Asti Korrektur, aber wie?

  • Du hast völlig Recht, der Spiegel hat 38,5, keine Ahnung was ich da gemessen habe....Sehr gut aufgepasst!


    Gruß Sascha

  • Hallo Sascha,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">...wären 25mm (gerade bei Stathis angefragt) eventuell zu dünn<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Nein, das ist nicht zu dünn.
    Wie gesagt, wenn Du die PDI Messung im Griff hast ist die Sache halb gewonnen.
    Keine der beiden Varianten - Entastifizierung oder kompletter Neuanfang - ist ein Fehler.
    Viele Grüße
    Kai

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Leonos</i>
    <br /> Ggf die Möglichkeit einer Schlingenlagerung einplanen.


    Gruß Kay


    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hallo Kay,


    der Sascha plant einen Tubus auf einer parallaktischen Monierung...
    da geht eine Schlingenlagerung wirklich nicht!



    Hallo Sascha,


    viel Erfolg, egal ob mit dem Dicken oder einem Dünnen.
    Das Auskühlverhalten wird oft unterschätzt.
    Mein 16er ist 17,8mm dick (besser dünn) und kühlt in Nullkommanix aus.
    Da kannst du praktisch sofort hoch vergrößern.
    Na ja, vielleicht muss man 5 Minuten warten.[:)]
    cs
    Timm

  • Hallo Sascha,


    In Dobsons liegt die Spiegelfassung immer gleich in Bezug auf die Schwerkraft. Deshalb kann man für dünne Flundern auch entsprechend ausgefuchste laterale Lagerungen projektieren, welche das Verbiegen der Spiegel bei Lage auf der Spiegelkante wirkungsvoll minimieren.


    In parallaktisch montierten Geräten dreht der Spiegel sich in Bezug auf die Schwerkraft. Üblicherweise werden Spiegel in solchen Fassungen seitlich durch drei Korkplättchen gegen Verschieben gesichert, die Plättchen weisen nur minimales Spiel auf. Man kann sich einfach vorstellen, dass der Spiegel in einer solchen Fassung auch mal nur auf einem Plättchen aufliegt.


    Parallaktisch montierte Spiegel müssen deshalb dicker sein. 35-40mm Randstärke ist ein übliches Mass für 30cm Spiegel. Ob's auch weniger sein darf, hängt von deinen Anforderungen an die Bildfehler und von der Ausführung der Spiegelzelle ab.


    Laug das Teil endlich ab und korrigier ihn.


    Grüsse


    Max

  • Hallo Timm, Sascha,


    bei der Geschichte mit der Schlingenlagerung hab ich mich zu kurz gefasst. Sorry.


    Mein Spiegel wird gegenwärtig von drei Schlingen (Drähten) gehalten. Diese Schlingen sind jeweils 120 Grad versetzt um den Spiegel herum drapiert und umspannen ihn damit komplett.
    Das muss man sich wie drei U's vorstellen, die um den gemeinsamen Bogenmittelpunkt verdreht sind.


    Ich gestehe allerdings das noch nicht auf einer parallaktischen Montierung getestet zu haben. Das steht noch aus. Z.Z. hab ich nur eine etwas lieblos zusammengeschusterten Holzbox. Aber ich arbeite dran. ;)


    Sinn und Zweck der Übung war jedenfalls einzelne Druckpunkte zu vermeiden auch wenn der Tubus gedreht oder geschwenkt wird.


    Ich hoffe es jetzt verständlicher gemacht zu haben.


    Gruß und cs
    Kay

  • Hallo Zusammen,


    Max hat´s auf den Punkt gebracht...ich habe gerade Salzsäure und Kupfersulfat bestellt. Pech ist auch auf dem Weg......ich halte euch über meine Fort/Rückschritte auf dem laufenden.


    Gruß Sascha

  • So lange ist´s her, aber es hat sich was getan :)


    zuerst nochmal danke für die zahlreichen Tips zum Selbermachen. Ich möchte euch hier in einem kleinen Beitrag den Weg von meinem Asti-Glas zu einer nahezu perfekten Optik beschreiben.


    Schritt 1: Nachdem ich mir alles was zum polieren notwendig war bei Stathis besorgt hatte, fehlten mir nur noch die Komponenten zum ablaugen. Ich wählte eine Mischung aus 24%iger Salzsäure und Kupersulfat. (ich weiß, eine Lauge ergibt das nicht :) )




    PSA nicht vergessen,




    Es hat hervorragend funktioniert:


    Nach 15min



    nach 30min



    Nach 45min



    nach 1:15h



    So damit war es dann auch schon vorbei mit der Zeit denn es hat sich doch einiges in meinem privaten Umfeld verändert und dieses kleine Wesen benötigt meine volle Aufmerksamkeit :)



    Polieren war also kein Thema mehr für mich und in meinem anderen Thread


    http://www.astrotreff.de/topic…&SearchTerms=wer,hat,lust


    habe ich verzweifelt nach jemandem gesucht der mir bei meinem Asti-Problem behilflich sein kann und Gott sei dank hat sich tatsächlich Daniel Restemeier alias "DaRestem" bei mir gemeldet und seine Hilfe angeboten. Kurzer Hand habe ich meine krumme Scheibe eingepackt, verschickt und in Daniels Hände gegeben (was ein Glück). Nach einer erneuten "ist" Aufnahme ging es dann los.


    Mit Asti:


    Asti in OF deaktiviert:



    (==&gt;)Daniel: Ich versuche das hier nun nach bestem Wissen und Gewissen wiederzugeben, sollte ich etwas falsch beschreiben kannst du mich gerne korrigieren.



    Die Lage des Astis stand nun fest und es wurde mit der Rosskur begonnen. Der Plan war während der Rosskur von 100% Parabel auf etwa 30-50% Parabel zurück zu polieren um sie anschließend ohne Asti wieder auf 100% aufzubauen.



    Leider lief das Korrigieren des Astis etwas weniger optimal als erhofft. Die folgenden Bilder der Entwicklung zeigen immer eine Darstellung der aktuellen konischen Konstante. Somit sieht man die Abweichungen in Bezug auf die derzeitige "Teilparabel" und nicht zu der 100%igen Parabel!


    Bild 1 - auf dem Weg zurück zur Sphäre. Die Riefen der Astikur werden schon weniger.



    Bild 2 - Die Sphäre ist erreicht. Die leichten Unregelmässigkeiten in der äußeren Ringzone ist kein Asti mehr, sondern kommt nur dadurch, dass zu wenige Interferogramme verarbeitet wurden. Sind also Artefakte, wenn man so will.



    Bild 3 - Jetzt wieder auf dem Weg zur Parabel, hier bei 30% Parabeltiefe.



    Bild 4 - der Zwischenstand bei 60% Parabeltiefe.




    Endlich bei der 100% angekommen hat sich das bewahrheitet, was sich schon vorher immer stärker ankündigte. Die Parabel gefiel einfach nicht, weder den Berg in der Mitte, noch die Ringzone außen konnten elegant wegretuschiert werden. Irgendwie war in diesem Anlauf einfach der Wurm drin...




    Also zurück zur 70% Parabel und nochmal von vorne.....



    Dieses Mal war es eine Erfolgsgeschichte!Das erste Bild zeigt wirklich alle Fehler (inkl. minimalen verbleibenden Messfehlern), die in Bezug auf eine 97% Parabel übrig geblieben sind.



    Ich denke, mit knapp Strehl 0,99 kann man von einem Planetenkiller sprechen.



    Aber selbst in Bezug auf die 100% Parabel hat der minimal unterkorrigierter Spiegel noch einen Strehl von 0,97! Einiges von diesen zwei fehlenden Strehlpunkten findet sich als leichter Hügel in der Mitte unter dem FS-Schatten.



    Ich bin absolut begeistert von diesem Ergebnis. Einen riesigen Dank nochmal an Daniel Restemeier mit seinem mir unerklärlichen Ehrgeiz mir einen nahezu perfekten Spiegel zu bauen. Mein neuer Tubus ist im Bau, Komponenten sind bestellt, alles Prima.Jetzt noch zum verspiegeln und dann kann es losgehen mit der Planetenfotografie...die nächste Saison kann also kommen.


    Gruß Sascha

  • Hallo Sascha,
    eine schöne Geschichte mit Happy End. Gratuliere zu diesem tollen Spiegel und meinen Respekt an Daniel für die gelungene Retousche. Das wäre schon auch eine interessante Herausforderung aus einer "Gurke" einen perfekten Spiegel zu machen.... [:p]
    Wünsche viele schöne Beobachtungen mit dem Spiegel.
    CS, Matze
    PS: Beim Ablaugen/Sauern... Viel hilft viel?[:D] Mit der Menge an Lösung könnte man eine ganze Gurke-Armada ablaugen[:o)]

  • Hallo,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">PS: Beim Ablaugen/Sauern... Viel hilft viel?[:D] Mit der Menge an Lösung könnte man eine ganze Gurke-Armada ablaugen[:o)]
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Man kann 95% der Säuremenge einsparen indem man ein Papier-Tuch auf die Spiegel-Oberfläche legt, wo eine kleine Menge Säure draufgeschüttet wird. Das Tuch saugt sich voll und verteilt die Säure über die ganze Oberfläche.

    Gruß
    Michael


    P.S.
    siehe http://lerch.no-ip.com/atm/Mirror_Prep.htm

  • Ja mit der Säure habt ihr völlig Recht, das hätte ich auch anders lösen können. Die Geschichte mit den Papiertüchern ist genial....also für die nächste Gurke weiß ich dann Bescheid.


    Gruß Sascha

  • Hallo Sascha,
    klasse, wie Du den Werdegang noch mal zusammengefasst hast!
    Ich denke, es ist schon längst kein Geheimnis mehr, dass eine Astikorrektur per Interferometer keine große Sache ist [:)]


    Vielleicht noch ein kurzes Wort zu den beiden Darstellungen ganz unten. Beide entstammen der letzten interferometrischen Messung. Die Darstellung mit Strehl 0,97 zeigt die Fläche auf eine ideale Parabel, also auf eine konische Konstante von -1 bezogen. Der Hauptfehler mit knapp zwei Punktabzügen im Strehl ist dabei die leichte Unterkorrektur. Diese ist aber bewusst so belassen, da der Spiegel relativ mächtig ist, dadurch in der Regel den Außentemperaturen nachläuft und damit zur Überkorrektur neigt. Dies soll durch die leichte Unterkorrektur ein wenig abgefangen werden. Bezogen auf diese Unterkorrektur ergibt sich ein Strehl von knapp 0,99, alle übrigen Fehler (inkl. Messfehlern) summieren sich zu 1% Verlust.


    Ob das nötig ist oder ob auch 0,9-0,93 reichen um auf der sicheren Seite zu sein, war in diesem Fall eigentlich nicht so wichtig. Sascha wollte einen Planetenkiller und es lief grad so gut, warum also vorher aufhören?


    Ich wünsche dir auch viel Spaß mit der Optik [:)]


    Viele Grüße,
    Daniel

  • Hallo Daniel,


    nein, ein Geheimnis wie es funktioniert ist es nicht, es ist allerdings recht zeitaufwendig und genau an der Stelle lag mein Problem. Ich hätte wahrscheinlich schon bei deinem ersten Ergebnis Strehl 0.89 aufgegeben. Ob man zwischen 0,89 und 0,97 noch einen Unterschied sieht sei mal dahin gestellt, aber wenn die Bedingungen dann mal passen sollten kann ich definitiv das Bestmögliche rausholen. Jetzt warte ich ganz gespannt auf alle noch fehlenden Komponenten. Sollte alles gut laufen, kann ich das neue Gerät Anfang Oktober das erste mal zum Einsatz bringen.


    Warten wir´s ab.


    Gruss Sascha

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