Posts by ferogucker

    Einen Schwarm von 20.000 Schwarzen Löchern vermuten Wissenschaftler innerhalb eines Umkreises von nur drei Lichtjahren um das Zentrum unserer Milchstraße. Die Astronomen stießen bei Beobachtungen mit dem Röntgensatelliten Chandra auf Strahlungsausbrüche, die durch den Einfall von Materie auf die Schwarzen Löcher verursacht werden.



    Weiter auf http://www.astronomie.de/aspapps/news/1/list.htm#837-news


    http://chandra.harvard.edu/pre…eleases/press_011005.html !

    Auf Spuren der gewaltigsten Explosion, die je im Kosmos stattgefunden hat, sind jetzt amerikanische Astronomen gestoßen. Die von einem supermassiven Schwarzen Loch ausgelöste Explosion hat Gasmassen, die dem 1000 Milliardenfachen der Sonnenmasse entsprechen, mehrere Millionen Lichtjahre weit ins All geschleudert.



    Hier geht es weiter:


    http://www.astronomie.de/aspapps/news/1/list.htm#833-news


    http://www.eurekalert.org/pub_…/2005-01/ou-sol010505.php !

    (RK) Planeten entstehen in dichten Gas- und Staubscheiben um junge Sterne. Neue Beobachtungen eines internationalen Forscherteams zeigen nun, dass der Staub zuerst winzige Kristalle bildet. Den Astronomen gelang es, hochgradig kristalline Silikate in den Staubscheiben um drei junge Sterne nachzuweisen. Das Team publiziert seine Beobachtungen in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature".


    "Unsere Beobachtungen zeigen, dass die Silikate zunächst Kristalle bilden, bevor aus ihnen erdähnliche Planeten entstehen", schreiben Christoph Leinert vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg und seine Kollegen.


    Die Astronomen stießen insbesondere im inneren Bereich der Staubscheiben, also dort wo auch in unserem Sonnensystem die erdähnlichen Planeten entstanden sind, auf kristalline Silikate.

    http://www.eso.org/outreach/press-rel/pr-2004/pr-27-04.html

    Vor 2,8 Millionen Jahren explodierte in unserer kosmischen Nachbarschaft ein Stern - und löste damit klimatische Veränderungen auf der Erde aus, die möglicherweise die menschliche Evolution beschleunigte. Zu diesem Schluss kommt jetzt ein deutsch-österreichisches Forscherteam.


    Die Wissenschaftler stießen im Ozeanboden auf Ablagerungen des Eisen-Isotops Fe-60, die nur von einer Supernova-Explosion stammen können. Sie berichten in der aktuellen Ausgabe des Fachblatts "Physical Review Letters" über ihre Entdeckung.


    "Wir haben uns alle Möglichkeiten angeschaut und konnten keinen anderen Mechanismus finden, der solche Mengen an Eisen 60 produziert", erklärt der Leiter des Teams, Günther Korschinek von der Technischen Universität München.


    Korschinek war bereits 1999 auf Ablagerungen einer Supernova gestoßen. Die damaligen Bodenproben hatten jedoch keine genaue Datierung der Sternenexplosion erlaubt. Nun untersuchten die Forscher eine schon 1980 südöstlich der Hawaii-Inseln aus dem Ozeanboden entnommene Probe.


    Dort hat sich die Erdkruste seit Millionen von Jahren nicht verändert, so dass eine Bestimmung des Zeitpunkts der Eisen-60-Ablagerungen möglich war: Sie muss vor 2,8 Millionen Jahren, plus oder minus 300.000 Jahre, stattgefunden haben. Zu jener Zeit hat sich auch das Klima auf der Erde gewandelt: Es wurde kühler, an den Polen sammelte sich mehr Eis und in Afrika wurde es trockener.


    Korschinek glaubt, dass die kosmische Strahlung der Supernova diese Klimaänderung ausgelöst haben könnte. Die in die Erdatmosphäre eindringenden Teilchen können nämlich als Kondensationskeime für Wassertröpfchen dienen und so zu einer Erhöhung des Bewölkungsgrads führen. "Manche Forscher glauben, diese Klimaänderung in Afrika sei die treibende Kraft der menschlichen Evolution gewesen", so Korschinek.


    Das trockene Klima führte demnach zu einer globalen Ausbreitung und Anpassung der Frühmenschen. So könnte letztlich eine Sternenexplosion von 2,8 Millionen Jahren der Auslöser für den evolutionären Aufstieg des Menschen gewesen sein.

    Quelle: http://www.nature.com/news/2004/041101/full/041101-5.html
    http://www.astronomie.de/aspapps/news/1/list.htm#802-news

    China plant den zweiten bemannten Raumflug.


    Gleich zwei chinesische Astronauten sollen im nächsten Jahr mit einer Shenzhou-Rakete ins All fliegen. Die Raumfahrer sollen diesmal fünf Tage im Erdorbit bleiben und dort Experimente durchführen. Ein genauer Starttermin wurde von offizieller Seite jedoch noch nicht genannt.


    Die Astronauten sollen bei dem Flug erstmals von der Kapsel in das größere Orbitalmodul wechseln, um dort zu arbeiten. Es wäre der zweite bemannte Raumflug der Chinesen. Im Oktober 2003 hatte der erste chinesische Raumfahrer mit einer Shenzhou-Kapsel einen Tag lang die Erde umkreist.


    http://www.astronomie.de/aspapps/news/1/list.htm#801-news


    http://www.spacetoday.net/

    Forscher studieren den Winterschlaf mancher Tierarten mit dem Hintergedanken, dessen Vorteile für die bemannte Raumfahrt zu nutzen. "Lasst es uns einfach verschlafen!"


    Bemannte Missionen über den Mond hinaus sind nicht länger wilde Träume. Beispielsweise ist es das Ziel des "Aurora"-Programms der ESA, Astronauten zum Mars zu schicken, wenn die Möglichkeiten robotischer Missionen ausgeschöpft wurden.



    http://www.raumfahrer.net/news…ahrt/31102004001410.shtml

    Im Jahre 1572 gab es vor den Augen der damaligen großen Astronomen wie den Dänen Tycho Brahe und anderen eine große Supernova.


    Heute, mehr als 430 Jahre später, wurde von heutigen Astronomen ein kosmischer Überlebender dieser Supernova entdeckt. Diese Entdeckung ist der erste, direkte Beweis, für die Unterstützung einer Supernova-Theorie die besagt, dass Supernovae vom Typ Ia aus einem Binärsternensystem entstanden und einen normalen Stern und einen kollapierten weißen Zwergstern beinhalten. Der normale Stern bombardiert den Zwerg mit ausgestoßenen Materialen, welche die Explosion auslösen.



    http://www.raumfahrer.net/news…omie/30102004212515.shtml

    Hier der letzte Stand der Dinge zum Titan:


    Saturnmond Titan bleibt rätselhaft
    News-Ticker vom 28.10.04
    (RK) Am Dienstag flog die Raumsonde Cassini in nur 1200 Kilometer Entfernung am Saturnmond Titan vorbei, gestern präsentierten die Wissenschaftler eine erste Analyse des dabei gewonnenen Bild und Datenmaterials. Dank spezieller Infrarot-Detektoren gelang den Forschern erstmals ein Blick durch den dichten Wolkenschleier auf die Oberfläche.


    Dort zeigten sich scharf abgegrenzte helle und dunkle Regionen - worum es sich dabei handelt, bleibt jedoch vorerst ein Rätsel. "Wir haben keine Ahnung, was wir dort sehen", gab Carolyn Porco, Leiterin des Bildauswertungs-Teams der Cassini-Mission, unumwunden zu. "Wir sehen keine Schatten auf Titan, deshalb gibt es keine Topographie auf den Bildern. Wir wissen nicht, was oben und was unten ist."


    Es muss sich bei den unterschiedlichen Regionen also keineswegs um Ebenen und Gebirge handeln - alles, so Porco, könnte auch absolut flach sein und lediglich aus unterschiedlich stark reflektierendem Material bestehen. Eine erste Auswertung spektroskopischer Daten deutet darauf hin, dass die chemische Zusammensetzung der hellen und dunklen Gebiete identisch ist - ein unerwartetes Ergebnis für die Forscher angesichts des großen Helligkeitsunterschieds.


    Eine mögliche Erklärung wäre, dass beide Regionen von einer dünnen Schicht durchsichtigen Materials abgedeckt werden, das sich aus der Atmosphäre niedergeschlagen hat und so die chemische Zusammensetzung des darunter liegenden Materials maskiert.


    Zumindest in einem Punkt haben die Wissenschaftler jedoch Sicherheit gewonnen: Die Oberfläche Titans ist astronomisch gesehen jung. Auf den Bildern zeigen sich kaum runde Strukturen, wie sie für Einschlagkrater typisch sind. Die Oberfläche des Saturnmondes scheint also - ähnlich wie die Erdoberfläche - durch tektonische Prozesse geformt worden zu sein.

    http://www.astronomie.de/aspapps/news/1/list.htm#797-news

    Die Sonde Mars Express sandte unlängst Bilder von Staubteufeln, Kratern und Dünen im südlichen Mars-Hochland Promethei Terra zur Erde. Die Aufnahmen entstanden mit Hilfe der deutschen Stereokamera HRSC mit einer Auflösung von 14 Metern pro Bildpunkt.


    Die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebene, hochauflösende Stereokamera HRSC an Bord der ESA-Mission Mars Express fotografierte in Orbit 368 einen Teil des südlichen Hochlands des Mars mit einer Auflösung von 14 Metern pro Bildpunkt. Die Abbildungen zeigen ein Gebiet in Promethei Terra östlich des großen Hellas-Einschlagbeckens. Das Bildzentrum liegt bei 42 Grad südlicher Breite und 118 Grad östlicher Länge.


    Weiter unter: http://www.astronews.com/news/artikel/2004/10/0410-020.shtml .

    Die Neigung der Erdachse ändert sich innerhalb der nächsten zehn Millionen Jahre voraussichtlich um 0,4 Grad. Diese Voraussage machen französische Astronomen auf der Basis aufwändiger Computersimulationen der Erdbewegung über einen Zeitraum von 500 Millionen Jahren.


    Die Änderung der Achsenneigung könnte, so die Forscher, auch zu einer Änderung des globalen Klimas führen. Die Rotationsachse der Erde steht nicht senkrecht auf der Erdbahn, sondern sie ist um etwa 23,5 Grad geneigt. Diese Neigung verursacht die Jahreszeiten: Steht der Nordpol Richtung Sonne, so ist auf der Nordhalbkugel Sommer, auf der Südhalbkugel Winter, weist der Südpol dagegen zur Sonne, so ist es umgekehrt. Durch den Einfluss der Anziehungskräfte der Planeten und des Mondes sind die Bahn der Erde und auch die Neigung der Erdachse ständigen Schwankungen unterworfen. Dadurch ändert sich auch die Einstrahlung der Sonne auf die Erde und somit das irdische Klima.


    Die Simulationen von Jacques Laskar vom Institut de Mécanique Céleste et de Calcul des Ephémérides in Paris und seinen Kollegen zeigen unter anderem, dass sich der Mond durch die so genannte Gezeitenreibung um jährlich 3,82 Zentimeter von der Erde entfernt. Dadurch verändert sich auch die Neigung der Erdachse: Sie nimmt im Mittel um zwei Grad in einer Milliarde Jahren zu.


    Doch zur Überraschung von Laskar und seinem Team zeigte sich in der Simulation, dass in unserer unmittelbaren Zukunft eine rasantere Änderung der Achsenneigung bevorsteht. Die Präzessionsrate der Erde - die Geschwindigkeit, mit der die Erdachse einem Brummkreisel gleich torkelt - überquert nämlich einen kritischen Wert, es kommt zu einer Resonanz. Dadurch kippt die Erdachse innerhalb von rund zehn Millionen Jahren um 0,4 Grad.


    Dies ist die einzige rasante Änderung der Achsenneigung innerhalb von 500 Millionen Jahren, auf die Laskar und seine Kollegen gestoßen sind. Dass sie gerade in unserer unmittelbaren Zukunft bevorsteht ist, so Laskar, zwar überraschend, aber reiner Zufall.

    Quelle: http://www.edpsciences.org/pap…leases/PRaa200410/PRaa200

    (RK) Einen rätselhaften neuen Begleiter unserer Milchstraße haben amerikanische Astronomen aufgespürt. Noch wissen die Forscher nicht, ob es sich um einen ungewöhnlichen Kugelsternhaufen oder um eine neue Art von Zwerggalaxie handelt.


    Die Astronomen stießen im Rahmen einer automatischen Durchmusterung des gesamtem Himmels, dem „Sloan Digital Sky Survey“, auf das Objekt. "Wir waren zwar auf der Suche nach extrem leuchtschwachen Satelliten-Galaxien unserer Milchstraße", erläutert eine der beteiligten Forscherinnen, Beth Willman von der New York University, "aber wenn dies wirklich eine Galaxie ist, dann ist sie 200 mal leuchtschwächer als alle bisher beobachteten Galaxien."


    Die Entdeckung des Galaxien-Zwergs könnte ein altes Rätsel lösen. Denn in dem von den Astronomen bevorzugten Modell unseres Universums spielt kalte, unsichtbare ("dunkle") Materie eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Galaxien wie unserer Milchstraße. Dieses Modell sagt aber voraus, dass unsere Milchstraße von Hunderten kleiner Zwerggalaxien umkreist werden sollte - entdecken konnten die Himmelsforscher bislang aber gerade einmal elf. "Vielleicht also ist die neu entdeckte Mini-Galaxie die Spitze des Eisbergs einer neuen, bislang unentdeckten Population extrem leuchtschwacher Zwerggalaxien", so Willman.


    Allerdings können die Astronomen bislang auch nicht ausschließen, dass es sich bei dem seltsamen Objekt um einen Kugelsternhaufen handelt. Kugelsternhaufen sind sphärische Zusammenballungen von Tausenden bis Millionen von Sternen, die zum Halo unserer Milchstraße gehören. Allerdings ist das Objekt auch für einen Kugelsternhaufen extrem leuchtschwach und besitzt außerdem eine geringere Sternendichte als alle bekannten Sternhaufen.


    http://www.spaceflightnow.com/news/n0410/24companion/ (englisch)

    Neue, detailreiche Aufnahmen des 450 Kilometer großen Kraters Huygens auf dem Mars hat jetzt die europäische Raumfahrtbehörde Esa veröffentlicht. Am Rand des vier Milliarden Jahre alten Einschlagkraters zeigt sich ein reich verzweigtes System von ehemaligen Zuflüssen. Das Innere des Kraters ist mit Sediment-Ablagerungen gefüllt.


    Aus dem Vergleich der Häufigkeit kleinerer Einschlagkrater innerhalb und außerhalb des großen Huygens-Kraters konnten die Planetenforscher das Alter der Einschlagstruktur bestimmen. In den ersten 500 Millionen Jahren war der Mars - ähnlich dem Erde-Mond-System - einem schweren Bombardement durch Asteroiden und Kometen ausgesetzt. In dem stark erodierten Kraterrand zeigen sich zahlreiche Zuflüsse, die offenbar von einem weit verzweigten Netz von Nebenflüssen gespeist wurden. Das Fluss-System ist mit dunklem Material angefüllt, das entweder von dem ehemals dort fließenden Wasser dorthin transportiert worden sein kann, oder erst später durch Wind.


    Die mit der Stereokamera an Bord der Sonde Mars Express gemachten Bilder zeigen Einzelheiten bis zu einer Größe von 70 Metern.

    Quelle: http://www.esa.int/SPECIALS/Mars_Express/SEMBFTZ990E_0.html