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Seite: von 3

AchimS
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1002 Beiträge

Erstellt  am: 22.12.2008 :  11:40:30 Uhr  Profil anzeigen  Besuche AchimS's Homepage
Hallo Harry,

gerne antworte ich auf deine Fragen:

Bisher hatte ich auch immer mit großen Tools korrigiert, aus den von dir genannten Ratschlägen / Hintergründen.

Durch Alois' Trick, das Tool bei der Korrektur nicht zu drehen sondern in immer in der gleichen Orientierung zum Rand hin zu lassen wird vermieden, dass sich der Tool-Rand in die Flanke 'einfrisst'. Die dort bereits merklich vorhandene torische Form ist im angepassten Tool schon eingeprägt.

Ich habe nicht mit Sterntool gearbeitet, die Pechhaut war 'klassich' bis zum Tool-Rand (dort etwas wellig zur Kante hin), die greifenden Flächensegemente ca. 2cm * 2cm groß. Poliert wurde nur mit Handgewicht, ohne zusätzlichen Druck von oben. Das Poliermittel wurde dünner als normal verwendet, aber nicht allzu wässrig.
Faktisch dürfte ich bis ca. 195mm Spiegelradius poliert haben. Zum Tool-Rand hin wird ja die effektiv polierende Fläche merklich kleiner.

Rauhigkeit dürfte man sich mit der Methode nicht einfangen, evtl. leichte Zonen. Da ich davor einige Minuten mit (fast) Fullsize-Tool poliert hatte bin ich aber guter Dinge.

22-Zoll? eine stattliche Größe. Da tippe ich auf Low-Rider Design. Ich bin schon aufs Teleskop gespannt.

Viele Grüße

Achim




Meine Teleskop- und Spiegelschleifprojekte findet Ihr hier: http://www.strnad-emskirchen.de

Bearbeitet von: am:
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Alois
Altmeister im Astrotreff

Austria
1307 Beiträge

Erstellt  am: 22.12.2008 :  23:35:59 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Achim !

Freut mich dass du alles richtig verstanden und es gewagt hast diese Korrektur zu machen.
Besonders die 10 Zonen Messung bestätigt dir eine gute Fläche.
Es ist gut das der Rand leicht hoch steht weil bei der Beobachtung er sich dann
ja leicht herunter senkt und der Spiegel in Wirklichkeit besser ist als dieses Ergebnis.
Die Glattheit der Fläche bleibt bei so kleinen Korrekturen meist erhalten, weil das
neu gemachte Poliertool weich und geschmeidig ist und die Poliermittelkonzentration
dünn ist.
Für mich ist bei der Korrektur der Abtrag der Zone 3 und 4 etwas zu stark ausgefallen.
Könnte es sein dass das Poliertool in der Mitte etwas zu wenig ausgeschnitten war
oder vielleicht noch ein bisschen zu wenig lange angepasst war.
Ich lasse das Poliertool nach der mit Wasser erwärmten Anpassung noch 2 bis 3 Stunden
ohne Druck drauf liegen damit das Pech von selber hinunter fliesen kann.
Es ist fast nicht zu glauben wie gut das noch funktioniert.
Nach meiner Erwartung hätten die Zonen 3 und 6 und 7 der zehner Maske etwas mehr
abgetragen werden sollen und es wäre dann ein sehr gleichmäßiger Übergang geworden.
Aber man kann ja nicht alles gleich auf Anhieb können und braucht dafür die nötige
Erfahrung um das Gefühl dafür zu bekommen.
Ich schreibe das ja nicht als Tadel sondern nur als Tipp für das nächste Projekt.
Jetzt hoffe ich dass du bald einen guten Abend bekommst und einen sicheren
Sterntest machen kannst.
Der wird dir bestätigen wie wichtig der Randbereich ist und wie wenig die Vertiefung
in der Mitte sich auswirkt.
Alles in Allem schon ein sehr guter Spiegel ob wohl ich dir noch zutrauen würde
dass du die Zonen 2 und 3 der Zehner Maske auch noch richtig treffen würdest.
Aber warten wir jetzt einmal den Sterntest ab.

Freuendliche Grüße und Danke für deine gute Dokumentation.
Alois


Bearbeitet von: am:
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Alois
Altmeister im Astrotreff

Austria
1307 Beiträge

Erstellt  am: 23.12.2008 :  00:27:00 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Harry.
Zitat:
Ich hab zwei Fragen:
1. Wie aus deinem Foto sehr schön zu sehen ist, hast du bis Zone 7 hinaus poliert?
Die Zone war aber doch im grünen Bereich. Du hast also mit einem Sterntool gearbeitet, oder?
2. Was hast du spezielles unternommen um Rauhigkeiten vorzubeugen? Besonders
dünne Suppe? Ich hab immer den Eindruck daß das Tool bei dünnerer Suppe länger
braucht um ordentlich zu greifen. Was bei solch gezielten Aktionen dann natürlich voll
daneben ist. Oder ist das 23° Pech bereits ein Garant für glatte Oberfläche bei diesen
kleinen Tools?
Seine Antwort.
Zitat:
Ich habe nicht mit Sterntool gearbeitet, die Pechhaut war 'klassich' bis zum Tool-Rand
(dort etwas wellig zur Kante hin), die greifenden Flächensegemente ca. 2cm * 2cm groß.
Poliert wurde nur mit Handgewicht, ohne zusätzlichen Druck von oben. Das Poliermittel
wurde dünner als normal verwendet, aber nicht allzu wässrig.
Faktisch dürfte ich bis ca. 195 mm Spiegelradius poliert haben. Zum Tool-Rand hin wird ja
die effektiv polierende Fläche merklich kleiner.


Da kann ich noch eine kleine Feinheit hinzufügen.
Es ist kaum zu glauben wie genau ein gut angepasstes Poliertool die Form überträgt.
Es ist so das die Parabel zum Rand hin flacher wird und weil das Poliertool herinnen
angepasst wird ist es etwas krummer.
Das hat zur Folge das wen man hinaus fährt draußen etwas weniger Druck vorhanden ist
und man kann sogar ein wenig über die grüne Zone drüber fahren um den Kontakt
bis dort hin zu bekommen.

Nun bin ich gespannt auf deinen Bericht und wünsche dir guten Erfolg.

Alois



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