Posts by Rigel7

    Hi,


    Für ein Teenie zum Ausprobieren würde ich auch eher zum Refraktor raten. Möglichst aber langbrennweitig, damit man von den Planeten auch was hat.der Farbfehler ist da auch geringer.

    So eine Linsenoptik ist auch robuster als eine Dobsonröhre, und das ständige Justieren der Spiegel vor jeder Session entfällt. Das finde ich, ohne Justierhilfen, noch komplizierter als das Ausrichten einer parallaktischen Montierung.


    Schau nach Achromaten ab 80mm Öffnung und mit mindestens 700mm Brennweite auf stabiler azimutaler Montierung. Stabil heißt, dass das maximale Tragegewicht der Montierung deutlich über dem Tubusgewicht liegen sollte.


    Falls er Freude daran findet kann man später immernoch ein Dobson kaufen.


    Gruß,

    Peter

    Hi


    Da ich noch nie weiße Zwerge gesehen habe werde ich mir für dieses Jahr ein paar davon vornehmen, namentlich Keid B, Sirius B und Prokyon B, wobei die zwei letzteren natürlich knifflig werden im 8-Zöller.


    Desweiteren möchte ich endlich mal dem Millarden-Lichtjahre-Club beitreten und 3c273 aufs Korn nehmen und den Messierkatalog weiter abarbeiten. Mir fehlt immernoch fast die Hälfte.


    Fordernde DeepSky-Objekte für dieses Jahr sind der California- und der Pferdekopfnebel, für die ich mir extra einen H-Beta Filter angeschafft habe. Mayall 2 ist ebenfalls angedacht.


    Gruß, Peter

    Hi,


    Leipziger Land

    Mitte Oktober konnte ich das letzte mal Deep Sky beobachten. Ich bin definitiv auch frustriert.

    Aber für morgen abend sieht es eeendlich mal gut aus. Werd auf eine lang geplante kleine Zwergenjagd am Südhorizont gehen, dem Pferdekopfnebel mit meinem neuen H-Beta Filter auf die Pelle rücken und mir den Orionnebel im neuen großen 32mm Übersichtsokular mit wechselnden Filtern gönnen.


    Gruß,

    Peter

    Grund ist, dass dieser Supernova-Überrest in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten an Helligkeit und Auffälligkeit verloren hat. Der Herr Messier hatte da einen ganz anderen hellen und strahlenden Anblick.

    Der gute Charlie hatte vorallem auch noch einen B1-Himmel, wie der gesamte Rest der damaligen Weltbevölkerung.

    ...an die GAT-Dobsons kann ich mich gut erinnern, sowas wollte ich mir zuerst auch kaufen. Es kam dann aber doch der Meade Starfinder.


    salü+cs, volker :hot_beverage:

    Sind die nicht identisch? Ich hab neulich auf Kleinanzeigen ein Discovery Dobson gesehen und das sah eindeutig so aus wie mein Starfinder gleicher Größe, nur schwarz lackiert.

    Gerade an der Textur des Tubusmaterials kann man sehen, dass es die gleiche Art von verklebter Pappumwicklung ist.

    Auch die Rockerbox sieht genauso aus und die Justierschrauben des FS sind auf die gleiche, selten dämliche Art direkt unter den Streben der FS-Halterung angebracht damit man auch ja nicht rankommt.


    Zur Sichel: im September zum Neumond habe ich sie mit besagtem Starfinder (8") und einem ES OIII Filter beobachtet. Konnte den gesamten Bogen erfassen, seine schwächeren Passagen waren aber nur erahnbar.

    Der Himmel ist hier trotz Bortle 4 Zone im Zenit recht gut. Die Staubbänder der Milchstraße sind gut zu erkennen, die Aufhellung durch den Nordamerikanebel nahe Deneb ist auch mit bloßem Auge und indirektem Sehen machbar.



    Gruß, Peter

    Ich würde den Fangspiegel auch gerne prüfen - um ggf. Fehler auszuschließen.

    Bei den Lasern dürfte es auch eine größere Streuung geben, was die Qualität betrifft (Justage, Laserpunkt, ...) und tlw. sind die auch richtig teuer.


    Fühle mich aktuell eher zum Cheshire hingezogen (nicht zuletzt wegen Preis - Concenter rd. doppelt so teuer).

    Ich benutze den hier und kann mich nicht beschweren:


    Svbony Laserkollimator

    Du müsstest vorher noch prüfen, ob der FS vom OAZ aus gesehen auch in der Höhe mittig sitzt. Das geht schlecht wenn der Justierlaser schon im OAZ steckt.

    Das sollte aber vom Werk her schon gemacht worden sein und bedarf, wenn überhaupt, nur einer einmaligen Justage.

    Hi,

    Ich habe das früher auch immer mit dem Auge gemacht. Jetzt bin ich in meinen 40'ern und das ständige Hin und Her zwischen Justageschrauben des HS (ist ein Dobson, ergo Bodennähe) und dem OAZ ist einfach die Hölle für meine Knie und den Rücken.


    Bin deshalb auf einen Justierlaser umgestiegen. Damit ist das sehr viel angenehmer. Einmal oben den FS justieren bis der Laserpunkt mittig im HS sitzt, dann den HS justieren indem ich gleich von dieser Position aus den Laserpunkt ins zentrale Loch der Zielscheibe des Kollimators bugsiere.

    Danach nochmal mit Okular Innen- und Außenfokus an einem hellen Stern überprüfen. Nachkorrigieren musste ich noch nie.


    Wichtig beim Laser: der muss selbst auch korrekt justiert sein. Wenn der Strahl schief rauskommt, wird auch die Spiegeljustage nicht passen.


    Gruß,

    Peter

    Hi


    Seit ich im Sommer meinen 8"-Dobson nach über 15 Jahren Pause reaktiviert habe, habe ich jede Neumondwoche jeweils 1-2 Tage zur Beobachtung nutzen können.

    Ich beobachte dabei in der ersten Nachthälfte. Im Winter kann ich so auch werktags gucken, da ich schon ab 20 Uhr loslege, im Sommer nur an Wochenenden.

    Leider ist die Prognose für den kommenden Neumond alles andere als gut...wird wohl ein Monat ohne Spechteln.


    Gruß,

    Peter

    Hi Bernd,

    SkySafari und vergleichbare Apps sind gerade für Einsteiger prima, um sich am Himmel zu orientieren. Es ist die drehbare Sternkarte des Smartphone-Zeitalters.

    Wenn du dich später mal gut am Himmel auskennst, wirst du sie aber kaum noch zur Orientierung verwenden.


    Für mich ist Stellarium am PC viel wichtiger, da ich mir damit Ziele für meine Beobachtungssessions suche und Aufsuchkarten, sowie simulierte Gesichtsfelder für meine Okulare ausdrucke, die ich dann mit ins Feld nehme.


    Gruß, Peter

    p.s. riegel7:

    Wofür soll die Abkürzung "AP" stehen? Austrittspupille? Astro Party? Angina pectoris? Nicht jede Abkürzung ist für alle Mitlesenden selbsterklärend, da hilft es dem Verständnis sehr, wenn man die Worte ausschreibt.

    Oh, Entschuldigung. Ich war davon ausgegangen, dass die Bedeutung aus dem Kontext hervorgeht, besonders da Fotografie in dem Post auf den ich geantwortet hatte explizit angesprochen worden war

    Ich schreib es in Zukunft aus.


    Gruß,

    Peter

    Hallo coisarica,


    ja, eine GoTo führt auch nach und das für visuelle Beobachtung und rudimentäre AP auch vollkommen ausreichend.

    Für fortgeschrittene AP wäre dann aber ein Autoguiding System empfehlenswert, da präziser.


    Gruß,

    Peter

    Also ich lese immer wieder von der tollen Abbildung von Planeten in Maks. Man nennt die ja auch gern mal Planetenkiller.

    Ich selbst habe auch oft die Erfahrung gemacht, dass Planeten in meinem 90mm/1000mm Fraunhofer besser aussehen als im 8 Zoll Dobson.

    Hallo Bernd,


    Zusätzlich zu dem was hier schon zur Problematik niedriger Stand am Horizont und Dobson gesagt wurde möchte ich noch anmerken, dass Newton-Teleskope immer eine schlechtere Farb- und Kontrastleistung haben werden als Refraktoren oder Maks.

    Das ist physikalisch begründet und liegt an der Obstruktion die der Fangspiegel verursacht.


    Ein Planet wird daher in einem Refraktor oder Mak besser aussehen.

    Der Vorteil eines dicken Dobsons ist die höhere Auflösung, allerdings wird die bei dir vermutlich durch das städtische Seeing ohnehin beschränkt werden.


    Gruß,

    Peter

    Hallo Bernd,


    also Mond und Planeten sind vom Balkon aus kein Problem und mit deinem Budget ist das auch vereinbar. Schau nach einem langbrennweitigen Refraktor oder Maksutov ab 80mm Öffnung.


    Gruß,

    Peter

    Hallo Peter,


    Ich habe M33 zwei Tage später nochmal zu späterer Stunde beobachtet. Zwischen viertel/halb zwölf stand sie schon schön weit oben.

    Hatte dazu auch schon was im OdM-Thread geschrieben.

    Die Ansätze der zwei Hauptarme konnte ich im 9.5mm Plössl und durch Wackeln am Teleskop schwach sehen. NGC 604 war super easy, ganz ohne Filter. Nach den anderen NGCs hab ich nicht gesucht, da ich deren Position nicht parat hatte zum Vergleichen.


    Gruß,

    Peter

    Hallo,


    ich kann nun auch mal Erfolg vermelden bei M33 im f/6 8-Zöller unter Bortle 4.

    Wie schon im OdM-Thread geschrieben, war ein hoher Stand der Knackpunkt.

    So konnte ich gestern Nacht so gegen viertel/halb 12 die zwei Hauptarme herrauskitzeln. Nötig war dafür mein 9.5mm Plössl und Wackeln am Tubus, aber selbst dann waren sie nur sehr schwach und auch nur nahe des Kerns zu sehen. Aber schwach ist halt nicht nichts, ergo bin ich zufrieden.

    NGC 604 war super easy zu sehen. OIII Filter war nicht notwendig.


    Gruß,

    Peter

    Hallo,


    Ich hab mich Sonntag abend und gestern mit dem 8" Dobson an M33 versucht. Sonntag war das so gegen 21:30. Da stand sie noch nicht so hoch und der Bortle 4 Himmel hat zu viel verschluckt. Sehen konnte ich nur ein matschiges, elipsoides Fleckchen, meinte aber, mit dem OIII Filter NGC 604 sehen zu können.


    Gestern habe ich dann extra länger gewartet, um der Galaxie Zeit zu geben, noch etwas mehr in Richtung Zenit zu klettern.

    Um etwa 23:15 habe ich dann beobachtet.

    Das beste Ergebnis brachte das 9.5mm Plössl. Damit konnte ich NGC 604 eindeutig als kleines difuses Fleckchen erkennen, auch ohne Filter.

    Durch leichtes Wackeln am Teleskop schälten sich dann sogar tarsächlich die Ansätze der zwei hellsten Spiralarme schwach heraus.


    Gruß,

    Peter

    Servus!


    Ich habe mir kürzlich einen OIII Filter zugelegt und wollte ihn unbedingt noch im Schwan testen bevor dieser sich aus dem Zenit verzieht. Bisher habe ich stets nur mit einem UHC Filter beobachtet und war auf die Unterschiede gespannt, besonders beim Schleiernebel.


    Daher bin ich am 15. Oktober gegen 20 Uhr runter in unseren Kleingarten und hab mein 8" Dobson aufgestellt. Nach erfolgter Dunkeladaption, Auskühlzeit und Kollimierung der Optik ging es kurz vor 21 Uhr los.

    Transparenz und Seeing waren ok bis mäßig, es war seit langem mal nicht bewölkt und der frische neue Mond war auch schon wieder weg.

    Der Himmel war wie immer Bortle 4.


    Als erstes nahm ich mir M27 mit dem 26mm Super Plössl vor, zum Warmwerden. Der hob sich mit OIII besonders gut vom Hintergrund ab. Die Ohren waren merklich besser zu sehen als mit dem UHC.


    Als nächstes ging es weiter rauf zu M57.

    Hier probierte ich alle Okulare durch, also 26mm, 9.5mm Plössl und das 6mm SVBony Redline. Aber in keinem konnte ich Unterschiede zu meinen bisherigen Beobachtungen feststellen.


    Nun kam der große Moment Gespannt wie ein Flitzebogen stellte ich 52 Cygni ein, schaute ins 26mm und musste dann erstmal meine Kinnlade wieder einsammeln.

    Wo der UHC mir den schmalen Teil des Sturmvogels und auf der anderen Seite von 52 Cygni Ansätze der sich auffächernden Filamente zeigt, sah ich nun die gesamte Struktur, und das definierter als je zuvor. Ich nahm mir etwas Zeit, um die Eindrücke wirken zu lassen, und den Anblick einfach zu genießen, dann bewegte ich das Gesichtsfeld in Richtung Knochenhand.

    Da ich die auch mit UHC nahezu vollständig sehen kann, blieb das Kinn diesmal oben.

    Dennoch war sie durch die Kontrastleistung des OIII klar besser zu sehen und es war leichter, die feinen Strukturen zu erfassen.

    Da wollte ich mich dann auch nicht lumpen lassen und fuhr noch die Position des Triangular Wisps an. Der war dann auch zu sehen, wenn auch nur schwach.


    Weiter ging es dann noch zu NGC 6888. Mit UHC sehe ich da nur schwach den nördlichen Bogen entlang der helleren Komponenten des Parallelogrammes. Der OIII zeigte nun die Kanten entlang der gesamten Sichel, wenn auch ebenfalls nur schwach.


    Hier ist mir dann etwas komisches aufgefallen. Beim Einblick ins Okular im Stehen in leicht gebeugter Haltung war die Sichel besser zusehen als kurz darauf, als ich mich in den Beobachtungsstuhl gesetzt hatte und nun aufrecht ins Okular schaute.

    Bin dann nochmal aufgestanden, hab wieder gebeugt reingeschaut und den Nebel wieder besser gesehen.

    Zurück im Stuhl war es wieder schlechter.

    Falls jemand eine Erklärung hat , wäre ich dankbar.


    Wie dem auch sei, ich nahm mir das letzte Objekt auf meiner Liste vor: M33

    In einem anderen Thread hier war kürzlich davon die Rede, dass ein OIII Filter hilft die Sternentstehungsgebiete der Galaxie hervorzuheben.

    Ich meine NGC 604 als sternartiges Objekt gesehen zu haben, bin mir aber nicht sicher. Mehr aus M33 rauszukitzeln bleibt ein Projekt für die nächsten Monate, wenn sie höher am Himmel steht.


    Mittlerweile war es fast 22 Uhr und da ich den nächsten Morgen früh raus musste, beendete ich die Session.

    Der OIII Filter hat sich definitiv bewährt. Allein die Performance am Schleiernebel war die Anschaffung schon wert.


    Gruß,

    Peter