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Seite: von 4

Roland_DT
Meister im Astrotreff


293 Beiträge

Erstellt  am: 04.12.2012 :  22:40:35 Uhr  Profil anzeigen
Hallo,

dies ist ein sehr interessanter Artikel. Allerdings frage ich mich beim folgenden Abschnitt, wie sich eine solche Wellenlänge exakt bestimmen ließe.

Zitat:
Original erstellt von: Kurt
Es bleibt noch eine Unsicherheit, weil die Wellenlänge der Laserdiode nicht ganz genau bekannt ist. Für die Auswertung wurde 650 nm als Messwellenlänge angenommen. Bei einer Unsicherheit von +/- 10 nm würde die Strehlzahl nach Berechnung von openFringe im Bereich von S=0,965 bis S=0,937 liegen.



Viele Grüße,
Roland

Bearbeitet von: am:
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mkoch
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2552 Beiträge

Erstellt  am: 05.12.2012 :  08:43:35 Uhr  Profil anzeigen  Besuche mkoch's Homepage
Hallo Roland,

Zitat:
Original erstellt von: Roland_DT
Allerdings frage ich mich beim folgenden Abschnitt, wie sich eine solche Wellenlänge exakt bestimmen ließe.


Normalerweise kannst du dich auf die Angaben des Laserdioden-Herstellers verlassen. Abweichungen von mehr als +-5nm sind unwahrscheinlich.
Man kann die Wellenlänge mit einem Gitter-Spektrometer messen. Als nächstes stellt sich dann die Frage, wie man die Gitterkonstante überprüfen kann bzw. wie man das Spektrometer kalibrieren kann. Das macht man dann mit bekannten Lichtquellen, z.B. Gasentladungslampen oder HeNe-Laser.

Gruß
Michael

Bearbeitet von: mkoch am: 05.12.2012 09:03:52 Uhr
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StefanSLS
Meister im Astrotreff

Germany
895 Beiträge

Erstellt  am: 05.12.2012 :  17:50:16 Uhr  Profil anzeigen
Hallo zusammen,

Noch eine praktische Frage: wie befestige ich das PDI Plattchen? Die aufgedampfRe chromSchicht ist ja sehr empfindlich.

Vielen dank und grüssen,

Stefan

Bearbeitet von: am:
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mkoch
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2552 Beiträge

Erstellt  am: 05.12.2012 :  18:05:43 Uhr  Profil anzeigen  Besuche mkoch's Homepage
Hallo Stefan,

Zitat:
Original erstellt von: StefanSLS
Noch eine praktische Frage: wie befestige ich das PDI Plattchen?



Entweder mit Silikonkleber am Rand festkleben (zwei kleine Punkte genügen), oder rein mechanisch mit Klammern aus Holz oder Kunststoff festklemmen.

Gruß
Michael

Bearbeitet von: am:
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Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
6871 Beiträge

Erstellt  am: 05.12.2012 :  19:39:29 Uhr  Profil anzeigen
(==>) Klaus,
Zitat:
habe Dein PDI ja kürzlich live gesehen ... es ist klasse!..




Vielen Dank für dein Loblied Deine spontane und erfolgreiche Fummelei an der vorgestellten Mimik hat mir nämlich bewiesen dass das Ding auch für Ungeübte praxistauglich ist. Es hat mir aber auch gezeigt dass der Trick mit der Gummibandverspannung fast unverzichtbar ist.

Ich kann mir aber auch sehr gut vorstellen dass man das Gummiband durch eine Zugfeder und Multiplex- Sperrholz durch Metallplatten ersetzen könnte. Nur würde ein Laie ohne Erfahrung in Metallbearbeitung davon eher abgeschreckt werden.

(==>) Roland,
Zitat:
Original erstellt von: Roland_DT

Hallo,

dies ist ein sehr interessanter Artikel. Allerdings frage ich mich beim folgenden Abschnitt, wie sich eine solche Wellenlänge exakt bestimmen ließe...


Zitat:
Original erstellt von: Kurt
Es bleibt noch eine Unsicherheit, weil die Wellenlänge der Laserdiode nicht ganz genau bekannt ist. Für die Auswertung wurde 650 nm als Messwellenlänge angenommen. Bei einer Unsicherheit von +/- 10 nm würde die Strehlzahl nach Berechnung von openFringe im Bereich von S=0,965 bis S=0,937 liegen.



Leider ist mir mit S=0,965 bis S=0,937 ein Fehler unterlaufen. Die richtigen Werte sind S=0,943 bis 0,949, wenn man wie bereits gesagt eine Unsicherheit der Messwellenlänge von +/- 10 nm annimmt. Die Strehlzahl „wackelt“ also in der 3. Nachkommastelle.

Lt. Michael ist aber diese Unsicherheit nur halb so groß. Danach schrumpft die Unsicherheit der Strehlzahl auf den Bereich von 0,943 bis 0,946. Wem also die Angabe Messwellenlänge 650 nm +/- 5 nm immer noch zu unsicher ist der sollte sich seine Laserdiode bei der PTB ( Physikalisch Technischen Bundesanstalt) eichen lassen.

Noch etwas zur Veranschaulichung des Problemchens:
Man kann z. B. mit „openFringe“ schnell feststellen in welchem Maße die Unsicherheit bei der Messwellenlänge auf die Strehlzahl durchschlägt. Man muss für obiges Beispiel nach Einlesung der I-gramme und Auswertung zurück zum Menüpunkt „Configuration => Mirror Test Parameters“ und statt 650nm einmal 645 nm bzw. 655 nm einsetzen. Eine erneute Einlesung der I-Gramme ist dazu nicht erforderlich. Das kann man auch in Schritten von 10 nm machen und die Ergebnisse mit EXCEL grafisch darstellen. Das gilt natürlich für jede Art von Interferometern.

Bild 18


Damit keine Irrtümer aufkommen, wir reden hier nur über den Fehler wg. Unsicherheit der Messwellenlänge und nicht über den Gesamtfehler bei der Strehlermittlung.

(==>) Stefan,
Zitat:
Noch eine praktische Frage: wie befestige ich das PDI Plattchen? Die aufgedampfRe chromSchicht ist ja sehr empfindlich.



nach meiner Erfahrung mit div. Metallschichten halte ich die Chromschicht für sehr robust. Wenn man da nicht gerade mit Schleifmittel rangeht passiert so schnell nix. Ic hab das Plättchen mit einem schmalen Streifen aus doppelseitigem Klebeband an eine Blechplatte angeklebt. das lässt sich jederzeit wieder lösen ohne dass die Chromschicht Schaden leidet. es macht ihr auch nichts aus wenn man sie mittels "Optical Wonder" o. ä. spült und mit einem sauberen Microfasertuch trocknet.

Gruß Kurt

Bearbeitet von: Kurt am: 05.12.2012 19:50:19 Uhr
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RogerZi
Meister im Astrotreff

Schweiz
338 Beiträge

Erstellt  am: 05.12.2012 :  20:06:30 Uhr  Profil anzeigen
Hallo

die Frage mit der Reinigung kommt unweigerlich, jedenfalls für mich, der gerne mal alles antappt...
Also, ich hab das Plättchen mit Aceton gereinigt, hoffe dass dies keinen Schaden verursachte.
Jedenfalls konnte ich danach immer noch Bilder aufnehmen und vermessen.

Gruss

Roger

Meine Ausstattung:
zwei Augen und ein Sterngucker

Bearbeitet von: am:
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fraxinus
Altmeister im Astrotreff


2742 Beiträge

Erstellt  am: 05.12.2012 :  20:09:14 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kurt,
Zitat:
...Messwellenlänge 650 nm +/- 5 nm immer noch zu unsicher ist der sollte sich seine Laserdiode bei der PTB ( Physikalisch Technischen Bundesanstalt) eichen lassen...

... oder besser gleich einen He-Ne Laser verwenden

Der Fehler hängt auch vom Durchmesser und vorallem vom Öffnungsverhältnis ab!
Ich vermute wieder: proportional zu D und Dritte Potenz zu N

Überall wo Genauigkeit leicht zu holen ist, sollte man kompromisslos zuschlagen. Schlecht wird es dann von selber...

Ansonsten völlig d'accord, bei einem 8" f/6 reicht es vermutlich aus, bei OpenFringe im Config-Panel die Farbe "rot" einzutragen oder grob nach dem RAL Katalog zu differenzieren.

Viele Grüße
Kai

Bearbeitet von: am:
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Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
6871 Beiträge

Erstellt  am: 05.12.2012 :  20:18:36 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kai,

Zitat:
... oder besser gleich einen He-Ne Laser verwenden


hab ich einen und werde den auch zum Vergleich mit meinen Laserdioden nutzen. Das könnte man auch mit dem Bath durchziehen. Mein He-Ne nämlich etwas sperrig und wäre damit wenig geeignet für ein PDI mit einfachsten Mitteln.

Gruß Kurt

Bearbeitet von: am:
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mkoch
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2552 Beiträge

Erstellt  am: 05.12.2012 :  22:39:58 Uhr  Profil anzeigen  Besuche mkoch's Homepage
Hallo Kurt,

Zitat:
Original erstellt von: Kurt
hab ich einen und werde den auch zum Vergleich mit meinen Laserdioden nutzen. Das könnte man auch mit dem Bath durchziehen. Mein He-Ne nämlich etwas sperrig und wäre damit wenig geeignet für ein PDI mit einfachsten Mitteln.



Der Nachteil des HeNe Lasers im PDI ist, dass man zusätzlich einen Raumfilter braucht um das divergente Strahlenbündel zu erzeugen. Das Problem hat man bei Laserdioden nicht.

Alle Dioden die ich durchgemessen habe liegen bei normaler Raumtemperatur im Bereich 651nm - 654nm. Bei höherer Temperatur oder bei grösserem Strom verschiebt sich die Wellenlänge etwas zu längerer Wellenlänge hin.

Hier ist ein typisches gemessenes Spektrum:

In Wirklichkeit ist die Linie natürlich viel schmaler. Mein Spektrometer kann nicht feiner als 0.1nm auflösen.

Gruß
Michael

Bearbeitet von: am:
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StefanSLS
Meister im Astrotreff

Germany
895 Beiträge

Erstellt  am: 09.12.2012 :  09:11:07 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kurt, hallo PDI-Freunde,

ich muss mal nachhaken: Befinden sich die Chromschicht des PDI-Plättchens (die zum Prüfling zeigt) und Austrittsfläche der Laserdiode in einer Ebene? Sprich, befinden sich PDI Plättchen und Laserdiode gleichzeitig im ROC? In der Prinzipskizze sieht es nicht so aus...

Viele Grüße,

Stefan

Bearbeitet von: am:
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mkoch
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2552 Beiträge

Erstellt  am: 09.12.2012 :  11:29:01 Uhr  Profil anzeigen  Besuche mkoch's Homepage
Hallo Stefan,

Zitat:
Original erstellt von: StefanSLS
ich muss mal nachhaken: Befinden sich die Chromschicht des PDI-Plättchens (die zum Prüfling zeigt) und Austrittsfläche der Laserdiode in einer Ebene? Sprich, befinden sich PDI Plättchen und Laserdiode gleichzeitig im ROC?



Ja, die Lichtquelle und die Chromschickt sollten ungefähr in der gleichen Ebene liegen. Abweichungen von einigen Millimetern sind aber völlig unkritisch.

Gruß
Michael

Bearbeitet von: am:
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StefanSLS
Meister im Astrotreff

Germany
895 Beiträge

Erstellt  am: 10.12.2012 :  21:27:02 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kurt,

Noch eine Frage: hast du die Laserdiode ober- oder unterhalb der Laserschwelle betrieben?

Viele grüße,
Stefan

Bearbeitet von: am:
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Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
6871 Beiträge

Erstellt  am: 11.12.2012 :  10:18:45 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Stefan,

Zitat:
Original erstellt von: StefanSLS

Hallo Kurt,

Noch eine Frage: hast du die Laserdiode ober- oder unterhalb der Laserschwelle betrieben?

Viele grüße,
Stefan



grundsätzlich oberhalb der Laserschwelle, weil sonst das Interferenzbild für einen unbelegten Prüfling zu dunkel wird. An einem belegten Prüfling sieht man aber im Diodenbetrieb bei verdunkelter Umgebung immer noch das Interferogramm.

Gruß Kurt


Bearbeitet von: am:
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PeJoerg
Altmeister im Astrotreff


1090 Beiträge

Erstellt  am: 11.12.2012 :  11:32:50 Uhr  Profil anzeigen
? Michael=>

Zitat:
Hier ist ein typisches gemessenes Spektrum:

In Wirklichkeit ist die Linie natürlich viel schmaler. Mein Spektrometer kann nicht feiner als 0.1nm auflösen.


Meeensch, der Michael hat einfach alles, jedes erdenkliche Messgerät.
Halt eines noch nicht: Ein Messgerät was meinen Reifendruck von seinem Computer aus messen kann.
Oder doch? Dann mache ich mir langsam Sorgen.
Viele Grüße
Jörg
p.s. Falls du mal eins mit 0,01nm Auflösung hast, sag mir wohin du das 0,1nm Grobmessgerät entrümpelst.

Ausrüstung: Mehr als ausreichend, aber nie ganz zufriedenstellend.

Bearbeitet von: am:
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mkoch
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2552 Beiträge

Erstellt  am: 11.12.2012 :  17:56:37 Uhr  Profil anzeigen  Besuche mkoch's Homepage
Hi,

Zitat:
Original erstellt von: PeJoerg
p.s. Falls du mal eins mit 0,01nm Auflösung hast, sag mir wohin du das 0,1nm Grobmessgerät entrümpelst.



Das war ein Ebay-Schnäppchen vor ca. 6 Jahren. Seitdem habe ich dort kein vergleichbares Gerät mehr gesehen, jedenfalls nicht zu bezahlbarem Preis. Wenn du selber suchen willst, der passende Suchbegriff wäre "optical spectrum analyzer" auf ebay.com

Gruß
Michael

Bearbeitet von: am:
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