Posts by Niklo

    Hallo Walter,

    Ich frage mich, wie bsit Du drauf gekommen da mal auf die Web Cam Seite zu gehen? Ist es in München so auffällig für das Auge?

    Ich bin zwar net der Norman, aber hier ist oder war es echt grass. Selbst wie ich mit dem Rücken zum Fenster gesessen bin, habe ich plötzlich dieses surreal wirkende gelbliche Licht gesehen. Der ganze Farbton im Zimmer war auffallend anders als wie sonst.

    Servus,

    Roland

    Hallo Oliver hallo Günther,

    die Bilder sehen tatsächlich gar nicht schlecht aus, wobei ich den FPL55 Triplet APO dennoch als farbreiner erwarte und er etwas wertiger scheint. Ob es sich lohnt den Mehrpreis zu zahlen, ist natürlich eine andere Sache.

    Zum Testezzertifikat. Grundsätzlich sehe ich es als nicht schlecht an, wenn eines angeboten wird. Tatsächlich weiß man aber nicht, ob der chinesische Hersteller den Test gut gemacht hat und ob das Teleskop nach der Zusendung an dem Händer immer noch so gut ist. Ein Sterntest beim Händler würde ich daher trotzdem machen lassen, um grobe Fehler auszuschließen und das Teleskop nicht unnötig hin- und herschicken zu müssen (wenn es dann später doch nicht passt).


    Tatsächlich bin ich von den relativ guten Aufnahmen überrascht, was den sichtbaren Farbfehler betrifft.

    Das hätte ich von einem 4" f/7 Zweilinser APO nicht erwartet und ich habe persönlich immer noch Zweifel, aber vielleicht liege ich da mit meinen Zweifeln falsch. Man kann es auf jeden Fall ausprobieren und es ist sicher visuell ein sehr interessanter APO, der auch preislich gut ist. Den Sterntest und einen Test, ob die Justage passt, wäre meiner Meinung nach sicherlicht gut, auch beim FPL53, Lanthan Zweilinser APO.

    Servus,

    Roland

    Hi Roland, bei dem FPL53/Lanthan Doublet ist das nicht der Fall, einfach mal auf Astrobin ein paar Aufnahmen ansehen.



    CS - Oliver

    Hallo Oliver,

    das kann sein, dass man das mit geschickter Bildbearbeitung oder besseren Filtern wegbekommt. Das Problem des größeren Farbfehlers bleibt aber sicher bestehen und man muss halt damit umgehen.

    Apropos, kannst Du ein Link auf ein Bild schicken?

    Servus,

    Roland

    Hallo Günter,

    beim visuellen beobachten sehe ich bei allen von mir getesteten APOs keinen Farbsaum. Was man sehen kann, dass die Farbtöne bei den Jupiterbändern leicht unterschiedlich ausschauen können und dass Du auerhalb des Fokus beim weniger farbreinen Gerät Farbe sehen kannst. Bei Fotos sind die Farbtonunterschiede deutlich auffallender wie visuell.

    Bei Sternaufnahmen kommt es auf das Spektrum und die Helligkeit von Sternen an. Rein visuell hat der Zweilinser Vorteile (Auskühlzeit, Gewicht, Kosten). Wenn es auch um Fotos und vor allem um Deepskyfotos geht, dann würde ich eher zum hochwertigen Tripplet tendieren. Man wird sicher auch mit dem Zweilinser ein paar Fotos machen können, aber dann kann es sein, dass es bei roten Sternen oder blauen Sternen Farbsäume gibt, die man visuell zwar nicht sieht, die aber die Kamera festhält. Muss nicht sein, hab ich aber schon gesehen. Dann kann man mit Filtern herumexperimentieren um das Problem zu minimieren ...und letztendlich wird es dann schwieriger, dass man die gewünschten "refraktortypischen" feinen Sterne auch fotographisch bekommt. Ich muss mal schauen, ob ich da Beispiele für Bilder mit einem zweilinser APO finde:

    Hier nur eine schon mit Filtern aufgenommene Version kleines Bild und die große Version

    Das Bild ist schön, aber man sieht kleine Farbhöfe um die Sterne, die stören können.

    Servus,

    Roland

    Hallo Günter,

    die Sterne sind nur dann fein auf Fotos zu sehen, wenn sie nicht durch den Farbfehler aufgebläht sind. Weiters ist wichtig, dass die Optik keine auffälligen Fehler wie auffälligen Astigmatismus, Achskoma oder Keilfehler besitzt. Beim Triplet ist zumindest schon mal ein Test dabei. Wenn es um Farbfotos von Galaxien mit Sternen drum herum geht, würd ich persönlich eher den Triplet APO nehmen.

    Servus,

    Roland

    Hallo Günter,

    ich habe zwar keine der beiden APOs, aber ich kann schon etwas aus meiner Erfahrung mit 2 und 3 Linser APOs sagen.

    Ich habe irgenwann einmal gelesen, dass bei gleicher Öffnung und ähnlichen Gläsern man beim Triplet mit 1/3 weniger Brennweite auskommen als wie ein Zweilinser um dieselbe Farbkorrektur zu erreichen. Also ein f/10 Zweilinser statt einem f/7 Triplet.

    Hier hat man beim Zweilinser eine sehr gute Kombination und beim Triplet ist nur ein Glas bekannt. Ich gehe aber davon aus, dass die Farbkorrektur beim FPL55 Triplet trotzdem besser ist als wie beim Zweilinser mit FPL53 und Lanthan.

    Was ich für FPL55 gehört habe ist, dass die Bearbeitbarkeit etwas besser wie bei FPL53 sein soll. Daduch könnte man bei vermutlich bei FPL55 einen mit gleichem Aufwand einen besseren Schliff dieser Linse erreichen.

    Zu beiden Aussagen kann der Gerd_2 vermutlich genaueres sagen und mich korrigieren.

    Was beim FPL55 Triplet APO schön ist, dass es ein Testprotokoll gibt. Wenn das Testprotokoll gut ist, dann hätte man eine zusätliche Sicherheit, dass die Optik entsprechend gut ist. Der Zweilinser kühlt halt schneller aus, was ein fürs visuelle Schauen ein Vorteil sein kann. Für Fotos sehe ich den Vorteil beim Triplet APO.

    Servus,

    Roland

    Hallo Stephan,

    ja, das kann sein, dass ich die Isolation zu gut einschätze. Davon hängt es wohl ab, wie gut das funktioniert. Ein Luftpolster wäre auf jeden Fall ein zusätzlicher guter Isolator. Eventuell kann man eine Isoliertapete und eine Luftpolsterfolie kombinieren... Ich würde es aber erstmal mit einem probieren und man kann auch den Anorakt so legen, dass er möglichst gut aufliegt und wenig zusätzliche Luftpolster hat. Aber auch dann weiß man noch nicht, wie gut oder schlecht der anliegende Anorakt im Vergleich zur Isolierfolie mit Luftpolster und Isoliertapete ist.

    Man muss es vermutlich einfach ausprobieren.

    Viel Erfolg :)

    Ich werde meine Versuche erst im neuen Jahr machen.

    Servus,

    Roland

    Hallo Reinhold,

    ich sehe hier auch keine geistigen oder sozial behinderten Menschen. Es geht mir hier darum, dass eine Lösungsfindung beim CC6 Tubusseeingproblem von Stephan weiter geht. Manchmal muss man diskutieren um den anderen zu verstehen. Das finde ich auch gut. Wenn man dann bei dem Diskutieren vom hundersten zum tausendsten kommt und Lösungsmöglichkeiten "schlechtgeredet" werden, ohne dass es bei der Lösungsfindung weitergeht, dann finde ich das persönlich schlecht.

    Nachtrag:

    Man kann/soll durchaus Probleme bei der Isolation diskutieren, aber idealerweise im Rahmen einer Lösungsfindung. Du schreibst, dass man bei einer Topfkonstruktion eine Ventilator braucht. Das ist tatsächlich ein Vorschlag, der aber größere Eingriffe erforderlich macht.

    Ich habe als Vorschlag gebracht, dass man den Tubus in senkrechter Position (z.B. auf der Montierung) zum "Vorkühlen" vor dem Beobachten oben und unten öffnet. Unten ist der OAZ, den man öffnet und oben wird der Deckel abgenommen. Dadurch hat man zumindest in der Auskühlphase den Topfkonstruktionsfall nicht mehr.Es gibt beim Auskühlen eine Kaminwirkung, die aber zum Auskühlen meiner Meinung nach hilfreich ist. Nach ca. 1 - 2 Stunden Vorkühlzeit sollte der 6" Spiegel und auch der Tubus samt Isolation innen und außen die Umgebungstemperatur angenommen haben.

    Ob das ausreicht, gilt auzuprobieren. (Problematisch sind vermutlich stark fallende Temperaturen). Vielleicht kommt man um einen zusätzlichen Lüfter nicht herum. Vielleicht kann man aber zwischendurch auch mit einer "Kühlpause" das System wieder bei stärker fallenden Temperaturen stabilisieren.

    Servus,

    Roland

    Hallo Stephan,

    ich glaube zu verstehen, was Du meinst. Die Seide ist vielleicht auf -10°C im Vergleich zum Himmel bei -100°C. Dadurch kann in der Summe von Ab und Zurücstrahlen weniger abgestrahlt werden und die Teleskopoberseite kühlt weniger aus. Es gibt durch den Abstand zur Ballonseide nur durch die Luft als Isolator einen extrem kleinen Wärmefluss zur -10°C kalten Ballonseide, der praktisch 0 ist.

    Der Boden hat -8°C und damit ist der Unterschied nach oben und unten so gering, dass er "strahlungstechnisch" kaum eine Rolle spielt.

    Die Ballonseide hat also Isolator praktisch keine Wirkung. Wenn sie direkt auf dem Teleskop liegen würde, würde sie praktisch nichts bringen und die Wärmeleitung zur Oberseite der Seide wäre verglichen zum Fall mit dem Luftpolster sehr gut und damit hätte die Seide direkt auf dem Teleskop praktisch keine Wirkung.

    Wenn die Seide direkt auf dem Tubus liegen würde, dann würde die Seide zwar auch mit -10°C strahlen, aber durch die gute Wärmeleitung zur Seidenoberseite ist das unwichtig und es wirkt wieder die Strahlung Richtung Himmel.

    Soweit sehe ich es glaub ich wie Du.


    Danach unterscheiden sich offenbar unsere Annahmen.

    Jetzt kommt es für mich darauf an, wie gut die Isolationsschicht ist, die auf den Tubus kommt. Bei einer halbwegs guten Wärmeisolation ist die Wärmeleitung auch sehr gering. Ein Teil strahlt die Isolationsschicht nach innen in den Tubus zurück.

    Gehen wir davon aus, dass der Tubus eine bis 2 Stunden senkrecht stehend mit offenen Tubus auskühlen konnte und die Umgebungstemperatur auch -8°C ist. Dann hat der Isolatorschicht außen und innen anfangs vielleicht -6° und sinkt dann weiter auf -8°C im Laufe der Nacht ab. Durch die schlechte Wärmeleitung kann aber wenig Engergie in den Himmel abgestrahlt werden. Es gibt vielleicht auch einen kleinen Unterschied oben und unten, aber er sollte deutlich niedriger sein wie ohne gute Isolationsschicht.

    Das ist das, was ich erwarte. Ob es jetzt besser oder schlechter wie beim Schirm ist, hängt vom Wärmewiderstand der Isolationsschicht ab.


    Vermutlich muss/kann man das im Versuch herausbekommen, wie gut oder schlecht es im Vergleich zum Schirm funktioniert.

    Ich sehe zumindest eine ähnliche Wirkunsweise.

    Ich werde es auch bei mir probieren und hab mir so eine Isoliertapete für meinen Newton bestellt. Was man schon vorweg machen kann, dass man eine gut isolierende Decke, vielleicht einen Winteranorak auf den Tubus legt.

    Servus,

    Roland

    Hallo Reinhold,

    was möchtest Du hier im Thread aktuell mit Deinen letzten Kommentaren erreichen?


    Willst Du dem Stephan helfen, wie er sein Tubusseeing in den Griff bekommen kann oder willst Du ihn gezielt in seinen Zweifeln bestärken (neue Zweifel säen), so dass er Lösungsmöglichkeiten nicht einmal ausprobiert und damit keine Lösung findet oder ....?


    Aussagen wie folgende, führen für mich auf jeden Fall vom Lösungsweg weg: "jenseits der Kaufhaus-Newtons habe ich noch nie einen spiegelseitig luftdichten Newton-Tubus gesehen. Und bei den diskutierten handelt es sich offenkundig nicht um Kaufhaus-Newtons."

    Und ja. Auch Dein und mein 6" f/8 Orion UK Newton ist spiegelseitig zumindest dann luftdicht geschlossen, wenn wir den Tubusdeckel unten an der Spiegelzelle dranlassen. Ich habe mit und ohne diesen Deckel beobachtet und Tubusseeing erlebt. Die Tatsache bringt uns aber vermutlich nicht weiter und wir können da herumdiskutieren ...


    Viele Grüße,

    Roland

    Hallo Jörg hallo Robert,

    ich bin auch gespannt, wie Jupiter im neuen Jahr wird was wir mit unseren Teleskopen visuell und fotographisch festhalten können sowohl bei den großen Jupitermonden wie auch auf Jupiter selber.

    Auf Deinem letzten Jupiterbild kann man sogar auf Io etwas Struktur sehen und der Jupiter ist natürlich genial. :)

    Servus,

    Roland

    Hallo Stephan,

    die dünne Ballonseide braucht ein Luftpolster um wirken zu können. Mit dem Luftpolster kann mit der aufsteigenden warmen Luft sich die Ballonseide etwas erwärmen und strahlt wieder etwas Wärme nach unten ab. Ein Teil der von unten ankommenden Wärmestrahlung wird auch wieder zurückreflektiert.

    Und wie ist es bei der Isolation. Auch da ist in der Isolation ein Isolator (braucht kein Luftpolster sein) der sich von unten erwärmen kann und die Wärme nach unten strahlen kann. Auch da kann ein Teil der ankommenden Wärmestrahlung zurückreflektiert werden. Der Vorteil ist, dass Du halt net mit einem Schirm über dem Teleskop dasitzen musst.


    Ich kann ansonsten dem Gerd nur zustimmen. Es wurden Vorschläge gemacht, die Du sehr einfach und teilweise sogar ohne finanziellen oder mit geringem finanziellen Aufwand ausprobieren kannst, wenn Du es willst.

    Servus,

    Roland

    Hallo Stephan,

    es muss keine perfekte Isolation sein. Das erwarte ich auch gar net. Es sollte nur die Wärmeleitung nach oben stark reduziert sein. Umso weniger Wärme durch die Isolation nach oben durch das Tubusblech abgestrahlt wird umso geringer sollten die beschriebenen Effekte sein. Bei Dir ist schon eine gute Sache, dass Du noch Pappe im Tubus hast und die Velourfolie. Einen kleinen Effekt könnte das auch schon machen, aber vermutlich nicht ausreichend. Da hilft nur experimentieren. gibt es zwischn Tubus und Pappe ein Luftpolster nach oben? Kannst Du ein Foto davon machen und hier einstellen?

    Wichtig ist, dass der Spiegel schon vor dem Beobachten möglichst auf Umgebungstemperatur gebracht wird (Tubus senkrecht zum Auskühlen mit Deckel offen...)

    Wenn es nachher bei relativ flach stehendem Tubus immer noch vergleichweise schlechtes Seeing gibt, dann könntest Du auf den Tubus eine isolierende Decke legen und schauen, ob sie da etwas verbessert oder verschlechtert.

    Du hast ja als Referenz noch Deinen 5" Mak um zu testen, wie da das Seeing ist und ob Du da heran kommst. Die Effekte mit dem Tubusdrehen sind auch ein interessant.

    Servus,

    Roland

    Hallo Reinhold,

    jetzt hab ich nochmal Deinen Kommentar gelesen.


    Wenn du den CC6 mit Wärmeisolation (Styropor und ähnliches) zu einer „offenen Thermoskanne“ umbaust, handelst du dir die Probleme ein, die eine offene Thermoskanne so mit sich bringt. Das wird thermodynamisch hochspannend. Denn die Thermodynamik bringt uns die Luftschlieren. Ging es nicht darum, die zu beseitigen?


    Ich will dich von nichts abhalten, aber zum Nachdenken ermuntern …

    Es wird keine Thermoskanne aufgebaut. Der Tubusboden ist nicht isoliert und wie ich weiter oben beschrieben habe, lässt man den Tubus zum Auskühlen senkrecht stehen und hat sowohl den Tubusdeckel wie auch den OAZ Deckel offen, so dass die warme Luft nach oben hinausgehen kann. Wenn der Tubus und die Spiegel auf Umgebungstemperatur sind, dann hat man Deine vermuteten Probleme nicht.


    Die Metalltuben werden verwendet, da sie stabil, robust und einfach verarbeitbar sind. Die engen Tuben werden aus Kostengründen so eng gehalten, was aber leider bei einigen Hobbyastronomen zu Problemen führt. Ich bin einer der das persönlich erlebt hat und dem das stört. Das ist individuell unterschiedlich was stört und was nicht stört und vielleicht ist auch an Deinem Beobachtungsort etwas anders warum es bei Dir nie auftritt oder nicht störend auftritt.

    Beim Stephan gibt es ähnlich wie bei mir Probleme mit dem Tubusseeing. Wenn er keine Probleme hätte, dann wäre alles perfekt und dann könnte man es einfach lassen wie es ist....

    Hawe d'Ehre.

    Roland

    Hallo Stephan,

    es scheint da ein Verständnisproblem zu geben. Der Tubus soll freilich auskühlen. Was aber durch die Isolationsschicht verhindert werden soll, dass es oben schneller auskühlt wie unten und dann Luftwirbel mit minimal unterschiedlicher Temperatur im Tubus zu "tube currents" führen. Das ist doch unser Problem. Da schließe ich mich mit dem 6" f/8 Newton mit ein. Wenn oben die Luft abkühlt sinkt sie ab und wärmere Luft von der wärmeren unteren Hälfte steigt zur Oberseite des Tubus und dann haben wir Luftwirbel mit unterschiedlicher Temperatur und unterschiedlichen Brechungsindex was uns dann beim Tubusseeing Probleme bereitet.

    Auch das dünne Tubusblech mich 0,5 mm oder 0,1 mm leitet etwas Wärme der Luft nach oben hin ab. Das soll durch die Isolation verhindert werden.

    Ich tue mich da immer ein bisserl schwer das verständlich zu beschreiben, aber die Effekte sind leider auch bei sehr dünnen Blech vorhanden. Die Wärmeleitung nach oben weg ist da auch da. Man könnte zum Experiementieren auch mit einer isolierenden Decke Versuche machen, die man von oben auf den Tubus legt. Das würde vermutlich auch schon a bisserl was bringen um das Tubusseeing etwas zu bremsen.


    Hallo Reinhold,

    ich hab einen Tal2 und einen Orion UK VX6L (also vermutlich denselben Tubus). Bei tiefstehenden Planeten habe ich bemerkt, wie der 4" APO dann an Jupiter und Saturn das besser aufgelöste Bild gezeigt hat. Das spricht zwar für den 4" APO aber es sollte nicht sein, dass der 6" Newton bei 0,95 Strehl deutlich hinterher hinkt.

    Beim VX6L habe ich den Lüfter sogar umgedreht und so abgedichtet, dass er die Luft laminar durch den Tubus ansaugt. Das hat dann dazu geführt, dass endlich Saturn eine umlaufende Cassiniteilung offenbart hat, was vorher nicht der Fall war. Es mag bei bestimmten Wetterlagen einen nicht so grassen Unterschied geben, aber ich habe es erlebt und mich sehr geärgert.

    Meine Empfehlung für den Stephan ist, dass er das Tubusseeingproblem angeht und verbessert. Es mag bei Dir nicht so störend sein, aber anscheinend ist es beim Stephan ähnlich wie bei mir störend. Apropos, beim Tal2 ist der Effekt geringer, da der Tubus breiter ist. Dennoch ist auch da Luft nach oben.


    Servus,

    Roland

    Hallo Gerd,

    das hört sich gut an. So ähnlich werde ich es auch probieren.

    Was dabei auch gesagt wird, dass der Spiegel natürlich dann langsamer auskühlt.

    Um den Spiegel aber ohne elektrischen Lüfter schnell auf Umgebungstemperatur zu bringen lasse ich den Newton 1-2 Stunden senkrecht offen stehen. Das sollte auch mit isoliertem Tubus reichen. Wie lang der CC6 braucht, weiß ich natürlich nicht. Das kann der Stephan am Besten mit Tests ausprobieren.

    Auf jeden Fall sollte, falls eine Taukappe zum Einsatz kommt, diese auch aus wärmeisolierenden Material sein oder auch mit der Isoliertapete umwickelt werden.

    Servus,

    Roland

    Hallo Gerd,

    danke. Ich bin echt am überlegen an meinen alten getunten Tal2 Newton außen auch so eine Isoliertapete draufzumachen. Es geht zwar leider nicht so gut wie am CC6 aber man könnte vor und nach den Rohrschellen so eine Folie draufmachen. Mit einem Klebeband kann man die Folie dran draufmachen und auch später auch wieder abmachen, wenn sie feucht geworden ist... Der Vorteil gegenüber einem Lüfter ist, dass man keine Stromquelle braucht.

    Das Tubusseeing ist tatsächlich gerade bei niedrigstehenden Objekten nervig und reduziert die Leistung deutlich.

    Servus,

    Roland

    Hallo Stephan,

    gerade hab ich zurückgeblättert und Deine Erfahrung gelesen. Es ist auf jeden Fall gut, dass die Blenden draußen sind. Du hast natürlich recht, dass man dann keinen schnellen "vorher - nachher" Vergleich machen kann. Was aber interessant ist, das beim Drehen des Tubus sich der Tubusseeingeffekt erst nach einer Weile eingestellt hat. Das würde ich jetzt so interepretieren, dass eine Isolation des Tubus noch zusätzlich etwas bringen könnte.

    Was für einen Plakatkarton hast Du verwendet? Ist das so etwas wie schwarzes Tonpapier?

    Ich habe "d-c-fix" Velourfolie verwendet. Ob das jetzt die beste Velourfolie ist, weiß ich nicht. Gerade sehe ich, dass teleskop express offenbar eine andere Marke hier anbietet, die aber teuerer wie die d-c-fix Folie zu sein scheint. Ich bin mit meiner d-c-fix Folie zufrieden. Allerdings reicht die dünne Folie nicht als Isolation für den Tubus und sicherlich auch das Tonpapier und der Plakatkarton nicht.

    Zur Tubusisolation muss ich sagen, dass ich das auch noch nicht angegangen bin. Ich habe einen saugenden Lüfter eingebaut, der auch schon eine merkliche Verbesserung gebracht hat. Daher können hoffentlich andere gute Tipps geben.

    Für erste Tests könnte man eine dicke isolierende warme Wolldecke auf die Oberseite des Tubus legen um zu schauen, ob sich da schon etwas tut.

    Beim Durchstöbern von Vorschlägen habe ich alles mögliche von Dämmtapeten, Styropoortapeten, Rettungfolie gelesen.

    Viele dieser Isolierfolien und Dämmtapeten sind mindestens 3 mm dick. Das würde den Tubusdurchmesser dann z.B. 6 mm vergrößern, was wieder neue Rohrschellen brauchen würde. Eine Rettungsfolie wäre auch mehrlagig gewickelt noch relativ dünn und man könnte noch die alten Rohrschellen verwenden.

    Apropos, aus welchem Material ist Deine Tauschutzkappe?

    Servus,

    Roland


    Nachtrag: Gerade sehe ich, dass Dein CC6 gar keine Rohrschellen hat. Dann geht natürlich eine 3 -4 mm starke Isoliertapete wie es der Gerd vorgeschlagen hat. Das wär dann sogar sehr praktisch. Der Gerd kann mich korrigieren, aber die Aluschicht würde man dann nach außen zeigen lassen. Gerd wäre so eine Isoliertapete wie z.B. Noma Reflex Wandisolierung gut oder so eine Frostschutzfolie?

    Grüß Dich Stephan,

    bei meinen 4,5" f/8 und 6" f/8 Newtons hatte ich bisher keine Probleme mit Tau am Hauptspiegel. Die Tubusseeinganfälligkeit ist bei 50° Tubusneigung schon relativ gering trotz langem Tubus und relativ engem Tubus. Was bei mir aber nicht vorhanden ist, sind die Blenden, die den Tubus für die strömende Luft nochmal künstlich verengen.

    Ich würde, wenn ich so einen CC6 hätte zwei Dinge versuchen um das Seeing in den Griff zu bekommen:

    1. Tubus außen isolieren (wie verhält es sich dann mit Tubusseeing?)

    2. Zusätzlich die Blenden herausnehmen und den Tubus innen mit Velourfolie auskleiden (wie verhält es ich mit Tubusseeing)


    Zusätzlich würde ich noch eine Taukappe kaufen oder basteln. So eine Taukappe oder ähnlich

    Soviel für heunt.

    Servus,

    Roland

    Hallo Reinhard,

    danke für Deine Antwort.

    Das Thema Tubsseeing bei vorne offenen Teleskopen ist für viele Hobbyastronomen interessant und betrifft auch Leute, die mit einem Newton unterwegs sind.

    Daher wäre ich auch "Wissensträger" bzw. Erfahrungsträger.


    Es ist gut, dass Du zukünftig bei Vergleichen auf bessere Verständlichkeit achtest. Du kannst wegen meiner gerne Sofavergleiche schreiben, aber idealerweise sollten die Randbedingungen eindeutig beschrieben sein. Sonst kann man alles Mögliche "herauslesen" und "hineininterpretieren" und dann sind Missverständnisse vorprogrammiert.

    Ich bin immer noch nicht sicher ob ich Dich richtig verstanden habe (ganz ohne Deine Aussage verreißen zu wollen).

    Es hat sich aber manches schon fast ähnlich wie eine "verschwörungstheorie" angehört, halt ohne Verschwörung ;)


    Zu meiner Erfahrung am 6" f/8 Newton mit zu engem Tubus:

    Je flacher der Tubus steht, umso mehr und stärker habe ich Tubusseeing bei fallenden Temperaturen beobachtet. Bei senkrecht stehendem Tubus habe ich vergleichweise am wenigsten Tubusseeing beobachtet.


    Es gibt einen guten physikalischen Artikel, der das Thema "tube currents" und dessen Entstehen beschreibt. Ich finde ihn leider gerade nicht.


    Für Seeingeffekte muss z.B. unterschiedlich warme Luft sich durch den Strahlengang bewegen. Durch die unterschiedliche Temperatur ist der Brechungsindex von Luft unterschiedlich ...

    Gehen wir mal von einem waagrechten Tubus aus. Die wärmere Luft sammelt sich an der oberen Hälfte des Tubus.

    Soweit so gut. Anschließend spielen mehrere Effekte eine Rolle, wobei ich nicht weiß, wie stark welcher Effekt ist.


    Da der Tubus vorne offen ist kann bei der Tubusöffnung auch ein Wärmeaustausch stattfinden. Es geht warme Luft vorne nach oben weg und es kommt kalte Luft unten nach. Man hätte also schon da Luft mit unterschiedlichen Brechungsindex, die beim engen Tubus in Bereich des Strahlengangs vorhanden ist. Wenn diese Luft etwas turbulent ist, dann dürfte auch das Seeing schlechter sein.

    Bei einem 8" oder 10" Spiegel hat man früher für den Tubusinnendurchmesser immer mindestens 2 Zoll zum Spiegeldurchmesser dazugegeben um die Tubusseeingeffekte zu verkleinern. Heute sind die Tuben deutlich enger ... Im Fall des CC6 verengen die Tubusblenden zusätzlich noch den Tubus.


    Für die unterschiedlich warme Luft im Tubus spielen mehrere Effekte eine Rolle. Einmal gibt der Hauptspiegel beim Abkühlen Wärme ab und erwärmt dadurch auch die Luft im Tubus. Es gibt aber auch die Effekte, dass der Teil des Tubus, der in Richtung Weltall zeigt, stärker auskühlt. Beim waagrecht stehenden Tubus ist das die obere Hälfte des Tubus. An der oberen kälteren Hälfte kühlt die Luft ab und sinkt nach unten und die wärmere Luft steigt nach oben. Dieser Effekt sollte auch bei ausgekühltem Hauptspiegel immer noch vorhanden sein (wobei ein warmer Spiegel das Problem sicher verschärft)

    Eine Tubusisolation könnte da z.B. Abhilfe bringen. Genau das wird von einigen Hobbyastronomen beobachtet.

    Apropos, bei bedecktem Himmel sollte der Effekt entsprechend weniger sein, was aber uns wenig bringt.


    Wie stark welche Effekte sich da auswirken, kann ich wie gesagt nicht sagen. Tubusseing bei relativ flach stehendem Newtontubus ist aber tatsächlich etwas, was ich oft beobachtet habe. Schade, dass ich den Artikel zu "tube currents" nicht mehr finde. Da ist es sicher besser erklärt. Möglicherweise hat ihn der Gerd-2 schon verlinkt?


    Servus,

    Roland

    Hallo miteinader,

    ich habe die länglichen Theorien nur zum Teil gelesen und manche Aussagen sind möglicherweise missverständlich:

    "der umwärmte Körper auf dem Sofa wird von alleine kalt"

    Allein dieser Satz kann, je nachdem was man mit "umwärmt" meint, richtig und falsch sein. Wenn z.B. die umwärmende Quelle gemittelt über die umschließende Fläche kälter wie der zu umwärmende Körper ist, dann kühlt der "umwärmte" oder umkühlte Körper ab.


    "Der Wärmestrom geht von Massen mit höherer Temperatur zu Massen mit niedriger Temperatur. Dreht man den (Strahlungs-) Heizkörper ab, entsteht ein Temperaturgefälle in anderer Richtung als vorher. Der Wärmestrom wird sich umkehren und vom Sofa auf den Heizkörper gerichtet sein."

    Wenn die Heizung z.B. eine Elektroheizung ist, die im Raum steht. Dann ist der letzte Teil der Aussage logischerweise immer falsch. Da sind wir uns einig, oder?
    Bei einem Heizkörper mit Wasserkreislauf, würde bei gestoppten Wasserkreislauf der Heizkörper auch auf die Umgebungstemperatur fallen. Dann wäre Teil zwei der Aussage normalerweise auch falsch.

    Wenn man unbeding recht haben "wollte", dann müsste man es nur schaffen, dass nach dem Abdrehen irgendwie kaltes Wasser in den Heizkörper gelangt und wenn man dann Recht hätte, was würde das bei dieser Diskussion bringen? Dann könnte z.B. der Instrumentarium schreiben, dass er doch in dem und jenen Fall Recht hat und bei ihm daheim das genauso ist... aber was bringt das bei dem Thema Tubusseeing?


    Eigentlich geht oder ging es doch darum, wie man das Tubusseeing im CC6 verbessern kann, oder?

    Es wurden Vorschläge gemacht und sind die umgesetzt und ausprobiert worden oder will man einfach Recht haben dass das CC6 nichts taugt?

    Manchmal kommt mir vor, dass es nur um das Recht behalten von seinen eigenen Anschauungen geht und nicht darum das Gerät verbessern zu wollen....


    Servus,

    Roland

    Hallo Mathias,

    gern geschehen. Leider weiß ich nicht, ob die Veränderungen periodisch auftreten und wenn ja, dann mit welcher Periode. In der englischen Wiki und deutschen Wiki steht, dass Staubwolken für das verändertete Aussehen verantwortlich sein könnten, wenn sie periodisch die Beleuchtung blockieren.

    Man müsste jetzt die Quellen dafür studieren, ob daraus näheres ersichtlich wird.

    Ich habe einen kurzen Blick in eine der Quellen geworfen:

    A model for the cometary nebula NGC 2261.
    It is suggested that the cometary nebula NGC 2261 associated with R Mon is produced by the interaction of a mass flow representing the expulsion of a…
    ui.adsabs.harvard.edu

    => https://articles.adsabs.harvard.edu/pdf/1978ApJ...226..455A

    Das scheint aber komplizierter zu sein, als wie ein rein periodisches System. Ich muss es mir mal in einer ruhigen Stunde ganz durchlesen. (Nachtrag: Eine kurze Suche nach dem String "periodically", "periode", "period" im Artikel von 1978 hat keinen Treffer gebracht. Ich muss es mir also näher durchlesen, bzw. vielleicht ist einer von Euch schneller).

    Servus,

    Roland

    Hallo Norman,

    damals hat NGC 2261 von den Strukturen noch anders ausgeschaut. Die Zeichnung ist von den inneren Strukturen freilich auch genial.

    Bisher hab ich nur Planetenzeichnungen gemacht, wobei ich da gemerkt habe, wie schwer ich mich mit dem Zeichnen am Okular tue. Dazu kommt, dass man kontrastschwache kleine Details bei mittleren Seeing meist nur kurz sieht. Bei Jupiter sind es z.B. die kleinen hellen "white oval spots", die im 6" f/8 Newton oft kurz aufblitzen um kurz darauf wieder zu verschwimmen/verschwinden. Da war ich auch schon unsicher, ob ich mir die gerade eingebildet habe ....

    Bei kleinen Nebelstrukturen mit sehr geringem Kontrast, kann ich mir das ähnlich vorstellen und bei > 300x spielt bei kleinen und feinen Strukturen bestimmt auch das Seeing eine Rolle (möglicherweise ähnlich wie bei den WOS auf Jupiter, nur noch kontrastärmer und recht dunkel)

    Auf jeden Fall habe ich großen Respekt für Deinen und Mathias Zeichnungen.

    Hier mal zwei Zeichnungen von 2017:

    NGC 2261 - - Sketching - Cloudy Nights
    NGC 2261 - - posted in Sketching: Good morning to all. I leave a drawing of NGC 2261 The Hubble Variable Nebula. I also watched it last year and I have notes…
    www.cloudynights.com


    Und hier mal ein paar langbelichtete Fotos:

    NGC 2261

    Das letzte ist von Frühjahr 2021.

    Nachtrag: Noch ein langbelichtetes Foto NGC2261

    Servus,

    Roland