Natürliche Farben mit Dual Narrowband Filtern??

  • Hallo Beisammen,


    Wenn man mit Dual-Narrowband Filter (DNB) und One-Shot-Color (OSC) Camera von den üblichen Nebeln so Fotos macht. Wie nahe / entfernt kann man mit Bildverarbeitung (BV) an einen 'realistischen' Farbeindruck ran kommen? (Frage: Was bedeutet da 'realistisch'??) Vergleichen wir mal gleich zum Anfang mit einer no-Fitler OSC Aufnahme und einer sagen wir mal mit Hubble Palette. Da wird unser genanntes Ergebnis doch irgendwo in der Mitte dazwiscehn liegen. Aber wo, und vielleicht wie nahe an dem einen oder anderen Ende von dem Beraich?


    Im Workflow meiner DNB Aufnahmen mit OSC wende ich die Anpassung der Farbbalance nach Katalogsternen an (in PixInsight SPCC). In den spektral durchlässigen Filterbereichen vom DNB Filter kommt Licht vom Kontinuum der Sterne durch und fällt nach der Beyer-Matrix auf den Sensor. OK, das ist also nicht das ganze Komtinuum in Bereich von jeweils R,G und B, aber ist das so schlecht? Das Kontinuum ändert sich ja nciht so schlimm in dem spektralen Bereich. Wenn ich mir die z.B. bei PI SPCC mit dem korrigierten Bild ausgegebenen Farb Korrelationsplots angucke, dann sehen die 'etwas ruppliger' aus als bei einer reinen RGB OSC Aufnahme aber die Punkte sind doch recht nahe bei der ermittelten Geraden. Ich mache da mal die Aussage, dass an diesem Schritt im Workflow die Sternfarben ganz OK sind. Also OK in dem Sinne, 'nicht so verrückt wie bei Hubble-Palette')


    Die Nebel haben natürlich Emissionslinien und kein Kontinuum und fallen genau in die Durlassbereiche der DNB Filter. Nun werden bei der Farbkalibrierung auch die RGB Komponenten der Nebel so behandelt wie die der Sterne. Das ist nun bzgl. einer natürlichen Wiedergabe falsch. Aber wie weit falsch? Meine Meinung, die ich hier mal zur Diskussion stellen will ist: Nicht so schlimm falsch. Die RGB Kanäle bleiben ja erstmal bei den ihnen (natürlich) zugeordneten Farben (nicht so wie bei Hubble-Palette). Die Intensitäten werden nun entsprechend der Messungen an den Sternen umgewichtet. Aber ich denke diese Umgewichtung ist nicht sehr 'weit'. Was rotes H-A ist, bleibt rot und was grün/blaues OIII ist bleibt auch grün/blau. Zumindest als Stadtlicht geplagter Beobachter, der gezwungen ist DNB Filter zu nehmen sehe ich da eine Option leidlich der Natur entsprechende Farbbilder zu machen. (Die Hubble Palette mag ich nicht so)


    Tja, was meinen die Forum-Kollegen an dieser Stelle?


    Ist DNB mit spektraler Kalibrierung nach Sternen als Workflow leidlich nahe an der 'Realität'?


    Klar, reine RGB Belichtungen aus Chile sind besser, aber was wenn man mit dem gegebenen Stadtlicht existieren muss?


    Gibt es weitere Verbesserungsmöglichkeiten?



    Clear Skies,

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