Bewegtbilder in H-alpha

  • Hallo zusammen,

    ich fasse hier mal meine Aktivitäten der letzten Tage bzw. Wochen zusammen. Stabile Wetterlagen gab es gar nicht und ich musste größere Wolkenlücken nutzen, um etwa eine Stunde am Stück filmen zu können.

    Technik wie gehabt: 150 mm FH Refraktor, D-ERF, Quark Chromo, ASI178MM, ein Einzelbild besteht aus einem 20 Sek. Filmchen, eine Animation möglichst aus 200 Bildern, hier sind es aber oft weniger (durchziehende Wolken), ausgerichtet und bearbeitet wurden die Filme im Batch-Modus in Photoshop. Die richtig fetten X-Flares der letzten Wochen habe ich nicht erwischt. Der hellste hier ist ein größerer M-Flare, den ich (natürlich) nur zur Hälfte erwischt habe. Aber ich konzentriere mich ohnehin mehr auf kleinere Details. Für mich ergeben sich durch die Bewegungen irgendwie ganz neue Eindrücke und am Ende stehe ich nach wie vor da und staune einfach nur über unseren Stern. Besonders hinweisen möchte ich auf die "Kondensation" im letzten Filmchen. Die erinnert an ein Feuerwerk mit Goldregen.

    Viele Grüße

    ralf


    12-5-2024_2.mp4


    1.mp4


    345.mp4


    7-6-2024.mp4

  • Hallo Ralf,


    Zur Ausrichtung geht auch pipp. Da braucht es keinen Photoshop. Wenn gewünscht kann man in den Verarbeitungsschritten in pipp auch noch Helligkeit und Kontrast einstellen.


    Ein guter Workflow.

    FireCapture

    Autostakker

    Registax/wavesharp

    Pipp

    Ffmpeg


    Clear Skies,

    Gert

  • Hallo allerseits,

    es bedeutet ja immer einen gewissen Aufwand, solche Filme und auch Bilder irgendwo zu zeigen. Aber wenn so tolle Reaktionen kommen, dann ist das doch eine wunderbare Belohnung. Also bedanke ich mich sehr herzlich für die vielen Sternchen und Co. ganz besonders aber dafür, wenn ihr hier ein paar Zeilen geschrieben habt.

    Und wenn dann noch konkrete Aussagen kommen oder Tipps, dann noch einmal mehr. Außerdem hörte ich neulich, dass man mit SW-Bildern keinen Hering mehr vom Teller ziehen könne. Da müsse Farbe rein, und zwar schön bunt, dann muss die Sonnenscheibe invertiert werden und die Protis sollen strahlen wie Autoscheinwerfer ;-)). Danke, dass das nicht so ist.

    Harald, ja, 15 cm sind schon brauchbar und tatsächlich habe ich gerade erst Veränderungen vorgenommen, um noch ein klein wenig mehr herauszuholen. Schärfen tue ich eigentlich immer mit dem kleinsten sinnvollen Radius, das wird für jeden Film neu definiert. In einem 2. Durchgang schärfe ich dann entweder selektiv nach, um die Bilder aneinander anzugleichen, oder manchmal auch mit einem sehr großen Radius (dann aber sehr kleiner Amplitude), um Kontraste zu erhöhen.

    Die Filme hier haben natürlich alle sehr verschiedene Ausschnitte, deshalb kann evtl. der Schärfeeindruck variieren. Das Seeing und Tagesverfassungen spielen natürlich auch eine Rolle. Ich habe aber noch eine "Fehlerquelle" ausgemacht, und zwar das Konvertieren nach mp4. Hier war ich gezwungen, z.T. sehr stark zu komprimieren. Das geht definitiv auf die Schärfeleistung bzw. auf die "Rundheit" der feinsten Strukturen.


    Hallo Gert,

    es gibt viele Möglichkeiten, die Filme ausrichten zu lassen. Der einfachste ist Autoskakkert selbst. Da kann man sich die Filme ausgerichtet und in richtiger Reihenfolge ausgeben lassen.

    Photoshop hat 2 entscheidende Vorteile. 1. es verarbeitet beim Stacken alle möglichen verschiedenen Bildgrößen und Artefakte an den Rändern spielen keine Rolle. Der 2. Vorteil ist, dass PS die Bilder entzerrt bzw. aufeinanderzerrt. Das ist sehr gut sichtbar und macht einen sehr ruhigen Eindruck, weil es offensichtlich sogar "weiß", was sich bewegt und was statisch ist. Der Nachteil ist, dass es z.T. sehr lange dafür braucht und sich auch gelegentlich aufhängt, a)wenn nämlich zu viel Schwarz im Bild ist, b) wenn der Sonnenrand glatt und ohne Protis ist und c) wenn die Rotation der Sonne deutlich wird, so ab 1 Std. geht oft nichts mehr am Rand.

    Viele Grüße

    ralf

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