Posts by Wilm-52

    Dankeschön!


    Neben den bekannten Sendern GRAVES in Frankreich und BRAMS in Belgien gibt es eine neue Bake in England auf 50.408 MHz mit dem Rufzeichen GB3MBA. Ich habe meine 6 m Moxon Antenne provisorisch aufgestellt und auch schon ein über eine Minute langes Echo aufgefangen.

    Viele Grüße

    Wilhelm





    Guten Tag.

    Hier möchte ich in bunter Mischung meine Ergebnisse zur Radioastronomie zeigen. Einige Bilder gibt es schon in Stefans Thread.


    Beginnen möchte ich mit SIDs von gestern, dem 19. Mai. Da gab es aber nicht nur drei M-Ausbrüche auf der Sonne, sondern auch Gewitter hier auf der Erde. Die Gewitter wurden von meiner Software zu einem schönen breiten Peak verarbeitet, s. die Gegend um 12-14 Uhr.

    Rohdaten von nachts und mittags sind beigefügt.

    Viele Grüße

    Wilhelm




    Guten Tag.

    Ich möchte Euch meine SDR-Bastelei von heute, dem 16. Mai 2022 zeigen:


    Links oben sind 9 Langwellensender aufgetragen. Zwei SIDs sind zu erkennen.


    Links unten sind Meteorechos geloggt. Am Punkt 2 ist der Noisefloor (NF) aufgetragen, der aus den Meteordaten extrahiert wird. Man erkennt einen Anstieg des NF beim Sonnenaufgang ( Punkt1). Vielleicht stammt das Rauschen aus der Ionosphäre.


    Aus den Meteorechos (Punkt 3) entsteht später ein Diagramm etwa wie beim Punkt 4.


    Ob die SIDs oder die Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge die Meteorsignale beeinflussen, will ich noch untersuchen.


    Die roten Striche am Punkt 5 zeigen Störungen an. Die Ursache waren Gewitter in der Ferne. Auch die Langwellensignale sind dadurch verbreitert.

    Viele Grüße,

    Wilhelm

    Hallo Stefan,

    wenn dein SDR bis 20 kHz runter geht, kannst du damit Langwellen aufnehmen und SIDs (Sudden Ionospheric Disturbances) beobachten, s. Bild 1. Das funktioniert aber auch mit einer Soundkarte.

    Meteorechos beobachte ich auch, s. Bild 2, der obere Teil.


    Mich interessiert, ob die Änderungen in der Ionosphäre, verursacht durch SIDs oder Nacht/Tag-Übergänge, die detektierbare Rate der Meteore beeinflussen. Im Moment habe ich noch kein Ergebnis.


    Die Überlegung ist nun, dass ich mit 2 unterschiedlichen Antennen die Meteorechos aufzeichne, wie im zweiten Bild oben. In Zukunft möchte ich dort aber nicht die Raten, sondern die relativen Größen der Echos auftragen. Unterschiede würden dann Veränderungen der Faraday-Rotation anzeigen, so die Überlegung. Das ist noch nicht programmiert, aber die Hardware dazu steht.


    Der M3.9 SID im ersten Bild kam in der Mittagszeit, als die Antenne ziemlich genau in Richtung Sonne blickte. Die 144 MHz der Meteoranlage zeigen zu dieser Zeit einen schwachen Noise Floor, s. das dritte Bild. Weitere Messungen müssen noch bestätigen, ob der NF wirklich von der Sonne kommt. Auch das wäre eine Anwendung, die ohne 3m Spiegel geht.

    Viele Grüße,

    Wilhelm

    Danke Christoph, das verstehe ich.

    Was mich noch stört ist die Tatsache, dass die dunkle Materie schon fest etabliert ist. Schaut man bei Wikipedia z.B. nach der Masse der Milchstraße, findet man:

    Masse (inkl. Dunkler Materie)

    ca. 1,5 Billionen Sonnenmassen[]

    Dunkle Materie ist schon lange keinen Hypothese mehr, sondern ein Fakt. Das macht es bestimmt jungen Wissenschaftlern nicht leicht, Mittel (oder eine Stelle) für ihre Forschungen in andere Richtungen zu bekommen.

    Viele Grüße,

    Wilhelm

    Guten Tag.

    Der dunkle Materie und der dunkle Energie wird es irgendwann genau so ergehen wie dem Äther: sie werden verschwinden.

    Selbst wenn MOND Schwächen und Fehler hat, ist meiner Meinung nach der Weg richtig: Es muss eine neue Theorie her. Das koste Zeit, Geld und Unterstützung auch von den etablierten Wissenschaftlern. Aber wie soll eine neue Theorie entstehen, wenn jeder Ansatz gleich platt gemacht wird.

    Viele Grüße,

    Wilhelm

    Hallo Ralph,

    herzlichen Glückwunsch zu der Aufnahme von 28. Oktober. Meine Anlage läuft im Moment nicht, aber ich hatte den Ausbruch auf Goes verfolgt.

    Viele Grüße,

    Wilhelm

    Am 31. August 2021 hat meine Anlage einen Aurigiden Outburst aufgezeichnet.

    In den Plots mit den vielen Punkten sind die Größen der Echos logarithmisch aufgetragen. Die roten Balken der Histogramme sind die Summen der Flächen der Spektrogramme, die gelben Balken zeigen die Anzahl. Die Basislinie für den Zeitraum des Outbursts kann man in etwa am Histogramm vom 1. September abschätzen.


    An den Histogrammen ist schön der normale Tagesgang mit einem Maximum am Morgen und am Ende der Aurigiden-Peak zu sehen. Das aufgezeichnete Maximum lag zwischen 22 und 23 Uhr UTC, während das beobachtete Maximum zwischen 21 und 22 Uhr UTC lag.


    Möchte man visuelle und Radar Daten direkt miteinander vergleichen, müssten die Werte mit der Radiantenhöhe korrigiert werden. Das wurde hier nicht gemacht. Zudem stand der Radiant zur Zeit des Maximums knapp über dem Horizont, was natürlich auch nicht gut für die Ausbeute war.


    Soviel ich weis, gibt es bisher weltweit keine weiteren Radaraufzeichnungen von diesen Burst. Hinweise (& Links) dazu interessieren mich sehr.

    Viele Grüße,

    Wilhelm

    Hallo Peter,

    den genauen Ort eines Meteors kann man mit amateurmäßigen Mitteln wohl nicht bestimmen, aber man kann durchaus grob die Gegend abschätzen. Damit beschäftige ich mich.

    GRAVES steht in Frankreich zwischen Besançon und Dijon und strahlt Richtung Süden. Damit detektiert man theoretisch nur Meteore, die südlich eines Breitengrades eintreffen, auf dem auch Zürich liegt. Die BRAMS Sender stehen weiter nördlich in Belgien bei Dourbes und Ieper, so dass Meteore wegen der räumlichen Trennung der Beams nicht gleichzeitig von beiden Sendern direkt erfasst werden.

    Trotzdem besteht die Möglichkeit, dass Meteor-Echos auf beiden Frequenzen gleichzeitig empfangen werden können: Zum einen strahlt der GRAVES Sender etwas Leistung in Richtung Norden, Stichworte Rückkeule und Nebenkeule, zum anderen besteht die Möglichkeit, das langlebige Meteoroide durch beide Sendekeulen fliegen.

    Ob es sich um ein GRAVES Haupt oder Nebenkeulensignal handelt, lässt sich an den Spektrogrammen abschätzen: Hauptkeulensignale aus Südfrankreich sind kräftig und weisen typische (Fourier)Glitches und Einbrüche auf, während die Rückkeulensignale schwächer und etwas glatter sind. Abgebildet sind (nach meiner Einschätzung) ein GRAVES Hauptkeulensignal aus (Süd)Frankreich und ein Meteor aus der Gegend zwischen GRAVES und BRAMS (Dourbes).

    Viele Grüße,

    Wilhelm

    Hallo Ralph,

    danke für deine Erklärung.

    Ja, ich meinte diesen negativen Ausschlag in deiner oberen (DHO) Kurve etwas links von der Mitte. Es passiert wohl seltener, zumindest habe ich den Ausschlag nach unten noch nicht oft gesehen. In deinem Plot ist er ja sehr ausgeprägt.

    Mein DHO38 Signalverlauf ist sehr flach im Vergleich zu deiner Kurve, s. die obere weiße Spur. Auch der C4.8 Ausbruch vom 9.7.2021 um 17:25 UTC ist nur schwach zu sehen. Hier im westlichen Münsterland empfange ich DHO offensichtlich direkt.

    Viele Grüße,

    Wilhelm

    Hallo Erik,

    meine Software habe ich nun auf Win10 und Postprocessing umgestellt. Im schwarzen Forum gibt es einen Thread dazu.


    Auf den Bildern ist ein C4.8 Ausbruch von gestern, den 9.7.2021, um 17:25 UTC zu sehen, der auf 6 Langwellenfrequenzen eine Änderung bewirkte. In manchen Fällen gibt es einen Ausschlag nach unten, wie z.B. hier an der weißen Kurve zu sehen ist. Vielleicht bekommen wir gemeinsam heraus, was die Ursache dafür ist.

    Ein schönes Wochenende wünsche ich,

    viele Grüße,

    Wilhelm

    Hallo Jochen,

    meine Vermutung ist, dass es sich in #1 um eine Cirruswolke handelt. Eventuell war es ein Kondensstreifen, welche auch zu den Cirren gehören.

    In dem kurzen Video sind auch 2 Meteore zu sehen.

    Viele Grüße,

    Wilhelm

    Guten Abend.

    Gestern, am 7.5. 2021, gab es einen M3.9 Ausbruch, der auf GBZ (19.58 kHz) und GQD (22.1 kHz) sehr schön zu sehen ist.


    https://sidstation.loudet.org/data-en.xhtml


    https://www.swpc.noaa.gov/products/goes-x-ray-flux


    Jetzt gerade, am 8.5. 18:40 UTC, findet wieder ein Ausbruch statt. Er ist C8.6 stark und auch bei beiden Frequenzen zu sehen.

    Auch der C1.5 von 13 Uhr UTC ist noch gut zu erkennen.


    Meine Anlage war leider nicht in Betrieb….

    Viele Grüße,

    Wilhelm

    Hallo Erik,

    das Projekt steht noch ziemlich am Anfang.

    Zum Aufzeichnen der Langwellensender und zum Aufzeichnen von Meteorströmen verwende ich einen Nvidia Jetson Xavier NX. Eine preiswerte Variante, der Nvidia Jetson Nano oder ein Raspberry Pi sollten aber auch ausreichen.

    Dieser Kleincomputer ist über einen HDMI zu USB3 Adapter mit dem HDMI Ausgang meines Notebooks verbunden. Der Jetson sieht dann den PC Bildschirm als USB3 Kamera an. Ein Python3 Programm liest die umrandeten Bereiche des Wasserfalls (s. Screenshot) aus und summiert die Werte auf.

    Meine Python3 Programme zum loggen und plotten gebe ich gerne weiter. Die momentane Version des SID Aufnahmeprogramm ist angehängt. Es ist noch sehr roh…

    Viele Grüße,

    Wilhelm


    Hallo Erik,

    danke für deine Antwort. Die Moxon ist bestellt. Eine 6 Meter HB9CV habe ich schon, aber sie funktioniert auf dem Dachboden nicht gut. Offensichtlich benötigt sie ein paar λ Abstand zum Stahlbeton. Die 2m Antennen funktionieren unter Dach prima.

    Mich interessiert auch das Parallel-Loggen von GRAVES und BRAMS. Das Beobachten von GRAVES über zwei unterschiedliche Antennen funktioniert schon.

    GRAVES liefert offensichtlich nicht nur Signale, die über Südfrankreich entstanden sind, sondern auch welche, die weiter nördlich ihren Ursprung haben. So sind in dieser Literatur Nebenkeulenechos beschrieben und auch eigene Beobachtungen deuten darauf hin, dass man Rückkeulenechos detektieren kann. Natürlich ist die Energie der Rück- und Nebenkeulen ein paar Größenordnungen kleiner als die der Hauptkeule.

    Zum Vergleich der Sendeleistungen GRAVES/BRAMS gibt es hier Informationen (Kap. 11). Danach geht die Leistung zwar linear ein, die Frequenz aber umgekehrt mit der dritten Potenz von λ.

    Viel Erfolg und Spaß weiterhin bei deinen Arbeiten,

    viele Grüße,

    Wilhelm

    Hallo Erik,

    ich freue mich sehr, dass mit dir ein großer Experte in die Amateur-Radioastronomie einsteigt.

    Die Moxon Antenne für 6 Meter finde ich sehr interessant. Bekommst du damit gute Signale vom BRAMS Meteor Radar auf 49.97 MHz ?

    Viele Grüße,

    Wilhelm