46P/Wirtanen visuell

  • Hallo Ronni + Christian,


    könntet Ihr noch mal prüfen/nachschauen wem seine Richtungsangabe = N > O / W zutrift, in Bezug auf den längsten Schweif?


    Damit ich meine Beobachtung von heute damit kontrolieren kann!


    im Voraus Dank!

    Gruß Günter


    GSO 12"+ 8" Skywatcher Dobson, Celestron 8" Scmidtkamera; C8 Orange + 5,5" Comet-Catcher; MAK 100/1000 + 127/1500; ED 80 PRO,

  • Die Medienberichte über Wirtanen sind mal wieder grenzwertig. Wer nun nicht gerade astronomisch beleckt ist und sich etwas am Himmel auskennt, wird vergeblich nach dem Kometen Ausschau halten. In der jetzt kommenden Woche dürfte der zunehmende Mond, der zudem in der Nähe von Wirtanen vorbei zieht, eine visuelle Sichtung mit dem bloßen Auge kaum zulassen, es sei denn, es besteht sehr gute Durchsicht.
    Dass den Lesern unserer "Qualitäts-Medien" da ein Himmelsspektakel vorgegaukelt wird ist mal wieder symptomatisch für den Kenntnisstand selbst wissenschaftlicher Redaktionen. Die Bilder von Wirtanen, die dazu unterlegt werden, sind nun mal nicht dem visuellen Eindruck entsprechend, was aber meist nicht angemerkt wird.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Die Medienberichte über Wirtanen sind mal wieder grenzwertig. Wer nun nicht gerade astronomisch beleckt ist und sich etwas am Himmel auskennt, wird vergeblich nach dem Kometen Ausschau halten. In der jetzt kommenden Woche dürfte der zunehmende Mond, der zudem in der Nähe von Wirtanen vorbei zieht, eine visuelle Sichtung mit dem bloßen Auge kaum zulassen, es sei denn, es besteht sehr gute Durchsicht.
    Dass den Lesern unserer "Qualitäts-Medien" da ein Himmelsspektakel vorgegaukelt wird ist mal wieder symptomatisch für den Kenntnisstand selbst wissenschaftlicher Redaktionen. Die Bilder von Wirtanen, die dazu unterlegt werden, sind nun mal nicht dem visuellen Eindruck entsprechend, was aber meist nicht angemerkt wird.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Kann mich dem anschließen - finde ich auch nicht gerade so toll, wie das von manchen Medien wieder gepusht wird - einige durchaus astronmisch Interessierte Leute , aber vielleicht sehr unerfahren und absolute Anfänger in dem Hobby die ( vielleicht auch noch wohnhaft in oder nahe lichtdurchfluteter Ballungsräume ) sind, gehen da womöglich auf Grund solcher übertriebener Berichte raus und versuchen mit Fernglas oder bloßem Auge "das Spektakel" zu beobachten...Und finden dann wahrscheinlich gar nichts.


    Aber was solls...so ist es nun mal.


    Ich habe in der Nacht von Samstag auf Sonntag ( nach Monduntergang) den Kometen nochmals beobachten können.., diesmal mit dem Teleskop zwar nur kurz ,kalte Temperaturen aber vor allem der ungemütliche dauerhafte eisige Wind haben mich bals wieder in die warme Stube getrieben - aber was ich gesehen habe entspricht grob der tollen Zeichnung von Christian, wie ich Wirtanen durchs 12er Dob gesehen hab.


    Etwas weniger Details..aber grob kommt es hin.


    Mit dem Fernglas habe ich diesmal nicht beobachtet - allerdings war der Komet mit dem bloßem Auge ganz eindeutig auch ohne indirektes Sehen sichtbar.


    Ist schon aufgefallen auch mit dem nackten Auge das da zwischen Hyanden und Plejaden "was ist" was da sonst nicht ist [;)]


    Nach Weihnachten, sobald sich der Mond wieder zurückzieht, versuche ich den Kometen noch mal länger und intensiver zu beobachten - auch noch mal mit dem Feldstecher.


    Schöne Grüße

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Ich habe bei mir zu Hause einen recht dunklen Himmel ( Bortle 4 )...
    Am Samstag (nach Monduntergang) versuchte ich den Kometen mit bloßem Auge zu suchen! Ich konnte ihn nicht sehen... Fotografisch oder mit einem Feldstecher war die Sichtung kein Problem aber freisichtig war er für meine Begriffe nicht.


    CS Gernot<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Servus Gernot,


    Ich hab ähnlichen "Landhimmel" wie du deinen Himmel beschreibst - wohl so zwischen Bortle 3 bis 4.


    Oder wie die Dunkelheit des nächtlichen Sternenhimmels ( nach der Bortleskala) in etwa beschrieben wird.


    So viel halt ich davon aber auch wieder nicht von der sogenannten Bortleskala..wird auch recht eng begrenzt...und auch kaum verwendbar


    Da gibt es auch viele fliessende Übergänge.


    "Mein Himmel " dirket vor der Haustüre ist so übergangsmässig zwischen Bortle 3 bis 4, würd ich mal sagen.


    Vor knapp zwanzig Jahren wars ganz sicher noch eine gute Bortle3, aber hab ich schon öfters geschrieben - leider wird die zunehmende Lichtverschmutzung auch in ländlichen Regionen seit einiger Zeit immer schlimmer.


    Immer mehr nächtliche durchgehende Dauerbeleuchtung ( auch am Land) die eigentlich kein Mensch wirklich braucht, das fängt an ( am Land) bei den Kirchenbeleuchtungen die ganze Nacht durch, Firmenbeleuchtungen, Reklameschildern und unnötigen Straßenbeleuchtungen wo alle dreiviertel Stunde mal ein Auto ( während der Nachtstunden) mal vorbeifährt und es das gar nicht braucht - aber die übertriebene Straßenbeleuchtung muss eben die Nacht trotzdem durchbrennen.[?]


    Da kommt auch in Summe immer mehr Streulicht zusammen - auch in ländlichen Regionen ...leider[V]


    Egal, so ist die Situation.


    Den Kometen allerdings hab ich die selbe Nacht , vergangenen Sonntag früh so gegen 01. Uhr früh ganz locker und leicht mit dem bloßem Auge direkt zwischen Hyaden und Plejaden erkennen können.


    Bei der ersten Beobachtung zwei Tage zuvor aber mit dem bloßem Auge auch nur indirekt.


    Auch später noch, Teleskop schon längst verstaut noch mal ein letzter Blick mit dem bloßem Auge, Stier schon sehr weit westlich , ganz klar immer noch zu sehen der Komet. ( mit dem bloßem Auge) .


    Auch M 35 war mit bloßem Auge erkennbar,( aber schwierig] wie auch M41, ebenfalls der offene Sternhaufen um den sich rundherumde berühmte Rosettennebel befindet.


    Mein SQM-L Gerät das ich mehrmals während der Beobachtungnacht benutzt habe gab allerdings auch ganz "brauchbare Werte" her.


    21,10 bis 21,25 mag im Zenit.


    Ist nicht so übel...



    Vielleicht ist es bei dir nicht an der fehlenden Dunkelheit gescheitert - sondern eher "Durchsichtsmässig".


    Ist ja sehr verschieden Nacht für Nacht und auch regional.


    Nette Grüße.

  • Hallo Kometenfans,


    ich verfolge ganz aufmerksam die Beobachtungen, bzw. Nicht-Beobachtungen des Kometen mit freiem Auge. Offenbar teilt sich die "Gemeinde" in pro/contra.
    Für das Auge gilt m.E. das gleiche wie fürs Teleskop: Es gibt eben gutes und weniger gutes seeing, das von verschiedenen Bedingungen abhängig ist. Das mag auch die unterschiedlichen Wahrnehmungen erklären. Viele kennen den Effekt, das ein und dasselbe deep-sky-Objekte je nach Nacht (oder auch innerhalb weniger Stunden) unterschiedlich wirken kann, obwohl Standort, Beobachter und Gerät dieselben blieben.


    Ich hab natürlich auch intensiv nach oben geschaut, aber am Rande einer 50.000-Leute Mittelstadt war freisichtig "nix zu reissen"


    Mit ein wenig Wetterglück können wir Wirtanen ja noch ein paar Tage hinterher schauen

  • Hallo Gemeinde,
    am Samstagabend konnte ich auch meinen ersten Kometen sichten.
    Die Bedingungen waren hier im Münsterland sehr mäßig. Es gab leicht
    dunstigen Hochnebel.
    Von den Fotos her habe ich mit einem sehr hellen Kern und einer homogenen
    Koma gerechnet.
    Mein visueller Eindruck war aber folgender:
    Im 8x50 Sucher war der Komet nur als schwaches nebliges Fleckchen erkennbar.
    In meinem 114x900Dobson dann bei 22facher Vergrößerung wirklich beeindruckend.
    Anders als auf den meisten Fotos zum Kern hin nur wenig heller werdende,
    aber durchaus mit leichten Konturen.
    Normalerweise spiele ich gern mit den Okularen, aber aufgrund des Wetters bin
    ich beim 40er Plössel geblieben.
    Für mich hat sich der Anblick auf alle Fälle sehr gelohnt.
    Schönen Abend
    Werner

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: G2-Astro</i>
    <br />Hallo Ronni + Christian,


    könntet Ihr noch mal prüfen/nachschauen wem seine Richtungsangabe = N &gt; O / W zutrift, in Bezug auf den längsten Schweif?


    Damit ich meine Beobachtung von heute damit kontrolieren kann!


    im Voraus Dank!
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Hallo Günter,


    ich habe eine nette Animation vom 16.12. gefunden: http://fg-kometen.vdsastro.de/pix/46P/46P_1_16122018.htm


    Der längste Schweif zeigt dort in Richtung PA=80°, das dürfte der Gasschweif sein.
    Die hellsten Schweifansätze zeigen in östliche Richtungen.


    Gruß, Ronny

  • Hallo,


    schöne Idee mit dem Thread, vielen Dank für die ganzen Beiträge. Ich wollte in meiner Freizeit unbedingt auch einen Blick auf den Kometen werfen (bevorzugt so um den 17. rum) aber die Wolkendecke reißt hier seit über 2 Wochen (eher länger) kaum auf, besonders abends/nachts. Vielleicht wird es ja noch. Umso dankbarer bin ich insofern für die hier beschriebenen Eindrücke.


    cs
    Jörg

  • Schönen Gruß nochmals an an alle Kometensucher und( innen).


    Nicht vergessen, 46P/Wirtanen bleibt auch nach dem aktuellen Vollmond und auch Anfang Januar weiterhin noch gut sichtbar, ( derzeit stört der fast volle Mond eben doch sehr), aber ist halt mal so aber nach dem derzeitigen Vollmond auch wenn der Komet dann natürlich auch die beste Helligkeit dann hinter sich hat , aber auch im Januar, Anfang Jänner erste Jännerdekade immer noch ein interessantes Objekt, sicher auch noch ein Fernglasobjekt , wandert über den Fuhrmann und Luchs dann weiter in den großen Bären.


    Und, Wirtanen ist nicht der einzige Komet Anfang Januar im Sterbild Luchs, bekommt sogar "Gesellschaft" im gleichen Sternbild zu diesem Zeitpunkt, ein weiterer Komet ist imn Sternbild Luchs unterwegs - Stephan-Oterma, heißt dieser Komet , ist Anfang Januar ebenfalls im Sternbid Luchs zu sehen.


    Und gar nicht so weit vom schwächer werdenen Wirtanen.


    Mit Fernglas ..so eine Sache, wahrscheinlich sind beide auch Fernglasobjekte die ersten Januartage unter gutem halbwegs dunklen Himmel, und gar nicht so weit voneinander weg, gleich zwei Kometen im Sternbild Luchs da zu sehen, mit einem kleinem Teleskop sind beide aber ganz sicher nicht zu übersehen. wenn man sie findet.( auch bei nicht so gutem Himmel)


    Also im Bezug auf aktuell sichtbare Kometen ( zumindest auch in einem kleinen Teleskop sind beide ganz sicher leicht sichtbar) braucht man sich auch die ersten zwei Wochen des kommende neuen Jahres zumindest mal nicht zu "beschweren" - Es sind sogar zwei Kometen sind da zu Jahresbeginn gleichzeitig im Sternbild Luchs mit Fernglas - aber ganz sicher aber zu sehen auch nur mit einem "kleinen Teleskop" ..einem kleinen Newton Vierzöller.


    Womöglich geht es aber auch gar mit einem Fernglas ( passt der Himmel) für beide Kometen die ersten Nächte im Jänner.


    ...eher selten sowas.


    Also wenn Zeit da ist und man hat ein kleines Teleskop versuchen das auch zu beobachten


    Nette Grüße

  • Hallo Forum,


    Wollte noch anmerken, das ich in der Nacht vom 15 auf den 16 Dezember den zweiten es doch einige Zeit probiert habe, auch den zweiten Kometen zu finden.


    46P/Wirtanen war in dieser Nacht ( nach Monduntergang) eine klare Sache, auch mit bloßem Auge ganz gut klar und eindeutig zu sehen.


    War total leicht ...nur das Telrad direkt auf das etwas verschwommene " neue Sterndl" zwischen die beiden offenen Sternhaufen Plejaden und Hyaden im schönen Sternbild Stier direkt draufhalten, und schon drin war dann der Komet in meinem 30 mm Übersichtsokular .


    Ist schon leicht, sieht man ein Objekt in dem Fall einen Kometen auch mit dem bloßem Auge.


    Komet "Stefan-Oterma" hab ich zwar diese Nacht auch noch versucht , aber diesen Kometen einfach nicht gefunden, nicht mit dem Telrad, auch das Sucherfernrohr ( welches ich selten nutze an meinem 12 " er DOB, half nix, auch n die "ungefähre Position" und dann mit dem Übersichtsokular "rund um diese Himmelsregion spazieren" , auf die Art der Komet taucht im Gesichtsfeld des Übersichtsokular doch noch auf -leider Fehlanzeige, ich hab den Kometem "Stephan -Oterma" einfach nicht gefunden.


    Ich probier es nach dem aktuellen Vollmond noch mal.


    Aber ...genau das gehört dazu, und macht das visuelle Beobachten , mittels Karten und Atlas und völlig ohne GOTO samt automatischer Nachführung ..und und..und , gerade so spannend.


    Eben das man auch ein Objekt , wie in dem Fall diesen Kometen vorerst eben auch mal nicht findet.


    Das gehört eben dazu und macht das visuelle Beobachten ( für mich jedenfalls) noch eine Spur interessanter.


    Bei einem GOTO-Teleskop drück ich ein paar Knöpfe und das Teleskop fährt das Objekt an und führt es auch sauber nach ( wenn gut einegstellt)


    Die Sucherei entfällt natürlich , wie auch ( das gebe ich schon zu) das ständige manuelle Nachführen permanent per Hand.


    Trotzdem ist es ein tolles Gefühl aus eigener Kraft mittels Sternkarten und Atlas aus eigener Kraft ein Objekt zu suchen , finden und dann zu beoabachten , auch "per Handnachführung"


    Man lebt sich da richtig mit dem echten Sternenhimmel "live" sorichtig ein beim Beobachten - das hat auch seinen eigenen ganz besonderen Reiz.


    Natürlich auch das man mal ein Deep Sky oder auch mal einen Kometen nicht findet.


    Anfang Jänner werd ichs nochmals probieren , auch den Kometen Stephan-Oterma doch noch zu finden..klappt es nicht , ist es aber auch egal


    Nette Grüße

  • Heute (28.12.2018, 06:15 MEZ) meine zweite Beobachtung von 46P/Wirtanen. Wieder nicht optimale Bedingungen, zwar klar (und kalt mit ca. -2°C) aber Halbmond hoch im Süden und der Komet nur noch ca. 20° hoch am Westhorizont, weiter untergehend – aber ich sah erst beim Aufstehen, dass es klar geworden war, also schnell raus an den westlichen Ortsrand. Dabei mein 8x32 Fernglas und das 12x80 Fernglas mit einem Stativ. Gefunden habe ich ihn dann im 8x32 anhand Alpha und Beta Auriga (der Komet ca. 8° NNO von Beta Auriga) als erkennbaren aber nicht auffälligen Nebelfleck. Im 12x80 war er eher schlechter erkennbar, vielleicht auch weil dort die ihn überlagernden zwei (?) kleinen Sterne eher ablenkten. Ich bin aber trotzdem froh über diese spontane Beobachtung, auch weil das Wetter nach Vorhersage jetzt wieder schlechter wird. Toi, toi, toi an alle Kometenfreunde für die eigenen Spontanbeobachtungen wünscht Heinz.

  • Hey,


    Nachdem die letzten Wochen Dauerwolkenshow war, ist mir de Zeitpunkt der größten Helligkeit leider durch die Lappen gegangen.


    Diese Nacht hatte ich noch etwas länger gemacht und wollte so gegen 2:20 in Bett als mir beim Blick aus dem Fenster auffiel, dass zur Abwechslung mal Sterne zu sehen waren. Orion und Fuhrmann funkelten verlockend über den Dächern.
    Also spontan wieder angezogen, den Rechner nochmal angeschmissen und eine Aufsuchekarte ergooglelt. Copy&Paste in die grauen Zellen, Großen Feldstecher (20x60) geschnappt und raus auf den Balkon.
    Es war recht windstill, der Himmel klar aber aufgehellt durch den abnehmenden Mond hinterm Haus. Von Norden zog sich langsam eine Schicht aus Höhenwolken gen Süden über den Himmel und hatte die Giraffe schon fast geschluckt. Viel Zeit hatte ich also nicht.


    Mit bloßem Auge war nichts zu sehen, aber nach etwas Suchen hatte ich mit dem Fernglas erfolg.
    Gesehen habe ich ein schwaches verwaschenes Fleckchen, das ein klein wenig unsymmetrisch wirkte. Doch eher unspektakulär, so zwei Wochen nach perihel, aber zumindest kann ich wieder eine Kerbe am Fernglas machen (nicht wirklich).


    Gruß,
    Peter

  • Hallo Zusammen,


    Heute vor Mondaufgang auch noch kurz versucht. Nach kurzer Suche beim Fuhrmann gefunden und mit dem 18er Okular im 12“ Dobson ein gutes Ergebnis erzielt. Mit dem Auge und Fernglas war nix zu machen.
    Tolles Objekt ! Auf der to-do abgehakt :-)


    Edit: ich konnte bei der Beobachtung auch einen leichten Grünstich erahnen.

  • Schönen Abend an alle Kometensucher,


    Ich konnte Komet Wirtanen seit meiner letzten ( und auch meiner besten) Beobachtung , das war die eiskalte Nacht vom 15. auf den 16 Dezember,seither leider nicht mehr zu hundert Prozent sicher, "aufspüren".


    Damals wars mit dem bloßem Auge schon eine klare Sache - im Teleskop dann sowieso.


    Ein paar Tage vorher erstmals den Kometen sehr gut gesehen mit dem Fernglas.


    In einem anderen Thread hab ich ja meinen Beobachtungsversuch vom 26. auf dem 27 Dezember geschildert, der mit dem bloßem Auge am Abend
    ( vor Mondaufgang) leider erfolglos war und später in der Nacht auch mit dem Fernglas ( allerdings dann mit doch recht hellem Mondlicht, leider auch kein klares Ergebnis mehr brachte)


    Seither war es mir auch nicht mehr möglich, ob mit Feldstecher oder auch Teleskop es nochmal zu versuchen.(Vor allem wetterbedingt in erster Linie).


    Die Zeit, das der Komet auch mit bloßem Auge noch geht - scheint ohnehin schon längst vorüber zu sein.


    Nun zieht sich der abnehmende Mond zwar endlich wieder langsam zurück - allerdings die Wettervorhersage bzw. der Wettertrend schaut leider gar nicht gut, sondern "ziemlich miserabel" aus..zumindest für meine Region.


    Das wird diese Woche für mich nix mehr , mit dem Kometen, frühestens kommenden Montag Abend, dem 07.01 "darf" ich wieder auf klaren Himmel hoffen.


    Der Komet wird derweil bis dahin wohl recht rasch auch sehr viel schwächer.


    Vielleicht haben da andere Hobbyspechtler und Kometenjägerdie ersten Januartage noch Glück.


    Egal ,ein gutes und gesundes neues Jahr schon mal allen.


    Nette Grüße

  • Hallo,
    ich konnte heute Abend den Kometen mit dem Zeiss 8 x 30 sicher aufspüren. Er sah aus wie eine recht große verwaschene Wolke ohne zentrale Aufhellung. Eigentlich wollte ich den Kometen meiner Frau zeigen, allerdings habe ich es auf Grund seiner Unscheinbarkeit sein lassen. Den Kommentar, dass ich nur eine normale kleine atm. Wolke beobachte, wollte ich mir ersparen.


    cs Harald
    http://www.unigraph.de

  • Moin
    Nach über 2 Wochen bedecktem Himmel seit meiner letzten Sichtung (15.12.18), gelang es mir heute um 23 Uhr auch nochmal einen Blick auf den Kometen zu werfen.
    Im 10x50 Fernglas war er ebenfalls nur als unförmige schwache Wolke sichtbar. Das indirekte Beobachten habe ich noch nicht verlernt, dabei formte sich der Fleck zu etwas rundlichem.
    Keine zentrale Aufhellung mehr erkennbar. Es war nicht ganz einfach 46P/Wirtanen so zenitnah mit dem Fernglas aufzuspüren, der Nacken schmerzt noch.
    Gruß
    Armin

  • Hallo Kometenfreunde,


    Ich habe Wirtanen eben zum ersten Mal seit gut zwei Wochen wieder aufspüren können. Die ganze Zeit war der Himmel bewölkt und Wolkenlücken habe ich verpasst.
    Aber jetzt hat es geklappt. Ich habe mit eine Aufsuchkarte aus Calsky eingeprägt und habe beim Abendspaziergang mit meinem Hund den Luchs mit dem 8x42 abgesucht. Wirtanen war recht einfach zu finden. Eine strukturlose aber bei m5,0 gut sichtbare Aufhellung. In Größe und Helligkeit etwa vergleichbar mit M33. Strukturen konnte ich bei der geringen Vergrößerung nicht erkennen.


    Ich werde mein Glück gleich noch einmal mit meinem 6"er vom Garten aus versuchen, er sollte gerade eben über mein Dach hinaus zu sehen sein.


    NACHTRAG:
    Ich war eben noch mal mit dem 6"er Newton draußen. Der Komet ließ sich sehr schön beobachten. Bei 62x im 12er Nagler T4 konnte man bei indirekter Betrachtung sehr gut den False Nucleus ausmachen. Beeindruckend fand ich, dass man recht fix die Bewegung des Kometen vor den Sternen feststellen konnte. Nach einer Viertelstunde war die Veränderung der Position auch bei 30x unübersehbar. Alles in allem war ich überrascht, wie hell und einfach zu finden Wirtanen immer noch ist. Noch ist dieser Komet nicht abgemeldet. Die kommende Neumondphase sollte man unbedingt ausnutzen.


    Bis dann:
    Marcus

    16" f/4 Dobson, 6" f/5 Dobson, C8, 80/560 ED, 70/700 PST-Mod "Sunlux"


    Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle

  • Hallo zusammen und allen noch ein frohes und gesundes neues Jahr. [:)]


    Den Thread verfolge ich schon eine ganze Weile und ich hatte auch schon mehrfach vor hier auch mal von meinen Beobachtungen zu berichten. Nun will ich das auch mal tun.


    Meine erste Beobachtung habe ich am 09. Dezember unter theoretisch dunklem Landhimmel bei mir zu Hause gemacht - allerdings deutlich erschwert durch durchziehende Wolkenfelder, die nur kleine Beobachtungslücken boten. Mit dem 10x50 war der Komet aber schnell gefunden und auch sehr deutlich zu erkennen. Parallel hat meine EOS750 mit dem Kitobjektiv (31 mm) eine 15-Sekunden-Belichtung mit ISO6400 geschossen.


    Mitte Dezember habe ich Wirtanen auch aus der Lichtseuche der Großstadt Essen heraus erfolgreich mit meinem 6-12x30 Porst Fernglas beobachten können. Am besten war der Anblick mit ca. 8-facher Vergrösserung, also einer AP von ca. 3,5 bis 4 mm.


    Die beste Beobachtung von Wirtanen gelang mir wieder unter heimischen, aber vom Mond deutlich erhellten Himmel am 17. Dezember, ein Tag nachdem er an den Plejaden vorbeigezogen ist. Auch an diesem Abend zogen leider immer wieder Wolken durch, aber die Lücken waren deutlich größer als in der ersten Nacht. Hier meinte ich sogar einen leichten Hauch von Farbe (grau-grün) im geliehenen 10x50 Zeiss FG ausgemacht zu haben. 100%ig sicher war ich mir aber damit nicht. Aber in der Nacht erschien mir Wirtanen auf jeden Fall am hellsten und am größten. Ich habe den Kometen parallel auch ohne Nachführung mit meiner EOS750D mit 50mm, Blende f/2,8 und ISO3200 geknipst (18x6 Sekunden).


    Danach habe ich Wirtanen noch drei mal beobachten können, zuletzt am heutigen Abend, an dem der Himmel seit Wochen mal wieder komplett wolkenlos war. Die Grenzgröße dürfte im Zenit bei ca. 6-6,2mag gelegen haben. Zuerst habe ich Wirtanen mit meinem Perl 10x50 FG aufgespürt, danach mit meinem 20x80 Triplet von TS (auch freihändig). War im 10x50 nur ein zur Mitte hin heller werdender runder Fleck zu erkennen, so konnte ich bereits im 20x80 FG den Kern des Kometen als stellares Aufhellung erkennen. Durch die größere Lichtsammelleistung, die höhere Vergrösserung und die etwas kleinere AP war der Komet im größeren FG um einiges schöner und deutlicher zu beoachten.


    Da es bei uns heute sehr böigen Wind hatte, wollte ich erst kein Teleskop aufbauen. Ich entschloss mich dann aber doch noch dazu mein Bresser Pluto (114/500 Newton) und die Pipemount auf meinem Nordbalkon aufzustellen, um damit nochmal in Ruhe zu beobachten. Durch die stabile Pipemount war die Abbildung natürlich im Gegensatz zu den vorangegangenen FG-Beobachtungen wackelfrei und damit nochmal schöner und deutlicher, als im Großfernglas. Auch hier war der stellare Kern gut zu erkennen. Die Koma des Kometen erschien mir auch nicht ganz Kreisrund zu sein, sondern etwas ungleichmäßig und ganz leicht elliptisch.


    Danach versuchte ich mich noch an dem Kometen 38P/Stephan-Oterma. Zuerst gelang es mir nicht diesen mit dem 114/500 ausfindig zu machen. Erst nachdem ich mittels der Position aus Stellarium und per Starhopping die Stelle ausfindig gemacht hatte wo der Komet sein sollte, machte sich dort indirekt immer mal wieder eine ganz zarte Aufhellung bemerkbar. Es dauerte aber schon geschätzte 30-45 Minuten inkl. einer Beobachtungspause, bis ich mir damit sicher war.


    Die "Glanzzeit" vom Kometen Wirtanen ist zwar längst vorbei - der Komet hat schon etwas an Helligkeit verloren - aber wie Marcus zuvor schon geschrieben hat, sollte man die kommenden mondfreien Tage unbedingt nochmal nutzen, sofern es der Himmel zulässt. Es lohnt sich auf jeden Fall.


    Allen Kometenjägern viel Erfolg. [:)]


    Gruß und klaren Himmel
    Heiko

  • Hallo Marcus, Heiko,


    danke für die aufmunternden Hinweise. Ich hatte bisher keine Gelegenheit, und es schon abgehakt. Aber wenn das so ist, werd ich morgen früh bei hoffentlich noch klarem Himmel einen meiner farbwerfenden Kometensucher in Stellung bringen...Hoffentlich klappt's #127776;


    Gruss,
    Mathias

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