittsweise z.B. mit einer Gasflamme zu erwärmen (abgesehen von der sehr schlechten Kontrollierbarkeit der Temperatur).

Ok, für Kai alias fraxinus wäre das kein Hindernis...
Vielleicht fragen wir ihn mal nach Ideen.

Gruß,
Martin


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rainer-l
Meister im Astrotreff


515 Beiträge

Erstellt  am: 08.03.2017 :  17:23:18 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Martin

Eine von mir nicht nachprüfbare Geschichte ist , das Aluminium Tauchflaschen nach einer Einbrennlackierung (mehrere Stunden bei 180°)nicht mehr die notwendige Festigkeit hatten .
Mit Rohrenden im Backofen ist nachprüfbar ob bei den verwendeten Rohr bereits bei Temperaturen um 200° C eine ausreichende Reduzierung der Streckgrenze möglich ist .

Viele Grüße Rainer

Bearbeitet von: am:
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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3514 Beiträge

Erstellt  am: 08.03.2017 :  18:37:04 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Rainer,

Im Prinzip eine sehr gute Idee.
Leider passen die Rohre erst NACH dem Biegen in den Ofen.

Aber unser holländischer Hobbykollege mit dem genialen 13-Zöller hat eine vielleicht nützliche Methode gefunden:
Per Heißluftgebläse (geht bis 600°C) durchs Rohr DURCHpusten!
Man müsste das wohl außen noch feuerfest isolieren (Glaswolle?), damit es wirklich auf ganzer Länge die gewünschte Temperatur erreicht.
Ich werde es ausprobieren!

Gruß,
Martin

Bearbeitet von: am:
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rainer-l
Meister im Astrotreff


515 Beiträge

Erstellt  am: 09.03.2017 :  10:49:31 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Martin

Um nicht jedes Profil neu zu isolieren kannst Du das Profil in ein etwas größeres Rohr stecken das isoliert ist .

Dann habe ich noch etwas zur Festigkeit von Aluminium aus dem Dubbel .
1). Durch Kaltverformung ist eine Festigkeitssteigerung von mehr als 100% möglich .
2). Warmaushärtung bei 100 bis 200°c , 4 bis 48 Stunden .
3). Die infolge von Ausscheidungsvorgängen verbesserten Festigkeitswerte gehen jedoch durch erneutes Erwärmen (Schweißbrenner oder Lötlampe) auf 100 bis 200°C verloren .

1). bedeutet das jede Verformung eine weitere Verformung zu größeren Kräften hin verändert .
3). Bedeutet das sich die erhöhte Festigkeit ohne großen Aufwand wieder aufheben läßt .

Viele Grüße Rainer

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