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 Buchrezension "Polarlichter"
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Ute07
Meister im Astrotreff

Deutschland
418 Beiträge

Erstellt am: 22.12.2013 :  20:21:34 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Polarlichter
Feuerwerk am Himmel
2. Auflage


Autor: Andreas Pfoser, Tom Eklund
Verlag: Oculum Verlag
176 Seiten
Preis: € 39,90
ISBN: 3938469463

Amazon


© Oculum Verlag
Mit freundlicher Unterstützung
des Verlages


Klappentext:

Polarlichter sind faszinierende Erscheinungen. Als Aurora Borealis und Aurora Australis in den Polarregionen beider Erdhemisphären vorkommend, versetzen ihre unaufhörlichen Farben- und Formenspiele die Menschen in Staunen. Der Meteorologe Andreas Pfoser erklärt die physikalischen Zusammenhänge, die zur Entstehung dieses Naturphänomens führen. Die Verknüpfung mit der Aktivität der Sonne und die Wechselwirkungen in der Erdatmosphäre werden detailliert und verständlich erläutert.

Die fantastischen Aufnahmen, präsentiert im großzügigen Querformat, hat der finnische Polarlichtfotograf Tom Eklund über einen Zeitraum von 14 Jahren zusammen getragen. Dabei gelang es, auch einige Ereignisse zu dokumentieren, deren Auslöser auf unserem Tagesgestirn durch Sonnensatelliten erfasst wurden, so dass sich der Ablauf der Ereignisse von der Sonneneruption bis zum Polarlicht-Schauspiel nachvollziehen lässt.

Die vorliegende 2. Auflage enthält neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Zudem wurden zahlreiche Polarlichtbilder durch aktuellere, mit moderner Technik erstellte Fotos ersetzt.



Rezension:

Als ich diese Buch auspackte, erwartete ich einen Bildband mit vielen schönen Aufnahmen von Polarlichtern und wurde nicht enttäuscht.
Aber dieses Buch ist noch soviel mehr!

Es beginnt mit historischen Beschreibungen, Sagen und Mythen der unterschiedlichen Völker. Das Leuchten, welches vor allen Dingen vom atomaren Sauerstoff sowie vom molekularen Stickstoff abgegeben wird, hat seit vielen Generationen die Menschen in seinen Bann gezogen und macht dies heute noch.

Die ersten wissenschaftlichen Erklärungsversuche begannen Anfang des 16. Jahrhunderts durch Kopernikus mit seinem heliozentrischen Weltbild und um 1600 herum durch William Gilbert mit umfangreichen Arbeiten über den Magnetismus bis man schließlich zu dem Verlauf der magnetischen Feldlinien kam und diese 1907 präzise berechnete! Ohne Computer!

Zwischen einzelnen Blöcken von jeweils mehreren Polarlichtaufnahmen finden sich Kapitel mit wissenschaftlichen Erklärungen dieser faszinierenden Naturschauspiele. Von einer erst einmal leicht verständlich gehaltenen Definition ausgehend dringen die einzelnen Kapitel immer tiefer in die Materie ein.
Erdatmosphäre und Magnetosphäre, Sonnenwind und Sonnenaktivität – alles, was in die Entstehung der Polarlichter hineinspielt wird ausführlich behandelt. Dabei bauen die Kapitel aufeinander auf, so dass der Leser ein fundiertes Grundwissen erhält.
Wer sich jetzt auf macht, um Polarlichter zu beobachten, findet Angaben zu den besten Voraussetzungen die man ausnutzen sollte, sowie Hinweise zur besten Jahres- oder Tageszeit.
Das „Space Weather“, was für die Leuchterscheinungen verantwortlich ist, interessiert aber inzwischen nicht nur Polarlicht-Beobachter, es ist in unserer heutigen technisierten Welt immer wichtiger, geomagnetische Stürme ankündigen zu können. Internet-Links zu den diesbezüglichen Seiten sind im Anhang zu finden.
Am Ende des Buches gibt es dann noch einige Beobachtungstipps und eine Einführung in die Fotografie - nicht nur für Polarlichter.

Das Buch schließt ab mit statistischen Auswertungen, Umrechnungstabellen, chemischen Reaktionen, Einheiten und einem Glossar sowie zahlreichen Literatur und Internet Hinweisen.

Neben den wirklich sehr schönen Polarlicht-Aufnahmen versorgen die Texte den Leser mit einer Fülle an Informationen. Viele farbige Grafiken und Tabellen helfen, komplizierte Zusammenhänge zu verdeutlichen. Dazu sind auf ein paar Seiten Kästen mit „Spezialwissen“ verteilt.


Fazit:

Für Polarlichtfans und die, die es werden möchten die ideale Lektüre.
Eine gelungene Mischung von sehr gelungenen Fotos und erklärenden Informationen.

53.401 N, 8.023 O

Capt. Kirk: GSO Dobson 12"
Albert Einstein: Bresser Skylux 70/700
Col. O'Neill: GSO 8" Parabol Newton auf HEQ5
Caroline Herschel: Meade ETX70
zu Hause im "Astrobunker"

Bearbeitet von: Sternli am: 22.12.2013 21:08:17 Uhr
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