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 Buchrezension "Himmels-Wunder"
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Sternli
Altmeister im Astrotreff

Schweiz
1589 Beiträge

Erstellt am: 19.09.2011 :  19:54:41 Uhr  Profil anzeigen
Himmels-Wunder
20 erstaunliche Dinge im Universum die jeder mit eigenen Augen sehen kann


Autor: Ronald Stoyan
Verlag: Oculum
96 Seiten
Preis: 12.90€
ISBN: 978-3938469-30-9

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© Oculum Verlag
Mit freundlicher Unterstützung
des Verlages

Klappentext:

mit einem Vorwort von Ranga Yogeshwar

Gebirge einer anderen Welt, Polkappen und Wüsten auf einem anderen Planeten, die Geburt und der Tod von Sternen: Wenige Menschen wissen, dass man diese erstaunlichen Dingen mit eigenen Augen sehen kann!

Ronald Stoyan, Chefredakteur der Astronomie-Zeitschrift „interstellarum“, zeigt, dass viele Wunder des Himmels schon mit bescheidenen optischen Mitteln erreichbar sind. „Himmels-Wunder“ zeigt ohne erforderliches Vorwissen was wann und wo am Himmel zu sehen ist.

Dieses einzigartige Buch lädt dazu ein unsere kosmische Umgebung auf ganz neue Weise kennen zu lernen – mit den eigenen Sinnen. Weltraum-Tourismus zum kleinen Preis!


Rezension:

Wunder gibt es immer wieder, sagt man. Das grösste Wunder ist zum einen unsere Existenz, von der man noch nicht weiss, ob das selbstverständlich ist, und zum anderen der Umstand, dass wir über unsere Existenz und das Universum nachdenken können. Einige Wunder, die das Universum für uns birgt und vom Menschen überdacht werden können, werden in diesem Buch vorgestellt.

Das Buch „Himmels-Wunder“ richtet sich vor allem an Neulinge in der Astronomie. Alle „Wunder“ sind mit wenig Aufwand beobachtbar, entweder mit dem blossen Auge oder mit kleineren Geräten. Dies ist aber auch bei den Objekten immer beschrieben.

Die Wunder dieses Buches umfassen vor allem Objekte aus dem näheren Umfeld der Erde, also Sonne, Satelliten, Planeten, aber auch die Milchstrasse und erste Deep-Sky-Objekte werden angesprochen.

Pro Thema gibt es 2 Doppelseiten (also insgesamt 4 Seiten). Nach einer kleinen Einführung in das Thema gibt es hier viele interessante Informationen. Der Text ist in kleine Portionen, sozusagen „Häppchen“, aufgeteilt und spaltenweise gegliedert. Die kleinen Textportionen machen das Lesen sehr angenehm und lassen zwischendurch Platz zum Betrachten der Bilder. Die Bebilderung ist gut gewählt, die Bilder sind sehr aussagekräftig und geben gut die aktuellen Themen wieder. Dabei spielt natürlich auch die Beschriftung eine grosse Rolle. Alle Abbildungen und Fotos sind mit Erklärungen versehen und bei den Abbildungen sind auch die einzelnen Inhalte beschriftet. Die Grösse der Bilder passt sehr gut zur Grösse des Buchs und die Positionen sind harmonisch zum Text angeordnet.

Stilistisch kann man sagen orientiert sich das Buch sehr an der gewählten Zielgruppe. Alle Texte sind einfach geschrieben und Fachworte sind eine Seltenheit. Die Satzkonstruktionen sind sehr einfach gehalten, auf schwierige, verschachtelte Sätze wurde verzichtet. Die Sätze sind nicht zu lang, so dass man den einzelnen Informationen leicht folgen kann. Das Tempo lässt sich weitgehend selber bestimmen, dafür sorgt die schon erwähnte Aufteilung in Häppchen. Dies macht auch das Repetieren einfacher, falls man einmal einen Abschnitt nicht so genau verstanden hat. Der Autor hat sich bewusst auf das wichtigste beschränkt, es trotzdem geschafft das Niveau anfängerfreundlich zu halten.

Zusätzlich zum eigentlichen Erzählstrang gibt es noch Informationskästen.
Zum einen ist da pro Thema ein Exkurs in dem jeweils eine wissenswerte, themenverwandte Frage beantwortet wird. Beim Thema Mondfinsternis z.B. ist dies die Frage danach, was Sternbedeckungen sind oder im Thema Kometen, ob man diese auch selbst entdecken kann. Die Fragen sind aufmerksam ausgewählt worden und bieten Antworten auf die meisten von Neulingen gestellten Fragen.

Der andere Informationskasten umfasst die Möglichkeit der eigenen Beobachtung. Hier wird das Wann, Wo und Womit erläutert. Man erkennt hier die langjährige Praxiserfahrung des Autors, denn er gibt deutliche Hinweise, wenn mit dem Auge oder Teleskop keine zufriedenstellenden Ergebnisse zu erzielen sind.

Im Anschluss der „Himmelswunder“ bietet der Autor tolle Tipps zur Beobachtung mit dem blossen Auge, mit dem Fernglas und mit einem kleinen Fernrohr. Hier wird eine kurze aber gute Einführung in die Fernglas- und Teleskopkunde gegeben. Auch einige Tipps und Tricks findet man hier z.B. für die praktische Beobachtung. Da es in dem Buch hauptsächlich um die Wunder des Universums geht, sind diese Seiten nur ein erster Hinweis auf das was es gibt und auf was man achten sollte.

Den Abschluss des Buches bilden Ansichten des Nachthimmels zu den verschiedenen Jahreszeiten sowie ein Verzeichnis mit ausgewählten Sternwarten aus Deutschland, Österreich und Schweiz.


Fazit:
Für manch einen werden die vorgestellten Objekte selbstverständlich erscheinen, so wie es selbstverständlich ist, dass morgens die Sonne aufgeht und abends wieder unter. Aber wenn man genauer darüber nachdenkt, warum die Sonne aufgeht und wieso sie uns überhaupt Licht spenden kann, wird man viele „normale“ Dinge als faszinierende Wunder der Natur entdecken.
Das Buch leistet einen schönen Beitrag dazu, diese Wunder des Himmels entdecken zu können. Ronald Stoyan hat sich dabei auf die wichtigsten Informationen beschränkt und damit einen sehr interessanten Überblick geschaffen. Gerade Einsteiger können sich hier einen ersten Einblick verschaffen, was die Faszination „Astronomie“ ausmacht und was man mit eigenen Augen alles sehen kann.

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