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 Foucault-Test: Wie Fotos machen?
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Christian_S
Senior im Astrotreff

Deutschland
184 Beiträge

Erstellt am: 06.11.2005 :  17:02:27 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Christian_S's Homepage
Hallo,

ich möchte mir als Erstlingswerk evtl. einen 8"-Spiegel schleifen für einen Reise/Richfielddobson und dachte dabei an ein Öffnungverhältnis von ca. f/5 (evtl. noch etwas kürzer). Dass das für den Eintieg nicht gerade einfach ist, ist mir bewusst, aber einen "langen" Spiegel kann ich nicht brauchen. Bezüglich des Schleifens habe ich jetzt jedoch noch weniger Sorgen als bezüglich des Messens bzw. dem Bau des Foucault-Testers.

Nun habe ich gelesen, dass man mit dem Auge relativ nahe an den Tester bzw. die Klinge heran muss . Daher die erste Frage: Kann man die Messungen noch mit Brille machen?

Andererseits fände ich die Möglichkeit gut, Fotos machen zu können, einerseits um das ganze am Monitor auszuwerten, andererseits um im Falle des Falles (also ganz bestimmt ) Bildmaterial zu haben, an Hand dessen ich euch mit Fragen löchern kann .

Da ich bis jetzt weder Digitalkamera noch Webcam besitze und bisher noch nie ein Foto durch irgendein Teleskop o.ä. gemacht habe, würde mich nun interessieren, was man braucht, um die Foucault-Bilder zu fotographieren.

Ich habe gesehen, dass einige Leute ihre Tester mit einem Mini-Fernrohr ausstatten, wird auch dadurch das Foto gemacht? Oder direkt mit der Kamera? Reicht eine Webcam, oder braucht man mehr Auflösung, also eine Digitalkamera? Und da ich mir ohnehin eine Digitalkamera zulegen möchte: Empfiehlt es sicht, für diesen Zweck auf irgendetwas zu achten, oder kann man jede beliebige nehmen?

Wie ihr seht, vermutlich lauter typische Anfängerfragen . Aber bevor ich nicht einen Tester funktionstüchtig fertig habe und das Messen an meinem jetzigen 12,5" f/4,5 Spiegel beherrsche, werde ich nicht mit dem Schleifen anfangen .

Vielen Grüße
Christian

http://www.himmel-und-er.de

Bearbeitet von: Christian_S am: 06.11.2005 17:10:19 Uhr

FrankH
Altmeister im Astrotreff


9881 Beiträge

Erstellt  am: 06.11.2005 :  20:07:26 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Christian

wenn du bei f/5 direkkt mit dem Auge hinter dewr Schneide mißt mußt du ca. auf 15mm oder näher ran
bei verwendung eines Hilfsfernrohres können bei schnellen Spiegeln Fehlmessungen auftreten, das kommt auf Fernrohr drauf an?
mit den Fotos das ist nicht so einfach erklärt, der Spiegel sollte einigermaßen das Bild füllen, das braucht entsprechendes Teleobjektiv, das muß auf den geringen Abstand aber auch noch scharf zu stellen gehen, an der Stelle ist es für den einen oder anderen leichter mit Hilfsfernrohr, die ganze ausrichterei ist aber auch nicht komisch.
Wenn du mit Maske messen tust geht es bloß um Helligkeitsgleichgewicht zweier Zonen, macht nichts wenn es verschwommen ist?
Du könntest eine Toucam mit einem Objektiv ca. 23mm Brennweite benutzen, vieleicht von einem alten Okular? oder 8mm Videokamera? die Toucam wirst du zum Fotografieren bestimmt auch brauchen.

Gruß Frank

Bearbeitet von: am:
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Christian_S
Senior im Astrotreff

Deutschland
184 Beiträge

Erstellt  am: 07.11.2005 :  10:19:02 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Christian_S's Homepage
Hallo Frank,

15 mm ist mit Brille doch recht knapp, ohne irgendwo dagegen zu stoßen. Vielleicht sollte ich den Tester gleich so bauen, dass es über Fotos geht. Eine verschwommene Messung wäre mir ehrlich gesagt suspekt, ich möcte schon scharf und entspannt schauen, was Sache ist.

Ein altes 25mm-Okular hätte ich rumliegen für eine Webcam, aber eigentlich brauche sich sonst keine Webcam, daher wäre es mir lieber, es mit einer Digitalkamera zu probieren. Die Minifernrohr-Geschichte macht wohl bei einem so kurzen Abstand vom Spiegel zum Tester auch wenig Sinn?

Viele Grüße
Christian

http://www.himmel-und-er.de

Bearbeitet von: Christian_S am: 07.11.2005 10:21:47 Uhr
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mesiahs
Meister im Astrotreff


982 Beiträge

Erstellt  am: 07.11.2005 :  11:34:26 Uhr  Profil anzeigen
Hallo, ich würde erst mal den Tester bauen dann siehst du ob du mit deiner Brille klar kommst.Kamera ,kleines Fernrohr usw kannst du dann immer noch hinten drann hängen.

Mach es so gut wie möglich, schlecht wird es von alleine

Bearbeitet von: am:
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reiner
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1445 Beiträge

Erstellt  am: 07.11.2005 :  12:51:36 Uhr  Profil anzeigen  Besuche reiner's Homepage
Hallo Christian,
ich würde auf jeden Fall ein kleines Fernrohr hinter den Tester bauen, damit kannst Du entspannter messen und mit 'ner Digiknipse dann auch ganz einfach afokal durchs Okular fotografieren. Ich habe für meinen Tester ein Fernrohr aus einem 55mm KB Objektiv mit einem 1.25-Zoll Adapter für ein 10 mm Okular gebaut.

Grüße
Reiner

Dobsons Bauen und Deep Sky
www.reinervogel.net

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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10303 Beiträge

Erstellt  am: 07.11.2005 :  15:23:36 Uhr  Profil anzeigen
Achte darauf, wenn Du mit dem Auge schauen willst, dass Du auch mit dem Kinn und der Nase dahinterkommst. Ich habe die Klinge entsprechend hoch gehalten. Nebenbei, meine ToUcam passt so mit dem mitgelieferten Dreifuß genau dahinter. Ein entsprechendes brennweitengerechtes Objektiv hatte ich mir aus Resten einer Scanneroptik und einem "Billig-Tschibo-Spektiv" gebastelt- gehalten durch einen Papierring. Es muss ja nicht verzeichnungsfrei sein, eine hohe Pixelauflösung ist auch nicht erforderlich. Die Webcam hat gegenüber der Digiknipse idR den Vorteil, dass man live am Bildschirm alles mitbeobachten kann, und sie geht nach 10 sek. nicht gleich auf Standby.

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FrankH
Altmeister im Astrotreff


9881 Beiträge

Erstellt  am: 07.11.2005 :  22:32:48 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:

Ein entsprechendes brennweitengerechtes Objektiv hatte ich mir aus Resten einer Scanneroptik und einem "Billig-Tschibo-Spektiv" gebastelt- gehalten durch einen Papierring. Es muss ja nicht verzeichnungsfrei sein,



Hallo

na damit habe ich mich schon angesch... die Billigsucheroptik hat schon visuell mit Maske zu Fehlmessungen geführt, wenn du statt mit Pinstick am Bildschirm messen willst oder das ein Programm übernehmen lässt stimmt das erst recht nicht.
Farbrein muß es aber nicht sein, es reicht wenn die Lichtquelle eine reine Farbe hat, in dem Fall logischerweise nicht weiß

Gruß Frank

Bearbeitet von: FrankH am: 07.11.2005 22:35:01 Uhr
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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10303 Beiträge

Erstellt  am: 07.11.2005 :  23:17:01 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Frank,
ich benutze eine grüne LED, chromatische Fehler also ausgeschlossen.
Das Objektiv aus dem Scanner hatte für sich eine zu lange Brennweite, erst in Kombination mit einem Linsenpaar (war wohl das Teil zum Bildaufrichten) aus dem Tschibo passte es. Rund ist das Bild noch und weitgehend scharf (halt ohne IR-Sperrfilter). Hier ein älteres Bild:

Zu sehen ist die Papierrolle, die stramm am Objektivgewinde der Webcam hält, eine zweite Papierrolle mit dem "Objektiv" läßt sich zwecks Schärferegelung darin verschieben.
Ich empfinde die Auswertung der Coudermaske am Bildschirm deutlich angenehmer als mit dem Auge hinter der Klinge. keine Thermik durch Körperwärme, keine Vibrationen, da man bequem sitzt.
Ich werde aber demnächst ein "Weißbild" in Testaufstellung machen und die Helligkeitsverteilung am PC austesten. (Ich denke, eine Kontrastverstärkung oder Falschfarbendarstellung der Webcam-Aufnahme in einer Photoverarbeitung könnte Fehler der Ausleuchtung/Aufnahme hinreichend aufzeigen).
PS: Die Webcam steht auf zwei Beinchen und lehnt sich geradezu an die Klinge.
Gruß

Kalle - Alles wird gut !
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Christian_S
Senior im Astrotreff

Deutschland
184 Beiträge

Erstellt  am: 08.11.2005 :  01:09:27 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Christian_S's Homepage
Hallo Kalle,

interessanter Aufbau! Vielleicht ist eine Webcam doch nicht so dumm . Ich werde auf jeden Fall genügend Platz lassen für alle Eventualitäten wie Kopf oder Kamera .

Sehe ich es richtig, dass das Bild des Spiegels durch das Objektiv "nur" nicht verzerrt werden darf, damit die Auswertung noch klappt? Warscheinlich muss ich mir dann noch etwas geeignetes besorgen, womit ich eine Webcam objektivmäßig ausstatten könnte...

Viele Grüße
Christian

http://www.himmel-und-er.de

Bearbeitet von: Christian_S am: 08.11.2005 01:12:21 Uhr
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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10303 Beiträge

Erstellt  am: 08.11.2005 :  01:41:31 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Christian,
das kommt meiner Meinung nach auf die Art der Auswertung an. Z.B. mit Coudermaske muss man für bestimmter Felder beurteilen, ob Bildausschnitte (die durch eine Loch-Maske vorgeben sind) gleich hell sind. Verzerrungen sind da nur insoweit von Interesse, als dass sie die Helligkeit beeinflussen. Ohne Maske, über eine photometrisch geartete Auswertung per Public-Licence-Programm wird die Verzerrung dagegen eine größere Rolle spielen (Beurteilung, wo die Schattengrenze liegt)
Im Ergebnis dürften die Verzerrungen und Ausleuchtungsfehler per Webcam/Digicam keine so große Rolle spielen, mit dem nakten Auge zittert man schließlich auch. Die Frage ist hier, wie genau/empfindlich muss die Messung sein. Man muss halt schauen, dass man eine Messreihe cet.par. (unter sonst gleichen Bedingungen) durchzieht. Hinzu kommen noch ganz andere Fehlerquellen (Positioniergenauigkeit des Testers, Winkelfehler, etcetc). ..und Seeingprobleme auf der Messstrecke (bei großen Spiegeln haben selbst Astro-Profis und nicht nur Amatuere Probleme damit)
Über Messwiederholungen verkleinert man den Fehler (4 Messungen halbieren praktisch den Fehler (Wurzelfunktion), soweit nicht in der Messapparatur begründet.)

Kalle - Alles wird gut !
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Christian_S
Senior im Astrotreff

Deutschland
184 Beiträge

Erstellt  am: 09.11.2005 :  12:40:44 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Christian_S's Homepage
Hallo Kalle,

danke nochmal. Ich denke, ich werde erst den Tester bauen und dabei so viel Platz lassen, das Telesköpchen, Webcam oder Digikam gut anbaubar wären. Wo der Kopf hinpasst, sollte das Gerödel dann auch gut hinpassen . Ob Webcam oder Digikam, das werde ich dann erst entscheiden.

Viele Grüße
Christian

http://www.himmel-und-er.de

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