Posts by gscholz

    Hallo Ceule,


    mein Tipp zum Suchen des Schärfepunkts bei Kameras:

    die ASI120MM hat ein Auflagemass von 12,5 cm, das heisst der Chip befindet sich 12,5mm hinter dem Auflagepunkt im Okularauszug.

    Wenn du ein Okular reinsteckst, wieder 12,5 mm rausziehst und dann klemmst, befindet sich der Okularfokus etwa da, wo der Chip der ganz eingesteckten ASI ist (denn die Feldblende und damit der Fokus befindet sich üblicherweise auf Höhe der Auflage des Okulars im Okularauszug).

    Du kannst dann einfach visuell ein beliebiges Objekt scharfstellen. Wenn du dann die Kamera einsteckst, ist das Objekt auf jeden Fall schon sichtbar, du musst nur noch feinfokussieren.


    Gruss

    Günter

    Hallo Phrensi,


    ich liege nicht falsch.

    Ich schrieb, dass sich bei dem Längenausdehnungskoeffizienten k=11µm/m/K die Längen wegkürzen und k=11*10^-6 K ^-1übrigbleiben

    und nicht eine dimensionslose Zahl, wie du mir unterstellst.

    Somit sind beide Angaben gleichermassen richtig.


    Gruss

    Günter

    Hallo Frank,


    die Canon 77da hat 5280x3475px.
    Wenn Andreas die Bildbreite vor der Astrometrie auf 800px reduziert, reduziert sich auch das Brennweitenergebnis um den Faktor 5280/800=6,6.
    Aus den 480mm Brennweite werden dann 72,72mm.


    Gruss
    Günter

    Hallo Gavva,


    deine Zahlenkolonnen will ich nicht interpretieren.


    Du musst den Fehler eingrenzen. Ich würde damit anfangen:
    Wenn deine Konfiguration UND die dazu gehörende Verbindung korrekt sind, sollte folgendes funktionieren:
    ->Tools -> Manuell guiden -> Norden/ Wert/ Süden/ Ost
    Bewegt sich die Montierung (lass ihr Zeit, besonders in DEC wegen des Schneckenspiels)?


    Gruss
    Günter

    Hallo Peter,


    du meinst sicher den L-eNhance-Filter. Ich nutze den mit einer ASI533 und bin sehr zufrieden.
    Nach meinen Messungen dämpft er einen kontinuierlichen Strahler etwa um den Faktor 7 (bei der spektralen Empfindlichkeit meiner Kamera, aber deine wird ähnlich sein).
    Eine Galaxie ergibt z.B. erst bei 7-facher Belichtungszeit etwa gleich helle Pixelwerte.
    Wenn du einen Linienstrahler mit dem Filter auch 7-mal so lang belichtest, wird der Hintergrund also etwa gleich hell, das Objekt aber deutlich kontrastreicher hervortreten.
    Welche Belichtungszeit hast du denn ohne Filter bei vergleichbaren Objekten bisher benutzt?


    Gruss
    Günter

    Hallo Jürgen,


    wie kannst du einem Anfänger einreden, mit der EQ6-R 1000mm ohne Nachführung punktgenau nachzuführen? Das ist DEFINITIV unmöglich.


    Der Schneckenfehler einer guten EQ6-R mag bei +-10" liegen, und selbst wenn du ein Spitzenmodell mit halbem Wert haben solltest, wären (durchgängig) punktförmige Sterne bei F=1000mm nur bei Kamera-Pixelgrössen im Bereich vom 20µm und mehr möglich, also bei heutigen Kameras um den Faktor 5 bis 10 zuviel. Umgekeht heisst das, dass bei Belichtungszeiten von 2-3 Minuten (=1/4 Schneckenperiode) mehrere Pixel lange Sternstriche normal sind.


    Man sollte einfach akzeptieren, dass der periodische Schneckenfehler kein "Fehler" im eigentlichen Sinn ist, sondern bei Montierungen dieser Bauart und Preisklasse eine systembedingte Eigenschaft, die sich durch (vergleichsweise preisgünstiges) Guiding ganz einfach komplett eliminieren lässt.
    Da ist in der Praxis die Amplitude des Schneckenfehlers weniger wichtig als dessen Verlauf (gleichmässig oder sprunghaft).


    Gruss
    Günter

    Hallo Jan,


    für EOS-Aufnahmen mit Objektiv und Kugelkopf hab' ich mir eine Standard-Leuchtpunktsucherbasis für den Blitzschuh der EOS zurechtgefeilt (gibt's aber auch schon passend).
    Justiert wird der Sucher an einem hellem Stern im Live-View, dann kann damit wie gewohnt im Sternfeld positioniert werden.
    Funktioniert perfekt, selbst bei höheren Brennweiten ist das Objekt so schon in der ersten Testaufnahme wenigstens drauf.


    Gruss
    Günter

    Hallo Rudi,


    noch eine Bemerkung wegen deiner Unsicherheit zur Platzierung der Zerstreuungslinse:


    Bei Linsen werden parallel zur Achse einfallende Strahlen zu Brennpunktstrahlen.


    In deiner Grafik sieht man, dass das von links kommende parallele Strahlenbündel nach der Zersteuungslinse
    aus deren Brennpunkt zu kommen scheint.


    Da der Brennpunkt der Sammellinse GENAU im Brennpunkt der Zerstreuungslinse liegt, macht diese dann aus ihren Brennpunktstrahlen wieder ein paralleles Strahlenbündel.


    Das Verhältnis der Durchmesser von Eingangs- zu Ausgangspupille ist gleich dem Verhältnis der Brennweiten von Zerstreuungs- und Sammellinse.


    Gruss
    Günter

    Hallo Tobi,


    die dunklen Striche sind der Weg der chipbezogen ortsfesten Hotpixel während der gesamten Aufnahmezeit der geguideten Aufnahme.
    Hättest du nicht geguidet, wären die Hotpixel schwarze (bildbezogen ortsfeste) Punkte und die Sterne hätten Strichspuren mit genau derselben Form deiner schwarzen Linien.


    Dein im Vergleich zum Maksutov oder MC deutlich lichtstärkerer Newton lässt den Hintergrund heller erscheinen, das führt wohl zu den deutlich auffälligeren schwarzen Strichspuren der störenden Hotpixel.


    Bei hellem Himmelshintergrund (oder bei Hotpixeln innerhalb heller Bildbereiche wie Gasnebel) führt die Hotpixelkorrektur oft zu unnatürlich dunklen Punkten, die durch Guiding dann zu Strichspuren als Folge der Korrekturbewegung des Bildfelds als Abbild der Missweisungskorrektur werden.
    Bei meinen Guidingkameras (PHD2) bevorzuge ich statt der Hotpixelkorrektur übrigens das Defect Pixel Mapping, wo ein Fehlpixel durch die mittlere Helligkeit der aktuellen Umgebungspixel ersetzt wird. Das verhindert diese dunklen Spuren.


    Gruss
    Günter




    Gruss
    Günter

    Hallo Fabio,


    den Poti-Widerstand zu ändern bringt nichts.
    Wenn du die Mindestdrehzahl verkleinern willst, muss der 100K Widerstand (oben links) verkleinert werden.
    Der Spannungsteiler 580K - 100K bestimmt am Linksanschlag des Poti die niedrigste Spannung und damit die kleinste Geschwindigkeit.


    Am einfachsten ist es, du lötest versuchsweise parallel zum 100K Widerstand noch einen 100K-Widerstand.
    Die resultierenden 50K halbieren etwa die am Poti einstellbare Mindestspannung,
    die Maximalspannung bleibt praktisch unverändert.


    Gruss
    Günter

    Hallo Kevin,


    bei jeder gegebenen Polmissweisung gibt es nur EINEN Punkt in RA (also einen Zeitpunkt während deiner Aufnahmeserie), wo der DEC-Fehler die Richtung ändert.
    Wenn du also bei Problemen mit dem DEC-Backlash deiner Monti die DEC-Korrektur auf die aktuell erforderliche Richtung beschränkst (was sehr sinnvoll sein kann), funktioniert das dann eventuell nur für eine bestimmte Zeit. Nämlich dann, wenn du den Umkehrpunkt des DEC-Fehlers noch nicht erreicht hast. Stellst du dann irgendwann mal fest, dass die Monti in die andere Richtung davonzulaufen beginnt und die aktuelle Korrektur da natürlich nicht mehr gegensteuern kann, reicht es, für den Rest der Aufnahmeserie die andere Richtungskorrektur freizugeben. So einfach ist das.


    Gruss
    Günter

    Hallo Gerrit,
    das sogenannte Getriebespiel (wenn du's englisch willst dann bitte Backlash=Getriebespiel, nicht Backslash=Schrägstrich) ist eine unvermeidbare Eigenschaft jedes Schneckengetriebes. Dessen Grösse schwankt allerdings stark je nach Qualität und Justage.
    Da bei vorgegebener Polmissweisung bis zum 'Umkehrpunkt' (einmaliger Richtungswechsel während der Beobachtung eines Objekts bei gegebener Missweisung) theoretisch immer nur Korrekturen in DEC in derselben Richtung erforderlich sind, rate ich dir zur Eingrenzung deines Problems die DEC-Korrektur auf die momentan nötige Richtung zu begrenzen. Die damit gewonnenen Erkenntnisse werden dir helfen, das Verhalten deines Equipments besser zu verstehen.
    Gruss
    Günter

    Meine neue Bastelei schaltet die 12V für die EQ6-R ab, sobald der Tubus an einem Stativfuss anschlägt.


    Bisher wurde abhängig von der Objektposition die Ruschkupplung manchmal stundenlang beansprucht (während ich schlief).
    Sie ist zwar immer relativ leicht geklemmt, aber gefallen hat mir das nie.



    Die kleine Box beinhaltet eine einfache Selbsthalte-Elektronik zur Abschaltung der Montierungsversorgung, sobald der Tubus am Stativ anschlägt
    (Transistor, 5 Widerstände, Kondensator, 2 LEDS, Schalter, Leistungs-Relais, Freilauf-Diode).
    Beim Einschalten der Stromversorgung (Einstecken) wird in der Schalterstellung AUTO immer der Zustand 12V-Ausgang_ein vorgewählt. So ist praktisch keinerlei Bedienung nötig.


    Die Steuerung hat einen 12V-Eingang vom Netzteil (hinten), einen 12-Ausgang an die EQ6-R (hinten) und eine schwarze Buchse zur Verbindung ans Stativ (hinten).
    Diese drei Anschlüsse bleiben zusammen mit der Box dauerhaft am Stativ.
    Vorne hat die Box noch eine rote Buchse zur Verbindung an ein plattgedrücktes verzinntes Abschirmgeflecht, das an der Unterkante des verwendeten Tubus mit doppelseitigem Klebeband dauerhaft angebracht ist (siehe Foto).


    Der rastende Schalter an der Vorderseite der Box hat 3 Stellungen mit folgende Funktionen:


    EIN: Der 12V-Ausgang ist dauerhaft eingeschaltet, die rote LED leuchtet hell.


    AUTO: Der 12V-Ausgang ist eingeschaltet, bis der Tubus das Stativ berührt, dann schaltet er ab.
    Die rote LED leuchtet schwach, wenn der 12V-Ausgang eingeschaltet ist. Die gelbe LED leuchtet hell, wenn der 12V-Ausgang abgeschaltet ist.


    AUS: Der 12V-Ausgang ist dauerhaft abgeschaltet, die gelbe LED leuchtet hell.


    So kann ich jetzt beruhigt schlafen gehen, wenn eine Belichtungsreihe läuft, unabhängig von der Position des Objekts.
    Auch Remote-Gotos werden so sicher, obwohl die ASCOM-Steuerung kritische Ziele ja ohnehin nicht ohne weiteres zulässt.



    ps: gibt es sowas schon, oder sollte ich mir das patentieren lassen [:)]?


    Gruss
    Günter

    Hallo Thomas,


    für andere Zwecke hab' ich mir gerade die sehr kleine und leichte Powerbank LogiLink PA0156 geholt (2200mAh, Preis <4€).
    Die schaltet bei den 50mA Stromaufnahme des Star Adventurer auch nicht ab. Rechnerisch reicht sie damit für 44h, also locker für mehrere Nächte (Werbeübertreibungen, Wandelverluste und/oder Alterung berücksichtigt).


    Gruss
    Günter

    Hallo Thomas,


    von meinen 8 Powerbanks haben nur zwei das Verhalten, unter den knapp 50mA, die mein Star Adventurer braucht, nicht nach einigen Sekunden abzuschalten.
    Eine davon ist ein altes Werbegeschenk von Logilink mit 2200mAh (der quadratische "Zylinder"), von dem ich gerade keinen Link finde.
    Die andere gibt's noch bei Pollin (USB Powerbank LOGILINK, 10000 mAh, 3x USB). Die reicht locker für viele Bebachtungsnächte und kostet keine 10€. Mit ihren 37Wh reicht die für viele Nächte Nachführung mit dem Star Adventurer(37Wh/(50mA*5V)=148h, mit Wandelverlusten etwas weniger).
    Es mag andere Power Banks geben, die das auch können, aber nur die zwei kenne ich.


    Gruss
    Günter

    Hallo Alex,


    die Differenz x des Fokus eines Objekts im Abstand d zum Sternfokus beträgt x=f²/(d-f)
    oder mit f<<d vereinfacht x=f²/d (zumal d ja eh' geschätzt ist).
    In deinem Fall ist der Sternfokus also x = 1,2²m²/400m = 3,6mm weiter innen als der Kirchturmfokus.


    Gruss
    Günter

    Hallo Peter,
    ich habe einen Leuchtpunktsucherfuss Blitzschuhtauglich zurechtgefeilt. Das geht perfekt.-
    Es gibt auch Leuchtpunktsucher im Handel, wo so ein Blitzschuh schon dabei ist.
    Noch eleganter ist allerdings mein in China erstandener Mikro-Kugelkopf mit Blitzschuhbasis, mit dem ich die ASI120 mit dem 2.1mm Okular als Sucher nutzen kann. Das FOV der DSLR kann mit dem Spektrographspalt-Tool bei PHD2 genau eingestellt werden. Positionierung ist damit ein Kinderspiel.
    Gruss
    Guenter

    Hallo Dieter,


    im 800x500 Pixel grossen Bild sehe ich nur eine kleine Drift in DEC (etwa 1 Pixel). Ursache ist also nicht fehlerhaftes Guiding des MGEN am einachsig nachführenden Star Adventurer, sondern ungenaue Polausrichtung. Mit etwas besserer Polausrichtung sind also problemlos geguidete Aufnahmen mit dem Star Adventurer bei 350mm Brennweite möglich.


    Gruss
    Günter

    Hallo Stefan,


    glaubst du wirklich, dass da ein Drahtpoti drin sein könnte?
    Das ist vollkommen ausgeschlossen. Drahtpotis werden (bzw. eher wurden) für höhere Leisungen eingesetzt, sie sind deutlich zu gross, zu schwer und zu teuer für diesen Einsatz. Und dann noch der hahnebüchene Hinweis auf eventuell falsches Material.
    Halt' dich doch einfach auch mal zurück, wenn du keine Ahnung hast.


    Gruss
    Günter