Aus Nachlass...hier: Spiegel D=260, f=1497

  • Hallo Optikfreunde,


    aus einem Nachlass stammt folgender Spiegel:


    Material: wahrscheinlich Pyrex (gelbliche Farbe)
    Beschriftung mit Bleistift am Rand: f=1497 (R ca. 3000)
    Durchmesser: 260mm
    Dicke: 40mm!
    Beschichtung: sieht recht gut aus, wobei etwas Staub darauf ist und Unwissenheit zum angemessenen Umgang wahrscheinlich ein paar Wischer erzeugte.
    Weitere Merkmale, die auf den Optiker hinweisen gibt es nicht, auch nicht wann der Spiegel erstellt wurde. Ich schätze aber in einem Zeitraum um 2015.


    Der Spiegel war noch nicht eingebaut. Der Sternfreund wollte wahrscheinlich eine Art Dobson bauen. Leider ist nicht mehr darüber bekannt.
    Die 4cm sind für diese Größe eine beachtliche Dicke und dem Öffnungsverhältnis eher nicht angemessen. Mein Dobson-Spiegel ist auch 4cm dick, aber hat einen Durchmesser von 40cm.


    Nun zu meinem Anliegen: Mit Fernrohren bin ich ausgestattet, so dass ich den Spiegel gerne verkaufen würde. Die Qualität der Politur ist mir nicht bekannt und so erhoffe ich mir von Euch zu erfahren ob in meiner Nähe (Oberderdingen bei Karlsruhe) ein(e) versierte(r) Optikprüfer(in) seine/ihre Dienste anbietet? Gerne auch andere Tipps...


    Herzlichen Dank für Eure Kommentare!


    Viele Grüße,
    Thomas

  • Hallo,


    nun, da es scheinbar in meiner Umgebung keinen Optiktester gibt, habe ich heute mal bei Alluna angefragt, ob dort ein Test möglich wäre.


    Eins ist sicher: Dieser Spiegel verbiegt sich mit seinen 4cm Dicke nicht so leicht ;-)


    Viele Grüße und CS
    Thomas

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: tgd16</i>
    <br />
    Die 4cm sind für diese Größe eine beachtliche Dicke und dem Öffnungsverhältnis eher nicht angemessen.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Das sehe ich nicht so. Eine Spiegeldicke von 1:6 war früher üblich und hat den Vorteil, daß der Speigel mit einer sehr einfachen Lagerung auskommt. Das müsstest Du mal mit Plopp kalkulieren, aber bei dem Spiegel reicht mit etwas Glück noch eine Dreipunktlagerung, mehr als sechs Punkte werden aber definitiv nicht gebraucht.
    Hinzu kommen Vorteile hinsichtlich Lageasti und wenn ich einen 1:6 poliere, muß ich auch keinen Bohei von wegen Teppich unter dem Spiegel machen.


    Nachteilig sind nur Gewicht und Auskühlzeit. Das hält sich aber bei Spiegeln bis zu 12" im Rahmen.
    Dünne Rohlinge sind billiger und das dürfte wohl der Hauptgrund für die weite Verbreitung sein.

  • Da kann ich Jens beipflichten. Ich habe selbst einen 257/1140er, den ich in den 1990ern geschliffen hatte. Der Rohling war damals laut Verkaeufer bereits 30 Jahre alt und noch Duran 50 von Schott. Das Dickenverhaeltnis von 1:6 war damals ueblich, mein Rohling hatte so um 45mm. Er liegt einfach auf einer Korkplatte auf, die auf einer Aluminiumplatte sitzt, welche mit drei Druck/Zug-Schraubenpaaren justierbar ist. So ziemlich wie beim klassischen 114/900er Newton, der der damaligen Konstruktion Pate stand. Ich las damals, dass Schott bis zu 40cm Oeffnung eine Dreipunktlagerung empfahl. Die Spiegelrohlinge waren halt steif genug, aber halt extrem schwer und teuer in der Herstellung.

  • Hallo Juergen.



    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Ich las damals, dass Schott bis zu 40cm Oeffnung eine Dreipunktlagerung empfahl. <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Kein Wunder, dass Spiegelteleskope so einen schlechten Ruf hatten!


    Ich konnte einmal einen 350 mm "Parabolspiegel" uebernehmen, der sage und schreibe 70mm dick war. Alois ließ ihn dann auf akzeptable 50mm abschleifen, bevor ich ihn weiter bearbeitete.


    Das Ding litt übrigens im urspruenglichen Zustand an massivem Astigmatismus.



    Viele Gruesse,


    Guntram

  • Guten Abend zusammen!


    Herzlichen Dank für die Resonanz.


    (==&gt;)Gerhard: Danke für diesen Tipp. Habe heute Herr Busch mal angeschrieben.
    Herr Felber von Alluna baut vor allem große Optiken, dort passt das nicht so richtig hin.


    (==&gt;)Jens: Stimmt, das war die Standardregel (full thickness).


    Mit 260 und f/6 gibt das wahrscheinlich am ehesten ein "PlanetenNewton".


    Viele Grüße
    Thomas

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