Frage - Anfänger sucht günstigen Einstieg in die Fotografie

  • Liebe Leute,


    ich besitze ein 8" Dobson und ein paar günstige Okkulare.

    Das wars mit der Ausrüstung.


    Ich würde mich gerne mit günstigen Mitteln in Richtung Deepsky Fotografie bewegen.

    ICh brauche hier keine bahnbrechenden Ergebnisse, aber zumindest möchte ich die Andromeade Galaxie oder Orion Nebel also solches am Foto und Nachbearbeitung erkennen können.

    Als Budget hätte ich mir 1000€ gesetzt- habe ich damit überhaupt eine Chance?

    Ich könnte noch günstig <100€ eine Canon 600d gebraucht von einem Bekannten kaufen - nicht Astromodifiziert und ohne Objektive.


    In erster Linie geht es mir darum, ob mir das überhaupt Spaß macht, der ganze Prozess bis hin zur Nachbearbeitung und daher will ich nich 2-3k ausgeben um dann zu sehen, dass es nicht meines ist.


    Danke für euren Input

  • Hallo <hier könnte Dein Name stehen> ;),


    als erstes, willkommen im Forum.


    Ein Dobson, da muss ich Dich leider enttäuschen, ist für die LÖangzeitbelichtungs-Astrofotografie nicht so geeignet.

    Der Newton, der in der Rockerbox eingehängt ist, ist visuell ausgerichtet.

    Bedeutet das ein kleiner Fangspiegel/Sekundärspiegel verbaut ist um eine möglichst niedrige Obstruktion (Abschattung) zu erlangen.

    Somit kann es Dir passieren das Du mit einer DSLR kaum oder gar nicht in den Fokus kommst.

    Es gibt Modelle bei denen es funktioniert, aber die habe ich nicht auf dem Schirm.


    Fotografisch ausgerichtete Newton haben einen größeren/großen Fangspiegel um den Chip der Kamera voll auszuleuchten.

    Bei der visuellen Beobachtung hat das zur Folge, dass der Fangspiegel viel vom Hauptspiegel abschattet. Somit schwinden Kontrast und Details.


    Weiteres "Manko" eines Dobson für die Astrofotografie, die Rockerbox.

    Das ist eine Alt/AZ Montierung, somit habe ich eine Bildfelddrehung (da mal drüber Informieren. Derotation wäre auch ein Stichwort).

    Dieses Problem kann man mit Geld ;) umgehen, in dem man in eine EQ-Plattform investiert. Gibt es für verschieden schwere Dobson und für verschiedene Breitengrad-Ranges.


    Es ist möglich mit einem Dobson Astrofotografie zu betreiben.

    Da gibt es hier im Forum und im Nachbarforum Spezialisten, die Dir sicherlich gern weiter helfen werden.


    Ich habe jetzt nur das Grundsätzliche erwähnt.

    Gruß und CS

    Mathias

    :alien: .


    | Refraktor FH 120/600 | Refraktor FH 120/1000 | Celestron C8 SC XLT 203/2000 | iOptron AZ Pro GoTo | EQ-6 R | ZWO ASI224 |

  • Hallo Astronub,


    wenn Du das Teleskop schon hast, dann würde ich mir eine gebrauchte Montierung suchen, die einen 8 Zöller tragen kann. Das kann, und jetzt bekomme ich sicher Prügel, auch eine EQ5 sein. Ich habe selber diese Kombination und ich muß sagen, dass ich damit zufrieden bin.

    Oder Du kaufst für die 1000.- gebraucht eine kleine Montierung (eq3 aufwärts, sonst gibts nur Frust) und einen kleinen Refraktor. Dann sollte auch noch genug Geld für die 600D (würde ich auch empfehlen) bleiben.

    Viele Grüße

    Wolfgang

  • Hallo ???,


    der Einstieg in Astrofotografie sollte in Deinem Fall über EAA erfolgen. Du kannst mit einer kleinen Investition beginnen, Dich mit der Aufnahmetechnik (und auch ersten Schritten der Nachbearbeitung) vertraut machen - und dann nach und nach weiter hochrüsten. Das schließt auch die bereits vorgeschlagene Anschaffung eines Refraktors mit ein.

    Als erstes eine Astrokamera z.B. SVBONY SV305 (IMX290) für ca. 150 EUR, damit Du mit Deinem Dobson starten kannst.

    Danach ggf. eine der zuverlässigsten Einstiegsmontierungen StarDiscovery mit GOTO und Nachführung in beiden Achsen ca. 400 EUR und z.B. einen f/7 80 mm ED Zweilinser mit FPL-51 für ca. 600 EUR wäre dann meine Empfehlung.

    Gruß,

    Peter

  • Dominik ist mein Name und ich komme aus Österreich.


    Danke für eure Antworten, ich merke schon, die Universalantwort gibt es hier nicht, da ihr mir alle was unterschiedliches vorgeschlagen habt.


    Also ich muss gleich dazu sagen, mein Dobson würde ich auch nicht zwinged für die Astrofotografie verwenden wollen. Hätte ich nur gemacht, wenn dadurch die Anfangsinvestition geringer ausgefallen wäre. Ich möchte den EInstieg so simpel wie möglich halten, da ich leider niemanden habe der mir im "echten Leben" etwas zeigen kann, möchte ich mich langsam rantasten und nicht durch großen Frust gleich die Flinte ins Korn schmeißen.


    Also wenn wir das Dobson mal ausklammern und ich die Canon 600d ohne Objektive habe als Grundlage was würdet ihr mit 1000€ Budget angehen um sagen wir Andromeda zu knippsen ?


    LG und danke nochmal!!

  • Den Andromedanebel habe ich sehr schön mit einem 300mm (Brennweite)-Objektiv auf einer motorisierten EQ3 mit Polsucher aufnehmen können. Gestackt aus 3-Minutenbelichtungen mit einer unmodifizierten EOS, ungeguidet. Das geht.




    Die Optik war allerdings ein Canon 4/300L IS, etwas abgeblendet.


    Das wichtigste Teil bei der Astrofotografie ist: ..... eine gute Montierung!!!!!


    Grüße

    Dietrich

  • Wow Dietrich,


    echt eine tolle Aufnahme. Also in die Richtung würde ich schon gerne unterwegs sein. Dein Objektiv alleine kostet aber schon 1400€.

    Was ist eine "motorisierten EQ3 mit Polsucher" und was bedeuted unguided ? Welche unmodifizierte EOS hast du?


    Kann ich mit günstigerem Objektiv auch brauchbares erreichen?


    LG Dominik

  • Hallo Dominik,

    eine EQ-3 (genauer EQ3-2) ist eine kleine parallaktische Montierung von Skywatcher, es gibt sie in der Grundausstattung mit Bedienung per Hand und in verschiedenen Ausbaustufen mit Motorantrieb in beiden Achsen. Außerdem gibt es für die Montierung im Zubehör einen Polsucher, mit dem man die Rektaszensionsachse recht genau auf den Himmelspol ausrichten kann.

    Geguidet bedeutet, daß eine zweite Kamera einen Leitstern verfolgt und den Antrieb der Montierung entsprechend korrigiert. Ich habe mehrere unmodifizierte EOS-Kameras, weil ich Fotograf war. Und einige astro-modifizierte weil ich auch Astro-Fotograf bin.

    Grüße

    Dietrich

  • Hallo


    Vielleicht mit Reiseausrüstung anfangen, oder für einen Ösi, berghochtragetauglich

    Eine Star Adventure GTI wäre schon voll für alles einsetzbar und kann wenn es doch mal was Großes werden soll noch gute Dienste auf Reisen oder als kleines Gepäck erweisen.

    Das Goto hilft bestimmt, wirst schon genug mit dem Rest beansprucht sein, geht in zweiter Stufe auch mit guiden, muss man aber nicht wenn man mit entsprechend kleiner Optik anfängt.


    Gruß Frank

  • Auch empfehlenswert: Ganz klein anfangen. Ein gutes 50mm Objektiv an der Kamera reicht! Und ein normales Stativ.

    Ausrichten auf das Objekt der Begierde und dann hintereinander weg rund 200 Aufnahmen zu 3 Sekunden Belichtungszeit aufnehmen. Ein Intervall-Timer an die Kamera anschließen, der hilft die Belichtungen auszulösen. Daraus mit dem Deep Sky Stacker (ein kostenloses Programm) das Bild erzeugen.

    Eine Nachführung ist bei Brennweiten unter 50mm in diesem Fall gar nicht nötig.

    Habe ich auf einer Reise nach...so gemacht. Das Bild zeigt alpha und beta Centauri und das Kreuz des Südens. Und den Dunkelnebel "Kohlensack" dazwischen:




    Das 50mm-Objektiv war ein 1,4/50mm Zuiko OM ( ca. 100€), ein manuelles Olympus Objektiv, das für die Astrofotografie geeigneter ist, als eines der Canon-Normalobjektive und das sich über einen Adapter problemlos an die EOS-Kamera anschließen läßt. Adapter gibt es für ganz kleines Geld direkt aus China.

    Das Objektiv zeichnet ab ~Blende 2 randscharf, ist aber nur noch gebraucht im Handel.


    Mit derartigen Bildern kann man sehr gut die grundsätzlichen Arbeitsschritte der Astrofotografie üben. Wenn das alles klappt, kann man beruhigt über weitere Schritte zu Montierung, längerer Aufnahmebrennweite und Guiding nachdenken. Wenn man es nicht hinbekommt, hier fragen. Und im allerletzten Notfall hat man nicht allzuviel Geld verbrannt.


    Grüße

    Dietrich

  • Im Wesentlichen besteht die Astrofotografie aus zwei Bestandteilen.


    1. Das Gewinnen deiner Daten, das geht von ganz klein (DSLR/M auf Stativ mit Objektiv) bis ganz groß (14 Zoll Truss RC auf 10micron GM2000) und auch ganz klein und groß im Sinne der Investition.

    2. Das Verarbeiten deiner Daten, da gibt es viel kostenlose Software und bspw. als Kaufsoftware PixInsight oder Astro Pixel Processor, was viele nutzen. Die Software kostet überschaubar viel Geld und ist kein Abo, also einmal kaufen und du hast Ruhe.


    Der Vorteil ist, dass selbst mit eigener Sternwarte Schritt 2 im Prinzip immer noch gleich ist. Bedeutet, egal wie klein du anfängst, dieses Wissen was du dann ansammelst, hilft dir auch bei den ganz großen Dingern weiter.

    Das Hobby der Astrofotografie ist ein Fass ohne Boden, glaub mir das bitte.

    Ich will jetzt nicht behaupten, dass du finanziell besonders gut situiert sein musst, aber das ist ähnlich wie Motorrad fahren, es ist einfach ein teures Hobby.


    Hier nen Akku, da paar Adapter, Filter, Taschen, Koffer, noch ein Gegengewicht für die Montierung, eine große Prismenklemme - zack, 1000€ weg. Das geht ganz schnell. Dann kaufst du aber den ganzen China Krempel. China Montierung für Fotografie je nach Optik von 700-2000€ zu erwerben. Irgendwann hat man auch mal Durst nach was Hochwertigem. Und dann schaut man sich mal die Preise dort an, da kostet die Montierung dann ab 10000€, die Optik auch mal schnell 4000€ und mehr.


    Wenn man sich das vor Augen führt klingt es doch gar nicht so schlecht, dass du quasi so klein anfangen kannst, wie du möchtest :)


    Das aller aller aller Wichtigste bei der Astrofotografie ist die Montierung. Nicht die Optik, nicht die Kamera.

    Es ist wirtschaftlich gesehen Schwachsinn, erst kleine und dann immer größere Montierungen zu kaufen, solltest du jetzt schon an eine größere Optik denken. Wenn also dein Ziel ist, irgendwann bspw. mit einem 8" Newton zu fotografieren - im Prinzip ja das, was du als Dobson montiert bereits besitzt - solltest du gleich auf eine HEQ5 sparen.

    Am Anfang definitiv eine normale Kamera, keine dezidierte Astrokamera. Wenns dir nicht gefällt, hast du ne tolle Kamera für Urlaub und Daheim. Die Astrocam kannste zu nix gebrauchen und muss veräußert werden.


    Stativ, Kamera und ein bspw. Samyang 135mm f/2 würde ich für deine geschilderten Ansprüche erstmal ideal finden. Wenns dir dann Spaß macht und du mehr willst, ist der nächste Schritt dann erstmal eine große Montierung. Wenns dir keinen Spaß macht, hast du ein tolles Foto Equipment.



    Nachtrag: Was mit einer Nachführung und dem Samyang möglich sein kann, findest du hier. Einfach bisschen runter scrollen.

  • Dietrich, danke für deine wertvollen Tipps und auch für die super Aufnahme!


    Drehn das mit dem Punkt 1 und 2 hats für mich auf das wesentliche gebrochen. Punkt 2 kann ich auch schon mit wenig Geld wüten und mich mit den Programmen beschäftigen und das maximum aus Punkt 1 rausholen versuchen!


    Außerdem machen mir eure Kommentare Mut "klein" anzufangen.


    Ich hole mir die Canon 600d gebraucht von dem Nachlass eines Bekannten, evtl. kann ich da auch noch ein brauchbares Objektiv abstauben -

    Auf was soll ich da in Punkto Astro achten? Auf die mm? pder auf das f/* ? Auf die Marke?


    Welches Stativ würdet ihr mir empfehlen? Die Auswahl ist doch sehr groß und ich würde gerne was kaufen auf das ich aufbauen kann.


    Ich habe meinen Standort in der Light pollution map eingegeben und es ist leider rot da wo ich wohne. Würde es reichen für vernünftige Aufnahmen wenn ich ca 15 min in Richtung gelbes Gebiet fahre oder

    muss es grün evtl sogar blau sein für die obigen Aufnahmen ?

    Ich habe in meiner Stadt auch Weinberge, da bin ich dann außerhalb und oberhalb der Stadt - aber laut Map noch immer Rot - würde es da auch evtl gehen?



    Das es teuer ist, ist schade, aber ich denke wenn man klein loslegt und über die Jahre und wachsenden Fähigkeiten sich immer wieder ein weiteres Teil gönnt, dann ist das vertretbar.


    Danke vielmals euch!

  • Klein anfangen ist immer ein guter Weg!

    Objektiv: wäre interessant, was bei deinem Bekannten vorhanden ist. Wenn er die Kamera verkauft, was will er da mit den Objektiven (?) -außer es sind wirkliche Perlen.

    Du kannst ja mal nachfragen und hier davon erzählen.

    Ich empfehle als Einstieg immer ein gutes 50mm (Brennweite)-Objektiv. Die Lichtstärke des Objektivs: So lichtstark, wie möglich. Nur, je lichtstärker, umso weniger wahrscheinlich, daß das Objektiv bei voller Öffnung der Bende brauchbare Bildergebnisse bringt. Deshalb mein Hinweis auf das Olympus-Objektiv. Es hat die größte Lichtstärke (Blende) 1:1,4, bildet aber erst ab Blende 2 randscharf ab. Und das ist sehr, sehr gut! Objektive mit einer größten Blende 1,8 bilden oft erst bei Abblendung auf 5,6 gut ab.


    Stativ: Kann auch unermeßlich teuer daher kommen. Achte darauf, daß du es gut tragen kannst und darauf, daß es ein möglichst hohes Kameragewicht tragen kann.

    Oft wird von den Herstellerfirmen stark übertrieben. Am besten in natura ansehen und ausprobieren.


    Grüße

    Dietrich

  • Hallo Dominik


    Objektive gibt es ganz verschiedene und der Preis sagt nicht per se etwas aus, ob sie für Astrofotografie etwas taugen. Kameraobjektive werden normalerweise für die Tageslichtfotografie gemacht. Es gibt ganz teure Objektive, die Sterne grausam schlecht abbilden. Grundsätzlich sind Festbrennweiten die preislich und qualitativ bessere Wahl für Astro als Zoomobjektive.


    Es gibt tolle bzw. für Astro bekannte Objektive von Tamron, die aber anscheinend (im negativen) von Exemplar zu Exemplar eine ziemliche Streeuung in Sachen Qualität aufweisen können. Da würde sich ein Test vor dem Kauf lohnen und eine Rückgabe, falls es nicht deine Erwartungen erfüllt. Dafür also am besten in ein lokales Fotogeschäft gehen und die Möglichkeit anfragen, das Objektiv vor dem Kauf testen zu können.


    Ich persönlich bin mit dem Ojektivhersteller Sigma sehr zufrieden. Sigma hat eine Produktlinie „Art“ für hohe Ansprüche. Ich besitze das Sigma 20mm f 1.4 Art und finde Sterne ab Blende 2.0 sehr schön, ab Blende 2.8 perfekt. Ich habe aber eine Crop-Kamera (ASP-C) und nutze daher nicht den gesamten Bereich des Objektivs aus. Gegen den Rand hin bilden normale Objektive tendenziell weniger gut ab.


    Ansprüche und Budget sind aber individuell. Vielleicht willst du auch mehr Brennweite, du hast ja ursprünglich von Deep Sky geschrieben.


    Viele Hersteller haben aber auch in Ihrer „Qualitätslinie“ Objektive verschiedener Brennweiten. Die Sigma Art-Linie umfasst meines Wissens Objektive von 14 (oder 20?) Millimeter bis 105mm.


    Bezüglich Lichtverschmutzung lohnt es sich, so weit in Richtung „bessere“ Zonen zu gehen / fahren, wie man es für zumutbar empfindet. Es ist ein riesen Unterschied, ob du in roten Zonen oder in grünen, ggf. sogar blauen Zonen aufnimmst (bzw. Bortle 6 oder höher vs. Bortle 4 oder weniger).

    Probier es mal aus (am besten in derselben Nacht und erst, wenn es absolut dunkel ist), also mit einer Testaufnahme bei gleichen Einstellungen an sehr verschiedenen Standorten. Wenn du deinen Augen genug Zeit gibst für die Dunkeladaption wirst du den Unterschied sogar rein visuell merken ;)


    Gruss

    Filippo

  • Ich fände es anfangs auch erstmal egal, welches Objektiv es tatsächlich ist, wenn denn die Möglichkeit besteht, gleich eins zur Kamera dazu zu bekommen.

    Selbst wenns ein Zoom ist, alles Wurscht, es geht am Anfang sowieso erstmal darum, die Abläufe zu lernen.


    Was Nachführung und Stativ angeht, schau dir mal den Nanotracker an. Weiter unten gibts Zubehör welches empfohlen wird, was dann auch zusammen passt. Am besten aber einfach beim Händler deiner Wahl auch mal anrufen oder eine Mail schreiben.


    Mit deinen 1000€ Budget würde ich kaufen:


    Nanotracker

    Stativ und Kugelkopf

    Samyang 135 f/2 (auch öfters mal gebraucht zu sehen, schau ruhig mal auf Kleinanzeigen!)

    Kamera vom Nachlass

    Einen Clip Filter gegen Lichtverschmutzung für deine Kamera. Kein Umbau nötig, der Filter wird zwischen Kamera und Objektiv geclipst.

    Und da du jetzt erwähnt hast du willst / musst mobil sein gleich noch einen Rucksack, in den alles passt


    Wenn du dann merkst wow, das macht so viel Spaß, hier im Forum mal umhören, es gibt hier einige Leute, die fürn schmalen Taler deine DSLR dann "astromodifizieren", ein Umbau, der die Kamera wesentlich empfindlicher für die so begehrte H-Alpha Linie des Lichts werden lässt - das schöne tiefe Rot bei den ganzen Aufnahmen. Keine Angst, die haben das wirklich drauf und deine Kamera wird nicht zu Bruch gehen.


    Mit dem Setup kannst du dann je nach Häufigkeit der Nutzung mal locker 1-2 Jahre dich austoben.

  • Hallo Dominik,


    wenn dein Bekannter das 50mm 1,8 -Objektiv für die Canon hat und es für wenig Geld (30-50€) abgibt, vielleicht zusammen mit der Kamera für 130€, würde ich es nehmen. Es scheint mir, daß du noch nicht viel Erfahrung mit der Fotografie hast. Damit solltest du anfangen, sie zu sammeln. Die Zusammenhänge von Blende und Belichtungszeit kennen lernen, Schärfentiefe in der Tagesfotografie auskundschaften, einfach Bilder machen und die Funktionen der Kamera ausprobieren.

    Erst wenn du genau weißt, was die Kamera bei welcher Einstellung macht, hast du die Chance, auch vorsätzliche Astrofotografie anzugehen.

    Dann ein Stativ besorgen und mit vielen Kurzzeitbelichtungen mit dem Deep Sky Stacker erste Astrofotos aufnehmen.

    Jetzt wird die Bildbearbeitung auf dich zukommen. Auch hier solltest du dich einarbeiten, denn so, wie die Bilder aus der Kamera oder dem Deep Sky Stacker kommen, sind sie in den seltesten Fällen gleich schön.

    Danach kannst du dir einen Tracker, wie vorgeschlagen, anschaffen und längere Zeiten belichten .

    Dann könntest du darüber nachdenken, die Kamera für die Astrofotografie modifizieren zu lassen.

    Zu dem, was dann geht, hier zwei Beispiele. Beide mit 50mm Brennweite aufgenommen und aus Belichtungen von 3 Minuten (das kann der Tracker) zusammengerechnet:




    Der Cirrus-Nebelkomplex im Schwan (im Sommer/Herbst gut zu fotografieren).


    Und im Winter gibt es natürlich den Orion voller Nebelgebiete:




    Und beide Bilder entstanden mit dem 50mm-Objektiv!


    Grüße

    Dietrich

  • Drehn das Setup wirkt vernünftig für mein Budget. Vor allem die Nachführung macht dann auch hier Sinn. Werde ich auf jeden Fall in Betracht ziehen, dass evtl. genauso anzuschaffen.

    Bei der Nachführung bin ich dann gleich am überlegen, ob ich nicht gleich in Richtung GOTO Nachführung schaue. Wieviel würde ich da für die günstigste Variante GOTO für DSLR in etwa löhnen? Ich denke, dass für einen NUB wie mich eine Goto Nachführung schon Sinn machen würde oder?


    Dietrich die Bilder sind total beeindruckend. Das mit dem "günstigen Objektiv". Was hattest du da genau für ein Setup wenn ich fragen darf und an welchem Standort (also Bortle Skala wie ich heute gelernt habe) warst du da in etwa?


    Nächste Woche erfahre ich ob bei der Kamera evtl. noch vernünftige Objektive zu haben wären von dem Nachlass bzw. werde ich hier nochmal nachfragen welche davon für Astro interessant wären und melde mich dann nochmal. Je nachdem schaue ich dann weiter ;)


    LG Dominik

  • Bei der Nachführung bin ich dann gleich am überlegen, ob ich nicht gleich in Richtung GOTO Nachführung schaue. Wieviel würde ich da für die günstigste Variante GOTO für DSLR in etwa löhnen?

    Das würde ich wie gesagt bei dem Budget vermeiden.


    Da bleibt nämlich nur was kleines, welches ich wie bereits weiter oben gesagt habe dann für größere Optik nicht mehr ausreichend ist.


    Dann kaufst du nämlich neu. Und das kleine Zeug muss mit Verlust verkauft werden.

    Versuche dich doch erstmal an den Objekten, die man auf dem Kamera Display direkt zumindest schemenhaft erkennen kann. Davon gibt es einige. Wenn du die alle mit dem Tracker erwischt hast - da wirst du einige Zeit für brauchen ;) - dann kannst du weiter überlegen.



    Nachtrag:


    Um es kurz zu machen, für 1000€ bekommst du gerade mal die maximal Basic GOTO EQ Montierung, da hast du noch kein anderes Equipment.

  • Die letzteren Bilder entstanden mit dem 50mm Olympus-Objektiv an einer Canon 350 Da und 600 Da (Da bedeutet, daß die Kamera astro-modifiziert ist). Die Montierung war eine Skywatcher EQ 3-2 , auf beiden Achsen motorisiert und mit einer parallelen Optik geguidet.

    Gesteuert mit einem kleinen Samsung NC 10 Netbook.

    Direkt vor der Tür.....................................von einem Ferienhaus auf La Palma. Nicht von oben auf dem Berg, 20 km nördlich der größten Stadt der Insel. Es gibt auf der Insel ein relativ wirksames Licht-Management, weil oben auf dem Berg wirklich bedeutende Observatorien sind.


    Mein nächstes wichtiges Zubehör ist der Erwerb eines eigenen Hauses auf dieser Insel und der Umzug dorthin.

    Zubehör kostet.


    Auch ich würde dir gerade jetzt davon abraten, gleich in eine Goto-Montierung zu investieren.

    Lerne erst einmal die 600D kennen. Das ist eine sehr mächtige Kamera mit vielen, vielen Einstellmöglichkeiten. Allein mit der Kamera vertraut zu werden, wird dich einige Monate beschäftigen. Ganz ohne Astro-Bilder zu machen. Und dann: wie beschrieben. :S ;)


    Grüße

    Dietrich

  • Also, ich habe jetzt mir die Canon 600d vorab mal ausgeborgt um zu testen, ob sie funktionstüchtig ist und welche Objektive dabei sind.


    Folgende Objektive sind dabei:

    Canon EFS 18-135mm Image Stabilizer Macro 0.45/1.5ft

    Tamron 18-270mm 1:3.5-6.3


    Kann ich eine davon für Deep Sky nutzen?


    LG Dominik

  • Ja , genau!

    Beide kannst du nutzen. Das 18-135mm ist ein wirklich gutes Objektiv und macht sehr viel Freude in der Tageslichtfotografie. Ich habe es meistens auf einer Kamera.

    Astrofotografie: Da sind beide Objektive nicht allererste Wahl, aber wie ich schon erwähnte: Arbeite dich erst einmal in den Umgang mit der Kamera ein. Und wenn du sie grundsätzlich verstanden hast, kannst du, am besten mit dem 18-135mm beginnen, dich in die Astrofotografie vorzutasten.

    Das 18-135mm ist sowas wie ein modernes Standart-Objektiv . Trotzdem empfehle ich für den Einstieg in die Astrofotografie ein 50mm-Objektiv anzuschaffen, weil man damit schöne Bilder des Himmels machen kann. Sogar aus mehreren Aufnahmen mit leichten Überlappungen kann man gut weitwinklige Bilder zusammenbauen. Das gelingt mit Bildern, die mit Zoom-Objektiven aufgenommen wurden oft nicht so gut, weil sie in den Bildrandbereichen mitunter Verzerrungen produzieren.

    Und meine Empehlung ist das oben erwähnte Olympus 1,4/50mm Zuiko für die alten OM-Kameras.

    Es passt mit einem für ganz wenige € direkt aus China gekauften Adapter an die EOS-Kameras.

    Grüße

    Dietrich

  • OK danke,


    also dann würde ich dann eher das 18-135mm Ojektiv nehmen, das zweite von Tamron ist eher unbrauchbar für Astro? Ich will es nur abkaufen sofern es einen Sinn macht?

    Kann ich irgendwie rausfinden ob die Canon 600d noch in einem guten Zustand ist? Shutter counter ist auf 27736. Ist das Ding schon totgeschossen oder kann man die noch länger brauchen?

    LG Dominik

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