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 Ratlos: Startest passt nicht zu Messwerten
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Seite: von 3

Alois
Altmeister im Astrotreff

Austria
1187 Beiträge

Erstellt  am: 30.11.2008 :  21:14:47 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Achim.
Bin gerade dabei für dich eine Anleitung zu schreiben.
Warte noch auf die Freigabe der Bilder.
Gruß
Alois

Bearbeitet von: am:
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Alois
Altmeister im Astrotreff

Austria
1187 Beiträge

Erstellt  am: 30.11.2008 :  22:15:52 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Achim.
Zitat:
p.s. Mit kleinen Subsize-Tools im Randbereich habe ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht.
.. .ich auch.
Dazu braucht man wohl das Fingerspitzengefühl und die Erfahrung von Alois um nichts zu verschlimmbessern.
Aber das Fingerspitzengefühl hast du auch und es lohnt sich und ist gar nicht so schwierig.
Du hast ja nur noch 10 nm abzutragen. Das kostet nicht viel Zeit sondern nur Vorsicht.
Der Trick liegt darin.
Deine Zone ist 48 mm breit und das Tool soll nur 2/3 bis 3/4 so groß sein.
Damit erreicht man dass in der Mitte der Zone immer 1/3 der Fläche Kontakt hat
und der Bereich zu den Rändern der Zone verlaufend weniger Kontaktfläche
zum polieren beiträgt.
Für deine Zone habe ich als Beispiel ein 35 mm Tool genommen
Mit dem brauchst du nur 13 mm große Kreise mit mäßigen Druck machen und kommst
nicht über den Rand hinaus. Also bleibt er scharf.
Das Gewicht der Hand genügt. Den Rest sagt glaube ich eh das Bild.
Der weise Streifen dient als Orientierung damit die Polierschale nicht gedreht wird.
Das ist wichtig weil diese Stelle nicht mehr sphärisch ist.
Die Auflage des Spiegels ist hier nicht mehr so wichtig weil die Kontaktfläche so klein ist.
Aber wenn du ihn drehen kannst ist wiederum praktisch.
Ich habe zwar den Vorteil dass ich schon vorgefertigte Metallscheiben habe
Aber so etwa ähnliches wir dir schon auch gelingen.
Wichtig ist das es steif ist und nicht federt.
Als Rillen würde ich bei Dm. 35mm 2 im Quadrat und 12 mm Abstand machen
Damit sich das Poliermittel gleichmäßig verteilen kann. Ist auch wichtig,
weil die Kreise klein sind.






Der Stift als Halterung ist auch wichtig damit der Druck immer im Zentrum bleibt
und ein Kippwirkung durch falsches Halten gering gehalten wird.
Die Schritte sind etwa 5 mm weiter .
Als Zonenbegrenzung habe ich aus Packpapier eine Innenmaske gemacht
gelocht und mit Tesaband befestigt.
Als ersten Versuch würde ich nur zwei Runden machen und dann schon kontrollieren,
weil mehr könnte schon zu viel sein.
Das Poliermittel habe ich zuerst mit dem Pinsel über die ganze Runde Aufgetragen
Damit garantiert dass überall die gleiche Konzentration ist.
Die Konzentration kann etwas dünner sein als wie hier im Beispiel, wo ich es dicker gemacht habe
um die Bewegung besser sichtbar zu machen.
Wichtig ist das du bei der Beendung der Runde die begonnene Stelle nur mit dem
halben Durchmesser des Poliertools überlappst und die nächste Runde auf einer anderen Stelle beginnst.
Das anpassen des Poliertools ist auch gut von oben damit das Pech nach unten
fliesen kann und somit ohne besonderen Druck sich anpassen kann.

Jetzt bin ich gespannt auf dein Ergebnis.

Viele Grüße
Alois






Bearbeitet von: Alois am: 30.11.2008 22:25:24 Uhr
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Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
6738 Beiträge

Erstellt  am: 30.11.2008 :  22:20:55 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Achim,

Zitat:
...Darum herumlaufen kann ich nicht, der Spiegel muss von Hand gedreht werden. Hmmm ... vielleicht mache ich doch ein 3cm Tool mit 23er Pech, markiere den Rand um Drehung zu vermeiden ... bin noch unschlüssig...


wenn der Spiegel nicht stetig drehbar gelagert ist und Du noch nicht einmal um den Tisch herumlaufen kannst sorry, dann ist Murks vorprogammiert.

Gruß Kurt

Bearbeitet von: am:
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Roland
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3249 Beiträge

Erstellt  am: 01.12.2008 :  00:09:46 Uhr  Profil anzeigen
Ein Leben ohne Drehteller ist wie ein Leben ohne Drehbank oder ohne Moped

Bearbeitet von: am:
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Klaus Rick
Mitglied im Astrotreff


88 Beiträge

Erstellt  am: 09.12.2008 :  14:21:46 Uhr  Profil anzeigen
Ein Moped ohne Drehteller ist wie eine LC-4 ohne Glatteis.

Gruß Klaus

Bearbeitet von: am:
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Roland
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3249 Beiträge

Erstellt  am: 11.12.2008 :  01:55:33 Uhr  Profil anzeigen
Eine LC4 ohne Glatteis ist wie ne Husaberg ohne Nabenbruch

Bearbeitet von: am:
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Klaus Rick
Mitglied im Astrotreff


88 Beiträge

Erstellt  am: 12.12.2008 :  22:59:22 Uhr  Profil anzeigen
Hi Roland,

man achte auch auf die Reifen auf dem Bild ...net schlecht, der Bruch - SO was in der Art hatte ich schon mal mit meiner gepimpten XL600Sb in grauer Vorzeit (passiert in der Sandpiste in Mehlingen !)

Gruß Klaus

Bearbeitet von: am:
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AchimS
Meister im Astrotreff

Deutschland
982 Beiträge

Erstellt  am: 14.12.2008 :  20:15:59 Uhr  Profil anzeigen  Besuche AchimS's Homepage
Hi Leute,

zurück zum Thema ;-)

ich komme eben aus der Kälte - konnte eben wieder einen Startest durchführen. Ich war dem Rat von Alois gefolgt, hatte mit einem 35mm Tool den Bereich von 400mm bis zum Rand bearbeitet (Vielen herzlichen Dank an Alois für die tolle Erläuterung!). Das Ergebnis ging in die richtige Richtung, nur war mir die Gesamtkorrektur etwas zur hoch, insbes. die 3 äußeren Zonen waren mir zu dicht am Soll-Wert, da ich dort tendentiell scheinbar zur geringe Werte messe. So bin ich dann mit dem 17er Tool TOT in 6 min nochmals ran gegangen. Mir war klar, dass damit alle inneren Zonen verändert werden, doch sah ich darin die Chance die Korrektur der äußeren Zonen zurückzunehmen. Die Wirkung ging etwa in die Richtung, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Den Messwerten nach liegt der Spiegel in grünen Bereich (aber nicht mehr so exorbitant gut), und .... der Startest harmonisiert mit den Messungen! Extrafokal ist äußerste Beugungsring etwas zu dominant, intrafokal ist die Abbildung dazu recht symetrisch; auch hier ist der äußerste Beugungsring klar definiert und merklich kräftiger als die inneren Interferenzringe. Im noch nicht 100% ausgekühltem Zustand ist intrafokal auch der innerste Beugungsring merklich kräftiger, voll ausgekühlt verschwindet dieser Effekt jedoch. Das Bild ist Intrafokal nunmehr nicht mehr so ausgefranst, man kann Beugungsringe gut ausmachen. Die FS-Abschattung ist von der Größe her auch in etwa gleich groß. will heißen bei gleichem Grad der Defokussierung. Den Messwerten und dem Startest nach ist der Spiegel gut, aber nicht herausragend.

Anbei die Messwerte:

Zone Wert
1 0,26
2 0,95
3 1,62
4 2,41
5 3,10
6 3,83
7 4,48
8 5,09
9 5,79

Abblenden auf 430mm und 410mm brachte keine merkliche Veränderung, ebenfalls wurde durch eine zentrale Blende (120mm) die Abbildung kaum verändert.

Das Seeing war nicht toll, es hat gerade so gereicht. Mit dem 7er ging es noch halbwegs vernünftig, ich habe es auch mit dem 5er Oku (418-fach bei 1,1mm AP) versucht, das war von kurzen Blicken abgesehen aber leider zu viel des Guten.

Nun stellt sich die bekannte Frage: und nun ?? ;-)

Viele Grüße

Achim

Meine Teleskop- und Spiegelschleifprojekte findet Ihr hier: http://www.strnad-emskirchen.de

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bonage
Senior im Astrotreff

Deutschland
240 Beiträge

Erstellt  am: 14.12.2008 :  21:05:59 Uhr  Profil anzeigen
hallo Achim,
mein 18ner zeigt in etwa dss gleiche Bild beim Startest. Das, was du zu verbessern glaubst, wirst du am Himmel nicht sehen. Ich würde ihn so lassen.

Gruß
Gerhard

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Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
6738 Beiträge

Erstellt  am: 14.12.2008 :  22:35:44 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Achim,

Zitat:
Das Seeing war nicht toll, es hat gerade so gereicht. Mit dem 7er ging es noch halbwegs vernünftig, ich habe es auch mit dem 5er Oku (418-fach bei 1,1mm AP) versucht, das war von kurzen Blicken abgesehen aber leider zu viel des Guten.

Nun stellt sich die bekannte Frage: und nun ?? ;-)




bei allem Respekt vor Deiner Schleif- und Polierleistung, Startest wenn noch nicht eimal 1,1 mm AP geht kannst Du getrost vergessen, wenn der Spiegel eigermaßen OK ist Du aber die letzten Feinheiten erfassen oder gar korrigieren möchtest.

Da gutes 18"- Seeing wahrscheinlich nur 1x im Jahr gegeben ist bau Dir lieber ein Interferometer...Damit kommst Du wesentlich schneller zum bestmöglichen Spiegel. Ersatzweise mit etwas weniger Aufwand ginge es auch mit dem Dall O- Test.

Gruß Kurt

Bearbeitet von: am:
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AchimS
Meister im Astrotreff

Deutschland
982 Beiträge

Erstellt  am: 15.12.2008 :  12:00:36 Uhr  Profil anzeigen  Besuche AchimS's Homepage
Hallo Kurt,

[/quote]

Dir lieber ein Interferometer[8D[/quote]

Ich war schon mal kurz davor ... Da warst Du mit deinem Posting über das PDI schuld ... das Ganze war dann wieder eingeschlafen, da es am PDI-Plättchen fehlte.

Ich werde in Ruhe den alten Beitrag nochmals durchgehen, wenn ich mich recht erinnere, ist es bei kreativen Ideen für das nötige 'Löchlein' ohne (für mich) Umsetzbarkeit geblieben.

Demnächst (ab 22.12.) habe ich endlich Urlaub, wenn's die Frau erlaubt will ich mich gerne auf das Thema stürzen.

Viele Grüße

Achim

Meine Teleskop- und Spiegelschleifprojekte findet Ihr hier: http://www.strnad-emskirchen.de

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fraxinus
Altmeister im Astrotreff


2592 Beiträge

Erstellt  am: 15.12.2008 :  12:41:45 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Achim,

vergiss das PDI für Deine Spiegelgröße, soviel ich verstanden habe wird das nichts. Man braucht zu viele Streifen dafür. Bei kleinen langsamen Spiegels ist es was anderes.
Am schnellsten und billigsten dürfte das Michelson sein.
Du brauchtst He-Ne Laser und eine unbelegte Referenzsphäre.
Letzere entweder selbst schleifen oder einen Achromaten "entkitten".
Als Strahlteiler ist eine Glasscherbe nicht optimal, aber für erste Versuche ausreichend. Damit wirst Du auf alle Fälle sehen wie es um Deinen Rand bestellt ist.

Nur Mut, es dauert wirklich nicht viel länger als der Bau eines Foucault-Testers. Zunächst alles ohne Einstellschrauben hinstellen und ein bisserl rumspielen mit den Streifen, dann siehst Du schon wo man was genau justieren muss und wo nicht.

Viele Grüße
Kai

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AchimS
Meister im Astrotreff

Deutschland
982 Beiträge

Erstellt  am: 21.12.2008 :  12:19:05 Uhr  Profil anzeigen  Besuche AchimS's Homepage
Hi Leute,

unabhängig vom begonnenen Interferometerbau habe ich mich wieder mit dem Spiegel beschäftigt. Ausgangssituation:



Ich hatte nochmals mit Alois telefoniert. Auf seinen Rat hin habe ich mit einem 85mm Tool weiter gemacht. Ähnliches Prinzip: neue, relativ weiche Pechhaut (23 Grad), das Tool am Rand markieren um Verdrehen bei der Korrektur vorzubeugen. Zentral habe ich eine Blende aus Packpapier mit r = 90mm befestigt, um eine saubere Orientierung zu haben, nach außen habe in den Korrekturbereich mit permanenten Edding-Stift bei r = 200mm markiert. Poliert wurde mit kleinen Kreisen, ca. 1/2 cm Versatz pro Kreis. Nach Abschluss der 1. Runde (aufpassen, dass man genau nicht zu kurz oder zu weit poliert) das Tool abgehoben, etwa 1/2 Spiegelumdrehung versetzt wieder aufgesetzt, dann nochmals 1 Runde poliert. In Summe haben die zwei Runden ca. 6min gedauert. Das Bild anbei dient der Verdeutlichung.



Ich komme eben aus dem Keller, habe so gut und gründlich wie mir dies möglich ist mittels Foucault das Ergebnis ausgemessen:



Die Wirkung ist wie gewünscht: der 'Berg' bei r = 140mm ist abgetragen worden.

Nun hoffe ich auf günstige Bedingungen für den nächsten Star-Test. Ich bin guter Dinge. Sollten sich die Messwerte in etwa am Stern bestätigen lasse ich es gut sein.

Viele Grüße

Achim

p.s. Ich messe immer im stock dunklen, sobald eine Zone sauber ausgemessen wurde kann ich mittels LED-Lampe erst die Messuhr ablesen - das verhindert die Tendenz zu 'Wunsch'-Werten

Meine Teleskop- und Spiegelschleifprojekte findet Ihr hier: http://www.strnad-emskirchen.de

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AchimS
Meister im Astrotreff

Deutschland
982 Beiträge

Erstellt  am: 22.12.2008 :  09:14:07 Uhr  Profil anzeigen  Besuche AchimS's Homepage
Hi,

noch eine Ergänzung. Ich habe das Zentrum mit Foucault ebenfalls ausgemessen. Mit damit 10 Messpunkten sieht der aktuelle Stand wie folgt aus:



Viele Grüße

Achim

Meine Teleskop- und Spiegelschleifprojekte findet Ihr hier: http://www.strnad-emskirchen.de

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FHarry
Meister im Astrotreff

Deutschland
911 Beiträge

Erstellt  am: 22.12.2008 :  09:30:54 Uhr  Profil anzeigen
Hi Achim,

saubere Arbeit. Ehrlich gesagt, hab ich auch immer gedacht, daß man mit solchen gezielten Sessions eigentlich an's Ziel kommen müßte. Hab mich zwecks der "rauhigkeiten"-Aversionen bei kleinen Tools aber nie getraut. Und die sonstigen Tips die man immer bekommt laufen dann auf größere Tools mit bestimmter Strichfühurng und Kantendruck usw. hinaus, wo man schon Aufgrund dem Parameter "Handschrift"-Einfluss eher Experimentiert als gezielt arbeitet.

Dein Ergebnis macht Mut diese Vorgehensweise beim nächsten Projekt auch einfach mal einzusetzen.

Ich hab zwei Fragen:
1. Wie aus deinem Foto sehr schön zu sehen ist, hast du bis Zone 7 hinaus poliert? Die Zone war aber doch im grünen Bereich. Du hast also mit einem Sterntool gearbeitet, oder?
2. Was hast du spezielles unternommen um Rauhigkeiten vorzubeugen? Besonders dünne Suppe? Ich hab immer den Eindruck daß das Tool bei dünnerer Suppe länger braucht um ordentlich zu greifen. Was bei solch gezielten Aktionen dann natürlich voll daneben ist. Oder ist das 23° Pech bereits ein Garant für glatte Oberfläche bei diesen kleinen Tools?


Gratulation zu diesem feinen Teil. Wahrscheinlich werden wir hier fast zeitgleich unsere Startest Ergebnisse posten. Warte mit meinen 22 Zoll auch grade auf's richtige Wetter.

Grüße,

Harry


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